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Mittwoch, 13-Dez-2006
13.12.2006 - 22:28:50
US-Anleihen notieren im späten Handel schwach
NEW YORK (Dow Jones)--Belastet von höher als erwartet ausgefallenen US-
Einzelhandelsumsätzen haben sich die US-Anleihen am Mittwoch im späten Handel
in New York mit einer schwachen Tendenz gezeigt. Die Einzelhandelsumsätze haben
sich im November weitaus besser entwickelt als erwartet und deuten einen guten
Start für das diesjährige Weihnachtsgeschäft an. Wie das US-Handelsministerium
mitteilte, stiegen sie gegenüber dem Vormonat um 1,0%. Von Dow Jones Newswires
befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg um nur 0,2% gerechnet. Die Umsätze
ohne Kfz erhöhten sich nach Angaben des Ministeriums um 1,1%. Hier war ein
Zuwachs um 0,3% erwartet worden.
Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,625% reduzierten sich um 20/32 auf
100-13/32 und rentieren mit 4,57%. Vor Bekanntgabe der Daten hatten die
zehnjährigen Papiere noch 3/32 im Plus gelegen. Der mit 4,50% verzinste
Longbond fiel um 1-5/32 auf 97-2/32 und rentierte mit 4,69%. "Die Daten sind
nur eine weitere Bestätigung dafür, dass die Konjunktur, mit Ausnahme des
Immobilienmarktes und dem Autosektor, gut läuft", so ein Analyst. Vor diesem
Hintergrund werde es unwahrscheinlicher, dass die US-Notenbank bald eine
Zinssenkung bekannt gibt, so ein Beobachter.
Die ebenfalls am Berichtstag veröffentlichten Lagerbestände in der
US-Wirtschaft sind im Oktober im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 0,4%
gestiegen und trafen damit genau die Prognosen der Ökonomen. Bei der Auktion
zehnjähriger US-Notes (Kupon: 4-5/8%) durch das US-Schatzamt im Volumen von
8,00 Mrd USD hat sich eine High-Rate von 4,580% ergeben. Bei der aktuellen
Versteigerung handelt es um eine Wiedereröffnung der Notes, die ursprünglich am
9. November auktioniert wurden. Wie das US-Schatzamt mitteilte, gingen Gebote
über 19,86 Mrd USD ein. Auf Nichtwettbewerbsbasis wurden 12,89 Mio USD
akzeptiert. Die Notes datieren auf den 15. Dezember und werden am 15. November
2016 fällig.
DJG/DJN/ros
13.12.2006 - 19:55:13
ProSieben-Interessent Dogan Yayin umwirbt Burda - FAZ
FRANKFURT (Dow Jones)--Der türkische Mischkonzern Dogan Yayin lotet für
seinen geplanten Einstieg in den deutschen Fernsehmarkt eine Kooperation mit
dem Münchner Zeitschriftenverlag Hubert Burda Media aus. Nach Informationen der
"Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ, Donnerstagsausgabe) aus Branchenkreisen
wurden bereits Vorgespräche über eine solche Zusammenarbeit geführt. Dogan hat
am Dienstag ein verbindliches Kaufangebot für den größten deutschen
Privatfernsehkonzern ProSiebenSat.1 Media AG abgegeben.
Burda-Unternehmenssprecher Nikolaus von der Decken nannte den Vorabbericht
auf Anfrage von Dow Jones Newswires am Abend "spekulativ".
Dogan Yayin hat bereits angekündigt, im Falle des Zuschlags bis zu 25
Prozent der Stammaktien an einen deutschen Partner weiterzuverkaufen. Bisher
ist dafür vor allem die Axel Springer AG als Kandidat gehandelt worden.
Springer hält bereits 11,8% an ProSiebenSat.1 und ist auch an Dogan beteiligt.
Der deutsche Medienkonzern war mit einem eigenen Übernahmeversuch für ProSieben
an Kartellbedenken gescheitert.
Zwischen Burda und Dogan gibt es schon heute Verbindungen, schreibt die
"FAZ". Beide Unternehmen betreiben im türkischen Zeitschriftenmarkt ein
Gemeinschaftsunternehmen. Verleger Hubert Burda sitzt im Aufsichtsrat der
Mediensparte Dogan Yayin. Bislang ist aber offen, ob Dogan den Zuschlag für
ProSieben bekommt. Im Rennen sind noch zwei Finanzkonsortien.
Webseite: http://www.faz.net/
DJG/apr/rio
13.12.2006 - 19:28:52
Münchener Rück: Sonderertrag aus ... (zwei)
Den Gesamtbetrag der im Konzern vorhandenen Körperschaftssteuerguthaben
bezifferte die Münchener Rück auf rund 500 Mio EUR.
Das geänderte Gesetz legt unter anderem die Geltendmachung früher
gebildeter Körperschaftssteuerguthaben neu fest. Nach der bisherigen Regelung
lag der Steuersatz für ausgeschüttete Gewinn niedriger als der für einbehaltene
Gewinne. Die Neuregelung erlaubt den Unternehmen nunmehr mit Ablauf dieses
Jahres einen unverzinslichen Anspruch auf das Steuerguthaben, der von 2008 bis
2017 in zehn gleichen Jahresbeträgen ausbezahlt werden soll.
Das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der
Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften"
(SEStEG) war im Herbst vom Bundestrat beschlossen und am 12. Dezember
veröffentlicht worden.
Webseite: http://www.munichre.com
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/rio
13.12.2006 - 19:10:01
DaimlerChrysler verklagt Versicherungen auf 175 Mio EUR - StN
STUTTGART (Dow Jones)--Die DaimlerChrysler AG hat ein
Versicherungskonsortium auf Zahlung von 175 Mio EUR verklagt. Dies berichten
die "Stuttgarter Nachrichten" in der Donnerstagausgabe. "Wir sind
zuversichtlich, dass das Verfahren in unserem Sinne abgeschlossen werden kann",
sagte ein Sprecher der Zeitung. Hintergrund ist eine Sammelklage von
US-Anlegern, mit denen sich der Stuttgarter Automobilkonzern im August 2003
gegen Zahlung von 300 Mio EUR verglichen hatte.
Bei der Bekanntgabe des Vergleichs hatte DaimlerChrysler noch mitgeteilt,
dass bis zu 200 Mio EUR durch eine D&O-Versicherung abgedeckt seien, die für
Schäden aus Managementfehlern haftet. Doch bis heute hätten die beteiligten
Versicherungen nicht bezahlt, heißt es in dem Zeitungsbericht. Deshalb habe das
DAX-Unternehmen das Konsortium vor dem Stuttgarter Landgericht verklagt.
In der Sammelklage ging es darum, ob der Zusammenschluss der damaligen
Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corp eine Übernahme oder "Fusion unter
Gleichen" gewesen war, und ob damit die Bewertung von Chrysler richtig gewesen
ist. Die Aktionäre hatten wie der ehemalige Chrysler-Großaktionär Kirk
Kerkorian gegen DaimlerChrysler und den früheren Vorstandsvorsitzenden
JürgenSchrempp geklagt, weil sie sich über die wahren Absichten des
Zusammenschluss im Jahre 1998 getäuscht fühlten. Dies hatte Schrempp selbst in
einem Zeitungsinterview Ende 2000 angedeutet.
In dem Verfahren gehe es unter anderem um die Frage, ob verschiedene
Obliegenheitsverletzungen vorliegen, DaimlerChrysler also gegen vertraglich
festgelegte Versicherungsbedingungen verstoßen hat, schreibt die Zeitung unter
Berfung auf das Gericht. D&O-Versicherungen zahlten in der Regel nicht, wenn
etwa grobe Fahrlässigkeit oder bewusstes schuldhaftes Verhalten vorliegt. Im
Januar sollten insgesamt acht Zeugen geladen werden.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.de
DJG/mtk/rio
13.12.2006 - 19:00:55
EZB/Weber: Französische Attacken gegen EZB unverantwortlich
FRANKFURT/HAMBURG (Dow Jones)--Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel
Weber, hat mit scharfen Worten auf die Angriffe französischer
Präsidentschaftskandidaten gegen die Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert.
"Die Attacken gegen die Unabhängigkeit der EZB und des Eurosystems, die derzeit
im französischen Präsidentschaftswahlkampf aus beiden politischen Lagern
kommen, sind unverantwortlich und dürfen nicht einfach als übliches
Wahlkampfgetöse abgetan werden", sagte Weber am Mittwoch bei einer Rede in
Hamburg.
Weber, der auch Mitglied im 18-köpfigen EZB-Rat ist, sagte, "der
stabilitätsorientierten Geldpolitik der EZB die Schuld für nationale
wirtschaftliche Fehlentwicklungen zu geben, die im Kern auf Unzulänglichkeiten
der eigenen Wirtschaftspolitik beruhen, halte ich für nicht akzeptabel". Er sei
froh, dass sich führende Mitglieder der Bundesregierung und der italienischen
Regierung eindeutig zur Unabhängigkeit der EZB und der nationalen Notenbanken
bekannt hätten.
Mit Blick auf die aktuelle Politik der EZB erklärte Weber, dass diese auch
nach der Zinserhöhung der vergangenen Woche "weiterhin als akkommodierend
einzustufen" sei. Gleichzeitig seien die Zinsen - der wichtigste EZB-Zins
beträgt nach sechs Zinserhöhungen seit Dezember vergangenen Jahres 3,50% -
immer noch niedrig. "Der EZB-Rat wird alle Entwicklungen sehr genau beobachten
und entschlossen und rechtzeitig handeln, um Preisstabilität auf mittlere und
längere Sicht zu gewährleisten", betonte der Bundesbankpräsident.
Weber erklärte, dass weiterhin die Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität
auf "kurze, mittlere und längere Sicht" überwögen. In diesem Zusammenhang
kritisierte er indirekt die Schlussfolgerung eines entspannteren Preisumfelds,
die sich aus den neuen EZB-Projektionen für die Inflation ergeben, die für 2007
eine Teuerung von 1,5% bis 2,5% sehen. Weber betonte, dass lediglich mit einer
Wahrscheinlichkeit von 50% erwartet werden könne, dass die Teuerung 2007 in den
Bereich der EZB-Stabilitätsnorm von unter 2% falle. Dies dürfe nicht dem
Anspruchsniveau stabilitätsorientierter Geldpolitiker entsprechen.
Zur Entwicklung in Deutschland erklärte der Bundesbankpräsident, dass sich
die konjunkturelle Aufwärtsbewegung bis zuletzt in zügigem Tempo fortgesetzt
habe. "Die Jahreswachstumsrate dürfte 2006 bei etwa 2-3/4% und damit deutlich
über der Potenzialrate liegen", sagte Weber. Damit gebe Deutschland dem
Euroraum beachtliche Impulse. Für 2007 sagte Weber zwar eine Abschwächung des
Aufschwungs, aber keinen Abbruch voraus. "Die konjunkturelle Grundtendenz der
deutschen Wirtschaft dürfte weiter intakt bleiben, auch wenn die
Mehrwertsteueranhebung eine deutliche konjunkturdämpfende Wirkung haben wird",
erklärte der Bundesbankpräsident.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/hab
-0-
13.12.2006 - 18:52:06
Allianz sieht Sonderertrag aus neuem Körperschaftssteuergesetz
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Änderung des Körperschaftssteuergesetzes wird
beim Versicherungskonzern Allianz ähnlich wie bei anderen Unternehmen auch im
laufenden Jahr zu einem Sonderertrag führen. "Durch die Neuregelung des
Gesetzes werden wir einen Anspruch aus Körperschaftssteuerguthaben von ungefähr
500 Mio EUR verbuchen", sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch Dow Jones
Newswires auf Anfrage.
Bei dem Sonderertrag handele es sich um einen einmaligen buchhalterischen
Effekt. Die Neuregelung des Gesetzes habe weder materiell-ökonomische
Auswirkungen, noch Folgen für den Cash-flow, sagte die Sprecherin weiter. Die
Allianz SE bleibe bei ihrer bisherigen Gewinnprognose für das laufende Jahr,
wonach der Jahresüberschuss auf über 6 (Vorjahr: 4,38) Mrd EUR wachsen soll.
Webseite: http://www.allianz.com
-Von Ulrike Dauer und Rolf Neumann, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521
4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/uxd/rne/rio
13.12.2006 - 18:48:12
EUREX/Renten-Futures fallen im späten Handel unter 118%
FRANKFURT (Dow Jones)--Ein überraschend stabiler US-Einzelhandel und ein in der
Folge anziehender Aktiemarkt haben am Mittwoch im Verlauf die Terminkontrakte
am deutschen Rentenmarkt kräftig nachgeben lassen. Der marktführende
März-Kontrakt auf den Bund fällt gegen 18.35 Uhr um 22 Ticks auf 117,90%. Kurz
vor Veröffentlichung der Daten hatte der Kontrakt noch bei 118,48%, also 30
Ticks höher gestanden. Das Tagestief liegt bei bislang 117,89%, das Tageshoch
bei 118,53%. Umgesetzt worden sind bisher rund 1,4 Mio Kontrakte. Im November
hat der Einzelhandel in den USA im Vergleich zum Oktober 1% mehr umgesetzt.
Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg von 0,2% gerechnet. Zudem wurde
der Umsatzrückgang im Oktober auf 0,1% von zuvor 0,4% hoch revidiert.
"Die Einzelhandelsumsätze sind zwar stets sehr volatil. Die Abweichung vom
Konsens ist aber im Monat November groß und übt Aufwärtsdruck auf die Renditen
aus", so ein Händler. Hinzu komme eine nicht gerade aussichtsreiche
charttechnische Lage des Bund-Future. Der März-Kontrakt könne in den kommenden
Tagen den seit Juli gültigen Aufwärtstrend testen, der aktuell bei 117,72%
verlaufe. Ein Widerstand liege bei 118,30%. Der Bobl-Future fällt um 18 Ticks
auf 109,66%.
DJG/mif/ros
13.12.2006 - 18:42:02
Europabörsen schließen freundlich - Versicherer gesucht
Freundlich haben die europäischen Börsen am Mittwoch geschlossen.
Marktteilnehmer verwiesen auf die US-Einzelhandelsumsätze für November, die dem
Markt nach eher verhaltenem Start auf die Sprünge geholfen hätten. Die Zahlen
lagen massiv über den Erwartungen, wobei fast alle Bereiche robuste Anstiege
aufwiesen. Von konsumtiver Schwäche oder gar rezessiven Tendenzen bei den
amerikanischen Haushalten sei nichts zu spüren, meinten Volkswirte
Als "Non-event" wurde indes die Zinsbestätigung der US-Notenbank
eingestuft. Wie erwartet wurde das bisherige Leitzinsniveau bestätigt. Auch die
begleitenden Kommentare hätten wenig Neues für die Märkte enthalten. Die
Federal Reserve geht weiter von einem moderaten Wachstum bei verhaltenen
Inflationsgefahren aus. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,9 Prozent oder 35 auf
4.094 Punkte, der Stoxx-50 legte um 0,6 Prozent bzw 23 auf 3.688 Punkte zu.
Bankenaktien im Blick der Analysten
Die Bankenwerte, die im Schnitt 0,8 Prozent anzogen, erweckten aufgrund
einer Studie von Credit Suisse das Interesse der Anleger. Die Analysten
äußerten sich am Morgen in einer Studie zu französischen Bankenaktien. Sie
hätten den europäischen Bankensektor in den vergangenen Jahren "outperformed".
Derzeit biete der französische Subsektor aber nicht das Potenzial, um eine
"Overweight"-Empfehlung in der ganzen Breite abgeben zu können. CS stuft den
Sektor insgesamt daher mit "Neutral" ein. Bei den Einzelwerten senkten sie
Credit Agricole auf "Underperform", BNP Paribas auf "Neutral". Dafür wurde der
Titel von Societe Generale auf "Outperform" angehoben. Die Bank biete unter
anderem ein attraktives Wachstum im internationalen Privatkundengeschäft und
zeige eine "befriedigende Kostendisziplin". Auf Basis der Gewinnerwartungen sei
Societe Generale die billigste Bankenaktie auf KGV-Basis im Berichtsuniversum
in Frankreich. Credit Agricole schlossen praktisch unverändert mit 31,23 Euro.
BNP stiegen um 1,1 Prozent auf 81,95 Euro und Societe Generale kletterten um
0,8 Prozent auf 126,40 Euro.
Übernahmespekulationen ranken sich weiterhin um ABN Amro, nachdem die Aktie
bereits am Vortag von Spekulationen profitiert hatte. Ein Grund für die Gewinne
sei auch, dass das Unternehmen seine Capitalia-Beteiligung an Royal Bank of
Scotland veräußern will, meinte ein Händler. Der Wert des Anteils werde auf 1,5
Mrd Euro beziffert. ABN Amro wollte sich hierzu nicht äußern, Royal Bank of
Scotland war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. ABN stiegen um 3,7
Prozent auf 24,12 Euro.
Rohstoffwerte erholen sich
Die Rohstoffwerte kletterten im Schnitt um ein Prozent. Die Analysten von
Lehman Brothers sind der Ansicht, Anglo American werde bei der strategischen
Restrukturierung im ersten Halbjahr 2007 signifikante Fortschritte machen. Die
Analysten gehen auf kurze Sicht von einer Ausgliederung von Mondi aus. Anglo
American gewannen 0,2 Prozent auf 2.448 p, Xstrata kletterten um ein Prozent
auf 2.377 p.
Versicherungswerte sehr fest, nur Generali scheren aus
Die Versicherungswerte stiegen um 1,3 Prozent. so profitierten damit nach
Angaben eines Händlers von dem festen Gesamtmarkt sowie der weiterhin günstigen
Bewertung. Ein Ausnahme bildeten Generali. Die Aktie litt unter einer Abstufung
auf "Neutral" von "Outperform". Die Analysten von Credit Suisse begründeten
diese mit der kräftigen Kursentwicklung in den vergangenen Wochen. Seit 20.
Oktober hätten die Titel 15 Prozent zugelegt und sich damit besser als der
übrige Sektor entwickelt. Generali fallen um 0,4 Prozent auf 34,33 Euro, Aegon
stiegen dagegen um 1,7 Prozent auf 14,17 Euro.
DJG/mif/rso
13.12.2006 - 18:41:05
Münchener Rück: 400 Mio EUR Sonderertrag 06 nach Gesetzesänderung
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG,
München, rechnet durch die Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes in diesem
Jahr mit einem einmaligen Sonderertrag von rund 400 Mio EUR.
"Aufgrund der geänderten Rechtslage werden wir zum 31. Dezember 2006
voraussichtlich eine Forderung in Höhe von ca 0,4 Mrd EUR ausweisen, was zu
einem eimaligne Ertrag in gleicher Höhe führen wird", teilte die Münchener Rück
am Mittwoch auf Anfrage von Dow Jones Newswires mit. Der Sonderertrag entfalle
etwa zur Hälfte auf die Erstversicherungstochter Ergo.
Da die neue Gesetzesfassung lediglich einen geänderten Ausweis bereits
bestehender Steuerguthaben nach sich zieht und bei der Erstellung des
Jahresabschlusses auch weitere gleich gerichtete oder gegenläufige
Entwicklungen möglich seien, werde die mit dem 9-Monatsbericht Anfang November
gegebene Gewinnprognose nicht aktualisiert, erklärte die Münchener Rück ferner.
Seinerzeit hob die Münchener Rück ihre Prognose für das Konzernergebnis
nach Steuern 2006 auf 3,2 Mrd bis 3,4 Mrd EUR an. An der Einschätzung zum
operativen Geschäftsverlauf habe sich seitdem nichts geändert.
Webseite: http://www.munichre.com
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne
13.12.2006 - 18:26:34
XETRA-SCHLUSS/Freundlich nach guten US-Einzelhandelsumsätzen
FRANKFURT (Dow Jones)--Freundlich hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch
geschlossen, wobei es am Nachmittag nochmals deutlich nach oben ging. Der DAX
gewann 0,7% oder 45 auf 6.521 Punkte und erreichte damit ein neues Jahreshoch.
Gehandelt wurden Aktien für 5,9 Mrd EUR nach 4,4 Mrd EUR am Vortag.
Marktteilnehmer verwiesen auf die US-Einzelhandelsumsätze für November. Die
Zahlen lagen massiv über den Erwartungen, wobei fast alle Bereiche robuste
Anstiege aufwiesen. Von konsumtiver Schwäche oder gar rezessiven Tendenzen bei
den amerikanischen Haushalten sei nichts zu spüren, meinten Volkswirte.
Ein Teilnehmer verwies auch auf zunehmendes Window-Dressing wegen des
nahenden Jahresende. Auch werfe der große Verfall am Freitag seine Schatten
voraus. In der Schlussauktion sei nochmals eine starke Nachfrage zu beobachten
gewesen. Wenig Impulse gingen dagegen von der Sitzung der US-Notenbank Federal
Reserve am Dienstagabend aus, nachdem das bisherige Zinsniveau wie erwartet
bestätigt worden war.
Hypo Real Estate (HRE) stiegen um 4,7% auf 46,32 EUR. Ein Händler sprach
mit Blick auf das Kursplus von einer technischen Gegenbewegung. Die Aktie habe
zuletzt deutlicher korrigiert. Offenbar sähen einige Teilnehmer nun etwas
Nachholbedarf. Auch Lufthansa zogen deutlicher an und gewannen 1,8% auf 20,60
EUR. Ein Händler verwies auf die anhaltende Übernahmefantasie im
Luftfahrtsektor. Qantas hat am Berichtstag ein Übernahmegebot über 10,9 Mrd AUD
von einem Konsortium von Beteiligungsfirmen unter Beteiligung der Texas Pacific
Group und der Macquarie Bank zurückgewiesen.
Altana gewannen 1,6% auf 46,34 EUR. Die EU-Kommission genehmigte dem
dänischen Pharmakonzern Nycomed die Übernahme von Altana Pharma. Die anhaltende
Stärke des Telekomsektors beflügelte die Deutsche Telekom, die um 2,1% auf
13,85 EUR vorrückte. Gesucht waren auch VW. Marktteilnehmer verwiesen auf die
massiv über Erwartungen liegenden US-Einzelhandelsumsätze, die einen weiteren
Anstieg beim Umsatz im Kfz-Bereich gezeigt hätte. Die Aktie stieg um 1,9% auf
84,15 EUR.
Auf der anderen Seite fielen Deutsche Post um 2,5% auf 22,64 EUR. Der
Konzern will möglicherweise mit Preissenkungen Marktanteilsverlusten nach einer
Liberalisierung des Briefmarkts vorbeugen. Auch wenn das Unternehmen Sorgen um
einen Preiskrieg entgegentrat, blieb die Aktie den ganzen Tag über unter Druck.
In der zweiten Reihe gewannen Hannover Rück 3,1% auf 34,14 EUR. Das
Unternehmen hat seine Erstversicherungs-Tochter in den USA verkauft. Dagegen
litten Vossloh nach dem Kurssprung am Vortag unter Gewinnmitnahmen und fielen
um 2,9% auf 56,99 EUR. Der Ausblick von Wincor Nixdorf auf das laufende
Geschäftsjahr 2006/07 entsprach den Erwartungen. Das Unternehmen bekräftigte
die bisherigen Ziele. Ein Auftrag der HSH Nordbank sei positiv, meinte ein
Händler. Wincor Nixdorf stiegen um 3,3% auf 111,88 EUR.
Mit einem recht deutlichen Aufschlag reagierte die Rheinmetall-Aktie auf
die Nachricht über einen erwarteten Rüstungsauftrag über 200 Mio EUR reagiert.
"Das war allerdings schon avisiert worden - wenn nicht in diesem, so denn im
nächsten Quartal", sagte ein Analyst. Die Rheinmetall-Aktie verfüge noch über
Nachholpotenzial, hieß es aus dem Handel. Der Titel gewann 2,4% auf auf 54,36
EUR.
Im TecDAX stiegen freenet.de im späten Handel deutlich an und schlossen
5,1% fester mit 24,18 EUR, während mobilcom bis Handelsschluss 5,1% auf 22,15
EUR gewannen. freenet hat sich auch mit dem letzten Kläger gegen die geplante
Fusion geeinigt, nachdem tags zuvor die Mutter mobilcom ihrerseits eine weitere
außergerichtliche Einigung erzielt hatte. Damit gibt es nun nur noch einen
mobilcom-Kleinaktionär, der die Vereinigung des Mobilfunkanbieters mit der
Internettochter anficht.
Singulus setzten ihre bereits seit einigen Wochen anhaltende
Aufwärtsbewegung fort. Marktteilnehmer verwiesen neben technischen Faktoren auf
eine Meldung vom Morgen, in der der Anlagenbauer auf die wachsende
Verfügbarkeit von HD-DVD und Blu-ray-Systeme, die künftig die herkömmliche DVD
ersetzen sollen, hindeutet. "Eigentlich ist die Meldung nicht viel mehr als
eine PR-Aktion, aber sie rückt Singulus vielleicht doch noch stärker in die
Aufmerksamkeit der Anleger", sagte ein Händler. Der Titel gewann 6,8% auf 12,72
EUR.
Conergy und Solon stachen im Feld der teils nachgebenden Solarwerte durch
Gewinne hervor. Ein Händler verwies auf die starke Abhängigkeit beider
Unternehmen vom vierten Quartal. Hier gebe es wegen der milden Witterung und
den dadurch verbesserten Möglichkeiten zur Errichtung von Anlagen Hoffnungen
auf positive Impulse. Conergy gewannen 2,9% auf 41,94 EUR, Solon 6% auf 22,88
EUR.
DJG/mif/rso
13.12.2006 - 18:09:15
EU genehmigt Nycomed die Übernahme von Altana Pharma (zwei)
Nach Auffassung der EU-Kommission ergänzen sich die Geschäfte von Nycomed
und Altana Pharma überwiegend. Überschneidungen gebe es nur in begrenzter Form.
Auch auf den hier untersuchten drei Produktmärkten zeige sich der Wettbewerb
auch nach einem Zusammenschluss nicht wesentlich beeinträchtigt, erklärten die
Wettbewerbshüter.
Nycomed gehört dem dänischen Nordic Capital Fund V und der Credit Suisse
Group (CS). Das Unternehmen beschäftigt in Europa und Russland etwa 3.500
Mitarbeiter und setzte 2005 insgesamt 748 Mio EUR um.
Altana Pharma beschäftigt etwa 9.000 Mitarbeiter und unterhält weltweit 30
Tochterunternehmen. 2005 verbuchte das Unternehmen 2,4 Mrd EUR Umsatz.
Webseite: http://ec.europa.eu/
-Von Anne Jolis, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/rio/abe
13.12.2006 - 17:53:25
RWE-AR beruft Pohlig und Jobs in den Vorstand
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat (AR) der RWE AG hat wie erwartet
die Neugliederung des Konzernvorstands im kommenden Jahr gebilligt. Dies gab
das Unternehmen am Mittwoch im Anschluss an eine Sitzung des Kontrollorgans
bekannt. Der AR folgte einem Vorschlag des Personalausschusses und berief Rolf
Pohlig und Ulrich Jobs in den Vorstand, wo sie am 1. Mai 2007 Klaus Sturany und
Jan Zilius ersetzen werden. RWE hatte den geplanten Vorstandswechsel bereits
Anfang November angekündigt.
Pohlig soll zum 1. Januar zunächst neuer Vorstand werden und zum 1. Mai
dann die Nachfolge von Sturany als Finanzvorstand antreten. Sturany geht in den
Ruhestand. Pohlig war bisher Generalbevollmächtigter des Düsseldorfer
Wettbewerbers E.ON und dort insbesondere für den Bereich Mergers & Acquisitions
zuständig.
Jobs wird zum 1. April neuer Konzernvorstand bei RWE. Einen Monat später
wird er dann die Nachfolge von Zilius antreten und als Vorstand sowie
Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG für den Kraftwerksbereich verantwortlich
sein. Der RWE-Power-Aufsichtsrat muss dem noch zustimmen. Derzeit ist Jobs, der
dem Konzern seit 1977 angehört, als CEO der RWE Transgas in Prag tätig. Zilius
tritt ebenfalls in den Ruhestand.
Webseite: http://www.rwe.com
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/abe
13.12.2006 - 17:44:54
Unternehmensteuerreform kommt Mitte März ins Kabinett
BERLIN (Dow Jones)--Die Gesetzespläne zur Unternehmensteuerreform sollen
nach Angaben aus der SPD-Fraktion Mitte März vom Bundeskabinett gebilligt
werden. "Für die Kabinettsbefassung ist der 14. März vorgesehen", sagte der
SPD-Finanzexperte Reinhard Schultz am Mittwoch in Berlin Dow Jones Newswires.
Der entsprechende Zeitplan sei bei Beratungen mit dem Bundesfinanzministerium
am Berichtstag vereinbart worden.
Nach der Kabinettsbefassung solle das Gesetz dann ab Mitte März im
Parallelverfahren von Kabinett und Fraktionen bearbeitet werden. Unmittelbar
vor der Sommerpause solle der gesamte parlamentarische Prozess abgeschlossen
sein. Der Deutsche Bundestag werde das Vorhaben voraussichtlich am 13. Juni
billigen.
Schultz sagte, im Zuge der Beratungen seien allerdings "noch jede Menge
technischer Fragen zu lösen". Besonders sensibel seien Fragen der geplanten
25-prozentigen Abgeltungsteuer ab 2009, der Thesaurierungsbegünstigung für
Personenunternehmen, der "Zinsschranke" beim Abzug von Zinsaufwendungen vom
Gewinn und der Regelungen zur Funktionsverlagerung.
Mit diesen Punkten würden sich getrennte Arbeitsgruppen befassen, in die
auch die Länder einbezogen seien. Die grundlegenden Pläne würden aber weder bei
der Abgeltungsteuer noch bei der Zinsschranke in Frage gestellt, erwartete
Schultz. Jedoch könne in letzterem Fall noch über die Höhe der Freigrenze
diskutiert werden.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte bereits vor zwei Wochen gesagt,
der Referentenentwurf zu der Reform werde Ende Januar oder Anfang Februar
vorgelegt, und eingeräumt, dass die geplante Zinsschranke koalitionsintern noch
nicht unumstritten ist. "Die politische Arbeitsgruppe ist sich durchaus
bewusst, dass die Zinsschranke im weiteren Verfahren auch noch in Frage
gestellt werden könnte", hatte er gesagt, sich jedoch "ziemlich sicher"
gezeigt, dass das Ergebnis der Koalitionsberatungen zu der Reform "hohen
Ähnlichkeitsgrad" mit den Plänen haben werde, die Koch und er in einer
Arbeitsgruppe vereinbart hätten.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/hab
-0-
13.12.2006 - 17:30:32
Neuer EU-Globalisierungsfonds wird scharf kritisiert
STRAßBURG (Dow Jones)--Für EU-Bürger, die in Folge der Globalisierung ihren
Arbeitsplatz verloren haben, stehen ab Januar neue Finanzmittel zur Verfügung,
mit denen ihnen die Wiedereingliederung in das Berufsleben erleichtert werden
soll. Das Europäische Parlament verabschiedete am Mittwoch nach vorheriger
Absprache mit dem Ministerrat den so genannten Europäischen
Globalisierungsfonds, der mit 500 Mio EUR jährlich ausgestattet ist.
Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) kritisierte, die Mittel
kämen in erster Linie großen Unternehmen zugute. Denn damit das Geld aus dem
Fonds fließt, müssen mindestens 1.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Der
wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion der Konservativen, der
CSU-Abgeordnete Alexander Radwan, sprach von einem "ordnungspolitischen
Placebo". Mit dem Fonds werde "nur die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der
Mitgliedstaaten subventioniert, deren Ursachen aber nicht beseitigt". Auch sei
der Einstieg in einen neuen "Subventionswettlauf" zu befürchten, da man bald
feststellen werde, dass der Betrag nicht ausreiche.
Der sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Gruppe, Thomas Mann, äußerte
Bedenken, dass die EU zwar Forschungsgelder einfriere, gleichzeitig aber
Unternehmen unterstütze, "die den Strukturwandel verschlafen haben". Auch seien
die Genehmigungsverfahren für die Fondsmittel teuer und kompliziert.
Die Grünen-Abgeordnete Elisabeth Schroedter bezeichnete den
Globalisierungsfonds hingegen als "Feuerlöscher für die Auswirkungen einer
verfehlten EU-Handelspolitik". Der Fonds sei nur notwendig geworden, weil
EU-Kommission und Ministerrat nicht bereit seien, die soziale Dimension in ihre
internationale Handelspolitik einzubeziehen, sagte Schroedter.
DJG/ang/hab
-0-
13.12.2006 - 17:28:50
Schwarz-Pharma-Vorstandsvorsitzender Schwarz-Schütte tritt zurück
MONHEIM (Dow Jones)--Bei der Schwarz Pharma AG gibt es im Rahmen der
Übernahme durch die UCB SA umfangreiche Veränderungen in der
Unternehmensführung. Vorstandsvorsitzender Patrick Schwarz-Schütte lege auf
eigenen Wunsch zum Jahresende hin zum 31. Dezember 2006 sein Amt nieder und
scheide aus dem Vorstand aus, heißt es in einer Mitteilung des Monheimer
Pharmaunternehmens vom Mittwoch. Der Aufsichtsrat habe daraufhin Detlef
Thielgen ab Jahresbeginn 2007 zu seinem Nachfolger bestellt. Thielgen ist
bislang Vorstand Finanzen, Controlling, IT und Corporate Communications.
Ferner erklärten Klaus Veitinger und Jürgen Baumann ihren Rückzug aus dem
Vorstand des Unternehmens. Veitinger ist zugleich President & CEO der Schwarz
Pharma Inc USA und scheidet dort ebenfalls zum Jahresende aus. Baumann, der für
das Europageschäft verantwortlich ist, wird sein Mandat per Ende April 2007
niederlegen. Zu neuen Vorstandsmitgliedern wurden Peter Möller und Martin
Schneider bestellt. Sie nehmen ihre Ämter mit Wirkung zum Jahresbeginn 2007
wahr.
Ende September stimmten die Familiengesellschafter von Schwarz Pharma einer
Übernahme des Unternehmens durch die Brüsseler UCB SA zu. Der belgische Konzern
zahlt insgesamt 4,4 Mrd EUR für Schwarz Pharma. Bislang sind der UCB 76% des
Aktienkapitals angedient worden. Eine zweite Annahmefrist läuft noch bis zum
28. Dezember.
Webseite: http://www.schwarzpharma.de
DJG/rio/abe
13.12.2006 - 17:22:08
DEVISEN/Robuster US-Konsum stärkt dem Dollar den Rücken
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Kauflust der US-Bürger hat dem Dollar am
Mittwochnachmittag einmal mehr Rückenwind verliehen. Als das
US-Handelsministerium um 14.30 Uhr MEZ überraschend robuste
Einzelhandelsumsätzen im November veröffentlichte, sprang der Greenback zu
Euro, Yen, Pfund Sterling und Schweizer Franken nach oben. Der Euro fiel
innerhalb weniger Minuten von 1,3260 USD um 60 Pips auf 1,3200 USD.
Anschließend erholte sich die Gemeinschaftswährung wieder etwas. Aktuell
wechselt sie mit 1,3237 USD den Besitzer. "Bei Kursen um 1,32 USD kam wieder
Kaufinteresse für den Euro an den Markt", berichtete ein Frankfurter Händler.
Diejenigen Anleger, die auf eine Fortsetzung der Dollar-Schwäche gesetzt
hätten, hätten die US-Einzelhandelszahlen für Gewinnmitnahmen genutzt.
Beobachter zeigten sich überrascht vom US-Einzelhandel. "Die Konsumlaune
der US-Bürger ist offensichtlich wieder gut, was sicherlich den
Konjunkturausblick am Markt zumindest vorübergehend aufhellen sollte",
kommentierte Rainer Singer von der österreichischen Ersten Bank. Der
Rentenmarkt und der Dollar dürften diesen Rückenwind zu spüren bekommen. "Von
konsumtiver Schwäche oder gar rezessiven Tendenzen ist bei den amerikanischen
Haushalten jedenfalls nichts zu spüren", meinte Brian Mandt von der Postbank.
Die Konsumaussichten in den USA für die nächsten Monate seien gut. Die robuste
Beschäftigungs- und Lohnentwicklung deute auf eine solide Konsumdynamik hin.
Die Feinunze Gold wird am Londoner Markt mit 629,65 USD gehandelt nach
einem Vormittags-Fixing von 629,00 USD.
===
Europa Europa Europa
(17.13) (12.11) (8.01)
EUR/USD 1,3236 1,3268 1,3269
USD/JPY 117,18 117,16 117,03
EUR/JPY 155,12 155,45 155,26
EUR/GBP 0,6718 0,6728 0,6737
EUR/CHF 1,5940 1,5447 1,5432
===
DJG/bek/rso
13.12.2006 - 17:18:01
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
VW: Haben keinen Fusionsplan für MAN/Scania verschickt
Die Volkswagen AG hat sich nach eigenen Angaben nicht um eine Fusion der beiden
Nutzfahrzeughersteller MAN und Scania mit den eigenen Lkw-Aktivitäten bemüht.
Angesprochen auf ein Schreiben des noch amtierenden VW-Vorstandsvorsitzenden
Bernd Pischetsrieder vom 15.November an seine Amtskollegen bei MAN und Scania,
sagt VW-Sprecher Cord Dreyer: "Von VW ist weder zu diesem noch zu irgendeinem
anderen Zeitpunkt eine Fusionsplan verschickt worden". Von einem solchen Brief
hatte die schwedische Tageszeitung "Dagens Industri" berichtet. Darin sollen
die Pläne für einen Mehrmarken-Konzern für Nutzfahrzeuge dargelegt worden sein.
VW bringt 2008 neues Modell für China auf den Markt
Die Volkswagen AG wird 2008 ein neues speziell für den chinesischen Markt
konzipiertes Fahrzeuge auf den Markt bringen. Dies sagte Unternehmenssprecher
Hans-Gerd Bode auf Anfrage und bestätigte damit teilweise einen Vorabbericht
des "Manager Magazin". Allerdings gebe es bereits spezielle Fahrzeuge für den
Markt in der Volksrepublik, sagte er. Das neue Modell werde intern "Modell Y"
genannt..
Conti erhält GM-Auftrag über 300 Mio USD - Automobilwoche
Der Automobilzulieferer Continental hat einen Auftrag der General Motors Corp
im Volumen von rund 300 Mio USD erhalten. Continental-Vorstandsmitglied
Karl-Thomas Neumann habe der Online-Ausgabe der Branchenzeitung
"Automobilwoche" bestätigt, dass unter anderem die Vorentwicklung des so
genannten "APIA-Systems" für GM übernommen wird, mit dem GM den
Sicherheitsstandard seiner Fahrzeugpalette verbessern will. Dies geht aus einer
am Mittwoch veröffentlichten Vorabmeldung des Magazins hervor. APIA steht für
"Active Passive Integration Approach" und umfasst die Vernetzung aller aktiven
und passiven Sicherheitssysteme sowie die Integration der Umfeld-Sensorik.
Deutsche Post: Planen keinen Preiskrieg beim Brief
Die Deutsche Post AG ist dem Eindruck entgegengetreten, sie plane auf dem
inländischen Briefmarkt nach der vollständigen Liberalisierung einen
Preiskrieg. Ein Konzernsprecher sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones
Newswires, es seien dann zwar auch wegen veränderter regulatorischer
Rahmenbedingungen Portosenkungen in einem begrenzten Ausmaß möglich. Einen
regelrechten Preiskrieg könne und wolle die Post aber nicht anzetteln. Das sei
schon auf Grund der hohen Personalkosten nicht möglich. Zuvor hatte die
"Financial Times Deutschland" berichtet, die Post habe für die Zeit nach dem
Ende des Briefmonopols einen "harten Preiskampf" angekündigt.
KarstadtQuelle sucht neuen Finanzvorstand
Die KarstadtQuelle AG sucht einen Nachfolger für ihren Finanzvorstand Harald
Pinger. Wie der Handelskonzern einräumte, sind Vorstand und Aufsichtsrat des
Unternehmens derzeit "in fortgeschrittenen Gesprächen mit mehreren Kandidaten"
für die Nachfolge von Pinger. Dabei stünden derzeit "weder der Zeitpunkt des
Wechsels, noch der Name des Nachfolgers fest". Pinger werde bis zur Wahl seines
Nachfolgers sein Amt weiter ausführen. Mit der Mitteilung reagiert das
Unternehmen auf einen am frühen Nachmittag verbreiteten Vorabbericht des
"manager magazins", wonach Pinger das Unternehmen verlassen wird.
Rheinmetall erwartet Auftrag über 200 Mio EUR für Boxer-Panzer
Die Rheinmetall AG erwartet nach eigenen Angaben einen Auftrag über die
Lieferung des Transportpanzers Boxer im Volumen von über 200 Mio EUR. Wie der
MDAX-Konzern am Mittwoch mitteilte, steht die Auftragsvergabe nach der am
Berichtstag erfolgten Billigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen
Bundestags "unmittelbar bevor". Damit würde das Unternehmen einen wichtigen
Schritt zum Erreichen seiner Auftragsziele für das Jahr 2006 machen. Der
Transportpanzer Boxer ist ein grenzübergreifendes Beschaffungsvorhaben der
Bundeswehr und der niederländischen Streitkräfte. Die offizielle
Vertragsunterzeichnung werde nun für den 19. Dezember erwartet, so Rheinmetall
MTU Aero erhält Auftrag aus China über 110 Mio EUR
Die MTU Aero Engines ist an einem Auftrag der China Southern mit einem
Gesamtwert von 1,35 Mrd USD beteiligt. Für MTU Aero Engines bedeute diesen
einen Umsatz "von über 110 Mio EUR", teilte der Münchener Triebswerkshersteller
am Mittwoch mit. Die Auslieferungen sollen 2007 beginnen und bis 2010 laufen,
sagte MTU-Sprecher Odilo Mühling auf Nachfrage Dow Jones Newswires. China
Southern habe bei dem Triebwerkskonsortium International Aero Engines (IAE)
V2500-Antriebe für 50 neue Maschinen der Airbus A320-Familie bestellt.
Heidelberger Druck erwartet Abschwung frühestens Ende 2008
Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist zufrieden mit dem Verlauf des Jahres
2006 und erwartet kurzfristig auch keinen Abschwung. "Wir hatten ein gutes
Jahr", sagte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier am Dienstagabend vor
Journalisten. "Der Auftragseingang im Inland lag 2006 rund 20% über unseren
Erwartungen", führte Schreier aus. Auch 2007 rechne er noch nicht mit einem
konjunkturellen Rückgang. "Falls es einen Abschwung gibt, kommt der erst Ende
2008 oder 2009". Die Planung für das Geschäftsjahr 2006/07 (31.3.) bekräftigte
Schreier. Der MDAX-Konzern will seinen Umsatz um rund 5% steigern und seine
operative Marge auf rund 10% ausweiten. 2005/06 waren die Einnahmen um 12% auf
3,6 Mrd EUR gestiegen, und die operative Rendite hatte bei 7,7% gelegen.
EU genehmigt Nycomed die Übernahme von Altana Pharma
Die EU-Kommission hat dem dänischen Pharmakonzern Nycomed Group am Mittwoch
grünes Licht für die Übernahme von Atlanta Pharma AG gegeben. Das geht aus
einer Mitteilung der Kartellbehörde hervor. Nycomed zahlt dem Pharma- und
Chemiekonzern Altana AG etwa 4,5 Mrd EUR. Die Transaktion war in der zweiten
Septemberhälfte vereinbart worden.
DJG/abe
13.12.2006 - 17:06:44
Allianz-Life-CEO Zesbaugh legt sein Amt nieder
MINNEAPOLIS (Dow Jones)--Der CEO der Allianz-Tochter für Lebensversicherung
in den USA, Mark Zesbaugh, hat sein Amt niedergelegt. Er wolle neue berufliche
Herausforderungen annehmen, teilte die Allianz-Tochter Allianz Life Insurance
Co of North America am Mittwoch mit. Der Präsident des gesamten US-Geschäfts
der Allianz SE, Chuck Kavitsky, werde das Amt vorrübergehend begleiten, solange
bis ein neuer CEO gefunden sei.
Webseite: https://www.allianzlife.com/
DJG/DJN/rne/rio
13.12.2006 - 16:17:45
TAGESVORSCHAU/14. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
07:00 DE/Techem AG, Jahresergebnis (endgültig), Frankfurt (A)
09:00 DE/Bundeskanzlerin Merkel, Regierungserklärung zur
bevorstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft, Berlin
09:30 AT/Immoeast Immobilien Anlagen AG, PK zum Ergebnis 1H, Wien
***09:30 CH/Schweizerische Nationalbank (SNB), Geldpolitische
Lagebeurteilung mit Zinsentscheid, Bern
***10:00 EU/EZB, Monatsbericht Dezember
10:00 DE/Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
(GDV), PK zum Thema Kreditversicherung, Köln (A)
10:00 DE/ZF Friedrichshafen AG, Jahresabschluss-PK, Friedrichshafen
10:00 FI/Suomen Pankki, PK mit Präsident Liikanen zu den
Wirtschaftsprognosen der Zentralbank, Helsinki (A)
10:00 IT/Verbraucherpreise November (endgültig)
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
vorläufig: +0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
***10:30 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung, PG mit Präsident
Sinn zum Thema: "Die Wirtschaftslage zum Jahreswechsel
2006/07", München
***10:30 GB/Einzelhandelsumsatz November
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+2,8% gg Vj
zuvor: +0,9% gg Vm/+3,9% gg Vj
***11:00 DE/Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung
(RWI), Konjunkturprognose, Essen
11:00 EU/Eurostat, Arbeitskosten 3Q
Eurozone
PROGNOSE: +2,6% gg Vj
zuvor: +2,4% gg Vj
11:00 EU/Eurostat, Erwerbstätigkeit 3Q
11:30 DE/Frankfurter Sparkasse AG, PK zum Stand der Integration in
den Helaba-Konzern und zur abgeschlossenen Neuausrichtung,
Frankfurt (A)
12:00 DE/E.ON AG, Bekanntgabe der Beschlüsse der AR-Sitzung vom
Vortag zur Investitionsplanung (17:00 Conference Call),
Düsseldorf
***14:00 US/Lehman Brothers Holdings Inc, Ergebnis 4Q
(PROGNOSE: 1,68), New York
***14:30 US/Import- und Exportpreise November
Importpreise
PROGNOSE: -0,2% gg Vm
zuvor: -2,0% gg Vm
***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: -4.000 auf 320.000
zuvor: -34.000 auf 324.000
18:00 DE/Johann Wolfgang Goethe Universität, Money and Macro
Lecture des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Vortrag
von EZB-Direktoriumsmitglied Stark zum Thema:
"Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank", Frankfurt (A)
18:00 DE/Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB), PG zur
Geschäftsentwicklung 2006 und zu aktuellen Themen der Bank
(Berichterstattung am Folgetag), Hannover
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
- DE/TUI AG, AR-Sitzung zu den mittelfristigen Zielen und das
Budget für 2007, Hannover (A)
*** - DE/Biogas Nord AG, Erstnotiz im Entry Standard der
Frankfurter Wertpapierbörse
*** - GB/HBOS plc, Trading Statement, Edinburgh
- AT/Flughafen Wien AG, Verkehrszahlen November, Wien
- AT/Pankl Racing Systems AG, Jahresergebnis, Bruck a.d. Mur
- DK/Danisco A/S, Ergebnis 1H, Kopenhagen
- GB/MyTravel Group plc, Jahresergebnis, London
- US/Bear Stearns Companies Inc, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 3,36),
New York
- EU/Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs
(bis 15.12.), Brüssel (A)
- CN/US-Finanzminister Paulson und Fed-Chairman Bernanke,
Teilnahme an der ersten Sitzung des US-China Strategic
Economic Dialogue (bis 15.12.), Peking
*** - NG/OPEC, 143. ao Ministertreffen, Abuja
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
===
DJG/gla
-0-
13.12.2006 - 16:16:57
KarstadtQuelle sucht neuen Finanzvorstand
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die KarstadtQuelle AG sucht einen Nachfolger für
ihren Finanzvorstand Harald Pinger. Wie der Handelskonzern am Mittwoch
einräumte, sind Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens derzeit "in
fortgeschrittenen Gesprächen mit mehreren Kandidaten" für die Nachfolge von
Pinger. Dabei stünden derzeit "weder der Zeitpunkt des Wechsels, noch der Name
des Nachfolgers fest". Pinger werde bis zur Wahl seines Nachfolgers sein Amt
weiter ausführen.
Mit der Mitteilung reagiert das Unternehmen auf einen am frühen Nachmittag
verbreiteten Vorabbericht des "manager magazins", wonach Pinger das Unternehmen
verlassen wird. Pinger sei "zermürbt von häufigen Reibereien im Vorstand",
einerseits mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff, andererseits mit
Versandhandelsvorstand Marc Sommer, schreibt das Magazin. Pinger schätze
"Gegenwart und Zukunft des Unternehmens weit weniger optimistisch ein als
Middelhoff".
KarstadtQuelle dementierte dieses Darstellung. "Es gibt weder
gegensätzliche Auffassungen noch Meinungsverschiedenheiten im Vorstand der
KarstadtQuelle AG", heißt es der Mitteilung des Unternehmens.
"Der Aufsichtsrat der KarstadtQuelle AG hat im Oktober 2006 den Vertrag von
Herrn Pinger verlängert. Darin enthalten war die Zusicherung, dass er eine
operative Verantwortung außerhalb des Konzerns suchen kann", heißt es in der
Mitteilung weiter. Zeitgleich mit dieser Vereinbarung sei mit der Suche nach
einem geeigneten Nachfolger begonnen worden.
Nach Darstellung des "manager magazins" hat der scheidende
Linde-Finanzvorstand Peter die besten Chancen, Pingers Nachfolge anzutreten.
Webseite: http://www.karstadtquelle.com/
http://www.manager-magazin.de
DJG/abe/rio
13.12.2006 - 15:52:27
EU genehmigt Nycomed die Übernahme von Altana Pharma
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat dem dänischen Pharmakonzern
Nycomed Group am Mittwoch grünes Licht für die Übernahme von Atlanta Pharma AG
gegeben. Das geht aus einer Mitteilung der Kartellbehörde hervor. Nycomed zahlt
dem Pharma- und Chemiekonzern Altana AG etwa 4,5 Mrd EUR. Die Transaktion war
in der zweiten Septemberhälfte vereinbart worden.
DJG/DJN/rio/abe
13.12.2006 - 15:43:55
Heidelberger Druck erwartet Abschwung frühestens Ende 2008
HEIDELBERG (Dow Jones)--Die Heidelberger Druckmaschinen AG ist zufrieden
mit dem Verlauf des Jahres 2006 und erwartet kurzfristig auch keinen Abschwung.
"Wir hatten ein gutes Jahr", sagte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier am
Dienstagabend vor Journalisten. "Der Auftragseingang im Inland lag 2006 rund
20% über unseren Erwartungen", führte Schreier aus. Auch 2007 rechne er noch
nicht mit einem konjunkturellen Rückgang. "Falls es einen Abschwung gibt, kommt
der erst Ende 2008 oder 2009".
Die Planung für das Geschäftsjahr 2006/07 (31.3.) bekräftigte Schreier. Der
MDAX-Konzern will seinen Umsatz um rund 5% steigern und seine operative Marge
auf rund 10% ausweiten. 2005/06 waren die Einnahmen um 12% auf 3,6 Mrd EUR
gestiegen, und die operative Rendite hatte bei 7,7% gelegen.
In Deutschland werde das Geschäftsvolumen 2007 "aufgrund des unerwartet
hohen Niveaus des ausklingenden Jahres" zwar eher leicht rückläufig ausfallen,
dafür könnte das Geschäft in China wieder zulegen, sagte Schreier. China habe
momentan hohe Einfuhrzölle auf großformatige Hochleistungs-Druckmaschinen
verhängt, doch sei deren Rücknahme für 2007 signalisiert worden, sagte der CEO.
Auch andere Auslandsmärkte wie USA oder Japan dürften zulegen. In Indien
sorge der Qualitätsanspruch an Drucksachen von Seiten der großen westlichen
Konzerne, die dorthin expandierten, für Nachfrage nach hochwertigen
Druckmaschinen. Für 2008 sei aufgrund der Fachmesse Drupa eine Sonderkonjunktur
in der Druckbranche zu erwarten, führte Schreier aus.
Webseite: http://www.heidelberg.com/
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29 725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/rio
-0-
13.12.2006 - 15:17:26
Rheinmetall erwartet Auftrag über 200 Mio EUR für Boxer-Panzer
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Rheinmetall AG erwartet nach eigenen Angaben
einen Auftrag über die Lieferung des Transportpanzers Boxer im Volumen von über
200 Mio EUR. Wie der MDAX-Konzern am Mittwoch mitteilte, steht die
Auftragsvergabe nach der am Berichtstag erfolgten Billigung durch den
Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags "unmittelbar bevor". Damit würde
das Unternehmen einen wichtigen Schritt zum Erreichen seiner Auftragsziele für
das Jahr 2006 machen.
Der Transportpanzer Boxer ist ein grenzübergreifendes Beschaffungsvorhaben
der Bundeswehr und der niederländischen Streitkräfte. Die offizielle
Vertragsunterzeichnung werde nun für den 19. Dezember erwartet, so Rheinmetall.
Industrieller Vertragspartner sei die Artec GmbH als Führungsgesellschaft des
ausführenden Industriekonsortiums. Insgesamt umfasse der Auftrag 400 Fahrzeuge,
von denen 200 von der Bundeswehr angeschafft werden, teilte Rheinmetall weiter
mit. Als Option für die deutsche Seite seien weitere 72 Exemplare in einer
Sanitäts-Version eingeplant.
Rheinmetall sei auf deutscher Seite zunächst für den Bau von 65
Boxer-Panzern verantwortlich. Dieses Auftragsvolumen liegt den Angaben zufolge
bei rund 155 Mio EUR. Bei der Auslieferung der Fahrzeuge "in den kommenden
Jahren" werden die Aufträge entsprechend als Umsätze verbucht, sagte
Rheinmetall-Sprecher Peter Rücker Dow Jones Newswires auf Nachfrage.
Von den optionalen Sanitäts-Modellen werde Rheinmetall 20 Exemplare
anfertigen. Dieses entspreche einem Auftragsvolumen von 50 Mio EUR für das
kommende Jahr. Zwar habe der Haushaltsausschuss die Anschaffung der insgesamt
72 Sanitätspanzer am Berichtstag bereits verabschiedet, doch werde dieser
Auftrag erst mit der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2007 wirksam, erläutert
Rücker.
Von dem Gesamtauftragsvolumen werden die 155 Mio EUR bei Rheinmetall als
Auftragseingang im laufenden Jahr verbucht, sagte Rücker weiter. In den ersten
neun Monaten war der Auftragseingang bei Rheinmetall unterhalb des
Vorjahresniveaus geblieben. Das Unternehmen hatte dieses mit der
Auftragseingangsentwicklung im Defence-Geschäft begründet, die in der ersten
Jahreshälfte des Vorjahres durch zwei Großaufträge geprägt war.
Für das laufende Geschäftsjahr seien im Rüstungsgeschäft volumenstarke
Auftragseingänge für den Boxer und für das Führungsinformationssystem Heer
planmäßig erst im vierten Quartal zu erwarten, hieß es damals. Das nun nach der
Verabschiedung durch den Haushaltsausschuss zu erwartende Auftragsvolumen von
155 Mio EUR für 2006 entspreche den Erwartungen, so Rücker.
Rheinmetall gehe davon aus, dass auch das Führungsinformationssystem Heer
noch im laufenden Jahr beauftragt werde. Mit diesen beiden Großaufträgen und
weiteren kleineren Aufträgen würde Rheinmetall dann im Plan liegen, die eigenen
Ziele beim Auftragseingang zu erreichen, so Rücker.
Webseite: http://www.rheinmetall.de
-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
alexander.becker@dowjones.com
DJG/abe/rio
13.12.2006 - 15:12:38
Conti erhält GM-Auftrag über 300 Mio USD - Automobilwoche
HANNOVER (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Continental hat einen Auftrag
der General Motors Corp im Volumen von rund 300 Mio USD erhalten.
Continental-Vorstandsmitglied Karl-Thomas Neumann habe der Online-Ausgabe der
Branchenzeitung "Automobilwoche" bestätigt, dass unter anderem die
Vorentwicklung des so genannten "APIA-Systems" für GM übernommen wird, mit dem
GM den Sicherheitsstandard seiner Fahrzeugpalette verbessern will. Dies geht
aus einer am Mittwoch veröffentlichten Vorabmeldung des Magazins hervor.
APIA steht für "Active Passive Integration Approach" und umfasst die
Vernetzung aller aktiven und passiven Sicherheitssysteme sowie die Integration
der Umfeld-Sensorik. "Wir haben gerade mehrere größere Aufträge von GM
gewonnen", wird Neumann zitiert: "Wir haben unter anderem einen
Vorentwicklungsauftrag und werden damit APIA-Partner von GM". Weitere Details
zu den neuen Verträgen und zum gesamten Vertragsvolumen habe er nicht nennen
wollen.
Aus GM-Führungskreisen berichtet das Magazin, dass der Zulieferer im
kommenden Jahr Komponenten wie Brems-, Stabilitäts- und Fahrwerkregelsysteme im
Wert von insgesamt rund 300 Mio USD liefern wird. Mit den jüngsten Verträgen
werde CAS sein Geschäft mit GM "um rund zehn Prozent ausbauen", wurde eine
nicht näher genante GM-Managerin in Detroit zitiert.
Webseite: http://www.conti-online.com
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/rio
-0-
13.12.2006 - 15:11:51
SVR/Franz: Unternehmensteuerreform nur teilweise richtig
BERLIN (Dow Jones)--Die Pläne von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und
dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch für eine Unternehmensteuerreform
werden aus dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung (SVR) nur teilweise unterstützt. "Es geht, was die
Standortattraktivität betrifft, in die richtige Richtung," sagte SVR-Mitglied
Wolfgang Franz am Mittwoch in Berlin und verwies auf die vorgesehene Senkung
des Körperschaftsteuersatzes. "Aber das zweite Kriterium der
Entscheidungsneutralität wird eindeutig verletzt", kritisierte Franz.
Zur Begründung sagte der Präsident des Zentrums für Europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW), die geplante Abgeltungsteuer diskriminiere in der
jetzt vorgesehenen Form die Eigenkapitalfinanzierung. Franz warb in einem
Vortrag erneut für das vom SVR vorgelegte Konzept der dualen Einkommensteuer,
in das sich auch die Abgeltungsteuer einbauen ließe.
Zur gegenwärtigen Konjunkturentwicklung bekräftigte Franz die Prognose des
SVR von 2,4% Wachstum in diesem und 1,8% im nächsten Jahr. Jüngste Prognosen
von 2% oder mehr für 2007 lägen "in einer Größenordnung" mit der des SVR, sagte
er zu Dow Jones Newswires. Die fünf Wirtschaftsweisen sähen sich deshalb nicht
veranlasst, eine Revision ihrer Prognose vorzunehmen.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/ptt
-0-
13.12.2006 - 15:08:42
EP beschließt strengere Abgasvorschriften für Pkw
STRAßBURG/BRÜSSEL (Dow Jones)--Auf Autohersteller und -fahrer in Europa
kommen neue Abgasnormen zu. Das Europäische Parlament (EP) stimmte am Mittwoch
in erster Lesung für die Einführung der Normen Euro-5 und Euro-6 für Pkw. Die
neuen Abgasbestimmungen sollen ab 2009 bzw 2014 gelten. Parlament und
Mitgliedstaaten haben sich bereits auf die Grenzwerte verständigt, so dass eine
zweite Lesung nicht mehr nötig sein sollte. Laut der CSU-Abgeordneten Anja
Weissgerber erwartet das Parlament die formale Zustimmung des Ministerrates
noch vor Jahresende.
Um die neuen Euro-5-Grenzwerte einzuhalten, ist für Diesel-Fahrzeuge nach
heutigem Stand der Technik der Einbau eines Rußpartikelfilters nötig. Das
Gesetz unterscheidet zwischen ganz neu entwickelten Fahrzeugtypen und Neuwagen
bereits existierender Typen: Für erstere soll Euro-5 ab dem 1. September 2009
und Euro-6 ab dem 1. September 2014 Pflicht werden. Letztere müssen die Normen
ab dem 1. Januar 2011 bzw ab dem 1. September 2015 einhalten. Umweltschützer
kritisierten das Ergebnis als unzureichend, weil es bei Diesel-Motoren sogar
hinter den USA zurückbleibe.
Der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote, EP-Berichterstatter für den
Gesetzesvorschlag, erwartet dagegen von den neuen Normen einen "maßgeblichen"
Beitrag zum Umweltschutz. "Die weitere gute Nachricht: Der Bürger muss dafür
noch nicht mal tief in die Tasche greifen", sagte er in Straßburg nach der
Abstimmung. Denn die Mitgliedstaaten sollten die Möglichkeit bekommen, die
Einführung der umweltfreundlicheren Fahrzeuge bereits vor 2009 steuerlich zu
fördern.
Auch die Europäische Kommission begrüßte das Votum des Parlaments.
Informell hatten sich EP und Mitgliedstaaten in der vergangenen Woche auf die
Grenzwerte verständigt. Danach sollen Diesel-Pkw nach der Euro-5-Norm nur noch
180 mg Stickoxide pro km ausstoßen dürfen. Bisher sind es 250 mg/km. Unter
Euro-6 soll die Grenze auf 80 mg/km sinken. Für die Pkw mit Benzin-Motoren soll
die Euro-5-Norm die Stickoxide auf 60 mg/km begrenzen und damit 20 mg/km
weniger als bisher. Die Euro-6-Norm sieht keine weitere Verschärfung vor. Mit
Euro-5 wird auch eine die Grenze für den Ausstoß von Russpartikeln gesenkt:
statt 25 mg/km sollen nur noch 5 mg/km erlaubt sein.
Die Euro-5-Verordnung enthält neben den neuen Grenzwerten für
Schadstoffemissionen auch Regelungen für den Zugang zu technischen
Informationen, elektronischen Fehlercodes oder Diagnosegeräten. Freie
Werkstätten sollen einen "uneingeschränkten Zugang" zu diesen Daten bekommen,
die laut EP für viele Reparaturarbeiten notwendig sind, besonders für jene
Komponenten eines Pkw, die die eines Pkw Emissionen kontrollieren. Durch die
Regelung sollen die Verbraucher unter mehr Werkstätten wählen können.
DJG/frh/dmt/hab
-0-
13.12.2006 - 15:00:49
UPDATE: EU-Chemikalienverordnung Reach de facto verabschiedet
(NEU: Reaktionen der Wirtschaftsverbände und der EU-Kommission)
BRÜSSEL/FRANKFURT (Dow Jones)--Die deutsche Chemieindustrie hat die neue
EU-Gesetzgebung zur Registrierung, Risikobewertung und Zulassung chemischer
Stoffe (Reach) als Belastung für die Branche bewertet. "Unsere internationale
Wettbewerbsfähigkeit gerät mit Reach noch stärker unter Druck", sagte der
Präsident des Verbandes der chemischen Industrie (VCI), Werner Wenning, am
Mittwoch.
Zuvor hatte das Europäische Parlament (EP) einem mit dem EU-Ministerrat
ausgehandelten Kompromiss zur Reach-Verordnung mit großer Mehrheit zugestimmt.
Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI), sprach von einem "akzeptablen"
Kompromiss.
Jetzt komme es darauf an, mit der komplexen Materie Erfahrungen zu sammeln,
erklärte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann. Dies eröffne die Perspektive einer
praxisgerechten Novellierung von Reach. Es wird erwartet, dass die
EU-Umweltminister das Gesetz am 18. Dezember formal endgültig auf den Weg
bringen. Reach soll dann am 1. Juni 2007 in Kraft treten. Das Gesetz soll nach
fünf Jahren auf seine Praxistauglichkeit überprüft werden.
Die EU-Kommission erwartet einen "erheblich" besseren Schutz von Gesundheit
und Umwelt. Industriekommissar Günter Verheugen sprach zudem von einem Beispiel
für die bessere Rechtssetzung, da mit der Chemikalien-Verordnung 40 einzelne
Rechtsakte ersetzt würden. Die Kosten zur Umsetzung der neuen Bestimmungen
schätzt die Kommission für die Hersteller auf 2,3 Mrd EUR innerhalb von elf
Jahren und auf eine Summe zwischen 0,5 Mrd EUR und 1,3 Mrd EUR für das
verarbeitende Gewerbe.
Die Verordnung ist eines der umfassendsten Gesetzesvorhaben der EU mit weit
reichenden Konsequenzen für große Teile der Industrie. Ziel von Reach ist es,
die Daten der über rund 30.000 Chemikalien am Markt innerhalb von elf Jahren
bei einer neu einzurichtenden Agentur mit Sitz in Helsinki zentral zu erfassen.
Für Stoffe, die als gefährlich für die Gesundheit und die Umwelt eingestuft
sind, wird ein Zulassungsverfahren eingeführt. Der Hersteller muss sich aber
auch dann verpflichten, sich um eine unbedenklichere Alternative zu bemühen,
wenn er nachweisen kann, dass die Verwendung des Stoffes angemessen
kontrolliert werden kann. "Für viele Produkte und Produktionsanlagen bedeutet
diese Verschärfung eine erhebliche Rechtsunsicherheit. Investitionen werden
dadurch verzögert oder sogar verhindert", erklärte der VCI-Präsident.
Als positiv bewerteten die Verbände, dass Rat und Parlament einen stärkeren
Schutz von Geschäftsgeheimnissen beschlossen haben als ursprünglich vorgesehen.
Die Zusammensetzung neuer Chemikalien, die bei der Registrierung eines Stoffes
angegeben werden muss, soll jetzt erst nach sechs und nicht schon nach drei
Jahren veröffentlicht werden - für Zwischenprodukte gilt sogar ein zeitlich
unbegrenzter Schutz. Laut VCI spielt diese Regelung eine wichtige Rolle für die
Entwicklung teurer neuer Produkte, wie etwa Arzneimittelwirkstoffe.
Mit dem neuen Gesetz wird erstmals die Beweislast für die Unbedenklichkeit
eines Stoffes umgekehrt. Künftig müssen die Hersteller nachweisen, dass von
ihren Produkten keine Gefahr ausgeht oder ihre Anwendung angemessen
kontrolliert werden kann. Für den Umgang mit chemischen Substanzen in
importierten Produkten aus Drittstaaten wurde keine zufrieden stellende Lösung
erzielt, die mit den Regeln der Welthandelsorganisation zu vereinbaren gewesen
wäre. Hier wird die "Achillesferse" der neuen Verordnung gesehen.
Auch ist es mit der Verabschiedung des komplexen Gesetzes, dessen Text über
tausend Seiten umfasst, keineswegs getan. Damit steht nur das theoretische
Grundgerüst. Der Vorsitzende des EP-Umweltausschusses, Karl-Heinz Florenz,
sprach kürzlich davon, dass die EU-Kommission mit rund 20.000 Seiten an
Erklärungen und Leitlinien rechnet, die sie der Industrie an die Hand geben
will. Solle Reach in der Praxis funktionieren, benötigten aber vor allem kleine
und mittlere Betriebe einfache Anweisungen, warnte der VCI. Die Kommission
kündigte an, dass die entsprechenden Informationen ab Mitte 2007 kostenlos auf
der Website der Chemikalienagentur abrufbar seien.
-Von Angelika Steinfort, Dow Jones Newswires; +32 2 7411490,
europa.de@dowjones.com
DJG/ang/ptt
-0-
13.12.2006 - 14:59:03
EUREX/Solider US-Einzelhandel drückt auf die Renten-Futures
FRANKFURT (Dow Jones)--Ein überraschend stabiler US-Einzelhandel hat am
Mittwochnachmittag die Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt kräftig
nachgeben lassen. Der marktführende März-Kontrakt auf den Bund steigt gegen
14.57 Uhr um 7 Ticks auf 118,18%. Kurz vor Veröffentlichung der Daten hatte der
Kontrakt jedoch noch bei 118,48%, also 30 Ticks höher gestanden. Das Tagestief
liegt bei 118,14%, das Tageshoch bei 118,53%. Umgesetzt worden sind bislang
879.061 Kontrakte. Im November hat der Einzelhandel in den USA im Vergleich zum
Oktober 1% mehr umgesetzt. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Anstieg von
0,2% gerechnet. Zudem wurde der Umsatzrückgang im Oktober auf 0,1% von zuvor
0,4% hoch revidiert.
"Die Einzelhandelsumsätze sind zwar stets sehr volatil. Die Abweichung vom
Konsens ist aber im Monat November groß und übt Aufwärtsdruck auf die Renditen
aus", sagt ein Händler. Hinzu komme eine nicht gerade aussichtsreiche
charttechnische Lage des Bund-Future. Der März-Kontrakt könne in den kommenden
Tagen den seit Juli gültigen Aufwärtstrend testen, der aktuell bei 117,72%
verlaufe. Ein Widerstand liege bei 118,30%. Der Bobl-Future fällt um 3 Ticks
auf 109,81%.
DJG/bek/rso
13.12.2006 - 14:49:32
US-Anleihen starten leichter
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Anleihen sind am Mittwoch mit
US-Einzelhandelsdaten leichter in den Handel in New York gestartet. Gegen 14.38
Uhr MEZ sinken zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,625% um 10/32 auf
100-25/32 und rentieren mit 4,53%. Der mit 4,50% verzinste Longbond büßt 16/32
auf 97-25/32 und rentiert mit 4,64%.
DJG/rso
13.12.2006 - 14:40:48
Weiter kein Ende der Sanierung im RWE-Kraftwerk Biblis absehbar
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Eine Ende des umfangreichen Kontroll- und
Sanierungsprogramms im Atomkraftwerk Biblis ist nach Angaben des
Energiekonzerns RWE weiterhin nicht absehbar. Eine Sprecherin des Kraftwerks
sagte am Mittwoch, Anfang Januar werde Biblis ganz sicher nicht wieder ans Netz
gehen können. Wie lange die beiden Kraftwerksblöcke noch abgeschaltet blieben,
könne weiterhin noch nicht genau beziffert werden, sagte sie. Dies hänge auch
vom weiteren Verlauf des laufenden Sanierungsprogramms ab, das insgesamt
"mehrere Monate in Anspruch" nehme.
RWE hatte im Oktober bei einer Revision von Biblis A entdeckt, dass
Spezialdübel zur Befestigung von Anlagenkomponenten Montagemängel aufwiesen. Da
von diesen Mängeln auch Biblis B betroffen war, wurde dieser Kraftwerksblock
ebenfalls vom Netz genommen. Bislang hatte RWE lediglich davon gesprochen, dass
die Beseitigung der Montagemängel voraussichtlich über das Jahresende hinaus
andauern wird.
Der außerplanmäßige Stillstand des Kraftwerks wird nach Angaben des Essener
Versorgers den operativen Gewinn 2006 belasten. Bereits bei der Vorlage des
jüngsten Zwischenberichts im November hatte RWE darauf verwiesen, dass sich das
Unternehmen kurzfristig am Markt habe mit Strom eindecken müssen - zu deutlich
höheren Preisen. Dies werde einen "nicht zu vernachlässigenden Effekt" auf das
Ergebnis haben.
Webseite: http://www.rwe.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/rio
13.12.2006 - 14:38:46
VW: Haben keinen Fusionsplan für MAN/Scania verschickt
WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG hat sich nach eigenen Angaben
nicht um eine Fusion der beiden Nutzfahrzeughersteller MAN und Scania mit den
eigenen Lkw-Aktivitäten bemüht. Angesprochen auf ein Schreiben des noch
amtierenden VW-Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder vom 15.November an
seine Amtskollegen bei MAN und Scania, sagt VW-Sprecher Cord Dreyer: "Von VW
ist weder zu diesem noch zu irgendeinem anderen Zeitpunkt eine Fusionsplan
verschickt worden".
Von einem solchen Brief hatte die schwedische Tageszeitung "Dagens
Industri" berichtet. Darin sollen die Pläne für einen Mehrmarken-Konzern für
Nutzfahrzeuge dargelegt worden sein.
Pischetsrieder habe lediglich "abstrakte Überlegungen" darüber angestellt,
wie ein Mehrmarken-Lkw-Konzern organisatorisch gegliedert sein könnte, sagte
der VW-Sprecher. Dies sei Gegenstand eines Gespräches zwischen ihm und dem
MAN-Vorstandsvorsitzenden Haakan Samuelsson, dem Scania-Vorstandsvorsitzenden
Leif Östling sowie dem CEO des zweitgrößten Scania-Anteilseigner Investor AB,
Boerje Ekholm am 8. November gewesen.
Pischetsrieder hatte kürzlich in einem Zeitungs-Interview erklärt, dass er
nach seinem Ausscheiden als VW-Vorstandsvorsitzender im nächsten Jahr die
Fusion von MAN und Scania vorantreiben wolle. Dies sei eines der Projekte, das
er für VW betreuen werde.
MAN will Scania für rund 10,3 Mrd EUR übernehmen. Scania lehnt dies ebenso
wie Großaktionär Investor AB strikt ab. VW pocht auf eine friedliche Einigung
zwischen beiden Unternehmen.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
http://www.scania.com
http://www.man.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/rio
-0-
13.12.2006 - 14:33:06
Deutsche Bank erwartet 2007 besseres IPO-Jahr als 2006
Von Susanne Gremmler und Simon Steiner
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank erwartet im nächsten Jahr in
Deutschland ein besseres Geschäft mit Börsengängen als 2006. "Das IPO-Jahr 2007
wird besser als 2006", sagte Georg Hansel, Co-Head Equity Capital Markets (ECM)
Deutschland bei der Deutschen Bank, im Gespräch mit Dow Jones Newswires.
Wenn sich das Markumfeld nicht deutlich verschlechtere, seien im nächsten
Jahr mehr Initial Public Offerings (IPOs) mit einem größeren Gesamtvolumen zu
erwarten. Im laufenden Jahr haben sich bislang 30 Unternehmen im Prime Standard
der Deutschen Börse listen lassen. Deren Emissionsvolumen summierte sich auf
über 7 Mrd EUR.
Investmentbanker Hansel erwartet für 2007 außerdem mehr große Börsengänge
als in diesem Jahr. "Ich rechne im kommenden Jahr mit 5 bis 10 IPOs mit einem
Emissionsvolumen von jeweils über 500 Mio EUR", so Hansel. Im laufenden Jahr
gingen mit Symrise, Wacker Chemie und GAGFAH lediglich drei Unternehmen mit
einem höheren Platzierungsvolumen ans Parkett.
Bereits in den ersten Monaten des nächsten Jahres dürfte das Geschäft mit
IPOs anziehen. "Für das erste Halbjahr haben wir jetzt schon mehr Mandate als
im Vorjahr zur gleichen Zeit", sagte Hansel. Insgesamt zeigte sich der Banker
sehr zufrieden mit den Aussichten für das eigene Geschäft: "Die Deutsche Bank
selber hat eine robuste IPO-Pipeline."
2006 habe das Institut 7 Börsengänge in Deutschland begleitet. "Ich kann
mir gut vorstellen, dass wir im kommenden Jahr diese Zahl übertreffen werden",
so Hansel.
Sehr ausgeprägt dürften sich Börsengänge auf den Sektor Real Estate
konzentrieren. "Die Einführung von REITs in Deutschland wird dabei für viele
Transaktionen sorgen." Dies dürfte sich in späteren Jahren fortsetzen. Bereits
jetzt machten sich viele Unternehmen Gedanken darüber, wie sie von der
REITs-Einführung profitieren könnten, sagte der Banker.
Daneben erwartet Hansel aus den Sektoren Biokraftstoffe und Technologie
einige Börsengänge. Auch im Internetbereich gebe es durchaus noch Potenzial.
Wichtig seien hier aber stimmige Geschäftsmodelle und dass die Unternehmen
profitabel arbeiteten.
Die IPO-Entwicklung wird auch 2007 in erheblichem Maße von den Aktivitäten
der großen Beteiligungsgesellschaften bestimmt. "Die Exits der Finanzinvestoren
werden den IPO-Markt im kommenden Jahr stark beeinflussen", sagte der
Investmentbanker. Hansel schätzt, dass rund die Hälfte aller Börsengänge mit
mehr als 50 Mio EUR Emissionsvolumen in Deutschland dem Ausstiegswunsch eines
Finanzinvestors entspringen. Er erwartet dies für nahezu alle Branchen.
Die Bedeutung der Frankfurter Börse für IPOs von Unternehmen mit Sitz im
Ausland dürfte zunehmen. "Der Finanzplatz Deutschland könnte im kommenden Jahr
durchaus IPO-Kandidaten aus Asien anziehen", glaubt Hansel. Vor allem aus China
könnten Listings kommen. "Hier könnte ich mir ein bis zwei Transaktionen
vorstellen." Russische Unternehmen dagegen würden wohl auch künftig vorrangig
in London antreten.
Webseite: http://www.deutsche-bank.de/
-Von Susanne Gremmler und Simon Steiner, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 - 29725 116, ipo.de@dowjones.com
DJG/sms/rio
13.12.2006 - 13:23:13
MTU Aero erhält Auftrag aus China über 110 Mio EUR
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die MTU Aero Engines ist an einem Auftrag der China
Southern mit einem Gesamtwert von 1,35 Mrd USD beteiligt. Für MTU Aero Engines
bedeute diesen einen Umsatz "von über 110 Mio EUR", teilte der Münchener
Triebswerkshersteller am Mittwoch mit. Die Auslieferungen sollen 2007 beginnen
und bis 2010 laufen, sagte MTU-Sprecher Odilo Mühling auf Nachfrage Dow Jones
Newswires.
China Southern habe bei dem Triebwerkskonsortium International Aero Engines
(IAE) V2500-Antriebe für 50 neue Maschinen der Airbus A320-Familie bestellt.
MTU hatte das Konsortium vor über zwei Jahrzehnten mitbegründet. Der
Auftragswert für MTU ergebe sich rechnerisch aus der 11-prozentigen Beteiligung
des Unternehmens an dem Konsortium, erklärte Sprecher Mühling. Im Zeitraum der
Auslieferungen sollen dann auch die entsprechenden Umsätze verbucht werden.
Mit der Triebwerksinstandhaltung sei ebenfalls IAE beauftragt worden. Eine
maßgebliche Rolle soll dabei die MTU-Instandhaltungstochter in China, die MTU
Maintenance Zhuhai übernehmen, teilte MTU weiter mit. China Southern betreibt
gemeinsam mit der MTU die MTU Maintenance Zhuhai.
Webseite: http://www.mtu.de
DJG/abe/brb
13.12.2006 - 13:14:33
Merkel: Energie und Verfassung Kernpunkte des dt. EU-Vorsitzes
BERLIN (Dow Jones)--Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht als Schwerpunkte
der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab Beginn des kommenden Jahres die Themen
Energie sowie den Fortgang des europäischen Verfassungsprozesses. "Das Thema
Energieversorgung wird zentrales Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
sein", kündigte Merkel am Mittwoch in Berlin bei der ZDF-Veranstaltung "Europa
im Umbruch - Herausforderungen an die deutsche Ratspräsidentschaft" an.
Merkel forderte eine weitere Öffnung der europäischen Energiemärkte. Nach
wie vor seien die Richtlinien für Strom und Gas nicht vollständig umgesetzt.
"Wir haben noch keinen wirklich gemeinsamen wettbewerbsoffenen Strom- und
Gasmarkt in Europa, und das muss beschleunigt werden", sagte die Kanzlerin.
Beim Thema Energieeffizienz müsse sich die EU "in Position bringen" und sich
als Region präsentieren, die die Spitzentechnologie in Bezug auf effiziente
Energienutzung anbiete, mit der ein ressourcenschonendes Wirtschaftswachstum
möglich werde.
Gerade aufstrebenden Ländern wie China und Indien müsse vermittelt werden,
dass Wirtschaftswachstum auch bei geringerem Energieverbrauch möglich sei und
nicht jede Form von Energieeffizienzdiskussion eine wachstumsfeindliche
Diskussion darstelle. "Mit diesem Denken muss Schluss gemacht werden", sagte
die Kanzlerin. Das könne am Besten gelingen, wenn Europa selbst Vorreiter
sowohl bei der Technologieentwicklung wie auch beim Klimaschutz sei.
Das Thema Klimaschutz nannte Merkel als einen weiteren Schwerpunkt der
deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Es müsse in den Jahren 2007/2008 der
Verhandlungsprozess über die Ziele und das weitere Vorgehen im Klimaschutz nach
dem Ende der Gültigkeit des Kyoto-Protokolls 2012 in Gang gesetzt werden.
Deutschland hoffe, im Frühjahr eine Verhandlungslinie der EU für die
internationalen Verhandlungen festlegen zu können, um diese dann bereits im
Juni beim G-8-Treffen als europäische Verhandlungsposition vorstellen zu
können.
Die Haltung der USA zum Kyoto-Prozess und der Zeit danach werde beim
EU-USA-Treffen im April 2007 angesprochen werden, sagte Merkel. "Ich bin leicht
optimistisch, dass auch in den Vereinigten Staaten von Amerika zum Thema
Energieffizienz, Unabähnigkeit von Importen, ... eine positivere Diskussion
inzwischen stattfindet", sagte die Kanzlerin. Die EU werde versuchen, genau in
diese Richtung zu wirken, sagte Merkel.
Im Zuge der Verhandlungen über das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen
mit Russland, die im Verlauf des Jahres 2007 anständen, sei es feste Absicht,
auch über die Themen Energiesicherheit und eine Energiecharta zu sprechen. Ziel
sei es, entsprechende Prinzipien im Abkommen zu verankern und damit auch ein
Stück Sicherheit für die strategische Kooperation mit Russland zu erhalten.
Merkel zeigte sich zuversichtlich, dass die gegenwärtig noch von Polen
blockierten EU-Verhandlungen mit Russland zustande kommen werden. "Ich habe den
Eindruck, dass sich die Schwierigkeiten zwischen Polen und Russland wegen der
Fleischfragen in absehbarer Zeit aus dem Wege räumen lassen", sagte Merkel.
Damit würde der Weg frei für ein Verhandlungsmandat der EU mit Russland.
Die Kanzlerin kündigte für die Zeit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
neue Impulse für den EU-Verfassungsprozess an. Zugleich dämpfte sie
Erwartungen, ein Ergebnis dieses Prozesses könne bereits unter deutschem
EU-Vorsitz erzielt werden. Als Aufgabe der deutschen Präsidentschaft sehe sie
es vielmehr an, Vorschläge zu unterbreiten, "manche Optionen auszuschließen und
andere zu eröffnen", sagte Merkel. Als deutsche Kanzlerin befürworte sie mit
einem "vehementen Ja" das Vorhaben eines Verfassungsvertrages. Merkel wandte
sich gegen eine völlig neu aufgelegte Verfassungsdebatte. Das, was vorliege,
solle als Vorlage für Verbesserungen genommen werden.
Auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso forderte in einer Rede bei
derselben Veranstaltung Fortschritte im europäischen Verfassungsprozess. "Wir
brauchen eine road map für den Weg zu einer institutionellen Regelung", sagte
er. Die Brüsseler Behörde wolle hierzu in enger Abstimmung mit dem deutschen
EU-Ratsvorsitz einen Beitrag leisten. "Die Kommission unterstützt Prinzipien,
Werte und Substanz des Verfassungsvertrages", hob er hervor. Er sei ganz
sicher, dass Deutschland in dieser Frage "Schub entwickeln" werde.
Dasselbe gelte auch für die Frage einer einheitlichen europäischen
Energiepolitik. Hier gehe es "nicht um Zuständigkeiten, sondern um pragmatische
Lösungen". Die grenzübergreifende Zusammenbarbeit müsse besser geregelt
-Von Beate Preuschoff und Andreas Kißler, Dow Jones Newswires,
+49 (0)30 - 2888 4122, berlin.de@dowjones.com
DJG/bep/ank/hab
-0-
13.12.2006 - 13:09:00
UPDATE2: Hannover Rück verkauft US-Tochter Praetorian
(Neu: Aussagen aus Telefonkonferenz, Analyst, Aktien-Kurs, Hintergrund)
Von Rolf Neumann
Dow Jones Newswires
HANNOVER (Dow Jones)--Die Hannover Rückversicherung AG verkauft ihre
US-Erstversicherungstochter Praetorian Financial Group Inc an den australischen
Versicherungskonzern QBE Insurance Group Ltd. Das Unternehmen will sich künftig
auf sein Kerngeschäft Rückversicherung konzentrieren.
Den Kaufpreis gab die Hannover Rück am Mittwoch mit 800 Mio USD an. Dies
entspreche dem 2,1-fachen des voraussichtlichen Eigenkapitals von Praetorian
ohne Goodwill zum Jahresende 2006. Nach Vollzug der Transaktion, die
vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden für das zweite Quartal 2007 erwartet
wird, werde sich die Hannover Rück ausschließlich auf ihr Kerngeschäft, die
Rückversicherung, konzentrieren, teilte der nach Bruttoprämieneinnahmen
weltweit viertgrößte Rückversicherer weiter mit.
Mit dem Verkaufserlös und dem frei werdenden Kapital wolle der Konzern
zusätzliches Geschäft in Rückversicherung etwa bei der Deckung von
Naturkatastrophen-Risiken und in anderen Bereichen der Sachversicherung
zeichnen, sagte Vorstandsvorsitzender Wilhelm Zeller in einer Telefonkonferenz.
Auch könne die Retrozession, also die eingekaufte Rückversicherung zur eigenen
Absicherung, reduziert und somit das Kapital geschont werden. Vorstellbar sei
auch eine Kombination beider Maßnahmen.
Den Buchgewinn aus der Transaktion bezifferte Zeller auf 20 Mio bis 40 Mio
EUR. Analysten hatten zuvor 300 Mio EUR geschätzt, konnten sich dabei aber
zunächst nur auf Angaben des Käufers QBE Insurance stützen. Tatsächlich liegen
Goodwill und die Auflösung latenter Steuern höher als zunächst angenommen.
Der Verkauf der Praetorian wird den Gewinn 2007 der Hannover Rück nicht
beeinträchtigen. "Wir werden den dann fehlenden Gewinnbeitrag der Praetorian
nicht nur kompensieren, sondern überkompensieren", sagte Zeller. Er verwies
darauf, dass die Preise gerade für Naturkatastrophen-Deckungen nach wie vor
hoch seien. Den Gewinnbeitrag der Praetorian für 2007 bezifferte er auf
anteilig 40 Mio EUR.
Der Verkauf dürfte nach Einschätzung der Analysten von J.P. Morgan den
Bewertungsdruck für die Hannover Rück mildern. Derzeit ist das Unternehmen bei
Standard & Poor's mit "AA-" und einem negativen Ausblick eingestuft. Durch den
Praetorian-Verkauf werde das "Rating Capital" nach Schätzung der Analysten um
315 Mio EUR ansteigen, zusätzlich werde gebundenes Kapital von 285 Mio EUR
frei, das nun neu zugeteilt werden könne.
Zeller sagte, er sehe nunmehr keinen Grund, warum der negative Ausblick des
S&P-Ratings nicht in naher Zukunft geändert werden könnte.
Erst im Frühjahr dieses Jahres hatte die Hannover Rück ihr
Erstversicherungsgeschäft in den USA neu geordnet. Dabei wurde das hoch
profitable Spezialgeschäft wie die Versicherung von Kunstsammlungen,
Juweliergeschäften oder ungewöhnlichen Berufsrisiken in der Praetorian
gebündelt. Die zweite US-Tochter, Clarendon Insurance, konzentriert sich
seitdem auf das verbliebene Massen- oder Standardgeschäft und das Management
von rund 200 erloschenen Programmen.
Zur Zukunft der Clarendon äußerte sich Zeller nicht explizit. Er rechne mit
einem neutralen Ergebnis, wenn ab Ende Mai 2007 die zusätzlichen Belastungen
wegfallen.
Die Hannover Rück verbucht bei Clarendon wie bekannt über vier Quartale
hinweg zusätzliche Kosten von 96 Mio EUR, die aus gestiegen Preisen für die
Wohngebäudeversicherungen im US-Bundesstaat Florida resultieren. Nach einem
Moratorium der US-Aufsichtsbehörden dürfen Versicherer Wohngebäude-Verträge in
Florida in Folge der großen Naturkatastrophen befristet nicht kündigen. Dadurch
konnte die Hannover Rück diese Verträge nicht so schnell wie geplant abbauen,
sondern muss die gestiegenen Deckungen für diese Policen bis Ende Mai tragen.
Die im Mittelwerte-Index MDAX geführte Aktie der Hannover Rück startete mit
einem Kursplus am Mittwoch in den Handel und konnte die Gewinne im Tagesverlauf
noch ausbauen. Das Papier notierte gegen 12.40 Uhr mit einem Zuwachs von 3,18%
bzw 1,05 EUR bei 34,11 EUR.
Webseite: http://www.hannover-rueck.de
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/brb
13.12.2006 - 12:54:46
Europabörsen etwas fester bei ruhigem Handel
Etwas fester tendieren die europäischen Börsen am Mittwochmittag. Händler
sprechen von einem ruhigen Geschäft. Als "Non-event" wird die Zinsbestätigung
der US-Notenbank eingestuft. Die Federal Reserve hat keine neuen Akzente für
die Finanzmärkte setzen können. Wie erwartet wurde das bisherige Leitzinsniveau
bestätigt. Auch die begleitenden Kommentare hätten wenig Neues für die Märkte
enthalten. Die Federal Reserve geht weiter von einem moderaten Wachstum bei
verhaltenen Inflationsgefahren aus. Die Zinspause dürfte erst einmal anhalten.
Der Euro-Stoxx-50 steigt bis 12.35 Uhr um 0,4 Prozent oder 15 auf 4.075
Punkte, der Stoxx-50 legt um 0,2 Prozent bzw 8 auf 3.673 Punkte zu.
Bankenaktien im Blick der Analysten
Die Bankenwerte, die im Schnitt 0,3 Prozent anziehen, erwecken aufgrund
einer Studie von Credit Suisse das Interesse der Anleger. Die Analysten äußern
sich am Morgen in einer Studie zu französischen Bankenaktien. Sie hätten den
europäischen Bankensektor in den vergangenen Jahren "outperformed". Derzeit
biete der französische Subsektor aber nicht das Potenzial, um eine
"Overweight"-Empfehlung in der ganzen Breite abgeben zu können. CS stuft den
Sektor insgesamt daher mit "Neutral" ein. Bei den Einzelwerten senken sie
Credit Agricole auf "Underperform", BNP Paribas auf "Neutral". Dafür wird der
Titel von Societe Generale auf "Outperform" angehoben. Die Bank biete unter
anderem ein attraktives Wachstum im internationalen Privatkundengeschäft und
zeige eine "befriedigende Kostendisziplin". Auf Basis der Gewinnerwartungen sei
Societe Generale die billigste Bankenaktie auf KGV-Basis im Berichtsuniversum
in Frankreich. Credit Agricole notieren unverändert mit 31,24 Euro. BNP steigen
um 0,3 Prozent auf 81,30 Euro und Societe Generale klettern um 0,5 Prozent auf
126 Euro.
Übernahmespekulationen ranken sich weiter um ABN Amro, nachdem die Aktie
bereits am Vortag von Spekulationen profitiert hatte. Sicher ist, dass sich
einige Hedge-Funds in der Aktie positionierten, so ein Händler. Ein Grund für
die Gewinne sei auch, dass das Unternehmen seine Capitalia-Beteiligung an Royal
Bank of Scotland veräußern will. Der Wert des Anteils werde mit 1,5 Mrd Euro
beziffert, so Händler. ABN Amro will sich hierzu nicht äußern, Royal Bank of
Scotland ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar. ABN steigen um 3,4
Prozent auf 24,18 Euro.
Rohstoffwerte erholen sich
Die Rohstoffwerte klettern im Schnitt um 0,5 Prozent. Die Analysten von
Lehman Brothers sind der Ansicht, Anglo American werde bei der strategischen
Restrukturierung im ersten Halbjahr 2007 signifikante Fortschritte machen. Die
Analysten gehen auf kurze Sicht von einer Ausgliederung von Mondi aus. Anglo
American notieren nahezu unverändert mit 2.442 p, Xstrata klettern um 1,1
Prozent auf 2.379 p.
Generali leiden unter Abstufung
Die Versicherungswerte steigen um 0,7 Prozent. Ein Ausnahmen bilden
Generali. Die Aktie leidet unter einer Abstufung auf "Neutral" von
"Outperform". Die Analysten von Credit Suisse begründen diese mit der kräftigen
Kursentwicklung in den vergangenen Wochen. Seit 20. Oktober hätten die Titel 15
Prozent zugelegt und sich damit besser als der übrige Sektor entwickelt.
Generali fallen um 0,6 Prozent auf 34,31 Euro, Aegon steigen dagegen um 0,4
Prozent auf 13,98 Euro.
DJG/mif/rso
13.12.2006 - 12:30:20
Europaparlament verabschiedet Chemikalienverordnung Reach
STRASSBURG (Dow Jones)--Eines der umfassendsten Gesetzesvorhaben der EU mit
weitreichenden Konsequenzen für große Teile der Industrie ist nach jahrelangen
Auseinandersetzungen verabschiedet. Das Europäische Parlament (EP) stimmte am
Mittwoch in zweiter Lesung der Verordnung zur Registrierung, Risikobewertung
und Zulassung chemischer Stoffe (Reach) zu. Zur Abstimmung stand ein zuvor mit
dem EU-Ministerrat mühsam ausgehandelter Kompromiss. Nach dem positiven Votum
des Parlaments wird erwartet, dass die EU-Umweltminister das Gesetz am 18.
Dezember formal endgültig auf den Weg bringen.
Ziel der Reach-Verordnung ist es, die Daten der über rund 30.000
Chemikalien am Markt mit einer Jahresproduktion über einer Tonne innerhalb von
elf Jahren bei einer neu einzurichtenden Agentur mit Sitz in Helsinki zentral
zu erfassen. Für Stoffe, die als gefährlich für die Gesundheit und die Umwelt
eingestuft sind, wird ein Zulassungsverfahren eingeführt. Der Hersteller muss
sich aber verpflichten, sich um eine unbedenklichere Alternative zu bemühen.
Reach wird voraussichtlich im Juni in Kraft treten und soll nach fünf
Jahren auf seine Praxistauglichkeit überprüft werden. Mit dem neuen Gesetz wird
erstmals die Beweislast für die Unbedenklichkeit eines Stoffes umgekehrt.
Künftig müssen die Hersteller nachweisen, dass von ihren Produkten keine Gefahr
ausgeht oder ihre Anwendung angemessen kontrolliert werden kann. Für den Umgang
mit chemischen Substanzen in importierten Produkten aus Drittstaaten wurde
keine zufrieden stellende Lösung erzielt, die mit den Regeln der
Welthandelsorganisation zu vereinbaren gewesen wäre. Hier wird die
"Achillesferse" der neuen Verordnung gesehen.
Auch ist es mit der Verabschiedung des komplexen Gesetzes, dessen Text über
1.000 Seiten umfasst, keineswegs getan. Der Vorsitzende des
EP-Umweltausschusses, Karl-Heinz Florenz, sprach kürzlich davon, dass die
EU-Kommission mit rund 20.000 Seiten an Erklärungen und Leitlinien rechnet, die
sie der Industrie an die Hand geben will.
-Von Angelika Steinfort, Dow Jones Newswires; 32 2 7411490,
europa.de@dowjones.com
DJG/ang/apo
-0-
13.12.2006 - 12:21:14
EZB/Mersch: Zinsen sind immer noch niedrig ... (zwei)
Mersch sagte ferner, dass der geldpolitische Kurs der EZB weiter
"akkommodierend" sei. Angesichts der bestehenden Inflationsrisiken werde die
Notenbank alles Notwendige tun, "um das Mandat der Preisstabilität zu
erfüllen". In diesem Zusammenhang verwies Mersch darauf, dass das Wachstum im
Euroraum weiterhin über dem Potenzial von etwa 2% liege.
Darüber hinaus lehnte es Mersch ab, die gegenwärtige Aufwertung des Euro
gegenüber dem Dollar zu kommentieren. Er betonte in diesem Zusammenhang jedoch,
dass die EZB hier vor allem auf handelsgewichtete Wechselkurse schaue. In
dieser Rechnung habe der Euro im gesamten Jahr 2006 lediglich um 5%
aufgewertet, sagte Mersch.
Befragt zur aktuellen Kritik französischer Spitzenpolitiker an der EZB
meinte Mersch, dass dies wohl an der bevorstehenden Präsidentschaftswahl liege.
Die Märkte hätten gut daran getan, auf diese Stimmen nicht zu reagieren.
DJG/DJN/ptt/apo
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13.12.2006 - 12:12:47
VW bringt 2008 neues Modell für China auf den Markt
WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG wird 2008 ein neues speziell für
den chinesischen Markt konzipiertes Fahrzeuge auf den Markt bringen. Dies sagte
Unternehmenssprecher Hans-Gerd Bode am Mittwoch auf Anfrage und bestätigte
damit teilweise einen Vorabbericht des "manager magazin". Allerdings gebe es
bereits spezielle Fahrzeuge für den Markt in der Volksrepublik, sagte er. Das
neue Modell werde intern "Modell Y" genannt.
Dem Bericht zufolge soll das zusammen mit dem Joint-Venture-Partner SAIC
gestaltete Fahrzeug als klassische Limousine auf der Plattform des alten Skoda
Octavia gefertigt werden. Dies sei aber "Spekulation", sagte der Sprecher. Dem
Blatt zufolge will VW auch die Entwicklungsaktivitäten in China ausbauen und
von
dort mittelfristig Fahrzeuge für den US-Markt entwickeln.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/brb
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13.12.2006 - 12:10:47
Bundesbank legt Strategie bis 2012 fest
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstand der Deutsche Bundesbank hat die
geschäftspolitische Gesamtstrategie für die Zeit ab 2008 beschlossen. "Ziel ist
es, im Anschluss an die umfassende Strukturreform, die im Jahre 2002 begonnen
wurde und Ende 2007 plangemäß abgeschlossen wird, das Profil der Bank als
stabilitätsorientierte unabhängige Institution in Deutschland und im System der
Europäischen Zentralbanken (ESZB) zu schärfen", heißt es in einer am Mittwoch
veröffentlichten Mitteilung. Hierzu habe der Vorstand konkrete
Orientierungsmarken und Vorgaben für die fünf Kerngeschäftsfelder der Bank
verabschiedet.
Bis Ende 2007 will die Bundesbank eine Strukturreform umsetzen, "die von
Umfang, Tempo und Tiefe her ohne Beispiel im öffentlichen Sektor ist". Im
Strategiezyklus von 2008 bis 2012 will die Bundesbank die Geschäftspolitik
gemäß ihrem Auftrag "Stabilität sichern" darauf ausrichten, in allen fünf
Kerngeschäftsfeldern operative und analytische Tätigkeiten "zu fokussieren, zu
vernetzen und gezielt auszubauen". Die Kerngeschäftsfelder der Bank sind die
Geldpolitik, das Finanz- und Währungssystem, die Bankenaufsicht sowie das
Bargeld und der unbare Zahlungsverkehr.
Webseite:
www.bundesbank.de/download/presse/pressenotizen/2006/20061213.strategie.php
DJG/ptt
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13.12.2006 - 12:08:29
Deutsche Post: Planen keinen Preiskrieg beim Brief
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG ist dem Eindruck
entgegengetreten, sie plane auf dem inländischen Briefmarkt nach der
vollständigen Liberalisierung einen Preiskrieg. Ein Konzernsprecher sagte der
Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Mittwoch, es seien dann zwar auch
wegen veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen Portosenkungen in einem
begrenzten Ausmaß möglich. Einen regelrechten Preiskrieg könne und wolle die
Post aber nicht anzetteln. Das sei schon auf Grund der hohen Personalkosten
nicht möglich.
Zuvor hatte die "Financal Times Deutschland" berichtet, die Post habe für
die Zeit nach dem Ende des Briefmonopols einen "harten Preiskampf" angekündigt.
Die Zeitung zitierte den Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel anlässlich eines
Pressegesprächs in New York mit den Worten, wenn der Konzern zu viel
Marktanteil verliere, behalte er sich Preissenkungen vor, die "die
Geschäftspläne der Wettbewerber ganz schön durcheinanderbringen werden".
In einem früheren Interview mit einem anderen Blatt hatte Zumwinkel vor
einem Monat bereits gesagt, ein Tarifrutsch wie im Telekommunikationssektor sei
nach der für Anfang 2008 vorgesehenen Marktöffnung nicht zu erwarten. "Wenn die
Preise in Bewegung kommen, dann nicht so dramatisch wie im Telekom-Bereich",
hatte der Vorstandsvorsitzende betont.
Webseite: http://www.dpwn.de
DJG/stm/brb
13.12.2006 - 11:33:14
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Hannover Rück verkauft US-Tochter Praetorian für 800 Mio USD
Die Hannover Rückversicherung AG verkauft ihre Tochtergesellschaft Praetorian
Financial Group Inc mit Sitz in New York an den australischen
Versicherungskonzern QBE Insurance Group Ltd. Den Kaufpreis gab die Hannover
Rück mit 800 Mio USD an. Dies entspreche dem 2,1-fachen des voraussichtlichen
Eigenkapitals von Praetorian ohne Goodwill per ultimo 2006.
Fraport legt im November beim Frachtaufkommen deutlich zu
Die Fraport AG hat im November sowohl auf Konzernebene als auch am Flughafen
Frankfurt deutliche Zuwächse bei den Passagierzahlen und beim Frachtaufkommen
verzeichnet. Wie der Flughafenbetreiber mitteilte, wurden nie zuvor in einem
Monat so viele Waren umgeschlagen wie im November. Ein Frachtaufkommen von
187.307 Tonnen am Frankfurter Flughafen entspreche einer Zunahme um 7,8% und
übertreffe den bisherigen Höchstwert vom März 2006 um rund 2.900 Tonnen.
Streik bei Volkswagen Brüssel dauert an
Dreieinhalb Wochen nach den ersten Arbeitsniederlegungen bei Volkswagen in
Brüssel dauert der Streik noch immer an. Die Werksleitung teilte mit,
Fabrikdirektor Norbert Steingräber habe die Belegschaft dringend gebeten, zur
Arbeit zurückzukehren. Die Beschäftigten müssten "zeigen, dass sie bereit sind,
für die Zukunft von Volkswagen Brüssel zu arbeiten".
BASF baut MDI-Produktion in Antwerpen aus
Die BASF AG wird ihren Produktionskomplex zur Herstellung von
Diphenylmethandiisocyanat (MDI) am Standort Antwerpen um 110.000 Jahrestonnen
auf 560.000 Jahrestonnen ausweiten. Im zweiten Quartal 2007 sollen die neuen
Kapazitäten zur Verfügung stehen, teilte der Chemiekonzern mit. Der
Produktionskomplex wird den Angaben zufolge nach dem Ausbau der größte dieser
Art in der Welt sein.
Air Berlin: Verhandeln nicht mit TUI über Kooperation
Air Berlin verhandelt nach den Worten ihres CEO Joachim Hunold mit der TUI AG
nicht über eine weit reichende Kooperation im deutschen Fluggeschäft. Es gibt
keine über das bestehende Code-Share-Abkommen hinausgehende Gespräche über eine
Zusammenarbeit, wie Hunold vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten
sagte. TUI sei nicht auf Air Berlin zugekommen.
Salzgitter einigt sich mit Vallourec über VPE-Übernahme
Die Salzgitter AG hat sich mit der französischen Vallourec SA über die geplante
Übernahme der Vallourec Precision Etirage (VPE) verständigt. Wie der
Stahlhersteller mitteilte, unterzeichneten beide Gesellschaften eine vorläufige
Vereinbarung. Über finanzielle Details der Transaktion wurde nichts bekannt.
Wincor Nixdorf bekräftigt Prognose für 2006/07
Die Wincor Nixdorf AG hat ihren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2006/07
(30. September) bestätigt. "Wir wollen durchschnittlich 6% beim Umsatz und 8%
beim Ergebnis wachsen", sagte Finanzvorstand und designierter
Vorstandsvorsitzender Eckard Heidloff bei der Bilanz-Pressekonferenz. Der CFO
bekräftigte damit die aktuelle Planung, die das MDAX-Unternehmen Ende Oktober
bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen vorgestellt hatte.
RAG steigert nach 9 Monaten Ergebnis ohne Kohle-Sparte - FTD
Der RAG-Konzern hat einem Zeitungsbericht zufolge in den ersten neun Monaten
2006 ohne seine Steinkohle-Sparte einen Vorsteuergewinn von 1,05 Mrd EUR
erwirtschaftet. Im Vorjahr waren es 890 Mio EUR gewesen. Wie die "Financial
Times Deutschland" (FTD) weiter berichtet, wurde die Verschuldung, die Ende
2005 noch bei 5,1 Mrd EUR gelegen hatte, auf rund 4 Mrd EUR gedrückt.
Spectrum strengt Satraplatin-Verfahren gegen GPC in den USA an
Die GPC Biotech AG sieht sich einem Verfahren in den USA um Lizenzverträge
ihres Mittels "Satraplatin" ausgesetzt. Wie das Biotechnologieunternehmen
mitteilte, hat das US-Unternehmen Spectrum Pharmaceuticals Inc ein
Schiedsgerichtsverfahren bei der American Arbitration Association angestrengt,
um eine Auseinandersetzung im Rahmen des Entwicklungs- und Lizenzvertrags für
Satraplatin zu klären.
Merck KGaA kann Phase III-Studie für Krebsimpfstoff beginnen
Biomira, der kanadische Partner der Merck KGaA, hat von der
US-Zulassungsbehörde FDA die Genehmigung erhalten, mit der Phase III bei dem
Impfstoff gegen Lungenkrebs "Stimuvax" zu beginnen. Ein Sprecher des
Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns bestätigte eine entsprechende Meldung
des kanadischen Biotechnologieunternehmens.
Fidelity hält mehr als 5% am Chemiekonzern Lanxess
Die Fidelity Management & Research Corporation (FMR) ist neuer Großaktionär der
Lanxess AG. Der Chemiekonzern teilte auf seiner Internetseite mit, der
Stimmrechtsanteil von FMR an der Gesellschaft habe am 6. Dezember die Schwelle
von 5% überschritten und betrage nun 5,02%.
Greenshoe bei Symrise-Börsengang vollständig ausgeübt
Im Rahmen des Börsenganges der Symrise AG wurde die Mehrzuteilungsoption
(Greenshoe) vollständig ausgeübt. Dies teilten die Konsortialführer Deutsche
Bank und UBS mit. Die abgebenden Aktionäre hatten den Konsortialführern im
Rahmen des Börsengangs die Option eingeräumt, zusätzlich bis zu 15% des
ursprünglichen Transaktionsvolumens von 70.461.181 Aktien zum Platzierungspreis
zu erwerben.
DJG/flf/nas
13.12.2006 - 11:16:21
Wincor Nixdorf bekräftigt Prognose für 2006/07 (zwei)
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Wincor Nixdorf den Umsatz auf dem
Heimatmarkt nach einer längeren Phase der Stagnation wieder gesteigert. Die in
Deutschland realisierten Erlöse nahmen um 11% auf 569 (513) Mio EUR zu, wie das
Unternehmen mitteilte.
Insbesondere das Outsourcing-Geschäft des Joint Venture Wincor Nixdorf
Portavis habe sich als Wachstumstreiber im Segment Banking erwiesen. In der
Sparte Retail hätten die Leergutrücknahmesysteme das Wachstum beflügelt. Das
Deutschlandgeschäft habe dabei unverändert für 29% des Gesamtumsatzes
verantwortlich gezeichnet.
"Wir kommen in Europa unserem erklärten Ziel beständig näher, nach der
Marktführerschaft im Geschäft mit Handelssystemen diese Position auch im
Geschäft mit Retail-Banken zu erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende
Karl-Heinz Stiller, der nach der Hauptversammlung im Januar in den Ruhestand
geht. In Europa (ohne Deutschland) stieg der Umsatz den Unternehmensangaben
zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10% auf 992 (902) Mio EUR.
Webseite: http://www.wincor-nixdorf.com
- Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
13.12.2006 - 11:11:52
BASF baut MDI-Produktion in Antwerpen aus
FRANKFURT (Dow Jones)--Die BASF AG, Ludwigshafen, wird ihren
Produktionskomplex zur Herstellung von Diphenylmethandiisocyanat (MDI) am
Standort Antwerpen um 110.000 Jahrestonnen auf 560.000 Jahrestonnen ausweiten.
Im zweiten Quartal 2007 sollen die neuen Kapazitäten zur Verfügung stehen,
teilte der Chemiekonzern am Mittwoch mit. Der Produktionskomplex wird den
Angaben zufolge nach dem Ausbau der größte dieser Art in der Welt sein.
"Wir erwarten eine weltweit steigende Nachfrage nach MDI und schaffen mit
dem Ausbau der Anlage in Antwerpen die notwendige Kapazität, um auch weiterhin
das starke Wachstum ausreichend begleiten zu können", erklärte Uwe Hartwig,
Leiter der Regionalen Geschäftseinheit Europa des BASF-Unternehmensbereichs
Polyurethane. Die MDI-Anlage sei bereits heute ausgelastet, hieß es. BASF
erwartet, dass der Markt für MDI in den nächsten Jahren um durchschnittlich
mehr als 6% jährlich wächst, vor allem in Asien.
MDI ist ein wichtiges Vorprodukt bei der Herstellung von Polyurethanen. Das
Polymer wird in der Automobilindustrie und in der Bauwirtschaft sowie in
Produkten wie Kühlschränken, Sitzbezügen oder Schuhen verwendet.
In Antwerpen errichtet BASF derzeit auch zwei neue Anlagen für die
MDI-Vorprodukte Anilin und Mononitrobenzol. Diese werden eine Kapazität von
180.000 Jahrestonnen (Anilin) und 280.000 Jahrestonnen (Mononitrobenzol) haben.
Sie sollen zeitgleich zur MDI-Erweiterung in Betrieb gehen.
Webseite: http://www.basf.de
DJG/hoa/brb
13.12.2006 - 11:01:18
Wincor Nixdorf gewinnt in JV Auftrag von HSH Nordbank
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Wincor Nixdorf AG, Paderborn, hat in einem
Joint Venture (JV) einen Auftrag über den Betrieb von Arbeitsplatzrechnern und
Rechenzentren der HSH Nordbank AG gewonnen. Die Wincor Nixdorf Portavis GmbH,
an der noch die Sparkasse Bremen und die Hamburger Sparkasse beteiligt sind,
habe den Betrieb der mehr als 5.000 PC-Arbeitsplatzrechner und der
Rechenzentren der HSH Nordbank zum 1. Dezember übernommen, teilte Wincor
Nixdorf am Mittwoch mit.
Finanzielle Details wurden nicht genannt. Mit dem Auftrag habe Wincor
Nixdorf die erste Landesbank als Outsourcing-Kunden gewinnen können, hieß es.
Neben dem Betrieb der nationalen Standorte würden künftig auch die
Betriebsprozesse ausländischer Niederlassungen der HSH Nordbank übernommen. Im
Rahmen des Projektes seien 35 Mitarbeiter der HSH Nordbank in das Joint Venture
übernommen worden, teilte Wincor Nixdorf weiter mit.
Webseite: http://www.wincor-nixdorf.com
- Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
13.12.2006 - 11:01:11
Wincor Nixdorf bekräftigt Prognose für 2006/07
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Wincor Nixdorf AG, Paderborn, hat ihren
Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) bestätigt. "Wir
wollen durchschnittlich 6% beim Umsatz und 8% beim Ergebnis wachsen", sagte
Finanzvorstand und designierter Vorstandsvorsitzender Eckard Heidloff am
Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz. "Dies sind auch die Marken, die wir
uns für das Geschäftsjahr 2006/07 gesetzt haben", bekräftigte er die aktuelle
Planung, die das MDAX-Unternehmen Ende Oktober bei der Präsentation der
vorläufigen Zahlen vorgestellt hatte.
Er deutete allerdings Raum für ein Übertreffen der Prognose an, die
Analysten als konservativ bezeichnet hatten: "Natürlich kämpfen wir darum,
besser zu sein", sagte Heidloff. Das erste Quartal sei bislang gut verlaufen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Wincor Nixdorf den Umsatz um 12% auf 1,95
(1,74) Mrd EUR gesteigert und das EBITA um 18% auf 161 (137) Mio EUR. Das
Nettoergebnis nach Carve-out-Kosten (Aufwendungen für die vor Jahren erfolgte
Herauslösung von Wincor Nixdorf aus dem Siemens-Konzern) hatte bei 82 (56) Mio
EUR gelegen.
Webseite: http://www.wincor-nixdorf.com
- Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
13.12.2006 - 11:00:28
EZB/Mersch: Zinsen sind immer noch niedrig, stützen Konjunktur
LUXEMBURG (Dow Jones)--Der Präsident der luxemburgischen Notenbank, Yves
Mersch, hat eine weitere geldpolitische Straffung durch die Europäische
Zentralbank (EZB) signalisiert. Bei der Vorstellung des Halbjahresberichts
seiner Notenbank sagte das EZB-Ratsmitglied am Mittwoch in Luxemburg, "die
Zinsen im Euroraum sind immer noch niedrig und stützen damit das
Wirtschaftswachstum". Mersch betonte zudem, dass es weiterhin "klare
Aufwärtsrisiken" für die Preisstabilität gebe.
Die EZB hatte am vergangenen Donnerstag wie weithin erwartet ihre
Leitzinsen abermals um 25 Basispunkte erhöht, der wichtigste EZB-Zins stieg
dabei auf 3,50%. Gegenwärtig rechnen die meisten Beobachter damit, dass die
Notenbank spätestens im März ein weiteres Mal die Zinsen anheben wird.
DJG/DJN/ptt/sgs
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13.12.2006 - 10:39:58
Fidelity hält mehr als 5% am Chemiekonzern Lanxess
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Fidelity Management & Research Corporation
(FMR) ist neuer Großaktionär der Lanxess AG. Der Chemiekonzern teilte am
Mittwoch auf seiner Internetseite mit, der Stimmrechtsanteil von FMR an der
Gesellschaft habe am 6. Dezember die Schwelle von 5% überschritten und betrage
nun 5,02%.
Webseite: http://www.lanxess.de
DJG/rib/nas
13.12.2006 - 10:38:56
Hannover Rück: Praetorian-Verkauf wird Gewinn 07 nicht schmälern
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Verkauf ihrer US-Erstversicherungstochter
Praetorian wird den Gewinn 2007 der Hannover Rückversicherung AG nicht
beeinträchtigen. "Wir werden den dann fehlenden Gewinnbeitrag der Praetorian
nicht nur kompensieren, sondern überkompensieren", sagte Vorstandsvorsitzender
Wilhelm Zeller am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.
Er verwies darauf, dass die Hannover Rück mit dem frei werdenden Kapital
zusätzliches Geschäft in der Rückversicherung zeichnen will. Den Gewinnbeitrag
der Praetorian für 2007 bezifferte Zeller auf anteilig 40 Mio EUR. Der
Verkauf soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden.
Webseite: http://www.hannover-rueck.de
- Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/brb
13.12.2006 - 10:35:22
Deutsche Börse vervierfacht Netzwerkbandbreite für Xetra
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse hat die
Übertragungsgeschwindigkeit und die Übertragungskapazität ihres Netzwerkes
erhöht. "Seit Anfang Dezember bietet die Deutsche Börse allen Teilnehmern der
elektronischen Handelsplattform Xetra eine vervierfachte Netzwerkbandbreite
an", teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Die "Roundtrip-Zeiten", also die Zeitspanne, die eine Order vom
Kundensystem über das Netzwerk bis zum Xetra-Backend und deren Bestätigung
zurück zum Kunden benötige, ist damit den weiteren Angaben zufolge um rund 50%
gesenkt worden. Diese Roundtrip-Zeiten konnten auf bis zu 25 Millisekunden
reduziert werden, hieß es.
"Mit dem Upgrade ist das Xetra-Netzwerk auch auf steigende
Transaktionsvolumina vorbereitet", teilte die Börse weiter mit. Diese dürften
besonders durch den algorith |