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Donnerstag, Dezember 14, 2006
14.12.2006 - 20:16:04
Daimler-Verkauf von EADS-Aktien noch vor Weihnachten - Presse
BERLIN (Dow Jones)--Bundesregierung und Banken rechnen damit, dass der
geplante Verkauf eines EADS-Aktienpakets aus dem Besitz der DaimlerChrysler AG
in Kürze realisiert werden kann. "Es wäre wünschenswert, wenn das Geschäft vor
Weihnachten abgeschlossen sein könnte", erfuhr das "Handelsblatt" (HB,
Freitagsausgabe) aus Kreisen der Bundesregierung und des Frankfurter
Finanzmarktes. Bei dem Geschäft geht es darum, wie Daimler-Chrysler 7,5%
EADS-Aktien zeitlich befristet an ein Konsortium von Finanzinvestoren
überträgt.
Auch der "Tagesspiegel" meldete vorab aus Verhandlungskreisen, es seien nur
noch Details zu klären, vor allem juristischer Natur. Allerdings dürfte das
Konsortium kleiner ausfallen als ursprünglich geplant.
Ein EADS-Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Das sei Sache
der Aktionäre, sagte er Dow Jones Newswires. DaimlerChrysler war kurzfristig
nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Konzern hält noch 22,5% der
Anteile des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns will aber auf 15%
reduzieren.
Nach Informationen des "Handelsblatts" haben sich die Verhandlungsführer
von Commerzbank, Deutscher Bank, Goldman Sachs und der KfW-Bankengruppe mit dem
Wirtschaftsabteilungsleiter im Bundeskanzleramt, Jens Weidmann, jüngst zu
abschließenden Gesprächen am Frankfurter Flughafen getroffen.
Banken und Bundesregierung haben sich demnach darauf verständigt, dass der
Daimler-Anteil mit Hilfe einer Derivate-Konstruktion faktisch in
stimmrechtslose Vorzugsaktien umgewandelt wird. Die Laufzeit soll etwa vier
Jahre betragen, Daimler behält während dieser Zeit weiter alle Stimmrechte,
erfuhr die Zeitung aus dem Kreis der federführenden Banken.
Vorteil dieser Lösung sei, dass die Aktien nach Ablauf dieser Zeit wieder
an Daimler zurückgingen, wobei die Investoren von einer erwarteten positiven
Kursentwicklung und überdurchschnittlichen Renditen profitierten, schreibt die
Zeitung. Die Banken rechnen mit einer Verzinsung von deutlich mehr als 4%.
Derzeit arbeiteten mehrere Anwaltskanzleien an der Prüfung der Verträge für das
Finanzkonstrukt. Außerdem soll die Lösung auch mit den französischen
EADS-Aktionären abgestimmt werden.
Laut "Tagesspiegel" hat einer der von der Bundesregierung angesprochenen
Investoren Vorbehalte an den Konditionen des Konstrukts signalisiert. Es sei
unwahrscheinlich, dass man einsteige, und mit dieser Haltung stehe man auch
nicht allein.
Webseite: http://www.handelsblatt.com/
http://www.tagesspiegel.de/
DJG/rio
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14.12.2006 - 20:05:21
EU fordert Netzagentur zum Durchgreifen bei VDSL-Zugängen auf
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat die Bundesnetzagentur
aufgefordert, den von ihr geforderten Zugang von Wettbewerbern zum neuen
VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom AG "unverzüglich
durchzusetzen". Nach geltendem EU-Recht müsse der Zugang der Wettbewerber zum
VDSL-Netz sichergestellt werden, sagte der Sprecher der für Telekommunikation
zuständigen EU-Kommissarin Viviane Reding, Martin Selmayr, Dow Jones Newswires
am Donnerstag.
Die Telekom bietet ihren Wettwerbern direkte Internetverbindungen zu den
Endkunden nur ohne den von Regulierer und EU-Kommission verlangten Zugang zu
ihrem neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz an. Die Konkurrenten wiesen das am
Donnerstag vorgelegte Standardangebot des Ex-Monopolisten daher umgehend als
unzureichend zurück und forderten die Bundesnetzagentur zum Eingreifen auf.
Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass über VDSL seitens der Deutschen
Telekom Produkte angeboten werden, die einem anderen Markt als dem von der
Deutschen Telekom dominierten Großkunden-Breitbandmarkt zuzuordnen sind, sagte
Selmayr mit Blick auf das Angebot. "Die Kommission erwartet deshalb, dass die
Bundesnetzagentur im Einklang mit der getroffenen Marktanalyse diesen Zugang
unverzüglich durchsetzt."
Die Kommission erwarte außerdem, dass die Bundesnetzagentur es ermöglicht,
dass ein DSL-Zugang zur Verfügung gestellt wird, ohne dass die Endkunden
gezwungen werden, gegen ihren Willen einen herkömmlichen Telefonanschluss bei
der Deutschen Telekom zu mieten. Dieses ist in dem am Berichtstag vorgelegten
Angebot ebenfalls nicht enthalten.
Die Bundesnetzagentur hatte den Bonner Konzern im September verpflichtet,
binnen drei Monaten ein Standardangebot für den Breitbandzugang auf Basis des
Internets vorzulegen. Die Preise dafür muss sich die Telekom dann vorab
genehmigen lassen. Solche Direktverbindungen ins Web sind besonders für
Internet- Dienstleister ohne eigenes Netz wie United Internet oder freenet
interessant. Bis jetzt fungieren diese in der Hauptsache als Wiederverkäufer
der DSL-Angebote der Telekom.
Webseiten: http://www.telekom3.de
http://www.BNetzA.de
http://www.ec.europa.eu
DJG/stm/abe/rio
14.12.2006 - 19:54:03
EZB/Stark weist französische Kritik zurück
FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hat sich
deutlich gegen Versuche französischer Politiker gewandt, sich in die Belange
der Europäischen Zentralbank (EZB) einzumischen. Diejenigen, die jetzt an die
Unabhängigkeit der Notenbank wollten, hätten selbst die Verträge
unterschrieben, die der EZB ihre Unabhängigkeit sicherten, sagte Stark am
Donnerstag bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Er verwies darauf, dass sich
die EZB nicht zum Sündenbock für schwache wirtschaftliche Entwicklungen in
einzelnen Ländern machen lasse.
Mit Blick auf die aktuelle Politik der EZB erklärte Stark, dass die Zinsen
auch nach der jüngsten Anhebung niedrig seien und die Geldpolitik
akkommodierend sei. Die EZB werde auch weiterhin rechtzeitig und entschieden
handeln, um dem Mandat der Preisstabilität gerecht zu werden. Stark
unterstrich, dass die EZB auch dann handeln werde, wenn aktuelle Daten eine
andere Interpretation zuließen.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/ptt/smh
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14.12.2006 - 19:25:16
UPDATE2: E.ON will bis 2009 über 25 Mrd EUR investieren
(NEU: Ausssagen aus der Telefonkonzerenz)
Von Andreas Heitker
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat ihren Investitonsrahmen ausgeweitet
und will in den nächsten drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR für Kraftwerke, Netze
und Beteiligungen ausgeben. "Die Investitionen werden die Sicherheit der Strom-
und Gasversorgung weiter steigern", zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Wulf
Bernotat am Donnerstag zuversichtlich.
Der Aufsichtsrat hat die Investitionen für die Jahre 2007 bis 2009, die
E.ON vollständig aus dem Cash-flow des laufenden Geschäfts finanzieren will,
bereits gebilligt. Vor einem Jahr hatte der dreijährige Investitionsplan noch
Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen.
Die geplante Endesa-Übernahme ist in den Planzahlen nicht enthalten. Die
Akquisition des spanischen Stromversorgers werde aber unverändert konsequent
weiterverfolgt, betonte Bernotat in einer Telefonpressekonferenz. Die
Einbeziehung von Endesa in den Investitionsplan sei derzeit aber noch zu früh.
22,4 Mrd EUR will der Düsseldorfer DAX-Konzern in den kommenden drei Jahren
in Sachanlagen investieren. Gut die Hälfte davon fließen in die Modernisierung
und den Neubau von Kraftwerken. Neben den breits begonnenen Projekten in
Datteln und Irsching ist am Standort Staudinger ein neuer 1.100
Megawatt-Steinkohleblock vorgesehen, wie E.ON jetzt bekannt gab. Der Bau stehe
allerdings noch unter dem Vorbehalt "verlässlicher energiepolitischer und
regulatorischer Rahmenbedingungen".
Im Ausland will E.ON - wie bereits bekannt - ein Gas- und
Dampfturbinenkraftwerk in Italien, ein Kohlekraftwerk in den Niederlanden und
mehrere neue Kohle- und Gaskraftwerke in Osteuropa bauen. In Großbritannien ist
ebenfalls ein Gas- und ein Kohlekraftwerk geplant. In den USA befindet sich ein
neues Kohlekraftwerk bereits vor der Fertigstellung.
In die Stromnetze wird E.ON insgesamt 5,7 Mrd EUR investieren. Einen
Schwerpunkt bilde dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum Anschluss
weiterer Windkraftanlagen verstärkt werde, hieß es.
Die Infrastruktur in der Gasversorgung wurde im neuen E.ON-Dreijahresplan
mit 4,0 Mrd EUR berücksichtigt. Dabei gehe es insbesondere um den Aus- und
Neubau von Leitungen, der Erweiterung von Speicherkapazitäten, der Erschließung
von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals, erläuterte das
DAX-Unternehmen.
In den Planungen sind darüber hinaus 2,9 Mrd EUR für den Erwerb weiterer
Beteiligungen vorgesehen. 1,2 Mrd EUR hiervon werden für den im Juli mit
Gazprom vereinbarten Einstieg von E.ON beim sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje
eingeplant. Diese Summe werde allerdings weitgehend durch die angekündigte
Abgabe von ungarischen Beteiligungen an Gazprom wieder ausgeglichen, erläuterte
Bernotat. Der DAX-Konzern erhält 25% minus eine Aktie an Yushno Russkoje -
ebenso wie die BASF-Tochter Wintershall.
In den Planungen von E.ON sind ebenfalls bereits 900 Mio EUR für Zukäufe in
der Türkei und Rumänien vorgesehen sowie 400 Mio EUR für den kompletten Erwerb
des slowakischen Stromunternehmens ZSE. An dem Versorger hält der slowakische
Staat noch 51% der Anteile, hat aber eine Put-Option. Bernotat bekräftigte
zugleich das Interesse von E.ON am russischen Strommarkt. Ein Team des Konzerns
arbeite hier an etlichen Projekten, die im kommenden Jahr zu einer Entscheidung
kommen könnten, sagte er. Der russische Markt zeige zum Teil ein hohes
Wachstum, und auch die Preise gingen langsam nach oben.
Die E.ON-Aktie reagierte nach Bekanntgabe des neuen Investitionsrahmens
anfangs noch zögerlich, gewann bis zum Handelsende aber 0,85% auf 102,25 EUR.
Analysten bezeichneten die Planungen in einer erster Reaktion als "recht
voluminös". Es sei sicher nicht falsch, diese auch als "politisches Statement"
zu verstehen, nachdem es in letzter Zeit zu Diskussionen über die hohen Gewinne
im Versorgersektor gekommen sei. Die Investitionspläne seien aber auch
konsequent in Hinblick auf das Wachstum im Kerngeschäft.
Webseite: http://www.eon.com
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/rio
14.12.2006 - 18:53:39
EUREX/März-Bund fällt im späten Handel weiter zurück
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Renten-Future ist im späten Handel wieder unter
den bei 117,75% ausgemachten, sei Juli gültigen Aufwärtstrend gefallen. Gegen
18.52 Uhr verliert der März-Future 22 Ticks 117,61%. Das Tageshoch liegt bei
117,98%, das Tagestief bei 117,57%. Umgesetzt worden sind bislang rund 1,46 Mio
Kontrakte. "Sollte der Aufwärtstrend nachhaltig unterschritten und nicht wieder
erobert werden, würde das einer deutlichen Eintrübung des mittelfristigen
Ausblicks gleichkommen", meint ein Marktteilnehmer. Die nächste Unterstützung
liege bei 117,60%.
DJG/mif/rso
14.12.2006 - 18:53:07
Aareal Bank verkauft ihre Asset-Management-Aktivitäten
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Aareal Bank AG hat ihre
Asset-Management-Aktivitäten für 28 Mio EUR an Schroders verkauft. Der
Kaufpreis beinhalte einen Anpassungsbetrag von 6 Mio EUR, teilte die Aareal
Bank am Donnerstag mit. Des weiteren kaufe Schroders Fondsbeteiligungen, an
denen die Aareal Bank-Gruppe als Mitinvestor beteiligt ist. Der Wert dieser
Fondsbeteiligungen beläuft sich den Angaben zufolge auf 21,4 Mio EUR.
Zusätzlich sei Schroders bereit, weitere Fondsbeteiligungen bis zu einem
Betrag von 29,8 Mio EUR zu erwerben. Dieses werde allerdings nicht vor dem 31.
März 2007 geschehen. Die Aareal Bank erwartet einen Gewinn "im niedrigen
zweistelligen Millionenbereich".
Webseite: http://www.aareal-bank.com/
DJG/abe
14.12.2006 - 18:51:49
E.ON: Körperschaftssteuer-Guthaben abgezinst bei ... (zwei)
Insgesamt habe E.ON ein Körperschaftssteuer-Guthaben von 1,5 Mrd EUR,
erläuterte Schenck. Nach IFRS ergebe sich daraus ein abgezinster Anspruch von
1,2 Mrd EUR. Diesen Buchgewinn werde E.ON im Jahresabschluss 2006 aktivieren.
E.ON bilanziert derzeit noch nach US-GAAP, stellt die Rechnungslegung aber 2007
auf IFRS um.
Webseite: http://www.eon.com/
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/rio
14.12.2006 - 18:50:47
Europabörsen schließen freundlich - Aussichten bleiben gut
Das Interesse der internationalen Anleger an europäischen Aktien ist
ungebrochen und ließ auch am Donnerstag die Indizes weiter nach oben klettern.
Die Aufmerksamkeit richtete sich bereits auf den "Hexensabbat" an der
Terminbörse Eurex, der am Freitag ansteht. Die Indizes wie auch die meisten
Einzeltitel sind seit dem letzten Verfalls-Termin im September noch ein gutes
Stück gelaufen. Da sich ein Verfall in der Regel trendbestätigend auswirkt,
seien weitere Gewinne aber möglich, sagte ein Händler. Die US-Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe wie auch die Import- und Exportpreise für den November
blieben ohne größeren Einfluss. Der Euro-Stoxx-50, der um 0,6 Prozent oder 25
auf 4.119 Punkte stieg, kletterte im Verlauf bis auf 4.123 Punkte. Der Stoxx-50
legte um 0,7 Prozent bzw 27 auf 3.715 Punkte zu.
Rohstoffsektor von Morgan Stanley gestützt
Der Minensektor, der um fast zwei Prozent anzog, wurde nach Einschätzung
eines Londoner Händlers von einer günstigen Analyse von Morgan Stanley
gestützt. Die Investmentbank hat das Kursziel von Xstrata auf 3.600 p erhöht,
was einen Aufschlag von fast 50 Prozent des derzeitigen Kursniveaus darstellt.
Das stützte auch andere Aktien aus dem Sektor, heißt es. Rio Tinto gewannen 2,1
Prozent auf 2.842 p und Xstrata sogar 5,5 Prozent auf 2.511. Auch die
Energiewerte, die durchschnitt ein Prozent gewannen, erfreuten sich erhöhter
Nachfrage.
Bankensektor trotz guter US-Vorlagen nur durchschnittlich
Wie schon zuvor die Zahlen von Goldman haben auch Lehman und Bear Stearns
keinen größeren Einfluss auf den europäischen Bankensektor ausgeübt. "Die
Zahlen waren ordentlich, aber es gibt Bedenken, dass sie in Zukunft nur noch
schwer zu halten oder gar zu übertreffen sein werden", sagt ein Händler. Zudem
seien derartige Zahlen bereits im Vorfeld erwartet worden. Der Bankensektor
legte 0,5 Prozent zu. ABN Amro entwickelten sich mit einem Aufschlag von einem
Prozent auf 24,35 EUR erneut überdurchschnittlich.
Nestle-Zukauf kommt gut an
Der Kauf der Medical-Nutrition-Sparte von Novartis durch Nestle wurde von
Marktteilnehmern begrüßt. Die Transaktion hat ein Volumen von 2,53 Mrd USD.
Nestle habe bereits seit längerem Interesse an der Sparte gehabt. Strategisch
stelle der Kauf eine Stärkung der Nestle-Position im Nahrungsmittelmarkt dar.
Der Kaufpreis bewegt sich laut einem Händler im Rahmen der Erwartungen. Nestle
legten um 2,2 Prozent auf 439,25 CHF zu, Novartis gewannen 1,8 Prozent auf
71,35 EUR.
Tesco zogen ebenfalls deutlicher an. Die Aktie profitierte nach
Einschätzung von Händlern von den überraschend positiven britischen
Einzelhandelsumsätzen. Diese sind im November gegenüber dem Vormonat entgegen
den Erwartungen um 0,3 Prozent gestiegen. Analysten hatten dagegen einen
Rückgang erwartet. Die Aktie stieg um 0,5 Prozent auf 393 p. Der
Lebensmittelsektor gewann im Schnitt 0,6 Prozent.
DJG/mif/rso
14.12.2006 - 18:23:02
EZB/Weber: Konjunktur muss nicht mehr gestützt werden - FAZ
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber,
sieht weiterhin Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung im Euroraum, den er in
einer guten konjunkturellen Verfassung sieht. "Wir haben sehr klar gemacht,
dass die Geldpolitik weiterhin die Wirtschaft anregt, die Leitzinsen nach wie
vor auf einem niedrigen Stand sind", sagte das Mitglied des Rats der
Europäischen Zentralbank (EZB) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"
(FAZ/Freitagausgabe). Es bestehe aber kein Bedarf mehr, die Konjunktur
geldpolitisch zu stützen, fügte er hinzu.
Die EZB hatte ihren Leitzins in der vergangenen Woche um 25 Basispunkte auf
3,50% angehoben, an den Finanzmärkten wird für spätestens März ein weiterer
Zinsschritt dieses Ausmaß erwartet. Der Bundesbankpräsident betonte, dass die
EZB nicht auf eine weitere Zinserhöhung vorfestgelegt sei, sagte aber zugleich:
"Sollten die Preisrisiken sich verfestigen oder verstärken, ist es sicherlich
angezeigt, dass man die Geldpolitik anpasst."
Webseite: www.faz.net
DJG/hab
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14.12.2006 - 18:19:57
Nokia und Siemens verschieben Start ihres Joint Venture
STOCKHOLM (Dow Jones)--Nokia und Siemens haben sich angesichts der
Korruptionsaffäre beim deutschen Technologiekonzern darauf geeinigt, den Start
des geplanten Gemeinschaftsunternehmens im Telekombereich so lange zu
verschieben, bis die internen Prüfungen der Vorgänge bei Siemens abgeschlossen
sind. Das Joint Venture werde voraussichtlich noch im ersten Quartal 2007
operativ werden, teilte Nokia am Donnerstag mit. Bisher war ein Start zu
Jahresbeginn vorgesehen.
Für das Closing bedürfe es noch einer Vereinbarung beider Seiten, die auf
den Ergebnissen und Konsequenzen der Compliance-Überprüfung bei Siemens fuße.
Die Prüfung dürfte im ersten Quartal abgeschlossen werden, erklärte Nokia.
Beide Seiten seien sich angesichts der laufenden staatsanwaltschaftlichen
Ermittlungen bei Siemens einig, dass die bisher geschlossene
Joint-Venture-Vereinbarung ergänzt werden müsse. Nokia werde an der Prüfung der
Vorgänge aktiv beteiligt sein.
Mitte Juni hatte sich die Siemens AG mit der Nokia Oy darauf geeinigt, ihre
Sparte Communications (Com) in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Nokia
Siemens Networks einzubringen. Vor wenigen Tagen hatten Siemens-Manager
allerdings die Befürchtung geäußert, dass das Vorhaben wegen der
Korruptionsaffäre scheitern könnte.
Webseite: http://www.nokia.com/
DJG/rio/abe
14.12.2006 - 18:18:46
XETRA-SCHLUSS/Fester und wieder mit neuem Hoch
FRANKFURT (Dow Jones)--Fester hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag
geschlossen. Der DAX gewann 0,5% oder 32 auf 6.553 Punkte und markierte mit
6.559 zeitweise ein Jahreshoch. Gehandelt wurden Aktien für rund 5,3 Mrd EUR
nach 5,9 Mrd EUR am Vortag. Händler sprachen von guten Vorgaben, vor allem aus
dem frühen US-Geschäft. Einige Anleger positionierten sich bereits für das neue
Jahr, hieß es. Mit einer trendverlängernden Wirkung des "Hexensabbats", dem
Verfallstermin an der Terminbörse Eurex am Freitag könnte der DAX nun bis zum
Jahresende auf 6.700 Punkte steigen. Die US-Konjunkturdaten am Nachmittag
blieben ohne größeren Einfluss auf den Markt.
Zahlreiche Aktien konnten zum Teil deutlich zulegen. Deutsche Postbank, die
sich um 1,2% auf 64,03 EUR erhöhten, konnten sich von den Vortagsverlusten
erholen. Lufthansa profitierten von anhaltender Übernahmefantasie im Sektor.
Ein Bieterkonsortium unter der Führung von Texas Pacific Group hatte für die
australische Qantas geboten und den Zuschlag für 8,7 Mrd USD erhalten. Dies
beflügelte die Airlines weltweit, Lufthansa stiegen um 1,3% auf 20,87 EUR.
E.ON-Aktie präsentierte umfangreiche Investitionspläne für die kommenden
Jahre. Ein Analyst bezeichnete diese als konsequent in Hinblick auf das
Wachstum im Kerngeschäft. Die Auswirkungen seien allerdings langfristiger Natur
und daher zunächst ohne Relevanz für den Kurs. Die Ausgaben für die Beteiligung
am sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje seien mit 1,2 Mrd EUR "nicht gerade
niedrig", blieben aber noch im Rahmen. E.ON gewannen 0,9% auf 102,40 EUR.
Deutsche Bank gewannen 0,1% auf 100,75 EUR. Die Bank hat fast alle
deutschen Immobilien ihres offenen Immobilienfonds Grundbesitz Invest für 2,1
Mrd EUR an die britische Investmentgesellschaft Eurocastle verkauft. Die guten
Zahlen von Lehman und Bear Stearns blieben ohne Einfluss. Es sei erwartet
worden, dass diese ordentlich ausfallen, meinten Händler. Größter Verlierer
waren Fresenius Medical Care, die um 2,7% auf 105,18 EUR nachgaben. Die
Analysten von Goldman Sachs hatten die Aktie auf "Neutral" gesenkt.
Lanxess büßten 0,4% auf 41,78 EUR ein. Das Unternehmen schichtet seine
Beteiligungen massiv um: In Südafrika übernimmt Lanxess die bislang von Dow
Chemical gehaltene Hälfte an einem Joint Venture. Zugleich trennt es sich vom
Textilchemiegeschäft in Nordamerika. ProSieben Vorzüge fielen nach lebhaftem
Handel um 0,8% auf 23,50 EUR. Die Beteiligungsgesellschaften KKR und Permira
haben das Rennen um die bislang von Haim Saban gehaltenen 50,1% der Stämme für
sich entschieden. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass der Verkaufserlös
nicht ganz so hoch ausgefallen sei, wie teilweise erhofft.
Vossloh schlossen fast unverändert mit 56,98 EUR. Die Eigentümer-Familie
hat bestätigt, dass sie keinen Verkauf ihrer Aktienanteile plant. Diese
Spekulation hatte in den vergangenen Tagen für deutliche Kursaufschläge
gesorgt. Stada wurden nach Aussage von Händlern von technischen Faktoren und
der Hoffnung auf weitere Übernahmen gestützt. Die Akquisition und Integration
von Hemofarm sei erfolgreich verlaufen, was die Fähigkeiten des
Generikaherstellers in dieser Hinsicht zeige. Stada stiegen um knapp 5% auf
43,24 EUR.
Im TecDAX sprangen Conergy um fast 9% auf 45,70 EUR. Der Wert sei seit den
positiven Aussagen im Rahmen der Drittquartalszahlen zum Sektorfavoriten
avanciert, sagten Händler.
DJG/mif/rso
14.12.2006 - 18:07:44
E.ON: Körperschaftssteuer-Guthaben abgezinst bei 1,2 Mrd EUR
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG wird nach Angaben von Finanzvorstand
Marcus Schenck im Jahresabschluss 2006 einen Sonderertrag auf Grund der
Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ausweisen. Das Guthaben, das E.ON hier
aktivieren könne, betrage abgezinst insgesamt 1,2 Mrd EUR, sagte Schenck am
Donnerstag in einer Telefonpressekonferenz.
DJG/hei/rio
14.12.2006 - 17:38:49
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
Permira und KKR machen bei ProSieben das Rennen
Die europäische Senderkette SBS, hinter der die Finanzinvestoren Permira und
Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) steht, hat das Rennen um den Mehrheitsanteil
an der ProSiebenSat.1 Media AG für sich entschieden. Das Verkäuferkonsortium um
den US-Milliardär Haim Saban hat sich dazu entschlossen, ihre 50,5%-Beteiligung
an ProSiebenSat.1 an SBS zu verkaufen, wie zunächst von der Bayerischen
Staatskanzlei bestätigt wurde. Die türkische Dogan Yayin Holding, die ebenso
wie ein Konsortium der Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs Group
Inc bis zuletzt im Rennen um den Zuschlag für die Senderkette gewesen war,
bestätigte ihre Niederlage im Bieterverfahren kurze Zeit später.
E.ON will bis 2009 über 25 Mrd EUR investieren
Die E.ON AG hat ihren Investitonsrahmen ausgeweitet und will in den kommenden
drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR für Kraftwerke, Netze und Beteiligungen
ausgeben. "Die Investitionen werden die Sicherheit der Strom- und Gasversorgung
weiter steigern", sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat. Der
Aufsichtsrat hatte die Investitionsplanung für 2007 bis 2009 am Vorabend
beschlossen. Vor einem Jahr hatte der dreijährige Investitionsplan noch
Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen. Die geplante Endesa-Übernahme ist in den
Planzahlen nicht enthalten.
Dt-Post-AR verlängert Vorstandsverträge von Appel und Mullen
Der Aufsichtsrat der Deutschen Post AG hat am Donnerstag routinegemäß die
Verlängerung von zwei Vorstandsverträgen beschlossen. Frank Appel, im
Konzernvorstand verantwortlich für Global Business Services, wurde als
Vorstandsmitglied wiederbestellt, teilte das Unternehmen mit. Ebenso sei das
Mandat von John Mullen verlängert worden, der das weltweite Express-Geschäft
des Konzerns verantworte.
Eurex startet Handel mit Kreditderivaten am 27. März 2007
Die Terminbörse Eurex wird am 27. März 2007 ein börsennotiertes Kreditderivat
auf den Markt bringen. Dabei handele es sich um einen Futures-Kontrakt auf die
iTraxx-Europe 5-Year-Indexserie, teilte die Tochter der Deutschen Börse mit.
Der Index bilde ein gleichgewichtetes Portfolio der 125 liquidesten
europäischen Referenzschuldner für Credit Default Swaps (CDS) im
Investment-Grade Bereich ab. Marktteilnehmer können sich mit Kreditderivaten
gegen Kreditereignisse wie Unternehmensinsolvenz, Zahlungsausfall oder
Restrukturierung absichern.
Deutsche Bank aktiviert 350 Mio EUR Körperschaftsteuerguthaben
Die Deutsche Bank AG wird im laufenden Jahr einen Sonderertrag auf Grund der
Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ausweisen. Es entstehe ein einmaliger
Steuerertrag, und der Jahresüberschuss im vierten Quartal 2006 erhöhe sich
somit um rund 350 Mio EUR, teilte das Finanzinstitut am Donnerstag mit. Die
Aktivierung des Steuerguthabens stelle aber lediglich einen geänderten Ausweis
bereits bestehender Steuerguthaben dar.
Lufthansa aktiviert Körperschaftssteuerguthaben erstmals 2006
Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, aktiviert ihr Körperschaftssteuerguthaben
erstmals zum 31. Dezember 2006. Dadurch werde ein Einmalertrag erzielt, sagte
Sprecher Michael Göntgens auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Die Lufthansa
werde dessen Höhe aber erst bei der Vorlage der Bilanz beziffern. Dieser
Einmalertrag habe keinerlei Auswirkung auf das operative Ergebnis, so dass der
Luftfahrtkonzern seinen Ausblick dafür nicht verändern werde.
VW verbucht 2006 Körperschaftssteuerertrag von 951 Mio EUR
Die Volkswagen AG erwartet im laufenden Jahr wegen der Änderung des
Körperschaftssteuergesetzes einen Sonderertrag von 951 Mio EUR. Das sagte
VW-Sprecherin Christine Ritz zu Dow Jones Newswires. Auf die Prognose des
operativen Ergebnisses habe der Ertrag keinen Einfluss da dieser im
Nachsteuerergebnis verbucht werde. VW erwartet im operativen Geschäft ein
Ergebnis über Vorjahr.
Hannover Rück: Ertrag aus Körperschaftssteuergesetz 6 Mio EUR
Die Hannover Rückversicherung AG, Hannover, verbucht aus der Neuregelung des
Körperschaftssteuergesetzes anders als andere Unternehmen nur einen geringen
Einmalertrag. "Wir erwarten vor dem Hintergrund dieser Gesetzesänderung
lediglich einen Einmaleffekt 2006 von 6 Mio EUR", teilte der nach
Beitragseinnahmen viertgrößte Rückversicherer auf Anfrage von Dow Jones
Newswires mit. Die Prognose für 2006 bleibe unverändert, hieß es weiter.
EMI Group beendet Gespräche mit potenziellem Kaufinteressenten
Das britische Musikunternehmen EMI hat die Gespräche mit einem potenziellen
Kaufinteressenten beendet. Dem Board sei keine Offerte vorgelegt worden, die
den Wert und die künftigen Chancen der Gesellschaft ausreichend berücksichtige,
teilte EMI mit. Der Musikkonzern hatte am 28. November angekündigt, er sei von
einem Kaufinteressenten kontaktiert worden. Das "Wall Street Journal" hatte
seinerzeit unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet,
die europäische Private-Equity-Firma Permira Advisors Ltd habe EMI ein
vorläufiges Angebot gemacht.
Japan Tobacco will britische Gallaher für 16 Mrd USD kaufen - WSJ
Die Japan Tobacco Inc steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der
Übernahme des britischen Wettbewerbers Gallaher Group plc mit Sitz in Weybridge
Surrey. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, will der japanische
Tabakkonzern annähernd 8 Mrd GBP (rund 16 Mrd USD) für die Akquisition zahlen.
Beide Unternehmen stünden unmittelbar vor einer entsprechenden Vereinbarung,
hieß es weiter. Die geplante Transaktion wäre damit die größte Übernahme eines
ausländischen Unternehmens durch eine japanische Gesellschaft, zitiert das
Printmedium mit der Materie vertraute Personen weiter.
DJG/abe
14.12.2006 - 17:19:09
DEVISEN/Dollar profitiert von robustem US-Arbeitsmarkt
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dollar hat am Donnerstag die Kursgewinne gegen
Euro und Yen vom Vortag ausgebaut. Unterstützung hat die US-Währung laut
Marktakteuren vom US-Arbeitsmarkt erhalten. Die wöchentlichen Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe sind in der Woche per 9. Dezember um 20.000 auf 304.000
zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit dem 14. Oktober. Volkswirte
hatten im Konsens mit einem Minus von 4.000 gerechnet. "Eine Verschlechterung
der Lage am Arbeitsmarkt zeichnet sich nicht ab", sagt ein Händler. Dies habe
den Euro zum Dollar auf das Tagestief von 1,3145 USD gedrückt von Kursen um
1,3190 USD kurz vor Veröffentlichung der Daten. Aktuell handelt das Paar bei
1,3165 USD. Die Deutsche Bank merkt an, dass bei 1,3130 USD wieder
Schnäppchenkäufer im Euro aktiv werden könnten.
Zum Yen ist der Dollar im Tageshoch auf 117,90 JPY gestiegen von
Notierungen um 117,55 JPY. Aktuell wechselt das Paar bei 117,67 JPY den
Besitzer. Am Freitag wird in Japan der Tankan-Bericht der japanischen Notenbank
zur Wirtschaftsstimmung veröffentlicht. Laut Deutscher Bank müsste der Bericht
"schon äußerst kräftig ausfallen", um die Finanzmärkte auf eine Zinserhöhung in
Japan einzustimmen. Von einer solchen würde dann auch der Yen profitieren,
ergänzt ein Händler. Die US-Importpreise im November hätten die
Devisennotierungen am Nachmittag kaum beeinflusst. Hier liege der Fokus
eindeutig auf den US-Verbraucherpreisen, die am Freitagnachmittag der letzte
Höhepunkt der Woche sein könnten.
Der Schweizer Franken hat gegen die anderen Leitwährungen im Tagesverlauf
nachgegeben. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat am Morgen den Leitzins um 25
Basispunkte auf 2,00% erhöht. Dies war allgemein erwartet worden. Überraschend
für viele Beobachter war jedoch, dass die SNB ihre Inflationsprognosen für die
Jahre 2006 bis 2008 reduziert hat.
Die Feinunze Gold wurde im Londoner Nachmittags-Handel mit 627,40 USD
festgestellt nach einem Vormittags-Fixing von 628,75 USD.
===
Europa Europa Europa
(17.09) (12.00) (8.00)
EUR/USD 1,3166 1,3224 1,3223
USD/JPY 117,66 117,45 117,44
EUR/JPY 154,93 155,35 155,28
EUR/GBP 0,6707 0,6725 0,6721
EUR/CHF 1,5978 1,5977 1,5941
===
DJG/bek/rso
14.12.2006 - 17:14:31
Thomas Book in Eurex-Geschäftsleitung berufen
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Verwaltungsrat der Eurex Zürich AG und der
Aufsichtsrat der Eurex Frankfurt AG haben Thomas Book mit sofortiger Wirkung
für drei Jahre zum Mitglied der Geschäftsleitung von Eurex Zürich AG und zum
Mitglied des Vorstands von Eurex Frankfurt AG berufen. Wie die Terminbörse und
Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG am Donnerstag mitteilte, übernimmt
der 35-Jährige das Ressort Clearing. Book ist seit 1995 in verschiedenen
Führungspositionen bei der Deutschen Börse und Eurex tätig.
Darüber hinaus haben die Aktionärsversammlungen der Eurex-Gesellschaften
drei neue Mitglieder in die Verwaltungs- bzw Aufsichtsräte von Eurex Zürich,
Eurex Frankfurt und Eurex Clearing AG gewählt. Christian Gell, Managing
Director bei Credit Suisse, Andreas Häberli, Leiter der Abteilung Equities bei
UBS Investment und Nicholas Teller, Mitglied des Commerzbank-Vorstandes, rücken
in die entsprechenden Gremien. Alle drei Manager sind bis zur ordentlichen
Aktionärsversammlung 2008 gewählt.
Webseite: http://www.deutsche-boerse.com/
DJG/flf/rio
14.12.2006 - 17:08:16
UPDATE: Kritik an Telekom-Breitbandangebot - VDSL fehlt
(NEU: Stellungnahmen von Netzagentur, Wettbewerberverband)
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom bietet ihren Wettwerbern
direkte Internetverbindungen zu den Endkunden nur ohne den von Regulierer und
EU-Kommission verlangten Zugang zu ihrem neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz
an. Die Konkurrenten wiesen das am Donnerstag vorgelegte Standardangebot des
Ex-Monopolisten daher umgehend als unzureichend zurück und forderten die
Bundesnetzagentur zum Eingreifen auf. Der vorgeschlagene Bitstromzugang
kombiniert lediglich die bestehenden DSL- Großhandelsprodukte und
Zusammenschaltungsleistungen des Ex-Monopolisten. Nicht dabei ist auch "reines
DSL" ohne Telefonanschluss.
Die Bundesnetzagentur hatte den Bonner Konzern im September verpflichtet,
binnen drei Monaten ein Standardangebot für den Breitbandzugang auf Basis des
Internets vorzulegen. Die Preise dafür muss sich die Telekom dann vorab
genehmigen lassen. Solche Direktverbindungen ins Web sind besonders für
Internet-Dienstleister ohne eigenes Netz wie United Internet oder freenet
interessant. Bis jetzt fungieren diese in der Hauptsache als Wiederverkäufer
der DSL-Angebote der Telekom. Von Bitstream-Access versprechen sie sich aber,
auch eigene Produkte mit anderen Datenraten als die Telekom auf deren Leitungen
anbieten zu können.
Für dieses Ansinnen zeigt die Telekom jedoch wenig Verständnis. Sie bot am
Donnerstag lediglich die bestehenden Bandbreiten von einem, zwei, sechs und 16
Megabit an. Für Zwischenstufen sehe er keinen wirklichen Bedarf am Markt, sagte
Schmidt. "Der Leistungsumfang entspricht insgesamt dem, was die Wettbewerber
bereits heute bei uns bekommen können und was am Markt hervorragend etabliert
ist", sagte der Telekom-Regulierungsexperte Frank Schmidt der
Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Ein VDSL-Anschluss gehöre hingegen
nicht zum IP-Bitstream.
Auch die Möglichkeit, dass Endkunden bei einem alternativen Anbieter einen
DSL-Zugang ins Internet über das Netz der Telekom bekommen, ohne zugleich dort
einen Festnetzanschluss zu haben, sieht Schmidt noch in weiter Ferne. Für die
Zukunft sei "naked DSL" zwar nicht auszuschließen. "Im Moment sehen wir uns
aber nicht in der Pflicht. Daher ist eine Entkoppelung von DSL und Telefon auch
nicht Teil unseres Standardangebots", sagte der Experte.
Dieses sei als Grundlage für Verhandlungen mit den Wettbewerbern gedacht,
sagte Schmidt. In einigen Monaten erwartet er eine Einigung, die dann von der
Netzagentur zu genehmigen sei. Auf dieser Basis könne dann über die Tarife
verhandelt werden, die jetzt nicht mit angeboten wurden. Schmidt machte klar,
dass sie sich im Rahmen der bisherigen Vorleistungspreise für die
Breitbandanschlüsse und die Zuführungsleistungen (ZISP) der Telekom bewegen
sollen. "Wir erwarten hier keine dramatischen Veränderungen", sagte der
Regulierungsfachmann.
Die Netzagentur bekräftigte in einer ersten Reaktion, die Telekom sei dazu
verpflichtet worden, den Bitstrom-Zugang in allen gängigen DSL-Varianten zu
gewähren. Das gelte auch für die VDSL-Technik, soweit sie als Ersatz zu
bestehenden Zugangsprodukten anzusehen sei, sagte Behördensprecher Rudolf Boll.
Außerdem müssten andere Telekommunikationsunternehmen in die Lage versetzt
werden, den Kunden bei den Hochgeschwindigkeitsverbindungen "individuelle
Qualitätsparameter" anzubieten. Die Netzagentur werde das Angebot umgehend
prüfen und gegebenfalls Nachbesserungen verlangen.
Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten
(VATM) erklärte, die Telekom-Offerte "erfüllt nicht unsere Anforderungen an ein
Standardangebot". Es müsse eindeutig VDSL einschließen. Man erwarte nun ein
sehr zügiges Einschreiten des Regulierers in dieser Frage, betonte
Verbands-Geschäftsführer Jürgen Grützner.
Webseiten: http://www.telekom3.de
http://www.BNetzA.de
http://www.ec.europa.eu
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
14.12.2006 - 17:05:10
EU führt 2009 Verfahren für Streitfälle von geringem Wert ein
STRASSBURG (Dow Jones)--Streitigkeiten bei grenzübergreifenden
Sachverhalten, wie einen Verkehrsunfall oder mangelhaften Warenlieferungen,
sollen in der EU ab 2009 kostengünstiger, einfacher und schneller beigelegt
werden können. Das Europäische Parlament verabschiedete am Donnerstag in erster
Lesung eine Verordnung, mit der ein entsprechendes zivilrechtliches Verfahren
für Fälle mit einem Streitwert von bis zu 2.000 EUR eingeführt wird.
Zuvor war ein Kompromiss mit dem Ministerrat ausgehandelt worden, so dass
die Gesetzgebung von den EU-Regierungen nur noch formal bestätigt werden muss.
Dänemark wird sich zunächst nicht an der Regelung beteiligen.
Das neue Verfahren soll schriftlich und mithilfe eines einheitlichen
Formulars durchgeführt werden. Das Urteil muss dann unter den gleichen
Bedingungen vollstreckt werden wie ein Urteil, das im eigenen Land ergangen
ist. Einige Streitfälle wie Scheidungs- oder Unterhaltsfragen sind von der
Anwendung ausgeschlossen. Die EU-Kommission wurde aufgefordert, die Regelung
2014 auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.
DJG/ang/hab
-0-
14.12.2006 - 17:01:39
EZB/Constancio: Teuerung im Euroraum stabilisiert sich 2007
PORTO (Dow Jones)--Die Teuerung im Euroraum wird sich nach Einschätzung des
portugiesischen Zentralbankpräsidenten Vitor Manuel Ribeiro Constancio im
kommenden Jahr wegen der gefallenen Ölpreise und des langsameren US-Wachstums
stabilisieren. Inflationsdämpfend wirkten zudem das schwächere Wachstum in
China, höhere Importe aus Ländern mit niedrigen Lohnkosten sowie die
glaubwürdige Geldpolitik, sagte das Mitglied des Rats der Europäischen
Zentralbank (EZB) am Donnerstag.
Constancio sieht die Inflationsrate 2007 bei 2,2% und 2008 bei 2,0%. Die
Bedingungen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum bezeichnete er als gut. Als
Wachstumsrisiken nannte der Zentralbankpräsident eine unerwartet deutliche
Wachstumsabkühlung in den USA sowie die niedrigen Risikoprämien an den
Finanzmärkten.
DJG/DJN/hab/kth
-0-
14.12.2006 - 16:51:30
Deutsche Bank aktiviert 350 Mio EUR Körperschaftsteuerguthaben
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank AG wird im laufenden Jahr einen
Sonderertrag auf Grund der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ausweisen.
Es entstehe ein einmaliger Steuerertrag, und der Jahresüberschuss im vierten
Quartal 2006 erhöhe sich somit um rund 350 Mio EUR, teilte das Finanzinstitut
am Donnerstag mit. Die Aktivierung des Steuerguthabens stelle aber lediglich
einen geänderten Ausweis bereits bestehender Steuerguthaben dar.
Auf Grund einer Änderung des 37 Körperschaftsteuergesetz werde die Bank
ihr bereits vorhandenes Körperschaftsteuerguthaben erstmals aktivieren, hieß es
zur Erklärung. Die nun auf zehn gleiche Jahresbeträge festgeschriebene
Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens führe zu einem Anspruch, der im
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 bilanziert werde.
Nach der Gesetzesänderung können Unternehmen im laufenden Jahr so genannte
Körperschaftssteuerguthaben in ihrer Bilanz aktivieren. Die tatsächliche
Auszahlung dieser Ansprüche erfolgt allerdings erst ab 2008 und streckt sich
dann bis 2017. Das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der
Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften"
(SEStEG) war im Herbst vom Bundesrat beschlossen und am 12. Dezember
veröffentlicht worden.
"Die Rechnungslegung nach IFRS verlangt, dass entstehende Ansprüche auf
Basis steuerlicher gesetzlicher Bestimmungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens
ausgewiesen werden", erläuterte ein Analyst im Gespräch mit Dow Jones
Newswires. In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) reduziere sich die
steuerliche Position um diesen Betrag. "Hierbei fließt aber keinerlei Cash",
stellte der Analyst fest.
Webseite: http://www.deutsche-bank.de/
-Von Simon Steiner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 116,
simon.steiner@dowjones.com
DJG/sms/rio
14.12.2006 - 16:47:31
Wall Street im Verlauf etwas fester
NEW YORK (Dow Jones)--Die Aktien haben am Freitagvormittag (Ortszeit) an
Wall Street nach einem verhaltenen Start einen Gang zugelegt. "Zumindest
teilweise dürften die Kursgewinne auf Umschichtungen aus Bonds in Aktien
zurückzuführen sein", sagt ein Händler. Die US-Treasurys geben nach, die
Rendite auf die 10-jährige Note steigt um 14 Basispunkte auf 4,59%. Vor allem
der unerwartet starke Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe belaste die Bonds und stütze die Aktienseite, heißt es. Statt
des im Konsens erwarteten Rückgangs um 4.000 Neuanträge sind diese in der Woche
per 9. Dezember um 20.000 auf 304.000 gefallen.
Gegen 10.33 Uhr steigt der Dow-Jones-Index um 0,4% oder 55 Punkte auf
12.372. Der Nasdaq-Composite verzeichnet ein Plus von 0,9% bzw 23 Punkt auf
2.455. Der S&P-500 rückt um 0,5% oder 8 Punkte auf 1.421 vor. Gestützt wird der
Gesamtmarkt von den Titeln der Öl- und Gasproduzenten, die im Schnitt um 0,8%
bzw 1% zulegen. Die Zulieferer der Branche gewinnen im Schnitt 1,5% hinzu. Der
Ölpreis hat sich erholt und ist wieder über 63 USD gestiegen. Zudem belegen die
Importpreise im November laut einem Marktteilnehmer einen starken Anstieg der
Gaspreise. Gesucht sind auch Telekom- und Technologiewerte. Einziger Sektor im
Minus ist die Luftfahrtbranche. Hier werden nach der Rally vom Vortag Gewinne
mitgenommen, heißt es am Markt.
Im Fokus stehen mit Quartalszahlen von Lehman Brothers und Bear Stearns die
Aktien der Investmentbanken. Lehman Brothers verteuern sich um 0,7% auf 76,89
USD. Die Investmentbank hat mit einem Gewinn je Aktie von 1,72 USD im vierten
Quartal den Analystenkonsens von 1,68 USD leicht übertroffen. Glen Schorr von
UBS kommentiert, das vierte Quartal sei für Lehman "solide" gewesen und die
Umsätze "stark" ausgefallen. Bear Stearns gewinnen 1,6% auf 158,42 USD. Mit
einem Gewinn je Aktie von 4,00 USD im vierten Quartal hat die Bank den
Analystenkonsens von 3,36 USD um etwa 20% übertroffen. Hier verweist Glen
Schorr von UBS auf gute Ergebnisse im Geschäft mit festvezinslichen
Wertpapieren sowie im Investment Banking.
Unterdessen haben mit United Technologies, Honeywell und Procter & Gamble
(P&G) drei Schwergewichte des Dow-Jones-Index Ausblicke auf den künftigen
Geschäftsverlauf gegeben. United Tech stellt für 2007 einen Gewinn je Aktie von
4,05 bis 4,20 USD und einen Umsatz von 51 Mrd USD in Aussicht. Analysten
rechnen bislang mit einem Gewinn je Aktie 2007 von 4,14 USD und einem Umsatz
von 50,1 Mrd USD. United Tech geben 2,1% auf 62,89 USD nach. Honeywell rechnet
im kommenden Jahr mit einem Gewinnplus von 13% bis 17%. Die Aktie verteuert
sich um 1,6% auf 42,53 USD. Procter & Gamble (P&G) hat die Ergebnis- und
Umsatzprognose für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres bestätigt.
P&G handeln kaum verändert bei 63,44 USD.
DJG/bek/rso
14.12.2006 - 16:17:20
Springer entscheidet nicht kurzfristig über ProSieben-Ausstieg
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Axel Springer AG will nicht kurzfristig über ihr
Investment an der ProSiebenSat.1 Media AG entscheiden. "Wir werden erst
Gespräche mit dem neuen Mehrheitsaktionär führen und anschließend über unser
weiteres Vorgehen bei unserer Beteiligung entscheiden", sagte
Springer-Sprecherin Edda Fels am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Es gebe
nach wie vor drei Handlungsoptionen. Springer halte an seiner Beteiligung fest,
stocke sie - soweit kartellrechtlich möglich - auf, oder verkaufe die Anteile,
sagte Fels.
Das zweitgrößte deutsche Medienunternehmen hält mit je 12% der Stamm- und
der Vorzugsaktien 12% des Grundkapitals der ProSiebenSat.1 Media AG.
Webseiten: http://www.axelspringer.de/
http://www.prosiebensat1.com/
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/rio
14.12.2006 - 16:15:00
Eurex startet Handel mit Kreditderivaten am 27. März 2007
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminbörse Eurex wird am 27. März 2007 ein
börsennotiertes Kreditderivat auf den Markt bringen. Dabei handele es sich um
einen Futures-Kontrakt auf die iTraxx-Europe 5-Year-Indexserie, teilte die
Tochter der Deutschen Börse am Donnerstag mit. Der Index bilde ein
gleichgewichtetes Portfolio der 125 liquidesten europäischen Referenzschuldner
für Credit Default Swaps (CDS) im Investment-Grade Bereich ab. Berechnet werden
die iTraxx-Indizes von der International Index Company Ltd. (IIC).
Marktteilnehmer können sich mit Kreditderivaten gegen Kreditereignisse wie
Unternehmensinsolvenz, Zahlungsausfall oder Restrukturierung absichern.
Abhängig von der Nachfrage im Markt und der Unterstützung durch Market
Maker plane die Eurex zusätzliche Futures auf die Indizes iTraxx HiVol und
iTraxx Crossover. Sie würden zum gleichen Termin oder anschließend zeitnah
eingeführt. Der iTraxx HiVol Index ist ein gleichgewichtetes Portfolio, das die
30 Referenzschuldner des iTraxx Europe Index mit dem größten Spread umfasst.
Der iTraxx Crossover Index bündelt gleichgewichtet 45 europäische
Referenzschuldner im Bereich Sub-Investment-Grade.
Der Eurex-Future auf den iTraxx Index bilde die Risikostruktur von
außerbörslich (OTC) gehandelten Credit Default Swaps genau ab. Der börsliche
Handel des Futures an Eurex schließe Eurex Clearing als Zentralen Kontrahenten
ein, wodurch sich das systematische und Ausfallrisiko weiter verringere. Dem
Kontrakt liege ein fixer Kupon zugrunde mit Halbjahresverfallterminen im März
und September, so die Eurex weiter.
"Ein börsengehandeltes Kreditderivat ist der nächste logische Schritt in
der Entwicklung des weltweiten Kreditderivatemarktes", sagte Andreas Preuß,
Vorstandsvorsitzender der Eurex. Mit diesem Produkt erweitere Eurex ihre
Derivate-Palette um eine neue Anlagekategorie: "Wir haben sehr eng mit
Marktteilnehmern zusammengearbeitet, um dieses innovative Produkt zu
entwickeln, und das Ergebnis ist unseres Erachtens perfekt auf die Bedürfnisse
des Marktes zugeschnitten."
Der globale Markt für Kreditderivate hat nach Angaben der Eurex in den
vergangenen zehn Jahren ein starkes Wachstum erlebt, die Volumina sind von etwa
1 Bill EUR im Jahr 1996 auf mehr als 20 Bill EUR im laufenden Jahr gestiegen.
Das Wachstum resultiere hauptsächlich aus der steigenden Nachfrage nach
standardisierten Produkten. Credit Default Swaps seien dabei die Kategorie mit
dem größten Anstieg, auf sie entfalle aktuell rund ein Drittel des Marktes. Der
börsliche Handel von Kreditderivaten werde die Effizienz und das
Risikomanagement für im Kreditmarkt agierende Marktteilnehmer verbessern.
Webseite: http://www.eurexchange.com/
DJG/sms/rio
14.12.2006 - 16:10:05
TAGESVORSCHAU/15. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
00:50 JP/BoJ, Tankan-Bericht 4Q mit Diffusionsindex
zur Wirtschaftsstimmung
07:00 CN/Chinese Academy of Social Sciences,
Rede von Fed-Chairman Bernanke zur chinesischen Wirtschaft
im Rahmen des US-China Strategic Economic Dialogue,
Peking (A)
***08:00 DE/Destatis, Industrieumsatz und -beschäftigte Oktober
***08:00 EU/Acea, Pkw-Neuzulassungen November
08:30 AT/Wolford AG, Ergebnis 1H, Bregenz
***08:45 FR/Leistungsbilanz Oktober
***09:00 ES/Verbraucherpreise November
PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+2,7% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+2,5% gg Vj
09:00 DE/Bundesrat, Themen u.a. Haushaltsentwurf 2007
und Telekom-Gesetz, Berlin
09:00 DE/Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB),
PG zur Geschäftsentwicklung 2006 und zu aktuellen Themen
der Bank (Veranstaltung vom Vortag), Hannover
***09:30 SE/Sveriges Riksbank, Bekanntgabe des Zinsbeschlusses
***10:00 DE/TUI AG, PK zu den Beschlüssen der AR-Sitzung vom Vortag,
Thema u.a. Vorstellung eines Kostensenkungs- und
Effizienzsteigerungsprogramms des Konzerns, Hamburg
10:00 AT/Klub der Wirtschaftspublizisten,
Vortrag von OeNB-Gouverneur Liebscher, Wien
10:00 IT/Handelsbilanz Oktober
***11:00 EU/Eurostat, Verbraucherpreise November
Eurozone
PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+1,8% gg Vj
Vorabschätzung: +1,8% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+1,6% gg Vj
***11:00 EU/Eurostat, Industrieproduktion Oktober
Eurozone
PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+4,4% gg Vj
zuvor: -1,0% gg Vm/+3,3% gg Vj
14:00 DE/Initiative Luftverkehr für Deutschland,
PK mit den Vorstandsvorsitzenden Mayrhuber (Deutsche Lufthansa)
und Bender (Fraport) zur Vorstellung des neuen Masterplans der
Initiative zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur,
Frankfurt
***14:30 US/Verbraucherpreise November
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: -0,5% gg Vm
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,1% gg Vm
***14:30 US/Realeinkommen November
***14:30 US/Empire State Manufacturing Index Dezember
PROGNOSE: +17,50
zuvor: +26,66
***15:00 US/Saldo Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer
Investoren Oktober
***15:15 US/Industrieproduktion November
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm
Kapazitätsauslastung November
PROGNOSE: 82,2%
zuvor: 82,0%
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Eurex, Großer Verfallstag, Frankfurt
*** - DE/Fraport AG, AR-Sitzung zu Ticona, Frankfurt
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Berliner Bank durch Deutsche Bank AG, Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Harpen Immobilien GmbH & Co KG und der Harpen Immobilien
Verwaltungsgesellschaft mbH durch den Goldman-Sachs-Fonds
Whitehall und Cerberus European Investments LLC,
Brüssel
- EU/Fortsetzung und Abschluss des Gipfeltreffens der Staats-
und Regierungschefs, Brüssel (A)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla
-0-
14.12.2006 - 16:06:24
UPDATE: Permira und KKR machen bei ProSieben das Rennen
(NEU: Details zum Verkaufspreis, zum Verlauf des Bieterverfahrens, Bestätigung
durch die Bayerische Staatskanzlei, Stellungnahme der Dogan Yayin Holding)
Von Archibald Preuschat
Dow Jones Newswires
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die europäische Senderkette SBS, hinter der die
Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) steht, hat das
Rennen um den Mehrheitsanteil an der ProSiebenSat.1 Media AG für sich
entschieden. Das Verkäuferkonsortium um den US-Milliardär Haim Saban hat sich
dazu entschlossen, ihre 50,5%-Beteiligung an ProSiebenSat.1 an SBS zu
verkaufen, wie am Donnerstag zunächst von der Bayerischen Staatskanzlei
bestätigt wurde.
Die türkische Dogan Yayin Holding, die ebenso wie ein Konsortium der
Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs Group Inc bis zuletzt im
Rennen um den Zuschlag für die Senderkette gewesen war, bestätigte ihre
Niederlage im Bieterverfahren kurze Zeit später.
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber zeigte sich laut Mitteilung hoch
erfreut, dass für die Zukunft der ProSiebenSat.1-Gruppe eine "Lösung von
europäischer Dimension" gelungen ist. "Die Bietergruppe Permira/KKR hat mit
ihrem Angebot ein industrie- und medienpolitisches Konzept vorgelegt, das den
Medienstandort München stärkt. Die künftige unternehmerische Führung der
Pro7/SAT1-Gruppe und der europaweiten SBS-Fernsehgruppe vom Standort München
aus eröffnet dem führenden deutschen Medienstandort eine Perspektive in der
Top-Liga der europäischen Medienstandorte", erklärte Stoiber.
Dieses überzeugende industrie- und medienpolitische Konzept habe sich für
den Standort München und die hier Beschäftigten deutlich positiv abgehoben
gegenüber anderen Konzepten. Ein Zusammenschluss von SBS und ProSiebenSat.1
führe zur zweitgrößten paneuropäischen Senderkette nach der zum
Bertelsmann-Konzern gehörigen RTL Group.
Damit bestätigte er Informationen von Dow Jones Newswires, wonach Permira
und KKR nicht das höchste Gebot aber das beste Konzept vorgelegt haben. Der
Verkaufserlös werde zwischen 28 EUR und 29 EUR je Aktie liegen, sagten zwei mit
der Transaktion vertraute Personen am Donnerstag Dow Jones Newswires. Der
Verkaufserlös fiel demzufolge aber nicht so hoch aus, wie zunächst spekuliert
worden war. Saban wolle mindestens 30 EUR je Aktie erzielen, hatten
verschiedene Medien in den vergangenen Tagen berichtet.
Die türkische Dogan Yayin Holding AS erklärte am Donnerstag, dass sie neue
Projekte in Europa und einigen Wachstumsmärkten verfolgt. Das Gebot für
ProSiebenSat.1 war der erste Versuch von Dogan, eine Medienbeteiligung
außerhalb der Türkei zu erwerben. Es werde aber nicht die letzte sein, erklärte
CEO Mehmet Ali Yalcindag laut Mitteilung.
Auf der Verkäuferseite des ProSieben-Pakets stehen die German Media
Partners (GMP). Ihre Anteile werden von der Saban Capital Group Inc, Alpine
Equity Partners LP, Bain Capital Investors LLC, Hellman & Friedman LLC,
Providence Equity Partners Inc, Putnam Investments LLC, Quadrangle Group LLC
and Thomas H. Lee Partners LP gehalten. Die Saban Capital Group ist größter
Anteilseigner von GMP.
GMP halten derzeit 88% der Stammaktien und 13% der stimmrechtlosen
Vorzugsaktien, was zusammen 50,5% des Grundkapitals an der Senderkette
entspricht. Diese Anteile waren Gegenstand des Bieterverfahrens, das vor
einigen Wochen in Gang gesetzt wurde. Weiterer Großaktionär ist die Axel
Springer AG, die mit je 12% der Stamm- und der Vorzugsaktien 12% des
Grundkapitals hält.
Axel Springer hatte im November angekündigt, erst nach Abschluss des
Bieterverfahrens entscheiden zu wollen, ob der Verlag weiter bei ProSiebenSat.1
investiert bleiben wolle. Das ursprüngliche Vorhaben von Axel Springer, die
Senderkette komplett zu übernehmen, ist wegen des Drucks der Kartellbehörden
Anfang des Jahres fallen gelassen worden.
Die Finanzinvestoren sind im Jahre 2003 bei ProSiebenSat.1 eingestiegen.
Das Anfangsinvestment belief sich auf rund 500 Mio EUR, umfasste aber noch
nicht alle Anteile, die jetzt zum Verkauf standen. Die Investoren beteiligten
sich auch an einer Kapitalerhöhung der Senderkette. Das Gesamtinvestment
schätzen mit GMP vertraute Personen auf rund 900 Mio EUR.
Webseite: http://www.prosiebensat1.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/rio
14.12.2006 - 16:06:18
UPDATE: E.ON will bis 2009 über 25 Mrd EUR investieren
(NEU: Weitere Details, Analysten, Aktienkurs)
Von Andreas Heitker
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat ihren Investitonsrahmen ausgeweitet
und will in den kommenden drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR für Kraftwerke, Netze
und Beteiligungen ausgeben. "Die Investitionen werden die Sicherheit der Strom-
und Gasversorgung weiter steigern", sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf
Bernotat am Donnerstag. Der Aufsichtsrat hatte die Investitionsplanung für 2007
bis 2009 am Vorabend beschlossen. Vor einem Jahr hatte der dreijährige
Investitionsplan noch Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen.
Die geplante Endesa-Übernahme ist in den Planzahlen nicht enthalten. Die
Akquisition des spanischen Stromversorgers werde aber unverändert konsequent
weiterverfolgt, erklärte E.ON.
22,4 Mrd EUR will der Düsseldorfer DAX-Konzern in den kommenden drei Jahren
in Sachanlagen investieren. Gut die Hälfte davon fließen in die Modernisierung
und den Neubau von Kraftwerken. Neben den bereits begonnenen Neubauten in
Datteln und Irsching ist am Standort Staudinger ein neuer 1.100
Megawatt-Steinkohleblock vorgesehen, wie E.ON jetzt bekannt gab. Der Bau stehe
allerdings noch unter dem Vorbehalt "verlässlicher energiepolitischer und
regulatorischer Rahmenbedingungen".
Im Ausland will E.ON - wie bereits bekannt - ein Gas- und
Dampfturbinenkraftwerk in Italien, ein Kohlekraftwerk in den Niederlanden und
mehrere neue Kohle- und Gaskraftwerke in Osteuropa bauen. In Großbritannien ist
ebenfalls ein Gas- und ein Kohlekraftwerk geplant. In den USA befindet sich ein
neues Kohlekraftwerk bereits vor der Fertigstellung.
In die Stromnetze will E.ON insgesamt 5,7 Mrd EUR investieren. Einen
Schwerpunkt bilde dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum Anschluss
weiterer Windkraftanlagen verstärkt werde, hieß es.
Die Infrastruktur in der Gasversorgung wurde im neuen E.ON-Dreijahresplan
mit 4,0 Mrd EUR berücksichtigt. Dabei gehe es insbesondere um den Aus- und
Neubau von Leitungen, der Erweiterung von Speicherkapazitäten, der Erschließung
von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals, erläuterte das
DAX-Unternehmen.
In den Planungen sind darüber hinaus 2,9 Mrd EUR für den Erwerb weiterer
Beteiligungen vorgesehen. 1,2 Mrd EUR hiervon werden an Gazprom fließen - für
den im Juli vereinbarten Einstieg von E.ON beim sibirischen Gasfeld Yushno
Russkoje. Der DAX-Konzern erhält 25% minus eine Aktie an Yushno Russkoje -
ebenso wie die BASF-Tochter Wintershall. Bisher hatte E.ON schon erklärt, dass
Gazprom im Gegenzug Beteiligungen an zwei ungarischen E.ON-Töchtern erhalten
wird sowie einen zusätzlichen Ausgleich. Dieser war bislang aber noch nicht
beziffert worden.
In den Planungen von E.ON sind ebenfalls bereits 900 Mio EUR für Zukäufe in
der Türkei und Rumänien vorgesehen sowie 400 Mio EUR für den kompletten Erwerb
des slowakischen Stromunternehmens ZSE. An dem Versorger hält der slowakische
Staat noch 51% der Anteile, hat aber eine Put-Option.
Die E.ON-Aktie zeigt nach Bekanntgabe des neuen Investitionsrahmens keine
größeren Reaktionen. Ein Analyst nannte die Planungen in einer erster Reaktion
"recht voluminös". Es sei sicher nicht falsch, diese auch als "politisches
Statement" zu verstehen, nachdem es in letzter Zeit zu Diskussionen über die
Gewinne im Versorgersektor gekommen war.
Ein weiterer Analyst bezeichnete die Investitionspläne als konsequent in
Hinblick auf das Wachstum im Kerngeschäft. Die Auswirkungen seien allerdings
langfristiger Natur und daher zunächst ohne Relevanz für den Kurs. E.ON-Aktien
notieren am Nachmittag 0,5% im Plus bei 101,90 EUR.
Webseite: http://www.eon.com
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/abe
14.12.2006 - 15:53:11
Lufthansa aktiviert Körperschaftssteuerguthaben erstmals 2006
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, aktiviert ihr
Körperschaftssteuerguthaben erstmals zum 31. Dezember 2006. Dadurch werde ein
Einmalertrag erzielt, sagte Sprecher Michael Göntgens am Donnerstag auf Anfrage
von Dow Jones Newswires. Die Lufthansa werde dessen Höhe aber erst bei der
Vorlage der Bilanz beziffern.
Dieser Einmalertrag habe keinerlei Auswirkung auf das operative Ergebnis,
so dass der Luftfahrtkonzern seinen Ausblick dafür nicht verändern werde.
Lufthansa halte an der Prognose eines operativen Gewinns von 750 Mio EUR fest.
In der Konzernbilanz werde das Guthaben beim Steuerergebnis verbucht, sagte der
Sprecher weiter.
Möglich wird die Aktivierung eines Guthabens in der Bilanz durch die
Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes. Auch andere deutsche Unternehmen
verbuchen in der Folge Sondererträge. Die RWE AG kommt für 2006 beispielsweise
auf 600 Mio EUR, die Hannover Rück auf rund 6 Mio EUR.
Webseite: http://www.lufthansa.de/
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/rio
-0-
14.12.2006 - 15:30:55
Bayerische Staatskanzlei betätigt Pro7-Verkauf an KKR/Permira
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Mehrheit an ProSiebenSat.1 wird an eine Gruppe von
Finanzinvestoren verkauft. Die bayerische Staatskanzlei bestätigte am
Donnerstag den Einstieg von Permira und KKR bei der Münchner Senderfamilie.
Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) wertete positiv, dass eine "Lösung von
europäischer Dimension" gelungen sei. Entscheidend sei, dass damit die
internationale Wettbewerbsfähigkeit von ProSiebenSat.1 gesichert werde und die
unternehmerische Führung in München erhalten bleibe.
Die Bietergruppe habe mit ihrem Angebot ein industrie- und
medienpolitisches Konzept vorgelegt, das den Medienstandort München stärke,
lobte Stoiber: "München steigt damit in die erste Liga der europäischen Player
im Fernsehgeschäft auf."
DJG/rio/abe
14.12.2006 - 15:30:28
IWF sieht Entwicklung in Deutschland mit mehr Zuversicht
FRANKFURT/WASHINGTON (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft dürfte sich nach
Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im kommenden Jahr besser
als bisher erwartet entwickeln. Nach Abschluss der Artikel-IV-Konsultationen zu
Deutschland erklärte der IWF am Donnerstag, dass für 2007 ein Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5% erwartet werde, nach 2,5% in diesem Jahr.
Damit revidierte der Währungsfonds seine Wachstumsprognosen für beide Jahre
nach oben. Die vor allem wegen der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung erwartete
Wachstumsverlangsamung bezeichnete der IWF als eine nur vorübergehende
Schwäche.
Die starke Entwicklung im laufenden Jahr führte die in Washington ansässige
Institution unter anderem auf die Fußball-Weltmeisterschaft, temporäre
fiskalische Anreize und Vorzieheffekte im Vorfeld der Steuererhöhung 2007
zurück. Noch im September hatte der IWF das Wachstum für 2006 auf 2%
veranschlagt. Grundsätzlich, so der IWF, sei Deutschland in einem zyklischen
Aufschwung, bei dem eine starke Exportentwicklung zunehmend ihren Niederschlag
auch in der Binnennachfrage finde. Wenngleich erstmals seit 2001 wieder eine
Zunahme der Beschäftigung zu verzeichnen sei, bleibe der Konsum aber hinter
dieser Dynamik zurück, erklärte der IWF weiter.
Für das kommende Jahr, für das der IWF noch vor drei Monaten ein Wachstum
von 1,3% prognostiziert hatte, sehen die Fonds-Ökonomen allerdings auch eine
Reihe von Abwärtsrisiken. Diesbezüglich verwiesen sie vor allem auf die weitere
Entwicklung der Ölpreise, die weltweite höheren Notenbankzinsen und die Gefahr
einer abrupten Korrektur der globalen Leistungsbilanzungleichgewichte.
Andererseits gibt es nach Auffassung des IWF aber auch konjunkturelle
Aufwärtsrisiken: So könnte sich das Wachstum stärker als erwartet
beschleunigen, wenn das Beschäftigungswachstum weiter an Dynamik gewinnen
würde.
Mit Blick auf die Teuerungsentwicklung erwartet der IWF für 2006 eine
jahresdurchschnittliche Inflation von 1,7% und für 2007 einen
mehrwertsteuerbedingten Anstieg der Rate auf 2,3%. Der Währungsfonds rechnet
vor diesem Hintergrund für 2007 auch mit einem Anziehen der Lohnforderungen -
bedingt durch die Mehrwertsteuererhöhung, aber auch durch steigende
Unternehmensgewinne. Dennoch dürfte die Kerninflation, die Energie und
Nahrungsmittel ausklammert, im kommenden Jahr zwischen 1% und 1,5% verharren,
sagt der IWF voraus.
Zuversichtlich ist der IWF auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung der
deutschen Staatsfinanzen. So wird das Haushaltsdefizit in Relation zum BIP 2006
und 2007 mit 2,1% und 1,5% deutlich unter dem vom Europäischen Stabilitätspakt
erlaubten Wert von 3% liegen, nachdem das Defizit diese Marke zwischen 2002 und
2006 stets überschritten hatte. Der IWF verwies zudem darauf, dass sich auch
die langfristigen finanzpolitischen Perspektiven verbessert hätten, dennoch
müssten wegen der Alterung der Gesellschaft Maßnahmen auf den Weg gebracht
werden, um die öffentlichen Finanzen weiter zu entlasten.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/apo
-0-
14.12.2006 - 15:27:46
EUREX/März-Bund erobert wichtige Trendunterstützung zurück
FRANKFURT (Dow Jones)--Unbewegt halten sich am Donnerstagnachmittag die
Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt. Vorübergehend haben unerwartet solide
Zahlen vom US-Arbeitsmarkt den marktführenden März-Future auf den Bund auf das
Tagestief von 117,69% nachgeben lassen. Knapp darüber bei 117,75% ortet ein
Marktbeobachter den seit Juli gültigen Aufwärtstrend. "Diesen Trend hat der
Bund-Future rasch wieder zurückerobert, woraufhin er sich wieder etwas erholt
hat", sagt der Analyst. Gegen 15.17 Uhr handelt der März-Future unverändert zum
Vortagesschluss bei 117,84%. Das Tageshoch hat der Kontrakt am Mittag bei
117,98% erreicht. Umgesetzt worden sind bislang 708.750 Kontrakte.
Die technische Situation spreche mittelfristig für Kursgewinne, sollte der
genannte Aufwärtstrend per Schlusskurs verteidigt werden. "Sollte der
Aufwärtstrend aber unterschritten werden, würde das einer deutlichen Eintrübung
des mittelfristigen Ausblicks gleichkommen", heißt es. Die nächste
Unterstützung liege in diesem Fall bei 117,60%.
DJG/bek/rso
14.12.2006 - 15:00:06
Bundesbank für freiwillige Ratings von Hedgefonds
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesbank hat die mangelnde Transparenz von
Hedgefonds kritisiert und sich für freiwillige Ratings dieser Investmentvehikel
ausgesprochen. "Die Einführung freiwilliger externer Ratings kann einen Beitrag
zur Milderung systemischer Risiken liefern", sagte der für die Bankenaufsicht
zuständige Vorstand Edgar Meister am Donnerstag laut Redetext in Berlin.
Meister regte an, dass die Hedgefonds-Branche ihre Bereitschaft zu einem
externen Rating in einem "Code of Conduct" niederlegt.
Die Frage einer Regulierung von Hedgefonds wird dem Bundesbank-Vorstand
zufolge aber noch eine ganze Weile auf der Agenda bleiben müssen. Eine
Verlangsamung des dynamischen Wachstums der Branche sei nicht abzusehen,
begründete er. Meister verwies auf die "unbestritten" positiven Effekte der
Hedgefonds auf die Finanzmarktstabilität. Sie trügen beispielsweise zur
Reduzierung der Spreads bei und förderten die Marktgängigkeit ehemals
illiquider Vermögensgegenstände.
Zugleich gestand er aber ein, dass Hedgefonds eine Quelle erhöhten
systemischen Risikos sein können. Zudem bemängelte er die teilweise ungenügende
Transparenz der Fonds. Die diesbezüglichen Empfehlungen der
Hedgefonds-Branchenverbände sei aber nicht ambitioniert und verpflichtend
genug, um das Transparenzdefizit zu mildern.
Da ein "gewisses Maß an Intransparenz" laut Meister offenbar
Geschäftsgrundlage für die Hedgefonds ist, sollte dies bei einer Regulierung
berücksichtigt werden, um die positiven Wirkungen der Fonds auf die
Finanzmärkte zu erhalten.
-Von Christian Streckert, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 115,
christian.streckert@dowjones.com
DJG/ces/apo/hab
-0-
14.12.2006 - 14:50:11
BA-Verwaltungsrat klagt wegen Aussteuerungsbeitrag
NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA)
hat das Verbot des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), ein
Gutachten über die Verfassungsmäßigkeit des Aussteuerungsbetrages in Auftrag zu
geben, als falsch bewertet. Er habe deshalb eine Klage der BA gegen das Verbot
beschlossen, teilte der Verwaltungsrat am Donnerstag mit.
"Der Verwaltungsrat hat das Recht und die Pflicht, den Vorstand der BA in
allen aktuellen Fragen des Arbeitsmarktes zu beraten. Hierzu gehört auch die
Frage, ob die höchst umstrittenen Milliardenzahlungen der Beitragszahler an den
Bund mit dem Aussteuerungsbetrag überhaupt verfassungsgemäß sind", erklärten
der Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, Peter
Clever und Annelie Buntenbach.
Nur mit einem Gutachten könne eine fundierte Grundlage geschaffen werden,
auf der die BA die Interessen der Beitragszahler gegenüber dem Bund vertreten
könne, hieß es weiter. "Der Verwaltungsrat hat die von der Bundesvereinigung
der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund erklärte
Bereitschaft begrüßt, ein entsprechendes Gutachten zur Verfassungsmäßigkeit des
Aussteuerungsbetrages einzuholen, solange die BA hieran aus Rechtsgründen
gehindert ist", so Clever und Buntenbach.
Damit könne eine weitere zeitliche Verzögerung verhindert werden. Immerhin
müssten 2007 von den geplanten 31 Mrd EUR Beitragseinnahmen voraussichtlich 4
Mrd EUR von der BA an den Bundesfinanzminister abgeführt werden. "Ungeachtet
der rechtlichen Auseinandersetzung erneuert der Verwaltungsrat seine
Gesprächsbereitschaft und wird erneut Lösungsmöglichkeiten mit dem BMAS
auszuloten versuchen", erklärten Clever und Buntenbach.
Den Aussteuerungsbetrag liefert die BA aus Beitragsmitteln an den Bund ab,
wenn innerhalb von drei Monaten nach Auslaufen eines Arbeitslosengeldanspruches
der Arbeitslose "Arbeitslosengeld II" bezieht. Die Höhe des
Aussteuerungsbetrages entspricht den durchschnittlichen Kosten für eine
Bedarfsgemeinschaft (Arbeitsloser, sein Partner und eventuell Kinder) für ein
Jahr, zurzeit gut 10.000 EUR. In den Jahren 2005 und 2006 sind den
Beitragszahlern mit dem Aussteuerungsbetrag bereits knapp 8 Mrd EUR entzogen
und dem Bundeshaushalt zugeschlagen worden.
DJG/ptt/hab
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14.12.2006 - 14:45:06
VW schafft Ziele bei Umsatz, Ertrag und Materialkosten 2006
WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG hat nach Vorstandsangaben ihre
Jahresziele für Umsatz, Gewinn und Senkung der Materialkosten erreicht und
teilweise sogar übertroffen. Das Gesamtjahr werde einen Absatzrekord und den
"höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte bringen", schreibt der scheidende
Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder in einem Brief an die Beschäftigten,
der Dow Jones Newswires vorliegt.
Die Vertriebszahlen sowie das operative Ergebnis seien ebenfalls gestiegen.
Bis Ende November hat der Automobilhersteller wie bekannt ein Absatzplus von
9,9% auf 5,2 Mio Fahrzeuge verzeichnet.
In dem Schreiben an die Beschäftigten machte Pischetsrieder auch deutlich,
dass der Konzern noch lange nicht die angestrebte Profitabilität erreicht hat.
"Das Ziel liegt noch weit vor uns. Wir dürfen die Gesamtsituation nicht aus den
Augen verlieren. Selbst mit der jüngsten Modellpalette und einem zweistelligen
Absatzplus erreichen wir derzeit unsere Ziele nicht", schreibt er. Langfristig
will VW unter anderem eine Kapitalrendite von 9% sowie eine Umsatzrendite von
6% einfahren.
Der Leiter der Markengruppe VW, Wolfgang Bernhard, erklärte in der neuesten
Ausgabe der Mitarbeiterzeitung "autogramm", der Konzern habe "nicht nur unser
Qualitätsziel für 2006 erfüllt", sondern sei auch "auf dem Weg, bis 2008 die
Schadensfälle zu halbieren, ein großes Stück vorangekommen". Trotz der
unerwarteten Materialverteuerung sei die erwartete Verbesserung von rund einer
Mrd EUR bei den Materialkosten erreicht worden. Die Produktivitätsverbesserung
habe seit 2004 bei nahezu 30% gelegen.
"Das Ergebnis dieses Jahres wird zeigen, dass wir erheblich
wettbewerbsfähiger geworden sind. Auf dem Weg zu unseren Zielen 2008 haben wir
gemeinsam den Meilenstein 2006 nicht nur erreicht, sondern übertroffen", wird
Bernhard zitiert. Bis 2008 soll der Konzern einen Vorsteuergewinn von 5,1 Mrd
EUR erreichen. Das nächste Jahr werde allerdings "für die Marke Volkswagen kein
leichtes".
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/rio
-0-
14.12.2006 - 14:43:46
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fallen unerwartet deutlich
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen
der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 9. Dezember
saisonbereinigt um 20.000 auf 304.000 gefallen und erreichten damit den
niedrigsten Stand seit Mitte Oktober. Volkswirte hatten einen Rückgang um nur
4.000 erwartet. Die Angaben für die Vorwoche wurden mit minus 34.000 auf
324.000 bestätigt. Den Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das
US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit 327.250 (Vorwoche: 328.750) an.
In der Woche zum 2. Dezember erhielten 2,477 Millionen Personen
Arbeitslosenunterstützung, eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 33.000.
Webseite: www.dol.gov.
DJG/DJN/kth/hab
-0-
14.12.2006 - 14:43:03
US-Anleihen zur Eröffnung von Arbeitsmarktdaten belastet
NEW YORK (Dow Jones)--Belastet von einem unerwartet deutlichen Rückgang der
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eröffnen die US-Anleihen am Donnerstag etwas
leichter. Gegen 14.38 Uhr MEZ sinken zehnjährige Titel mit einem Kupon von
4,625% um 4/32 auf 100-06/32 zu und rentieren mit 4,60%. Der mit 4,50%
verzinste Longbond fällt 8/32 auf 96-20/32 und rentiert mit 4,71%. Die Zahl der
Erstanträge ging um 20.000 auf 304.000 zurück. Das war der niedrigste Stand
seit Mitte Oktober. Von Dow Jones befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang
um 4.000 gerechnet. Der Vierwochendurchschnitt gab zugleich um 1.500 auf
327.250 nach.
DJG/DJN/rso
14.12.2006 - 14:29:32
Konkurrenten kritisieren Telekom-Breitbandangebot
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Konkurrenten der Deutschen Telekom bemängeln,
dass ihnen der Konzern keinen Breitbandzugang zu seinem neuen VDSL-Netz
gewähren will. Die von der Telekom am Donnerstag vorgelegte Offerte für
Bitstromzugang "erfüllt nicht unsere Anforderungen an ein Standardangebot",
sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, zu Dow Jones Newswires.
Aus Sicht der Wettbewerber wie auch der Bundesnetzagentur und der
Europäischen Kommission müsste das Angebot eindeutig VDSL einschließen. Man
erwarte nun ein sehr zügiges Einschreiten des Regulierers in dieser Frage,
betonte Grützner.
Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte, das Telekom-Angebot werde
geprüft. Der Bonner Konzern hatte Dow Jones zuvor die Offerte erläutert und
erklärt, aus seiner Sicht bestehe keine Veranlassung, den VDSL-Anschluss mit
anzubieten. Die Telekom errichtet auf dieser Übertragungstechnik derzeit für
rund drei Mrd EUR ein Hochgeschwindigkeitsnetz und fordert dafür eine Ausnahme
von der Regulierung.
Webseite: http://www.vatm.de
DJG/stm/rio
14.12.2006 - 14:25:18
Saban-Konsortium erlöst für Pro7 28-29 EUR ... (zwei)
Dow Jones Newswires und das Wall Street Journal hatten zuvor aus Kreisen
erfahren, dass Permira und KKR das Rennen um ProSiebenSat.1 für sich
entschieden haben. Sie planen die Aktivitäten der paneuropäischen Senderkette
SBS mit denen von ProSiebenSat.1 zu verschmelzen und so die zweitgrößte
europäische Senderkette nach der RTL Group zu schaffen.
Die offizielle Bestätigung sowie weitere Details sollen noch am
Donnerstagnachmittag bekannt gegeben werden, sagte eine der mit dem Vorgang
vertrauten Personen. Permira und KKR haben in dem Bieterwettstreit den
türkischen Mischkonzern Dogan Yayin Holding AS und ein Konsortium der
Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs Group Inc geschlagen.
Der Verkaufserlös fiel demzufolge aber nicht so hoch aus, wie zunächst
spekuliert worden war. Saban wolle mindestens 30 EUR je Aktie erzielen, hatten
verschiedene Medien in den vergangenen Tagen berichtet.
Auf der Verkäuferseite stehen die German Media Partners (GMP). Ihre Anteile
werden von der Saban Capital Group Inc, Alpine Equity Partners LP, Bain Capital
Investors LLC, Hellman & Friedman LLC, Providence Equity Partners Inc, Putnam
Investments LLC, Quadrangle Group LLC and Thomas H. Lee Partners LP gehalten.
Die Saban Capital Group ist größter Anteilseigner von GMP.
GMP halten derzeit 88% der Stammaktien und 13% der stimmrechtlosen
Vorzugsaktien, was zusammen 50,5% des Grundkapitals an der Senderkette
entspricht. Diese Anteile waren Gegenstand des Bieterverfahrens, das vor
einigen Wochen in Gang gesetzt wurde. Weiterer Großaktionär ist die Axel
Springer AG, die mit je 12% der Stamm- und der Vorzugsaktien 12% des
Grundkapitals hält.
Axel Springer hatte im November angekündigt, erst nach Abschluss des
Bieterverfahrens entscheiden zu wollen, ob der Verlag weiter bei ProSiebenSat.1
investiert bleiben wolle. Das ursprüngliche Vorhaben von Axel Springer, die
Senderkette komplett zu übernehmen, war nach einem Verbot der Kartellbehörden
Anfang des Jahres fallen gelassen worden.
Die Finanzinvestoren sind im Jahr 2003 bei ProSiebenSat.1 eingestiegen. Das
Anfangsinvestment belief sich auf rund 500 Mio EUR, umfasste aber noch nicht
alle Anteile, die jetzt zum Verkauf standen. Die Investoren beteiligten sich
auch an einer Kapitalerhöhung der Senderkette. Das Gesamtinvestment schätzen
mit GMP vertraute Personen auf rund 900 Mio EUR.
Webseite: http://www.prosiebensat1.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/rio
14.12.2006 - 14:11:21
E.ON bezahlt Gazprom 1,2 Mrd EUR für Anteil an Yushno Russkoje
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat ihre Vereinbarung mit der
russischen OAO Gazprom über einen Einstieg beim sibirischen Gasfeld Yushno
Russkoje weiter präzisiert. Die am Donnerstag veröffentlichte
Investitonsplanung des Düsseldorfer Energiekonzerns für die kommenden drei
Jahre sieht für die Beteiligung an Yushno Russkoje Ausgaben in Höhe von 1,2 Mrd
EUR vor, wie E.ON jetzt bekannt gab.
E.ON hatte sich im Juli nach rund zweijährigen Verhandlungen mit Gazprom
über einen Einstieg bei dem Gasfeld verständigt. Der DAX-Konzern erhält danach
25% minus eine Aktie an Yushno Russkoje - ebenso wie die BASF-Tochter
Wintershall. Gazprom bleibt Mehrheitsaktionär.
Bisher hatte E.ON schon bekannt gegeben, dass Gazprom im Gegenzug
Beteiligungen an zwei ungarischen E.ON-Töchtern erhalten wird sowie einen
zusätzlichen Ausgleich. Dieser Ausgleich war bislang aber noch nicht beziffert
worden.
Webseite: http://www.eon.com/
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/rio
14.12.2006 - 14:10:11
Rhön-Klinikum übernimmt Kreiskrankenhaus ... (zwei)
Nach weiteren Angaben von Rhön-Klinikum verfügt das übernommene
Kreiskrankenhaus über 264 Betten. Im vergangenen Geschäftsjahr hätten 401
Mitarbeiter 10.229 Patienten betreut.
Für die Verkaufsentscheidung zu Gunsten des börsennotierten Konzerns sei
ausschlaggebend gewesen, dass Rhön-Klinikum Bereitschaft gezeigt habe, den
Investitionsstau bei Gebäuden und medizinischer Ausstattung zeitnah mit dem
Einsatz von Eigenmitteln aufzulösen. Am 15. Dezember wollen Vertreter des
künftigen neuen Klinikträgers im Rahmen einer Personalversammlung ihr künftiges
Konzept präsentieren.
http://www.rhoen-klinikum-ag.com/
DJG/hoa/rio
14.12.2006 - 13:48:32
Hannover Rück: Ertrag aus Körperschaftssteuergesetz 6 Mio EUR
HANNOVER (Dow Jones)--Die Hannover Rückversicherung AG, Hannover, verbucht
aus der Neuregelung des Körperschaftssteuergesetzes anders als andere
Unternehmen nur einen geringen Einmalertrag. "Wir erwarten vor dem Hintergrund
dieser Gesetzesänderung lediglich einen Einmaleffekt 2006 von 6 Mio EUR",
teilte der nach Beitragseinnahmen viertgrößte Rückversicherer am Donnerstag auf
Anfrage von Dow Jones Newswires mit.
Die Prognose für 2006 bleibe unverändert, hieß es weiter. Die Hannover Rück
hat mit der Vorlage des Berichts zum dritten Quartal im November ihr Gewinnziel
für 2006 angehoben und rechnet nunmehr mit einer Eigenkapitalrendite von
deutlich über 15% und einem Ergebnis nach Steuern von rund 480 Mio EUR. Zuvor
hatte die Hannover Rück ein Nachsteuerergebnis von rund 450 (Vorjahr 49,3) Mio
EUR angestrebt.
In der Vergangenheit sei kein großes Körperschaftssteuerguthaben
angefallen, da die Hannover Rück auf Ebene der Aktiengesellschaft fast immer
den gesamten Gewinn ausgeschüttet und die Steuergutschrift daher bereits
bekommen habe, teilte das Unternehmen weiter mit.
Durch die Neuregelung des Körperschaftssteuergesetzes, die Anfang der Woche
veröffentlicht worden ist, verzeichnen andere Unternehmen wie die Münchener
Rückversicherungs-Gesellschaft AG oder RWE im laufenden Jahr Einmalerträge von
mehreren hundert Mio EUR.
Die Neuregelung des Gesetzes erlaubt den Unternehmen mit Ablauf dieses
Jahres vorhandene Körperschaftsteuerguthaben in der Bilanz 2006 auszuweisen.
Diese Guthaben können dann von 2008 bis 2017 in zehn gleichen Jahresbeträgen
geltend gemacht werden. Dabei handelt es sich um einen buchhalterischen Effekt.
Webseite: http://www.hannover-rueck.de
-Von Rolf Neumann und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires,
+49 (0)89 5521 - 4031, rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/uxd/rio
14.12.2006 - 13:47:41
Rhön-Klinikum übernimmt Kreiskrankenhaus Köthen/Sachsen-Anhalt
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Rhön-Klinikum AG wird das Kreiskrankenhaus
Köthen in Sachsen-Anhalt übernehmen. Der Kreistag des Landkreises Köthen habe
den Verkauf der Klinik mit großer Mehrheit beschlossen, teilte der in Bad
Neustadt an der Saale ansässige MDAX-Konzern am Donnerstag mit. Das Klinikum,
das für 2006 Umsätze in Höhe von 24 Mio EUR erwartet, soll zum 1. Januar 2007
zu 100% von Rhön-Klinikum übernommen werden. Über den Kaufpreis sei
Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.
http://www.rhoen-klinikum-ag.com
DJG/hoa/abe
14.12.2006 - 13:35:58
Saban-Konsortium erlöst für Pro7 28-29 EUR/Aktie - Kreise
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Finanzinvestoren um den Medienunternehmer Haim
Saban erlösen für ihre zum Verkauf gestellte Mehrheitsbeteiligung an der
ProSiebenSat.1 Media AG nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person
zwischen 28 EUR und 29 EUR je Aktie. "Es handelt sich um einen Betrag mit 28
EUR vor dem Komma", sagte die mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag zu
Dow Jones Newswires.
Eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person bestätigte die Angaben. Der
genaue Verkaufspreise werde derzeit noch errechnet. Er richte sich nach dem
Durchschnittspreis der Vorzugsaktien in den vergangenen Monaten.
Nach Angaben der ersten Person war das erfolgreiche Gebot von SBS, hinter
der die Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) stehen,
nicht das mit dem höchsten Preis. Entscheidend sei auch das unternehmerische
Konzept gewesen.
DJG/apr/rio
14.12.2006 - 13:07:37
Lufthansa und ver.di setzen Tarifverhandlungen im Januar fort
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG und die Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di setzen ihre Tarifverhandlungen für die
42.000 Boden- und Kabinenbeschäftigten der Fluglinie im Januar fort. Das sagten
Sprecher von Unternehmen und Gewerkschaft am Donnerstag Dow Jones Newswires.
Das erste Treffen der aktuellen Verhandlungsrunde habe am Mittwoch
stattgefunden.
ver.di verlangt 5,8% mehr Lohn und Gehalt und begründet dies mit dem zu
erwartenden guten Konzernergebnis 2006. Daran hätten die Beschäftigten einen
entscheidenden Anteil und müssten entsprechend am wirtschaftlichen Erfolg
beteiligt werden, heißt es. Lufthansa äußerte sich zu Inhalten der Verhandlung
nicht.
Webseite: http://www.verdi.de
http://www.lufthansa.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
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14.12.2006 - 12:59:17
Europabörsen im Vorfeld des "Hexensabbat" gut behauptet
Das Interesse der internationalen Anleger an europäischen Aktien ist
ungebrochen und lässt auch am Donnerstag die Indizes weiter nach oben klettern.
Für Anfang des kommenden Jahres wird zwar mit einem "Slow Down" der
US-Wirtschaft gerechnet, der die europäischen Unternehmen allerdings erst mit
einer Zeitverzögerung treffen werde. Während der Euro-Stoxx-50 mit 4.119
Punkten ein neues Jahreshoch erreicht hat, fehlen dem rohstofflastigen Stoxx-50
noch rund 40 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 steigt bis 12.33 Uhr um 0,2 Prozent oder
10 auf 4.105 Punkte, der Stoxx-50 legt um 0,3 Prozent bzw 11 auf 3.699 Punkte
zu.
Begrenzter Impuls von US-Daten erwartet
Zum Wochenausklang am Freitag dürfte der "Hexensabbat" an der Terminbörse
Eurex eine verstärkte Rolle für den Handel einnehmen. Die Indizes wie auch die
meisten Einzeltitel sind seit dem letzten Verfalls-Termin im September noch ein
gutes Stück gelaufen. Da sich ein Verfall in der Regel trendbestätigend
auswirkt, wird auch für die kommenden Tage mit weiter steigenden Notierungen
gerechnet. Am Nachmittag werden aus den USA die Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe wie auch die Import- und Exportpreise für den November
bekanntgegeben. Der von den Daten ausgehende Impuls für den Aktienmarkt wird
als begrenzt eingestuft.
Airlines profitieren nach dem Kauf von Qantas von anhaltender
Übernahmefantasie in dem Sektor. Ein Private-Equity-Konsortium unter der
Führung von Texas Pacific Group und Allco Equity Partners haben den Zuschlag
für 8,7 Mrd Dollar erhalten. Ein Händler urteilt, wenn Private Equity nun schon
Airlines übernehmen könnten, seien keine Sektoren vor dem Zugriff mehr sicher.
Zusätzlich stützend für die Branche sind die anhaltenden Übernahmespekulationen
in den USA. Lufthansa legen um 1,3 Prozent auf 20,87 EUR zu, Air France 0,6
Prozent auf 31,38 EUR und British Airways 1,6 Prozent auf 518,25 p.
Bergbausektor von Morgan Stanley gestützt
Der Minensektor wird nach Einschätzung eines Londoner Händlers von einer
günstigen Analyse von Morgan Stanley gestützt. Die Investmentbank hat das
Kursziel von Xstrata auf 3.600 p erhöht, was einen Aufschlag von etwa 50
Prozent des derzeitigen Kursniveaus darstelle. Das stütze auch andere Aktien
aus dem Sektor, heißt es. Rio Tinto gewinnen 2,1 Prozent auf 2.840 p oder BHP
Billiton 1,9 Prozent auf 951 p. Für Basic Resources geht es im Schnitt 1,5
Prozent nach oben.
Der Kauf der Medical-Nutrition-Sparte von Novartis durch Nestle wird von
Marktteilnehmern positiv gesehen. Die Transaktion hat ein Volumen von 2,53 Mrd
USD. Nestle habe bereits seit längerem Interesse an der Sparte gehabt.
Strategisch stelle der Kauf eine Stärkung der Nestle-Position im
Nahrungsmittelmarkt dar. Der Kaufpreis bewegt sich laut einem Händler im Rahmen
der Erwartungen. Nestle legen um 1,4 Prozent auf 435,75 CHF zu, Novartis
gewinnen 0,5 Prozent auf 70,45 EUR. Tesco ziehen am Berichtstag ebenfalls
deutlicher an. Die Aktie profitiert nach Einschätzung von Händlern von den
überraschend positiven britischen Einzelhandelsumsätzen. Diese sind im November
gegenüber dem Vormonat entgegen den Erwartungen um 0,3 Prozent gestiegen.
Analysten hatten dagegen einen Rückgang erwartet. Die Aktie steigt 0,8 Prozent
auf 395 p.
-Von Thomas Leppert, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 221,
thomas.leppert@dowjones.com
DJG/thl/mpt/rso
14.12.2006 - 12:58:22
EU-Haushalt 2007 ist mit 115,5 Mrd EUR ausgestattet
STRASSBURG (Dow Jones)--Der erste EU-Haushalt für 27 Mitgliedstaaten sieht
Ausgaben von 115,5 Mrd EUR vor. Das vom Europäischen Parlament (EP) am
Donnerstag verabschiedete Gemeinschaftsbudget für 2007 entspricht damit knapp
0,99% des Bruttonationaleinkommens der EU, die im Januar mit Bulgarien und
Rumänien auf 27 Mitgliedstaaten erweitert wird. Gegenüber dem laufenden Jahr
werden die Mittel um etwa 3,6 Mrd EUR erhöht.
Über 100 Mrd EUR sollen etwa zu gleichen Teilen in Landwirtschaft,
ländliche Entwicklung und Umweltschutz fließen sowie in Projekte zur Förderung
der Wettbewerbsfähigkeit wie Energie- und Verkehrsinfrastrukturen sowie
Ausbildungsprogramme. Die administrativen Kosten für alle EU-Institutionen sind
mit 6,9 Mrd EUR veranschlagt.
DJG/ang/apo
-0-
14.12.2006 - 12:57:37
Deutsche Börse setzt erste Stufe des EU-Verhaltenskodex um
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse AG hat die erste Stufe des
europäischen Verhaltenskodex für die Abwicklung von Aktiengeschäften umgesetzt.
Ab sofort werde den Kunden auf der Internetseite des Unternehmens eine
verbesserte Übersicht der Preise für Handel, Clearing und Abwicklung von Aktien
zur Verfügung gesellt, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Donnerstag
mit.
Hintergrund dieser Maßnahme sei der am 7. November gemeinsam mit den
anderen europäischen Vertretern der Branche vereinbarte Verhaltenskodex für
Aktienclearing und -settlement, der so genannte Code of Conduct. Er definiere
unter anderem die mit Wirkung zum 1. Januar 2007 auf allen Ebenen der
Wertschöpfungskette geltenden Anforderungen an Preistransparenz, teilte die
Börse weiter mit. In der Gruppe Deutsche Börse seien davon die Handelssysteme
Xetra und Xontro (Parkett), der von Eurex Clearing betriebene Zentrale
Kontrahent für Aktien sowie das entsprechende Settlement- und Custody-Geschäft
von Clearstream betroffen.
"Die Deutsche Börse zeigt mit der raschen Umsetzung der ersten Stufe des
Code of Conduct ihre volle Unterstützung für diese durch die Marktteilnehmer
getragene Initiative", sagte Matthias Ganz, Vorstandsmitglied der Deutschen
Börse. Man sei überzeugt, dass die vollständige Umsetzung des Codes durch die
Industrie gelinge und hierdurch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung von
Effizienz und Wettbewerbsstärke der europäischen Kassamärkte geleistet werde.
Neben Preistransparenz strebe der Code of Conduct auch Verbesserungen im
Bereich des Zugangs zu einzelnen Marktteilnehmern und Interoperabilität sowie
eine Entflechtung der Dienstleistungen und Buchhaltung einzelner
Servicebereiche an. Die Deutsche Börse erfülle bereits heute die Mehrzahl der
Anforderungen, die bis Ende 2007 in zwei weiteren Stufen umgesetzt werden
sollen, hieß es weiter.
Webseite: http://www.deutsche-boerse.com
DJG/sms/brb
14.12.2006 - 12:53:55
Liikanen: EZB bekämpft langfristige Inflationsrisiken
FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen hat darauf
hingwiesen, dass die Poltik der Europäischen Zentralbank (EZB) darauf gerichtet
ist, langfristigen Inflationsrisiken vorzubeugen. Trotz der bereits erfolgten
Leitzinsanhebungen sei die Geldpolitik im Euroraum weiterhin akkommodierend,
sagte der Gouverneur der finnischen Zentralbank laut einem am Donnerstag
veröffentlichten Redetext. Liikanen verwies darauf, dass die Finanzmärkte für
das ersten Halbjahr 2007 eine weitere Straffung der Geldpolitik erwarteten.
Zuletzt hatte die EZB ihren Leitzins Anfang Dezember um 25 Basispunkte auf
3,50% erhöht, sich aber hinsichtlich des Zinskurses im kommenden Jahr bedeckt
gehalten.
Die Risiken für Preisstabilität bleiben Liikanen zufolge aufwärts
gerichtet. Die niedrigeren Ölpreise dürften den privaten Konsum ankurbeln und
dadurch den Inflationsdruck in der Zukunft erhöhen, insbesondere in Öl
importierenden Ländern, erläuterte Liikanen. Auch die Lohnstückkosten, die
angesichts von Zuwächsen in der Produktivität relativ langsam gestiegen seien,
dürften den Inflationsdruck in Zukunft beeinflussen.
Das Wachstum in der Eurozone hält das EZB-Ratsmitglied für "vernünftig",
wenn auch weniger dynamisch als in den ersten sechs Monaten. Die Gewinne und
das Unternehmervertrauen seien jedoch stark geblieben. Offenbar spiegele sich
das schwächere US-Wirtschaftswachstum bisher noch nicht in den
Geschäftserwartungen wider, meinte Liikanen. Jüngst hatten einige
EZB-Offizielle geäußert, dass die Eurozone widerstandsfähiger gegenüber einer
konjunkturellen Abkühlung in den USA geworden sei, seit Großbritannien die USA
als wichtigsten Handelspartner der Eurozone abgelöst habe.
-Von Monica Houston-Waesch, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 297 25 300,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/kth/hab
-0-
14.12.2006 - 12:49:16
E.ON will 2007 bis 2009 mehr als 25 Mrd EUR investieren (zwei)
Die Investitionen für die geplante Endesa-Übernahme sind in diesen
Planungen nicht enthalten. Die Akquisition des spanischen Stromversorgers werde
aber unverändert konsequent weiterverfolgt, erklärte E.ON.
Mit 11,4 Mrd EUR fließen fast die Hälfte der bis 2009 geplanten
Investitionen den Angaben zufolge in die Modernisierung und den Neubau von
Kraftwerken. In die Stromnetze will E.ON insgesamt 5,7 Mrd EUR investieren.
Einen Schwerpunkt bilde dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum
Anschluss weiterer Windkraftanlagen verstärkt werde.
Die Infrastruktur in der Gasversorgung wurde im neuen E.ON-Dreijahresplan
mit 4,0 Mrd EUR berücksichtigt. Dabei gehe es insbesondere um den Aus- und
Neubau von Leitungen, der Erweiterung von Speicherkapazitäten, der Erschließung
von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals, erläuterte das
DAX-Unternehmen. In den Planungen sind darüber hinaus 2,9 Mrd EUR für den
Erwerb weiterer Beteiligungen vorgesehen. Der größte Anteil hiervon entfalle
auf den Einstieg beim sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje.
Webseite: http://www.eon.com
DJG/hei/nas
14.12.2006 - 12:46:57
SBS setzt sich im Ringen um ProSiebenSat.1 durch - Kreise
Von Archibald Preuschat
Dow Jones Newswires
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die europäische Senderkette SBS, hinter der die
Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) stehen, hat
das Rennen um den Mehrheitsanteil an der ProSiebenSat.1 Media AG für sich
entscheiden können. Das Verkäuferkonsortium um den US-Milliardär Haim Saban
habe sich grundsätzlich dazu entschlossen, ihre 50,5%-Beteiligung an
ProSiebenSat.1 an SBS zu verkaufen, sagten zwei mit den Vorgängen vertrauten
Personen am Donnerstag unabhängig voneinander zu Dow Jones Newswires.
Die Verhandlungen sind aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Es sei
damit zu rechnen, dass die Vertragsunterzeichnung noch im Laufe des heutigen
Donnerstags oder am morgigen Freitag erfolge, so die mit den Vorgängen
vertrauten Personen. Insbesondere der Verkaufspreis sei noch nicht abschließend
festgelegt worden, hieß es. Markterwartungen zufolge wird er ProSiebenSat.1 mit
rund 6 Mrd EUR bewerten.
Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte zu Dow Jones Newswires, dass
sich das beste kaufmännische Konzept durchgesetzt habe. So planen die
Investoren, ProSiebenSat.1 und SBS miteinander zu verschmelzen und künftig von
Unterföhring bei München aus zu führen. Ein Zusammenschluss von SBS und
ProSiebenSat.1 würde zur zweitgrößten paneuropäischen Senderkette nach der zum
Bertelsmann-Konzern gehörigen RTL Group führen.
DJG/apr/smh
14.12.2006 - 12:43:24
T-Mobile senkt Roamingtarife in Europa
BONN (Dow Jones)--Die T-Mobile Deutschland GmbH, Bonn, senkt die Preise für
Telefonate in EU-Länder und Kroatien um rund 14%. Die neuen Preise gelten ab
Januar 2007, teilte das Telekomunternehmen am Donnerstag mit. Künftig betrage
der Minutenpreis für Gespräche in den EU-Ländern und Kroatien 0,59 EUR statt
0,69 EUR sowohl für abgehende wie eingehende Anrufe. Von der Preissenkung
profitierten neben Vertrags- auch Prepaidkunden.
Webseite: http://www.T-Mobile.de
DJG/bam/nas
14.12.2006 - 12:37:01
E.ON will 2007 bis 2009 mehr als 25 Mrd EUR investieren
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG will in den kommenden drei Jahren mehr
als 25 Mrd EUR investieren. Dies teilte der Düsseldorfer Energiekonzern am
Donnerstag mit. Das Investitionsvolumen werde damit deutlich erhöht. Klarer
Schwerpunkt liege mit 22,4 Mrd EUR bei den Sachanlageinvestitionen, hieß es.
Diese sollten insbesondere zur weiteren Verbesserung der Versorgungssicherheit
beitragen.
Der Aufsichtsrat hatte diese Planzahlen für 2007 bis 2009 am Vorabend
beschlossen. Vor einem Jahr hatte der dreijährige E.ON-Investitionsplan noch
Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen.
DJG/hei/nas
14.12.2006 - 12:35:16
Dt-Post-AR verlängert Vorstandsverträge von Appel und Mullen
BONN (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der Deutschen Post AG hat am Donnerstag
routinegemäß die Verlängerung von zwei Vorstandsverträgen beschlossen. Frank
Appel, im Konzernvorstand verantwortlich für Global Business Services, wurde
als Vorstandsmitglied wiederbestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Ebenso sei das Mandat von John Mullen verlängert worden, der das weltweite
Express-Geschäft des Konzerns verantworte.
DJG/nas/cbr
14.12.2006 - 12:34:57
Lanxess verkauft Textilchemie in Nordamerika an StarChem
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG trennt sich nun auch von den
Aktivitäten der Business Unit Textilchemie (TPC) in Nordamerika, nachdem der
überwiegende Teil des Geschäftes bereits Anfang November verkauft worden war.
Die StarChem, Hersteller von Textil- und Spezial-Chemikalien, werde die
Standorte Wellford im US-Bundesstaat South Carolina sowie im kanadischen
Montreal übernehmen und einen Großteil der Mitarbeiter weiter beschäftigen,
teilte der Leverkusener Konzern am Donnerstag mit.
Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die
Kartellbehörden müssen der Transaktion, die zum Jahresende abgeschlossen sein
soll, nicht mehr zustimmen. Der Geschäftsbereich Textilchemie von Lanxess hatte
2005 mit weltweit rund 380 Mitarbeitern einen Umsatz von 150 Mio EUR erzielt.
Anfang November hatte Lanxess bereits den Verkauf aller TPC-Aktivitäten
außerhalb von Nordamerika mit 330 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 130
Mio EUR für einen Preis von 54 Mio EUR bekannt gegeben.
Der US-Standort Wellford sollte ursprünglich geschlossen werden. Mit dem
jetzigen Verkauf an StarChem seien nun alle für 2006 angekündigten
Veräußerungen umgesetzt worden, erklärte Vorstandsvorsitzender Axel Heitmann.
Lanxess hatte auf der Hauptversammlung im Mai angekündigt, dass der
Geschäftsbereich Textilchemie abgegeben werden soll. Aufgrund der mangelnden
Größe des Geschäfts sieht der Konzern den Bereich nicht in der Lage, eine
wesentliche Rolle bei der weltweiten Marktkonsolidierung der
Textilchemie-Branche zu spielen.
Webseite: http://www.lanxess.de
DJG/rib/bam
14.12.2006 - 12:18:23
Lanxess kauft 50%-Anteil an südafrikanischem JV... (zwei)
Analysten bewerten den Zukauf von Lanxess "kleine Portfolioabrundung", die
unter strategischen Gesichtspunkten grundsätzlich zu begrüßen sei. Die Business
Unit Leather von Lanxess, in die das Joint Venture integriert wird, ist ein
Zulieferer für die weltweite Lederindustrie und beschäftigt derzeit gut 1.000
Mitarbeiter, davon 330 in Südafrika. Der Abschluss der Transaktion wird im
ersten Quartal 2007 erwartet.
Mit der ersten Akquisition in der Unternehmensgeschichte verfüge der
Konzern nun über eine vollständige Wertschöpfungskette vom Chromerz bis hin zu
Ledergerbstoffen, heißt es in der Mitteilung von Lanxess. Das Unternehmen werde
zudem alleiniger Eigentümer der weltweit modernsten Anlage zur Verarbeitung des
Ausgangsproduktes für Chromgerbstoffe. "Dadurch wird die Profitabilität des
Chromchemikalien-Geschäfts weiter gestärkt", erklärte Vorstandsvorsitzender
Axel Heitmann.
Der Konzern hatte den ersten Zukauf seit Beginn der Eigenständigkeit im
Januar 2005 bereits Mitte November angekündigt. Axel Heitmann hatte während
einer telefonischen Pressekonferenz erklärt, der Leverkusener Konzern werde
noch im laufenden Jahr "eine kleine regionale Maßnahme" bekannt geben. Damit
solle eine Geschäftseinheit verstärkt werden, die bereits eine weltweit
führende Marktposition habe.
Auch wenn es sich zunächst nur um einen kleinen Schritt handele, sei er ein
"schönes Zeichen". Er soll nicht der einzige bleiben: Der Konzern traue sich
nach dem Umbau der vergangenen knapp zwei Jahre nun zu, andere Unternehmen,
Teile von ihnen oder auch einzelne Geschäfte zu kaufen.
Webseite: http://www.lanxess.de
DJG/rib/nas
14.12.2006 - 12:16:56
VW verbucht 2006 Körperschaftssteuerertrag von 951 Mio EUR
WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG, Wolfsburg, erwartet im laufenden
Jahr wegen der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes einen Sonderertrag von
951 Mio EUR. Das sagte VW-Sprecherin Christine Ritz am Donnerstag zu Dow Jones
Newswires. Auf die Prognose des operativen Ergebnisses habe der Ertrag keinen
Einfluss da dieser im Nachsteuerergebnis verbucht werde. VW erwartet im
operativen Geschäft ein Ergebnis über Vorjahr.
Durch die Änderungen des Körperschaftssteuergesetzes können Unternehmen im
laufenden Jahr so genannte Körperschaftssteuerguthaben in ihrer Bilanz
aktivieren. Die tatsächliche Auszahlung dieser Ansprüche erfolgt allerdings
erst ab 2008 und streckt sich dann bis 2017.
Das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der
Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften"
(SEStEG) war im Herbst vom Bundesrat beschlossen und am 12. Dezember
veröffentlicht worden.
Webseite: http://www.volkswagen.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires; +49 (0)40-3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/nas/cbr
14.12.2006 - 12:02:29
Kleinaktionäre prüfen Klage wg möglichem Insiderhandel bei EADS
PARIS (Dow Jones)--Die französische Aktionärsvereinigung ADAM prüft im
Zusammenhang mit dem Verdacht auf Insiderhandel bei der European Aeronautic
Defence & Space Co NV (EADS) die Einreichung einer Klage. Sie werde entweder
auf den Insiderhandel abzielen oder auf die Veröffentlichung irreführender
Informationen, sagte Colette Neuville, Chairman der L'Association de Défense
des Actionnaires Minoritaires, Dow Jones Newswires am Donnerstag. Man habe zwar
noch keinen Zeitplan für das Vorgehen, aber man wolle eine Beschwerde
einreichen, ergänzte sie.
Sowohl die französische Justiz als auch die Börsenaufsicht AMF untersuchen
Aktienverkäufe von EADS-Mitarbeitern. Rund 800 Personen sind laut
Medienberichten im Visier der Fahnder. Sie haben ihre Anteilsscheine im
Frühjahr verkauft. Kurze Zeit später gab EADS Lieferverzögerungen beim
Airbus-Superjumbo A380 bekannt. Daraufhin brach der Kurs ein.
-Von Jerome Batteau und Simon Clow, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/bam/cbr
14.12.2006 - 12:00:18
Lanxess kauft 50%-Anteil an südafrikanischem JV von Dow Chemical
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG erwirbt den restlichen Anteil an
einem gemeinsamen Joint Venture mit dem US-Konzern Dow Chemical in Südafrika,
wie das Leverkusener Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Finanzielle Details
wurden nicht genannt. Der Unternehmen, an dem beide Unternehmen bisher
gleichberechtigt beteiligt sind, verarbeitet das Ausgangsprodukt für
Chromgerbstoffe. Der Mitteilung zufolge beschäftigt das Unternehmen 120
Mitarbeiter und erzielte 2005 einen Umsatz von rund 40 Mio EUR.
DJG/rib/nas
14.12.2006 - 11:37:12
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Deutsche Bank verkauft Immobilien an Fortress-Tochter Eurocastle
Die DB Real Estate, eine Tochter der Deutschen Bank AG, hat ein
Immobilienportfolio an die von dem US-Finanzinvestor Fortress geführte
Eurocastle Investment Ltd verkauft. Das Gewerbe-Immobilienportfolio sei für
rund 2,1 Mrd EUR erworben worden, teilte Eurocastle mit.
Dt Bank: Vorübergehender Vertriebsstopp für "grundbesitz invest"
Die Immobilienfondstochter der Deutschen Bank AG hat den Vertrieb ihres
ehemaligen Krisenfonds "grundbesitz invest" vorübergehend eingestellt. Grund
ist der Verkauf eines Immobilienportfolios über 2,1 Mrd EUR an
Eurocastle/Fortress, wie Holger Naumann, CEO der Deutsche-Bank-Tochter DB Real
Estate, erläuterte. Durch den Verkauf fließen dem Fonds Naumann zufolge 200 Mio
EUR als Buchgewinn zu.
ProSiebenSat.1 geht an KKR und Permira - FTD
Der Poker um die Sendergruppe ProSiebenSat. 1 ist nach einem Bericht der
"Financial Times Deutschland" (FTD) entschieden. Wie die Zeitung unter Berufung
auf verhandlungsnahe Kreise schreibt, hat das Konsortium der beiden
Finanzinvestoren KKR und Permira den Zuschlag für die deutsche Sendergruppe
bekommen.
Commerzbank erwartet Sonderertrag aus Körperschaftssteuergesetz
Die Commerzbank AG rechnet im laufenden Jahr mit einem Sonderertrag auf Grund
der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes. "Voraussichtlich liegt dieser im
mittleren zweistelligen Mio-EUR-Bereich", sagte ein Sprecher der Bank auf
Anfrage von Dow Jones Newswires. Genauer wollte er dies nicht beziffern.
ThyssenKrupp Steel und japanische JFE verlängern Kooperation
Die ThyssenKrupp Steel AG hat ihren Kooperationsvertrag mit dem zweitgrößten
japanischen Stahlproduzenten, der JFE Steel Corp, um weitere fünf Jahre
verlängert. Der 2002 erstmals unterzeichnete Vertrag sieht die gemeinsame
Entwicklung von Flachstahlprodukten für die Automobilindustrie vor.
Telekom bietet Konkurrenten Breitbandzugang nur ohne VDSL
Die Deutsche Telekom hat ihren Wettbewerbern jetzt das seit langem verlangte
Angebot für direkte Internetverbindungen unterbreitet, lässt dabei aber
zentrale Forderungen außer Acht. Der vorgeschlagene Breitbandzugang zu den
Endkunden kombiniert im Wesentlichen die bestehenden DSL-Großhandelsprodukte
und Zusammenschaltungsleistungen des Ex-Monopolisten. Nicht dabei ist jedoch
Zugang zum neuen VDSL-Glasfasernetz, obwohl Brüssel dies verlangt. Auch
"nacktes DSL" ohne Telefonanschluss wird nicht mit angeboten, wie der
Telekom-Regulierungsexperte Frank Schmidt der Nachrichtenagentur Dow Jones
Newswires sagte.
Neuer Schwarz-Pharma-CEO Thielgen wird Vorstand von UCB
Der bisherige Finanzvorstand der Schwarz Pharma AG und neue
Vorstandsvorsitzende Detlef Thielgen wird auch Vorstandsmitglied des
UCB-Konzern. Das belgische Unternehmen, das den Monheimer Pharmakonzern derzeit
übernimmt, teilte auf seiner Internetseite mit, Thielgen werde mit Wirkung zum
1. Januar 2007 in das Gremium berufen.
Auch US-Kartellbehörden genehmigen Altana-Pharma-Verkauf
Die Altana AG hat von den US-Kartellbehörden die Genehmigung zum Verkauf ihrer
Pharmasparte an die dänische Nycomed ohne Auflagen erhalten. Das teilte das Bad
Homburger Unternehmen mit. Die europäischen Kartellbehörden hatten bereits am
Mittwoch grünes Licht für die Veräußerung gegeben.
Techem will in Kürze mit Macquarie über deren Offerte sprechen
Die Techem AG will demnächst mit der australischen Investmentbank Macquarie in
Gespräche über deren aufgestockte Offerte treten. Bislang gab es dem
Vorstandsvorsitzenden von Techem zufolge noch keinen persönlichen Kontakt. "Wir
hatten dazu angesichts des bislang höheren Angebots von BC Partners noch keine
Veranlassung", sagte CEO Horst Enzelmüller.
Vossloh-Familie tritt Spekulationen über Anteilsverkauf entgegen
Die Familie Vossloh ist Marktspekulationen entgegen getreten, denen zufolge sie
einen Rückzug aus dem Engagement bei der Vossloh AG, Werdohl, plane. "Die
Familie Vossloh beabsichtigt definitiv keinen Verkauf ihrer Aktien. Wir sehen
unsere Beteiligung an der Vossloh AG sehr langfristig", sagte Peter Langenbach,
Sprecher der Familiengemeinschaft Vossloh.
Vossloh gründet JV mit spanischer Eisenbahngesellschaft
Die Vossloh AG steigt in das wachstumsstarke Service-Segment für Lokomotiven
ein. Sie habe mit der spanischen staatlichen Eisenbahngesellschaft Renfe das
Gemeinschaftsunternehmen Erion zur Wartung und Reparatur von Lokomotiven
gegründet, teilte die Gesellschaft mit.
Allianz Leben bietet 2007 stabile Gesamtverzinsung
Der nach Beitragseinnahmen größte Lebensversicherer Deutschlands, die Allianz
Leben, gewährt ihren Kunden 2007 eine Gesamtverzinsung auf dem Niveau des
laufenden Jahres. In der Ansparphase betrage die Verzinsung 2007 unverändert
4,5% zuzüglich eines Schlussüberschusses und in der Phase der Rentenzahlung
4,7%, teilte die Allianz-Lebensversicherung mit.
Novartis: FDA unterzieht "Tekturna" längerer Prüfung
Die mögliche Zulassung des Blutdrucksenkers "Tekturna" der Novartis AG in den
USA wird sich um bis zu drei Monate verzögern. Die US-Gesundheitsbehörde FDA
benötige mehr Zeit, um die Anfang Dezember vorgelegten Ergebnisse weiterer
klinischer Studien zu bewerten, teilte der Pharmakonzern mit.
Novartis verkauft Medical Nutrition für 2,53 Mrd USD an Nestle
Die Novartis AG verkauft ihren Geschäftsbereich Medizinische Ernährung (Medical
Nutrition) für 2,53 Mrd USD an den Nahrungsmittelkonzern Nestle SA. Die
Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Behörden und soll in der zweiten
Hälfte 2007 abgeschlossen werden, wie Novartis mitteilte. Nestle kommt dadurch
bei der Expansion im Bereich Nutrition einen großen Schritt voran.
DJG/kla/brb
14.12.2006 - 11:31:54
IPO-KALENDER/Börsenkandidaten 2006/07 (Stand 14.12.06)
===
=--------------------------------------
Aovo Touristik AG, Hannover
1. Handelstag: 22. Dezember
Branche: Touristik-Dienstleistungen
Segment: Freiverkehr
Konsortium: Baader
Zeichnungsfrist: 5. bis 12. Dezember
Preisspanne: 5,00 bis 7,00 EUR
Anzahl Aktien: 210.000
Nettoemissionserlös: rund 1,2 Mio EUR
=--------------------------------------
Nanocrypt AG, Stuttgart, 2006/2007
Branche: Nanotechnologie
Segment: Open Market
=--------------------------------------
HanseYachts AG, Greifswald, 2006/2007
Branche: Segelboothersteller
Konsortium: M.M. Warburg
=--------------------------------------
eMind AG, Ingelheim, 2006/2007
Branche: Online-Shop-Systeme
Segment: Open Market
=--------------------------------------
AVW Immobilien AG, Buxtehude, 2006/07
Branche: Immobilien
Segment: Geregelter Markt
Emissionsvolumen: im unteren dreistell.
Mio-EUR-Bereich
=--------------------------------------
Juragent AG, Berlin, Januar 2007
Branche: Prozessfinanzierer
Segment: Entry Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Pfaff Industrie Maschinen AG, Kaiserslautern,
Januar 2007
Branche: Nähmaschinen
Segment: Freiverkehr
=--------------------------------------
Altira AG, Frankfurt, Januar 2007
Branche: Asset-Management
Segment: Entry Standard
Konsortium: VEM Aktienbank
Emissionsvolumen: 10 Mio EUR
=--------------------------------------
Ariston Real Estate AG, München, Anfang 2007
Branche: Immobilien
Segment: General Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Pemeas GmbH, Frankfurt, 1Q 2007
Branche: Brennstoffzellen
Konsortium: Equinet
=--------------------------------------
GATE AG, Luxemburg, Frühjahr 2007
Branche: Biodiesel
Konsortium: Dt. Bank, Goldmann Sachs,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
Amitoso AG, Leipzig, Frühjahr 2007
Branche: Software
Segment: Entry Standard
Emissionsvolumen: rd. 3 Mio EUR
=--------------------------------------
eCircle AG, München, Frühjahr 2007
Branche: Marketing-Software
Segment: Prime Standard
Konsortium: Sal.Oppenheim
=--------------------------------------
Wacker Construction Equipment AG, Frühjahr 2007
Branche: Baumaschinen
=--------------------------------------
RAG AG, Essen, 2Q 2007
Branche: Energie, Chemie, Bergbau
Konsortium: Morgan Stanley
=--------------------------------------
Ista International GmbH, Essen, 1H 2007
Branche: Energiedienstleister
Konsortium: Goldman Sachs, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gravis AG, Berlin, 1H 2007
Branche: Computerhandel
=--------------------------------------
Zanox.de AG, Berlin, 2Q/3Q 2007
Branche: Internet-Marketing
Segment: Prime Standard
Emissionsvolumen: 350 Mio bis 450 Mio EUR
=--------------------------------------
Art Estate AG, Hamburg, Mitte 2007
Branche: Kunsthandel, -fonds
=--------------------------------------
Heidelberg Pharma AG, Genf, 2007
Branche: Biotechnologie
=-------------------------------------
Solarwatt AG, Dresden, 2007
Branche: Solarmodule
Konsortium: Dt. Bank
=--------------------------------------
Gardena Holding AG, Ulm, 2007
Branche: Gartengeräte
=-------------------------------------
ecodasa AG, Berlin, 2007
Branche: Biodiesel
Segment: Prime Standard
Konsortium: Hypovereinsbank
Emissionsvolumen: rund 100 Mio EUR
=--------------------------------------
Steico AG, Feldkirchen, 2007
Branche: Dämmstoffe
Segment: Entry Standard
Konsortium: Commerzbank,
BayernLB, HSBC
Emissionsvolumen: zweistell. Mio-EUR-Betrag
=--------------------------------------
Corpus Immobiliengruppe 2007
Branche: Immobilien
Segment: Prime Standard
Konsortium: Morgan Stanley, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gerresheimer Glas, Düsseldorf, 2007
Branche: Verpackungen
=--------------------------------------
New Yorker, Braunschweig, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Tom Tailor GmbH, Hamburg, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Navigon AG, Hamburg, 2007
Branche: Software
Konsortium: Dt. Bank (Lead), Cazenove,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
PFW Aerospace AG, Speyer, 2007
Branche: Zulieferer Luftfahrtindustrie
Konsortium: Dt. Bank
Emissionsvolumen: rund 175 Mio EUR
=--------------------------------------
FranconoWest AG, Frankfurt, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Deutsche Rohstoff AG, Frankfurt, 2007
Branche: Beteiligungen
=--------------------------------------
Deutsche Annington, 2007
Branche: Wohnimmobilien
Konsortium: Dt.Bank, Morgan Stanley
=--------------------------------------
Polis AG, Berlin, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Curacyte AG, Leipzig, 2007
Branche: Biotechnologie
=--------------------------------------
Neckermann, Frankfurt, 2007
Branche: Versandhandel
=--------------------------------------
Hinweis: In der Tabelle werden sowohl von den Unternehmen angekündigte
Börsenpläne als auch bislang nicht offiziell bestätigte Informationen zu IPOs
berücksichtigt. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
===
DJG/hru
14.12.2006 - 11:25:50
IVG investiert in Hamburg und verkauft Immobilien im Ausland
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die IVG Immobilien AG hat in Hamburg ein Portfolio
mit acht Büroimmobilien erworben und sich zugleich von Immobilien in Paris,
Mailand und Brüssel getrennt. Wie das Bonner MDAX-Unternehmen am Donnerstag
mitteilte, betrug der Verkaufspreis für die drei Auslandsimmobilien insgesamt
83 Mio EUR. Hieraus sei ein Gewinn von netto 16,6 Mio EUR entstanden, erklärte
die IVG.
In Hamburg erwirbt der Immobilienkonzern zugleich ein Portfolio mit einer
gesamten Mietfläche von 47.500 Quadratmetern. Die Immobilien liegen im "Channel
Hamburg", das mit dem direkt angrenzenden Areal der so genannten Schlossinsel
zu den bedeutendsten Entwicklungsgebieten der Stadt gehöre, hieß es. Der Kauf
wird nach Einschätzung der IVG das Inlandsportfolio des Unternehmens qualitativ
aufwerten. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.
Webseite: http://www.ivg.de
DJG/hei/brb
14.12.2006 - 11:19:54
Merkel: G-8-Vorsitz zur Gestaltung der Globalisierung nutzen
BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung will den deutschen Vorsitz in der
Gruppe der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G-8) im kommenden
Jahr für die Gestaltung der Globalisierung nutzen. "Wir wollen zeigen, dass es
bei uns in der Bundesregierung den unbedingten Willen zur politischen
Gestaltung der Globalisierung gibt", sagte Merkel am Donnerstag im Deutschen
Bundestag in ihrer Regierungserklärung zu den anstehenden deutschen
Präsidentschaften in der Europäischen Union und der G-8. Die Globalisierung
müsse sich fairen Regeln verpflichten. "Dazu gehören - ich sage das
ausdrücklich - auch Sozial- und Umweltstandards", sagte die Kanzlerin.
Dies werde zum Teil auch "das Bohren sehr, sehr dicker Bretter" bedeuten.
Es werde darum gehen, Barrieren für internationale Investitionen abzubauen, die
Kapitalmärkte transparenter zu machen, das geistige Eigentum effektiver zu
schützen, die Produktpiraterie zu bekämpfen und beim Klimaschutz durch eine
verbesserte Energieeffizienz und Energieversorgungssicherheit weiter zu kommen,
sagte die Bundeskanzlerin.
Das Thema Energie nannte sie als einen der Schwerpunkte auch der deutschen
EU-Ratspräsidentschaft. Für den Frühjahrsgipfel kündigte sie die Verabschiedung
eines Aktionsplanes für eine Energiepolitik für Europa an. Merkel drang erneut
auf eine weitere Öffnung der europäischen Energiemärkte. "Wir brauchen einen
echten Binnenmarkt für Strom und Gas", sagte Merkel. Um die Vorreiterrolle
Europas im Klimaschutz zu behalten, werde es notwendig sein, für die Zeit nach
dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 gemeinsame Ziele festzulegen. "Eine
gemeinsame Verhandlungslinie der EU wäre sehr, sehr gut, gerade auch im Blick
auf die G-8-Präsidentschaft", ergänzte Merkel.
Als weitere Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in den ersten
sechs Monaten des kommenden Jahres nannte die Kanzlerin die Weiterentwicklung
der EU-Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Vollendung des europäischen
Binnenmarktes, den Bürokratieabbau sowie neue Impulse für den derzeit
blockierten Verfassungsprozess.
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/apo
-0-
14.12.2006 - 11:17:43
ThyssenKrupp Steel und japanische JFE verlängern Kooperation
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die ThyssenKrupp Steel AG hat ihren
Kooperationsvertrag mit dem zweitgrößten japanischen Stahlproduzenten, der JFE
Steel Corp, um weitere fünf Jahre verlängert. Dies gaben die Unternehmen am
Donnerstag bekannt. Der 2002 erstmals unterzeichnete Vertrag sieht die
gemeinsame Entwicklung von Flachstahlprodukten für die Automobilindustrie vor.
JFE habe zugleich eingewilligt, ThyssenKrupp eine Lizenz zur Nutzung der so
genannten JAZ-Technologie zu erteilen, hieß es. JAZ ist den Angaben zufolge ein
umweltfreundliches, galvanisiertes Stahlband mit erstklassigen
Umformeigenschaften. Schon die bisherige Vereinbarung ermöglichte es den beiden
Unternehmen, jeweils auch den Werkstoff des jeweiligen Partners zu fertigen.
Webseite: http://www.thyssenkrupp-steel.de
DJG/hei/brb
14.12.2006 - 11:01:36
UPDATE: Dt Bank verkauft Immobilien für 2,1 Mrd EUR an Fortress
(NEU: Details, Aktienkurs)
Von Christian Streckert
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank AG verkauft aus ihrem offenen
Immobilienfonds "grundbesitz invest" ein Immobilienpaket für 2,1 Mrd EUR an den
Finanzinvestor Fortress und schließt damit die Restrukturierung ihres
ehemaligen Krisenfonds ab. Der Buchgewinn aus der Transaktion soll
ausschließlich den derzeitigen Fondsanlegern zufließen, weswegen die Bank bis
zum Abschluss der Transaktion vorübergehend keine weiteren Anleger in den Fonds
lassen will. Die Rückgabe von Anteilen ist aber weiterhin möglich. "Der Fonds
bleibt offen", machte Holger Naumann, CEO der Tochter DB Real Estate deutlich.
Um zu verhindern, dass bis zum Abschluss der Transaktion gegen Endes des
ersten Quartals 2007 spekulative Anleger in den Fonds kommen und Gewinne
mitnehmen, habe man sich zu dem Vertriebsstopp entschlossen, begründete
Naumann. "Wir möchten nicht, dass der Fonds zum Spekulationsobjekt wird."
Vor fast genau einem Jahr hatte die Deutschen Bank den "grundbesitz invest"
wegen einer anstehenden Neubewertung der Immobilien geschlossen, Anleger
konnten ihre Anteile also auch nicht mehr zurückgeben. Dies hatte zu teilweise
heftiger Kritik betroffener Anleger geführt. Der am Donnerstag verhängte
Verkaufsstopp für neue Anteile betrifft die derzeitigen rund 300.000
"grundbesitz invest"-Anleger aber nicht, sondern nur potenzielle Neuanleger.
Die Ausgabe neuer Anteile ist wieder geplant, sobald die Immobilien an die
Fortress-Tochter Eurocastle übergegangen sind.
Der Käufer Eurocastle ist eigenen Angaben zufolge eine
Investmentgesellschaft mit einem Fokus auf deutsche Gewerbe-Immobilien. Die an
der Euronext notierte Gesellschaft wird von der Fortress Investment Group
geführt, die aktuell rund 26 Mrd USD verwaltet. Eurocastle will die Akquisition
mit einer Kombination aus Eigenkapital, welches kürzlich im Rahmen einer
Kapitalerhöhung aufgenommen wurde, und langfristigem, festverzinslichen
Fremdkapital finanzieren.
Mit dem Verkauf des Immobilienpakets ist die Repositionierung des
"grundbesitz invest" laut Angaben der Deutschen Bank abgeschlossen. Die 61
Immobilien - vor allem deutsche Büroimmobilien - sollen bis zum Ende des ersten
Quartals 2007 sukzessive auf den Käufer übergehen. Danach beträgt das
Immobilienvermögen im Fonds 2,3 Mrd EUR. Bei Wiedereröffnung des Fonds Anfang
März hatte es bei 3,9 Mrd EUR gelegen. Die DB Real Estate hatte
zwischenzeitlich bereits Immobilien aus dem Fondsvermögen abgegeben.
Nach dem Abschluss der Fortress-Transaktion wird der Deutschland-Anteil auf
14% sinken. Im März hatte dieser noch bei 59% gelegen. Um dieser veränderten
regionalen Fokussierung Rechnung zu tragen, wird die Bank den Fonds
voraussichtlich zum zweiten Quartal 2007 in "grundbesitz europa" umbenennen.
Allerdings bedeute dies "keinen Rückzug aus dem deutschen Markt", so Naumann.
Der Fonds werde in Deutschland investiert bleiben.
Naumann machte weiter deutlich, dass die Deutsche Bank weiter zu dem
Produkt offener Immobilienfonds steht: "Offene Immobilienfonds bleiben für uns
ein Kernprodukt". REITs und offene Immobilienfonds seien Produkte, die
nebeneinander bestehen könnten. Die Aktie der Deutschen Bank zeigte sich bis
gegen 10.55 Uhr kaum verändert und legte um 0,1% auf 100,70 EUR zu.
Webseiten: http://www.eurocastleinv.com
http://www.deutsche-bank.de
-Von Christian Streckert, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 115,
christian.streckert@dowjones.com
DJG/ces/brb
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14.12.2006 - 10:45:35
Techem will in Kürze mit Macquarie über deren Offerte sprechen
- Von Torsten Wolf
Dow Jones Newswires
ESCHBORN (Dow Jones)--Die Techem AG, Eschborn, will demnächst mit der
australischen Investmentbank Macquarie in Gespräche über deren aufgestockte
Offerte treten. Bislang gab es dem Vorstandsvorsitzenden von Techem zufolge
noch keinen persönlichen Kontakt. "Wir hatten dazu angesichts des bislang
höheren Angebots von BC Partners noch keine Veranlassung", sagte CEO Horst
Enzelmüller am Donnerstag.
Macquarie hatte ein feindliches Übernahmeangebot zu 44 EUR je Aktie
angekündigt, woraufhin Techem Unterstützung beim einstigen Mehrheitsaktionär BC
Partners gesucht und gefunden hatte. BC Partners hatte als "weißer Ritter" die
Offerte der Australier mit einem Angebot über 52 EUR je Aktie übertrumpft.
Daraufhin hat Macquarie nachgelegt und 55 EUR je Anteilsschein geboten. Techem
wird damit ein Marktwert von knapp 1,4 Mrd EUR zugebilligt.
Aus Sicht der Aktionäre sei das womöglich noch nicht hoch genug, sagte
Enzelmüller weiter. Diese Einschätzung teilt auch der Markt, die Aktie notiert
mit einem Plus von 0,1% bei 56,54 EUR und damit rund eineinhalb Euro oberhalb
des von Macquarie gebotenen Preises.
Der Übernahmewettbewerb verursacht bei Techem unterdessen hohe
Zusatzkosten, wie der Vorstandsvorsitzende einräumte. "Die Aufwendungen sind
erheblich, haben sich aber für die Aktionäre gelohnt", sagte Enzelmüller unter
Verweis auf die Nachbesserungen der ersten Offerte. Für Beratung und Gutachten
werden in dem Übernahmekampf laut Enzelmüller bei Techem rund 8 Mio bis 10 Mio
EUR an Aufwendungen anfallen.
Die Bandbreite der Gutachterschätzungen zum Firmenwert von Techem wollte
Enzelmüller nicht nennen. Analysten halten rund 60 EUR je Anteilsschein als
noch lohnenswert für einen Käufer. Je höher der Preis ausfalle, desto
schwieriger sei generell die Refinanzierung und desto geringer fielen die
Gewinnaussichten für einen Käufer aus, erklärte Enzelmüller.
Ob BC Partners gegenüber Techem angedeutet habe, die jüngste Offerte noch
zu übertrumpfen, wollte er nicht sagen. BC Partners hatte mitgeteilt, alle
Optionen zu prüfen. Macquarie hat mit dem Zukauf eines weiteren Paketes jüngst
die wichtige Marke von 25% des Grundkapitals überschritten und verfügt mit
27,2% nun über eine Sperrminorität.
Bislang habe BC Partners die klareren Zusagen im Hinblick auf den Erhalt
der Standorte, die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter und die künftige
Strategie gegeben, führte Enzelmüller aus. "Zwei Herzen schlagen in meiner
Brust. Eines für die Aktionäre, das andere für das Unternehmen." Die
nachgebesserte Offerte von Macquarie könne Techem aber nicht ignorieren, daher
werde das Management nun das Gespräch mit der australischen Investmentbank
suchen.
Enzelmüller erhoffe sich davon Antworten auf die Fragen zu den
strategischen Überlegungen von Macquarie. Sowohl BC Partners als auch Macquarie
hätten sich zu einem längerfristigen Engagement in Techem bekannt, so dass er
eine wertsteigernde Begleitung erwarte. Noch haben Vorstand und Aufsichtsrat
von Techem keine Empfehlung bezüglich der neuen Offerte von Macquarie an die
eigenen Aktionäre abgegeben.
Webseiten: http://www.techem.de/
http://www.heat-beteiligung.de
http://www.macquarie.com/meif2energie
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
14.12.2006 - 10:42:32
ifo Institut sieht weiterhin starke Konjunktur in Deutschland
MÜNCHEN (Dow Jones)--Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung hat am
Donnerstag seine Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem und
im kommenden Jahr erhöht. Für 2006 erwarten die Münchener Wirtschaftsforscher
nunmehr eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,5%, nach einer
Prognose von zuvor 1,8%. Für 2007 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um
1,9% vorhergesagt, nachdem zuvor 1,7% prognostiziert worden waren. Die
Münchener Ökonomen gehen außerdem von einer Teuerung von 1,7% in diesem Jahr
aus, für 2007 und 2008 wird die jahresdurchschnittliche Inflation bei 2,3% bzw.
1,5% gesehen.
Das deutsche Budgetdefizit wird nach den Berechnungen des Instituts in
diesem Jahr 1,8% des BIP betragen und 2007 weiter auf 1,3% und 2008 auf 1,1%
zurückgehen.
Die Münchener Ökonomen erwarten ferner unveränderte Leitzinsen der
Europäischen Zentralbank (EZB). "Die EZB wird im kommenden Jahr zunächst eine
Zinspause einlegen und den Leitzins bei 3,50% belassen", erklären sie. Dieser
Kurs sei als "neutral" zu bewerten. Grundlagen für die Prognose des ifo sind
ein Euro-Wechselkurs im Durchschnitt der Jahre 2007 und 2008 von 1,30 USD und
ein Ölpreis von 60 USD je Barrel. "Die konjunkturellen Auftriebskräfte bleiben
stark", erklären die Münchener Ökonomen.
Am Dienstag hatte das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
(IfW) bereits seine Prognose für 2007 auf 2,1% Wachstum verdoppelt und auch die
für 2006 auf 2,6% angehoben. Für 2008 erwarten die Kieler Wirtschaftsforscher
1,8% Wachstum. In ihrem Herbstgutachten von Mitte Oktober hatten die sechs
führenden wirtschaftswissenschaftlichen Institute, zu denen ifo und IfW
gehören, für dieses Jahr ein Wachstum von 2,4% und für kommendes Jahr eine
Steigerung des BIP um 1,8% vorhergesagt.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung (SVR) sieht seinerseits für 2006 ein Wachstum von 2,4% und für 2007
von 1,8%. SVR-Mitglied Wolfgang Franz hatte erst am Mittwoch zu Dow Jones
Newswires gesagt, der SVR sehe sich auch nach den jüngsten anderweitigen
Prognosen nicht zu einer Revision seiner Erwartungen von Anfang November
veranlasst. Die Bundesregierung erwartet bislang offiziell ein Wachstum von
rund 2,3% in diesem und rund 1,4% im kommenden Jahr. Regierungsvertreter haben
sich aber bereits optimistisch gezeigt, dass höhere Raten erreicht werden
können.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/ptt
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14.12.2006 - 10:33:07
Auch US-Kartellbehörden genehmigen Altana-Pharma-Verkauf
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Altana AG hat von den US-Kartellbehörden die
Genehmigung zum Verkauf ihrer Pharmasparte an die dänische Nycomed ohne
Auflagen erhalten. Das teilte das Bad Homburger Unternehmen am Donnerstag mit.
Die europäischen Kartellbehörden hatten bereits am Mittwoch grünes Licht für
die Veräußerung gegeben.
Altana hatte am 21. September 2006 den Verkauf der Altana Pharma AG und
ihres gesamten Pharmageschäfts an Nycomed bekannt gegeben. Vorbehaltlich der
Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung der Altana AG am 19./20.
Dezember ist der Vollzug der Transaktion am 29. Dezember 2006 vorgesehen. Der
wirtschaftliche Übergang soll zum Jahreswechsel erfolgen.
Webseite: http://www.altana.de
DJG/hoa/brb
14.12.2006 - 10:29:25
Neuer Schwarz-Pharma-CEO Thielgen wird Vorstand von UCB
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der bisherige Finanzvorstand der Schwarz Pharma AG
und neue Vorstandsvorsitzende Detlef Thielgen wird auch Vorstandsmitglied des
UCB-Konzern. Das belgische Unternehmen, das den Monheimer Pharmakonzern derzeit
übernimmt, teilte am Donnerstag auf seiner Internetseite mit, Thielgen werde
mit Wirkung zum 1. Januar 2007 in das Gremium berufen.
Eine Sprecherin von Schwarz Pharma sagte auf Anfrage, Thielgen werde im
Vorstand die Interessen der Schwarz-Gruppe wahrnehmen. Am Mittwochabend hatte
Schwarz Pharma bekannt gegeben, dass Thielgen den bisherigen
Vorstandsvorsitzenden Patrick Schwarz-Schütte zum Jahresanfang ablösen wird.
Webseiten: http://www.schwarzpharma.de
http://www.ucb-group.com
DJG/rib/nas
14.12.2006 - 10:29:14
Commerzbank erwartet Sonderertrag aus Körperschaftssteuergesetz
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Commerzbank AG rechnet im laufenden Jahr mit
einem Sonderertrag auf Grund der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes.
"Voraussichtlich liegt dieser im mittleren zweistelligen Mio-EUR-Bereich",
sagte ein Sprecher der Bank auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Genauer wollte
er dies nicht beziffern. Bei dem Sonderertrag handele es sich um einen
einmaligen buchhalterischen Effekt, hieß es weiter.
Durch die Änderungen des Körperschaftssteuergesetzes können Unternehmen im
laufenden Jahr so genannte Körperschaftssteuerguthaben in ihrer Bilanz
aktivieren. Die tatsächliche Auszahlung dieser Ansprüche erfolgt allerdings
erst ab 2008 und streckt sich dann bis 2017.
Das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der
Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften"
(SEStEG) war im Herbst vom Bundestrat beschlossen und am 12. Dezember
veröffentlicht worden.
Webseite: http://www.commerzbank.de
-Von Simon Steiner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 116,
simon.steiner@dowjones.com
DJG/sms/brb
14.12.2006 - 10:24:52
Allianz Leben bietet 2007 stabile Gesamtverzinsung
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der nach Beitragseinnahmen größte Lebensversicherer
Deutschlands, die Allianz Leben, gewährt ihren Kunden 2007 eine
Gesamtverzinsung auf dem Niveau des laufenden Jahres. In der Ansparphase
betrage die Verzinsung 2007 unverändert 4,5% zuzüglich eines
Schlussüberschusses und in der Phase der Rentenzahlung 4,7%, teilte die
Allianz-Lebensversicherung am Donnerstag mit.
Die Gesamtverzinsung setzt sich zusammen aus dem staatlich festlegten
Garantiezins und den aus den Kapitalanlagen zusätzlich erwirtschafteten
Erträgen. Mit ihrer Entscheidung liegt die Allianz-Tochter weiter deutlich über
dem Garantiezins von derzeit noch 2,75% für neu abgeschlossene Verträge, der
aber ab nächstem Jahr auf 2,25% sinken wird. Verträge, die vor 2004
abgeschlossen wurden, erhalten je nach Abschlusstermin weiterhin einen
Garantiezins von bis zu 4%.
"Unsere Produkte bleiben damit für die Kunden weiterhin äußerst attraktiv.
Bei unserem wichtigsten Produkt, der Rentenversicherung gegen laufenden
Beitrag, liegt zum Beispiel die Verzinsung einschließlich Schlussüberschuss bei
5,3% und damit auch im kommenden Jahr wieder deutlich über dem
Marktdurchschnitt", wird Vorstandsvorsitzender Maximilian Zimmerer in der
Mitteilung zitiert.
Die Allianz Leben wolle ab 2007 die über die Jahre angewachsene Komplexität
der Versicherungstarife durch eine schrittweise Vereinheitlichung der
Schlussüberschuss-Systeme reduzieren. Dadurch könne es bei einzelnen Tarifen zu
höheren Ablaufleistungen kommen, hieß es weiter.
Webseite: http://www.allianz.com
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/brb
14.12.2006 - 10:12:08
ProSiebenSat.1 geht an KKR und Permira - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Der Poker um die Sendergruppe ProSiebenSat. 1 ist nach
einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) entschieden. Wie die
Zeitung unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise schreibt, hat das Konsortium
der beiden Finanzinvestoren KKR und Permira den Zuschlag für die deutsche
Sendergruppe bekommen. In der Nacht habe das Verkäuferkonsortium um den
US-Milliardär Haim Saban sich darauf verständigt, hieß es.
Der Preis war zunächst nicht bekannt. Härtester Konkurrent war offenbar bis
zum Schluss die türkische Dogan-Gruppe, während das Konsortium um Apax und
Goldman bereits früh aus dem Rennen gewesen sei.
ProSiebenSat.1 war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.
Webseite: http://www.ftd.de
DJG/nas/brb
14.12.2006 - 10:01:17
Telekom bietet Konkurrenten Breitbandzugang nur ohne VDSL
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom hat ihren Wettwerbern jetzt
das seit langem verlangte Angebot für direkte Internetverbindungen
unterbreitet, lässt dabei aber zentrale Forderungen außer Acht. Der
vorgeschlagene Breitbandzugang zu den Endkunden kombiniert im Wesentlichen die
bestehenden DSL-Großhandelsprodukte und Zusammenschaltungsleistungen des
Ex-Monopolisten. Nicht dabei ist jedoch Zugang zum neuen VDSL-Glasfasernetz,
obwohl Brüssel dies verlangt. Auch "nacktes DSL" ohne Telefonanschluss wird
nicht mit angeboten, wie der Telekom-Regulierungsexperte Frank Schmidt der
Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires sagte.
Die Bundesnetzagentur hatte den Bonner Konzern im September verpflichtet,
binnen drei Monaten ein Standardangebot für den so genannten IP-Bitstrom-Zugang
vorzulegen. Die Preise dafür muss sich die Telekom dann vorab genehmigen
lassen. Solche Direktverbindungen ins Web sind besonders für
Internet-Dienstleister ohne eigenes Netz wie United Internet oder freenet
interessant. Bis jetzt fungieren diese in der Hauptsache als Wiederverkäufer
der DSL-Angebote der Telekom. Von Bitstream-Access versprechen sie sich aber,
auch eigene Produkte mit anderen Datenraten als die Telekom auf deren Leitungen
anbieten zu können.
Für dieses Ansinnen zeigt die Telekom jedoch wenig Verständnis. Sie bot am
Donnerstag lediglich die bestehenden Bandbreiten von einem, zwei, sechs und 16
Megabit an. Für Zwischenstufen sehe er keinen wirklichen Bedarf am Markt, sagte
Schmidt. "Der Leistungsumfang entspricht insgesamt dem, was die Wettbewerber
bereits heute bei uns bekommen können und was am Markt hervorragend etabliert
ist", erläuterte er. Ein VDSL-Anschluss gehöre nach Ansicht der Telekom
hingegen nicht zum IP-Bitstream.
Das sehen Netzagentur und Europäische Kommission anders. Die Bonner Behörde
hält Bitstromzugang auch bei VDSL für erforderlich, solange die neue
Übertragungstechnik durch bestehende DSL-Leistungen ersetzbar ist. Die
Kommission vertritt ebenfalls den Standpunkt, die Anordnung des deutschen
Regulierers beziehe sich auch auf das superschnelle VDSL-Netz, das die Telekom
derzeit errichtet. Schmidt bekräftigte hingegen, dass das Unternehmen hier eine
Regulierung ablehnt: "Der VDSL-Zugang wird Gegenstand von kommerziellen
Verhandlungen sein."
Auch die Möglichkeit, dass Endkunden bei einem alternativen Anbieter einen
DSL-Zugang ins Internet über das Netz der Telekom bekommen, ohne gleichzeitig
dort einen Festnetzanschluss zu haben, sieht Schmidt noch in weiter Ferne. Für
die Zukunft sei "naked DSL" zwar nicht auszuschließen. "Im Moment sehen wir uns
aber nicht in der Pflicht. Daher ist eine Entkoppelung von DSL und Telefon auch
nicht Teil unseres Standardangebots", sagte der Experte.
Dieses sei als Grundlage für Verhandlungen mit den Wettbewerbern gedacht,
sagte Schmidt. In einigen Monaten erwartet er eine Einigung, die dann von der
Netzagentur zu genehmigen sei. Auf dieser Basis könne dann über die Tarife
verhandelt werden, die jetzt nicht mit angeboten wurden. Schmidt machte klar,
dass sie sich im Rahmen der bisherigen Vorleistungspreise für die
Breitbandanschlüsse und die Zuführungsleistungen (ZISP) der Telekom bewegen
sollen. "Wir erwarten hier keine dramatischen Veränderungen", sagte der
Regulierungsfachmann.
Webseiten: http://www.telekom3.de
http://www.BNetzA.de
http://www.ec.europa.eu
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/brb
14.12.2006 - 10:01:12
Vossloh gründet JV mit spanischer Eisenbahngesellschaft
WERDOHL (Dow Jones)--Die Vossloh AG, Werdohl, steigt in das
wachstumsstarke Service-Segment für Lokomotiven ein. Sie habe mit der
spanischen staatlichen Eisenbahngesellschaft Renfe das Gemeinschaftsunternehmen
Erion zur Wartung und Reparatur von Lokomotiven gegründet, teilte die
Gesellschaft am Donnerstag mit. 51% der Anteile lägen bei Vossloh, den Rest
halte Renfe. Erion sei für Vossloh das erste grenzüberschreitende
Gemeinschaftsunternehmen dieser Art.
Bei den Lokomotiven, die im Rahmen des JV gewartet und repariert würden,
handele es sich um rund 50 Langstrecken-Loks der Typen S/333 und S/334. Diese
Lokomotiv-Typen produziert Vossloh. Erion erwarte in zwei Jahren einen
jährlichen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe, hieß es weiter.
Das Service-Segment im Bahn-Markt werde in den kommenden Jahren
überdurchschnittlich stark wachsen, zitiert Vossloh Experten. "Durch die
Gründung von Erion ist Vossloh nun in diesem wachstumsstarken Segment
vertreten", sagte Vossloh-Vorstandsvorsitzender Gerhard Eschenröder.
Webseite: www.vossloh.com
DJG/bam/nas
14.12.2006 - 10:01:01
EZB: Zinserhöhung wegen Aufwärtsrisiken für Preisstabilität
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre jüngste
Zinserhöhung noch einmal mit den Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität auf
mittlere Sicht begründet. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht
schreibt die EZB, der Beschluss werde dazu beitragen, die Inflationserwartungen
im Euroraum fest auf einem Niveau zu verankern, "das mit Preisstabilität im
Einklang steht". Nach Worten der EZB ist die Geldpolitik weiterhin
akkommodierend, "wobei die Leitzinsen nach wie vor auf einem niedrigen Niveau
liegen". Zudem verweist die Notenbank auf das anhaltend starke Geldmengen- und
Kreditwachstum und die reichlich vorhandene Liquidität im Euroraum.
Daher sei "entschlossenes und rechtzeitiges Handeln geboten, um die
Preisstabilität auf mittlere Sicht zu gewährleisten", erklärt die EZB. Die
Notenbank unterstreicht, dass sie alle Entwicklungen "sehr genau" verfolgen
wird, "damit auf mittlere Sicht keine Risiken für die mittelfristige
Preisstabilität eintreten". Die EZB hatte vor einer Woche wie weithin erwartet
die Leitzinsen abermals um 25 Basispunkte erhöht, der Hauptrefinanzierungssatz
stieg dabei auf 3,50%. In der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung hielt sich
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet mit klaren Signalen für die Zinspolitik im
kommenden Jahr zurück.
Mit Blick auf die aktuelle Konjunkturlage verweist die EZB in ihrem Bericht
darauf, dass der wirtschaftliche Aufschwung im Euroraum an Breite gewonnen habe
und sich "mehr und mehr selbst trägt". Die Voraussetzungen für ein "solides
Wachstum" mit in etwa dem Potenzialwachstum entsprechenden Raten seien gegeben,
zugleich blieben die mittelfristigen Aussichten für die Konjunkturentwicklung
günstig.
Vor diesem Hintergrund hatte EZB-Präsident Trichet vor einer Woche die
neuen Projektionen der Notenbank für Wirtschaftswachstum und Inflation
vorgestellt. Demnach soll das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Mittel der
Projektion 2006 durchschnittlich 2,7% betragen, für 2007 und 2008 werden Raten
von 2,2% bzw. 2,3% projiziert. Die EZB betonte, "dass diese insgesamt günstigen
Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Projektionszeitraum Abwärtsrisiken
ausgesetzt sind". Mit Blick auf die Teuerung projiziert die EZB für 2006 im
Mittel einen Wert von 2,2%, 2007 und 2008 wird die durchschnittliche Inflation
bei 2,0% bzw. 1,9% gesehen.
Die EZB erklärte in ihrem Monatsbericht, dass - aus Perspektive des
EZB-Rats - die Aussichten für die Preisentwicklung "nach wie vor mit
Aufwärtsrisiken behaftet" seien. Diese ergäben sich vor allem aus den in der
Vergangenheit gestiegenen Ölpreisen sowie der Möglichkeit erneuter
Ölpreissteigerungen und zusätzlicher Erhöhungen der administrierten Preise und
indirekten Steuern, die über die bisher angekündigten bzw. beschlossenen
Anhebungen hinausgingen. Darüber hinaus verwies die EZB auf die anhaltenden
Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung, die sich wegen des starken monetären
Wachstums ergäben.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt
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14.12.2006 - 09:55:58
Lanxess steht offenbar vor Zukauf in Südafrika - PK am Mittag
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG steht offenbar vor dem ersten Zukauf
seit der Abspaltung von dem Bayer-Konzern. Der Chemiekonzern hat für den
Donnerstagmittag zu einer Pressekonferenz im südafrikanischen Sandton
eingeladen, bei der die Tätigkeiten von Lanxess in Südafrika vorgestellt werden
sollen. Beobachter rechnen damit, dass der Konzern dabei den für dieses Jahr in
Aussicht gestellten Zukauf bekannt geben wird. Ein Unternehmenssprecher wollte
die Spekulation am Donnerstag nicht kommentieren.
Der Konzern hatte Mitte November den ersten Zukauf seit Beginn der
Eigenständigkeit im Januar 2005 angekündigt. Vorstandsvorsitzender Axel
Heitmann hatte während einer telefonischen Pressekonferenz erklärt, der
Leverkusener Konzern werde noch im laufenden Jahr "eine kleine regionale
Maßnahme" bekannt geben. Damit solle eine Geschäftseinheit verstärkt werden,
die bereits eine weltweit führende Marktposition habe.
Auch wenn es sich zunächst nur um einen kleinen Schritt handele, sei er ein
"schönes Zeichen". Er soll nicht der einzige bleiben: Der Konzern traue sich
nach dem Umbau der vergangenen knapp zwei Jahre nun zu, andere Unternehmen,
Teile von ihnen oder auch einzelne Geschäfte zu kaufen.
Webseite: http://www.lanxess.de
DJG/rib/brb
14.12.2006 - 09:49:30
XETRA-START/DAX mit Jahreshoch - FMC gegen den Trend schwach
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit einem
neuen Jahreshoch in den Handel gestartet. Das Sentiment für deutsche Aktien sei
ungebrochen gut, einige Anleger positionierten sich bereits für das neue Jahr,
heißt es. Der DAX steigt um 9.39 Uhr um 0,3% oder 18 auf 6.538 Punkte an,
nachdem er im frühen Handel bei 6.552 Punkten ein neues Jahreshoch generiert
hatte. Mit einer trendverlängernden Wirkung des "Hexensabbat", dem
Verfalltermin an der Terminbörse Eurex am Freitag, und dem erwarteten
Window-Dressing "zwischen den Jahren", könnte der DAX nun bis zum Jahresende
auf 6.700 Punkte steigen, heißt es am Markt. Eine gute technische Unterstützung
werde bei 6.500 Punkten gesehen.
Lufthansa profitieren von anhaltender Übernahmefantasie im Sektor nach dem
Kauf der australischen Qantas. Ein Private-Equity-Konsortium unter der Führung
von Texas Pacific Group hatte den Zuschlag für 8,7 Mrd USD erhalten. Lufthansa
steigen um 1,3% auf 20,87 EUR an. Deutsche Börse stellen mit einem Plus von
1,6% den stärksten Gewinner und befinden sich auf dem direkten Weg in Richtung
Jahreshoch bei 140,59 EUR.
Gegen den Trend etwas leichter tendieren TUI im Vorfeld der
Aufsichtsrats-Sitzung, die Aktie verliert 0,2% auf 15,93 EUR. Erwartet würden
strategische Entscheidungen und Details zum Sparprogramm in der Touristik,
heißt es im Handel. Ein Senken der Prognosen sei nicht ausgeschlossen, auch
eine niedrigere Dividende sei dann wahrscheinlich. Fresenius Medical Care geben
um 2,2% auf 105,64 EUR nach, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Aktie
auf "Neutral" gesenkt haben.
Im MDAX steigen Hannover Rück 0,6% auf 34,32 EUR. Hier haben sich die
Analysten von Morgan Stanley, UBS und Dresdner Bank positiv zur Aktie geäußert
und die Kursziele teils leicht erhöht. Vossloh fallen hingegen um 1,7% auf
56,05 EUR, nachdem der Sprecher der Familie bestätigt hat, dass die Familie
Vossloh definitiv keinen Verkauf ihrer Aktienanteile plant. Diese Spekulationen
hatte in den vergangenen Tagen für deutliche Kursaufschläge gesorgt.
DJG/thl/mod/raz
14.12.2006 - 09:49:06
Vossloh-Familie tritt Spekulationen über Anteilsverkauf entgegen
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Familie Vossloh ist Marktspekulationen entgegen
getreten, denen zufolge sie einen Rückzug aus dem Engagement bei der Vossloh
AG, Werdohl, plane. "Die Familie Vossloh beabsichtigt definitiv keinen Verkauf
ihrer Aktien. Wir sehen unsere Beteiligung an der Vossloh AG sehr langfristig",
sagte Peter Langenbach, Sprecher der Familiengemeinschaft Vossloh, am
Donnerstag.
In den vergangenen Monaten hätten zahlreiche Finanzinvestoren ihr Interesse
an dem Erwerb des Familienanteils bekundet. Die Familie Vossloh hält 30% der
Aktien des MDAX-Unternehmens. "Wir haben alle Verhandlungsangebote abgelehnt.
Es ist nicht einmal zu Gesprächen gekommen", sagte Langenbach weiter. Die
Familie sei dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern tief verbunden und wolle
auch in Zukunft selbst die positive Entwicklung begleiten.
Jüngst war die Aktie von Vossloh aufgrund der Spekulationen über einen
Verkauf der Familienbeteiligung deutlich geklettert.
Webseite: http://www.vossloh.de/
DJG/mpt/tow/brb
14.12.2006 - 09:06:42
XETRA-START/DAX startet auf Jahreshoch
FRANKFURT (Dow Jones)--Der DAX ist am Donnerstag mit einem neuen Jahreshoch
in den Handel gestartet. Gegen 9.02 Uhr steigt der Index um 0,3% oder 18 an auf
6.538 an. Zuvor hat er bei 6.544 ein neues Jahreshoch generiert. Deutsche Börse
stellen mit einem Plus von einem Prozent den stärksten Gewinner.
DJG/thl/raz
14.12.2006 - 09:04:33
UCB: Annahmequote für Schwarz-Pharma-Gebot nach 1. Frist 83,7%
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das Übernahmeangebot des belgischen
Pharmaunternehmens UCB an die Aktionäre der Schwarz Pharma AG ist bis zum Ende
der ersten Übernahmefrist am 8. Dezember für rund 40,7 Mio Aktien angenommen
worden. Das entspreche einem Anteil von 83,7% am Grundkapital und den
Stimmrechten des Monheimer Unternehmens, heißt es in einer am Donnerstag
veröffentlichten Finanzanzeige von UCB.
Eine zweite Frist für die Aktionäre, die das Angebot nicht angenommen
haben, läuft jetzt bis zum 28. Dezember. Ende September hatten die
Hauptgesellschafter von Schwarz Pharma mit UCB die Übernahme vereinbart. UCB
bietet für jede Aktie von Schwarz Pharma 50 EUR in bar und 0,8735 neue eigene
Aktien. Die Kartellbehörden haben der Übernahme bereits zugestimmt.
Webseiten: http://www.schwarzpharma.de
http://www.ucb-group.com
DJG/rib/brb
14.12.2006 - 08:54:42
Dt Bank: Vorübergehender Vertriebsstopp für "grundbesitz invest"
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Immobilienfondstochter der Deutschen Bank AG hat
am Donnerstag den Vertrieb ihres ehemaligen Krisenfonds "grundbesitz invest"
vorübergehend eingestellt. Grund ist der Verkauf eines Immobilienportfolios
über 2,1 Mrd EUR an Eurocastle/Fortress, wie Holger Naumann, CEO der
Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate, erläuterte. Durch den Verkauf fließen dem
Fonds Naumann zufolge 200 Mio EUR als Buchgewinn zu. Dieser Gewinn soll
ausschließlich den derzeitigen Anlegern zu Gute kommen.
Um zu verhindern, dass bis zum Abschluss der Transaktion gegen Endes des
ersten Quartals 2007 spekulative Anleger in den Fonds kommen, habe man sich zu
dem Vertriebsstopp entschlossen. Die Rückgabe von Anteilen bleibe aber möglich,
der Fonds bleibe offen, erklärte Naumann.
Durch den Verkauf des Immobilienpakets - vor allem deutsche Büroimmobilien
- erhält der offene Immobilienfonds nunmehr eine europäische Ausrichtung.
Dieser Repositionierung will DB Real Estate durch eine Umbenennung des
"grundbesitz invest" in "grundbesitz europa" zum zweiten Quarta 2007 Rechnung
tragen.
Webseiten: http://www.eurocastleinv.com
http://www.deutsche-bank.de
-Von Christian Streckert, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 115,
christian.streckert@dowjones.com
DJG/ces/brb
-0-
14.12.2006 - 08:48:39
BASF-Tochter kauft Frankfurter Zulieferer für Brennstoffzellen
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die BASF Future Business GmbH kauft die in
Frankfurt ansässige Pemeas GmbH, einen Hersteller von Komponenten für
Brennstoffzellen. Käufer und Verkäufer - eine Gruppe von sieben Investoren -
hätten Stillschweigen zu finanziellen Details vereinbart, teilte die
Muttergesellschaft BASF AG am Donnerstag mit. Die Akquisition werde bis Ende
Januar abgeschlossen sein.
Pemeas wurde der Mitteilung des Ludwigshafener Konzerns zufolge im April
2004 als Ausgliederung der früheren Brennstoffzell-Aktivitäten von Hoechst
gegründet. Das Unternehmen hat rund 50 Mitarbeiter und betreibt Produktions-
und Forschungseinrichtungen in Deutschland und den USA. Pemeas arbeitet derzeit
an Projekten zum Einsatz von Brennstoffzellen, etwa in tragbarer Elektronik,
Anwendungen im Wohnbereich oder Reservestrom-Systeme.
Webseite: http://www.basf.de
DJG/rib/brb
14.12.2006 - 08:44:56
EZB/Stark verteidigt monetäre Säule der Geldpolitik - FAZ
FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hat in einem
Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) die Bedeutung der
monetären Säule in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bekräftigt. Die
Geldmenge sollte eine fundamentale Rolle bei geldpolitischen Entscheidungen
spielen, schreibt Stark in der Donnerstagausgabe. Er wies Kritik zurück, wonach
der geldpolitische Ansatz der EZB veraltet sei. Die sogenannten "neuen
keynesianischen Modelle", die auf hoch abstrakter, theoretischer Ebene ein
Preisniveau festlegen, ohne auf die Geldmenge Bezug zu nehmen, vereinfachen
Stark zufolge die Rolle des Geldes und des Finanzsystems in einem Maße, das für
geldpolitische Entscheidungsträger nicht akzeptabel sein kann.
Innerhalb dieser Modelle werde der längerfristige, grundlegende
Inflationstrend praktisch von dem Inflationsziel bestimmt, das eine Zentralbank
anvisiert. Implizit werde einfach unterstellt, dass das "Inflationsziel" der
Zentralbank glaubwürdig verankert ist, ohne zu erklären, warum dies der Fall
sein sollte und was zu tun ist, um eine solche Verankerung zu gewährleisten.
Daher sind diese Modelle Stark zufolge nur von geringem praktischen Nutzen.
Die monetäre Analyse erlebe daher gegenwärtig eine Renaissance. Einige der
führenden internationalen Organisationen, darunter auch Zentralbanken, die
sogenannte Strategien der Inflationssteuerung verfolgen, bekunden laut Stark
erneut Interesse. In einem Umfeld weltweit niedriger Inflationsraten sind Stark
zufolge Inflationsprognosen über Zeithorizonte von einem oder zwei Jahren als
alleinige Informationsquelle für geldpolitische Entscheidungen nicht mehr
angemessen. Neue Analyseansätze bestätigten den Zusammenhang zwischen
Geldmengenwachstum und Inflation. Für die EZB macht es Stark zufolge daher
Sinn, an ihrer geldpolitischen Zwei-Säulen-Strategie festzuhalten.
Webseite: www.faz.net
DJG/sgs/apo
-0-
14.12.2006 - 08:32:18
Deutsche Bank verkauft Immobilien an Fortress-Tochter Eurocastle
FRANKFURT (Dow Jones)--Die DB Real Estate, eine Tochter der Deutschen Bank
AG, hat ein Immobilienportfolio an die von dem US-Finanzinvestor Fortress
geführte Eurocastle Investment Ltd verkauft. Das Gewerbe-Immobilienportfolio
sei für rund 2,1 Mrd EUR erworben worden, teilte Eurocastle am Mittwoch mit.
Das Portfolio bestehe aus 61 Objekten und umfasse im Wesentlichen alle
deutschen Immobilien des offenen Immobilienfonds "DB Grundbesitz Invest".
Das erworbene Portfolio besteht den weiteren Angaben zufolge vorwiegend aus
Büroimmobilien und umfasst eine Gesamtmietfläche von 840.000 m². Etwa 88% der
Mieteinnahmen würden in den Großräumen Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und
Düsseldorf erzielt. Die Vermietungsquote der erworbenen Immobilien liege bei
etwa 83% mit einer durchschnittlichen Mietvertragslaufzeit von rund 5 Jahren.
Die anfängliche Mietrendite betrage rund 5,6% und die Nettorendite rund 5,3%.
Eurocastle werde die Akquisition mit einer Kombination aus Eigenkapital,
welches kürzlich im Rahmen einer Kapitalerhöhung aufgenommen wurde, und
langfristigem, festverzinslichen Fremdkapital finanzieren, hieß es weiter. Der
durchschnittliche Zinssatz der Fremdfinanzierung liege bei rund 4,6% mit einer
Fremdkapitalquote von rund 75%. Eurocastle geht davon aus, dass der Großteil
der Objekte im ersten Quartal 2007 übergehen wird.
Eurocastle ist eigenen Angaben zufolge eine an der Euronext notierte
Investmentgesellschaft mit einem Fokus auf deutsche Gewerbe-Immobilien. Sie
wird von der Fortress Investment Group geführt, einem global agierenden
US-Finanzinvestor, der aktuell rund 26 Mrd USD verwaltet.
Webseiten: http://www.eurocastleinv.com
http://www.deutsche-bank.de
DJG/sms/brb
14.12.2006 - 08:10:50
DEVISEN/Euro startet niedriger - Blick auf US-Wachstum
FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert auf reduziertem Niveau ist der Euro
am Donnerstag in den europäischen Handel gestartet. An der 1,32-USD-Marke habe
die Gemeinschaftswährung eine Haltelinie gegen den erstarkten Dollar gefunden,
heißt es im Handel. Dieser hatte am Vortag von den überraschend kräftig
gestiegenen US- Einzelhandelsumsätze profitiert. Sie waren im November um 1,0%
gestiegen, nachdem lediglich ein Plus von 0,2% erwartet worden war. Zudem wurde
der Umsatzrückgang im Oktober auf 0,1% von zuvor 0,4% hochrevidiert. "Die
Einzelhandelsumsätze sind zwar stets sehr volatil. Die Abweichung vom Konsens
ist aber im Monat November groß", so ein Händler. Nahezu alle Bereiche wiesen
robuste Anstiege auf. Von konsumptiver Schwäche oder gar rezessiven Tendenzen
bei den amerikanischen Haushalten sei nichts zu spüren gewesen, so Volkswirte.
Der Markt werde daher gespannt auf weitere US-Konjunkturdaten blicken, selbst
wenn sie nur aus der zweiten Reihe seien, ergänzt ein Händler. Zudem steht der
China-Besuch von US-Finanzminister Henry Paulson an. Hier könnten Aussagen auf
die asiatischen Währungen wirken.
Technisch sei der Euro bei 1,32 USD gut abgesichert, heißt es von
Analysten. Die aktuelle Dollar-Stärke sei lediglich eine Korrektur des Euro,
der seinen Aufwärtstrend fortsetzen sollte. Wichtig sei nun der Bruch der
kurzfristigen Abwärtstrendlinie bei rund 1,3260 USD.
Im Tagesverlauf stehen dann erneut Konjunkturdaten im Blick: Das
Euro-Pfund-Verhältnis dürfte auf den britischen Einzelhandelsumsatz für
November um 10.30 Uhr reagieren. Hier wird mit einem Rückgang zum Vormonat von
0,2% gerechnet. Um 11 Uhr berichtet die EU über Arbeitskosten und -losigkeit in
der Eurozone. Bei den Kosten wird mit 2,6% Anstieg gegen Vorjahr gerechnet. Aus
den USA stehen ab 14.30 Uhr die Import- und Exportpreise November mit 0,2%
erwartetem Rückgang an, sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit einem
prognostizierten Rückgang von 4.000 auf 320.000.
Die Feinunze Gold geht am Donnerstagmorgen mit 628,45 USD um nach einem
Londoner Nachmittags-Fixing mit 629,65 USD.
===
Europa New York Europa Europa
(8.00) (00.50) (17.13) (12.11)
EUR/USD 1,3223 1,3211 1,3236 1,3268
USD/JPY 117,44 117,49 117,18 117,16
EUR/JPY 155,28 --- 155,12 155,45
EUR/GBP 0,6721 --- 0,6718 0,6728
EUR/CHF 1,5941 --- 1,5940 1,5447
===
DJG/mod/raz
14.12.2006 - 08:03:16
UPDATE: Techem erwartet 06/07 Umsatz- und EBIT-Zuwachs von 6%-7%
(NEU: Details, Hintergrund)
Von Torsten Wolf
Dow Jones Newswires
ESCHBORN (Dow Jones)--Die Techem AG, Eschborn, hat sich für das laufende
Geschäftsjahr 2006/07 (30.9.) eine Wachstumsrate von 6% bis 7% bei Umsatz und
operativem Ergebnis als Ziel gesetzt. Damit werde die EBIT-Marge nachhaltig
zwischen 18% und 20% ausfallen, sagte der Vorstandsvorsitzende Horst
Enzelmüller am Donnerstag bei Vorlage der endgültigen Zahlen für 2005/06. Der
Dividendenvorschlag von Techem liege wie im Vorjahr bei 0,50 EUR je Aktie.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen der Umsatz um 12% auf 523 (466,8) Mio
EUR und das EBIT um 26% auf 106,4 (84,4) Mio EUR. Die operative Marge lag damit
bei 20,3% (18,1%). Die Kennzahlen übertrafen somit die jüngst erst angehobene
Unternehmensplanung, die einen Umsatz von bis zu 522 Mio und ein EBIT von bis
zu 106 Mio EUR vorsah. Das Nettoergebnis von Techem lag im abgelaufenen Jahr
bei 57,3 (39,9) Mio EUR, wie das MDAX-Unternehmen ausführte. Der Überschuss
stieg damit gegenüber dem Vorjahr um knapp 44%.
Die Nettoverschuldung des Heizkostenabrechners hingegen stieg zum Ende des
Geschäftsjahres 2005/06 auf 274,9 (208,3) Mio EUR. Techem begründete dies mit
den getätigten Akquisitionen im In- und Ausland, der ersten Dividendenzahlung
im März und mit dem im August gestarteten Aktienrückkaufprogramm.
Wachstumsmotor war einmal mehr das Geschäftsfeld Energy Contracting, in dem
die Einnahmen um 38,5% auf 93,1 (67,2) Mio EUR stiegen. Die Erlöse im Segment
Energy Services wuchsen um 7,3% auf 420,1 (391,5) Mio EUR. Der Anteil der
Messgeräte mit Funktechnik am gesamten Gerätebestand erhöhte sich in
Deutschland auf 24,5% von 20,5%, wie Techem ausführte. Im Bereich IT Services,
der mit Geschäftsjahresende auf die Aareon Deutschland GmbH überging, legte der
Umsatz um 21% auf 9,8 (8,1) Mio EUR zu.
Regional gesehen wuchsen der Umsatz in Deutschland um 11,8% auf 455,8 Mio
EUR, die Erlöse in Westeuropa ohne Deutschland um 13,9% auf 44,3 Mio EUR und
die Einnahmen aus Osteuropa inklusive China um 12,3% auf 22,9 Mio EUR.
Vorstandsvorsitzender Horst Enzelmüller äußerte sich zufrieden zum
erreichten Ergebnis: "Wir haben auch im letzten Geschäftsjahr gezeigt, dass wir
in der Lage sind, das Unternehmen auf einem langfristigen Wachstumspfad zu
steuern."
Wachstumschancen verspricht sich Techem dabei unter anderem von dem im Mai
vorgestellten selbstlernenden Energiesparsystem "ecotech", das die
Infrastruktur der Funkerfassungsgeräte zur Verringerung des
Heizenergieverbrauchs nutzt. Darüber hinaus sollen ab dem Frühjahr als
Erweiterung der Funkpalette Rauchwarnmelder angeboten werden.
Techem habe auch durch Zukäufe die Weichen für das weitere Wachstum
gestellt: Im Oktober sei durch den Erwerb der MESA GmbH, eines regional tätigen
Messdienstleisters, der Marktanteil in Deutschland auf 29,1% ausgebaut worden.
Im Ausland wiederum sei durch den Erwerb der Servito GmbH der Marktanteil in
Rumänien verdoppelt worden. Auch im laufenden Geschäftsjahr seien Zukäufe im
In- und Ausland vorgesehen.
Techem selbst befindet sich inzwischen inmitten eines Übernahmewettbewerbs:
Die australische Investmentbank Macquarie hatte ein von Techem als feindlich
bewertetes Angebot über 44 EUR je Aktie abgegeben. Techem hatte daraufhin
Unterstützung beim einstigen Mehrheitsaktionär BC Partners gesucht und
gefunden. Der Finanzinvestor bot als "weißer Ritter" 52 EUR je Aktie.
Am Berichtstag wurde diese bis zum 15. Januar laufende Offerte von der
Finanzaufsicht BaFin formell genehmigt. Gleichwohl ist diese inzwischen von
Macquarie bereits wieder überboten worden. Die Australier bieten mittlerweile
55 EUR je Aktie, womit Techem ein Wert von rund 1,4 Mrd EUR zugebilligt wird.
Webseiten: http://www.techem.de/
http://www.heat-beteiligung.de
http://www.macquarie.com/meif2energie
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
14.12.2006 - 07:35:36
ÜBERBLICK/Unternehmen - 7.30 Uhr-Fassung
Allianz sieht Sonderertrag aus neuem Körperschaftssteuergesetz
Die Änderung des Körperschaftssteuergesetzes wird beim Versicherungskonzern
Allianz ähnlich wie bei anderen Unternehmen auch im laufenden Jahr zu einem
Sonderertrag führen. "Durch die Neuregelung des Gesetzes werden wir einen
Anspruch aus Körperschaftssteuerguthaben von ungefähr 500 Mio EUR verbuchen",
sagte eine Unternehmenssprecherin Dow Jones Newswires auf Anfrage.
DaimlerChrysler verklagt Versicherungen auf 175 Mio EUR - StN
Die DaimlerChrysler AG hat ein Versicherungskonsortium auf Zahlung von 175 Mio
EUR verklagt. Dies berichten die "Stuttgarter Nachrichten". "Wir sind
zuversichtlich, dass das Verfahren in unserem Sinne abgeschlossen werden kann",
sagte ein Sprecher der Zeitung. Hintergrund ist eine Sammelklage von
US-Anlegern, mit denen sich der Stuttgarter Automobilkonzern im August 2003
gegen Zahlung von 300 Mio EUR verglichen hatte.
RWE-AR beruft Pohlig und Jobs in den Vorstand
Der Aufsichtsrat (AR) der RWE AG hat wie erwartet die Neugliederung des
Konzernvorstands im kommenden Jahr gebilligt. Dies gab das Unternehmen im
Anschluss an eine Sitzung des Kontrollorgans bekannt. Der AR folgte einem
Vorschlag des Personalausschusses und berief Rolf Pohlig und Ulrich Jobs in den
Vorstand, wo sie am 1. Mai 2007 Klaus Sturany und Jan Zilius ersetzen werden.
RWE hatte den geplanten Vorstandswechsel bereits Anfang November angekündigt.
Schwarz-Pharma-Vorstandsvorsitzender Schwarz-Schütte tritt zurück
Bei der Schwarz Pharma AG gibt es im Rahmen der Übernahme durch die UCB SA
umfangreiche Veränderungen in der Unternehmensführung. Vorstandsvorsitzender
Patrick Schwarz-Schütte lege auf eigenen Wunsch zum Jahresende hin zum 31.
Dezember 2006 sein Amt nieder und scheide aus dem Vorstand aus, heißt es in
einer Mitteilung des Monheimer Pharmaunternehmens.
freenet einigt sich mit letztem Fusionskläger
Die Front der Gegner des Zusammenschlusses von mobilcom und freenet bricht
rapide zusammen. Die freenet.de AG meldete einen Vergleich mit dem letzten
Fusionskläger, nachdem tags zuvor die Mutter mobilcom ihrerseits eine weitere
außergerichtliche Einigung erzielt hatte.
ProSieben-Interessent Dogan Yayin umwirbt Burda - FAZ
Der türkische Mischkonzern Dogan Yayin lotet für seinen geplanten Einstieg in
den deutschen Fernsehmarkt eine Kooperation mit dem Münchner
Zeitschriftenverlag Hubert Burda Media aus. Nach Informationen der "Frankfurter
Allgemeinen Zeitung" (FAZ) aus Branchenkreisen wurden bereits Vorgespräche über
eine solche Zusammenarbeit geführt.
Techem erwartet 2006/07 Umsatz- und EBIT-Zuwachs von 6%-7%
Die Techem AG hat sich für das laufende Geschäftsjahr 2006/07 (30.9.) eine
Wachstumsrate von 6% bis 7% bei Umsatz und EBIT als Ziel gesetzt. Damit werde
die EBIT-Marge nachhaltig zwischen 18% und 20% ausfallen, sagte der
Vorstandsvorsitzende Horst Enzelmüller bei Vorlage der endgültigen Zahlen für
2005/06. Als Dividende werde Techem der kommenden Hauptversammlung wie im
Vorjahr 0,50 EUR je Aktie vorschlagen.
Chrysler verlängert wegen hoher Bestände Produktionspause - WSJ
Die Chrysler Group will die Produktion in einigen US-Werken in der
Weihnachtssaison zum Teil um bis zu vier Wochen einstellen. Auf diese Weise
wolle die US-Tochter der DaimlerChrysler AG der im Laufe des Jahres wegen der
schwächeren Nachfrage aufgebauten Bestände Herr werden, schreibt das "Wall
Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
Bundesweite Warnstreiks bei Condor Berlin
Am Donnerstagmorgen werden rund 35 Beschäftigte der Fluggesellschaft Condor
Berlin in einen Warnstreik treten. Das Kabinenpersonal folge damit einem Aufruf
der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, teilte ver.di mit. Betroffen von den
Streikaktionen seien bundesweit neun Flüge an sieben unterschiedlichen
Abflugorten in der Zeit von vier bis neun Uhr.
Französische Banken beenden Aktionärspakt bei Euronext
Fünf französische Banken haben als Anteilseigner der Euronext NV ihren
Aktionärspakt für die Vierländerbörse beendet. Wie BNP Paribas SA, Credit
Agricole SA, Societe Generale SA und die französische-belgische Dexia SA
gemeinsam mitteilten, soll die im vergangenen April geschlossene Vereinbarung
mit sofortiger Wirkung beendet werden.
Erste Bank gibt sich neue Struktur und besetzt Führung neu
Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG gibt sich eine neue
Konzernstruktur und besetzt ihre Führungspositionen dafür neu. Wie das
österreichische Kreditinstitut mitteilte, stimmte der Aufsichtsrat am
Berichtstag der neuen Organisationsstruktur der Bank zu. Der Konzern habe durch
seine Expansion in Zentral- und Osteuropa in den vergangenen Jahren eine
Größenordnung erreicht, die es notwendig mache, wichtige Steuerungs- und
Informationsprozesse in einer übergeordneten Struktur zu zentralisieren, hieß
es zur Begründung.
Qantas Airways nimmt verbessertes Übernahmeangebot an
Die australische Fluglinie Qantas Airways hat das verbesserte Übernahmeangebot
von 11,11 Mrd AUD (8,73 Mrd USD) einer privaten Investorengruppe angenommen.
Das Käuferkonsortium wird von der australischen Investmentbank Macquarie Bank
Ltd und der US-Beteiligungsgesellschaft Texas Pacific Group angeführt. Die
Gruppe hatte ihre Offerte auf 5,60 AUD je Aktie von zuvor 5,50 AUD aufgestockt,
nachdem Qantas das Angebot zuvor zurückgewiesen hatte.
Amgen kündigt Aktienrückkauf-Programm über weitere 5 Mrd USD an
Die Amgen Inc hat Aktienrückkäufe über weitere 5 Mrd USD in Aussicht gestellt.
Wie der US-Biotechnologiekonzern mitteilte, ist ein entsprechendes Programm
genehmigt worden. Aus einem früheren Aktienrückkaufprogramm stehen dem
Unternehmen nach eigenen Angaben noch 1,5 Mrd USD zur Verfügung.
Bank of America sieht keine Notwendigkeit für Zukauf in Europa
Die Bank of America Corp sieht nach den Worten ihres CEO Kenneth Lewis keine
strategische Notwendigkeit für eine Akquisition in Europa. Wie Lewis sagte,
fehlt der Bank of America derzeit zudem die "komfortable Größe", die für eine
Übernahme in Europa nötig wäre. Mit seinen Aussagen stellte sich Lewis gegen
jüngste Spekulationen am Markt, nach denen die Bank of America möglicherweise
eine Offerte für die britische Barclays plc vorlegen werde.
GM-CEO: Es kommt Bewegung in die Gespräche bei Delphi
In die Gespräche mit der Delphi Corp ist Bewegung gekommen. Diese Ansicht
vertritt der Chairman und CEO der General Motors Corp (GM), Rick Wagoner.
Allerdings warnte er zugleich davor, die erzielten Fortschritte überzubewerten.
GM, ihre ehemalige Tochtergesellschaft Delphi, deren Gläubiger und die bei dem
Automobilzulieferer vertretenen Gewerkschaften befinden sich in komplexen
Verhandlungen. Sie betreffen einen Rettungsplan für Delphi, die seit Oktober
2005 unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 steht.
United Tech konkretisiert Gewinn- und Umsatzerwartung 07
Der US-Technologiekonzern United Technologies Corp hat seine Gewinn- und
Umsatzerwartung für 2007 konkretisiert. Das Ergebnis je Aktie soll in dem
Zeitraum zwischen 10% und 14% über dem Wert des Vorjahres liegen, teilte das
Unternehmen auf seinem Investoren- und Analystentag mit. Dies entspreche dann
einem Ergebnis je Aktie in einer Bandbreite zwischen 4,05 USD und 4,20 USD.
DJG/kla/nas
14.12.2006 - 07:22:12
TABELLE/Techem AG - Geschäftsjahr 2005/06
===
Techem AG - Eschborn
Geschäftsjahr (30.9.) 2005/06 2004/05
Umsatz 523,0 Mio 466,8 Mio
- Energy Services 420,1 Mio 391,5 Mio
- Energy Contracting 93,1 Mio 67,2 Mio
- IT Services 9,8 Mio 8,1 Mio
EBIT 106,4 Mio 84,4 Mio
Nettoergebnis 57,3 Mio 39,9 Mio
Ergebnis/Aktie 2,34 1,62
Investitionen 139,0 Mio 126,9 Mio
Eigenkapital 231,1 Mio 206,6 Mio
Nettoverschuldung 274,9 Mio 208,3 Mio
Kunden 686.000 655.000
Installierte Geräte 40,6 Mio 39,9 Mio
- davon Funk 24,5% 20,5%
Mitarbeiter 2.538 2.407
-Angaben in EUR bis auf Kunden-, Geräte- und Mitarbeiterzahlen
===
DJG/tow/brb
14.12.2006 - 07:13:00
Techem erwartet 2006/07 Umsatz- und EBIT-Zuwachs von 6%-7%
ESCHBORN (Dow Jones)--Die Techem AG, Eschborn, hat sich für das laufende
Geschäftsjahr 2006/07 (30.9.) eine Wachstumsrate von 6% bis 7% bei Umsatz und
EBIT als Ziel gesetzt. Damit werde die EBIT-Marge nachhaltig zwischen 18% und
20% ausfallen, sagte der Vorstandsvorsitzende Horst Enzelmüller am Donnerstag
bei Vorlage der endgültigen Zahlen für 2005/06. Als Dividende werde Techem der
kommenden Hauptversammlung wie im Vorjahr 0,50 EUR je Aktie vorschlagen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 12% auf 523 (466,8) Mio
EUR und das EBIT um 26% auf 106,4 (84,4) Mio EUR. Die operative Marge lag damit
bei 20,3% (18,1%). Beide Kennzahlen übertrafen somit die jüngst erst angehobene
Unternehmensplanung, die einen Umsatz von bis zu 522 und ein EBIT von bis zu
106 Mio EUR vorsah.
Das Nettoergebnis von Techem lag im abgelaufenen Jahr bei 57,3 (39,9) Mio
EUR, wie das MDAX-Unternehmen ausführte. Auch für das neue Geschäftsjahr
stellte Enzelmüller Akquisitionen im In- und Ausland in Aussicht.
Website: http://www.techem.de/
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
14.12.2006 - 06:43:29
PRESSESPIEGEL/Unternehmen
ALLIANZ - Der Versicherungskonzern ist einer der vier Bieter für die
österreichische Gewerkschaftsbank Bawag. Wie es aus österreichischen
Finanzkreisen heißt, sind die Münchener neben der BayernLB der einzige
strategische Investor. Die Allianz war bisher aus "taktischen" Gründen
ungenannt geblieben. (Handelsblatt S. 23)
DAIMLERCHRYSLER - Der Automobilkonzern steht kurz vor der Entscheidung über
den gesuchten Kooperationspartner für seine US-Sparte Dodge im
Kleinwagensegment. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wird der
Aufsichtsrat auf seiner Sitzung Mitte kommender Woche voraussichtlich
entscheiden, mit welchem Hersteller die Chrysler-Marke gemeinsam Kleinwagen
bauen wird. Als Favorit gilt der chinesische Automobilbauer Chery.
(Handelsblatt S. 12)
SIEMENS - Der Staatsanwaltschaft München liegen Hinweise vor, denen zufolge
neben dem verhafteten ehemaligen Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt auch andere
Mitglieder der Konzernspitze über das System der schwarzen Kassen und
Schmiergeldzahlungen im Millionenhöhe informiert gewesen sein sollen.
(Süddeutsche Zeitung S. 1)
BURDA - Der türkische Mischkonzern Dogan Yayin lotet für seinen geplanten
Einstieg in den deutschen Fernsehmarkt eine Kooperation mit dem Münchner
Zeitschriftenverlag Hubert Burda Media aus. Aus Branchenkreisen heißt es, dass
bereits Vorgespräche über eine solche Zusammenarbeit geführt wurden. Dogan hat
am Dienstag ein verbindliches Kaufangebot für den größten deutschen
Privatfernsehkonzern ProSiebenSat.1 Media AG abgegeben. (FAZ S. 14)
HHLA - Der Hamburger Senat hat sechs Bieter in die engere Wahl für den
Einstieg bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) genommen. Sie dürfen
nun einen tiefen Blick in die Bücher des größten Hamburger
Container-Umschlagsbetriebs werfen. Die Hansestadt hat 49,9% der landeseigenen
HHLA zum Verkauf ausgeschrieben. Es stehen sowohl strategische Investoren als
auch reine Finanzinvestoren auf der "Short-list" des Senat, heißt es. Zu den
ausgewählten strategischen Bietern zählen die Deutsche Bahn und Dubai Ports
World, der weltweit drittgrößte Hafenbetreiber. Auf der Seite der
Finanzinvestoren habe die britische Beteiligungsgesellschaft 3i den Sprung in
die Endrunde geschafft. (FAZ S. 14)
EUROFIGHTER - Das Eurofighter-Konsortium hat im Rennen um einen wichtigen
Großauftrag das Nachsehen. Das türkische Verteidigungsministerium hat jetzt
beschlossen, sich an der Produktionsphase des US-Konkurrenzmodells F-35 zu
beteiligen. Das Volumen des Auftrags beläuft sich auf rund 10 Mrd USD.
(Handelsblatt S. 14)
ARD/ZDF - Die Auseinandersetzung zwischen Brüssel und den Bundesländern um
die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland eskaliert.
Nach jahrelangen Verhandlungen mit der EU-Wettbewerbsbehörde haben die
Ministerpräsidenten der Länder die Gespräche ausgesetzt. Nach Angaben aus
Kommissionskreisen wird Brüssel jetzt gegen Deutschland aller
Wahrscheinlichkeit nach ein EU-Beihilfeverfahren wegen des Verdachts der
Quersubventionierung eröffnen. (Handelsblatt S. 1)
VEOLIA - Der französische Versorgungskonzern drängt in das deutsche
Müllgeschäft. Im Bieterrennen um die Entsorgungstochter des Energiekonzerns
EnBW haben die Franzosen nach Angaben aus Branchenkreisen ein ambitioniertes
Angebot vorgelegt. (FAZ S. 16)
DJG/pi/brb
-0-
14.12.2006 - 06:39:20
TAGESVORSCHAU/14. Dezember 2006
===
07:00 DE/Techem AG, Jahresergebnis (endgültig), Frankfurt (A)
09:00 DE/Bundeskanzlerin Merkel, Regierungserklärung zur
bevorstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft, Berlin
09:30 AT/Immoeast Immobilien Anlagen AG, PK zum Ergebnis 1H, Wien
***09:30 CH/Schweizerische Nationalbank (SNB), Geldpolitische
Lagebeurteilung mit Zinsentscheid, Bern
***10:00 EU/EZB, Monatsbericht Dezember
10:00 DE/Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
(GDV), PK zum Thema Kreditversicherung, Köln (A)
10:00 DE/ZF Friedrichshafen AG, Jahresabschluss-PK, Friedrichshafen
10:00 FI/Suomen Pankki, PK mit Präsident Liikanen zu den
Wirtschaftsprognosen der Zentralbank, Helsinki (A)
10:00 IT/Verbraucherpreise November (endgültig)
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
vorläufig: +0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
***10:30 DE/ifo Institut für Wirtschaftsforschung, PG mit Präsident
Sinn zum Thema: "Die Wirtschaftslage zum Jahreswechsel
2006/07", München
***10:30 GB/Einzelhandelsumsatz November
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+2,8% gg Vj
zuvor: +0,9% gg Vm/+3,9% gg Vj
***11:00 DE/Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung
(RWI), Konjunkturprognose, Essen
11:00 EU/Eurostat, Arbeitskosten 3Q
Eurozone
PROGNOSE: +2,6% gg Vj
zuvor: +2,4% gg Vj
11:00 EU/Eurostat, Erwerbstätigkeit 3Q
11:30 DE/Frankfurter Sparkasse AG, PK zum Stand der Integration in
den Helaba-Konzern und zur abgeschlossenen Neuausrichtung,
Frankfurt (A)
12:00 DE/E.ON AG, Bekanntgabe der Beschlüsse der AR-Sitzung vom
Vortag zur Investitionsplanung (17:00 Conference Call),
Düsseldorf
***14:00 US/Lehman Brothers Holdings Inc, Ergebnis 4Q
(PROGNOSE: 1,68), New York
***14:30 US/Import- und Exportpreise November
Importpreise
PROGNOSE: -0,2% gg Vm
zuvor: -2,0% gg Vm
***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: -4.000 auf 320.000
zuvor: -34.000 auf 324.000
18:00 DE/Johann Wolfgang Goethe Universität, Money and Macro
Lecture des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Vortrag
von EZB-Direktoriumsmitglied Stark zum Thema:
"Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank", Frankfurt (A)
18:00 DE/Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB), PG zur
Geschäftsentwicklung 2006 und zu aktuellen Themen der Bank
(Berichterstattung am Folgetag), Hannover
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
- DE/TUI AG, AR-Sitzung zu den mittelfristigen Zielen und das
Budget für 2007, Hannover (A)
*** - DE/Biogas Nord AG, Erstnotiz im Entry Standard der
Frankfurter Wertpapierbörse
*** - GB/HBOS plc, Trading Statement, Edinburgh
- AT/Flughafen Wien AG, Verkehrszahlen November, Wien
- AT/Pankl Racing Systems AG, Jahresergebnis, Bruck a.d. Mur
- DK/Danisco A/S, Ergebnis 1H, Kopenhagen
- GB/MyTravel Group plc, Jahresergebnis, London
- US/Bear Stearns Companies Inc, Ergebnis 4Q (PROGNOSE: 3,36),
New York
- EU/Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs
(bis 15.12.), Brüssel (A)
- CN/US-Finanzminister Paulson und Fed-Chairman Bernanke,
Teilnahme an der ersten Sitzung des US-China Strategic
Economic Dialogue (bis 15.12.), Peking
*** - NG/OPEC, 143. ao Ministertreffen, Abuja
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
- PROGNOSE bei US-Unternehmen = Prognose von Thomson First Call,
bezogen auf den Gewinn je Aktie in USD
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DJG/gla/brb
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14.12.2006 - 06:29:24
Chrysler verlängert wegen hoher Bestände Produktionspause - WSJ
Von Neal E. Boudette
The Wall Street Journal
NEW YORK (Dow Jones)--Die Chrysler Group will die Produktion in einigen
US-Werken in der Weihnachtssaison zum Teil um bis zu vier Wochen einstellen.
Auf diese Weise wolle die US-Tochter der DaimlerChrysler AG der im Laufe des
Jahres wegen der schwächeren Nachfrage aufgebauten Bestände Herr werden,
schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit dem Vorgang
vertraute Personen.
Das Unternehmen habe die Vertreter der Gewerkschaften bereits davon in
Kenntnis gesetzt, dass die während der Weihnachtsfeiertage üblichen Werksferien
möglicherweise bis in den Januar hinein verlängert werden könnten.
Chrysler hat zuletzt unter der Abkehr der Verbraucher von Nutzfahrzeugen
und SUVs gelitten, die etwa 75% zum Umsatz beitragen. Wegen der gestiegenen
Treibstoffpreise werden inzwischen vermehrt Pkw gekauft.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.com
http://www.wsj.com
DJG/DJN/bam/brb
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