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Freitag, 15-Dez-2006
15.12.2006 - 20:31:59
FDA vestärkt Warnhinweise zu Bayer-Medikament "Trasylol"
WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat ihre Warnungen
vor den Risiken des Bayer-Medikaments "Trasylol" verstärkt. Das Mittel, dass
bei Herzoperationen gegen Blutungen eingesetzt wird, könne das Risiko von
Nierenversagen erhöhen und sollte deshalb nur in solchen Situationen eingesetzt
werde, wo Patienten tatsächlich ein erhöhtes Risiko von Blutverlusten im Rahmen
einer Bypass-Operation haben, erklärte die Food and Drug Administration.
Mit der Warnung folgt die FDA jetzt dem Rat eines Expertengremiums vom
September, das sich für eine Verschärfung der Risikohinweise ausgesprochen
hatte. Die FDA hat im laufenden Jahr bereits Warnhinweise zum Einsatz von
Trasylol abgegeben, nachdem zwei Studien ergeben hatten, dass sich das Risiko
eines Nierenversagens mit der Einnahme möglicherweise verdoppelt.
Das Medikament wird seit 1993 auf dem US-Markt verkauft und wurde dort im
vergangenen Jahr von rund 250.000 Patienten genommen.
Webseite: http://www.fda.gov/
-Von Jennifer Corbett Dooren, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/rio
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15.12.2006 - 20:17:18
Moody's prüft ProSieben-Rating auf Herabstufung
LONDON (Dow Jones)--Moody's Investors Service erwägt eine Herabstufung des
"Ba1"-Ratings der ProSiebenSat.1 Media AG im Gefolge der mehrheitlichen
Übernahme des Unternehmens durch die US-Beteiligungsgesellschaften Kohlberg
Kravis Roberts (KKR) und Permira. Eine entsprechende Prüfung werde eingeleitet,
teilte die Ratingagentur um Freitagabend mit. Moody's befürchtet, dass
ProSieben im Falle einer angestrebten Zusammenführung mit der Senderkette SBS
Broadcasting stärker verschuldet wird und ihr finanzielles Risikoprofil so
geschwächt wird.
DJG/rio
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15.12.2006 - 19:06:43
EZB/Mersch schätzt BIP-Wachstum Euroraum 1Q/07 auf 0,4% gg Vq
LONDON (Dow Jones)--Der Gouverneur der luxemburgischen Zentralbank, Ives
Mersch, geht davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum am Ende
des laufenden Jahres wieder verstärkt, ehe es Anfang 2007 zu einer Abschwächung
kommt. Es gebe erste vorläufige Anhaltspunkte dafür, dass das
Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraum im vierten Quartal 2006 um 0,7%
gegenüber dem Vorquartal steigen werde, sagte das Mitglied des Rats der
Europäischen Zentralbank (EZB) am Freitag bei einer Veranstaltung des European
Economics and Financial Center in London. Im ersten Quartal 2007 sieht Mersch
das Wachstum bei 0,4%.
Wie Mersch weiter sagte, sind die Risiken für die Preisstabilität aus
seiner Sicht weiterhin aufwärts gerichtet. Im Dezember werde der Anstieg der
Verbraucherprise voraussichtlich wieder die Marke von 2% überschreiten, sagte
er. Im November hatte diese Rate 1,9% betrage. Die EZB definiert
Preisstabilität mit einer Jahresteuerung vom "unter, aber nahe 2%".
DJG/DJN/hab
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15.12.2006 - 18:52:59
EUREX/Renten-Futures im Verlauf etwas leichter
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt
tendieren am Freitagabend etwas leichter. Der März-Future fällt gegen 18.35 Uhr
um 20 Ticks auf 117,38%. Das Tageshoch liegt bislang bei 117,87%, das Tagestief
bei 117,37%. Händler meinen, die stabilen US-Verbraucherpreise hätten dem Bund
am Nachmittag einen günstigen Impuls gegeben und den Bund-Future auf Tageshoch
getrieben. Die angeschlagene technische Situation und die Stärke des
Aktienmarktes hätten dann jedoch wieder belastet. Auch von der Korrektur des
Euro gegenüber dem Dollar gingen negative Impulse aus. Unterstützt sei der
Bund-Future beim Tagestief, das bei 107,03% liegt. Der Bobl verliert 9 Ticks
auf 109,40%.
DJG/mif/rso
15.12.2006 - 18:44:20
Europas Börsen schließen etwas fester nach spannendem Verfall
Der Große Verfall an den Terminbörsen hat am Freitag das Geschehen an den
europäischen Börsen bestimmt. Händler sprachen von einem spannenden Verfall. Am
Mittag fielen die Kurse deutlich unter das Tageshoch zurück, weil große
Teilnehmer einen Verfall der Terminkontrakte und Optionen auf den
Dow-Jones-Euro-STOXX-50 deutlich über 4.100 Punkten vermeiden wollten. Danach
ging es aber wieder nach oben. Mit Wohlwollen wurden die US-Verbraucherpreise
am Nachmittag aufgenommen, die entgegen den Erwartungen im November nicht
zugelegt hatten. "Stabile Konjunktur ohne größere Inflationsrisiken, man könnte
im Falle der US-Wirtschaft fast schon wieder von der besten aller Welten
sprechen", sagte ein Händler. Die übrigen Daten aus den USA blieben dagegen
ohne größeren Einfluss.
Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,5 Prozent oder 22 auf 4.141 Punkte. Der
Dow-Jones-STOXX-50 legte 0,5 Prozent oder 17 auf 3.732 Punkte zu. Aus
technischer Sicht sei der Aufwärtstrend des Euro-Stoxx-50 weiter intakt, hieß
es. Der nächste Widerstand wird nun beim Tageshoch von 4.144 Punkten gesehen.
Unterstützt sei der Euro-Stoxx-50 bei 4.080 Punkten. Das Umfeld spreche
grundsätzlich für weiter steigende Kurse.
Adobe stützen Technologiesektor
Technologiewerte waren mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent sehr fest. Grund
hierfür waren unter anderem die Aufschläge bei Adobe Systems, nachdem der
Software-Konzern am Donnerstag die Sorgen vor einem schwachen Quartalsergebnis
mit vergleichsweise guten Zahlen zerstreut hatte. Unter anderem gewannen ASML
1,7 Prozent auf 19,28 EUR und SAP 1,2 Prozent auf 158,12 EUR.
Generali Outperformer im Versicherungssegment
Die Versicherer stiegen nach den Gewinnen in den Vortagen nur um 0,3
Prozent. Generali legten jedoch 2,5 Prozent auf 34,37 EUR zu. Nach Einschätzung
von Keefe, Bruyette & Woods bauen einige Anteilseigner von Generali im Vorfeld
der Hauptversammlung im kommenden April mit Blick auf eine Sperrminorität ihre
Bestände weiter aus. Fundamental sei der Anstieg nicht gerechtfertigt, hieß es.
Ausbleiben negativer Nachrichten treibt France Telecom
Auch die Telekomwerte waren mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent eher
unspektakulär. Die Ausnahme France Telecom gewann am Investorentag jedoch 1,7
Prozent auf 20,98 EUR. Ein Pariser Teilnehmer erklärte das mit dem Ausbleiben
negativer Nachrichten. Im Vorfeld sei die Unsicherheit "recht groß" gewesen.
Das Unternehmen habe aber die Ziele bestätigt. Das hätten auch einige
Fonds-Manager zum Anlass genommen, wieder einige Positionen in der Aktie
auszubauen, hieß es. Die Deutsche Telekom kam mit einem Aufschlag von 0,1
Prozent 13,95 EUR dagegen nicht recht vom Fleck.
Energiewerte gesucht
Die Öl- und Gaswerte stiegen im Schnitt um knapp ein Prozent und reagierten
damit auf den wieder gestiegenen Ölpreis. ENI legten um 1,3 Prozent auf 25,73
EUR zu, Total folgten mit 1,1 Prozent 55,70 EUR.
DJG/mif/rso
15.12.2006 - 18:25:13
Fraport-Aufsichtsrat billigt Vereinbarung mit Ticona
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der Fraport AG, Frankfurt, hat die
vom Vorstand unterzeichnete Absichtserklärung mit dem Chemiekonzern Celanesa
zum Ticona-Werk in Kelsterbach abgesegnet. Das sagte ein Fraport-Sprecher am
Freitag Dow Jones Newswires auf Anfrage. Der Flughafenbetreiber hatte Ende
November gemeldet, man habe sich mit dem Chemieunternehmen darauf verständigt,
dass das Werk bis Mitte 2011 geschlossen wird. Bis 2015 soll das gesamte Areal
auf die Fraport AG übertragen werden.
Mit der Vereinbarung wurde ein Hindernis für den Ausbau des Frankfurter
Flughafens beseitigt. Fraport zahlt Celanese 650 Mio EUR für den Kompromiss.
Endgültige Verträge auf der Basis der Absichtserklärung soll in den nächsten
Monaten ausgearbeitet werden. Die Fraport-Aktionäre sollen auf der
Hauptversammlung über sie abstimmen.
Webseite: http://www.fraport.de/
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/rio
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15.12.2006 - 18:24:07
XETRA-SCHLUSS/DAX auch am großen Verfallstag nicht zu bremsen
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat zum großen Verfall am
Freitag freundlich geschlossen und damit neue Hochs erklommen. Der DAX legte um
0,6% oder 36 Punkte auf 6.589 Punkte zu. Um 13.00 Uhr verfiel der bislang
marktführende Dezember-Kontrakt auf den DAX sowie die DAX-Optionen. Der
Abrechnungspreis für die DAX-Optionen und Futures wurde mit 6.595,34
festgestellt. Händler sprachen von einem vergleichsweise moderaten Ablauf. Dies
gelte auch für den Verfall der Optionen auf Einzelwerte am Abend.
Kursausschläge der Einzelwerte seien in vielen Fällen nicht fundamental,
sondern von technischen Aspekten bestimmt gewesen, sagten Händler. Auch die
Neugewichtung nach Börsenschluss sorgte für Impulse.
Die US-Verbraucherpreise blieben im November unverändert gegenüber Oktober und
stützen den DAX etwas. Der erwartete Preis-Anstieg um 0,2% blieb damit aus.
Auch die Kernverbraucherpreise ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise
stagnierten im Vormonatsvergleich. Die amerikanischen Währungshüter könnten
damit etwas aufatmen, meinten die Volkswirte der Postbank.
Keinen Einfluss auf die Marktentwicklung übten die Angaben zu den
ausländischen US-Wertpapierkäufen und zur US-Industrieproduktion aus. Die
Nachfrage nach US-Wertpapieren ist im Oktober gegenüber dem Vormonat etwas
gestiegen, während sich Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung mehr oder
weniger im Rahmen der Erwartungen bewegte.
TUI gerieten nach einer Gewinnwarnung und der Ankündigung, keine Dividende
zu zahlen, kräftig unter die Räder: Sie gaben um 2,7% auf 15,61 EUR nach. "Auf
die Schnelle dürfte sich das Geschäft von TUI in der Touristik nicht
verbessern", meinte Christian Obst von der HypoVereinsbank. Er empfahl, die
Aktie zu verkaufen. TUI gab am Vormittag zahlreiche neue Geschäftspläne
bekannt, doch Marktteilnehmer reagierten skeptisch. "Nichts Neues" lesen
Händler bis dato aus den Aussagen. "TUI steht mit dem Rücken zur Wand - macht
aber immer nur das Nötigste", klagte ein Händler. Es fehle immer noch der große
Wurf oder zumindest eine strategische, glaubhafte Vision.
MAN, die um 1,3% auf 70,19 EUR fielen, und VW mit einem Abschlag von 0,8%
auf 83,35 EUR gehörten dagegen zu den Verlierern der DAX-Neugewichtung, in
deren Rahmen ihnen eine geringere Gewichtung zukommt. Gewinner hiervon waren
dagegen Allianz mit einem Aufschlag von 0,7% auf 153,53 EUR und E.ON mit einem
Plus von fast 2% auf 104,40 EUR. Der Versorger hatte zudem wegen des jüngst in
Kraft getretenen Körperschaftssteuergesetzes einen Sonderertrag von 1,2 Mrd EUR
angekündigt.
Altana stiegen nach einer Hochstufung durch die Deutsche Bank auf "Kaufen"
von "Hold" um 0,9% auf 46,46 EUR. BASF will die Sparte Bauchemie umbauen und
damit 100 Mio EUR einsparen. Die Aktie legte 1,3% auf 72,57 EUR zu.
DaimlerChrysler gewannen nach guten Absatzzahlen in Europa um 0,6% auf 46,20
EUR. Die Lage auf dem deutschen Markt hat sich deutlich verbessert. Der Absatz
stieg im November um 18% gegenüber dem Vorjahr. SAP profitierten von guten
Vorgaben aus dem Technologiebereich. Zudem hat das Unternehmen einen
Patentstreit mit dem US-Softwarehersteller ePlus Inc beigelegt.
Tagesgewinner waren jedoch HypoRealEstate, die um 3% auf 47,91 EUR
anzogen. In Zusammenhang mit der Reform der Körperschaftssteuer verbucht das
Unternehmen 2006 einen Sonderertrag von 60 Mio EUR. Händler führten die
Nachfrage nach Immobilienwerten zudem auf das positive Umfeld für dieses
Segment zurück. Zahlreiche Berichte in den Medien über die Aussichten des
deutschen Immobilienmarktes sowie das Interesse großer Fonds an deutschen
Immobilienbeständen sorgten für anhaltendes Interesse.
Im MDAX legten Aareal Bank um 5,7% auf 35,50 zu. Die Bank hat einen
Geschäftsbereich für 28 Mio EUR an den britischen Investor Schroders verkauft.
Ebenfalls gesucht waren die Immobilienwerte IVG und Patrizia. MDAX-Absteiger
Fielmann hielt sich mit einem Plus von 2,6% auf 46,32 EUR mehr als beachtlich,
der Nachrücker Gagfah fiel dagegen um 3,4% auf 24,27 EUR.
Im TecDAX stiegen Epcos um 2% auf 14,25 EUR. Das Technologie-Unternehmen
will für 2006 erstmals seit sechs Jahren eine Dividende ausschütten von 0,20
EUR je Aktie. Solarwerte verteuerten sich massiv. Händler berichteten von breit
gestreutem Kaufinteresse institutioneller Investoren, nachdem diese Werte
längere Zeit zurückgeblieben waren. ErSol zogen um 10% auf 47,11 EUR an und
Q-Cells addierten 6,4% auf 34,06 EUR hinzu.
DJG/mif/rso
15.12.2006 - 18:06:47
Fitch bestätigt Hannover-Rück-Ratings nach Praetorian-Verkauf
LONDON (Dow Jones)--Fitch Ratings hat das Versicherungsfinanzstärke-Rating
der Hannover Rückversicherung AG nach dem Verkauf der US-Tochter Praetorian bei
"A+" bestätigt. Auch das Emittentenausfall-Rating werde weiterhin bei "A+"
eingestuft, teilte die Ratingagentur am Freitag mit. Der Ausblick für beide
Ratings sei stabil.
Die Hannover Rück hatte am Mittwoch mitgeteilt, ihre
US-Erstversicherungstochter Praetorian Financial Group Inc an den australischen
Versicherungskonzern QBE Insurance Group Ltd zu verkaufen. Den Kaufpreis gab
das Unternehmen mit 800 Mio USD an. Die Hannover Rück begründete diesen Schritt
damit, sich künftig auf sein Kerngeschäft Rückversicherung konzentrieren.
Fitch bewertet den Verkauf als positive Entwicklung für das Unternehmen, da
der Erstversicherer nicht zum Kerngeschäft gehört habe. Auch die
Ratingagenturen Standard & Poor's sowie A.M. Best erklärten bereits in den
vergangenen Tagen, der Verkauf der US-Tochter beeinflusse die
Bonitätseinstufungen der Muttergesellschaft nicht.
Webseite: www.fitchratings.com
DJG/abe/rio
15.12.2006 - 17:55:30
SAP: Kapitalerhöhung ins Handelsregister eingetragen
WALLDORF (Dow Jones)--Die SAP AG hat die auf der Hauptversammlung im Mai
beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ins Handelsregister
eingetragen. Mit der Freitag erfolgten Eintragung sei die Kapitalerhöhung
wirksam geworden, teilte der Softwarekonzern am Freitag mit. Am Mittwoch
nächster Woche erhalten die SAP-Aktionäre nach Börsenschluss für jede
bestehende Aktie zusätzliche drei neue Aktien (Gratisaktien). Die Umstellung
der Börsennotierung erfolge am darauf folgenden Tag, dem 21. Dezember.
Mit der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöht sich das
Grundkapital auf 1,267 Mrd EUR von derzeit rund 316,9 Mio EUR. Insgesamt werden
den Angaben zufolge rund 950 Mio Gratisaktien ausgegeben. Damit vervierfache
sich die Zahl der SAP-Aktien mit der Folge einer rechnerischen Viertelung des
Kurses, teilte SAP weiter mit.
Das Ziel dieser Maßnahme ist, die SAP-Aktie auch für Privatanleger
attraktiver zu machen. Die Ausgabe der Gratisaktien war bereits im Mai auf der
Hauptversammlung beschlossen worden. Die Eintragung hatte sich wegen einer
Anfechtungsklage eines Aktionärs verzögert.
Webseite: http://www.sap.com/
DJG/abe/rio
15.12.2006 - 17:51:29
DEVISEN/Euro am Abend knapp unter 1,31 USD
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro notiert am Freitag im frühen Abendhandel
gegen den Dollar knapp behauptet. Gegen 17.10 Uhr steht er mit 1,3093 USD knapp
unter der Marke von 1,31 USD und nur knapp über dem Tagestief von 1,3075 USD.
Entgegen den Erwartungen unveränderte US-Verbraucherpreise hatten den Euro
vorübergehend nach oben geführt und auf ein Tageshoch von 1,3189 USD getrieben.
Am späteren Nachmittag geriet der Euro dann wieder unter Druck. Der Dollar
wurde da auch vom Anstieg der Wertpapierkäufe-Nettokäufe ausländischer Anleger
in den USA gestützt. Tendenziell profitiere der Dollar auch weiter von den eher
soliden Konjunkturzahlen aus den USA aus den vergangenen Tagen. Sie hätten die
Spekulationen um eine Zinssenkung in den USA zunächst verdrängt, heißt es am
Markt.
In der Vorwoche seien die Euro-Long-Positionen an der
Chicago Mercantile Exchange auf ein Rekordniveau gestiegen. "Diese Long-
Positionen dürften gegenwärtig aufgelöst werden, was für eine Erholung des Euro
auch notwendig ist," so ein Devisenanalyst. Schlüsselunterstützung sei die
Marke von 1,2980 USD, auf Widerstand treffe der Euro bei 1,32 USD. Die Feinunze
Gold ist am Nachmittag in London mit 623,75 USD gefixt worden.
===
Europa Europa Europa
(17.22) (12.03) (7.33)
EUR/USD 1,3093 1,3115 1,3241
USD/JPY 117,88 118,18 117,88
EUR/JPY 154,30 155,03 154,94
EUR/GBP 0,6704 0,6701 0,6700
EUR/CHF 1,5984 1,5977 1,5965
===
DJG/hru/rso
15.12.2006 - 17:31:04
UPDATE: US-Teuerung im November moderater als erwartet
(neu: Volkswirte)
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Inflationsdruck in den USA ist im November
moderater gewesen als erwartet. Die Verbraucherpreise blieben gegenüber dem
Vormonat sowohl in der Gesamt- als auch in der Kernrate unverändert. Volkswirte
hatte dagegen mit einem leichten Anstieg der Lebenshaltungskosten gerechnet.
Die Industrieproduktion wuchs im gleichen Monat wie erwartet leicht, wobei die
Kapazitätsauslastung etwas niedriger lag als vermutet. Volkswirte sehen in den
Daten nichts, was gegen eine Leitzinssenkung der Fed im ersten Quartal sprechen
würde.
Ausschlaggebend für die gedämpfte Inflationsentwicklung waren die Rückgänge
bei Nahrungsmittel- und Energiepreisen. Ungerundet betrug die monatliche
Teuerung 0,048%, nach 0,096% im Oktober. Im Jahresvergleich stiegen die
Verbraucherpreise in der Gesamtrate um 2,0%. In der Kernrate ergab sich ein
Zuwachs von 2,6%. Im Vormonat war ein Plus von 1,3% in der Gesamt- und 2,7% in
der Kernrate gemeldet worden.
"Die heutigen Zahlen lassen einen abnehmenden Preisdruck erkennen, somit
öffnet sich die Tür für eine Zinssenkung allmählich", kommentierte Gerald
Müller von der Commerzbank die Zahlen. Gegen einen solchen Schritt sprächen
allerdings die anhaltenden Beschäftigungszuwächse, die auf eine steigende
Auslastung hindeuteten. Für Rob Carnell von ING bedeuten diese Inflationsdaten,
dass Gedanken hinsichtlich einer Zinssenkung im März nicht völlig abwegig sind.
Der Volkswirt verweist vor allem darauf, dass die gleitende annualisierte
Dreimonatsrate der Kernteuerung auf 1,4% von zuvor 2,3% zurückgegangen sei und
sich damit deutlich innerhalb des "Wohlfühlbereichs" der Fed befinde, der
zwischen 1% und 2% liege.
Die Industrieproduktion in den USA ist im November um 0,2% gegenüber dem
Vormonat um 0,2% gestiegen, zugleich blieb aber die Kapazitätsauslastung
unverändert bei 81,8%. Volkswirte hatten für die Kapazitätsauslastung einen
Wert von 82,2% vorhergesagt, Basis dieser Prognose war allerdings ein
vorläufiger Oktober-Wert von 82,0% gewesen. Im Vormonat war die
Industrieproduktion nach revidierter Berechnung unverändert geblieben,
vorläufig war ein Anstieg um 0,2% gemeldet worden.
Brian Mandt von Postbank Research verweist darauf, dass der
Produktionsanstieg im verarbeitenden Gewerbe um 0,3% vor allem Folge des um
3,7% höheren Kfz-Output gewesen ist. Da dieser im Vormonat um 3,4% gesunken
sei, dürfte es sich aber um einen reinen Rückprall-Effekt gehandelt haben,
meint Mandt. Im Durchschnitt der Monate Oktober und November habe die
Produktion gegenüber dem dritten Quartal stagniert, so dass im Schlussquartal
2006 industrieseitig kaum mit Impulsen für das Bruttoinlandsprodukt zu rechnen
sei.
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/hab
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15.12.2006 - 17:15:16
Moncrief-Prozess gegen BASF nach Anhörung auf Mai 2007 vertagt
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Vor dem rheinland-pfälzischen Landgericht
Frankenthal ist der Schadensersatzprozess des US-Energieunternehmens Moncrief
Oil International gegen die BASF AG eröffnet worden. Wie beide Unternehmen
bestätigten, hat eine erste Anhörung bereits am Donnerstag stattgefunden.
Hierbei seien unter anderem die weiteren Abläufe des Prozesses geklärt worden,
sagte ein Moncrief-Sprecher am Freitag. Das Gericht habe den nächsten
Verhandlungstermin auf den 24. Mai 2007 gelegt.
Die Klage von Moncrief steht in Zusammenhang mit der Beteiligung des
BASF-Konzerns an dem russischen Gasfeld Yushno Russkoje. Moncrief behauptet,
auf Grund früherer Vereinbarungen mit Gazprom bereits einen Anspruch auf 40% an
dem sibirischen Feld erworben zu haben. BASF nutze einen Vertragsbruch für ihr
Geschäft aus, sagte der Sprecher des US-Unternehmens. Die früher genannte
Schadenssumme von 8 Mrd USD wollte er jedoch nicht wiederholen. Der genaue
Gegenwert müsse im Laufe des weiteren Prozesses noch bestimmt werden, sagte er.
Ein BASF-Sprecher wollte sich am Freitag nicht detailliert zu dem laufenden
Verfahren äußern. Er betonte jedoch, sein Unternehmen sehe weiterhin keine
Rechtsgrundlage für die Klage.
Neben der BASF-Tochter Wintershall hat auch die E.ON AG eine Beteiligung an
Yushno Russkoje mit Gazprom vereinbart. Moncrief hatte auch dem Düsseldorfer
Versorger bereits eine Schadensersatzklage angedroht.
Webseiten: http://www.basf.de
http://www.eon.com
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/abe
15.12.2006 - 17:10:44
Hypo Real Estate nach Gesetzesnovelle mit 60 Mio EUR Sonderertrag
MÜNCHEN (Dow Jones)--Auch die Hypo Real Estate Holding AG profitiert von
der Neufassung des Körperschaftsteuergesetzes. Das Kreditinstitut teilte am
Freitag mit, es werde in diesem Jahr einen Sonderertrag von rund 60 Mio EUR in
der Bilanz 2006 verbuchen, so dass sich das Jahresergebnis entsprechend erhöhe.
Nach neuer Fassung des Gesetze erfolgt die Auszahlung von
Körperschaftsteuerguthaben nunmehr unabhängig von Dividendenzahlungen über
einen Erstattungszeitraum von 10 Jahren. Infolgedessen sind die künftigen
Erstattungsansprüche bereits im Konzernabschluss 2006 als Forderung
auszuweisen.
Weil die Gesetzesänderung lediglich einen anderen Ausweis bereits
existierender Steuerguthaben bewirke, ergäben sich keine Auswirkungen für die
Berechnung des Dividendenvorschlags für das Geschäftsjahr 2006. Daher bleibt
die Prognose für das Vorsteuerergebnis ohne die genannten Sondereffekte für
2006 auch bei erfreulich positivem Neugeschäftsverlauf im 4. Quartal
unverändert, also in einer Bandbreite von 550 Mio bis 560 Mio EUR.
Webseite: http://www.hyporealestatebank.de/
DJG/rio/abe
15.12.2006 - 17:06:17
ÜBERBLICK/Unternehmen 17.00 Uhr-Fassung
EU wird Deutschland wegen Telekommunikationsgesetz verklagen
Die Europäische Union wird Deutschland verklagen, sobald die am Freitag vom
Bundesrat gebilligte Neufassung des Telekommunikationsgesetzes in Kraft tritt.
Die Novelle ermöglicht der Deutschen Telekom AG eine weitgehende
Regulierungsfreistellung für ihr teures neues Hochgeschwindigkeits-Internet.
Dieser Passus wird von der EU nicht akzeptiert. Kommissionssprecher Martin
Selmayr sagte am Freitag, wenn die Novelle in Kraft trete, werde die EU dagegen
vorgehen. "Das könnte schon im Mai sein", sagte er.
Entscheidung über EADS-Geschäft erst im Januar - Kreise
Die Entscheidung über den Verkauf von EADS-Anteilen der DaimlerChrysler AG wird
nach Angaben einer mit den Vorgängen vertrauten Person im Januar erfolgen.
Entgegen Berichten, wonach bereits vor Weihnachten ein Ergebnis erzielt werde,
sagte die mit den Vorgängen vertraute Person Dow Jones Newswires: "Die
Entscheidung über den Einstieg wird erst im Januar getroffen; es gibt aber
keine grundsätzlichen Zweifel an einer Einigung."
TUI: Kurzfristig Umsatzrendite von 5% wohl nicht erreichbar
Die TUI AG, Hannover, sieht eine Umsatzrendite von 5% kurzfristig als nicht
erreichbar an. Dies sei nur denkbar, wenn es erhebliche Preissenkungen geben
würde, die nicht weiter gereicht werden müssten, sagte Finanzvorstand Rainer
Feuerhake in Hamburg. Hier denke er beispielsweise an Kerosinkosten. Würde es
aber im Markt keine erheblichen Preissenkungen geben, werde TUI bis zum Jahr
2008 eine Umsatzrendite von 5% nicht erreichen, sagte der Finanzvorstand.
ProSieben soll mit SBS RTL in Europa den Rang ablaufen
Die neuen Mehrheitseigner der ProSiebenSat.1 Media AG hegen ehrgeizige Pläne.
Sie wollen schnellstmöglich die Senderkette in Unterföhring mit SBS
Broadcasting verschmelzen, an der die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts
& Co (KKR) und Permira die Mehrheit halten. Sie hatten im Bieterkampf um die
Mehrheit an ProSiebenSat.1 den Zuschlag erhalten. Der so entstehende
paneuropäische TV- und Medienkonzern soll von Unterföhring bei München
gesteuert der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden RTL Group den Rang ablaufen.
Fusion zwischen DZ Bank und WGZ Bank platzt erneut
Der genossenschaftliche Bankensektor in Deutschland wird auch weiterhin zwei
Spitzeninstitute haben. Der Aufsichtsrat der WGZ-Bank bat auf seiner Sitzung
den Vorstand des Düsseldorfer Instituts, von weiteren Sondierungen zum jetzigen
Zeitpunkt abzusehen. Damit ist der dritte Anlauf für eine Fusion beider
Institute gescheitert.
Scania zieht Vorlage der Jahreszahlen auf 25. Januar vor
Die Scania AB wird die Veröffentlichung ihrer Jahresbilanz 2006 auf den 25.
Januar vorziehen. Ursprünglich war der 8. Februar dafür angesetzt, wie der
schwedische Nutzfahrzeughertsller mitteilte. Einen Grund für den früheren
Termin gab Scania nicht an. Die deutsche MAN AG möchte Scania übernehmen. Das
vorgelegte Angebot wird von schwedischer Seite bislang noch abgelehnt.
DJG/abe
15.12.2006 - 16:41:57
Fitch senkt Ausblick auf ProSieben-Rating auf negativ
LONDON (Dow Jones)--Fitch Ratings hat den Ausblick für die Ratings der
ProSiebenSat1 Media AG auf negativ von stabil gesenkt. Das
Emittentenausfallrating und das Rating für die vorrangig unbesicherte
Verbindlichkeiten sei bei "BBB" bestätigt worden, teilte Fitch am Freitag mit.
Die Änderung des Ausblicks sei eine Reaktion auf die Mehrheitsübernahme bei der
Sendergruppe durch Permira und KKR.
Die German Media Partners, ein Konsortium von Finanzinvestoren um Saban,
hatte in der Nacht zu Freitag angekündigt, ihren 50,5%-Anteil für rund 3,1 Mrd
EUR an Permira und KKR zu verkaufen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt
der Genehmigung durch Kartell- und Medienbehörden. Fitch geht davon dass die
neuen Mehrheitseigner letztlich den Verschuldungsgrad des Unternehmens erhöhen
werden, hieß es zur Begründung für den negativen Ausblick.
Webseite: http://www.fitchratings.com/
DJG/DJN/abe/rio
15.12.2006 - 16:24:07
EU genehmigt Deutscher Bank den Kauf der Berliner Bank
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat am Freitag die
Übernahme der Berliner Bank durch die Deutsche Bank AG freigegeben. Das geht
aus einer Mitteilung der Kommission hervor. Im Juni hatte die Landesbank Berlin
AG als Muttergesellschaft der Berliner Bank der Deutschen Bank den Zuschlag
gegeben und das Institut für 680,5 Mio EUR an den Frankfurter DAX-Konzern
verkauft. Die Deutsche Bank gewinnt damit etwa 300.000 Privatkunden in der
Bundeshauptstadt hinzu.
Webseite: http://www.ec.europa.eu
DJG/DJN/rio
15.12.2006 - 16:14:52
Kroes will Verfahren wegen öff.-rechtl. Rundfunk in DE beenden
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die langwierige Auseinandersetzung zwischen der
Bundesregierung und der Europäischen Kommission um das Finanzierungssystem des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist beigelegt. Das teilten
Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes und die Ministerpräsidenten Kurt Beck sowie
Edmund Stoiber am Freitag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Danach will
Deutschland dafür sorgen, dass der Auftrag von ARD und ZDF klarer definiert
wird und mehr Marktkonformität, Transparenz sowie Finanzkontrolle eingeführt
wird.
Dies soll der Mitteilung zufolge innerhalb von zwei Jahren im Wesentlichen
mit einem Staatsvertrag geregelt werden. Kroes wolle der Kommission im Gegenzug
vorschlagen, das seit Mai 2005 laufende Beihilfeverfahren gegen die
Bundesregierung einzustellen, hieß es weiter. Die Kommission hat moniert, dass
die Sender ihre Gebühren auch für kommerzielle Zwecke nutzen, etwa für
Internetauftritte oder beim Erwerb von Sportrechten. Sie sieht darin eine mit
dem EU-Recht unvereinbare Quersubventionierung.
DJG/ang/hab
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15.12.2006 - 16:10:52
Luftfahrtbranche aktualisiert Masterplan für Flughafenausbau
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Inititative "Luftverkehr für Deutschland" hat
ihren Masterplan für die Entwicklung der Flughafenstruktur aktualisiert und die
Prognose für die Entwicklung des Luftverkehrs in Deutschland zeitlich
ausgeweitet. Wie das Bündnis der deutschen Luftfahrtbranche am Freitag in
Frankfurt mitteilte, dürfte die Zahl der Passagiere bis 2020 auf ingesamt 307
Millionen steigen. Zuvor hatte die ursprünglich 2004 vorgelegte Prognose bis
2015 einen Zuwachs auf 253 Millionen Passagiere genannt.
Die nun aktualisierte Schätzung legt ein noch stärkeres Wachstum zugrunde
als anfangs geschätzt. So wird das jährliche Wachstum im Passagierverkehr
gemessen am Referenzjahr 2005 bei jährlich 4,1% und bei 5,3% im Fracht- und
Postverkehr gesehen. Das entspreche bis 2020 einer Steigerung von 82% im
Passagierverkehr und 117% bei Fracht und Post. 2005 lag das Passagieraufkommen
an deutschen Flughäfen bei 169 Mio Reisenden und das Frachtaufkommen bei 3,12
Mio Tonnen.
Um dem Wachstum begegnen zu können, sei ein Ausbau der
Flughafeninfrastruktur notwendig, argumentiert das Bündnis. Der nun
überarbeitete Masterplan solle eine Grundlage für das "von der Bundesregierung
im Jahr 2007 zu erstellende Flughafenkonzept" bilden. Ohne einen Ausbau könnte
die Zahl der Passagiere im Prognossezeitraum lediglich um rund 65 Millionen
Reisende steigen.
Die Initiative, in der die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Flughafen
München GmbH, die Fraport AG und die Deutsche Lufthansa AG vertreten sind,
fordert angesichts des erwarteten Wachstums unter anderem, "dass der
Luftverkehr in einem integrierten Verkehrskonzept angemessen berücksichtigt
wird". Zudem solle die Flughafeninfrastruktur unter "bestmöglichen Einsatz"
privater und öffentlicher Mittel zeit- und bedarfsgerecht entwickelt werden.
Der aus Sicht der Initiative nötige Ausbau der deutschen Flughäfen wird
nach ihrer Schätzung rund 60.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen.
Webseite: http://www.initiative-luftverkehr.de/
DJG/abe/rio
15.12.2006 - 16:07:50
Juncker verteidigt Unabhängigkeit der EZB
BRÜSSEL (Dow Jones)--Der Ministerpräsident und Finanzminister von
Luxemburg, Jean-Claude Juncker, hat die Unabhängigkeit der Europäischen
Zentralbank (EZB) gegen die zuletzt massiven Einwürfe aus Frankreich
verteidigt. Juncker, der auch Vorsitzender der Eurogruppe ist, sagte am Freitag
am Rande eines EU-Gipfels, dass der Vertrag nicht geändert werde, in dem die
institutionelle Unabhängigkeit der EZB festgelegt ist.
Der Ministerpräsident sprach sich zwar für einen intensiveren Dialog
zwischen der EZB und der Eurogruppe mit Blick auf wirtschaftspolitische Themen
und geldpolitische Entscheidungen aus. Juncker betonte jedoch, dass die EZB
ihre Entscheidungen frei von politischem Einfluss fällen sollte. Auf eine
Änderung des EG-Vertrags zu hoffen, sei ein Irrtum, sagte Juncker.
Einige französische Spitzenpolitiker - darunter die sozialistische
Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royale und Premierminister Dominique de
Villepin - hatten jüngst gefordert, dass die EZB sich politischen
Entscheidungen fügen solle. Diese Äußerungen stehen in direktem Gegensatz zum
EG-Vertrag, in dem die Unabhängigkeit der EZB von politischen Weisungen
verankert ist.
"Man täte gut daran, die bestehenden Regelungen zur EZB zu respektieren",
sagte auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac auf dem EU-Gipfel mit Blick auf
die Äußerungen der französischen Politiker.
- Von William Echikson und Adam Cohen, Dow Jones Newswires;
+49 (0) 69 297 25 300, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/kth/ptt
-0-
15.12.2006 - 15:57:46
UPDATE2: ProSieben soll mit SBS RTL in Europa den Rang ablaufen
(NEU: Stellungnahmen aus der Telefonkonferenz, Details zum öffentlichen
Übernahmeangebot, Aktienkurs)
Von Archibald Preuschat
Dow Jones Newswires
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die neuen Mehrheitseigner der ProSiebenSat.1 Media AG
hegen ehrgeizige Pläne. Sie wollen schnellstmöglich die Senderkette in
Unterföhring mit SBS Broadcasting verschmelzen, an der die Finanzinvestoren
Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) und Permira die Mehrheit halten. Sie hatten
im Bieterkampf um die Mehrheit an ProSiebenSat.1 den Zuschlag erhalten. Der so
entstehende paneuropäische TV- und Medienkonzern soll von Unterföhring bei
München gesteuert der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden RTL Group den Rang
ablaufen.
"Wir haben das Ziel, die Nummer 1 in Europa zu werden", sagte Johannes
Huth, der für das Europa-Geschäft zuständige Partner von KKR. Dazu soll die
dann verschmolzene Kette über Akquisitionen in Wachstumsmärkten international
expandieren. Auf die Finanzinvestoren, die eigenem Bekunden zufolge einen
Anlagehorizont von fünf Jahren haben, wartet dennoch ein hartes Stück Arbeit.
Denn weder in der Reichweite noch bei Umsatz und Ergebnis reichen auf Basis
der 2005-er Zahlen ProSiebenSat.1 gemeinsam mit SBS bislang auch nur annähernd
an die RTL Group heran. Eine fusionierte Senderkette ProSiebenSat.1 und SBS
würde auf Basis der 2005er-Zahlen einen Umsatz von knapp 3 Mrd EUR erreichen,
zu dem ProSiebenSat.1 zu zwei Dritteln beiträgt. Zum Vergleich: Die RTL Group
meldete für 2005 einen Umsatz von 5,12 Mrd EUR und ein Nettoergebnis nach
Minderheiten von 537 Mio EUR.
Auch bei der Reichweite hinken die beiden Senderketten hinter Marktführer
RTL hinterher. Er erreicht 172 Millionen europäischer TV-Haushalte,
ProSiebenSat.1 und SBS zusammen 84 Millionen TV-Haushalte in Europa.
Bevor die Verschmelzung in Angriff genommen werden kann, müssen die
Kartellbehörden und Medienbehörden grünes Licht geben. Haim Saban rechnet mit
einem Closing der Transaktion im ersten Quartal des kommenden Jahres.
Permira und KKR zahlen rund 3,1 Mrd EUR für den 50,5%-Anteil an
ProSiebenSat.1, was die Unterföhringer Senderkette mit 5,9 Mrd EUR bewertet.
Vereinbart wurde, dass der Kaufpreis 28,7145 EUR je Stammaktie und 22,40 EUR je
Vorzugsaktie beträgt. Der von den German Media Partners verkaufte Anteil
umfasst 88% der Stammaktien und 13% der Vorzugsaktien.
In den German Media Partners (GMP) haben die Saban Capital Group Inc,
Alpine Equity Partners LP, Bain Capital Investors LLC, Hellman & Friedman LLC,
Providence Equity Partners Inc, Putnam Investments LLC, Quadrangle Group LLC
und Thomas H. Lee Partners LP ihre Anteile an ProSiebenSat.1 gebündelt.
Der zweite Anlauf, die Mehrheit an der Senderkette abzustoßen, verlief
damit erfolgreicher, als der erste Versuch aus dem Sommer 2005. Damals wollte
die Axel Springer AG etwa 2,5 Mrd EUR zahlen, nämlich 23,37 EUR je Stammaktie
und 14,11 EUR je Vorzugsaktie. Anfang des Jahres gab Springer die Übernahme auf
wegen massiver Widerstände des Bundeskartellamtes und der Kommission zur
Ermittlung der Konzentration im Medienbereich auf.
"Ich liebe die deutschen Kartellbehörden", sagte Saban in der
Telefonkonferenz. Er und seine Mitinvestoren konnten so schließlich einen
höheren Verkaufserlös erzielen. Das Investment in ProSiebenSat.1 von rund 900
Mio EUR, was auch eine Kapitalerhöhung einschließt, konnte letztlich mehr als
verdreifacht werden.
Ob die Finanzinvestoren beim zweiten Verkaufsanlauf tatsächlich dem
höchsten Gebot den Vorzug gegeben haben, blieb nach der Telefonkonferenz aber
offen. Saban wollte die Höhe der anderen Gebote "nicht kommentieren". Mit dem
Deal vertraute Personen hatten am Donnerstag berichtet, nicht nur die Höhe des
Gebots sondern auch das Konzept entscheidend gewesen sei.
Um den Mehrheitsanteil bei ProSiebenSat.1 buhlten bis zuletzt auch die
türkische Dogan Yayin Holding AS und ein Konsortium aus den Finanzinvestoren
Apax Partners und Goldman Sachs Group Inc.
Wie zuvor schon Springer müssen auch Permira und KKR den Inhaber der im
Streubesitz befindlichen stimmrechtlosen Vorzugsaktien ein freiwilliges
öffentliches Übernahmeangebot machen. Es beläuft sich nach vorläufiger
Berechnung auf 22,46 EUR und richtet dem volumengewichteten Durchschnittskurs
der Vorzugsaktien in den letzten drei Monaten vor Ankündigung des
Übernahmeangebots.
In der höheren Offerte als beim Springer-Übernahmeversuch spiegelt sich
deutlich die positive Entwicklung von ProSiebenSat.1 wieder. Im Jahr 2005 hat
ProSiebenSat.1 knapp 2 Mrd EUR umgesetzt und einen Überschuss von 221 Mio EUR
erwirtschaftet, 2004 lag der Umsatz bei 1,84 Mrd EUR und der Überschuss bei 134
Mio EUR. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ProSiebenSat.1 mit einer
Umsatzsteigerung im Bereich von 5% bis 6%.
Gelassen sehen Permira und KKR der Akzeptanz ihres Angebotes an die Inhaber
der im Streubesitz befindlichen Vorzugsaktionäre entgegen. "Wir sind für alle
Annahmequoten offen", sagte Götz Mäuser, Partner von Permira. Pläne für ein
Delisting von ProSiebenSat.1 gebe es aber nicht.
Unklar ist noch, wie sich die Axel Springer AG positioniert. Der Verlag
hält auch nach dem gescheiterten Übernahmeversuch mit je 12% der Stamm- und
der Vorzugsaktien noch 12% des Grundkapitals an der ProSiebenSat.1 Media AG.
Springer will Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag zufolge zunächst mit dem
neuen Mehrheitsaktionär Gespräche führen. Die Aktie von ProSiebenSat.1 notiert
gegen 15.50 Uhr um 0,6% höher bei 23,63 EUR.
Webseiten: http://www.prosiebensat1.com
http://www.lavena-angebot.de
http://www.permira.de
http://www.kkr.com
http://www.sbsbroadcating.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/nas
15.12.2006 - 15:51:36
US-Industrieproduktion steigt im November ... (zwei)
Der Output an Verbrauchsgütern blieb im November auf Monatssicht
unverändert, nachdem er im Oktober um 0,6% gesunken war. Ohne Berücksichtigung
der Kfz-Produktion war die US-Erzeugung im November unverändert, nach einem
Zuwachs von 0,2% im Oktober. Im High-Tech-Sektor wurde im November 2,2% (plus
1,8%) mehr produziert als im Vormonat, die darin enthaltene
Halbleiterproduktion nahm um 2,6% zu.
Webseite: www.federalreserve.gov
DJG/hab/ptt
-0-
15.12.2006 - 15:47:25
Bayer CropScience erwirbt in USA zwei Baumwollgeschäfte
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Bayer-Teilkonzern Bayer CropScience hat sein
Baumwollgeschäft in den USA mit zwei kleineren Akquisitionen gestärkt. Das
Unternehmen habe in zwei separaten Transaktionen die Assets von California
Planting Cotton Seed Distributors (CPCSD), Bakersfield sowie von Reliance
Genetics LLC in Harlingen für rund 20 Mio USD erworben, teilte Bayer am Freitag
mit.
CPCSD entwickelt, erzeugt und vertreibt besonders hochwertige
Baumwollsaaten. Reliance Genetics betreibt ein spezielles
Baumwollzuchtprogramm, das eine weitere Ergänzung der Produktpalette von Bayer
CropScience darstellt und die Germplasm-Datenbank des Unternehmens erweitert.
Bayer CropScience gehört zur Leverkusener Bayer AG.
Webseite: http://www.bayer.de
DJG/hoa/rio
15.12.2006 - 15:42:21
TABELLE/US-Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung November
===
Industrieproduktion Kapazitäts-
Index +/- % auslastung
gg Vm gg Vj
November 112,3 +0,2 +3,8 81,8
PROGNOSE +0,2 82,2
Oktober 112,1 0,0 81,8
September 112,1 -0,4 82,0
INDUSTRIEPRODUKTION aufgegliedert
ohne Verarb. Langl. Konsum- Anlagen/ Materi- Ver- Berg-
High-Tech Gewerbe Güter güter Ausrüst. alien sorger bau
November +0,1 +0,3 +1,6 -0,1 +1,2 +0,2 -0,1 -0,2
Oktober -0,1 -0,5 -1,9 +0,1 +0,1 +0,1 +4,3 +0,4
September -0,6 -0,1 -1,1 -0,1 0,0 -0,4 -4,1 +0,9
KAPAZITÄTSAUSLASTUNG aufgegliedert
Verarb. Langl. Primär- Automobile Konsum-
Gewerbe Güter metalle und Teile güter Bergbau Versorger
November 80,3 78,8 84,3 75,2 81,8 91,0 86,9
Oktober 80,3 78,6 83,5 72,6 81,9 91,3 87,2
September 81,8 79,3 87,8 75,2 82,4 91,0 83,7
- Vormonate wurden einer jährlichen Revision unterzogen
- Kapazitätsauslastung in %
- Quelle Daten: Federal Reserve
- Webseite: http://www.federalreserve.gov
Die nächsten Veröffentlichungstermine:
17.01.2007 - Dezember-Daten
15.02.2007 - Januar-Daten
16.03.2007 - Februar-Daten
17.04.2007 - März-Daten
16.05.2007 - April-Daten
15.06.2007 - Mai-Daten
17.07.2007 - Juni-Daten
15.08.2007 - Juli-Daten
14.09.2007 - August-Daten
16.10.2007 - September-Daten
16.11.2007 - Oktober-Daten
14.12.2007 - November-Daten
===
DJG/DJN/kth/ptt
-0-
15.12.2006 - 15:40:20
TAGESVORSCHAU/18. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
10:00 DE/Bundesregierung, Nationaler IT-Gipfel, u.a. mit Rede von
Bundeskanzlerin Merkel (14:35), Potsdam
***10:30 DE/Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA),
Konjunkturprognose 2007/2008
11:00 EU/Eurostat, Handelsbilanz Oktober
12:00 DE/Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember, Frankfurt
***14:30 US/Leistungsbilanz 3Q
PROGNOSE: -225,0 Mrd USD
zuvor: -218,4 Mrd USD
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - EU/Kommission, Quartalsbericht zur Wirtschaftslage in der
Eurozone, Brüssel
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Serono SA durch Merck KGaA, Brüssel
*** - AT/OPEC, Ölmarkt-Monatsbericht, Wien
- AT/Austrian Airlines AG (AUA), Verkehrszahlen November, Wien
*** - US/Oracle Corp, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 0,22), Redwood City
- DE/Deutsche Börse AG, Index-Änderungen, Frankfurt
- Am Berichtstag werden folgende Index-Änderungen wirksam:
Index Neuaufnahme Ausgeschieden
MDAX Gagfah Holding AG Fielmann AG
SDAX Fielmann AG Masterflex AG
TAG Tegernsee Immobilien Centrotec Sustainable AG
und Beteiligungs-AG
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
===
DJG/gla
-0-
15.12.2006 - 15:33:12
US-Industrieproduktion steigt im November um 0,2%
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Industrieproduktion in den USA ist im November
um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen gestiegen. Zugleich blieb die
Kapazitätsauslastung unverändert bei 81,8%, wie die Federal Reserve am Freitag
weiter mitteilte. Im Vorfeld hatten Ökonomen einen Anstieg der Produktion um
0,2% prognostiziert, für die Kapazitätsauslastung war ein Wert von 82,2%
vorhergesagt worden; Basis dieser Prognose war ein vorläufiger Oktober-Wert von
82,0%. Im Vormonat war die Industrieproduktion nach revidierter Berechnung
unverändert geblieben, vorläufig war ein Anstieg um 0,2% gemeldet worden.
Im verarbeitenden Gewerbe wurde im November ein Produktionsplus von 0,3%
(Oktober: minus 0,5%) auf Monatssicht verzeichnet. Die Fertigung von
langlebigen Gütern in diesem Bereich stieg um 0,7% (minus 0,6%), der Output an
Kfz und Kfz-Teilen nahm um 3,7% (minus 3,4%) zu. Die Erzeugung von
Investitionsgütern stieg um 1,2% (minus 0,1%). Bei den Versorgern ergab sich
den Angaben zufolge ein Rückgang von 0,1% (plus 4,3%).
DJG/DJN/hab/ptt
-0-
15.12.2006 - 15:24:55
Fraport räumt Lufthansa bei Klage keine Erfolgschance ein
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG geht nach den Worten ihres
Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Bender nicht von einem Erfolg der Klage der
Deutschen Lufthansa gegen den Flughafenbetreiber Frankfurt-Hahn aus. Das sagte
Bender am Freitag in Frankfurt. Die Lufthansa klagt gegen den Betreiber des
Flughafens Frankfurt-Hahn wegen der Gewährung vermeintlich unzulässiger
staatlicher Beihilfen für den Billigflieger Ryanair.
An der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH sind die Länder Hessen und
Rheinland-Pfalz direkt mit je 17,5% als Anteilseigner beteiligt. Die übrigen
65% sind im Besitz der Fraport. Lufthansa will mit der Klage vor dem
Landgericht Bad Kreuznach erreichen, dass Beihilfen künftig offen gelegt werden
müssen. Zum anderen geht es um knapp 2,7 Mio EUR Flughafenentgelte die Ryanair
zu Unrecht erlassen worden sein sollen.
Sollte der Klage stattgegeben werden, so Bender, würde Frankfurt-Hahn
"einige Millionen Euro" von Ryanair gezahlt bekommen. Für Fraport und
Frankfurt-Hahn sei das Risiko dieser Klage daher "überschaubar". Eine Belastung
des Verhältnisses zwischen Fraport und der Lufthansa sieht Bender in Folge der
juristischen Auseinandersetzung nicht.
Webseite: http://www.fraport.de/
DJG/abe/rio
15.12.2006 - 15:06:42
US-Anleihen starten mit Preisdaten fester
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Anleihen sind am Freitag mit der unerwartet
stabilen Preisentwicklung in den USA fester in den Handel in New York
gestartet. Gegen 14.58 Uhr MEZ steigen zehnjährige Titel mit einem Kupon von
4,625% um 21/32 auf 100-27/32 und rentieren mit 4,52%. Der mit 4,50% verzinste
Longbond steigt um 32/32 auf 97-19/32 und rentiert mit 4,65%. Wie das
US-Arbeitsministerium mitteilte, blieben die Verbraucherpreise gegenüber dem
Vormonat unverändert. Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 0,2% gerechnet. Die
um die häufig volatilen Bestandteile Energie und Nahrungsmittel bereinigte
Kernrate blieb im November ebenfalls unverändert
DJG/rso
15.12.2006 - 15:01:03
WOCHENVORSCHAU/52. Kalenderwoche
- Termine vom 25. bis 29. Dezember -
===
M O N T A G, 25. Dezember:
- AT/CH/CZ/DE/ES/FR/GB/HK/HU/IT/NL/PL/SG/US/Feiertag
("1. Weihnachtsfeiertag"), Börsen geschlossen
D I E N S T A G, 26. Dezember:
00:30 JP/Arbeitsmarktdaten November
00:30 JP/Verbraucherpreise Großraum Tokio Dezember,
landesweit November
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
- AT/CH/CZ/DE/ES/FR/GB/HK/HU/IT/NL/PL/Feiertag
("2. Weihnachtsfeiertag"), Börsen geschlossen
M I T T W O C H, 27. Dezember:
00:50 JP/Einzelhandelsumsatz November
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
***16:00 US/Neubauverkäufe November
***19:00 US/Treasury, Auktion zweijähriger Notes
D O N N E R S T A G, 28. Dezember:
00:50 JP/Industrieproduktion November (vorläufig)
07:30 AT/Immofinanz ImmobilienAnlagen AG, Ergebnis 1H (09:30 PK),
Wien
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***16:00 US/Index des Verbrauchervertrauens Dezember
***16:00 US/Index Einkaufsmanager Chicago Dezember
***16:00 US/Verkauf bestehender Häuser November
***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
***19:00 US/Treasury, Auktion fünfjähriger Notes
F R E I T A G, 29. Dezember:
***08:10 DE/GfK-Konsumklimaindikator Januar
***08:45 FR/Arbeitsmarktdaten November
***09:00 ES/HVPI Dezember
***10:00 EU/EZB, Geldmenge M3 November
***10:00 IT/Erzeugerpreise November
10:30 AT/BA-CA, Einkaufsmanagerindex Dezember
- AT/Börse geschlossen
- JP/GB/HU/US/Verkürzter Handel an den Börsen Tokio, London
und Budapest (bis 13:30) und am US-Anleihemarkt (bis 20:00)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla
-0-
15.12.2006 - 14:59:37
WOCHENVORSCHAU/51. Kalenderwoche
- Termine vom 18. bis 22. Dezember -
===
M O N T A G, 18. Dezember:
10:00 DE/Bundesregierung, Nationaler IT-Gipfel, u.a. mit Rede von
Bundeskanzlerin Merkel (14:35), Potsdam
***10:30 DE/Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA),
Konjunkturprognose 2007/2008
11:00 EU/Eurostat, Handelsbilanz Oktober
12:00 DE/Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember, Frankfurt
***14:30 US/Leistungsbilanz 3Q
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - EU/Kommission, Quartalsbericht zur Wirtschaftslage
in der Eurozone, Brüssel
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Serono SA durch Merck KGaA, Brüssel
*** - AT/OPEC, Ölmarkt-Monatsbericht, Wien
- AT/Austrian Airlines AG (AUA), Verkehrszahlen November, Wien
*** - US/Oracle Corp, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 0,22), Redwood City
- DE/Deutsche Börse AG, Index-Änderungen, Frankfurt
- Am Berichtstag werden folgende Index-Änderungen wirksam:
Index Neuaufnahme Ausgeschieden
MDAX Gagfah Holding AG Fielmann AG
SDAX Fielmann AG Masterflex AG
TAG Tegernsee Immobilien Centrotec Sustainable AG
und Beteiligungs-AG
D I E N S T A G, 19. Dezember:
***07:00 JP/BoJ, Monatsbericht Dezember
***07:30 DE/Norddeutsche Affinerie AG, Jahresergebnis, Hamburg
***08:00 DE/Destatis, Erzeugerpreise November
***08:00 DE/Nordex AG, Unternehmensprojektionen für das
Geschäftsjahr 2007 (15:00 Conference Call), Norderstedt
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dezember
***10:00 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung,
Geschäftsklimaindex Dienstleistungen Dezember
10:00 DE/Altana AG, ao HV zum Verkauf des Pharmageschäfts an
Nycomed (bis 20.12.), Frankfurt
***10:30 DE/Rofin-Sinar Technologies Inc, BI-PK, Hamburg
***11:00 NL/Euronext NV, ao HV zur geplanten Fusion mit der
NYSE Group Inc, Amsterdam
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***14:30 US/Erzeugerpreise November
***14:30 US/Baubeginne/-genehmigungen November
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - JP/BoJ, Ergebnis der Sitzung des Geldpolitischen Rats, Tokio
*** - US/Morgan Stanley, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 1,77), New York
- FI/Bundeskanzlerin Merkel und finnischer Ministerpräsident
Vanhanen, Treffen anlässlich der "Stabübergabe" der
finnischen an die deutsche EU-Ratspräsidentschaft,
Helsinki (A)
M I T T W O C H, 20. Dezember:
08:00 DE/Destatis, Auftragseingang Bauhauptgewerbe Oktober
***09:30 EU/Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen
Parlaments, Anhörung von EZB-Präsident Trichet, Brüssel
***10:00 DE/Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA),
PG zum Jahresabschluss, Frankfurt
***10:30 GB/BoE, Protokoll der Sitzung des Geldpolitischen Rats
vom 6./7. Dezember, London
10:30 GB/Nettomittelaufnahme der öffentlichen Hand November
11:00 DE/Verband der Internationalen Kraftfahrzeug-
hersteller (VDIK), Jahres-PK, Frankfurt
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Langfrist-Refi-Tender
***14:00 US/NYSE Group Inc, ao HV zur geplanten Fusion mit der
Euronext NV, New York
***15:00 BE/Geschäftsklimaindex Dezember
***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
22:15 US/Nike Inc, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 1,12), Beaverton
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/DaimlerChrysler AG, AR-Sitzung zum Dreijahresplan,
Stuttgart
*** - DE/Escada AG, Jahresergebnis, Aschheim
- DE/Staatsanwaltschaft München I, voraussichtlich Mitteilung
zum Stand der Ermittlungen in der Siemens-Finanzaffäre
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Scania AB durch MAN AG, Brüssel
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Aer Lingus Group plc durch Ryanair Holdings plc,
Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Techem AG durch MEIF II Energie Beteiligungen
GmbH & Co KG, Brüssel
- EU/Kommission, Vorlage eines Richtlinienentwurfs zur
Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel, Brüssel
- US/FedEx Corp, Ergebnis 2Q (PROGNOSE: 1,75), Memphis
- US/Semiconductor Equipment and Materials
International (SEMI), Book-to-Bill-Ratio November
D O N N E R S T A G, 21. Dezember:
00:50 JP/Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität Oktober
00:50 JP/Handelsbilanz November
08:00 DE/Bundesfinanzministerium, Monatsbericht Dezember, Berlin
***09:30 IT/Verbrauchervertrauen Dezember
10:00 IT/Handelsbilanz ohne EU-Länder November
***10:30 GB/BIP 3Q (3. Veröffentlichung)
***11:00 IT/Einzelhandelsumsatz Oktober
12:00 AT/Österreichisches Institut für Wirtschafts-
forschung (WIFO), Konjunkturprognose 4Q
***14:30 US/BIP 3Q (3. Veröffentlichung)
***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
***15:00 EU/CEPR, EuroCOIN-Indikator November
***16:00 US/Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) November
***16:00 US/Index der Frühindikatoren November
***18:00 US/Philadelphia-Fed-Index Dezember
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
- EU/EZB, Sitzung des Rats ohne zinspolitische Entscheidung,
Frankfurt (A)
F R E I T A G, 22. Dezember:
06:00 JP/BoJ, Protokoll der geldpolitischen Sitzungen vom
31. Oktober und 15./16. November, Tokio
***08:00 DE/Destatis, Import- und Exportpreise November
08:00 EU/Acea, Nfz-Neuzulassungen Westeuropa November
***08:40 FR/BIP 3Q (3. Veröffentlichung)
***08:45 FR/Geschäftsklimaindex Verarbeitender Sektor Dezember
***08:50 FR/Privater Verbrauch (Käufe industrieller Güter) November
***08:50 FR/Erzeugerpreise November
***09:30 IT/Geschäftsklimaindex Dezember
***10:00 EU/EZB, Leistungsbilanz Oktober
***11:00 EU/Eurostat, Auftragseingang in der Industrie Oktober
***14:30 US/Persönliche Ausgaben und Einkommen November
***14:30 US/Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter November
***16:00 US/Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan
Dezember (2. Umfrage)
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/aovo Touristik AG, Erstnotiz im Freiverkehr der
Frankfurter Wertpapierbörse
*** - DE/Destatis, voraussichtlich Verbraucherpreise
Dezember (vorläufig)
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Kion Group durch Goldman Sachs Group Inc und
Kohlberg Kravis Roberts & Co L.P., Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Budapest Airport Rt. durch Hochtief Airport GmbH und
Caisse de Depot et Placement du Quebec, Brüssel
- GB/US/Verkürzter Handel an der Londoner Börse (bis 13:30)
und am US-Anleihemarkt (bis 20:00)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
===
DJG/gla
-0-
15.12.2006 - 14:55:17
US/Verbraucherpreise steigen im November nicht (zwei)
Ausschlaggebend für die gedämpfte Inflationsentwicklung waren die Rückgänge
bei Nahrungsmittel- und Energiepreisen. Ungerundet betrug die monatliche
Teuerung 0,048%, nach 0,096% im Oktober. Im Jahresvergleich stiegen die
Verbraucherpreise in der Gesamtrate um 2,0%. In der Kernrate ergab sich ein
Zuwachs von 2,6%. Im Vormonat war ein Plus von 1,3% in der Gesamt- und 2,7% in
der Kernrate gemeldet worden.
Webseite: www.bls.gov
DJG/DJN/hab/kth
-0-
15.12.2006 - 14:45:30
EUREX/Renten-Futures ziehen im Verlauf an
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt ziehen
am Freitag im Verlauf des Nachmittaggeschäfts an. Der März-Future steigt gegen
14.35 Uhr um 25 Ticks auf 117,29% und steht nur knapp unter dem Tageshoch von
117,33%. Händler meinen, die stabilen US-Verbraucherpreise hätten dem Bund am
Nachmittag einen günstigen Impuls gegeben und den Bund-Future auf Tageshoch
getrieben. Am Mittag hatte das Tagestief bei 117,43% gelegen. Der Bobl legt um
12 Ticks auf 109,61% zu. Nun könnte der Bund-Future die Abwärtstrendlinie bei
117,85% testen, heißt es im Markt. Darüber verbessere sich die technische
Situation mit Ziel 118,20%. Unterstützt sei der Bund-Future beim Tagestief, das
bei 107,03% liegt.
DJG/hru/rso
15.12.2006 - 14:43:31
TABELLE/US-Verbraucherpreise November
===
CPI Veränderung CPI Veränderung
gg Vm gg Vj (Kern) gg Vm gg Vj
nsb sb nsb nsb sb nsb
November 201,5 0,0 +2,0 207,6 0,0 +2,6
PROGNOSE +0,2 +0,2
Oktober 201,8 -0,5 +1,3 207,8 +0,1 +2,7
September 202,9 -0,5 +2,1 207,2 +0,2 +2,9
August 203,9 +0,2 +3,8 206,7 +0,2 +2,8
Juli 203,5 +0,4 +4,1 206,2 +0,2 +2,7
Juni 202,9 +0,2 +4,3 205,9 +0,3 +2,6
Mai 202,5 +0,4 +4,2 205,7 +0,3 +2,4
April 201,5 +0,6 +3,5 205,5 +0,3 +2,3
März 199,8 +0,4 +3,4 204,9 +0,3 +2,1
Februar 198,7 +0,1 +3,6 203,6 +0,1 +2,1
Januar 198,3 +0,7 +4,0 202,6 +0,2 +2,1
2005
Dezember 196,8 -0,1 +3,4 202,1 +0,1 +2,2
November 197,6 -0,7 +3,5 202,3 +0,2 +2,1
Lebens- Woh- Klei- Trans- Gesund- Frei- Bild./ Energie
mittel nen dung port heit zeit Komm.
November -0,1 +0,4 -0,3 -0,9 +0,2 +0,1 -0,2 -0,2
Oktober +0,3 0,0 -0,7 -3,1 +0,3 0,0 +0,2 -7,0
September +0,4 +0,3 +0,6 -4,1 +0,3 0,0 +0,1 -7,2
August +0,3 +0,2 +0,9 +0,2 +0,4 -0,1 +0,3 +0,3
Juli +0,2 +0,3 -1,2 +1,6 +0,2 +0,3 +0,3 +2,9
Juni +0,3 +0,2 0,0 -0,2 +0,3 +0,1 +0,3 -0,9
Mai +0,2 +0,3 +0,2 +1,5 +0,3 +0,2 0,0 +2,4
April 0,0 +0,1 +0,6 +2,4 +0,4 +0,3 +0,3 +3,9
März +0,1 +0,2 +1,0 +0,9 +0,4 +0,4 +0,2 +1,3
Februar +0,2 +0,1 -1,0 -0,2 +0,5 +0,1 +0,2 -1,2
Januar +0,5 +0,5 +0,3 +1,8 +0,1 0,0 +0,4 +5,0
- Veränderungen in %
- sb = saisonbereinigt, nsb = nicht saisonbereinigt
- Index 1982-84 = 100
- Bild./Komm. = Bildung und Kommunikation
- Quelle Daten: US-Arbeitsministerium
- Webseite: http://www.bls.gov
Die nächsten Veröffentlichungstermine:
18.01.2007 - Dezember-Daten
21.02.2007 - Januar-Daten
16.03.2007 - Februar-Daten
17.04.2007 - März-Daten
15.05.2007 - April-Daten
15.06.2007 - Mai-Daten
18.07.2007 - Juni-Daten
15.08.2007 - Juli-Daten
19.09.2007 - August-Daten
17.10.2007 - September-Daten
15.11.2007 - Oktober-Daten
14.12.2007 - November-Daten
16.01.2008 - Dezember-Daten
===
DJG/DJN/kth
-0-
15.12.2006 - 14:36:34
US/Verbraucherpreise steigen im November nicht
WASHINGTON (Dow Jones)--Das Inflationsgeschehen in den USA hat sich im
November moderater dargestellt als erwartet. Wie das US-Arbeitsministerium am
Freitag mitteilte, blieben die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat
unverändert. Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Anstieg von 0,2% gerechnet.
Im Vormonat hatten die Lebenshaltungskosten um 0,5% nachgegeben. Die um die
häufig volatilen Bestandteile Energie und Nahrungsmittel bereinigte Kernrate
blieb im November ebenfalls unverändert, auch hier hatten Volkswirte einen
Anstieg von 0,2% erwartet. Im Oktober war eine Zunahme der Kernrate um 0,1%
verzeichnet worden.
DJG/DJN/hab
-0-
15.12.2006 - 14:28:25
Bilfinger übernimmt Sanierung und Neubau von 8 Schulen in Halle
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bilfinger Berger AG übernimmt im Rahmen einer
Public Private Partnership (PPP) die Sanierung und den Neubau von insgesamt
acht Schulen in Halle an der Saale. Der Konzern werde zusammen mit regionalen
Partnern insgesamt elf Gebäude finanzieren, planen, erstellen und über einen
Zietraum von 25 Jahren betreiben, gab das Mannheimer Bauunternehmen am Freitag
bekannt. Das Projekt habe ein Investitionsvolumen von 45 Mio EUR. Die ersten
Schulen sollen im August 2008 ihren Betrieb aufnehmen.
Webseite: http://www.bilfingerberger.de/
DJG/hei/rio
15.12.2006 - 14:27:32
Lufthansa zielt mit Klage gegen Hahn auf "fairen Wettbewerb"
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, will mit ihrer
Klage gegen den Flughafen Frankfurt-Hahn faire Wettbewerbsbedingungen
erreichen. Staatliche Beihilfen sollen vor einer Auszahlung künftig erst von
der Europäischen Union gebilligt werden, sagte Lufthansa-Sprecher Stefan
Schaffrath am Freitag Dow Jones Newswires auf Anfrage. Damit solle mehr
Transparenz geschaffen werden.
Lufthansa hat vor dem Landgericht Bad Kreuznach Klage gegen den
Flughafen-Betreiber eingelegt, wie das Gericht gegen Mittag bekannt gab. Der
Carrier ist der Ansicht, dass der Flughafen dem Billigflieger Ryanair
unzulässige staatliche Beihilfen gewährt hat. Diese seien in Form von
Marketing-Support-Mitteln und reduzierten Flughafenentgelten in den Jahren 2002
bis 2006 gezahlt worden, sagte der Sprecher. Lufthansa wolle nun erreichen,
dass Ryanair diese Gelder zurückzahle.
Webseite: http://www.lufthansa.de/
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/rio
-0-
15.12.2006 - 14:15:43
BÖRSEN-AUSBLICK/DAX zwischen Verfall und Window-Dressing
FRANKFURT (Dow Jones)--Einige Tage zum Durchatmen deuten sich für die
kommende Woche am deutschen Aktienmarkt an. Am Montag müssen noch die Nachwehen
des Verfalls durchgestanden werden, dann dürften viele institutionelle Anleger
die Bücher schließen und auf die Sicherung ihrer jeweiligen Jahresbilanz
bedacht sein. Die Liquidität dürfte vor dem langen Weihnachtswochenende stetig
abnehmen, glauben Händler. Die dünnen Umsätze dürften dann "zwischen den
Tagen", also in der übernächsten Woche, zur gezielten Performance-Verbesserung
eingesetzt werden, dem so genannten "Window-Dressing". Im Blickpunkt stehen
hier besonders die Gewinner und Verlierer aus der zweiten und dritten Reihe.
Nach den starken Gewinnen mit einem DAX-Plus von fast 6% seit vorletztem
Freitag könnte nun zunächst Konsolidierung angesagt sein, heißt es im Handel
mit Blick auf die nächste Woche. Marktteilnehmer meinen, ein paar
Gewinnmitnahmen vor dem langen Weihnachtswochenende sollten den Markt nicht
überraschen. Eine Seitwärtsbewegung oder leicht fallende Kurse könnten die
technisch überkaufte Lage bereinigen und die Grundlage für weitere
Aufwärtsschübe zwischen den Jahren und im Januar legen. Erfahrungsgemäß ist die
Chance für Aktiengewinne bis Mitte Januar und darüber hinaus bis Ende März gut,
wobei auf mittlere Sicht auch stärkere Zwischen-Korrekturen einkalkuliert
werden sollten.
Die meisten Investmenthäuser sehen den DAX zum Ende des kommenden Jahres
bei 7.000 Punkten oder leicht darüber, wobei sie überwiegend ein mageres erstes
und ein gutes zweites Halbjahr erwarten. Sie legen dabei die US-Indizes auf die
Konjunkturverläufe und rechnen damit, dass das Platzen der US-Immobilienblase
im ersten Halbjahr die US-Konjunktur in eine Delle drückt. Zinssenkungen der
US-Notenbank sollen dann im Jahresverlauf die Konjunktur wieder anschieben.
Zunächst sollten Anleger aber daran denken, dass der Aufschwung des
US-Aktienmarkts die Vermögensverluste vom Immobilienmarkt zumindest teilweise
ausgleicht. Sollte sich die US-Wirtschaft deshalb nicht oder nur geringfügig
abschwächen und der Arbeitsmarkt angespannt bleiben, könnte die US-Notenbank
weiterhin eher die Inflationsgefahren betonen. Sogar eine weitere
Leitzinserhöhung ist dann nicht ausgeschlossen, womit die Szenarien für die
Aktienmärkte im kommenden Jahr erheblich durcheinander gewirbelt werden
könnten. Dasselbe gilt für den Fall eines "hard landings" der US-Wirtschaft.
Ein "hard landing" der US-Wirtschaft gilt zwar als unwahrscheinlich, sollte
aber nicht ausgeschlossen werden. Ein Rückzug der US-Truppen aus dem Irak
könnte nicht nur die Autorität der USA weltweit untergraben und im Endeffekt
sogar einen Niedergang der derzeit einzigen Weltmacht einleiten, er könnte auch
die Instabilität in der gesamten Region erhöhen, mit unkalkulierbaren Folgen.
Stark steigende Ölpreise wären dann sehr wahrscheinlich.
Zunächst werden die Marktteilnehmer Erkenntnisse über den Zustand der Welt-
und US-Wirtschaft aber weiter aus den Fundamentaldaten ziehen. Am Montag stehen
Daten zur US-Leistungsbilanz auf der Agenda, am Dienstag US-Erzeugerpreise und
Daten zum US-Immobilienmarkt. Am Donnerstag stehen US-Frühindikatoren sowie die
Konjunkturindizes der Chicago Fed und der Phili-Fed zur Veröffentlichung an, am
Freitag der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sowie der Index zur
Verbraucherstimmung der Universität Michigan.
Ab Montag werden Gagfah im MDAX vertreten sein statt Fielmann, die den
Abstieg in den SDAX bisher erstaunlich gut weggesteckt haben. Am Dienstag
veröffentlicht die Norddeutsche Affinerie ihr Jahresergebnis. Das
Quartalsergebnis von Oracle am Montagabend könnte auch SAP beeinflussen, das
Gleiche gilt für das Ergebnis von Nike am Mittwochabend und für adidas.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/mod/gos
15.12.2006 - 14:07:14
SK/Notenbank: Krone-Aufwertung mithilfe der EZB zu stoppen
BRATISLAVA (Dow Jones)--Die starke Aufwertung der Krone könnte nach Ansicht
des Gouverneurs der slowakischen Notenbank durch ein gemeinsames Vorgehen mit
der Europäischen Zentralbank (EZB) gebremst werden. Wie der Gouverneur Ivan
Sramko Freitag am Rande einer Konferenz in Warschau sagte, ist seiner Ansicht
nach eine Lösung innerhalb des Europäische Wechselkursmechanismus II (ERM II)
möglich oder - wenn nötig - mithilfe der EZB.
Die EZB-Satzung räumt die Möglichkeit ein, unter bestimmten Bedingungen
nationale Notenbanken kurzfristig Mittel zur Verfügung zu stellen, damit diese
ihre Währungen stabilisieren können. "Die EZB würde uns helfen, wenn es
erforderlich ist", sagte Sramko. Die Äußerungen deuten eine Intervention
seitens der slowakischen Zentralbank an. Der Krone hat seit Anfang August um
8,5% gegenüber dem Euro aufgewertet.
Webseite: www.nbs.sk
-Von David McQuaid, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 297 25 300,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/kth/hab
-0-
15.12.2006 - 14:03:23
EU wird Deutschland wegen Telekommunikationsgesetz verklagen
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Union wird Deutschland verklagen,
sobald die am Freitag vom Bundesrat gebilligte Neufassung des
Telekommunikationsgesetzes in Kraft tritt. Die Novelle ermöglicht der Deutschen
Telekom AG eine
weitgehende Regulierungsfreistellung für ihr teures neues
Hochgeschwindigkeits-Internet. Dieser Passus wird von der EU nicht akzeptiert.
Kommissionssprecher Martin Selmayr sagte am Freitag, wenn die Novelle in Kraft
trete, werde die EU dagegen vorgehen. "Das könnte schon im Mai sein", sagte er.
Der Bund ist mit 14,83% direkt an der Deutschen Telekom beteiligt, weitere
16,87% hält er indirekt über die staatliche KfW Bankengruppe. Im Jahr 2003
hatte die EU festgelegt, dass marktdominante Telekomanbieter ihr Netz für
Wettbewerber öffnen müssen. Mit der Neufassung des Telekommunikationsgesetzes
hat die Telekom jedoch einen Schutz für den bis zu 50 Mrd EUR teuren Ausbau
ihres VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetzes bekommen. Proteste der EU vermochten
weder die Regierungskoalition noch die Länderkammer zu beeindrucken.
Webseite: http://www.ec.europa.eu
DJG/DJN/rio
15.12.2006 - 14:01:23
EZB/Constancio: Euroraum-Teuerung unter Kontrolle und stabil
LISSABON (Dow Jones)--Der Gouverneur der portugiesischen Zentralbank,
Vitor Constancio, ist über die Inflationslage im Euroraum offenbar nicht
besonders beunruhigt. Der Preisauftrieb in der Eurozone sei stabil und unter
Kontrolle, sagte Constancio am Freitag am Rande einer Konferenz. Seine Äußerung
sticht damit etwas von Wortmeldungen anderer Mitglieder des Rats der
Europäischen Zentralbank (EZB) ab, die zuletzt stets die Aufwärtsrisiken für
die Inflation betont hatten. Eurostat hatte am Vormittag gemeldet, dass die
Verbraucherpreise im Euroraum im November auf Jahressicht um 1,9% gestiegen
sind, was gerade noch der Preisstabilitätsdefinition der EZB von "unter, aber
nahe 2%" entspricht.
Constancio sagte weiter, die EZB habe keinen "mittelfristigen Plan" für
eine weitere Erhöhung der Leitzinsen. Jürgen Stark vom EZB-Direktorium und der
Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, Klaus Liebscher, hatten erst
kürzlich betont, es wäre falsch, davon auszugehen, dass die EZB ihren
Zinserhöhungszyklus bereits beendet habe. Die EZB hat ihren Refinanzierungssatz
in der vergangenen Woche um 25 Basispunkte auf 3,50% angehoben; es war die
sechste Zinserhöhung seit Dezember 2005. An den Märkten wird eine weitere
Straffung um einen viertel Prozentpunkt spätestens im März erwartet.
DJG/DJN/hab/ptt
-0-
15.12.2006 - 13:40:16
AerCap bestellt 20 Airbus-Maschinen vom Typ A330-200
BLAGNAC (Dow Jones)--Das Leasingunternehmen AerCap hat bei Airbus 20
Großraumpassagierflugzeuge des Typs A330-200 fest in Auftrag gegeben. Das
teilte der Flugzeughersteller am Freitag mit. Finanzielle Details nannte Airbus
dabei nicht. AerCap mit Sitz in den Niederlanden ist ein integriertes globales
Luftfahrtunternehmen mit marktführender Position im Flugzeug- und
Triebwerk-Leasing, Handel und Teileverkauf.
Die Gesellschaft erteilte 1999 ihre erste Bestellung über 32
Airbus-Flugzeuge der A320-Familie. Daran schloss sich im Dezember 2005 ein
großer Folgeauftrag über 70 Flugzeuge der A320-Familie an, der über ein Joint
Venture von AerCap mit LoadAir vergeben wurde.
Webseite: http://www.airbus.com/
DJG/nas/rio
15.12.2006 - 13:38:40
BMWi rechnet für 4Q wieder mit leichtem Anstieg der Produktion
BERLIN (Dow Jones)--Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) erwartet im
vierten Quartal nach den Rückgängen der Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im
September und Oktober für das vierte Quartal des laufenden Jahres wieder einen
leichten Anstieg. Die Auftragsbücher seien weiterhin gut gefüllt und das
Geschäftsklima habe sich zuletzt als gefestigt erwiesen, heißt es im aktuellen
am Freitag in Berlin veröffentlichten BMWi-Bericht zur wirtschaftlichen Lage in
Deutschland im Dezember 2006.
"Die Erzeugung des Produzierenden Gewerbes sollte sich somit im Verlauf des
vierten Quartals wieder etwas erhöhen, zumal bis zum Jahresende im
Bauhauptgewerbe durch die milde Witterung sowie durch Vorzieheffekte noch
kräftige Impulse zu erwarten sind", heißt es im Bericht weiter. Insgesamt
befinde sich die deutsche Wirtschaft in einem robusten Aufschwung. "Die
konjunkturelle Grunddynamik erscheint mittlerweile so gefestigt, dass die
fiskalisch bedingte Dämpfung der Binnennachfrage ab dem Jahreswechsel relativ
zügig überwunden werden dürfte", schreiben die BMWi-Konjunkturexperten.
Zum Jahreswechsel rechnet das BMWi jedoch damit, dass sich die von der
Binnennachfrage ausgehenden dämpfenden Effekte der Erhöhung der Mehrwertsteuer
bemerkbar machen. Gerade die wieder steigenden Geschäftserwartungen der
Unternehmen signalisierten aber, dass die Auswirkungen von den
Industrieunternehmen nicht als so durchschlagend und vor allem nicht als
nachhaltig eingeschätzt würden. Für die Entwicklung des privaten Konsums ab dem
Jahreswechsel zeichnen die Konjunkturindikatoren aus BMWi-Sicht "allerdings ein
eher zurückhaltendes Bild".
Beim Außenhandel dürfte sich die in der Tendenz zu beobachtende deutliche
Aufwärtsentwicklung der Ein- und Ausfuhren bis zum Jahresende fortsetzen.
Deutschland werde voraussichtlich zum vierten Mal in Folge Exportweltmeister
bei den Warenexporten werden. "Das robuste weltwirtschaftliche Wachstum und die
hohe preisliche und qualitative Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Exportwirtschaft sind auch angesichts eines etwas stärkeren Euro gute
Voraussetzungen für weitere Impulse aus dem Außenhandel", heißt es im
BMWi-Bericht.
Mit der vermutlich weiter zunehmenden Binnennachfrage im vierten Quartal,
aber auch aufgrund des Importgehalts der deutschen Ausfuhren dürften die
Wareneinfuhren in den kommenden Monaten ebenfalls weiter steigen. Die Belebung
des Arbeitsmarktes setzt sich nach BMWi-Einschätzung fort. Diese Entwicklung
stütze sich auf den "soliden konjunkturellen Aufschwung".
Dabei gehe der Aufbau der Beschäftigung im Inland schon im gesamten
Jahresverlauf vor allem von der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigung aus. Die Lage habe sich mittlerweile in den meisten
Wirtschaftsbereichen verbessert. Die milde Witterung habe sich zudem positiv
auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Das Preisklima auf der Verbraucherstufe ist
laut BMWi weiterhin ruhig.
Webseite: www.bmwi.de
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/hab
-0-
15.12.2006 - 12:58:42
Entscheidung über EADS-Geschäft erst im Januar - Kreise
BERLIN (Dow Jones)--Die Entscheidung über den Verkauf von EADS-Anteilen
der DaimlerChrysler AG wird nach Angaben einer mit den Vorgängen vertrauten
Person im Januar erfolgen. Entgegen Berichten, wonach bereits vor Weihnachten
ein Ergebnis erzielt werde, sagte die mit den Vorgängen vertraute Person Dow
Jones Newswires am Freitag: "Die Entscheidung über den Einstieg wird erst im
Januar getroffen; es gibt aber keine grundsätzlichen Zweifel an einer
Einigung."
Alle Beteiligten seien zuversichtlich, dass es zum Abschluss komme. "Die
Klärung juristischer Detailfragen zieht sich jedoch bis in den Januar hinein",
sagte die mit den Vorgängen vertraute Person weiter.
Das "Handelsblatt" hatte in seiner Freitagsausgabe berichtet, dass sich die
Verhandlungsführer von Commerzbank, Deutscher Bank, Goldman Sachs und der
KfW-Bankengruppe mit dem Wirtschaftsabteilungsleiter im Bundeskanzleramt, Jens
Weidmann, darauf verständigt hätten, dass der Daimler-Anteil durch eine
Derivate-Konstruktion faktisch in stimmrechtslose Vorzugsaktien umgewandelt
werde.
Die Laufzeit solle etwa vier Jahre betragen, Daimler behalte während dieser
Zeit weiter alle Stimmrechte, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf
Informationen aus dem Kreis der federführenden Banken.
Vorteil dieser Lösung sei, dass die Aktien nach Ablauf dieser Zeit wieder
an Daimler zurückgingen, wobei die Investoren von einer positiven
Kursentwicklung und überdurchschnittlichen Renditen profitierten. Die Banken
rechnen mit einer Verzinsung von deutlich über 4%. Derzeit arbeiteten mehrere
Anwaltskanzleien an der Prüfung der Verträge für das Finanzkonstrukt. Außerdem
solle die Lösung auch mit den französischen EADS-Aktionären abgestimmt werden,
meldete das "Handelsblatt" weiter.
-Von Andreas Thomas und Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires,
+49 (0)30 - 2888 410, berlin.de@dowjones.com
DJG/aat/bep/roa
15.12.2006 - 12:53:46
TUI: Noch nicht über Goodwill-Abschreibung in Touristik entschieden
HAMBURG (Dow Jones)--Die TUI AG, Hannover, hat noch keine Entscheidung zu
möglichen Goodwill-Abschreibungen in der Touristik getroffen. Würden diese
erforderlich, handele es sich um einen Betrag von mehreren hundert Mio EUR,
sagte Finanzvorstand Rainer Feuerhake am Freitag in Hamburg. Die
Wahrscheinlichkeit einer Goodwillabschreibung hatte der Reisekonzern bereits am
Donnerstagabend mit der reduzierten Ergebnisprognose für 2008 begründet.
Webseite: http://www.tui-group.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
-0-
15.12.2006 - 12:49:02
Permira und KKR sagen RTL Group den .... (zwei)
Synergien aus einer Verschmelzung von ProSiebenSat.1 und SBS erwartet
ProSieben-Vorstandsvorsitzender Guillaume de Posch insbesondere in den
Wachstumsbereichen. Finanzvorstand Lothar Lanz fügte hinzu, dass es in
Deutschland keine Pläne für einen Personalabbau gebe. Vielmehr werde der
verschmolzene Konzern in den Wachstumsmärkten zukaufen, kündigte Mäuser an.
Lord Hollick von KKR unterstrich ebenfalls, dass sich die Finanzinvestoren
auf die Expansion in den Wachstumsmärkten mit ProSieben/SBS konzentrieren
wollen. Einer Übernahme der britischen Senderkette ITV erteilte Lord Hollick
damit indirekt eine Absage.
Permira und KKR kündigten an, bei ProSiebenSat.1 etwa fünf Jahre investiert
bleiben zu wollen, dass sei der übliche Anlagehorizont der Finanzinvestoren.
Den 3,1 Mrd EUR schweren Einstieg finanzieren sie zu 40%, also 1,25 Mrd EUR aus
Eigenkapital. Die restliche Summe wird von einem Bankenkonsortium finanziert.
Nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person handelt es sich um die
HypoVereinsbank, die Credit Suisse, die Royal Bank of Scotland, die Bank of
America, Lehman Brothers und JPMorgan. In der telefonischen Pressekonferenz
wurden zu dem Konsortium keine Angaben gemacht.
Die Manager von Permira und KKR nannten die Transaktion lediglich
"konservativ finanziert", sie gebe auch ausreichend Raum für weiteres Wachstum.
Zeitgleich mit ihrem Einstieg machten Permira und KKR den freien Aktionären,
die stimmrechtslose Vorzugsaktien halten, ein Umtauschangebot zu 22,46 EUR je
Papier.
Bei der Annahmequote sind die neuen Mehrheitseigner der Senderkette
flexibel. "Wir sind für alle Annahmequoten offen", sagte Mäuser. Pläne für ein
Delisting von ProSiebenSat.1 gebe es aber nicht.
37,5% des Grundkapitals, also 75% der stimmrechtlosen Vorzugsaktien
befinden sich im Streubesitz. Sie werden im MDAX gelistet.
Webseite: http://www.prosiebensat1.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/roa/nas
15.12.2006 - 12:41:39
EZB/Liebscher: Keine Vorfestlegung auf weitere Zinsschritte
WIEN (Dow Jones)--Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB),
Klaus Liebscher, hat vorsichtig eine weitere Straffung der Geldpolitik durch
die Europäische Zentralbank (EZB) angedeutet. Liebscher verwies zwar am Freitag
in Wien beim Gespräch mit Journalisten darauf, dass es keine Vorfestlegung für
weitere Zinsschritte gebe, gleichzeitig betonte er jedoch, dass es falsch sei,
Zinserhöhungen im kommenden Jahr auszuschließen. Das EZB-Ratsmitglied betonte
in diesem Zusammenhang vor allem die anhaltenden Aufwärtsrisiken für die
Preisstabilität.
So sei das Geldmengen- und Kreditwachstum im Euroraum weiterhin stark,
diese Entwicklung müsse sorgfältig beobachtet werden, sagte der
OeNB-Gouverneur. Darüber hinaus wies Liebscher auf Unsicherheiten hinsichtlich
der weiteren Ölpreis- und Lohnentwicklung hin.
Die EZB hatte in der vergangenen Woche ihre Leitzinsen zum sechsten Mal
seit Dezember 2005 um 25 Basispunkte erhöht. Der wichtigste EZB-Zins stieg
dabei auf 3,50%. Die meisten professionellen EZB-Beobachter gehen zurzeit davon
aus, dass die Notenbank ihre Zinsen bis zum Ende des ersten Quartals 2007 ein
weiteres Mal erhöhen wird.
DJG/DJN/ptt/apo
-0-
15.12.2006 - 12:39:15
Europas Börsen im Schatten des Verfalls gut behauptet
Der Große Verfall an den Terminbörsen steht am Freitag im Mittelpunkt des
Geschehens an den europäischen Börsen. Händler sprechen von einem spannenden
Verfall. Sie meinen aber auch, strategische Anleger stünden an der Seitenlinie
und überließen den Markt den Terminbörsen-Teilnehmern. Gegen 12.25 Uhr sind die
Kurse deutlich unter das Tageshoch zurückgefallen, weil große Teilnehmer einen
Verfall der Terminkontrakte und Optionen auf den Dow-Jones-Euro-Stoxx-50
deutlich über 4.100 Punkten vermeiden wollten. Seitdem geht es tendenziell
wieder etwas nach oben. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt gegen 12.30 Uhr 10 Punkte
oder 0,2 Prozent auf 4.129 Punkte. Der Dow-Jones-Stoxx-50 legt mit einem Plus
von 15 Punkten oder 0,4 Prozent auf 3.729 Punkte geringfügig stärker zu.
Aus technischer Sicht sei der Aufwärtstrend des Euro-Stoxx-50 weiter
intakt, heißt es im Markt. Der nächste Widerstand wird nun beim Tageshoch von
4.144 Punkten gesehen, die Marke ist zugleich das Jahreshoch. Unterstützt sei
der Euro-Stoxx-50 bei 4.080 Punkten. Das Umfeld spreche grundsätzlich für
weiter steigende Kurse, heißt es am Markt unter anderem mit Blick auf die
positiven US-Vorlagen und den festen Dollar.
Rohstoffwerte Tagesfavoriten
Bei den Branchen stehen die "Basic Resources" sowie die Öl- und Gaswerte im
Blick, auch weil der Ölpreis wieder deutlich gestiegen ist. Beide
Branchenindizes gewinnen 0,7 Prozent. Bei den Ölwerten haben Eni mit einem Plus
von 0,8 Prozent auf 25,60 EUR die Nase vorn, bei den Rohstoffwerten steigen BHP
um weitere 1,3 Prozent auf 962 p. Daneben stehen eher Einzeltitel als Sektoren
im Blick. So fallen Ahold um 0,9 Prozent auf 8,09 EUR. Nach Spekulationen um
eine Übernahme haben nun Gewinnmitnahmen eingesetzt. Nun sei nur noch von der
US-Sparte die Rede, was für Spekulanten enttäuschend sei, heißt es dazu.
Ausbleiben negativer Nachrichten treibt France Telecom
France Telecom gewinnen an ihrem Investorentag 1,4 Prozent auf 20,94 EUR.
Ein Pariser Teilnehmer erklärt das mit dem Ausbleiben negativer Nachrichten. Im
Vorfeld sei die Unsicherheit "recht groß" gewesen. Das Unternehmen habe aber
die Ziele bestätigt. Das hätten auch einige Fonds-Manager zum Anlass genommen,
wieder einige Positionen in der Aktie auszubauen, heißt es. Generali gewinnen
1,2 Prozent auf 34,13 EUR. Nach Einschätzung von Keefe, Bruyette & Woods bauen
einige Anteilseigner von Generali im Vorfeld der Hauptversammlung im kommenden
April mit Blick auf eine Sperrminorität ihre Bestände weiter aus. Fundamental
sei der Anstieg nicht gerechtfertigt, heißt es.
DJG/hru/mpt/gos
15.12.2006 - 12:21:44
Eurohypo finanziert "Leo II"-Kauf durch CA Immobilien
ESCHBORN (Dow Jones)--Die Commerzbank-Tochter Eurohypo finanziert den Kauf
des Immobilienportfolios "Leo II" des Landes Hessen an die österreichische CA
Immobilien Anlagen AG. Der Kaufpreis für das Portfolio betrage 768 Mio EUR, von
denen die Eurohypo 550 Mio EUR finanziere, teilte das Unternehmen mit. Der
Hessische Landtag habe am Donnerstagabend den von der Landesregierung geplanten
Verkauf von 36 landeseigenen Immobilien an die österreichische CA Immobilien
Anlagen AG beschlossen.
Die Bank werde dieses Darlehen voraussichtlich im kommenden Jahr
verbriefen, sagte der Leiter der Eurohypo-Niederlassung Frankfurt, Jochen
Heuchert. Es gebe langfristige Mietverträge, die Immobilien generierten einen
stabilen Cash-Flow. Das sei letztlich das, was die Bondkäufer suchten, so
Heuchert. Auch angesichts der generell anhaltend hohen Nachfrage von Investoren
aus dem In- und Ausland nach direkten oder indirekten Anlagemöglichkeiten in
deutsche Immobilien rechne er mit einem großem Interesse des Kapitalmarkts für
die geplante Transaktion.
Das Land Hessen verkauft mit "Leo II" unter anderem Ministerien,
Gerichtsgebäude und Behördenzentren und mietet die verkauften Gebäude
anschließend vom Käufer zurück. Das Paket umfasst insgesamt rund 450.000
Quadratmeter Mietfläche.
Webseite: http://www.eurohypo.de
DJG/sms/brb
15.12.2006 - 12:20:39
Lufthansa klagt gegen Flughafen Frankfurt-Hahn - ddp
BAD KREUZNACH (Dow Jones)--Die Lufthansa AG, Frankfurt, klagt gegen den
Betreiber des Flughafens Frankfurt-Hahn wegen der Gewährung vermeintlich
unzulässiger staatlicher Beihilfen für den Billigflieger Ryanair. Hintergrund
sind zum einen so genannte Marketing-Support-Mittel, die die
Flughafengesellschaft laut Klage in den Jahren 2002 bis 2005 an Ryanair gezahlt
haben soll, berichtet die Nachrichtenagentur ddp am Freitag unter Berufung auf
eine Mitteilung des Gerichts. Zum anderen geht es um reduzierte
Flughafenentgelte für das Jahr 2003.
Nach Ansicht der Lufthansa handelt es sich in beiden Fällen um staatliche
Beihilfen, die bei der EU-Kommission in Brüssel hätten angemeldet und von ihr
genehmigt werden müssen. Dies sei aber nicht geschehen, weshalb Ryanair die
Mittel zurückzahlen müsse. Nach EU-Recht stehe es der Lufthansa als
Wettbewerber von Ryanair zu, die Rückzahlung solcher Beihilfen zu verlangen.
Im Falle der Flughafenentgelte für 2003 geht es laut Klage um knapp 2,7 Mio
EUR, die Ryanair zu Unrecht erlassen worden seien. In der Frage der
vermeintlichen Marketing-Support-Mittel will Lufthansa mit der Klage zunächst
erreichen, dass der Flughafen überhaupt offen legen muss, in welcher Höhe
solche Beihilfen gewährt worden seien. Die entsprechenden Summen müsse der
Flughafen anschließend von Ryanair zurückfordern.
An der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH sind die Länder Hessen und Rheinland-
Pfalz direkt mit je 17,5% als Anteilseigner beteiligt. Die übrigen 65% werden
von der Frankfurter Flughafen-Gesellschaft Fraport gehalten. Als
Fraport-Anteilseigner kommt das Land Hessen auf diesem Weg zu weiteren knapp
21% an dem Hunsrück-Flughafen.
Ryanair fliegt seit 1999 vom Hahn. Bis 2012 will der irische Billigflieger
den Hunsrück-Flughafen zu seinem zweitgrößten Drehkreuz in Europa mit dann 18
dort stationierten Maschinen ausbauen.
(AZ: 2 O 441/06)
Webseite: http://www.lufthansa.com
DJG/nas/cbr
15.12.2006 - 11:54:27
TUI: Kurzfristig Umsatzrendite von 5% wohl nicht erreichbar
HAMBURG (Dow Jones)--Die TUI AG, Hannover, sieht eine Umsatzrendite von 5%
kurzfristig als nicht erreichbar an. Dies sei nur denkbar, wenn es erhebliche
Preissenkungen geben würde, die nicht weiter gereicht werden müssten, sagte
Finanzvorstand Rainer Feuerhake am Freitag in Hamburg. Hier denke er
beispielsweise an Kerosinkosten.
Würde es aber im Markt keine erheblichen Preissenkungen geben, werde TUI
bis zum Jahr 2008 eine Umsatzrendite von 5% nicht erreichen, sagte der
Finanzvorstand.
Webseite: http://www.tui-group.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/nas
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15.12.2006 - 11:42:20
Permira und KKR sagen RTL Group den Kampf an
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die neuen Mehrheitsaktionäre der ProSiebenSat.1 Media
AG sagen dem Marktführer RTL Group den Kampf an. "Unser Ziel ist ganz klar, die
Nummer 1 in Europa zu werden", sagte Johannes Huth, Partner von Kohlberg Kravis
Roberts & Co (KKR) am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz.
Die Finanzinvestoren Permira und KKR hatten in der Nacht zu Freitag
vereinbart, 50,5% des Grundkapitals der ProSiebenSat.1 Media AG von den German
Media Partners zu erwerben. Das Konsortium von Finanzinvestoren um den
US-Milliardär Haim Saban erhält dafür rund 3,1 Mrd EUR.
Permira und KKR sind auch Mehrheitseigner der in Amsterdam ansässigen
paneuropäischen Senderkette SBS Broadcasting. Bei der angestrebten
Verschmelzung von SBS und ProSiebenSat.1 "soll keine Zeit verloren werden",
sagte Permira-Partner Götz Mäuser in der Telefonkonferenz weiterhin. Gleichwohl
rechnet Thomas Krenz, ebenfalls Partner von Permira, bei der Verschmelzung mit
Klagen; das sei in Deutschland "nun mal so üblich". Außerdem wurde nochmals
bekräftigt, dass eine verschmolzene Senderkette von Unterföhring bei München
aus gesteuert werden soll.
Webseite: http://www.prosiebensat1.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/nas
15.12.2006 - 11:32:04
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
TUI will in Großbritannien 2.600 Touristik-Stellen abbauen
Die TUI AG hat im Rahmen ihres konzernweiten Sparprogramms einen umfangreichen
Stellenabbau in der Touristik beschlossen. Insgesamt sei der Abbau von 3.600
Arbeitsplätzen geplant, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel. Der
Schwerpunkt liege mit 2.600 Stellen in Großbritannien. Rund 400 Stellen würden
in Deutschland abgebaut, weitere 200 in Frankreich. Die restlichen
Arbeitsplätze würden sich auf alle Märkte verteilen.
TUI legt AG und TUI Deutschland zusammen
Die TUI AG will durch die Verschmelzung der TUI AG und der TUI Deutschland GmbH
Verwaltungskosten sparen. Ziel sei eine gemeinsame Organisation, sagte
Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel in Hamburg. Auch die räumliche
Zusammenlegung in Hannover sei Bestandteil der Planung, sagte er. Zudem strebe
TUI mittelfristig Ergebnisverbesserungen an. Trotz des momentan schwierigen
Marktumfeldes werde eine deutliche Steigerung erwartet. Bis zum Jahr 2008 sei
aber ein substanzielles Margenrisiko eingeplant worden.
EADS-Geschäft offenbar fast perfekt - Presse
Der von der Bundesregierung geplante Einstieg eines privaten Konsortiums beim
europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS steht Zeitungsberichten zufolge
kurz vor dem Abschluss. Der "Tagesspiegel" schrieb unter Berufung auf
Verhandlungskreise, es seien nur noch Details zu klären, vor allem juristischer
Natur. Das "Handelsblatt" berichtete gleichzeitig, dass Regierung und Banken
hoffen, den geplanten Verkauf von EADS-Anteilen von DaimlerChrysler noch vor
Weihnachten abzuschließen.
Bayer plant neuen Firmentarifvertrag für Servicegesellschaften
Die Bayer AG plant einen neuen Firmentarifvertrag für Servicegesellschaften.
Ziel sei die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und langfristig zu sichern,
teilte der Pharma- und Chemiekonzern mit. Den Angaben zufolge sollen die
Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG BCE jetzt aufgenommen und im
ersten Quartal 2007 abgeschlossen werden. In den Bayer-Servicegesellschaften
sind rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Siemens SBS mit IG Metall über Ergänzungstarifvertrag einig
Siemens Business Services (SBS) hat sich mit der IG Metall auf einen
Ergänzungstarifvertrag geeinigt. Die Sparte der Siemens AG befand sich seit
vergangenem Jahr in Verhandlungen mit der IG Metall. Siemens hatte im Herbst
2005 ein Sparprogramm für die Sparte aufgelegt, durch das die Kosten bis 2007
um 1,5 Mrd EUR reduziert werden sollen - wobei von Anfang an Einsparungen durch
einen Ergänzungstarifvertrag vorgesehen waren.
Saban: Verkauf von Pro7 soll im 1Q 07 abgeschlossen werden
Der Verkauf des Mehrheitsanteils an der ProSiebenSat.1 Media AG an die
Finanzinvestoren Permira und KKR soll im ersten Quartal 2007 abgeschlossen
werden. Diesen Zeitplan nannte Haim Saban während einer Telefonkonferenz. Die
German Media Partners, ein Konsortium von Finanzinvestoren um Saban, hatte in
der Nacht zu Freitag angekündigt, ihren 50,5%-Anteil für rund 3,1 Mrd EUR an
Permira und KKR zu verkaufen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der
Genehmigung durch Kartell- und Medienbehörden.
Nord/LB profitiert 2006 von Sonderertrag und Risikovorsorge
Die Nord/LB (Norddeutsche Landesbank Girozentrale) wird im laufenden
Geschäftsjahr trotz nur knapp gehaltener operativer Erträge ein um rund 10%
höheres Betriebsergebnis ausweisen. Wie Vorstandsvorsitzender Hannes Rehm auf
der Basis vorläufiger Zahlen in Hannover sagte, wird das Betriebsergebnis nach
Risikovorsorge und Bewertung auf 600,0 (2005: 547,4) Mio EUR wachsen. Die
Vorsteuer-Rendite steige dadurch auf 10,5% (9,9%).
Cerberus sieht Bawag-Kauf als "langfristiges" Investment
Die US-Private-Equity-Gesellschaft Cerberus sieht den Kauf der Bank für Arbeit
und Wirtschaft AG (Bawag P.S.K.) als "langfristiges" Investment. "Wir freuen
uns, zum langfristigen Erfolg der Bawag beizutragen", sagte Cerberus-Sprecher
Peter Duda Dow Jones Newswires.
Japan Tobacco will Gallaher für 9,75 Mrd GBP übernehmen
Am Tabakmarkt deutet sich eine Großfusion an. Die Japan Tobacco Inc kündigte
an, sie wolle den britischen Wettbewerber Gallaher Group plc für 9,75 Mrd GBP
inklusive Schulden übernehmen. Es wäre der größte Zukauf eines japanischen
Konzerns im Ausland.
DJG/cbr
15.12.2006 - 11:18:20
TUI verdient 2006 operativ keine Dividende
HAMBURG (Dow Jones)--Die TUI AG, Hannover, wird im laufenden Jahr operativ
keine Dividende verdienen. Das sagte Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel am
Freitag in Hamburg. Durch die Integrationskosten werde das Ergebnis in der
Schifffahrt negativ ausfallen. Wie das Nettoergebnis des Konzerns aussehen
wird, sagte er indes nicht. Dafür sei es noch zu früh.
Der Vorstand habe sich wegen der operativen Entwicklung entschieden, dem
Aufsichtsrat den Ausfall der Dividende für das laufende Jahr vorzuschlagen.
Diese Maßnahme würde die Konzernbilanz stärken, sagte der Vorstandsvorsitzende.
Frenzel bezeichnete das laufende Jahr als "kein Gutes". Es sei geplant, in
der Bilanz für das laufende Jahr "all das zu packen, was möglich ist". So will
der Konzern einen frischen Start ins Jahr 2007 wagen. Das Ergebnis des Jahres
2006 werde erst zur Bilanzpressekonferenz genannt, sagte Frenzel. Gegenwärtig
prüfe der Konzern, welche Risiken schon im Jahr 2006 verbucht werden könnten.
Webseite: http://www.tui-group.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
15.12.2006 - 10:57:08
TUI bezeichnet Buchungszahlen für Winter 2006/07 als "sehr gut"
HAMBURG (Dow Jones)--Die TUI AG, Hannover, ist mit den Buchungen und
Gästezahlen für die laufende Wintersaison 2006/2007 zufrieden. Die Umsätze
seien sehr gut, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel am Freitag in
Hamburg. Beim Umsatz verzeichne der Konzern mit Stand Ende Oktober derzeit ein
Plus von 6,9% gegenüber dem Vorjahr, bei der Gästezahl ein Plus von 12,8%.
Webseite: http://www.tui-group.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
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15.12.2006 - 10:56:19
Siemens SBS mit IG Metall über Ergänzungstarifvertrag... (zwei)
Bei tariflich gebundenen Mitarbeitern soll die Wochenarbeitszeit verlängert
und das Urlaubsgeld sowie das anteilige dreizehnte Monatsgehalt in eine
erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung gewandelt werden, führte Siemens aus.
Übertarifliche Mitarbeiter leisteten entsprechende Beiträge durch eine
Anpassung des variablen Gehalts. "In konstruktiven Gesprächen mit der IG Metall
und den Arbeitnehmervertretern des Hauses ist vereinbart worden, dass alle
Mitarbeiter einen Solidarbeitrag leisten", sagte Siemens-Personalvorstand
Jürgen Radomski. "Dadurch können wir die Beschäftigungsbasis in Deutschland
sichern."
Es sei davon auszugehen, dass während der Laufzeit des Vertrags keine
betriebsbedingten Kündigungen stattfinden müssten. Die Tarifergänzung soll ab
dem 1. Februar 2007 gelten. SBS geht ab Januar im neuen Bereich Siemens IT
Solutions and Services (SIS) auf. Die jetzt geschlossene Vereinbarung für die
SBS-Mitarbeiter in Deutschland werde für sie auch in der neuen Konstellation
gelten.
Webseite: http://www.siemens.de/
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
15.12.2006 - 10:54:05
Bundesrat billigt Neufassung des Telekommunikationsgesetzes
BERLIN (Dow Jones)--Der Bundesrat hat am Freitag einer Neufassung des
Telekommunikationsgesetzes (TKG) zugestimmt, welche der Bundestag bereits Ende
November gebilligt hatte. Die Novelle ermöglicht der Deutschen Telekom AG eine
weitgehende Regulierungsfreistellung für ihr teures neues
Hochgewindigkeitsnetz. Danach sollen neue Märkte nur dann von der
Bundesnetzagentur für Konkurrenten der Telekom geöffnet werden, wenn der
Wettbewerb sonst langfristig behindert würde. Die Gesetzesvorlage war heftig
umstritten. Opposition wie vor allem auch Wettbewerber der Telekom
kritisierten, dass der Wettbewerb durch das Gesetz behindert werde.
Ziel der Telekom war es, die zusätzlichen Hochgeschwindigkeitsstrecken auf
ihrem Glasfasernetz nicht für die Wettbewerber zu Bedingungen öffnen zu müssen,
die ihr die Netzagentur vorschreibt. Deshalb forderte sie eine zeitweise
Befreiung von der Regulierung. Sie machte das neben dem Vermarktungserfolg der
Produkte auf dem Netz zur Bedingung für den weiteren Ausbau, der insgesamt 3
Mrd EUR kosten soll.
Der Deutsche Bundestag hatte die Novelle vor zwei Wochen gebilligt. Der
Bundestag war damit weiter auf Konfrontationskurs mit der Brüsseler
EU-Kommission gegangen, die bereits die Eröffnung eines Verfahrens gegen die
geplanten Regelungen angekündigt hat und notfalls die Bundesregierung vor dem
Europäischen Gerichtshof verklagen will. Die Koalitionsfraktionen hatten sich
zwar auf Änderungen an dem Plänen von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos
zur TKG-Novelle geeinigt, jedoch entscheidenden Forderungen der EU-Kommission
nicht Rechnung getragen. Nach der geplanten Regelung soll es eine Ausnahme von
der Regulierung für Unternehmen geben, die Investitionen in Infrastruktur
vornehmen und gleichzeitig neue Produkte anbieten.
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/nas
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15.12.2006 - 10:53:46
BMF bestätigt kräftig steigende Steuereinnahmen im November
BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat für November
einen abermaligen kräftigen Anstieg der Steuereinnahmen bestätigt. Die
Einnahmen ohne Gemeindesteuern hätten im November auf Jahressicht um 8,1%
zugelegt, sagte ein BMF-Sprecher am Freitag zu Dow Jones Newswires. Der Bund
habe mit einer Zunahme der Steuereinnahmen von 9,8% besonders von dem
Einnahmeplus profitiert. In die Kassen der Länder flossen im November 8,4% mehr
Steuern als im Vorjahresmonat.
Die Lohnsteuer sei im November im Vergleich zum Vorjahr um 5,2% gestiegen,
die Umsatzsteuer um 6%. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres seien
die Steuereinnahmen damit um 8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
gestiegen. Offiziell werden die Daten am kommenden Donnerstag im Monatsbericht
des BMF veröffentlicht. Aufgrund der Novemberzahlen ist es immer
wahrscheinlicher, dass die Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung vom
November für das Gesamtjahr 2006 übertroffen wird.
www.bundesfinanzministerium.de
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/ptt
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15.12.2006 - 10:52:45
TUI strebt mittelfristig Ertragsverbesserungen an
HAMBURG (Dow Jones)--Die TUI AG, Hannover, strebt mittelfristig
Ergebnisverbesserungen an. Trotz des momentan schwierigen Marktumfeldes werde
eine deutliche Steigerung erwartet, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel
am Freitag in Hamburg. Bis zum Jahr 2008 sei aber ein substanzielles
Margenrisiko eingeplant worden.
So werde nun in der Sparte Touristik ein Ergebnisniveau zwischen 450 Mio
und 550 Mio EUR für realistisch gehalten. Hierin enthalten seien die
Verbesserungen im Flugbereich von 60 Mio EUR, im Hotelbereich von 80 Mio EUR
sowie Wachstum im E-Commerce-Bereich von 70 Mio EUR. Hinzu käme die
angekündigte Kostensenkung von 250 Mio EUR.
In der Sparte Schifffahrt sieht der Vorstand bis 2008 ein Ergebnisniveau
zwischen 400 Mio und 500 Mio EUR. Hierzu würden der Wegfall der
Integrationskosten für die Reederei CP Ships und die dann durchschlagenden
Synergien von 220 Mio EUR beitragen sowie ein nennenswertes Volumenwachstum.
In den Folgejahren könne das Ergebnispotenzial deutlich über 600 Mio EUR
liegen, sagte Frenzel. Dabei werde ein weltweites Wachstum unterstellt.
Webseite: http://www.tui-group.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
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15.12.2006 - 10:49:46
Siemens SBS mit IG Metall über Ergänzungstarifvertrag einig
MÜNCHEN (Dow Jones)--Siemens Business Services (SBS) hat sich mit der IG
Metall auf einen Ergänzungstarifvertrag geeinigt. Die Sparte der Siemens AG,
München, befand sich seit vergangenem Jahr in Verhandlungen mit der IG Metall.
Siemens hatte im Herbst 2005 ein Sparprogramm für die Sparte aufgelegt, durch
das die Kosten bis 2007 um 1,5 Mrd EUR reduziert werden sollen - wobei von
Anfang an Einsparungen durch einen Ergänzungstarifvertrag vorgesehen waren.
Im Rahmen des seit September 2005 bei SBS laufenden Turnaround-Programms
hätten sich Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat mit der IG Metall nun auf
einen Ergänzungstarifvertrag verständigt, teilte Siemens am Freitag mit. Die
Vereinbarung solle wie angekündigt die Personalkosten für rund 9.000
Beschäftigte von SBS in Deutschland um 100 Mio EUR pro Jahr senken.
DJG/tow/brb
15.12.2006 - 10:45:26
Steinbrück: Finanzreform wichtig für Handlungsfähigkeit
BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will das
"Zeitfenster" der großen Koalition und der damit verbundenen
Mehrheitsverhältnisse zur Reform der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern
und Kommunen nutzen. Das Vorhaben der so genannten Föderalismusreform II sei
außerordentlich wichtig, "weil die innenpolitische Handlungsfähigkeit und die
Europatauglichkeit Deutschlands in einem erheblichen Ausmaß davon abhängig
sind", sagte Steinbrück am Freitag im Deutschen Bundestag.
Bundesrat und Bundestag wollen am Freitag eine 32-köpfige Kommission
einsetzen, die Konzepte für die Neuordnung der Finanzströme erarbeiten soll. Es
werde eine "Titanenaufgabe" und angesichts der enormen Interessenunterschiede
zwischen großen und kleinen Ländern bzw. zwischen Geber- und Nehmerländern kein
leichtes Unterfangen, sagte Steinbrück.
Mit schnellen Ergebnissen sei kaum zu rechnen. Die große Koalition biete
mit ihren Mehrheitsverhältnisse jedoch die denkbar besten Voraussetzungen, um
zu Ergebnissen zu kommen. "Wann, wenn nicht jetzt?", fragte Steinbrück.
Als Hauptanliegen der Reform sollten, so Steinbrück, Wege zur Begrenzung
der Staatsverschuldung und zur Vermeidung von Haushaltskrisen und -notlagen
gefunden werden. Es müsse überlegt werden, "wie wir stärker disziplinierende
Klammern zur Haushaltssanierung verankern können", sagte Steinbrück. Denkbar
sei etwa, den Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU analog anzuwenden, oder
eine einfachgesetzliche Fassung von Verschuldungsregeln zu formulieren. De |