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Montag, 18-Dez-2006
18.12.2006 - 23:24:31
Wall Street schließt nach Gewinnmitnahmen knapp behauptet
NEW YORK (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen und ein auf einigen Energiewerten
lastender gesunkener Ölpreis haben am Montag die Wall Street leicht belastet.
Zeitweise war der Dow-Jones-Index auf ein Allzeithoch auf Intraday-Basis
gestiegen, löste sich jedoch wieder von den Rekordständen. "Es überwog an
diesem Merger Monday die Skepsis", kommentierte ein Beobachter die Entwicklung
an den US-Börsen. Zudem hätten Konjunkturdaten belastet. Die Lage am Markt für
US-Wohnimmobilien hat sich im Dezember offenbar etwas eingetrübt.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte sank 4 Punkte auf 12.441 Punkte,
der S&P-500 verlor 0,3% bzw knapp 5 Punkte auf 1.422. Der Nasdaq-Composite gab
um 0,9% bzw 22 auf 2.436 Punkte nach. Umgesetzt wurden dabei 1,53 (Freitag:
2,13) Mrd Aktien. Die Zahl der Kursgewinner lag bei 1.115, die der -verlierer
bei 2.218. Unverändert schlossen 154 Titel.
Die vorbörslich veröffentlichte Leistungsbilanz der USA für das dritte
Quartal hat mit einem Defizit von 225,6 Mrd in etwa den Prognosen entsprochen.
Der Aktienmarkt werde derzeit stark von Liquidität getrieben, heißt es von
Analysten. Während technische Indikatoren auf eine überkaufte Marktlage
hindeuteten und das Sentiment sehr bullisch sei, seien viele Hedge Fonds noch
deutlich unterinvestiert in Aktien.
Die Lage am Markt für US-Wohnimmobilien hat sich etwas eingetrübt. Wie die
National Association of Home Builders (NAHB) am Montag mitteilte, sank der von
ihr berechnete Index für das Vertrauen von Bauherren auf 32 Punkte, dem
niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Dies habe jedoch nur geringen Einfluss auf
die Stimmung am Aktienmarkt gehabt, wie es von Beobachtern hieß.
Belastend zeigten sich allerdings die Abschläge von Exxon Mobile für den
Index. Die Titel gaben 2,3% auf 75,51 USD nach. Als Ursache wurde der gesunkene
Ölpreis infolge der Erwartung auf milderes Wetter ausgemacht. Citigroup
gewannen nach einem positiven Analystenkommentar 2,5% auf 55,44 USD. Merrill
Lynch hat die Aktie auf "Buy" von "Neutral" angehoben.
Im Fokus standen auch die Technologiewerte: IBM legten um 0,1% auf 95,44
USD zu. Prudential hat die Beobachtung der Aktie mit "Neutral" gestartet. Die
Analysten sehen zwar angesichts der guten Auftragslage für das vierte Quartal
trotz des hohen Niveaus weiter kurzfristiges Momentum in der Aktie. Langfristig
äußern sich die Analysten allerdings zurückhaltender. Besorgnis gebe es vor
allem hinsichtlich des Dienstleistungs- und Hardwaregeschäfts von IBM, heißt
es. Oracle legten vor Veröffentlichung von Quartalszahlen 1,3% auf 17,91 USD
zu.
Im Fokus stand zudem eine Fusion zweier Riesen, diesmal im norwegischen
Ölgeschäft: Mit dem Zusammenschluss des Öl- und Gasgeschäfts von Norsk Hydro
und Statoil entsteht der weltweit größte Förderer von Offshore-Rohöl. Die ADRs
von Norsk Hydro stiegen 19% auf 29,55 USD. Statoil sanken 3,2% auf 26,74 USD.
DJG/DJN/pes
18.12.2006 - 22:25:04
US-Anleihen im späten Verlauf kaum verändert
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Staatsanleihen haben sich am Montag im späten
Verlauf in New York trotz eines Rückgangs des NAHB-Index kaum verändert
präsentiert. Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,625% stiegen um 1/32 auf
100-8/32 und rentierten mit 4,59%. Der mit 4,50% verzinste Longbond legte um
1/32 auf 96-19/32 zu und rentierte mit 4,72%.
Die Lage am Markt für US-Wohnimmobilien hat sich im Dezember offenbar etwas
eingetrübt. Wie die National Association of Home Builders (NAHB), mitteilte,
sank der von ihr berechnete Index für das Vertrauen von Bauherren auf 32
Punkte, dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Im November hatte der Index bei
33 Zählern notiert. Trotz des Rückgangs habe sich die Situation aber
stabilisiert, sagte NAHB-Chefökonom David Seiders. So etwa wachse die Nachfrage
nach Einfamilienhäusern, und auch die Anträge für Hypotheken nähmen zu.
DJG/DJN/pes
18.12.2006 - 22:14:54
EUREX/Renten-Futures schließen leichter
FRANKFURT (Dow Jones)--Leichter haben die bundesdeutschen Renten-Futures am
Montag geschlossen. Der März-Kontrakt des Bund-Futures verlor 18 Ticks auf
117,15%. Das Tageshoch lag bei 117,46% und das Tagestief bei 117,06%. Umgesetzt
wurden rund 614.000 Kontrakte. Der Bobl-Futures verlor 6 Ticks auf 109,35%.
Seit dem Fall durch die 118%-Marke werde der Bund-Handel technisch dominiert,
sagte ein Händler: "Alle spielen hier den klaren Abwärtstrend". Die
Kurserholung am Vormittag sei von den meisten Marktteilnehmern als Einladung zu
neuen Shorts aufgefasst worden. Schließlich habe es sich nur um ein deutliches
Pullback von unten an den ehemaligen Unterstützungsbereich um 117,45%
gehandelt.
Fundamental belastet habe der erneute Rückschlag des Euro zum Dollar. Auf
dem aktuellen Niveau seien Eindeckungen möglich, dort liege der untere Rand des
Abwärtskanals, hieß es.
DJG/mod/pes
18.12.2006 - 19:44:58
Deutsche Bank übt Greenshoe bei Springer-Aktien ... (drei)
Der von Hellman und Friedman zur Verfügung gestellte Greenshoe sei nur zum
Teil ausgeübt worden, so dass der Finanzinvestor nun 9,9% an Axel Springer
halte, sagte eine Sprecherin des Medienkonzerns zu Dow Jones Newswires.
Ursprünglich wollte der Investor bei voller Ausübung der Mehrzuteilungsoption
seine Beteiligung an Springer auf 9,4% reduzieren.
Webseiten: http://www.deutschebank.de
http://www.axelspringer.de
http://www.hf.com
DJG/jhe/bam
18.12.2006 - 19:27:48
Privatbanken erwerben Mehrheit am EADS-Paket von Daimler - HB
BERLIN (Dow Jones)--Die Mehrheit des DaimlerChrysler-Aktienpakets am
europäischen Luft-und Raumfahrtkonzern EADS geht einem Zeitungsbericht zufolge
an private Investoren. "Es steht fest, dass Privatbanken einen größeren Teil an
Anteilen halten werden als öffentlich-rechtliche Geldgeber", sagte ein
Regierungsbeamter dem "Handelsblatt" (HB - Dienstagausgabe).
Die Zeitung schreibt weiterhin unter Berufung auf Frankfurter Bankenkreise,
dass die privaten Institute 50,1% und die öffentlich-rechtlichen Investoren
49,9% an dem Aktienpaket halten sollen. Der Kreis der Investoren soll nach
Informationen des "Handelsblatts" zehn bis zwölf Geldgeber umfassen, darunter
die Deutsche Bank, Morgan Stanley, die Commerzbank und Goldman Sachs sowie die
KfW-Bankengruppe und die Landesbank Baden-Württemberg von der öffentlichen
Seite. Bei der KfW und der Deutschen Bank wollte man zu dem Thema keine
Stellung nehmen. Bei der Commerzbank war kurzfristig keine Stellungnahme
erhältlich.
Endgültig will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die zeitlich befristete
Übernahme der Daimler-Anteile an EADS im Januar verkünden. Ursprünglich wollte
die Regierung ihre Lösung für die EADS-Aktien von Daimler noch in diesem Jahr
präsentieren. Doch die umfangreiche juristische Prüfung erfordert eine
Verschiebung auf Januar.
Direktes Mitspracherecht bei EADS sollen die neuen Investoren entsprechend
der Satzung des europäischen Rüstungskonzerns nicht bekommen. Stattdessen
gründet DaimlerChrysler dem Bericht zufolge zusammen mit den beteiligten
Investoren eine Gesellschaft, in die die EADS-Anteile eingebracht werden.
Demnach erwerben die privaten und öffentlichen Geldgeber das 7,5%-Paket, das
der Automobilkonzern abgeben will, über eine Derivate-Konstruktion. Die
Laufzeit soll etwa vier Jahre betragen.
Webseite: http://www.handelsblatt.com
DJG/jhe/bam
18.12.2006 - 19:25:10
S&P: Vorerst keine Folgen für Siemens-Rating wg Untreueaffäre
STOCKHOLM (Dow Jones)--Standard & Poor's (S&P) sieht kurzfristig keine
Folgen für die Ratings der Siemens AG wegen der Veruntreuungen in der
Telekomsparte. Negativ könne sich die Korruptionsaffäre jedoch auswirken, wenn
weitere Aufdeckungen die Strategie des Konzerns, seine Wettbewerbsposition oder
seine Geschäftsentwicklung beeinträchtigen sollten, teilte die Ratingagentur am
Montag mit. S&P stuft Siemens derzeit mit "AA-", negativem Ausblick und "A-1+"
ein.
Siemens hatte Transaktionen im Volumen von 420 Mio EUR entdeckt, die als
zweifelhaft angesehen werden. In Folge dessen musste auch das Ergebnis für das
abgelaufene Geschäftsjahr nach unten revidiert werden.
Webseite: http://www.standardandpoors.com
DJG/jhe/bam
18.12.2006 - 19:01:48
NASD belegt Allianz-Sparte mit Strafe von 5 Mio USD
NEW YORK (Dow Jones)--Die National Association of Securities Dealers (NASD)
hat die Sparte USAllianz der Allianz SE mit einer Strafe von 5 Mio USD belegt.
Die Gründe seien Verletzungen im Bereich der Aufsicht und der Aufbewahrung von
Unterlagen, teilte der US-Regulierer der Händler am Montag mit. Bei der
Allianz-Sparte hieß es, es seien Verbesserungen umgesetzt worden, um die
aufgetretenen Probleme zu verhindern.
Die Vorwürfe der NASD hatten gelautet, dass die USAllianz bis März 2006
kein angemessenes Aufsichtssystem gehabt habe, um die Repräsentanten des
Unternehmens zu überwachen. Einige Verantwortliche seien beispielsweise
manchmal nicht darüber informiert gewesen, über welche Repräsentanten sie die
Aufsicht hatten. Vor März 2005 habe es auch kein System zur Dokumentation des
E-Mail-Verkehrs gegeben.
Webseite: http://www.nasd.com
-Von James DeWeese; Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe
18.12.2006 - 18:43:16
Europas Börsen schließen leichter - Norweger im Fusionsrausch
Etwas leichter sind die europäischen Aktienmärkte am Montag aus dem Handel
gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,3 Prozent oder 11 auf 4.130 Punkte, der
Stoxx-50 gab um 0,3 Prozent oder 11 auf 3.721 Punkte nach. Nach freundlichem
Start ließ der Umsatz deutlich nach. Händler sprachen von typischem
Vorweihnachtsgeschäft. Man habe sich auf ausgewählte Einzeltitel konzentriert,
der Rest habe sich je nach Orderlage bewegt. Im Blick stand vor allem die
Fusion der Ölriesen Norsk Hydro und Statoil. Die Länderbörsen schlossen
uneinheitlich, bei den Branchen standen nur Minenwerte etwas unter Druck.
Unternehmensnachrichten waren rar. Technische Analysten sehen den Euro-Stoxx-50
bei rund 4.100 Punkten gut unterstützt.
Norsk Hydro und Statoil auf Höhenflug
Im Fokus stand vor allem eine Fusion zweier Riesen, diesmal im norwegischen
Ölgeschäft: Mit dem Zusammenschluss des Öl- und Gasgeschäfts von Norsk Hydro
und Statoil entsteht der weltweit größte Förderer von Offshore-Rohöl. Das sei
eindeutig die "Story des Tages" gewesen, so ein Händler. Sie werde einmal mehr
die Übernahmefantasie im Ölsektor anspornen. Norsk Hydro haussierten um 20,6
Prozent auf 188,50 NOK, Statoil kamen nach Gewinnmitnahmen vom 5 Prozent-igen
Plus zurück und gaben um 1,7 Prozent auf 170 NOK nach. Belastende Vorgaben von
Exxon aus den USA und ein leichter Ölpreis-Rückgang drückten den Sektor-Index
dann um 0,4 Prozent ins Minus.
Einzelnachrichten eher belastend
Bei den Einzeltiteln überwogen eher die etwas belastenden Meldungen. So fielen
Suez in Paris um 0,6 Prozent auf 38,20 EUR, nachdem Unsicherheiten hinsichtlich
der geplanten Fusion mit Gaz de France (GdF) aufkamen. Eine schnelle Lösung
zeichne sich immer weniger ab, hieß es im Handel. Vielmehr sei davon
auszugehen, dass die Verhandlungen noch zum Gegenstand der
Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr werden.
Sanofi-Aventis verloren 0,6 Prozent auf 69,75 EUR. Hier belastete das
Antibiotikum "Ketek". Die Empfehlung der US-Zulassungsbehörde FDA, die
Anwendung von "Ketek" auf Fälle von Lungenentzündungen zu beschränken, sei
strikter als erwartet, hieß es vom japanischen Brokerhaus Nomura. Allerdings
hätten die Umsätze von "Ketek" bereits im Vorfeld unter Berichten gelitten, die
auf die Gefahr von Leberschäden im Zusammenhang mit der Einnahme von "Ketek"
hinwiesen. Ein Pariser Händler äußerte sich zurückhaltend zu der Aktie: Der
Nachrichtenfluss von Sanofi-Aventis habe das gesamte Jahr nicht überzeugt.
In London litten BT Group unter Berichten über Pensionsnachzahlungen. Der
britische Telekomkonzern hat sich mit den Treuhändern seines
Mitarbeiterpensionsfonds auf eine Nachzahlung von jährlich 280 Mio GBP bis 2015
und einen höheren Arbeitgeberbeitrag bei den monatlichen Beiträgen der
Beschäftigten geeinigt. Nachrichten über steigende Kosten höre man nicht gerne
an der Börse, so ein Teilnehmer. Die Aktie fiel um 1,5 Prozent auf 310 p. Auch
Telefonica gaben um 0,1 Prozent auf 16,27 EUR nach. Hier wurde befürchtet, der
Konzern könne einen größeren Zukauf tätigen.
DJG/mod/reh
18.12.2006 - 18:35:24
EUREX/Renten-Futures im späten Verlauf leichter - Abwärts-Trend
FRANKFURT (Dow Jones)--Leichter tendieren die bundesdeutschen
Renten-Futures im späten Verlauf am Montag. Der März-Kontrakt des Bund-Futures
verliert 18 Ticks auf 117,15%. Das Tageshoch liegt bislang bei 117,46% und das
Tagestief bei 117,12%. Umgesetzt wurden bisher rund 562.000 Kontrakte. Der
Bobl-Futures verliert 8 Ticks auf 109,33%. Seit dem Fall durch die 118%-Marke
werde der Bund-Handel technisch dominiert, sagt ein Händler: "Alle spielen hier
den klaren Abwärtstrend". Die Kurserholung am Vormittag sei von den meisten
Marktteilnehmern als Einladung zu neuen Shorts aufgefasst worden. Schließlich
habe es sich nur um ein deutliches Pullback von unten an den ehemaligen
Unterstützungsbereich um 117,45% gehandelt.
Fundamental belastet habe der erneute Rückschlag des Euro zum Dollar. Auf
dem aktuellen Niveau seien Eindeckungen möglich, dort liege der untere Rand des
Abwärtskanals, heißt es. Aufgrund der Kursdynamik seien jedoch ab Mitte der
Woche Kurse unter 117% zu erwarten.
DJG/mod/reh
18.12.2006 - 18:32:21
UAW will Zugeständnisse bei Chrysler-Gesundheitskosten prüfen
DETROIT (Dow Jones)--Die US-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) will
sich die finanzielle Lage der Chrysler Group näher anschauen, um über mögliche
Zugeständnisse bei den Gesundheitskosten der DaimlerChrysler-Sparte
nachzudenken. Je nach finanzieller Lage bei Chrysler werde sich die
Gewerkschaft dem Thema Gesundheitskosten widmen, sagte am Montag der
UAW-President Ron Gettelfinger dem Radiosender WJR aus Detroit.
Die UAW hatte noch im September angekündigt, Chrysler keine solchen
Zugeständnisse zu machen, wie sie die General Motors Corp und die Ford Motor Co
im Jahr 2005 erhalten hatten. Damals hatte es geheißen, die finanzielle
Situation von Chrysler sei besser als die ihrer US-Wettbewerber.
Chrysler-Sprecher Mike Aberlich begrüßte die Entscheidung der UAW, die Lage
bei Chrysler neu zu bewerten. Der US-Automobilhersteller hatte für das dritte
Quartal einen Verlust von 1,5 Mrd USD ausgewiesen. Der UAW-President sagte, er
wolle sich noch nicht festlegen. Chrysler habe erst ein oder zwei Quartale
Verluste geschrieben, und die UAW schaue sich die langfristige Entwicklung an.
Die US-Automobilhersteller haben mit hohen Arbeitskosten zu kämpfen. Für
die Krankenversorgung rechnet Chrysler im laufenden Jahr mit Kosten von 2,3 Mrd
USD oder 1.400 USD je in den USA gebauten Automobils.
Webseite: http://www.uaw.org
-Von John D. Stoll, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/bam
18.12.2006 - 18:12:43
XETRA-SCHLUSS/Gut behauptet - DAX nur knapp unter 6.600 Punkten
FRANKFURT (Dow Jones)--Gut behauptet ist der deutsche Aktienmarkt am Montag
aus dem Handel gegangen. Nach zunächst festem Start ließen Dynamik und Umsatz
im Markt kräftig nach, hieß es im Handel. Der DAX handelte zumeist in enger
Seitwärtsbewegung und schloss 0,1% oder 8 Punkte fester bei 6.597. Die
6.600er-Marke wurde zwischenzeitlich überschritten. Der Markt tendierte dabei
auf ganzer Breite uneinheitlich. So stiegen von den 30 DAX-Werten 14 an und 14
gaben nach. Immer mehr Marktteilnehmer würden in den Weihnachtsurlaub gehen,
die Umsätze daher bis zum Wochenende weiter sinken, hieß es. Unternehmensdaten
und -nachrichten waren rar.
In der zweiten Reihe sorgten diverse Window-Dressing-Aktivitäten für
Kursbewegungen. Im MDAX wurde der Aufstieg von Gagfah Holding und der Abstieg
von Fielmann wirksam. Technische Analysten rechnen weiterhin mit ruhiger
Seitwärtsbewegung der Märkte in den kommenden Tagen. Nachdem der Große
Verfallstag am Freitag abgewickelt sei, werde der DAX wohl zwischen seinen
Widerständen und Unterstützung pendeln, wahrscheinlich 6.560 und 6.630 Punkten.
Die Nachrichten zu den Einzelwerten hatten kaum Einfluss auf die jeweilige
Kursentwicklung. Eine Meldung im "Focus", derzufolge das BaFin bei Continental
wegen möglicherweise illegaler Aktientransaktionen ermittelt, belastete die
Aktie kaum. Continental gaben um fünf Cent auf 88,24 EUR nach. DaimlerChrysler
wurden von einer möglichen Strafzahlung an MAN ebenso wenig bewegt. "Der Markt
dürfte das weitgehend eingepreist haben", vermutete ein Teilnehmer.
DaimlerChrysler schlossen unverändert bei 46,20 EUR, MAN verloren 0,4% auf
69,92 EUR.
Laut "FTD" will der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff
(CDU) VW-Aktionäre gegen Porsche in Stellung bringen. Ein Händler meinte, dies
sei das "letzte Aufbäumen" des Landes Niedersachsen, das seinen politischen
Einfluss auf VW schwinden sehe. VW stiegen um 1,6% auf 84,66 EUR. Nach der
Erholung vom Freitagnachmittag gaben TUI bei überdurchschnittlichen Umsätzen
erneut nach. Händler sprachen von Anschlussverkäufen nach der Gewinnwarnung des
Unternehmens vom Freitag. "Die Aktie scheint eine Reise gen Süden gebucht zu
haben", vermutete ein Beobachter mit Blick auf den Abschlag von 1% auf 15,45
EUR.
SAP kletterten um 0,8% auf 159,43 EUR. Der am Mittwoch anstehende
Aktiensplit habe für Kaufinteresse gesorgt, so ein Händler. Die Liquidität und
Handelbarkeit verbessere sich mit der Maßnahme. Damit könne auch der
Streubesitz steigen, was wiederum die Index-Gewichtung begünstige. Nächster
fundamentaler Aspekt seien die Quartalszahlen von Oracle, die nachbörslich in
den USA vorgelegt. Vor allem Aussagen Oracles zum Marktanteil seien wichtig.
Deutsche Telekom verloren 0,9% auf 13,83 EUR, nachdem am Freitag der erste
Anlauf über die 14-EUR-Marke gescheitert war. Die CS Group hatte das Kursziel
auf 12,50 nach 10,50 EUR erhöht, sieht jedoch weiter die Möglichkeit, dass die
Deutsche Telekom ihre Ziele 2007 verfehlen wird. Der Umsatz im Festnetzbereich
könnte den Analysten zufolge 2007 um geschätzte 1,5 Mrd EUR zurückgehen.
Linde sprangen um 1,6% auf 79,18 EUR und überschritten damit ihr altes
Fünf-Jahres-Hoch bei 79,14 EUR. Die Deutsche Bank hatte bei dem Titel das
Kursziel erhöht und ihn zu einem ihrer Chemiefavoriten für 2007 erklärt.
Rhön-Klinikum stiegen um 0,5% auf 35,52 EUR, nachdem das Unternehmen seine
Gewinnprognose erhöht hat. "Das ist gut für alle Aktien, weil es vor Augen
führt, wie die Körperschaftssteuerreform wirkt", sagte ein Händler. Rhön hat
die Gewinnprognose aufgrund eines Einmaleffekts aus der Körperschaftssteuer
erhöht. Nach zuvor 93 Mio EUR erwartet der Klinikbetreiber nun 106 Mio EUR. Die
Prognose für 2007 wird bekräftigt.
Positiv wurden die Umsatzpläne von Hugo Boss gesehen. Das Unternehmen will
seinen Umsatz in eigenen Läden in den nächsten Jahren auf 20% von derzeit 12%
deutlich steigern, schreibt die "Wirtschaftswoche". Hugo Boss stiegen um 0,9%
auf 39,36 EUR. Heidelberger Druck wappnet sich einem Zeitungsbericht zufolge
gegen feindliche Übernahmen. "Als Marktführer werden wir als attraktives
Übernahmeziel angesehen", sagte Vorstand Bernhard Schreier. Die Aktie kletterte
um 2,2% auf 35,12 EUR.
Deutz legten sogar um 5,3% auf ein neues Jahreshoch von 10,40 EUR zu. Das
Unternehmen hatte mitgeteilt, in China ein Joint Venture zum Bau von
Dieselmotoren gründen zu wollen.
DJG/mod/reh
18.12.2006 - 18:02:17
EU-Minister unterstützen Wiens Importverbot für Gen-Mais
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Umweltminister haben einen neuerlichen Vorstoß
der Europäischen Kommission abgelehnt, Österreich zu verpflichten, das
Einfuhrverbot für zwei gentechnisch veränderte Mais-Sorten aufzuheben.
Unterstützung bekam die Kommission am Montag im Ministerrat nach Angaben von
Diplomaten nur von Großbritannien, Schweden, Tschechien und den Niederlanden.
Die betreffenden Maislinien T25 der BayerCropScience und MON810 des
gleichnamigen US-Konzerns sind in der EU zugelassen. Das österreichische
Einfuhrverbot bewertet die Kommission als potenzielle Beeinträchtigung für den
Binnenmarkt.
Allerdings läuft die Zulassung für beide Linien Ende April aus. Die
"politischen Kosten", gegen die Interessen Wiens zu stimmen, wären den meisten
Mitgliedstaaten daher wohl zu hoch gewesen, sagte ein mit dem Fall Vertrauter
in Brüssel.
Die österreichische Regierung hat die Einfuhr der beiden Maissorten von
vornherein unterbunden und mit unkalkulierbaren Risiken argumentiert. Dazu hat
ein Mitgliedstaat das Recht, wenn er der Kommission gegenüber "gerechtfertigte"
Gründe anführen kann. Die EU-Agentur für Fragen der Lebensmittelsicherheit
hatte im März erneut erklärt, die beiden gentechnisch veränderten Pflanzen
seien für die Umwelt sowie für die menschliche als auch die Tiergesundheit
unbedenklich. Die Kommission wirft Wien vor, dagegen keine neuen
wissenschaftlichen Erkenntnisse ins Feld führen zu können.
DJG/ang/apo
-0-
18.12.2006 - 17:39:45
Gabriel optimistisch für Einigung im Streit um Emissionshandel
BRÜSSEL (Dow Jones)--Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ist optimistisch,
dass im Streit mit der EU-Kommission um die Verteilung von
Kohlendioxid-Emissionsrechten bald eine Einigung gelingt. Sehr weit lägen die
Vorstellungen zwischen Berlin und Brüssel nicht auseinander, sagte Gabriel am
Montag am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister. Er erinnerte die deutsche
Energiewirtschaft aber gleichzeitig an ihre Klimaschutz-Versprechen.
Umweltkommissar Stavros Dimas betonte dagegen, er sehe keinen
Verhandlungsspielraum über die Obergrenze der zwischen 2008 und 2012 erlaubten
Kohlendioxid-Emissionen. Gabriel sieht darin allerdings eine "technische
Frage", die sich relativ einfach lösen lasse, wenn die Kommission als
Datengrundlage Emissionswerte aus sechs Jahren akzeptiere - wie in der ersten
Handelsperiode - und sich nicht nur, wie für die anstehende Periode, auf die
Werte von 2005 beziehe.
Wenn die deutsche Energiewirtschaft ihre Selbstverpflichtung einhalte, dann
werde man ohnehin unter der von der Kommission für den Zeitraum 2008 bis 2012
gesetzten Obergrenze von 453,1 Mio t Kohlendioxid-Emissionen bleiben, sagte
Gabriel. Berechnungen seines Ministeriums hätten ergeben, dass die von der
Industrie bis 2010 zugesagte Verminderung der Emissionen mit einer Obergrenze
von 451,6 Mio t Kohlendioxid-Emissionen in der zweiten Handelsperiode
gleichzusetzen sei.
Die Bundesregierung hat in ihrem zweiten nationalen Allokationsplan (NAP
II) angekündigt, Emissionsrechte für 482 Mio t Kohlendioxid verteilen zu
wollen. Gabriel hatte kurz vor der Bewertung durch die EU-Kommission gesagt,
aufgrund neuer Daten solle die Obergrenze auf 465 Mio t gesenkt werden. Die
deutsche Wirtschaft hat mehrfach - auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel -
appelliert, keine strengeren Emissionsgrenzen der EU-Kommission zu akzeptieren.
Gabriel wies darauf hin, dass laxere Vorgaben die deutsche Wirtschaft am
Ende teuer zu stehen kommen könnten. Die Selbstverpflichtung, die laut Gabriel
derzeit zwar von der Industrie aber nicht von der Energiewirtschaft erfüllt
wird, sei Bedingung der Kommission dafür gewesen, die deutschen Ausnahmeregeln
von der Ökosteuer zu genehmigen. Diese Genehmigung laufe zum Jahresende aus und
wenn sie nicht verlängert werde, werde das die gesamte Wirtschaft treffen und
Kosten von 1,94 Mrd EUR pro Jahr verursachen. Dagegen koste es "nur" 280 Mio
EUR im Jahr, die von der Kommission gewünschte Kohlendioxid-Obergrenze
einzuhalten, sagte der Umweltminister.
Wichtiger als die Obergrenze ist laut Gabriel eine Einigung über die
geplante deutsche Sonderregelung für Neuanlagen. Die Kommission lehnt den
deutschen Plan ab, dass alle bis 2012 in Betrieb gehenden Neuanlagen 14 Jahre
lang kostenlos Kohlendioxid-Zertifikate erhalten und nicht verpflichtet werden,
ihre Emissionen zu vermindern. Auch hier rechnet der Minister mit einer relativ
raschen Einigung. Es würden derzeit mehrere Möglichkeiten für eine Regelung
diskutiert, die für die EU akzeptabel sei, sagte Gabriel, ohne Details nennen
zu wollen. Aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat Dow Jones Newswires vor
kurzem erfahren, dass die Bundesregierung ein Benchmarksystem für alle neuen
Kraftwerksanlagen vorschlagen will.
Merkel habe die strittigen Punkte im deutschen NAP II bereits mit
Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso besprochen, sagte Gabriel. Bis
Jahresende habe die Bundesregierung Zeit, einen überarbeiteten NAP mit neuen,
eigenen Vorschlägen einzureichen.
DJG/frh/ang/apo
-0-
18.12.2006 - 17:19:47
Deutsche Regierung: Suchen keine weiteren EADS-Investoren
BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Regierung sucht keine weiteren
Anteilseigner für die European Aeronautic Defence & Space Co NV (EADS). Es
hätten genügend Investoren Interesse bekundet, sagte ein Regierungssprecher am
Montag. Die Zahl der Investoren, die einen Anteil an dem Luft- und
Raumfahrtkonzern erwerben wollten, nannte er nicht.
Die Regierung bemüht sich um ein Gleichgewicht der deutschen und der
französischen Beteiligungen an EADS für den Fall, dass die DaimlerChrysler AG -
wie von ihr angedeutet - ihren Anteil von 22,5% an EADS auf 15% reduziert.
Webseite: http://www.eads.com
DJG/DJN/bam
18.12.2006 - 17:13:57
Deutsche Bank übt Greenshoe bei Springer-Aktien ..(zwei)
Im Stabilisierungszeitraum vom 7. bis zum 18. Dezember habe die Bank drei
mal Stabilisierungsmaßnahmen mit zusammen 55.320 Aktien zu Kursen von je 122
EUR durchgeführt, teilte die Deutsche Bank weiter mit.
DJG/jhe/bam
18.12.2006 - 17:11:57
DEVISEN/Euro gibt zum Dollar leicht nach
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro tendiert am späten Montagnachmittag etwas
leichter zum Dollar. Insgesamt sei das Geschäft am Berichtstag aber sehr ruhig
verlaufen, heißt es im Markt. Die Zahlen zur Leistungsbilanz der USA im dritten
Quartal hätten den Erwartungen entsprochen. Langsam werde allerdings der
Einfluss der anstehenden Feiertage spürbar. Die Umsätze dürften in den
kommenden Tagen weiter zurückgehen, was die Kursausschläge verstärken könnte.
Nicht auszuschließen sei, dass es vereinzelt Positionierungen zugunsten des
Euro geben wird. "Vor dem Hintergrund der zahlreichen Prognosen eines
steigenden Euro wäre das nicht verwunderlich", sagt ein Marktteilnehmer.
Die anhaltende Übertragung ihrer Dollar-Reserven in den Euro durch die
iranische Zentralbank sei ohne größere Relevanz. "So lange die Asiaten den
Dollar stützen, wie es auch die TIC-Daten zeigen, bleiben solche Schritte ohne
Auswirkungen", sagt ein Marktteilnehmer. Gestützt werde der Euro dagegen durch
die anhaltenden Warnungen vor Inflationsrisiken aus EZB-Kreisen, wie sie etwa
EZB-Präsident Trichet im "Tagesspiegel" geäußert hat.
Der Yen könnte indes zum Euro steigen, falls die japanische Notenbank nach
ihrer zweitägigen Sitzung am Dienstag Hinweise auf bevorstehende
Leitzinserhöhungen geben sollte. Zum Dollar sei dann ein Anstieg des Yen
Richtung 116,50 USD/JPY möglich. Allerdings sei es noch fraglich, wie der
Ausblick ausfallen wird. Im Rahmen der anstehenden Sitzung dürfte keine
Anhebung erfolgen. Der Terminkalender ist am Montag relativ leer.
Am Dienstag stehen der ifo-Geschäftsklimaindex für Dezember sowie
US-Immobilienmarktdaten und Erzeugerpreise an. Letztere dürften nach den
US-Verbraucherpreisen, die überraschend unverändert geblieben sind, starke
Beachtung erfahren. "Sollte der Preisauftrieb hier auch schwächer als erwartet
ausfallen, dann würde dies die Aussichten auf eine Zinssenkung in den USA
bekräftigen", sagt ein Händler.
Auf Widerstand treffe der Euro bei 1,32 USD. Die psychologisch wichtige
Marke von 1,30 USD sollte nicht unterschritten werden, um die prinzipiell
zugunsten der Gemeinschaftswährung sprechende Situation nicht zu verändern.
Die Feinunze Gold wurde beim Nachmittagfixing in London mit 614,00 USD
festgestellt nach einem Vormittagfixing bei 617,50 USD.
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Europa Europa Europa
(17.04) (12.50) (7.46)
EUR/USD 1,3067 1,3095 1,3096
USD/JPY 118,16 117,86 117,92
EUR/JPY 154,37 154,32 154,58
EUR/GBP 0,6714 0,6716 0,6698
EUR/CHF 1,6002 1,5993 1,5981
===
DJG/sug/reh
18.12.2006 - 17:09:05
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
Niedersachsen: Bericht über Pakt gegen Porsche "frei erfunden"
Die niedersächsische Staatskanzlei hat einen Zeitungsbericht über einen
angeblichen Machtkampf zwischen Ministerpräsident Christian Wulff und Porsche
um die Vorherrschaft bei Volkswagen zurückgewiesen. "Die Darstellung, Wulff
prüfe einen Pakt gegen Porsche, ist frei erfunden", sagte ein
Regierungssprecher am Montag in Hannover. Derartige Gerüchte kämen so
regelmäßig wie das Weihnachtsfest. VW müsse aber aus den Schlagzeilen heraus.
ver.di: Höhe des Stellenabbaus bei Deutscher Post noch unklar
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat nach eigenen Angaben noch keine
verlässlichen Zahlen über einen möglichen Stellenabbau bei der Deutschen Post
AG auf Grund der angekündigten Zusammenlegung des Brief- und Paketgeschäftes.
Die Gespräche hierzu mit dem Unternehmen starteten erst im Januar, sagte eine
ver.di-Sprecherin. Derzeit könne es noch keine seriösen Schätzungen zu einem
Stellenabbau geben.
S&P sieht TUI-Ratings durch Restrukturierung nicht beeinflusst
Standard & Poor's (S&P) belässt die Ratings und den Ausblick für die TUI AG
unverändert. Dies gelte auch nach der Ankündigung des Tourismus- und
Schifffahrtkonzerns, sich zu restrukturieren und Vermögenswerte zu verkaufen,
teilte die Ratingagentur mit. Nach wie vor gelte das Rating "BB" mit negativem
Ausblick.
BaFin untersucht Handel mit Continental-Aktien
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) untersucht den
Handel mit Aktien der Continental AG. Wie BaFin- Sprecherin Anja Neukötter
sagte, handelt es sich um eine routinemäßige Untersuchung. Über die Einleitung
einer formellen Untersuchung sei bislang nocht nicht entschieden.
Credit Suisse sieht Potenzial im Investment Banking in Deutschland
Die Credit Suisse sieht gute Marktperspektiven für ihr Investment Banking in
Deutschland. "Langfristig rechnen wir damit, dass der Markt in Deutschland über
alle Investment-Banking- Disziplinen hinweg um rund 7% jährlich wachsen wird",
sagte Marco Illy, Head of Investment Banking Germany/Austria. Wachstumstreiber
seien Privatisierungen und der zunehmende Druck, Shareholder Value zu schaffen.
HSH Nordbank trennt sich von Kapitalmarktvorstand
Die HSH Nordbank AG wird sich zum Jahresende von ihrem Kapitalmarktvorstand
Eckehard Dettinger-Klemm trennen. Wie die Landesbank mitteilte, haben sich der
Vorstand und Dettinger-Klemm "in gegenseitigem Einvernehmen" über eine
Vertragsauflösung zum 31. Dezember verständigt. Zu den Gründen teilte die Bank
nichts mit.
Orthopädiekonzern Biomet geht für 10,9 Mrd USD an Konsortium
Die Biomet Inc geht für rund 10,9 Mrd USD bzw 44 USD je Aktie in bar an ein
Konsortium von Private-Equity-Unternehmen. Dem Konsortium gehören nach Angaben
des US-Orthopädiekonzerns vom Montag Blackstone Group, Goldman Sachs Capital
Partners, Kohlberg Kravis Roberts & Co und TPG an.
DJG/jhe
18.12.2006 - 17:04:31
Deutsche Bank übt Greenshoe bei Springer-Aktien teilweise aus
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, hat ihre Option
teilweise ausgeübt, weitere Aktien der Axel Springer AG von Hellman & Friedman
zu erwerben. Die Deutsche Bank habe im Rahmen ihrer Greenshoe-Option 284.680
Aktien erworben, teilte die Bank am Montag mit. Damit wurde die Option auf Kauf
von bis zu 340.000 Papieren nicht vollständig ausgeübt.
Mit dem Greenshoe erhöhe sich das Emissionsvolumen auf rund 3,556 Mio
Springer-Aktien. Bei einem Platzierungspreis von 122 EUR je Aktie entspricht
dies einem Gesamtplatzierungsvolumen von 434 Mio EUR.
DJG/jhe/bam
18.12.2006 - 17:01:19
Wall Street im Verlauf gut behauptet
NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer gut behaupteten Tendenz präsentieren sich
die Aktienkurse an der Wall Street am Montag im frühen Verlauf. Bis um 16.55
Uhr MEZ gewinnt der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte 0,3% bzw 34 auf
12.479 Punkte, der S&P-500 legt um 0,1% bzw 2 auf 1.429 Punkte zu. Der
Nasdaq-Composite rückt um 0,2% bzw 5 auf 2.462 Punkte vor. Die vorbörslich
veröffentlichte Leistungsbilanz der USA für das dritte Quartal hat mit einem
Defizit von 225,6 Mrd in etwa den Prognosen entsprochen. Der Aktienmarkt werde
derzeit stark von Liquidität getrieben, heißt es von Analysten. Während
technische Indikatoren auf eine überkaufte Marktlage hindeuteten und das
Sentiment sehr bullisch sei, seien viele Hedge Fonds noch deutlich
unterinvestiert in Aktien.
Citigroup gewinnen nach einem positiven Analystenkommentar 2,3% auf 55,32
USD. Merrill Lynch hat die Aktie auf "Buy" von "Neutral" angehoben. Im Fokus
stehen allerdings eher die Technologiewerte: IBM legen um 0,3% auf 95,61 USD
zu. Prudential hat die Beobachtung der Aktie mit "Neutral" gestartet. Die
Analysten sehen zwar angesichts der guten Auftragslage für das vierte Quartal
trotz des hohen Niveaus weiter kurzfristiges Momentum in der Aktie. Langfristig
äußern sich die Analysten allerdings zurückhaltender. Besorgnis gebe es vor
allem hinsichtlich des Dienstleistungs- und Hardwaregeschäfts von IBM, heißt
es.
SanDisk zählen ebenfalls zu den Kursgewinnern. Der Aufsichtsrat des
Unternehmens hat am Montag einem zweijährigen, 300 Mio USD schweren
Aktienrückkaufprogramm zugestimmt. Die Aktien verteuern sich daraufhin um rund
4% auf 44,14 USD. Auch Cisco und Intel verbuchen leichte Kursgewinne. Oracle
notieren ebenfalls leicht im Plus, das Unternehmen legt nach Börsenschluss
Quartalszahlen vor.
DJG/DJN/sug/reh
18.12.2006 - 16:29:02
S&P sieht TUI-Ratings durch Restrukturierung nicht beeinflusst
FRANKFURT (Dow Jones)--Standard & Poor's (S&P) belässt die Ratings und den
Ausblick für die TUI AG unverändert. Dies gelte auch nach der Ankündigung des
Tourismus- und Schifffahrtkonzerns, sich zu restrukturieren und Vermögenswerte
zu verkaufen, teilte die Ratingagentur am Montag mit. Nach wie vor gelte das
Rating "BB" mit negativem Ausblick.
Die angekündigte Reduzierung der Kosten sei angesichts des erwarteten
Gewinnrückgangs eine richtige Maßnahme, hieß es von S&P. Angesichts hoher
Investitionen werde die Barmittelgewinnung in der Zukunft jedoch eingeschränkt
bleiben. Dominiert werde das Risikoprofil von TUI von dem hohen Margendruck im
Tourismusgeschäft und der Unsicherheit, was die Frachtraten in der
Containerschiffahrt angehe.
Webseite: http://www.standardandpoors.com.
DJG/jhe/bam
18.12.2006 - 16:12:17
Rhön-Klinikum erhöht Ergebnisprognose für 2006
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Rhön-Klinikum AG, Bad Neustadt/Saale, hat wegen
der Neufassung des 37 Absatz 5 des Körperschaftssteuergesetzes ihre
Ergebnisprognose für 2006 von bis 93 Mio EUR auf 106 Mio EUR erhöht. Durch die
neue gesetzliche Regelung entstehe bei dem Unternehmen ein
Körperschaftssteueranrechnungsguthaben, erklärte eine Unternehmenssprecherin.
Der Liquiditätszufluss erfolge jedoch nicht im Jahre 2006 sondern über 10 Jahre
im Zeitraum 2008 bis 2017, hieß es weiter.
Es handele sich um einen einmaligen Effekt, der sich durch die
Gesetzesänderung bei Rhön-Klinikum in diesem Jahr um 15% ergebniserhöhend
auswirke, da der Klinikbetreiber seine Gewinne zu 100% in Deutschland
generiere, erläuterte sie. Die Erhöhung der Ergebnisprognose resultiere aus der
nunmehr verpflichtend zum Barwert vorzunehmenden Bilanzierung von
Steuererstattungsansprüchen im Zusammenhang mit der Körperschaftssteueränderung
und habe nichts mit dem operativen Geschäft von Rhön-Klinikum zu tun, betonte
sie.
Aufgrund der Neufassung des Gesetzes würden die aus früheren
Geschäftsjahren resultierenden Steuererstattungsansprüche als Anspruch auf
Auszahlung zum 31. Dezember 2006 erfolgswirksam aktiviert.
Die Gesetzesänderung wirke einmalig und habe keine Auswirkung auf den
Jahresüberschuss 2007, sagte die Sprecherin weiter. Für 2007 erwarte das
Unternehmen weiterhin einen Jahresüberschuss von 100 Mio EUR.
http://www.rhoen-klinikum-ag.com
DJG/hoa/jhe
18.12.2006 - 16:04:41
Regierung und Industrie wollen IKT-Sektor an Weltspitze bringen
POTSDAM (Dow Jones)--Bundesregierung und Wirtschaft wollen Deutschland in
der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) weltweit an die Spitze
bringen und haben dafür bei einem "IT-Gipfel" am Montag in Potsdam ein
Maßnahmenbündel vereinbart. "Der IKT-Standort Deutschland soll an die
Weltspitze kommen", erklärten sie in ihrer "Potsdamer Initiative". Dieses
Zwölf-Punkte-Programm sieht unter anderem eine Konzentration auf Innovations-
und Wachstumsthemen vor, in denen die deutsche Wirtschaft bereits ihre größten
Stärken hat, sowie Leuchtturmprojekte in hoch innovativen Bereichen und
IT-Referenzprojekte mit erkennbarer Wirkung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich bei der Veranstaltung hinter den
Plan, die ITK-Industrie besonders mit Bereichen zu vernetzen, in denen
Deutschland seine klassischen Stärken hat. Die IKT-Industrie bewege sich in
Kategorien wie die Automobil- oder Chemieindustrie, hob sie hervor. "Ohne IT
werden diese klassischen Stärken von Deutschland keine Stärken bleiben," warnte
sie. Allerdings forderte Merkel auch eine Konzentration der Fördermittel. "Es
darf nicht Geld mit der Gießkanne gegeben werden", verlangte sie. Dieses müsse
vielmehr "strategisch vernünftig ausgegeben werden".
Die Bundeskanzlerin forderte zudem, in der Medizintechnik solle man darüber
nachdenken, "ob wir und Europa hier wieder weltweit Standards setzen können".
Eine der Kernfragen zur Eroberung von Marktanteilen sei die Definition von
Schnittstellen, sagte Merkel und erinnerte an die Entwicklung der
Telekomunikationsindustrie, in der die Vergabe von Marktfrequenzen auf Jahre
bestimmend gewesen sei. Merkel kündigte an, in einem Jahr solle ein weiterer
IT-Gipfel stattfinden.
Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte sagte, bei der Veranstaltung in
Potsdam sei "ein qualitativ neuer Schritt bei der Bearbeitung des Themas
IKT-Projekte" gelungen. Vereinbart worden sei eine klare Fokussierung auf
Wachstumsfelder und Technologien, bei denen Deutschland über besondere Stärken
verfüge. "Wir brauchen eine klare Definition von Wachstumsclustern", forderte
Schauerte. Diese müsse allerdings die Wirtschaft selbst definieren. Die Politik
müsse dann die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Rene Obermann, forderte
bei der Veranstaltung einen einheitlichen regulatorischen Ansatz für die
verschiedenen Felder der Informations- und Komunikationstechnologieindustrie.
"Es ist erforderlich, dass der regulatorische Rahmen auf den verschiedenen
Feldern fachübergreifend ausgestaltet wird", sagte er. Zumindest müsse jedoch
eine enge Abstimmung erfolgen, damit sich die verschiedenen Auflagen nicht
widersprächen.
Obermann verlangte zudem eine beschleunigte Vergabe bundeseinheitlicher
Frequenzen für "mobile-TV", was Industrie und Verbrauchern gleichermaßen zugute
komme. "Für die Unternehmen bedeutet das Zusammenwachsen von IT und
Telekommunikation erhebliche Effizienzpotenziale und Kosteneinsparungen", hob
er hervor. Die IKT-Industrie müsse sich zum Ziel setzen, international
wettbewerbsfähige Cluster zu schaffen, verlangte aber auch Obermann. Zudem sei
eine stärker an Risikokapital orientierte Struktur vonnöten.
In ihrem Zwölf-Punkte-Programm konkretisierten Bundesregierung und
Wirtschaft in Potsdam, der Schwerpunkt des Ausbaus der IKT-Industrie solle auf
eingebettete Software/Systeme ("Embedded Software"), auf integrierte
IKT-Services für Information und Kommunikation, auf das Zusammenspiel von hoch
entwickelter Technik, Design und Inhalten ("Digital Lifestyle") sowie auf neue
Sicherheitstechnologien gelegt werden. In diesen Wachstumsfeldern sollten
gezielt Cluster als Verbund von "global leaders" und kleinen, innovativen
Unternehmen mit Wissenschaft und Forschung entwickelt und gefördert werden.
Die Bundesregierung werde im Rahmen ihrer Hightech-Strategie von 2006 bis
2009 für IKT knapp 1,2 Mrd EUR zur Technologie- und Forschungsförderpolitik
bereitstellen. Die neuen Chancen durch die Konvergenz von Sprache und Daten,
von Festnetz und Mobilfunk sowie von Telekommunikation und Medien sollten
stärker genutzt werden. Gefördert werden sollen demnach auch Leuchtturmprojekte
bei hoch innovativen technologischen Anwendungen. Zudem sollen gemeinsame
IT-Referenzprojekte mit "sichtbarer Modernisierungswirkung" entwickelt werden.
Dazu soll auch eine stärkere Fokussierung der Außenwirtschaftsförderung und des
Standortmarketing auf den IKT-Standort Deutschland gehören.
Merkel hatte im Vorfeld bereits angekündigt, mit dem IT-Gipfel einen Anstoß
dafür geben zu wollen, "dass 'Made in Germany' auch in diesem Bereich wieder
ein Siegel für Güte und Qualität wird". Die Revolution der Informations- und
Kommunikationstechnologie sei noch längst nicht an ihrem Ende, "aber wir wollen
als Bundesrepublik Deutschland stärker daran teilhaben, damit wir
zukunftsfähige Arbeitsplätze haben," hatte sie gesagt. Deshalb habe die
Bundesregierung zu dem IT-Gipfel eingeladen, bei dem zum ersten Mal Nutzer und
Entwickler der Informations- und Kommunikationstechnologie zu einer Diskussion
mit der Politik zusammengebracht worden waren.
Zur Vorbereitung des IT-Gipfels hatten Arbeitsgruppen bereits Initiativen
erarbeitet, darunter eine Qualitätsoffensive für die Kundenfreundlichkeit von
Call-Centern, den Ersatz von Barcodes durch Radiochips (Funketiketten), womit
sich Warenströme besser verfolgen lassen, und die Entwicklung einer neuen,
intelligenten Internet-Suchmaschine, die weitaus mehr Service bieten soll als
die bisherigen.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/kth
-0-
18.12.2006 - 15:44:35
TAGESVORSCHAU/19. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
***07:00 DE/Norddeutsche Affinerie AG, Jahresergebnis, Hamburg
***07:00 JP/BoJ, Monatsbericht Dezember
***08:00 DE/Destatis, Erzeugerpreise November
PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+4,7% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+4,6% gg Vj
***08:00 DE/Nordex AG, Unternehmensprojektionen für das Geschäftsjahr
2007 (15:00 Conference Call), Norderstedt
09:15 DE/Standard & Poor's Ratings Services, Jahres-PK zum Thema:
"Deutschland - Marktentwicklung, ökonomische Trends und
Bonität", Frankfurt (A)
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dezember
PROGNOSE: 106,6
zuvor: 106,8
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dienstleistungen Dezember
10:00 DE/Altana AG, ao HV zum Verkauf des Pharmageschäfts an
Nycomed (bis 20.12.), Frankfurt
***10:30 DE/Rofin-Sinar Technologies Inc, BI-PK, Hamburg
10:30 DE/Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHT), PK zu
DIHT-Vorschlägen zum Bürokratieabbau, Berlin (A)
***11:00 NL/Euronext NV, ao HV zur geplanten Fusion mit der NYSE
Group Inc, Amsterdam
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***14:30 US/Erzeugerpreise November
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: -1,6% gg Vm
Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie
PROGNOSE: +0,2% gg vm
zuvor: -0,9% gg Vm
***14:30 US/Baubeginne November
PROGNOSE: +2,5% gg Vm
zuvor: -14,6% gg Vm
Baugenehmigungen November
PROGNOSE: -1,3% gg Vm
zuvor: -5,2% gg Vm
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - JP/BoJ, Ergebnis der Sitzung des Geldpolitischen Rats, Tokio
*** - US/Morgan Stanley, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 1,77), New York
- FI/Bundeskanzlerin Merkel und finnischer Ministerpräsident
Vanhanen, Treffen anlässlich der "Stabübergabe" der
finnischen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, Helsinki (A)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
===
DJG/gla
-0-
18.12.2006 - 15:23:49
EUREX/Renten-Futures im Verlauf kaum verändert
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt
tendieren am Montagnachmittag kaum verändert, nachdem die Daten zur
US-Leistungsbilanz im dritten Quartal den Erwartungen entsprochen haben. Der
März-Future zieht gegen 15.15 Uhr um einen Tick auf 117,34% an. Das bisherige
Tageshoch liegt bei 117,46%, das Tagestief bei 117,30%. Umgesetzt worden sind
bisher 28.800 Kontrakte. Händler sehen aus fundamentaler Sicht keine neuen
Impulse, der Umsatz dürfte nun Richtung Weihnachtswochenende und Jahresende
deutlich nachlassen.
Zur technischen Situation meinen die technischen Analysten der LBBW, ein
Bruch des Unterstützungsbereichs bei 117,30% bis 117,25% könne den Bund-Future
Richtung 116,88% bis 116,85% drücken. Nur über 117,65% entspanne sich die
Situation. Der Bobl zieht um einen Tick auf 109,41% an.
DJG/sug/reh
18.12.2006 - 15:01:25
US-Anleihen starten gut behauptet
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Anleihen sind am Montag gut behauptet in den
Handel in New York gestartet. Gegen 14.53 Uhr MEZ steigen zehnjährige Titel mit
einem Kupon von 4,625% um 2/32 auf 100-9/32 und rentieren mit 4,58%. Der mit
4,50% verzinste Longbond klettert um 3/32 auf 96-23/32 und rentiert mit 4,71%.
DJG/reh
18.12.2006 - 13:34:44
IPO-KALENDER/Börsenkandidaten 2006/07 (Stand 18.12.06)
===
=--------------------------------------
Aovo Touristik AG, Hannover
1. Handelstag: 22. Dezember
Branche: Touristik-Dienstleistungen
Segment: Freiverkehr
Konsortium: Baader
Zeichnungsfrist: 5. bis 12. Dezember
Preisspanne: 5,00 bis 7,00 EUR
Ausgabepreis: 5,00 EUR
Anzahl Aktien: 210.000
Nettoemissionserlös: rund 1,2 Mio EUR
=--------------------------------------
Intercard Informationssysteme AG,
Villingen-Schwenningen
1. Handelstag: 5. Januar
Branche: Informationstechnologie
Segment: Entry Standard
Konsortium: Baader
Zeichnungsfrist: 18. bis 27. Dezember
Ausgabepreis: Festpreis 5,00 EUR
Anzahl Aktien: bis zu 149.200
Streubesitz nach IPO: 12,4%
=--------------------------------------
Nanocrypt AG, Stuttgart, 2006/2007
Branche: Nanotechnologie
Segment: Open Market
=--------------------------------------
HanseYachts AG, Greifswald, 2006/2007
Branche: Segelboothersteller
Konsortium: M.M. Warburg
=--------------------------------------
eMind AG, Ingelheim, 2006/2007
Branche: Online-Shop-Systeme
Segment: Open Market
=--------------------------------------
AVW Immobilien AG, Buxtehude, 2006/07
Branche: Immobilien
Segment: Geregelter Markt
Emissionsvolumen: im unteren dreistell.
Mio-EUR-Bereich
=--------------------------------------
Juragent AG, Berlin, Januar 2007
Branche: Prozessfinanzierer
Segment: Entry Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Pfaff Industrie Maschinen AG, Kaiserslautern,
Januar 2007
Branche: Nähmaschinen
Segment: Freiverkehr
=--------------------------------------
Altira AG, Frankfurt, Januar 2007
Branche: Asset-Management
Segment: Entry Standard
Konsortium: VEM Aktienbank
Emissionsvolumen: 10 Mio EUR
=--------------------------------------
Ariston Real Estate AG, München, Anfang 2007
Branche: Immobilien
Segment: General Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Pemeas GmbH, Frankfurt, 1Q 2007
Branche: Brennstoffzellen
Konsortium: Equinet
=--------------------------------------
GATE AG, Luxemburg, Frühjahr 2007
Branche: Biodiesel
Konsortium: Dt. Bank, Goldmann Sachs,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
Amitoso AG, Leipzig, Frühjahr 2007
Branche: Software
Segment: Entry Standard
Emissionsvolumen: rd. 3 Mio EUR
=--------------------------------------
eCircle AG, München, Frühjahr 2007
Branche: Marketing-Software
Segment: Prime Standard
Konsortium: Sal.Oppenheim
=--------------------------------------
Wacker Construction Equipment AG, Frühjahr 2007
Branche: Baumaschinen
=--------------------------------------
RAG AG, Essen, 2Q 2007
Branche: Energie, Chemie, Bergbau
Konsortium: Morgan Stanley
=--------------------------------------
Ista International GmbH, Essen, 1H 2007
Branche: Energiedienstleister
Konsortium: Goldman Sachs, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gravis AG, Berlin, 1H 2007
Branche: Computerhandel
=--------------------------------------
Zanox.de AG, Berlin, 2Q/3Q 2007
Branche: Internet-Marketing
Segment: Prime Standard
Emissionsvolumen: 350 Mio bis 450 Mio EUR
=--------------------------------------
Art Estate AG, Hamburg, Mitte 2007
Branche: Kunsthandel, -fonds
=--------------------------------------
Heidelberg Pharma AG, Genf, 2007
Branche: Biotechnologie
=-------------------------------------
Solarwatt AG, Dresden, 2007
Branche: Solarmodule
Konsortium: Dt. Bank
=--------------------------------------
Gardena Holding AG, Ulm, 2007
Branche: Gartengeräte
=-------------------------------------
ecodasa AG, Berlin, 2007
Branche: Biodiesel
Segment: Prime Standard
Konsortium: Hypovereinsbank
Emissionsvolumen: rund 100 Mio EUR
=--------------------------------------
Steico AG, Feldkirchen, 2007
Branche: Dämmstoffe
Segment: Entry Standard
Konsortium: Commerzbank,
BayernLB, HSBC
Emissionsvolumen: zweistell. Mio-EUR-Betrag
=--------------------------------------
Corpus Immobiliengruppe 2007
Branche: Immobilien
Segment: Prime Standard
Konsortium: Morgan Stanley, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gerresheimer Glas, Düsseldorf, 2007
Branche: Verpackungen
=--------------------------------------
New Yorker, Braunschweig, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Tom Tailor GmbH, Hamburg, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Navigon AG, Hamburg, 2007
Branche: Software
Konsortium: Dt. Bank (Lead), Cazenove,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
PFW Aerospace AG, Speyer, 2007
Branche: Zulieferer Luftfahrtindustrie
Konsortium: Dt. Bank
Emissionsvolumen: rund 175 Mio EUR
=--------------------------------------
FranconoWest AG, Frankfurt, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Deutsche Rohstoff AG, Frankfurt, 2007
Branche: Beteiligungen
=--------------------------------------
Deutsche Annington, 2007
Branche: Wohnimmobilien
Konsortium: Dt.Bank, Morgan Stanley
=--------------------------------------
Polis AG, Berlin, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Curacyte AG, Leipzig, 2007
Branche: Biotechnologie
=--------------------------------------
Neckermann, Frankfurt, 2007
Branche: Versandhandel
=--------------------------------------
Hinweis: In der Tabelle werden sowohl von den Unternehmen angekündigte
Börsenpläne als auch bislang nicht offiziell bestätigte Informationen zu IPOs
berücksichtigt. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
===
DJG/sug
18.12.2006 - 13:13:22
Beweisaufnahme in Daimler-Versicherungsklage vom 9. bis 11. Jan
STUTTGART (Dow Jones)--Im Gerichtsverfahren der DaimlerChrysler AG gegen
ein Versicherungskonsortium findet am 9. und 11. Januar die Beweisaufnahme
statt. "An diesen beiden Tagen sollen bis zu 15 Zeugen vernommen werden", sagte
ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts am Montag zu Dow Jones Newswires. Der
Stuttgarter Automobilhersteller hat acht Versicherer unter der Führung der
US-amerikanischen ACE auf Zahlung von 175 Mio EUR verklagt.
Bei den Versicherungsunternehmen handelt es sich dem Sprecher zufolge neben
ACE um AXA, HDI, Gerling, Chubb, die Zürcher Versicherungs-AG, XL Insurance und
die Basler Versicherung. Mit diesen Unternehmen hat DaimlerChrysler eine
sogenannte Directors & Officers-Versicherung abgeschlossen, die für Schäden aus
Managementfehlern haftet.
Hintergrund ist eine Sammelklage von US-Anlegern, mit denen sich der
Stuttgarter Automobilkonzern im August 2003 gegen Zahlung von 300 Mio EUR
verglichen hatte. Bei der Bekanntgabe des Vergleichs hatte DaimlerChrysler noch
mitgeteilt, dass bis zu 200 Mio EUR durch die D&O-Versicherung abgedeckt seien.
In der Sammelklage ging es darum, ob der Zusammenschluss der damaligen
Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corp eine Übernahme oder "Fusion unter
Gleichen" gewesen war, und ob damit die Bewertung von Chrysler richtig gewesen
ist. Die Aktionäre hatten wie der ehemalige Chrysler-Großaktionär Kirk
Kerkorian gegen DaimlerChrysler und den früheren Vorstandsvorsitzenden Jürgen
Schrempp geklagt, weil sie sich über die wahren Absichten des Zusammenschluss
im Jahre 1998 getäuscht fühlten. Dies hatte Schrempp selbst in einem
Zeitungsinterview Ende 2000 angedeutet.
Dem Sprecher des Landgerichts zufolge geht es nun darum, ob der Inhalt der
Versicherungsverträge erlaubt, die Zahlung zurückzuweisen. Außerdem müsse der
Vorsitzende Richter Eberhard Fuchs prüfen, ob DaimlerChrysler möglicherweise
bestimmte Informationspflichten gegenüber den Versicherern nicht erfüllt habe.
D&O-Versicherungen zahlen in der Regel nicht, wenn etwa grobe Fahrlässigkeit
oder bewusstes schuldhaftes Verhalten vorliegt. DaimlerChrysler wollte sich zu
dem laufenden Verfahren auf Nachfrage von Dow Jones Newswires nicht äußern.
Wahrscheinlich werde der Vorsitzende den Parteien bei den nächsten
Verhandlungsterminen einen Vergleich anbieten, so der Sprecher weiter. Sollte
dies abgelehnt werden, werde er möglicherweise auch den Termin für eine
Entscheidung in diesem Fall festlegen.
Der ACE-Hauptbevollmächtigte für Deutschland, Lothar Riedle, wollte sich zu
dem Fall nicht äußern, bestätigte aber, dass ein Konsortium unter eigener
Führung von DaimlerChrysler verklagt worden ist. Eine Sprecherin von Zurich
Financial Services bestätigte, Teil des Konsortiums zu sein. Gerling und HDI
wollten sich nicht äußern. Beide Versicherer gehören zur Talanx Gruppe. Chubb,
Axa, XL Insurance und die Basler Versicherung waren für kurzfristig für eine
Stellungnahme nicht zu erreichen.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.de
-Von Matthias Krust und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 22874
12
matthias.krust@dowjones.com
DJG/mtk/mim
18.12.2006 - 13:06:59
Pfaffenbach (BMWi) erwartet mindestens 2% Wachstum 2007
BERLIN (Dow Jones)--Deutschland wird im kommenden Jahr nach Überzeugung von
Wirtschaftsstaatssekretär Bernd Pfaffenbach mindestens ein Wachstum von 2,0%
erreichen. Auf die Frage, ob 2007 beim Wachstum eine "2 vor dem Komma" stehen
werde, sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am Rande
einer Veranstaltung in Potsdam: "Im nächsten Jahr, ja". Pfaffenbach verwies
darauf, dass die deutsche Wirtschaft derzeit in einer sehr guten Verfassung
sei, und die zum Jahresbeginn 2007 kommende Mehrwertsteuererhöhung zu keinem
deutlichen Abschwung führen werde. "Die Mehrwertsteuererhöhung ist ja keine
Gefahr mehr, die ist praktisch schon absorbiert," sagte er.
Zudem warnte Pfaffenbach, der auch der persönliche Beauftragte von
Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Weltwirtschaftsgipfel ist, vor dem
Hintergrund der Euro-Dollar-Relation auf Nachfrage allgemein vor zu starken
Währungsschwankungen. "Es ist eine allgemeine Erkenntnis, dass starke
Ausschläge in den Währungsrelationen nie etwas sind, was einem balancierten
Wachstum förderlich ist", hob er hervor.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/ros
-0-
18.12.2006 - 12:47:19
BaFin untersucht Handel mit Continental-Aktien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) untersucht den Handel mit Aktien der Continental AG. Wie
BaFin-Sprecherin Anja Neukötter Dow Jones Newswires am Montag sagte, handelt es
sich um eine routinemäßige Untersuchung. Über die Einleitung einer formellen
Untersuchung sei bislang nocht nicht entschieden.
Die routinemäßige Überprüfung von möglichen Unregelmäßigkeiten wird
Neukötter zufolge "mehrere Wochen" in Anspruch nehmen. Das Nachrichtenmagazin
"Focus" hatte am Wochenende berichtet, dass die BaFin im Zusammenhang mit der
geplanten Übernahme des Automobilzulieferers durch Finanzinvestoren eine
"umfangreiche Analyse" der Geschäfte mit Aktien von Continental gestartet hat.
Mitte September hatte Continental mitgeteilt, dass ein
Private-Equity-Investor das Unternehmen kontaktiert habe, um die Abgabe eines
Übernahmeangebots zu prüfen. Dieser "sich noch in einem frühen Stadium
befindliche Prozess" wurde laut Conti jedoch einvernehmlich beendet. Den Namen
des Interessenten nannte der Automobilzulieferer nicht.
Ein Continental-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab, sagte aber, dass
sein Unternehmen nichts von Untersuchungen gegen irgendwelche Mitarbeiter des
Unternehmens wisse.
Webseite: http://www.conti-online.com
-Von Christoph Rauwald, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/abe/brb
18.12.2006 - 12:44:08
Europas Börsen knapp behauptet - Hausse nach Öl-Fusion
FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet tendieren die europäischen
Aktienmärkte zum Start der letzten Handelswoche vor Weihnachten. Der
Euro-Stoxx-50 verliert gegen 12.29 Uhr 0,1 Prozent oder 3 auf 4.137 Punkte, der
Stoxx-50 legt um einen Punkt zu auf 3.733. Die Länderbörsen tendieren
uneinheitlich, unter den Branchen sind nur der Öl-und-Gas-Sektor sowie
Pharmatitel gesucht. Händler sprechen europaweit bereits von typischem
Vorweihnachts-Handel und stetig abnehmenden Umsätzen. Im Blick steht vor allem
die Fusion der Ölriesen Norsk Hydro und Statoil. Unternehmensdaten gibt es
unterdessen nicht, nachbörslich veröffentlicht Oracle Geschäftszahlen in den
USA. Konjunkturdaten gibt es nur aus der zweiten Reihe, wie das
Leistungsbilanzdefizit der USA. Technische Analysten sehen den Euro-Stoxx-50
bei rund 4.100 Punkten gut unterstützt.
Norsk Hydro und Statoil auf Höhenflug
Mit dem Zusammenschluss des Öl- und Gasgeschäfts von Norsk Hydro und
Statoil. entsteht der weltweit größte Förderer von Offshore-Rohöl. Das sei
eindeutig die "Story des Tages", so ein Händler. Sie werde einmal mehr die
Übernahmefantasie im Ölsektor anspornen. Norsk Hydro haussieren um 23,7 Prozent
auf 193,25 NOK, Statoil um 3,6
Prozent auf 179,25 EUR. Der Stoxx-Öl-Sektor legt um 0,8 Prozent zu.
Andere Titel zeigen sich von Einzelnachrichten eher belastet. So fallen
Suez in Paris um 1,2 Prozent auf 37,98 EUR. Ein Händler verweist auf die
Unsicherheiten hinsichtlich der geplanten Fusion mit Gaz de France (GdF). Eine
schnelle Lösung zeichne sich immer weniger ab. Vielmehr sei davon auszugehen,
dass die Verhandlungen noch zum Gegenstand der Präsidentschaftswahlen im
kommenden Jahr werden.
Sanofi unter Druck
Sanofi-Aventis fallen als einzige Aktie des Pharmasektors um 0,6 Prozent
auf 69,75 EUR. Hier belastet das Antibiotikum "Ketek". Die Empfehlung der FDA,
die Anwendung von "Ketek" auf Fälle von Lungenentzündungen zu beschränken sei
strikter als erwartet, so Nomura. In London leiden BT Group unter Berichten
über Pensionsnachzahlungen. Der britische Telekomkonzern hat sich mit den
Treuhändern seines Mitarbeiterpensionsfonds auf eine Nachzahlung von jährlich
280 Mio GBP bis 2015 und einen höheren Arbeitgeberbeitrag bei den monatlichen
Beiträgen der Beschäftigten geeinigt. Nachrichten über steigende Kosten höre
man nicht gerne an der Börse, so ein Teilnehmer. Die Aktie verliert 2 Prozent
auf 309 p und ist damit schwächster Wert im Telekomsektor. Der Subindex gibt
um 0,5 Prozent nach.
Telefonica werden hingegen nur von Spekulationen über ein Gebot für
Getronics gedrückt. Die Aktie verliert 0,1 Prozent auf 16,28 EUR. Auslöser ist
ein entsprechender Artikel in der niederländischen Zeitung "De Telegraaf".
DJG/mod/gos
18.12.2006 - 12:41:20
EU genehmigt Konsortium Kauf von Harpen-Immobiliengeschäft
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat einem Konsortium die Übernahme
der Immobilienaktivitäten der RWE-Tochter Harpen AG genehmigt. Käufer sind die
zur US-Investmentbank Goldman Sachs gehörenden Whitehall Funds sowie Cerberus
European Investments LLC, die Europatochter der US-Beteiligungsgesellschaft.
Wie die EU-Kommission am Montag mitteilte, wurde die Freigabe nach dem
vereinfachten Verfahren erteilt, bei dem die Zustimmung automatisch ergeht,
wenn keine dritte Partei Einspruch erhebt.
DJG/DJN/rio/nas
18.12.2006 - 12:34:49
ver.di: Höhe des Stellenabbaus bei Deutscher Post noch unklar
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat nach
eigenen Angaben noch keine verlässlichen Zahlen über einen möglichen
Stellenabbau bei der Deutschen Post AG auf Grund der angekündigten
Zusammenlegung des Brief- und Paketgeschäftes. Die Gespräche hierzu mit dem
Unternehmen starteten erst im Januar, sagte eine ver.di-Sprecherin am Montag zu
Dow Jones Newswires. Derzeit könne es noch keine seriösen Schätzungen zu einem
Stellenabbau geben.
Das "Hamburger Abendblatt" (Montagausgabe) hatte zuvor unter Verweis auf
ver.di berichtet, befürchtet werde der Wegfall von 800 bis 1.000 Stellen. Die
Gewerkschaftssprecherin verwies aber darauf, dass dies lediglich Hochrechnungen
seien, wie viele von den heutigen Post-Mitarbeitern von den Umstrukturierungen
betroffen sein könnten. Dies könne aber nicht mit einem Stellenabbau
gleichgesetzt werden.
Ein Post-Sprecher verwies am Montag ebenfalls noch einmal darauf, dass die
Gespräche über eine genaue Ausgestaltung der Zusammenlegung von Brief- und
Paketgeschäft in Deutschland erst Anfang 2007 beginnen werden. Es gehe bei den
Maßnahmen nicht in erster Linie um einen Stellenabbau, auch wenn ein solcher
nicht ausgeschlossen werden könne, bekräftigte er auf Anfrage. Die
Zusammenlegung betreffe Aktivitäten mit insgesamt 17.000 Mitarbeiter. Hierzu
gebe es mit ver.di auch bereits eine grundsätzliche Einigung.
Die Deutsche Post will die Zusammenlegung bis April 2007 abschließen. Das
Unternehmen hatte in der vergangenen Woche bereits erklärt, geprüft werde der
Abbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung. In Betracht kämen Stellen im
Paketbereich etwa in den Bereichen Technik, Qualitätssicherung oder Personal,
die es entsprechend auch im Briefbereich gebe. Betroffen seien die deutschen
Paketzentren und Arbeitsplätze im Bonner Konzernhauptquartier. Die 33
Paketzentren und die 83 Briefzentren lägen zum Teil in unmittelbarer
Nachbarschaft.
Webseiten: http://www.deutschepost.de
http://www.verdi.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/brb
18.12.2006 - 12:00:10
Führungswechsel bei Hochtief Construction zum April 2007
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das europäische Baugeschäft der Hochtief AG wird
nach dem ersten Quartal 2007 eine neue Führung erhalten. Wie das Essener
Unternehmen am Montag mitteilte, wird Henner Mahlstedt zum 1. April neuer
Vorstandsvorsitzender der zuständigen Konzerntochter Hochtief Construction AG.
Der 53-Jährige tritt nach einem Beschluss des Aufsichtsrates die Nachfolge von
Friedel Abel an, der zu diesem Zeitpunkt planmäßig in den Ruhestand gehen wird.
Mahlstedt übernimmt bereits mit sofortiger Wirkung die Position des
stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.
Die Hochtief Construction AG ist im Konzern die Führungsgesellschaft für
das europäische Baugeschäft. Rund 60% ihres Umsatzes erwirtschaftet die
Construction AG in Deutschland, den Rest vor allem in Osteuropa.
Webseite: http://www.hochtief.de
DJG/hei/brb
18.12.2006 - 11:40:10
CEO sieht Puma weiter unabhängig ... (zwei)
Der Puma-Vorstandsvorsitzende bekräftigte in dem Interview zudem, dass das
Vorsteuerergebnis aus dem Vorjahr von 404 Mio EUR 2007 übertroffen werden soll.
Für das laufende Jahr hatte der im MDAX gelistete Sportartikelhersteller
bereits ein geringeres Ergebnis angekündigt. Puma hatte nicht zuletzt durch den
Rückkauf von Lizenzen stark in die Marke investiert und im Zusammenhang mit der
Fußball-Weltmeisterschaft auch höhere Marketingkosten zu verarbeiten.
Fußballerisch werde 2007 ein weniger interessantes Jahr, so Zeitz. Puma
nutze es aber, um sich auf die Europameisterschaft 2008 vorzubereiten, die in
Österreich und der Schweiz stattfindet. Die Teams beider Gastgeberländer werden
vom Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ausgerüstet.
Bei der Werbung wolle der Konzern nach dem Schwerpunkt TV-Spots im WM-Jahr
2007 mehr auf Printmedien und das Internet setzen. Beworben werden soll auch
mehr der Lifestyle- und Modeaspekt der Produkte, kündigte der Puma-CEO im
Interview mit CNBC Europe weiter an.
- Von Maeve Curtin, Dow Jones Newswires; +49 69 29 725 515;
maeve.curtin@dowjones.com
DJG/DJN/apr/brb
18.12.2006 - 11:30:39
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Bayer verkauft Wolff Walsrode an Dow Chemical
Die Bayer AG verkauft das Unternehmen Wolff Walsrode aus ihrem Teilkonzern
MaterialScience an den US-Konzern Dow Chemical. Bayer teilte am Montag mit, die
Transaktion solle im ersten Halbjahr abgeschlossen werde. Über Kaufpreis machte
das Unternehmen in seiner Mitteilung keine Angaben. Ein Bayer-Sprecher sagte
auf Nachfrage von Dow Jones Newswires, über den Kaufpreis sei auf Wunsch von
Dow Chemical Stillschweigen vereinbart worden. Bayer sei mit dem erzielten
Preis aber "sehr zufrieden".
BMW und PSA Peugeot Citroen prüfen Ausbau der Motoren-Kooperation
BMW und PSA Peugeot Citroën prüfen den Ausbau ihrer Motoren-Kooperation. Dazu
sei eine Absichtserklärung unterschrieben worden, teilten der Münchener und der
französische Automobilhersteller am Montag gemeinsam mit. Beide Unternehmen
werden eine Machbarkeitstudie für eine neue Vierzylinder-Benzin-Motorenfamilie
durchführen, die mit Hilfe fortschrittlicher Technologie eine exzellente
Leistungscharakteristik bei gleichzeitiger Reduktion von Benzinverbrauch und
CO2-Emissionen zum Ziel hat, wie es weiter hieß.
Audi startet im Herbst 2007 Bausatzfertigung in Indien
Die Audi AG wird im Herbst 2007 mit einer eigenen Fahrzeugproduktion in Indien
starten. Den Anfang macht der Audi A6, der als Bausatz nach Indien geliefert
wird und dort montiert werden soll, wie die Premium-Tochter der Volkswagen AG
am Montag mitteilte.
Lufthansa/Mayrhuber bekräftigt: Planen 08 op Erg von 1 Mrd EUR
Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, hat ihre mittelfristigen Finanzziele
bekräftigt. Ziel sei es, das Unternehmen bis spätestens 2008 auf 1 Mrd EUR
operativen Gewinn pro Jahr zu steuern, schreibt Vorstandsvorsitzender Wolfgang
Mayrhuber in der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat". Solide Basis dafür sei, dass
die Fluglinie im laufenden Jahr das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr
"deutlich" verbessert habe.
Fresenius sieht viel versprechende Ergebnisse bei removab-Studie
Die Fresenius AG hat in einer Zulassungsstudie für den Antikörper "removab"
nach eigenen Angaben "viel versprechende Ergebnisse" erzielt. In einer Phase
II/III-Zulassungs-Studie bei malignem Aszites (Bauchwassersucht) habe die
Behandlung mit dem trifunktionalen Antikörper removab bei Patientinnen mit
Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) eine deutliche Überlegenheit gegenüber einer
Therapie mit alleiniger Punktion der Bauchhöhle gezeigt, teilte Fresenius am
Montag mit.
Merck KGaA: EU genehmigt Serono-Übernahme ohne Auflagen
Die Europäische Kommission hat der Merck KGaA die Übernahme des schweizerischen
Pharmakonzerns Serono ohne Auflagen genehmigt. Das teilte der in Darmstadt
ansässige Pharma- und Chemiekonzern am Montag mit. Die US-Kartellbehörden
hatten der Transaktion bereits am 30. Oktober grünes Licht gegeben.
Deutz gründet Joint Venture zum Bau von Dieselmotoren in China
Die Deutz AG wird im chinesischen Dalian Dieselmotoren für Nutzfahrzeuge
fertigen, die für den asiatischen Markt bestimmt sind. Mit einer Tochter ihres
bisherigen Partners First Automobile Works Group Corp (FAW) gründete der
Motorenhersteller jetzt ein paritätisch gehaltenes Gemeinschaftsunternehmen,
bei dem Deutz jedoch die unternehmerische Führung hat. Deutz will nach eigenen
Angaben vom Montag 60 Mio EUR in das Joint Venture investieren, das im nächsten
Jahr mit einer Kapazität von 50.000 Einheiten Motoren mit 4 bis 7 Litern
Hubraum fertigen soll.
Deutsche Wohnen: Zahl der Inhaberaktien hat sich weiter erhöht
Die Zahl der Inhaberaktien der Deutsche Wohnen AG hat sich weiter erhöht. Wie
die in Frankfurt ansässige Immobiliengesellschaft am Montag mitteilte, beläuft
sich die Umwandlungsquote mittlerweile auf 96%. Rund 171.000 Namensaktien seien
zum Umwandlungsstichtag 14. Dezember in Inhaberaktien umgewandelt worden; damit
seien nunmehr 96,0% aller 20 Mio Aktien der Deutsche Wohnen AG Inhaberaktien.
Dt Euroshop beteiligt sich mit 75 % an Stadt-Galerie in Passau
Die Deutsche Euroshop AG, Hamburg, beteiligt sich mit 75% an der Stadt-Galerie
in Passau. Das anteilige Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 95 Mio EUR,
teilte der Einkaufszentrumsbetreiber am Montag mit. Beteiligungspartner sei die
ECE-Gruppe, die auch für Planung, Realisierung, Vermietung sowie
Centermanagement zuständig sei. Mit diesem Investment habe das Unternehmen im
laufenden Jahr erneut seine Wachstumsziele übertroffen.
HSH: Öffentliche Institute benötigen privates Kapital - Welt
Der Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank AG, Alexander Stuhlmann, hat sich für
das Engagement privater Investoren bei öffentlich- rechtlichen Geldhäusern
ausgesprochen. "Das ist kein Sündenfall, sondern eine Notwendigkeit auch bei
anderen öffentlichen-rechtlichen Kreditinstituten", sagte Stuhlmann der "Welt"
(Montagausgabe).
Norsk Hydro und Statoil verschmelzen Öl- und Gasgeschäft
Die norwegischen Rohstoffkonzerne Norsk Hydro ASA und Statoil ASA wollen ihr
Öl- und Gasgeschäft zusammen legen. Wie Norsk Hydro am Montag mitteilte, haben
die Verwaltungsräte beider Unternehmen bereits zugestimmt, den Aktionären
diesen Zusammenschluss zu empfehlen. Die Öl- und Gasaktivitäten sollen in einem
neuen Unternehmen zusammengefasst werden.
Express Scripts legt Gegengebot für Caremark vor
Die Express Scripts Inc hat eine Gegenofferte zu dem CVS-Angebot für die
Caremark Rx Inc vorgelegt. Der US-Pharmahändler bietet 29,95 USD in bar und
0,426 eigene Aktien für jedes Caremark-Papier. Express Scripts kündigte die
Offerte am Montag an und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des
"Wall Street Journal".
DJG/nas
18.12.2006 - 11:11:33
EU-Umweltminister bringen Chemikaliengesetz Reach auf den Weg
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die umstrittene EU-Verordnung zur Registrierung,
Risikobewertung und Zulassung chemischer Stoffe (Reach) ist endgültig auf den
Weg gebracht. Die EU-Umweltminister verabschiedeten am Montag einstimmig den
Kompromiss, der zuvor mit dem Europäischen Parlament (EP) ausgehandelt worden
war. Das EP-Plenum hatte der Verordnung in der vergangenen Woche mit großer
Mehrheit zugestimmt.
Das neue Gesetz soll im kommenden Juni in Kraft treten. Ziel der
Reach-Verordnung ist es, die Daten der über rund 30.000 Chemikalien am Markt
mit einer Jahresproduktion über einer Tonne innerhalb von elf Jahren bei einer
neu einzurichtenden Agentur mit Sitz in Helsinki zentral zu erfassen. Für
Stoffe, die als gefährlich für die Gesundheit und die Umwelt eingestuft sind,
wird ein Zulassungsverfahren eingeführt. Der Hersteller muss sich verpflichten,
sich um eine unbedenklichere Alternative zu bemühen.
Die deutsche Industrie erwartet negative Auswirkungen auf ihre
internationale Wettbewerbsfähigkeit. Nach Angaben des Verbandes der chemischen
Industrie (VCI) wird gut ein Viertel des Chemieumsatzes der EU von deutschen
Unternehmen erwirtschaftet.
DJG/ang/ros
18.12.2006 - 11:10:57
CEO sieht Puma weiter unabhängig heißt Investoren aber willkommen
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Puma AG, Jochen Zeitz,
sieht den Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach weiter unabhängig. "Wir
haben eine klare Strategie für die kommenden Jahre, die wir aus eigener Kraft
umsetzen können", sagte Zeitz am Montag in einem TV-Interview mit dem Sender
CNBC Europe. "Wenn allerdings jemand in Puma investieren will, ist er
willkommen", fügte Zeitz hinzu.
Er reagierte mit diesen Aussagen auf in den vergangenen Wochen wiederholt
aufgekommene Gerüchte, Marktführer Nike könne die Nummer 3 der weltweiten
Sportartikelindustrie übernehmen.
DJN/DJG/apr/brb
18.12.2006 - 11:06:42
Audi startet im Herbst 2007 Bausatzfertigung in Indien
INGOLSTADT (Dow Jones)--Die Audi AG wird im Herbst 2007 mit einer eigenen
Fahrzeugproduktion in Indien starten. Den Anfang macht der Audi A6, der als
Bausatz nach Indien geliefert wird und dort montiert werden soll, wie die
Premium-Tochter der Volkswagen AG am Montag mitteilte.
"Im Jahr 2010 planen wir pro Jahr rund 3.000 Einheiten an Kunden
auszuliefern. Dabei kommt es uns nicht in erster Linie auf das Volumen an,
sondern auf eine starke Markenpositionierung und darauf, das Vertrauen der
Kunden zu gewinnen", so Ralph Weyler, Vorstand für Vertrieb und Marketing des
Ingoldstädter Automobilherstellers.
Indien gilt nach China als einer der großen künftigen Wachstumsmärkte.
Aufgrund der fehlenden Infrastruktur und den gesellschaftlichen Verhältnissen
ist die Nachfrage nach hochpreisigen Premium-Automobilen allerdings noch stark
begrenzt.
Die Bausatzfertigung (Completly Knocked Down - CKD) wird laut Audi in einem
separaten Bereich nach den eigenen Qualitätsstandards auf dem Gelände von
SkodaAuto India Ltd aufgebaut. Das Werk der tschechischen VW-Tochter befindet
sich Aurangabad, im Westen von Indien. Im ersten vollen Jahr 2008 sollen dort
über 300 Fahrzeuge gefertigt werden.
Außerdem plant die VW-Tochter für Anfang 2007 die Gründung einer
Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Mumbai. In den nächsten Jahren soll das
Händlernetz auf mindestens acht Audi-exklusive Händler an zentralen Standorten
des Landes vorgesehen. Im Moment besteht das Netz aus drei Händlern in Mumbai,
Bangalore und Delhi.
Derzeit werden über das bestehende Händlernetz Audi A4, Audi A6, Audi A8
und der Audi Q7 vertrieben. Audi wird den weiteren Angaben zufolge im laufenden
Jahr rund 300 Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Im Jahr 2008 sollen es mit den
weiterhin direkt importierten Fahrzeugen zusammen etwa 1.000 Fahrzeuge sein.
Webseite: http://www.audi.de
DJG/mtk/brb
18.12.2006 - 10:25:04
BMW und PSA Peugeot Citroen prüfen Ausbau der Motoren-Kooperation
STUTTGART (Dow Jones)--BMW und PSA Peugeot Citroën prüfen den Ausbau ihrer
Motoren-Kooperation. Dazu sei eine Absichtserklärung unterschrieben worden,
teilten der Münchener und der französische Automobilhersteller am Montag
gemeinsam mit. Beide Unternehmen werden eine Machbarkeitstudie für eine neue
Vierzylinder-Benzin-Motorenfamilie durchführen, die mit Hilfe fortschrittlicher
Technologie eine exzellente Leistungscharakteristik bei gleichzeitiger
Reduktion von Benzinverbrauch und CO2-Emissionen zum Ziel hat, wie es weiter
hieß.
Bestätigt diese Studie die erwarteten technologischen, industriellen und
finanziellen Vorteile, beabsichtigen beide Unternehmen, ein gemeinsames
Entwicklungsprojekt zu starten.
Aktuell erhält BMW PSA-Motoren für den kürzlich neu eingeführten Mini. Die
erste Generation des Kleinwagens war mit Chrysler-Aggregaten bestückt gewesen.
Die Motoren kommen auch in Fahrzeugen von Peugeot und Citroën zum Einsatz. Die
derzeitige Kooperation von PSA Peugeot Citroën und der BMW AG umfasst die
Entwicklung und Produktion von 1,6 Liter Benzinmotoren mit Turboaufladung.
Webseite: http://www.bmwgroup.com
DJG/mtk/brb
18.12.2006 - 10:22:17
BASF kauft chinesischen Betonzusatzmittel-Hersteller ... (zwei)
Der neu erworbene Betonzusatzmittel-Hersteller erzielte 2005 Umsätze von
mehr als 10 Mio EUR und beschäftigt etwa 170 Mitarbeiter, wie ein BASF-Sprecher
zu Dow Jones Newswires sagte. Hi Con sei einer der zehn größten Hersteller von
Betonzusatzmitteln in China. Der Betonzusatzmittelmarkt in China ist seinen
Angaben zufolge einige Hundert Millionen Euro groß.
Der Bereich BASF Bauchemie sei in den letzten vier Jahren durchschnittlich
um mehr als 40% pro Jahr gewachsen, hieß es.
Webseite: http://www.basf.de
DJG/hoa
18.12.2006 - 09:49:30
XETRA-START/Gut behauptet bei ruhigem Geschäft
FRANKFURT (Dow Jones)--Gut behauptet tendiert der deutsche Aktienmarkt am
Montag zum Handelsauftakt, wobei Händler im Verlauf einen Sprung über 6.600
Punkte aber für möglich halten. Der DAX steigt gegen 9.44 Uhr um 0,1% oder 6
auf 6.595 Punkte. Zehn Handelstage mit DAX-Gewinnen in Folge sprächen eine
deutliche Sprache, allerdings müsse man "Nachwehen" des großen Verfalls vom
Freitag im Blick haben, heißt es. Sollte sich hieraus noch Abwärtsdruck
ergeben, liege bei 6.560 Punkten eine technische Auffangmarke. Zwischen dieser
und 6.630 Punkten auf der Oberseite werde sich der Index zunächst bewegen. In
der zweiten Reihe könnten Window-Dressing-Aktivitäten zu größeren
Kursausschlägen führen. Im MDAX wird der Aufstieg von Gagfah Holding und der
Abstieg von Fielmann wirksam.
Die Nachrichten zu den Einzelwerten haben keinen großen Einfluss auf die
jeweilige Kursentwicklung. Eine Meldung im "Focus", der zufolge das BaFin bei
Continental wegen möglicherweise illegaler Aktientransaktionen ermittelt,
belastet die Aktie etwas. Continental geben 0,3% auf 88,02 EUR nach.
DaimlerChrysler werden dagegen von einer möglichen Strafzahlung an MAN nicht
gedrückt. Die Suttgarter wurden von einer US-Jury zu einer Strafzahlung von 350
Mio USD verurteilt. Zuvor hatte bereits ein britisches Gericht in dieser Sache
zugunsten der klagenden MAN entschieden. "Der Markt dürfte das weitgehend
eingepreist haben", vermutet ein Teilnehmer. DaimlerChrysler klettern um 0,2%
auf 46,30 EUR und MAN legen 0,1% auf 70,29 EUR zu.
Laut "FTD" will der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff
(CDU) VW-Aktionäre gegen Porsche in Stellung bringen. Ein Händler meint, dies
sei das "letzte Aufbäumen" des Landes Niedersachsen, das seinen politischen
Einfluss auf VW schwinden sehe. Bedeutung für den Kurs wird der Nachricht nicht
beigemessen. Die Aktie notiert nahezu unverändert mit 83,40 EUR, während
Porsche um 0,7% zulegen auf 967,95 EUR.
Positiv werden die Umsatzpläne von Hugo Boss gesehen. Das Unternehmen will
seinen Umsatz in eigenen Läden in den nächsten Jahren auf 20% von derzeit 12%
deutlich steigern, schreibt die "Wirtschaftswoche". Hugo Boss steigen um 0,5%
auf 39,19 EUR. Heidelberger Druck wappnet sich einem Zeitungsbericht zufolge
gegen feindliche Übernahmen. "Als Marktführer werden wir als attraktives
Übernahmeziel angesehen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier der
Tageszeitung "Die Welt". Die Aktie klettert um 2% auf 35,08 EUR.
Deutz legen sogar um 4,3% auf 10,30 EUR zu. Das Unternehmen hat mitgeteilt,
in China ein Joint Venture zum Bau von Dieselmotoren gründen zu wollen. Ein
Händler verweist darauf, dass Deutz seit Jahresbeginn rund 150% zugelegt hätten
und damit zu den größten Gewinnern der Nebenwerte zählten. "Hier dürften Fonds
sich noch etwas hübsch machen", vermutet der Händler.
DJG/mif/gos
18.12.2006 - 09:44:51
Lufthansa/Mayrhuber bekräftigt: Planen 08 op Erg von 1 Mrd EUR
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, hat ihre
mittelfristigen Finanzziele bekräftigt. Ziel sei es, das Unternehmen bis
spätestens 2008 auf 1 Mrd EUR operativen Gewinn pro Jahr zu steuern, schreibt
Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber in der Mitarbeiterzeitung
"Lufthanseat". Solide Basis dafür sei, dass die Fluglinie im laufenden Jahr das
Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr "deutlich" verbessert habe.
Der Aktionsplan werde am Jahresende nachhaltige Kostensenkungen von 1,2 Mrd
EUR erreicht haben, fügte er hinzu. Zum 30. September hatte die im DAX notierte
Airline bereits Kostensenkungen von 1,13 Mrd EUR realisiert, davon 86 Mio EUR
im dritten Quartal.
Webseite: http://www.lufthansa.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
-0-
18.12.2006 - 09:09:27
Fresenius sieht viel versprechende Ergebnisse bei removab-Studie
BAD HOMBURG (Dow Jones)--Die Fresenius AG hat in einer Zulassungsstudie für
den Antikörper "removab" nach eigenen Angaben "viel versprechende Ergebnisse"
erzielt. In einer Phase II/III-Zulassungs-Studie bei malignem Aszites
(Bauchwassersucht) habe die Behandlung mit dem trifunktionalen Antikörper
removab bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) eine deutliche
Überlegenheit gegenüber einer Therapie mit alleiniger Punktion der Bauchhöhle
gezeigt, teilte Fresenius am Montag mit.
Auch bei wichtigen sekundären Endpunkten seien positive Ergebnisse erreicht
worden. So hätten die Studienergebnisse "auf einen direkten" Anti-Tumor-Effekt
des Antikörpers hingedeutet.
Darüber hinaus habe removab "ein sehr gutes Sicherheitsprofil" aufgezeigt.
Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehörten den Angaben zufolge Fieber, Übelkeit
und Erbrechen mit in der Regel gering bis moderat ausgeprägter Intensität.
Erhöhungen der Leberwerte sowie Änderungen des weißen Blutbildes seien in der
Regel nur gering bis moderat und vorübergehend sowie ohne klinische Relevanz
gemessen worden, teilte Fresenius weiter mit.
Webseite: http://www.fresenius.de
DJG/abe/nas
18.12.2006 - 09:04:25
XETRA-START/Kaum verändert in die neue Woche
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist mit nur wenig
veränderten Notierungen in die letzte Handelswoche vor Weihnachten gegangen.
Gegen 9.02 Uhr gibt der DAX um 1 Punkt auf 6.588 nach.
DJG/bek/gos
18.12.2006 - 08:52:57
Merck KGaA: EU genehmigt Serono-Übernahme ohne Auflagen
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat der Merck KGaA die
Übernahme des schweizerischen Pharmakonzerns Serono ohne Auflagen genehmigt.
Das teilte der in Darmstadt ansässige Pharma- und Chemiekonzern am Montag mit.
Die US-Kartellbehörden hatten der Transaktion bereits am 30. Oktober grünes
Licht gegeben.
Merck bekräftigte am Montag zudem, dass der Vollzug des Kaufvertrags mit
der Bertarelli-Familie, durch den sich Merck die Mehrheit des Serono-Kapitals
und der Serono-Stimmrechte sichert, unverändert für Januar 2007 geplant ist.
Danach will Merck den freien Aktionären der Serono SA ein öffentliches
Übernahmeangebot über 1.100 CHF je Aktie unterbreiten.
Webseite: http://www.merck.de
DJG/brb/mim
18.12.2006 - 07:59:22
DEVISEN/Euro am Morgen etwas erholt - Knapp über 1,31 USD
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro kann sich am Montagmorgen etwas erholen.
Während des Übergangs aus dem asiatisch in das europäisch geprägte Geschäft
steht er gegen 7.40 Uhr bei 1,3111 USD nach Ständen knapp unter 1,31 USD am
Freitag im späten Geschäft. Die Umsätze seien allerdings gering, so Händler.
Möglicherweise werde der Euro wieder unter Druck geraten, wenn Anleger ihre
Positionen vor dem Jahresende schlössen und Gewinne auf Euro-Positionen
mitnähmen. Der Euro gilt zum Dollar bei 1,2980 USD unterstützt. Im asiatischen
Handel heißt es, der Yen könnte zum Euro kräftig steigen, falls die japanische
Notenbank nach ihrer zweitägigen Sitzung am Dienstag Hinweise auf bevorstehende
Leitzinserhöhungen geben sollte. Zum Dollar sei dann ein Anstieg des Yen
Richtung 116,50 USD/JPY möglich.
Der Terminkalender ist am Montag relativ leer. Am Dienstag könnten
US-Immobilienmarktdaten und die Erzeugerpreise Aufschlüsse über den Stand der
US-Konjunktur geben. Auf Widerstand treffe der Euro bei 1,32 USD. Die Feinunze
Gold wird aktuell mit 618,05 USD bezahlt nach einem Londoner Nachmittag-Fixing
von 623,75 USD am Freitag.
===
Europa New York Europa
(7.46) (Fr.Späthandel) (Fr.17.22)
EUR/USD 1,3111 1,3082 1,3093
USD/JPY 117,92 117,97 117,88
EUR/JPY 154,58 154,30 154,30
EUR/GBP 0,6698 -- 0,6704
EUR/CHF 1,5981 -- 1,5984
===
DJG/hru/gos
18.12.2006 - 07:53:11
Bayer verkauft Wolff Walsrode an Dow Chemical (zwei)
Analysten hatten den Verkaufspreis in den vergangenen Wochen auf 400 Mio
bis 500 Mio EUR geschätzt. "Ich freue mich, dass wir nach dem Verkauf von H. C.
Starck jetzt auch für Wolff Walsrode einen Käufer gefunden haben, der dem
Unternehmen eine viel versprechende Perspektive bietet", sagte
Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning. Der Erlös werde wie geplant zur
Finanzierung der Schering-Akquisition beitragen.
Wolff Walsrode soll ein bedeutender Bestandteil des Dow-Chemical-Geschäfts
mit wasserlöslichen Polymeren werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Dow
Chemical wolle mit dem Zukauf auf der Ertragsseite unabhängiger von zyklischen
Schwankungen werden und zugleich das Wachstum vorantreiben.
Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Der Verkauf an
Dow Chemical kommt nicht überraschend; Mitte November hatte Dow Jones Newswires
den US-Konzern bereits als wahrscheinlichsten Käufer genannt.
Webseite: http://www.bayer.de
http://www.dow.com
DJG/rib/brb
18.12.2006 - 07:45:25
Henkel: Rorsted April 08 Nachfolger von Geschäftsführer Lehner
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Kasper Rorsted tritt bei der Henkel KGaA im April
2008 die Nachfolge des derzeitigen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Ulrich
Lehner, an. Wie der Konsumgüterhersteller aus Düsseldorf am Montag weiter
mitteilte, hat der Gesellschafterausschuss Rorsted mit Wirkung zum 1. Januar
kommenden Jahres zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsführung
ernannt.
Rorsted ist seit April 2005 Mitglied der Geschäftsführung und für den
Unternehmensbereich Personal/Einkauf/Informationstechnologien/Infrastruktur
Services verantwortlich. Lehner wird im April 2008 mit Erreichen der internen
Altersgrenze von 62 Jahren als Vorsitzender der Geschäftsführung ausscheiden.
Webseite: http://www.henkel.de
DJG/brb/nas
18.12.2006 - 07:39:09
Deutz gründet Joint Venture zum Bau von Dieselmotoren in China
KÖLN (Dow Jones)--Die Deutz AG wird im chinesischen Dalian Dieselmotoren
für Nutzfahrzeuge fertigen, die für den asiatischen Markt bestimmt sind. Mit
einer Tochter ihres bisherigen Partners First Automobile Works Group Corp (FAW)
gründete der Motorenhersteller jetzt ein paritätisch gehaltenes
Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Deutz jedoch die unternehmerische Führung
hat. Deutz will nach eigenen Angaben vom Montag 60 Mio EUR in das Joint Venture
investieren, das im nächsten Jahr mit einer Kapazität von 50.000 Einheiten
Motoren mit 4 bis 7 Litern Hubraum fertigen soll.
Die Kapazität kann nach Angaben von Deutz in einer weiteren Ausbaustufe auf
100.000 Motoren erhöht werden. FAW bringe in das Joint Venture vor allem ihr
hochmodernes neues Werk zur Herstellung von lizenzierten Deutz-Motoren ein.
Deren Produktion war bereits im laufenden aufgenommen worden. Der neue Standort
Dalian werde nach Köln der größte Deutz-Produktionsstandort sein und der
Produktionsverbund die Kostenbasis von Deutz verbessern, erklärte der
MDAX-Konzern.
Webseite: http://www.deutz.com/
DJG/rio/nas
-0-
18.12.2006 - 07:37:58
Bayer verkauft Wolff Walsrode an Dow Chemical
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bayer AG verkauft das Unternehmen Wolff
Walsrode aus ihrem Teilkonzern MaterialScience an den US-Konzern Dow Chemical.
Bayer teilte am Montag mit, die Transaktion solle im ersten Halbjahr
abgeschlossen werde. Über Kaufpreis machte das Unternehmen in seiner Mitteilung
keine Angaben. Ein Bayer-Sprecher sagte auf Nachfrage von Dow Jones Newswires,
über den Kaufpreis sei auf Wunsch von Dow Chemical Stillschweigen vereinbart
worden. Bayer sei mit dem erzielten Preis aber "sehr zufrieden".
Wolff Walsrode produziert Cellulose-Chemikalien für die Bau- und
Papierindustrie. In den ersten neun Monaten hatte das Unternehmen einen Umsatz
von 252 (Vorjahr: 246) Mio EUR erzielt. Mit dem Verkauf soll ebenso wie mit der
Trennung von der Tochter H.C. Starck die Übernahme des Pharmakonzern Schering
mitfinanziert werden. Bayer hatte die Abgabe der beiden Gesellschaften bereits
im Frühjahr angekündigt.
DJG/rib/nas
18.12.2006 - 07:32:08
ÜBERBLICK/Unternehmen - 7.30 Uhr-Fassung
BASF kauft chinesischen Betonzusatzmittel-Hersteller Hi Con
Die BASF übernimmt über ihre Tochter BASF Construction Chemicals (Sichuan) Co
Ltd die Vermögenswerte von Hi Con (Sichuan Pengshan) Concrete Admixture Ltd.
Angaben zum Kaufpreis des Herstellers von Betonzusatzmitteln machte BASF am
Montag nicht. Der Zukauf gebe der BASF eine starke Präsenz im wichtigen
Bauchemiemarkt von West-China. BASF wertete die Übernahme als "entscheidenden
Schritt", die Nummer eins im chinesischen Markt mit Betonzusatzmitteln zu
werden.
Merck gesteht Serono nach Fusion viel Einfluss zu - FTD
Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck räumt dem zugekauften Genfer
Biotechunternehmen Serono bei der Verschmelzung viel Einfluss ein. Sechs der 13
Posten im Management der fusionierten Pharmasparte sollen an Serono gehen,
schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) am Montag. Unter anderem
stellen die Schweizer den Vizechef und die operativen Leiter für das Geschäft
in den drei Weltregionen. Eine entsprechende Mitteilung an die Mitarbeiter habe
die Merck KGaA der "FTD" bestätigt.
Heidelberger Druckmaschinen wappnet sich gegen Übernahmen - Welt
Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck wappnet sich einem
Zeitungsbericht zufolge gegen feindliche Übernahmen. "Als Marktführer werden
wir als attraktives Übernahmeziel angesehen", sagte der Vorstandsvorsitzende
Bernhard Schreier der Tageszeitung "Die Welt". Der Manager rechnet damit, wegen
der vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung seines margenstarken Konzerns
- rund 3 Mrd EUR - ins Visier von Finanzinvestoren zu geraten.
Springer will ProSiebenSat.1-Anteil behalten - Handelsblatt
Die Axel Springer AG, Berlin, wird ihre Aktien an der ProSiebenSat.1 Media AG
nicht verkaufen. "Wir denken kurzfristig nicht an einen Verkauf", sagte eine
Sprecherin den "Handelsblatt" (Montagausgabe). Der Verlagskonzern hält 12% an
der Sendergruppe mit Sitz in Unterföhring, die von den Finanzinvestoren KKR und
Permira übernommen wird.
LSE will Schuldenlast bei Nasdaq-Übernahme beleuchten - Presse
Die London Stock Exchange plc wehrt sich offenbar weiter offensiv gegen den
feindlichen Übernahmeversuch von US-Wettbewerber Nasdaq Stock Market Inc. In
dieser Woche wolle der Londoner Börsenbetreiber einen Bericht über die zu
erwartende Schuldenentwicklung im Falle einer Übernahme durch die Nasdaq
vorlegen, berichtet die britische Zeitung "The Independent".
Boeing erhält Aufträge von Qatar Airways und Kenya Airways
Qatar Airways hat zwei Frachter der Modellreihe 777 bei der Boeing Co geordert.
Wie der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern mitteilte, wird Boeing im November
mit der Auslieferung der 22 Maschinen beginnen, die Qatar Airways insgesamt bei
Boeing bestellt hat.
Kasinobetreiber Harrah's vor Übernahme für 16,7 Mrd USD - WSJ
Apollo Management und Texas Pacific Group stehen beim US-Kasinobetreiber
Harrah's Entertainment Inc kurz vor einem Abschluss. Das "Wall Street Journal"
(WSJ) berichtet am Montag, mit insgesamt 16,7 Mrd USD Volumen könnte die
Transaktion zu einer der größten Übernahmen im Private-Equity- Geschäft werden.
Am Sonntag sei über die letzten Details verhandelt worden. Je Harrah-Aktie
würden 90 USD in bar geboten.
DJG/nas
18.12.2006 - 07:25:17
Merck gesteht Serono nach Fusion viel Einfluss zu - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck räumt
dem zugekauften Genfer Biotechunternehmen Serono bei der Verschmelzung viel
Einfluss ein. Sechs der 13 Posten im Management der fusionierten Pharmasparte
sollen an Serono gehen, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) am
Montag. Unter anderem stellen die Schweizer den Vizechef und die operativen
Leiter für das Geschäft in den drei Weltregionen. Eine entsprechende Mitteilung
an die Mitarbeiter habe die Merck KGaA der "FTD" bestätigt.
Merck hatte im September angekündigt, die Serono SA für 10,6 Mrd EUR zu
erwerben. Das Darmstädter Unternehmen bereitet die Verschmelzung bereits vor.
Formal aber darf sie noch nicht beginnen, weil die Transaktion nicht
abgeschlossen ist und beide Firmen damit rechtlich noch Wettbewerber sind.
Merck betreibt eine Chemie- und eine Pharmasparte. Letztere umfasst drei
Segmente - darunter das jetzt wichtigste Geschäft mit rezeptpflichtigen
Medikamenten ("Ethicals"). Es steuert einen Jahresumsatz von rund 3,6 Mrd EUR
bei, wird mit Serono verschmolzen und am Serono-Sitz Genf angesiedelt.
An die Spitze tritt nun wie weithin erwartet Mercks Pharmaleiter Elmar
Schnee, selbst Schweizer und auch Mitglied der Konzerngeschäftsleitung in
Darmstadt. Aus der Mitteilung an Mitarbeiter gehen die weiteren Besetzungen
hervor: Stellvertreter wird der Serono-Manager Franck Latrille. Er ist zugleich
Chef für Entwicklung und leitet das internationale Geschäft außerhalb Europas
und der USA. Das Europa-Geschäft geht an Roberto Gradnik, das US-Geschäft an
Fereydoun Firouz, beides Serono-Leute.
Die Schlüsselsparte Onkologie mit dem Hoffnungsträger "Erbitux" bekommt
einen eigenen Leiter - den Merck-Manager Wolfgang Wein.
Webseite: http://www.ftd.de/
DJG/rio/nas
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18.12.2006 - 07:23:15
BASF kauft chinesischen Betonzusatzmittel-Hersteller Hi Con
LUDWIGSHAFEN (Dow Jones)--Die BASF übernimmt über ihre Tochter BASF
Construction Chemicals (Sichuan) Co Ltd die Vermögenswerte von Hi Con (Sichuan
Pengshan) Concrete Admixture Ltd. Angaben zum Kaufpreis des Herstellers von
Betonzusatzmitteln machte BASF am Montag nicht. Der Zukauf gebe der BASF eine
starke Präsenz im wichtigen Bauchemiemarkt von West-China. BASF wertete die
Übernahme als "entscheidenden Schritt", die Nummer eins im chinesischen Markt
mit Betonzusatzmitteln zu werden.
Die 1996 gegründete Hi Con produziere eine Palette von Betonzusatzmitteln
sowie die für ihre Produktion notwendigen Zwischenprodukte.
Webseite: http://www.basf.de/
DJG/rio/brb
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18.12.2006 - 07:06:26
PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
GESUNDHEITSREFORM - Die Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der
Gesundheitsreform wachsen. So hält der Verfassungsrechtler Gunther
Schwerdtfeger Teile der Reform für verfassungsrechtlich nichtig. Besonders die
geplante Entschuldungsregelung für die Krankenkassen hält er für rechtlich
falsch. (Handelsblatt S. 3)
APOTHEKEN - Durch die Gesundheitsreform will die Regierung die 3,8 Mrd EUR, die
die Apotheken pro Jahr von den Krankenkassen als Rohgewinn bekommen, um 1 Mrd
EUR kürzen. Das kommt einer Enteignung gleich, sagte der
Apotheken-Verbandspräsident Heinz-Günter Wolf. Das können nur wenige Apotheken
überleben, am wenigsten die auf dem Land. (Welt S. 12)
HANDEL - Der vergangene Samstag hat dem Einzelhandel die bisher höchsten
Umsätze des Jahres gebracht. Damit sei ein Durchbruch erreicht worden, sagte
der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Hubertus
Pellengahr. Er erwartet nach der Mehrwertsteuererhöhung keinen Preisschock.
(FAZ S. 13)
ÜBERNAHMEN - Die aktuelle Fusionswelle erreicht rekordverdächtige Dimensionen.
Allein ein Drittel der Dax-Unternehmen hat in den vergangenen drei Jahren
Übernahmen gestemmt, deren Volumen mehr als 1 Mrd EUR betrug. Gleichzeitig
steigt jedoch auch der Aufschlag, den die Käufer auf den Aktienkurs drauflegen
müssen. Dieser Aufpreis beträgt bereits 25%. (Handelsblatt S. 16)
BAUINDUSTRIE - Das Baugewerbe und die Zeitarbeitsbranche machen gemeinsam mit
Wirtschaftspolitikern Front gegen das Verbot der Zeitarbeit am Bau.
(Handelsblatt S. 4)
BANKEN - Die deutsche Kreditwirtschaft stärkt der Europäischen Zentralbank
(EZB) gegen die Attacken französischer Politiker den Rücken. Im Vorfeld der im
Mai in Frankreich anstehenden Präsidentschaftswahlen kritisieren französische
Politiker über die Parteigrenzen hinweg die Zins- und Wechselkurspolitik der
EZB. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat dagegen seine Erläuterungen der
Leitzinserhöhung in der vergangenen Woche als eindeutig verteidigt. Er behält
sich die Möglichkeit weiterer Erhöhungen offen. (Handelsblatt S. 25 und 26)
DJG/pi/ros
18.12.2006 - 07:01:32
TAGESVORSCHAU/18. Dezember 2006
===
10:00 DE/Bundesregierung, Nationaler IT-Gipfel, u.a. mit Rede von
Bundeskanzlerin Merkel (14:35), Potsdam
***10:30 DE/Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA),
Konjunkturprognose 2007/2008
11:00 EU/Eurostat, Handelsbilanz Oktober
12:00 DE/Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember, Frankfurt
***14:30 US/Leistungsbilanz 3Q
PROGNOSE: -225,0 Mrd USD
zuvor: -218,4 Mrd USD
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - EU/Kommission, Quartalsbericht zur Wirtschaftslage in der
Eurozone, Brüssel
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Serono SA durch Merck KGaA, Brüssel
*** - AT/OPEC, Ölmarkt-Monatsbericht, Wien
- AT/Austrian Airlines AG (AUA), Verkehrszahlen November, Wien
*** - US/Oracle Corp, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 0,22), Redwood City
- DE/Deutsche Börse AG, Index-Änderungen, Frankfurt
- Am Berichtstag werden folgende Index-Änderungen wirksam:
Index Neuaufnahme Ausgeschieden
MDAX Gagfah Holding AG Fielmann AG
SDAX Fielmann AG Masterflex AG
TAG Tegernsee Immobilien Centrotec Sustainable AG
und Beteiligungs-AG
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
===
DJG/gla/brb
-0-
18.12.2006 - 07:00:32
Heidelberger Druckmaschinen wappnet sich gegen Übernahmen - Welt
BERLIN (Dow Jones)--Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck wappnet
sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen feindliche Übernahmen. "Als
Marktführer werden wir als attraktives Übernahmeziel angesehen", sagte der
Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier der Tageszeitung "Die Welt". Der Manager
rechnet damit, wegen der vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung seines
margenstarken Konzerns - rund 3 Mrd EUR - ins Visier von Finanzinvestoren zu
geraten.
Zuletzt war bereits Wettbewerber MAN Roland von der
Beteiligungsgesellschaft Allianz Capital Partners übernommen worden. "Ein
konkretes Angebot für uns gibt es zwar derzeit nicht. Aber wir sind uns der
Gefahr bewusst", so Schreier. Der Manager spreche von Gefahr, weil er mit der
aktuellen Eigentümer-Konstellation zufrieden ist, berichtet die Welt weiter.
Derzeit befinden sich den Angaben zufolge 73% der Aktien in Streubesitz. Die
restlichen 27% der Anteile teilen sich die Allianz mit 12% sowie RWE mit 15%.
Nach Angaben von Schreier werden die Bilanzen seit Jahren auf mögliche
Schwachstellen untersucht, um Angriffspunkte zu identifizieren. Zuletzt wurde
unter anderem zweimal binnen zwei Jahren ein Aktienrückkaufprogramm gestartet,
um kein Geld vorzuhalten, das Begehrlichkeiten wecken könnte. Heidelberger
Druckmaschinen erwirbt dabei 5% des Grundkapitals für Mitarbeiterprogramme und
zum Einzug von Aktien.
Webseite: http://www.welt.de
DJG/abe/brb
18.12.2006 - 06:51:55
PRESSESPIEGEL/Unternehmen
VOLKSWAGEN - Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff lotet ein
Bündnis mit anderen VW-Eignern gegen Großaktionär Porsche aus. Wulf hat
mehreren Investoren Gesprächstermine für die Zeit kurz nach dem Jahreswechsel
anberaumt, heißt es von mehreren Investoren. (FTD S. 1)
DEUTSCHE POST - Die Deutsche Post kappt ihre Kosten. Die neue Sparte
Services, die interne Dienstleistungen für das operative Geschäft bündelt,
zahlt sich bereits aus, sagte der zuständige Vorstand Frank Appel. Bis 2009
werde allein sein Bereich die Kosten um 400 Mio bis 500 Mio EUR im Jahr
drücken, sagte er. (FAZ S. 19)
DAIMLERCHRYSLER - Die Beweisaufnahme im Verfahren DaimlerChrysler gegen ein
Konsortium aus acht Managerhaftpflicht-Versicherern, das von der
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