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Dienstag, 19-Dez-2006
19.12.2006 - 12:01:51
Altana plant Sonderdividende von 32 EUR je Aktie
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Altana AG will den Aktionären den Gewinn aus der
Veräußerung des Pharmageschäfts in Form einer Sonderdividinde von 32 EUR je
Aktie zukommen lassen. Vorstandsvorsitzender Nikolaus Schweickart sagte am
Dienstag auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Frankfurt, auf Basis des
derzeit ermittelten Verkaufserlöses von 4,6 Mrd EUR sei von einer
Sonderdividende in dieser Höhe auszugehen. Bisher war Altana von einem
Verkaufspreis von 4,5 Mrd EUR ausgegangen und einer Sonderdividende von 31 EUR
je Aktie.
Der Kaufpreis setzt sich nach Angaben Schweickarts aus einem fixen
Basiskaufpreis von 4,215 Mrd EUR und einem Anpassungsbetrag zusammen. Diese
Anpassung soll auf Basis des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 erfolgen.
Zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrages sei Altana von einem
Anpassungsvolumen in der Größenordnung von 300 Mio EUR ausgegangen.
"Mittlerweile sehen wir dieses Anpassungsvolumen um 100 Mio EUR höher, also
bei 400 Mio EUR, so dass sich der Gesamtkaufpreis auf rund 4,6 Mrd EUR
addiert", sagte Schweickart. Zusätzlich sollten die Altana-Aktionäre die
Dividende für das "ausgezeichnete" Geschäftsjahr erhalten. Sie werde
voraussichtlich bei 1,30 EUR je Aktie liegen, hieß es. Bisher war Altana für
2006 von einer Dividende von 1,10 EUR je Aktie ausgegangen.
Webseite: http://www.altana.de
-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113,
heide.oberhauser@dowjones.com
DJG/hoa/brb
19.12.2006 - 12:01:14
Beweisaufnahme in Daimler-Versicherungsklage am 9. und 11. Jan
(korrigierte Fassung)
STUTTGART (Dow Jones)--Im Gerichtsverfahren der DaimlerChrysler AG gegen
ein Versicherungskonsortium findet am 9. und 11. Januar die Beweisaufnahme
statt. "An diesen beiden Tagen sollen bis zu 15 Zeugen vernommen werden", sagte
ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts am Montag zu Dow Jones Newswires. Der
Stuttgarter Automobilhersteller hat acht Versicherer unter der Führung der
US-amerikanischen ACE auf Zahlung von 175 Mio EUR verklagt.
Bei den Versicherungsunternehmen handelt es sich dem Sprecher zufolge neben
ACE um AXA, HDI, Gerling, Chubb, die Zürcher Versicherungs-AG, XL Insurance und
die Basler Versicherung. Mit diesen Unternehmen hat DaimlerChrysler eine
sogenannte Directors & Officers-Versicherung abgeschlossen, die für Schäden aus
Managementfehlern haftet.
Hintergrund ist eine Sammelklage von US-Anlegern, mit denen sich der
Stuttgarter Automobilkonzern im August 2003 gegen Zahlung von 300 Mio USD
verglichen hatte. Bei der Bekanntgabe des Vergleichs hatte DaimlerChrysler noch
mitgeteilt, dass bis zu 200 Mio EUR durch die D&O-Versicherung abgedeckt seien.
In der Sammelklage ging es darum, ob der Zusammenschluss der damaligen
Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corp eine Übernahme oder "Fusion unter
Gleichen" gewesen war, und ob damit die Bewertung von Chrysler richtig gewesen
ist. Die Aktionäre hatten wie der ehemalige Chrysler-Großaktionär Kirk
Kerkorian gegen DaimlerChrysler und den früheren Vorstandsvorsitzenden Jürgen
Schrempp geklagt, weil sie sich über die wahren Absichten des Zusammenschluss
im Jahre 1998 getäuscht fühlten. Dies hatte Schrempp selbst in einem
Zeitungsinterview Ende 2000 angedeutet.
Dem Sprecher des Landgerichts zufolge geht es nun darum, ob der Inhalt der
Versicherungsverträge erlaubt, die Zahlung zurückzuweisen. Außerdem müsse der
Vorsitzende Richter Eberhard Fuchs prüfen, ob DaimlerChrysler möglicherweise
bestimmte Informationspflichten gegenüber den Versicherern nicht erfüllt habe.
D&O-Versicherungen zahlen in der Regel nicht, wenn etwa grobe Fahrlässigkeit
oder bewusstes schuldhaftes Verhalten vorliegt. DaimlerChrysler wollte sich zu
dem laufenden Verfahren auf Nachfrage von Dow Jones Newswires nicht äußern.
Wahrscheinlich werde der Vorsitzende den Parteien bei den nächsten
Verhandlungsterminen einen Vergleich anbieten, so der Sprecher weiter. Sollte
dies abgelehnt werden, werde er möglicherweise auch den Termin für eine
Entscheidung in diesem Fall festlegen.
Der ACE-Hauptbevollmächtigte für Deutschland, Lothar Riedle, wollte sich zu
dem Fall nicht äußern, bestätigte aber, dass ein Konsortium unter eigener
Führung von DaimlerChrysler verklagt worden ist. Eine Sprecherin von Zurich
Financial Services bestätigte, Teil des Konsortiums zu sein. Gerling und HDI
wollten sich nicht äußern. Beide Versicherer gehören zur Talanx Gruppe. Chubb,
Axa, XL Insurance und die Basler Versicherung waren für kurzfristig für eine
Stellungnahme nicht zu
erreichen die Basler Versicherung waren für kurzfristig für eine Stellungnahme
nicht zu
Webseite: http://www.daimlerchrysler.de
-Von Matthias Krust und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)711 22874
12
matthias.krust@dowjones.com
DJG/mtk/nas
19.12.2006 - 12:01:09
DaimlerChrysler verklagt Versicherungen auf 175 Mio EUR - StN
(korrigierte Fassung)
STUTTGART (Dow Jones)--Die DaimlerChrysler AG hat ein
Versicherungskonsortium auf Zahlung von 175 Mio EUR verklagt. Dies berichten
die "Stuttgarter Nachrichten" in der Donnerstagausgabe. "Wir sind
zuversichtlich, dass das Verfahren in unserem Sinne abgeschlossen werden kann",
sagte ein Sprecher der Zeitung. Hintergrund ist eine Sammelklage von
US-Anlegern, mit denen sich der Stuttgarter Automobilkonzern im August 2003
gegen Zahlung von 300 Mio USD verglichen hatte.
Bei der Bekanntgabe des Vergleichs hatte DaimlerChrysler noch mitgeteilt,
dass bis zu 200 Mio EUR durch eine D&O-Versicherung abgedeckt seien, die für
Schäden aus Managementfehlern haftet. Doch bis heute hätten die beteiligten
Versicherungen nicht bezahlt, heißt es in dem Zeitungsbericht. Deshalb habe das
DAX-Unternehmen das Konsortium vor dem Stuttgarter Landgericht verklagt.
In der Sammelklage ging es darum, ob der Zusammenschluss der damaligen
Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corp eine Übernahme oder "Fusion unter
Gleichen" gewesen war, und ob damit die Bewertung von Chrysler richtig gewesen
ist. Die Aktionäre hatten wie der ehemalige Chrysler-Großaktionär Kirk
Kerkorian gegen DaimlerChrysler und den früheren Vorstandsvorsitzenden Jürgen
Schrempp geklagt, weil sie sich über die wahren Absichten des Zusammenschluss
im Jahre 1998 getäuscht fühlten. Dies hatte Schrempp selbst in einem
Zeitungsinterview Ende 2000 angedeutet.
In dem Verfahren gehe es unter anderem um die Frage, ob verschiedene
Obliegenheitsverletzungen vorliegen, DaimlerChrysler also gegen vertraglich
festgelegte Versicherungsbedingungen verstoßen hat, schreibt die Zeitung unter
Berufung auf das Gericht. D&O-Versicherungen zahlten in der Regel nicht, wenn
etwa grobe Fahrlässigkeit oder bewusstes schuldhaftes Verhalten vorliegt. Im
Januar sollten insgesamt acht Zeugen geladen werden.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.de
DJG/mtk/nas
19.12.2006 - 11:59:19
DIHK: Euro-Kurs um die 1,30 USD kein Problem ... (zwei)
Der verstärkte außenwirtschaftliche Schwung werde dazu beitragen, "den
Delleneffekt der Mehrwertsteuererhöhung schneller zu kompensieren", zeigte sich
der DIHK-Chefökonom überzeugt. Die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung
könnten deshalb nach seiner Hoffnung zur Jahresmitte überwunden sein, falls es
bei der außenwirtschaftlichen Stärke bleibe. Der höhere Euro-Wechselkurs und
der gesunkene Ölpreis sorgten zudem zu Entlastungen auf der Kostenseite und
hätten insofern eine bremsende Wirkung auf die Inflation.
Nitschke forderte, die Europäische Zentralbank (EZB) solle auch dies in
ihre Analyse mit einbeziehen und die Zinsen nicht weiter anheben. "Ich gehe von
der Erwartung und der Hoffnung aus, dass die EZB im nächsten Jahr erst einmal
nichts machen muss", sagte er. Betrachte man allein die Konjunkturentwicklung,
könne man zwar möglicherweise zu dem Schluss kommen, dass weitere
Zinserhöhungen nötig seien. "Die EZB sollte aber auf die Fakten schauen",
verlangte Nitschke. Ihre Aufgabe sei nicht die Steuerung der Konjunktur,
sondern die Kontrolle der Inflation.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/hab
-0-
19.12.2006 - 11:53:04
EU genehmigt Hochtief die Übernahme des Flughafens Budapest
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat am Dienstag die mehrheitliche
Übernahme des Flughafens Ferihegy in der ungarischen Hauptstadt Budapest durch
ein Konsortium aus dem deutschen Baukonzern Hochtief, dem kanadischen
Investmentfonds Caisse de Depot et Placement du Quebec (CDPQ) und der KfW
Bankengruppe freigegeben. Die Käufer erwerben die fast 75-prozentige
Beteiligung vom britischen Flughafenbetreiber BAA plc. Hochtief selbst ist mit
knapp 50% an dem Käuferkonsortium beteiligt.
Die Briten hatten Hochtief Ende 2005 bei der Privatisierung zunächst
ausgeschlossen. Der neue Mehrheitseigner bei BAA, die spanische Grupo Ferrovial
SA, entschloss sich dann aber zum Weiterverkauf des für rund 1,9 Mrd EUR
erworbenen Pakets. Ein Kaufpreis wurde beim Abschluss der Kaufvereinbarung vor
zwei Monaten nicht bekannt. Ungarn hatte der Transaktion bereits Anfang
November gebilligt.
Hochtief ist bislang an den Flughäfen Tirana, Sidney, Athen, Düsseldorf und
Hamburg beteiligt. Hochtief will Anfang nächsten Jahres für die Flughäfen in
Amman in Jordanien und Enfidha/Monastir in Tunesien.
DJG/DJN/rio/nas
-0-
19.12.2006 - 11:44:27
UPDATE: ifo signalisiert Hochstimmung in deutscher Wirtschaft
(neu: Volkswirte, Marktreaktion)
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft
Deutschlands hat sich im Dezember überraschend weiter verbessert. Der vom
Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung ermittelte Geschäftsklimaindex
stieg auf 108,7 von 106,8 im November. Volkswirte hatten dagegen einen Rückgang
auf 106,6 erwartet. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage erhöhte sich
auf 115,3 (113,9). Volkswirte hatten einen Anstieg auf 114,2 prognostiziert.
Die Erwartungskomponente wurde auf 102,5 (revidiert 100,2) beziffert.
Volkswirte hatten einen gegenüber dem vorläufigen November-Ausweis
unveränderten Stand von 100,1 prognostiziert. Das ifo Institut selbst sprach
davon, dass sich die deutsche Wirtschaft in der stärksten Boom-Phase seit der
Wiedervereinigung 1990 befinde.
Alexander Koch von HVB/Unicredit verweist darauf, dass der Index zur
Lagebeurteilung den höchsten Stand seit Januar 1991 verzeichnet habe. Die
Erwartungskomponente liege zwar deutlich unter ihrem im März 2006 verzeichneten
zyklischen Hoch von 105,6, notiere aber weiter über dem langjährigen Mittelwert
von 97 Punkten. Insgesamt sei nun davon auszugehen, dass die Unternehmen ihre
Geschäftsaussichten für die Zeit nach der Mehrwertsteuererhöhung besser
beurteilten als zuletzt. Eine Wachstumsverlangsamung sei zwar unausweichlich,
sollte aber begrenzt bleiben. Damit würde die optimistische Sichtweise der
Europäischen Zentralbank (EZB) bestätigt, konstatiert Koch
"Die deutschen Unternehmen befinden sich weiterhin in absoluter
Hochstimmung", befindet Ralph Solveen von der Commerzbank. Offenbar mache sich
die schwächere US-Konjunktur bisher nicht bemerkbar, zudem habe die anstehende
Mehrwertsteuererhöhung wohl ihren Schrecken verloren, was sich auch an der
Stimmungsaufhellung im Einzelhandel zeige. Solveen verweist darauf, dass sich
die aktuell gute Stimmung in einem gewissen Widerspruch zu den zuletzt
enttäuschenden Zahlen aus der Industrie (Auftragseingang, Produktion) befinde.
Es sei wohl davon auszugehen, dass die Zahlen für November wieder etwas besser
ausfielen. Die Risiken für die Wachstumsprognose für 2007 von 1,0% hätten sich
erhöht.
Für den ifo-Konjunkturexperten Klaus Abberger zeigt der jüngste
Index-Anstieg, dass sich der Aufschwung in Deutschland "gefestigt fortsetzt".
Vor allem die gestiegenen Erwartungen zeigten, dass die Unternehmen davon
ausgingen, dass sie die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des kommenden Jahres
einigermaßen gut überstehen würden, sagte Abberger. Der Index zeige, dass die
deutsche Wirtschaft zu Ende des Jahres "sehr gut in Schwung" sei. "Die
Situation ist sehr gut", sagte Abberger.
Auch im verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima im
Dezember weiter. Zuversichtlicher bewerten die Unternehmen nicht nur die
Geschäftslage, sondern zum dritten Mal in Folge auch ihre Perspektiven für die
nächsten sechs Monate. Nahezu unverändert gute Chancen rechnen sie sich für das
Exportgeschäft aus. Daran konnte auch der weiter gestiegene Außenwert des Euro
nichts ändern.
Abberger sagte, mit dem momentanen Kurs könne die Wirtschaft offensichtlich
leben. Wenn es auf die 1,40 USD zugehe, werde es möglicherweise schwieriger,
auch wenn sich eine solche Grenze nur schwer ausmachen lasse. Bereits im
unmittelbaren Vorfeld der ifo-Veröffentlichung kletterte der Euro deutlich und
stieg nach der Bekanntgabe bis auf 1,3170 USD.
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/hab/sgs
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19.12.2006 - 11:38:03
DIHK: Euro-Kurs um die 1,30 USD kein Problem für Wirtschaft
BERLIN (Dow Jones)--Ein Euro-Kurs auf dem gegenwärtigen Niveau von 1,30
EUR/USD stellt nach Überzeugung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
(DIHK) kein Problem für die deutsche Exportwirtschaft dar. "Bei dem derzeitigen
Niveau sehe ich keine Schwierigkeiten", sagte DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke
am Dienstag am Rande einer Veranstaltung zu Journalisten in Berlin. "In puncto
Wettbewerbsfähigkeit ist das derzeitige Niveau rund um 1,30 für die Unternehmen
machbar", hob er hervor. Problematisch werde es erst bei einer weiteren
Kurssteigerung um "fünf bis zehn Prozent", da sich dann die
Kalkulationsgrundlage deutlich verändere.
Nitschke unterstrich, die gegenwärtige Wirtschaftslage verlaufe besser als
von der Kammerorganisation erwartet, und deutete eine Aufwärtsrevision der
jüngsten Prognose des DIHK von 1,5% Wachstum der deutschen Wirtschaft im
kommenden Jahr an. "Dass Potenzial von 1,5% nach oben besteht, deutet sich
schon an", sagte er. Prognosen mit einer "zwei vor dem Komma" auch für 2007
seien jedoch "mutig." Der DIHK will seine neue Prognose im Februar 2007
veröffentlichen.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/hab
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19.12.2006 - 11:31:17
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Techem-Vorstand gibt keine Empfehlung zu Übernahmeangeboten ab
Der Vorstand der Techem AG gibt zu den vorliegenden beiden Übernahmeangeboten
für den Energiedienstleister keine Handlungsempfehlung ab, obwohl aus seiner
Sicht die Offerte von BC Partners "insgesamt ... vorzugswürdig" ist. Für den
Eschborner MDAX-Konzern bietet die australische Bank Macquarie 55 EUR je Aktie
und das Beteiligungsunternehmen BC Partners 52 EUR je Anteilsschein.
Bayer-Partner Onyx meldet gemischte Studiendaten zu "Nexavar"
Das US-Partnerunternehmen Onyx der Bayer AG hat in einer Mitteilung an die
US-Börsenaufsicht weitere Studiendaten zu dem Krebsmedikament "Nexavar" bekannt
gegeben. Sie sind gemischt ausgefallen: In einer klinischen Phase-II-Studie mit
Nierenkrebspatienten, in der das Medikament mit Interferon verglichen wurde,
zeigte sich bei beiden Arzneien eine vergleichbare Verlängerung der
Überlebenszeit ohne Fortschreiten der Erkrankung. Diese Studie ergab also keine
deutliche Überlegenheit von Nexavar.
Norddeutsche Affinerie steigert Gewinn 05/06 nur operativ
Trotz eines leichten Rückgangs des Nettogewinns will die Norddeutsche Affinerie
AG für ihr Ende September abgeschlossenes Geschäftsjahr 2005/06 die Dividende
erhöhen. Der größte europäische Kupferhersteller kündigte an, die Ausschüttung
solle auf 1,05 EUR je Aktie von zuletzt 1,00 EUR steigen. Der Überschuss vor
Anteilen Dritter gab auf 60 Mio von zuletzt 61 Mio EUR nach.
Fresenius Proserve verkauft Pharmaplan an Novo Nordisk
Die Fresenius AG will die Pharmaplan GmbH an die NNE, eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der dänischen Novo Nordisk, verkaufen. Ein entsprechender
Vertrag über den Verkauf sei abgeschlossen worden, teilte der
Gesundheitskonzern aus Bad Homburg am Dienstag weiter mit. Über den
Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein
Unternehmenssprecher zu Dow Jones Newswires.
Nordex will Profitabilität 2007 verdoppeln
Die Nordex AG hat ihren Ausblick für das kommende Jahr konkretisiert. Demnach
will der Windkraftanlagenhersteller aus Norderstedt die EBIT-Marge 2007 auf 6%
etwa verdoppeln, wie er am Dienstag mitteilte. Für das laufende Jahr strebt
Nordex eine Marge von mindestens 3% an. Zugleich soll der Umsatz 2007 um rund
50% auf mehr als 750 Mio EUR steigen. Für dieses Jahr ist ein Umsatzanstieg auf
mehr als 500 Mio EUR vorgesehen.
Rofin-Sinar sieht 06/07 Umsatzwachstum auf 445-460 Mio USD
Die Rofin-Sinar Technologies Inc rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 mit
einem Umsatzwachstum auf 445 Mio bis 460 Mio USD. Wie aus der Präsentation zu
der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Hamburg hervorgeht, soll das
Vorsteuerergebnis dabei 17% bis 19% vom Umsatz betragen. Die Bruttomarge werde
bei 41% bis 43% vom Umsatz gesehen. Die effektive Steuerrate wird zwischen 34%
und 36% gesehen.
Axel Springer übernimmt Mehrheit an schweizerischer Jean Frey
Die Axel Springer AG hat für umgerechnet ca 87,2 Mio EUR 99,5% an der
schweizerischen Verlagsgesellschaft Jean Frey erworben. Wie Axel Springer am
Dienstag mitteilte, ist die Jean Frey AG mit Sitz in Zürich Herausgeberin der
schweizerischen Konsumenten- und BeratungszeitschriftZeitschrift 'Beobachter',
der TV-Zeitschrift 'TV Star' sowie der Wirtschaftszeitschrift 'Bilanz'. Darüber
hinaus verfüge Jean Frey über einen Dienstleistungsbereich für Fachmedien.
LSE weist Nasdaq-Übernahmeangebot als unzureichend zurück
Die London Stock Exchange Group plc (LSE) hat am Dienstag die Übernahmeofferte
der Nasdaq Stock Market Inc auch formal abgelehnt. In einem Aktionärsbrief
heißt es, mit den von Nasdaq gebotenen 1243 Pence je Aktie werde der Londoner
Börsenbetreiber erheblich zu niedrig bewertet. Die LSE unterfütterte ihre
Behauptung mit dem Hinweis, man rechne im laufenden Geschäftsjahr mit einem
bereinigten Ergebnis je unverwässerter Aktie von 50,4 Pence. Das entspreche
einer Steigerung von immerhin 58%. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2006/07
(bis Ende März) werde wenigstens 18 Pence je Anteilsschein ausmachen.
Genmab schließt Lizenzabkommen mit GlaxoSmithKline
Die dänische Biotechgesellschaft Genmab A/S hat ein weltweit geltendes Abkommen
zur Weiterentwicklung und Vermarktung des monoklonalen Antikörpers HuMax-CD20
mit der GlaxoSmithKline plc geschlossen. Genmab erhalte eine Lizenzgebühr von
582 Mio DKK, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Außerdem investiere der
britische Pharmakonzern mit Sitz in London 2 Mrd DKK zum Kauf von 4,47 Mio
Genmab-Stammaktien.
GDF schließt langfristigen Liefervertrag mit russischer Gazprom
Die teilstaatliche Gaz de France SA (GDF) hat am Dienstag einen über 24 Jahre
laufenden Gasliefervertrag mit der russischen OAO Gazprom geschlossen. Bis 2030
wird Gazprom jährlich 12 Mrd Kubikmeter Erdgas an GDF durchleiten, wie der
französische Versorger mitteilte.
Nomura Holdings kauft für 888 Mio USD 15% von Fortress
Die Nomura Holdings Inc beteiligt sich mit 15% am US- Hedgefondsanbieter
Fortress Investment Group LLC. Die japanische Bank erklärte am Dienstag, man
wolle die eigene Position bei alternativen Investments verstärken. Der
Kaufpreis wurde mit 888 Mio USD angegeben. Die nach Umsatz größte
Investmentbank Japans versucht bereits seit einiger Zeit, die eigene Präsenz im
Hedgefonds- und im Private-Equity-Geschäft zu erhöhen.
DJG/nas
19.12.2006 - 11:27:11
EZB: Marginaler Zuteilungssatz Haupt-Refi-Tender 3,58%
FRANKFURT (Dow Jones)--Beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft der
Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem Mindestbietungssatz von 3,50% haben
sich ein marginaler Zuteilungssatz von 3,58% und ein gewogener
Durchschnittssatz von ebenfalls 3,58% ergeben. Die Bietungsspanne lag zwischen
3,50% und 3,62%, wie die EZB am Dienstag mitteilte. Die 370 Institute boten
insgesamt 388,525 Mrd EUR, davon wurden 321,5 Mrd EUR bedient. Die
Repartierungsquote stellte sich auf 94,9281%.
Den weiteren Angaben zufolge belief sich die aktualisierte Schätzung der
autonomen Faktoren für den Liquiditätsbedarf auf 262,5 (261,7) Mrd EUR. Die
daraus resultierende Benchmarkzuteilung beträgt 317,5 Mrd EUR. Das neue
Geschäft mit Fälligkeit am 28. Dezember wird am 20. Dezember valutiert, an dem
ein alter Tender über 250,0 Mrd EUR ausläuft.
DJG/sgs/hab
-0-
19.12.2006 - 10:49:26
ifo/Abberger: Momentaner Euro-Kurs noch keine ... (zwei)
Der ifo-Konjunkturexperte Abberger teilt keinesfalls die Einschätzung des
französischen Innenministers Nicolas Sarkozy, der den hohen Euro-Kurs am
Donnerstag als "ernsthaften ökonomischen Irrtum" bezeichnet hatte. Es gebe im
Moment gute ökonomische Gründe für den starken Euro, sagte Abberger. Als solche
nannte er etwa die unterschiedlichen Entwicklungen in den USA und in
Deutschland oder auch die unterschiedlichen Einschätzungen über die weitere
Zinspolitik der Europäischen Zentralbank "Von daher gibt es Basisdaten, die
diesen Euro-Kurs rechtfertigen", sagte Abberger.
Die EZB habe die "richtigen Schritte eingeleitet". Die Zinsen befänden sich
inzwischen auf einem Niveau, auf dem die EZB sich vor weiteren Entscheidungen
"anschauen kann, wie es weitergeht". Auf der einen Seite bestünden
Unsicherheiten über die weitere Kursentwicklung des Euro, die weitere
wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und in Europa insgesamt. "Auf der
anderen Seite ist der Preisauftrieb nicht so stark, dass unmittelbarer
Handlungszwang besteht", sagte Abberger. Von daher könne die EZB schauen, was
in den kommenden Monaten passiere.
Auch die Ankündigungen der EZB seien derzeit so, dass noch kein konkreter
Zinsschritt der EZB unmittelbar zu Beginn des Jahres daraus abgelesen werde
könne. "Ich denke, das ist auch richtig so", sagte Abberger. Ob ein Zinsschritt
bereits im Frühjahr 2007 erfolgen werde, werde davon abhängen, was zu Beginn
des kommenden Jahres an "harten Daten hereinkommt".
Erst dann werde festzustellen sein, wie sich die Mehrwertsteuererhöhung
tatsächlich in den harten Daten abbilde. "Diese Daten kann die EZB aber erst
einmal abwarten", zumal das Zinsniveau momentan annähernd neutral sei und damit
die wirtschaftliche Entwicklung weder bremse noch beschleunige, sagte der
ifo-Konjunkturexperte Abberger.
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/hab
-0-
19.12.2006 - 10:48:04
DWS verkauft lokale Fondspalette in Italien an Anima
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank wird die lokale Fondspalette ihrer
Fondstochter DWS in Italien an die dortige Fondsgesellschaft Anima veräußern.
Wie die Bank in Mailand bekannt gab, umfassen die Fonds ein verwaltetes
Vermögen von rund 7 Mrd EUR. Im Rahmen des Vertrages werde das Vermögen mit
einem Faktor von 1,2% bewertet, hieß es weiter. Die DWS wird in Italien nach
der Transaktion nur noch ihre internationalen Fonds anbieten.
Die Deutsche Bank hat mit Anima allerdings zugleich eine
Vertriebsvereinbarung getroffen, so dass die Deutsche-Bank-Privatkunden Zugang
zur Anima-Fondspalette erhalten. Die Vertriebsvereinbarung erstreckt sich auch
auf das Beraternetzwerk der Bank in Italien, Finanza & Futuro Banca.
Die Transaktion bedarf den Angaben zufolge noch der Rücksprache mit den
Gewerkschaften sowie der Zustimmung der italienischen Zentralbank und der
Kartellbehörde. Ferner muss eine 90-Tage-Frist beachtet werden, die zwischen
der Information der Anleger und dem Datum des In-Kraft-Tretens der
Fondsfusionen verstreichen muss. Der Abschluss der Transaktion sei für das
zweite Quartal 2007 zu erwarten, hieß es.
Webseite: http://www.dws.de
DJG/ces/brb
-0-
19.12.2006 - 10:32:03
ifo/Abberger: Momentaner Euro-Kurs noch keine Belastung
BERLIN (Dow Jones)--Der Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex sowohl bei der
Lage- wie der Erwartungseinschätzung ist aus Sicht des Konjunkturexperten des
Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Klaus Abberger, ein
"deutliches Indiz, dass sich der Aufschwung in Deutschland gefestigt
fortsetzt". Vor allem die gestiegenen Erwartungen zeigten, dass die Unternehmen
davon ausgingen, dass sie die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des kommenden
Jahres einigermaßen gut überstehen würden, sagte Abberger Dow Jones Newswires
am Dienstag nach Veröffentlichung des ifo-Index.
Der Index zeige, dass die deutsche Wirtschaft zu Ende des Jahres "sehr gut
in Schwung" sei. "Die Situation ist sehr gut", sagte Abberger. Zwar ergäben
sich Unterschiede beim Vergleich einzelner Bereiche, da diese unterschiedlich
durch die Mehrwertsteuererhöhung belastet würden. Der Einzelhandel werde
sicherlich zu Beginn des kommenden Jahres "etwas spüren". Aber im
Industriebereich, vor allem bei den Investitionsgüterherstellern und im
Maschinenbau, so sei dort doch ein "enorm starkes Geschäft momentan zu
beobachten, so dass vor allem hier der Schwung beibehalten wird", sagte der
ifo-Konjunkturexperte.
Den gegenwärtigen Euro-Kurs wertet Abberger noch nicht als Belastung für
die Wirtschaft. "Mit dem momentanen Kurs kann die Wirtschaft offensichtlich
leben", sagte Abberger. Die Exporterwartungen seien weiterhin auf sehr gutem
Niveau trotz des zuletzt gestiegenen Euro. "Von daher denke ich, dass wir mit
dem momentanen Niveau gut leben können", sagte der ifo-Experte. Wenn er auf die
1,40 USD zugehe, werde es möglicherweise schwieriger, auch wenn sich eine
solche Grenze nur schwer ausmachen lasse, sagte Abberger.
DJG/bep/hab
-0-
19.12.2006 - 10:23:59
ifo-Geschäftsklimaindex steigt im Dezember ... (zwei)
Die Unternehmen bewerten ihre momentane Geschäftslage demnach noch
positiver als im Vormonat, und sie blicken noch optimistischer in die Zukunft
als im November. Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einem außerordentlich
starken Boom wie zuletzt 1990, teilte das ifo Institut mit.
Auch im verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima weiter.
Die bisher schon als überwiegend gut eingestufte Geschäftslage wurde von den
Unternehmen abermals günstiger beurteilt. Zuversichtlicher bewerten sie nun zum
dritten Mal in Folge auch ihre Perspektiven für die nächsten sechs Monate.
Nahezu unverändert gute Chancen rechnen sie sich für das Exportgeschäft aus.
Auch im Bauhauptgewerbe, im Einzelhandel und im Großhandel hat sich das
Geschäftsklima verbessert. Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich zwar die
Einschätzung der aktuellen Lage geringfügig, die Geschäftserwartungen sind aber
spürbar optimistischer.
Die Einzelhändler stufen ihre aktuelle Geschäftslage ebenfalls minimal
weniger günstig ein. Dafür sind sie aber nicht mehr so zurückhaltend bezüglich
der Entwicklung in den nächsten sechs Monaten wie noch im November. Die
befragten Großhändler berichten von einer deutlich günstigeren Geschäftslage;
die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr
verbesserten sich leicht.
Webseite: www.cesifo-group.de
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/hab
-0-
19.12.2006 - 10:23:37
TABELLE/ifo-Geschäftsklimaindex Dezember
===
Geschäfts- Lage- Erwartungen
klima beurteilung
Dezember 108,7 115,3 102,5
PROGNOSE 106,6* 114,2 100,1
November 106,8 113,9 100,2r
Oktober 105,4r 111,9 99,2
September 105,0r 111,4r 98,9
August 105,0 108,8r 101,4
Juli 105,6 108,7 102,6
Juni 106,8 109,5 104,1
Mai 105,6 107,4 103,9
April 105,9 106,5 105,4
März 105,5 105,4 105,6
Februar 103,5 102,1 104,8
Januar 101,9 99,9 103,9
2005
Dezember 99,5r 98,8r 100,3r
- * die Konsensprognosen zu den ifo-Komponenten ergeben
beim Einsetzen in die Formel für den "Headline"-ifo
einen geringfügig anderen Wert als die Konsensprognose
für den "Headline"-ifo
- r = revidiert
- saisonbereinigte Werte
- Basis 2000 = 100
- Quelle Daten: ifo Institut für Wirtschaftsforschung
- Webseite: www.ifo.de
Die nächsten Veröffentlichungstermine:
25.01.2007 Januar-Daten
23.02.2007 Februar-Daten
27.03.2007 März-Daten
25.04.2007 April-Daten
24.05.2007 Mai-Daten
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DJG/12/sgs
-0-
19.12.2006 - 10:16:02
ifo-Geschäftsklimaindex steigt im Dezember überraschend weiter
MÜNCHEN (Dow Jones)--Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Dezember
erneut überraschend verbessert. Wie das Münchener ifo Institut für
Wirtschaftsforschung am Dienstag im Rahmen seines monatlichen Konjunkturtests
mitteilte, stieg der Geschäftsklimaindex auf 108,7, nachdem er im Vormonat noch
bei 106,8 notiert hatte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten
einen Rückgang auf 106,6 erwartet. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage
erhöhte sich auf 115,3, im Vormonat hatte er bei 113,9 gelegen. Volkswirte
hatten einen Anstieg auf 114,2 prognostiziert. Die Erwartungskomponente wurde
auf 102,5 beziffert, im Vormonat hatte sie bei revidiert 100,2 (vorläufig:
100,1) notiert.
DJG/hab/sgs
-0-
19.12.2006 - 09:07:48
XETRA-START/DAX tendiert leichter
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag mit
leichteren Tendenz in die Sitzung gestartet. Bis um 9.03 Uhr sinkt der DAX um
0,6% bzw 41 auf 6.556 Punkte. Händler sprechen von einer längst überfälligen
Konsolidierung auf hohem Niveau. Die schwachen Vorgaben vor allem aus Asien
lasteten auf dem Markt, heißt es. Einzige Gewinner im DAX sind bislang Deutsche
Telekom mit einem Plus von 0,4% auf 13,88 EUR, während SAP um 1,3% auf 157,36
EUR nachgeben.
DJG/sug/gos
19.12.2006 - 08:04:59
DE/Erzeugerpreise steigen im November um 4,7% auf Jahressicht
WIESBADEN (Dow Jones)--Der Anstieg der deutschen Erzeugerpreise auf
Jahressicht hat sich im November erwartungsgemäß wieder leicht beschleunigt.
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte stieg gegenüber dem
Vorjahresmonat um 4,7%, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete.
Ökonomen hatten die Jahresrate genau prognogstiziert. Im Oktober hatte die
Jahresveränderungsrate plus 4,6% betragen. Im Vergleich zum Vormonat blieben
die Erzeugerpreise im November unverändert, was Volkswirte ebenfalls erwartet
hatten. Im Oktober waren sie auf Monatssicht um 0,3% gestiegen.
Ohne Energie ist der Index der Erzeugerpreise im November gegenüber dem
Vorjahr um 2,9% gestiegen. Die Preise für Mineralölprodukte gingen im November
auf Monatssicht um 1,8% zurück. Damit waren Mineralölerzeugnisse dem Bundesamt
zufolge auch um 1,8% günstiger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für
einzelne Mineralölprodukte ergaben sich folgende Preisänderungen gegenüber dem
Vormonat (beziehungsweise November 2005): leichtes Heizöl minus 6,1% (minus
3,2%), schweres Heizöl minus 2,4% (minus 10,8%), Diesel minus 1,6% (minus
2,1%), Benzin minus 0,3% (minus 1,7%).
Demgegenüber liegen die Preise für Strom und Erdgas nach wie vor deutlich
über dem Vorjahresniveau. Strom war im November um 10,6% teurer als im November
2005, bei Erdgas lag die Jahresteuerungsrate bei 19,1%.
Weiterhin deutlich teurer als im Vorjahr waren auch eine Reihe von
Vorleistungsgütern. Nichteisenmetalle legten auf Jahressicht um 31,1% zu
(darunter Blei, Zink und Zinn plus 92,7%, Kupfer und Kupferhalbzeug plus 43,1%,
Edelmetalle plus 23,6%, Aluminium und Halbzeug plus 11,6%). Metallische
Sekundärrohstoffe zogen auf Jahressicht um 28,3%, Nadelschnittholz um 26,2%,
Walzstahl um 13,7%, organische Grundstoffe und Chemikalien um 6,0%,
Gießereierzeugnisse um 5,7% sowie Kunststoffe in Primärformen um 4,4% an.
Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich vor allem Edelmetalle (plus
7,3%), Blei, Zink und Zinn (plus 5,4%), Futtermittel für Nutztiere (plus 1,7%),
pflanzliche und tierische Öle und Fette (plus 1,3%), Kaffee (plus 1,3%),
Nadelschnittholz (plus 1,3%), anorganische Grundstoffe und Chemikalien (plus
1,2%), Schmuck (plus 0,9%) sowie Maschinen für die Land- und Forstwirtschaft
(plus 0,3%).
Webseite: www.destatis.de
DJG/sgs/ros
-0-
19.12.2006 - 08:01:29
TABELLE/DE-Erzeugerpreise November
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Index gg Vm gg Vj
+/- %
November 117,8 0,0 +4,7
PROGNOSE 0,0 +4,7
Oktober 117,8 +0,3 +4,6
September 117,5 -0,3 +5,1
August 117,9 +0,2 +5,9
Juli 117,7 +0,5 +6,0
Juni 117,1 +0,3 +6,1
Mai 116,7 +0,1 +6,2
April 116,6 +1,0 +6,1
März 115,5 +0,5 +5,9
Februar 114,9 +0,7 +5,9
Januar 114,1 +1,2 +5,6
2005
Dezember 112,8 +0,3 +5,2
November 112,5 -0,1 +5,0
- Basis 2000 = 100
- Quelle Daten: Statistisches Bundesamt (Destatis)
- Webseite: http://www.destatis.de
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DJG/12/ros
-0-
19.12.2006 - 07:45:56
Techem-Vorstand gibt keine Empfehlung zu Übernahmeangeboten ab
ESCHBORN (Dow Jones)--Der Vorstand der Techem AG gibt zu den vorliegenden
beiden Übernahmeangeboten für den Energiedienstleister keine
Handlungsempfehlung ab, obwohl aus seiner Sicht die Offerte von BC Partners
"insgesamt ... vorzugswürdig" ist. Für den Eschborner MDAX-Konzern bietet die
australische Bank Macquarie 55 EUR je Aktie und das Beteiligungsunternehmen BC
Partners 52 EUR je Anteilsschein.
Techem räumte in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung ein, dass das
Gebot von Macquarie für Aktionäre aus finanzieller Sicht attraktiver ist.
Anders als bei BC Partners gebe es von Macquarie aber bisher keine
verbindlichen Aussagen zur Zukunft von Techem. BC Partners habe jedoch bereits
konkrete strategische Maßnahmen zum Erreichen der Wachstumsziele formuliert und
weit reichende Zusagen für den Erhalt des Standortes Eschborn und der
Arbeitsplätze abgegeben.
Auch das finanzielle Angebot sei angemessen, so dass "das Angebot von BC
Partners aus Unternehmenssicht insgesamt gegenüber dem Übernahmeangebot von
Macquarie derzeit als vorzugswürdig" einzustufen sei.
Wegen des attraktiveren Preises von Macquarie gebe der Vorstand derzeit
keine Empfehlung dazu ab, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Sollten sich
die Umstände verändern, behalte sich der Vorstand aber vor, eine
Handlungsempfehlung abzugeben.
DJG/rio/brb
19.12.2006 - 07:42:55
EU will Flüge in Handel mit Emissionsrechten einbeziehen - Welt
BERLIN/BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission in Brüssel will zur
Eindämmung des Kohlendioxidausstoßes die Luftfahrt in den Handel von
Verschmutzungsrechten einbeziehen. Dabei sollen alle Starts und Landungen auf
dem Gebiet der Europäischen Union (EU) erfasst werden. Flugzeuge mit einem
Gewicht von unter 20.000 Kilogramm oder mit weniger als 20 Passagiersitzen sind
ausgenommen. Dies berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) unter
Berufung auf ein Eckpunkte-Papier der Kommission, das dem Blatt vorliegt.
Die Lufthansa erwartet nach Informationen des Blattes von der neuen Regelung
Preiserhöhungen von rund 9 EUR pro Ticket für innereuropäische Flüge. Bei
Langstreckenflügen könnten sich die Flugkosten laut Experten um bis zu 30 EUR
erhöhen. Vor allem US-Fluggesellschaften wollen sich der neuen Regelung
widersetzen. Sie fürchten zusätzliche Kosten.
Nach den Plänen der EU-Behörde wird ein Teil der Emissionszertifikate
kostenfrei vergeben. Die Fluggesellschaften sollen aber auch das Recht
erhalten, Emissionsrechte von anderen Branchen zu kaufen. Die genaue Höhe der
Verschmutzungsrechte für den Luftfahrtsektor steht noch nicht fest. "Sie
richtet sich nach dem durchschnittlichen Ausstoß in der Luftfahrt in den Jahren
2004 bis 2006", heißt es in dem Vorschlag für eine sogenannte Richtlinie, die
nach dem Willen der Kommission bis 2011 von den EU-Mitgliedsstaaten umgesetzt
werden soll.
DJG/ros
19.12.2006 - 07:42:18
DEVISEN/Kurse von japanischer Zinsentscheidung kaum bewegt
FRANKFURT (Dow Jones)--Euro und Dollar zeigen sich am Dienstag während des
Übergangs vom asiatisch zum europäisch geprägten Devisenhandel zum Yen kaum
bewegt, nachdem die japanische Notenbank wie erwartet die Zinsen unverändert
gelassen hat. Der Markt warte nun auf die begleitenden Aussagen der Notenbank
und mögliche Signale einer Zinserhöhung beim nächsten Treffen im Januar, sagen
Marktteilnehmer. Sollten die Kommentare auf eine Zinserhöhung hindeuten, dürfte
der Yen zum Dollar zulegen. Unterdessen tendierten andere ostasiatische
Währungen leichter, nachdem die Notenbank von Thailand am Vortag rigide
Devisenkontrollen auferlegt hat. Der Handel befürchte, auch andere Länder
könnten diesem Beispiel folgen, sagen Devisenexperten.
Beim Euro-Dollar-Verhältnis sprechen Marktteilnehmer von einer
Konsolidierung nach den zuletzt deutlichen Erholungsgewinnen des Dollar und dem
Test technischer Unterstützungen des Euro. Der Ausblick für den Euro würde sich
gleichwohl erst dann stärker eintrüben, wenn der Euro wiederholt unterhalb von
1,3087 USD aus dem Handel gehen würde, heißt es. Eine Bewegung auf über 1,3188
USD würde dagegen auf der anderen Seite die Perspektiven für den Euro
aufhellen.
Die Feinunze Gold geht am Morgen mit 616,87 USD um nach einem
Nachmittagfixing in London am Montag von 614,00 USD.
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Europa New York Europa
(7.32) (Fr.Späthandel) (Fr.17.04)
EUR/USD 1,3092 1,3100 1,3067
USD/JPY 117,98 118,20 118,16
EUR/JPY 154,45 154,72 154,37
EUR/GBP 0,6698 -- 0,6714
EUR/CHF 1,5997 -- 1,6002
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DJG/gos/reh
19.12.2006 - 07:38:33
Norddeutsche Affinerie kündigt erneute Dividendenerhöhung an
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Trotz eines leichten Rückgangs ihres Nettogewinns
will die Norddeutsche Affinerie AG für ihr Ende September abgeschlossenes
Geschäftsjahr 2005/06 die Dividende erhöhen. Der größte europäische
Kupferhersteller kündigte am Dienstag an, die Ausschüttung solle auf 1,05 EUR
je Aktie von zuletzt 1,00 EUR steigen. Dies werde das Unternehmen der nächsten
Hauptversammlung vorschlagen. Dies entspräche einer Ausschüttungsquote von 66%
und damit einer Kontinuität in der Dividendenpolitik des Konzerns.
Im Geschäftsjahr 2005/06 hatte die Norddeutsche Affinerie ihr operatives
Ergebnis verbessert. Das EBIT kletterte auf 111 Mio von zuvor 99 Mio EUR und
das Vorsteuerergebnis auf 103 Mio von zuvor 90 Mio EUR. Das MDAX-Unternehmen
begründete diese Entwicklung mit einer außergewöhnlichen Entwicklung auf den
Metallmärkten, speziell dem Kupfermarkt. Der Kupferpreis hatte "historische
Höchststände" erreicht, was den Umsatz des Hamburger Unternehmens auch auf 5,75
Mrd von zuvor lediglich 3,02 Mrd EUR klettern ließ.
Belastend wirkten sich dem Bericht des Konzerns zufolge die hohen
Energiepreise aus. Auf Nettoebene konnte die Norddeutsche Affinerie ihr
Ergebnis auch auf Grund von gestiegenen Steueraufwendungen nicht halten. Der
Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter gab auf 60 Mio von zuletzt 61 Mio EUR
nach. Nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter verblieb ein Ergebnis je
Aktie von 1,64 (Vorjahr 1,77) EUR.
Mit ihren Ergebnis-Eckdaten lag das Unternehmen leicht unter den
Markterwartungen. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten zuvor
im Schnitt mit einem EBIT von 116 Mio EUR, einem Vorsteuerergebnis von 107 Mio
EUR und einem Jahresüberschuss von 63 Mio EUR gerechnet. Den Umsatz hatten sie
dagegen bei lediglich 5,53 Mrd EUR gesehen.
Webseite: http://www.norddeutsche-affinerie.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/brb
19.12.2006 - 07:32:35
ÜBERBLICK/Unternehmen - 7.30 Uhr-Fassung
Deutsche Regierung: Suchen keine weiteren EADS-Investoren
Die deutsche Regierung sucht keine weiteren Anteilseigner für die European
Aeronautic Defence & Space Co NV (EADS). Es hätten genügend Investoren
Interesse bekundet, sagte ein Regierungssprecher am Montag. Die Zahl der
Investoren, die einen Anteil an dem Luft- und Raumfahrtkonzern erwerben
wollten, nannte er nicht.
Ehemaliger Siemens-Finanzvorstand weist Vorwürfe zurück - FAZ
Der ehemalige Siemens-Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger hat
Anschuldigungen zurückgewiesen, er habe in seiner Amtszeit Schmiergeldzahlungen
bei Siemens gedeckt. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen und habe auch nichts zu
verbergen", sagte Neubürger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ -
Dienstagausgabe).
H&R Wasag will Kapital um rund 21,5 Mio EUR erhöhen
Die H&R Wasag AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Wie das SDAX-Unternehmen
aus Salzbergen am Dienstag mitteilte, soll das Grundkapital durch die Ausgabe
von 8.407.112 Stammaktien um 21.492.440,55 EUR auf 69.850.426,68 EUR erhöht
werden. Die neuen Anteilsscheine sollen den Aktionären im Rahmen eines nicht
öffentlichen Bezugsangebots im Verhältnis 9:4 angeboten werden. Der Bezugspreis
beträgt laut H&R Wasag je 3,00 EUR. Ein Bezugsrechtehandel sei nicht
vorgesehen.
cash.life sieht wegen Bilanz-Umstellung geringeres EBIT 2006
Die cash.life AG hat ihre Prognose für das Ankaufsvolumen im laufenden Jahr
angehoben, beim EBIT jedoch weniger als bisher in Aussicht gestellt. Das
Ankaufvolumen werde nun bei 600 Mio bis 630 Mio EUR gesehen, teilte das
SDAX-Unternehmen, das auf den Ankauf von Lebensversicherungen spezialisiert
ist, am Montag mit. Bisher hatte cash.life Versicherungen für 550 Mio bis 600
Mio EUR ankaufen wollen. Der Umsatz soll im Gesamtjahr über 540 Mio EUR
erreichen.
ElringKlinger erhöht Gewinnprognose für 2006
Die ElringKlinger AG, Dettingen, wird nach der verabschiedeten Änderung des
Körperschaftsteuergesetzes für das Geschäftsjahr 2006 einen Zusatzertrag von
rund 5 Mio EUR verbuchen. Für das volle Geschäftsjahr 2006 gehe das Unternehmen
zusätzlich zu diesem Ertrag davon aus, die ursprünglichen Jahresziele bei
Umsatz und Ergebnis zu übertreffen. Der Motorenentwickler erwartet nach Angaben
vom Montag nun einen Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 520 (474,6) Mio EUR,
ein Plus von 9,1%. Ursprünglich sollte der Konzernumsatz um 5% bis 7% zulegen.
Oracle erfüllt Gewinnerwartung und schwächelt beim Wachstum
Die Oracle Corp hat ihren Nettogewinn im zweiten Quartal 2006/07 zwar wie
erwartet um 21% gesteigert, verzeichnet jedoch im Geschäft mit Datenbanken und
Anwendungssoftware eine Abschwächung des Wachstums. Der US-Wettbewerber der
deutschen SAP mit Sitz in Redwood Shores wies für die Monate September bis
November einen Nettogewinn von 967 Mio USD nach 798 Mio USD im Vorjahr aus. Vor
Sonderposten ergaben sich wie von Analysten erwartet 0,22 (0, 19) USD je Aktie,
nachdem Oracle zwei Mal in Folge die Erwartungen übertroffen hatte.
Biogen Idec meldet Todesfälle nach Rituxan-Einnahme
Die Biogen Idec Inc, Cambridge, hat am Montag zwei Todesfälle gemeldet. Die
beiden Patienten, die das Mittel Rituxan zur Behandlung der Autoimmunkrankheit
Lupus genommen hätten, seien an einer seltenen Infektion des Nervensystems
gestorben, teilte der US-Biotechnologiekonzern mit. Rituxan, das Biogen
zusammen mit der Roche-Tochter Genentech vermarktet, ist eigentlich ein
Medikament gegen Krebs und rheumatische Arthritis und nicht zur Behandlung von
Lupus zugelassen.
Apollo kauft Immobilienbroker Realogy für 6,6 Mrd USD
Die Private-Equity-Gesellschaft Apollo Management LP kauft für rund 6,6 Mrd USD
den Immobilienbroker Realogy Corp. Bei der in Parsippany ansässigen Realogy
handelt es sich um den weltgrößten Immobilienfranchisegeber, wie das
Immobilienunternehmen am Montag mitteilte.
DJG/nas
19.12.2006 - 07:11:16
TABELLE/Norddeutsche Affinerie AG - Geschäftsjahr 2005/06
===
Norddeutsche Affinerie AG - Hamburg
Geschäftsjahr (30.9.) 2005/06 2004/05
Umsatz 5,753 Mrd 3,022 Mrd
EBITDA -a 163 Mio 163 Mio
EBIT -b 111 Mio 99 Mio
Ergebnis vor Steuern 103 Mio 90 Mio
Jahresüberschuss -c 60 Mio 61 Mio
Ergebnis/Aktie 1,64 1,77
Dividendenvorschlag/Aktie 1,05 1,00
a- Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation.
b- Earnings before interest and taxes.
c- vor Minderheiten.
-Alle Angaben in EUR. Bilanz nach IFRS.
===
DJG/hei/brb
19.12.2006 - 07:01:01
PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
PRIVATE EQUITY - Die überwiegend angelsächsische Finanzinvestoren sind
nicht nur zu einer Macht auf den Kapitalmärkten aufgestiegen. Sie sind
inzwischen auch ein bedeutender Arbeitgeber geworden. So haben die
Private-Equity-Häuser in den vergangenen vier Jahren in Europa in Firmen
investiert, die über eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen haben,
heißt es in einer Studie. (Handelsblatt S. 1)
FLUGLINIEN - Die EU-Kommission weitet den Emissionshandel zunächst
lediglich auf europäische Airlines aus, aus Sorge vor internationalen
Konflikten. Entgegen früheren Plänen sollen nichteuropäische
Fluggesellschaften mit Zielen in Europa nicht von Anfang an in das
System integriert werden. Für sie werde eine Übergangsfrist geschaffen,
heißt es in einem Vorschlag, den die Kommission morgen vorstellen will.
(FTD S. 1)
FLUGPREISE - Flugpassagiere müssen wegen höherer Umweltauflagen mit
Preiserhöhungen rechnen. Die EU-Kommission will den Kohlendioxydausstoß
eindämmen und die Luftfahrt von 2011 an in den Handel von
Verschmutzungsrechten einbeziehen. Dabei sollen alle Starts und
Landungen auf dem Gebiet der EU erfasst werden. Flugzeuge mit einem
Gewicht unter 20 t oder mit wenige als 20 Passagiersitzen sind
ausgenommen. Die Lufthansa erwartet Preiserhöhungen von 9 EUR pro
Ticket. (Welt S. 11)
SKOWAKEI - Der umstrittene slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat
eine Politik der Umverteilung angekündigt, um auch ärmere
Bevölkerungsschichten am wachsenden Wohlstand des Landes zu beteiligen.
Experten fürchten nun eine Lockerung der Haushaltspolitik. (FTD S. 12)
TAGESGELD ? Die Banken halten Tagesgeldkunden knapp. Während die
Europäische Zentralbank ihren Leitzins in den vergangenen zwölf Monaten
um 1,5 Prozentpunkte auf 3,5% erhöht hat, sind die Sätze, die
Verbraucher für täglich verfügbares Geld erhalten nur um einen halben
Punkt auf durchschnittlich 2,3% gestiegen. (FAZ S. 23)
FONDS - Auch im neuen Jahr wollen die Fondsanbieter den Privatanlegern
vor allem wertgesicherte Produkte verkaufen. Daneben werden Themenfonds
und steueroptimierte Produkte, die die Halbierung des Sparerfreibetrags
erträglicher machen sollen, den Markt beherrschen. Das ergab eine
Umfrage unter großen deutschen Kapitalanlagegesellschaften.
(Börsen-Zeitung S. 2)
DJG/pi/ros
19.12.2006 - 06:50:54
PRESSESPIEGEL/Unternehmen
SIEMENS - Die Korruptionsaffäre von Siemens hat nun auch den früheren
Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger erreicht. Er habe sich nichts
vorzuwerfen und nichts zu verbergen, sagte er. Er habe immer seine Überzeugung
zum Ausdruck gebracht, dass es keinerlei Toleranz für Korruption geben dürfe
und hart gegen Mitarbeiter, die illegal handelten, vorgegangen werden müsse,
sagte Neubürger. Er erwägt juristische Schritte gegen Anschuldigungen. (FAZ S.
11/Süddeutsche Zeitung S. 19)
VOLKSWAGEN - Die Investmentbank Dresdner Kleinwort rechnet fest mit einer
Übernahme von Volkswagen durch Porsche. Die Analysten begründen ihre Erwartung
mit den milliardenschweren Aktienoptionen, die Porsche in seinem
Geschäftsbericht ausweist. (FAZ S. 17)
EADS - Die Mehrheit des DaimlerChrysler-Aktienpakets am europäischen Luft-
und Raumfahrtkonzern EADS geht an private Investoren. "Es steht fest, dass
Privatbanken einen größeren Teil an Anteilen halten werden als
öffentlich-rechtliche Geldgeber", sagte ein Regierungsbeamter. Unter Berufung
auf Frankfurter Bankenkreise heißt es, dass die privaten Institute 50,1% und
die öffentlich-rechtlichen Investoren 49,9% an dem Aktienpaket halten sollen.
(Handelsblatt S. 6)
HSH NORDBANK - Das Institut verliert ein weiteres Vorstandsmitglied. Ein
Sprecher der Bank bestätigte Informationen, wonach der für das
Kapitalmarktgeschäft zuständige Vorstand Eckehard Dettinger-Klemm die Bank zum
Jahresende verlassen wird. (FTD S. 2)
DZ BANK - Dass die Fusion der genossenschaftlichen Zentralbanken in letzter
Sekunde geplatzt ist, sorgt in der Finanzszene für große Verwirrung. Nach
Angaben von Wolfgang Kirsch, Leiter der DZ Bank, hatten beide Partner alle
wichtigen Sachfragen bereits weitgehend gelöst, ebenso die Personalfragen auf
Vorstandsebene. Umso unverständlicher ist für Kirsch nun die Absage der WGZ
Bank. (Handelsblatt S. 23)
DWS - Die Deutsche Bank baut ihr Fondsgeschäft in Europa aus. "Die DWS will
von einem deutschen zu einem internationalen Anbieter werden", sagte Stephan
Kunze, Europachef der Fondsgesellschaft DWS, die zur Deutschen Bank gehört.
(Handelsblatt S. 21)
DEUTSCHER RING - Der Versicherer Deutscher Ring baut um. Der Vorstand des
Unternehmens wird verkleinert. Der Deutsche Ring hat sich zudem am Finanz- und
Versicherungsmakler Alvecon beteiligt. (FTD S. 18)
AHLERS - Der Modekonzern Ahlers trimmt die von Hugo Boss gekaufte
Luxusmarke Baldessarini auf Wachstum. Der Vertrieb der Männermodemarke wird von
München aus auf eigene Beine gestellt und ausgebaut. Eine Zusammenarbeit mit
anderen Ahlers-Marken wie Otto Kern soll es nicht geben. Zudem soll ein erstes
Flaggschiffgeschäft eröffnen. (Handelsblatt S. 16)
ERDEMIR - Der größte türkische Stahlhersteller sucht einen strategischen
Partner. Erdemir hat sich als möglicher Kooperationspartner des
Weltmarktführers Arcelor Mittal ins Spiel gebracht. (FTD S. 6)
MARSH - Der Makler Marsh geht in die Offensive. Der weltgrößte
Versicherungsmakler will die Risikoberatung für Großkonzerne kräftig ausbauen
und neue Angebote für die Industrie auf den Markt bringen. (FTD S. 17)
DJG/pi/brb
-0-
19.12.2006 - 06:33:59
TAGESVORSCHAU/19. Dezember 2006
===
***07:00 DE/Norddeutsche Affinerie AG, Jahresergebnis, Hamburg
***07:00 JP/BoJ, Monatsbericht Dezember
***08:00 DE/Destatis, Erzeugerpreise November
PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+4,7% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+4,6% gg Vj
***08:00 DE/Nordex AG, Unternehmensprojektionen für das Geschäftsjahr
2007 (15:00 Conference Call), Norderstedt
09:15 DE/Standard & Poor's Ratings Services, Jahres-PK zum Thema:
"Deutschland - Marktentwicklung, ökonomische Trends und
Bonität", Frankfurt (A)
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dezember
PROGNOSE: 106,6
zuvor: 106,8
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dienstleistungen Dezember
10:00 DE/Altana AG, ao HV zum Verkauf des Pharmageschäfts an
Nycomed (bis 20.12.), Frankfurt
***10:30 DE/Rofin-Sinar Technologies Inc, BI-PK, Hamburg
10:30 DE/Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHT), PK zu
DIHT-Vorschlägen zum Bürokratieabbau, Berlin (A)
***11:00 NL/Euronext NV, ao HV zur geplanten Fusion mit der NYSE
Group Inc, Amsterdam
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***14:30 US/Erzeugerpreise November
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: -1,6% gg Vm
Erzeugerpreise ex Nahrung/Energie
PROGNOSE: +0,2% gg vm
zuvor: -0,9% gg Vm
***14:30 US/Baubeginne November
PROGNOSE: +4,3% gg Vm
zuvor: -14,6% gg Vm
Baugenehmigungen November
PROGNOSE: -1,3% gg Vm
zuvor: -5,2% gg Vm
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - US/Morgan Stanley, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 1,77), New York
- FI/Bundeskanzlerin Merkel und finnischer Ministerpräsident
Vanhanen, Treffen anlässlich der "Stabübergabe" der
finnischen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, Helsinki (A)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
===
DJG/gla/brb
-0-
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