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Donnerstag, Dezember 14, 2006

14.12.2006 - 20:16:04 Daimler-Verkauf von EADS-Aktien noch vor Weihnachten - Presse BERLIN (Dow Jones)--Bundesregierung und Banken rechnen damit, dass der geplante Verkauf eines EADS-Aktienpakets aus dem Besitz der DaimlerChrysler AG in Kürze realisiert werden kann. "Es wäre wünschenswert, wenn das Geschäft vor Weihnachten abgeschlossen sein könnte", erfuhr das "Handelsblatt" (HB, Freitagsausgabe) aus Kreisen der Bundesregierung und des Frankfurter Finanzmarktes. Bei dem Geschäft geht es darum, wie Daimler-Chrysler 7,5% EADS-Aktien zeitlich befristet an ein Konsortium von Finanzinvestoren überträgt. Auch der "Tagesspiegel" meldete vorab aus Verhandlungskreisen, es seien nur noch Details zu klären, vor allem juristischer Natur. Allerdings dürfte das Konsortium kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. Ein EADS-Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Das sei Sache der Aktionäre, sagte er Dow Jones Newswires. DaimlerChrysler war kurzfristig nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Konzern hält noch 22,5% der Anteile des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns will aber auf 15% reduzieren. Nach Informationen des "Handelsblatts" haben sich die Verhandlungsführer von Commerzbank, Deutscher Bank, Goldman Sachs und der KfW-Bankengruppe mit dem Wirtschaftsabteilungsleiter im Bundeskanzleramt, Jens Weidmann, jüngst zu abschließenden Gesprächen am Frankfurter Flughafen getroffen. Banken und Bundesregierung haben sich demnach darauf verständigt, dass der Daimler-Anteil mit Hilfe einer Derivate-Konstruktion faktisch in stimmrechtslose Vorzugsaktien umgewandelt wird. Die Laufzeit soll etwa vier Jahre betragen, Daimler behält während dieser Zeit weiter alle Stimmrechte, erfuhr die Zeitung aus dem Kreis der federführenden Banken. Vorteil dieser Lösung sei, dass die Aktien nach Ablauf dieser Zeit wieder an Daimler zurückgingen, wobei die Investoren von einer erwarteten positiven Kursentwicklung und überdurchschnittlichen Renditen profitierten, schreibt die Zeitung. Die Banken rechnen mit einer Verzinsung von deutlich mehr als 4%. Derzeit arbeiteten mehrere Anwaltskanzleien an der Prüfung der Verträge für das Finanzkonstrukt. Außerdem soll die Lösung auch mit den französischen EADS-Aktionären abgestimmt werden. Laut "Tagesspiegel" hat einer der von der Bundesregierung angesprochenen Investoren Vorbehalte an den Konditionen des Konstrukts signalisiert. Es sei unwahrscheinlich, dass man einsteige, und mit dieser Haltung stehe man auch nicht allein. Webseite: http://www.handelsblatt.com/ http://www.tagesspiegel.de/ DJG/rio -0-

14.12.2006 - 20:05:21 EU fordert Netzagentur zum Durchgreifen bei VDSL-Zugängen auf BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat die Bundesnetzagentur aufgefordert, den von ihr geforderten Zugang von Wettbewerbern zum neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom AG "unverzüglich durchzusetzen". Nach geltendem EU-Recht müsse der Zugang der Wettbewerber zum VDSL-Netz sichergestellt werden, sagte der Sprecher der für Telekommunikation zuständigen EU-Kommissarin Viviane Reding, Martin Selmayr, Dow Jones Newswires am Donnerstag. Die Telekom bietet ihren Wettwerbern direkte Internetverbindungen zu den Endkunden nur ohne den von Regulierer und EU-Kommission verlangten Zugang zu ihrem neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz an. Die Konkurrenten wiesen das am Donnerstag vorgelegte Standardangebot des Ex-Monopolisten daher umgehend als unzureichend zurück und forderten die Bundesnetzagentur zum Eingreifen auf. Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass über VDSL seitens der Deutschen Telekom Produkte angeboten werden, die einem anderen Markt als dem von der Deutschen Telekom dominierten Großkunden-Breitbandmarkt zuzuordnen sind, sagte Selmayr mit Blick auf das Angebot. "Die Kommission erwartet deshalb, dass die Bundesnetzagentur im Einklang mit der getroffenen Marktanalyse diesen Zugang unverzüglich durchsetzt." Die Kommission erwarte außerdem, dass die Bundesnetzagentur es ermöglicht, dass ein DSL-Zugang zur Verfügung gestellt wird, ohne dass die Endkunden gezwungen werden, gegen ihren Willen einen herkömmlichen Telefonanschluss bei der Deutschen Telekom zu mieten. Dieses ist in dem am Berichtstag vorgelegten Angebot ebenfalls nicht enthalten. Die Bundesnetzagentur hatte den Bonner Konzern im September verpflichtet, binnen drei Monaten ein Standardangebot für den Breitbandzugang auf Basis des Internets vorzulegen. Die Preise dafür muss sich die Telekom dann vorab genehmigen lassen. Solche Direktverbindungen ins Web sind besonders für Internet- Dienstleister ohne eigenes Netz wie United Internet oder freenet interessant. Bis jetzt fungieren diese in der Hauptsache als Wiederverkäufer der DSL-Angebote der Telekom. Webseiten: http://www.telekom3.de http://www.BNetzA.de http://www.ec.europa.eu DJG/stm/abe/rio

14.12.2006 - 19:54:03 EZB/Stark weist französische Kritik zurück FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark hat sich deutlich gegen Versuche französischer Politiker gewandt, sich in die Belange der Europäischen Zentralbank (EZB) einzumischen. Diejenigen, die jetzt an die Unabhängigkeit der Notenbank wollten, hätten selbst die Verträge unterschrieben, die der EZB ihre Unabhängigkeit sicherten, sagte Stark am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Er verwies darauf, dass sich die EZB nicht zum Sündenbock für schwache wirtschaftliche Entwicklungen in einzelnen Ländern machen lasse. Mit Blick auf die aktuelle Politik der EZB erklärte Stark, dass die Zinsen auch nach der jüngsten Anhebung niedrig seien und die Geldpolitik akkommodierend sei. Die EZB werde auch weiterhin rechtzeitig und entschieden handeln, um dem Mandat der Preisstabilität gerecht zu werden. Stark unterstrich, dass die EZB auch dann handeln werde, wenn aktuelle Daten eine andere Interpretation zuließen. -Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310, konjunktur.de@dowjones.com DJG/ptt/smh -0-

14.12.2006 - 19:25:16 UPDATE2: E.ON will bis 2009 über 25 Mrd EUR investieren (NEU: Ausssagen aus der Telefonkonzerenz) Von Andreas Heitker Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat ihren Investitonsrahmen ausgeweitet und will in den nächsten drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR für Kraftwerke, Netze und Beteiligungen ausgeben. "Die Investitionen werden die Sicherheit der Strom- und Gasversorgung weiter steigern", zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Donnerstag zuversichtlich. Der Aufsichtsrat hat die Investitionen für die Jahre 2007 bis 2009, die E.ON vollständig aus dem Cash-flow des laufenden Geschäfts finanzieren will, bereits gebilligt. Vor einem Jahr hatte der dreijährige Investitionsplan noch Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen. Die geplante Endesa-Übernahme ist in den Planzahlen nicht enthalten. Die Akquisition des spanischen Stromversorgers werde aber unverändert konsequent weiterverfolgt, betonte Bernotat in einer Telefonpressekonferenz. Die Einbeziehung von Endesa in den Investitionsplan sei derzeit aber noch zu früh. 22,4 Mrd EUR will der Düsseldorfer DAX-Konzern in den kommenden drei Jahren in Sachanlagen investieren. Gut die Hälfte davon fließen in die Modernisierung und den Neubau von Kraftwerken. Neben den breits begonnenen Projekten in Datteln und Irsching ist am Standort Staudinger ein neuer 1.100 Megawatt-Steinkohleblock vorgesehen, wie E.ON jetzt bekannt gab. Der Bau stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt "verlässlicher energiepolitischer und regulatorischer Rahmenbedingungen". Im Ausland will E.ON - wie bereits bekannt - ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Italien, ein Kohlekraftwerk in den Niederlanden und mehrere neue Kohle- und Gaskraftwerke in Osteuropa bauen. In Großbritannien ist ebenfalls ein Gas- und ein Kohlekraftwerk geplant. In den USA befindet sich ein neues Kohlekraftwerk bereits vor der Fertigstellung. In die Stromnetze wird E.ON insgesamt 5,7 Mrd EUR investieren. Einen Schwerpunkt bilde dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum Anschluss weiterer Windkraftanlagen verstärkt werde, hieß es. Die Infrastruktur in der Gasversorgung wurde im neuen E.ON-Dreijahresplan mit 4,0 Mrd EUR berücksichtigt. Dabei gehe es insbesondere um den Aus- und Neubau von Leitungen, der Erweiterung von Speicherkapazitäten, der Erschließung von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals, erläuterte das DAX-Unternehmen. In den Planungen sind darüber hinaus 2,9 Mrd EUR für den Erwerb weiterer Beteiligungen vorgesehen. 1,2 Mrd EUR hiervon werden für den im Juli mit Gazprom vereinbarten Einstieg von E.ON beim sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje eingeplant. Diese Summe werde allerdings weitgehend durch die angekündigte Abgabe von ungarischen Beteiligungen an Gazprom wieder ausgeglichen, erläuterte Bernotat. Der DAX-Konzern erhält 25% minus eine Aktie an Yushno Russkoje - ebenso wie die BASF-Tochter Wintershall. In den Planungen von E.ON sind ebenfalls bereits 900 Mio EUR für Zukäufe in der Türkei und Rumänien vorgesehen sowie 400 Mio EUR für den kompletten Erwerb des slowakischen Stromunternehmens ZSE. An dem Versorger hält der slowakische Staat noch 51% der Anteile, hat aber eine Put-Option. Bernotat bekräftigte zugleich das Interesse von E.ON am russischen Strommarkt. Ein Team des Konzerns arbeite hier an etlichen Projekten, die im kommenden Jahr zu einer Entscheidung kommen könnten, sagte er. Der russische Markt zeige zum Teil ein hohes Wachstum, und auch die Preise gingen langsam nach oben. Die E.ON-Aktie reagierte nach Bekanntgabe des neuen Investitionsrahmens anfangs noch zögerlich, gewann bis zum Handelsende aber 0,85% auf 102,25 EUR. Analysten bezeichneten die Planungen in einer erster Reaktion als "recht voluminös". Es sei sicher nicht falsch, diese auch als "politisches Statement" zu verstehen, nachdem es in letzter Zeit zu Diskussionen über die hohen Gewinne im Versorgersektor gekommen sei. Die Investitionspläne seien aber auch konsequent in Hinblick auf das Wachstum im Kerngeschäft. Webseite: http://www.eon.com -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/rio

14.12.2006 - 18:53:39 EUREX/März-Bund fällt im späten Handel weiter zurück FRANKFURT (Dow Jones)--Der Renten-Future ist im späten Handel wieder unter den bei 117,75% ausgemachten, sei Juli gültigen Aufwärtstrend gefallen. Gegen 18.52 Uhr verliert der März-Future 22 Ticks 117,61%. Das Tageshoch liegt bei 117,98%, das Tagestief bei 117,57%. Umgesetzt worden sind bislang rund 1,46 Mio Kontrakte. "Sollte der Aufwärtstrend nachhaltig unterschritten und nicht wieder erobert werden, würde das einer deutlichen Eintrübung des mittelfristigen Ausblicks gleichkommen", meint ein Marktteilnehmer. Die nächste Unterstützung liege bei 117,60%. DJG/mif/rso

14.12.2006 - 18:53:07 Aareal Bank verkauft ihre Asset-Management-Aktivitäten FRANKFURT (Dow Jones)--Die Aareal Bank AG hat ihre Asset-Management-Aktivitäten für 28 Mio EUR an Schroders verkauft. Der Kaufpreis beinhalte einen Anpassungsbetrag von 6 Mio EUR, teilte die Aareal Bank am Donnerstag mit. Des weiteren kaufe Schroders Fondsbeteiligungen, an denen die Aareal Bank-Gruppe als Mitinvestor beteiligt ist. Der Wert dieser Fondsbeteiligungen beläuft sich den Angaben zufolge auf 21,4 Mio EUR. Zusätzlich sei Schroders bereit, weitere Fondsbeteiligungen bis zu einem Betrag von 29,8 Mio EUR zu erwerben. Dieses werde allerdings nicht vor dem 31. März 2007 geschehen. Die Aareal Bank erwartet einen Gewinn "im niedrigen zweistelligen Millionenbereich". Webseite: http://www.aareal-bank.com/ DJG/abe

14.12.2006 - 18:51:49 E.ON: Körperschaftssteuer-Guthaben abgezinst bei ... (zwei) Insgesamt habe E.ON ein Körperschaftssteuer-Guthaben von 1,5 Mrd EUR, erläuterte Schenck. Nach IFRS ergebe sich daraus ein abgezinster Anspruch von 1,2 Mrd EUR. Diesen Buchgewinn werde E.ON im Jahresabschluss 2006 aktivieren. E.ON bilanziert derzeit noch nach US-GAAP, stellt die Rechnungslegung aber 2007 auf IFRS um. Webseite: http://www.eon.com/ -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/rio

14.12.2006 - 18:50:47 Europabörsen schließen freundlich - Aussichten bleiben gut Das Interesse der internationalen Anleger an europäischen Aktien ist ungebrochen und ließ auch am Donnerstag die Indizes weiter nach oben klettern. Die Aufmerksamkeit richtete sich bereits auf den "Hexensabbat" an der Terminbörse Eurex, der am Freitag ansteht. Die Indizes wie auch die meisten Einzeltitel sind seit dem letzten Verfalls-Termin im September noch ein gutes Stück gelaufen. Da sich ein Verfall in der Regel trendbestätigend auswirkt, seien weitere Gewinne aber möglich, sagte ein Händler. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wie auch die Import- und Exportpreise für den November blieben ohne größeren Einfluss. Der Euro-Stoxx-50, der um 0,6 Prozent oder 25 auf 4.119 Punkte stieg, kletterte im Verlauf bis auf 4.123 Punkte. Der Stoxx-50 legte um 0,7 Prozent bzw 27 auf 3.715 Punkte zu. Rohstoffsektor von Morgan Stanley gestützt Der Minensektor, der um fast zwei Prozent anzog, wurde nach Einschätzung eines Londoner Händlers von einer günstigen Analyse von Morgan Stanley gestützt. Die Investmentbank hat das Kursziel von Xstrata auf 3.600 p erhöht, was einen Aufschlag von fast 50 Prozent des derzeitigen Kursniveaus darstellt. Das stützte auch andere Aktien aus dem Sektor, heißt es. Rio Tinto gewannen 2,1 Prozent auf 2.842 p und Xstrata sogar 5,5 Prozent auf 2.511. Auch die Energiewerte, die durchschnitt ein Prozent gewannen, erfreuten sich erhöhter Nachfrage. Bankensektor trotz guter US-Vorlagen nur durchschnittlich Wie schon zuvor die Zahlen von Goldman haben auch Lehman und Bear Stearns keinen größeren Einfluss auf den europäischen Bankensektor ausgeübt. "Die Zahlen waren ordentlich, aber es gibt Bedenken, dass sie in Zukunft nur noch schwer zu halten oder gar zu übertreffen sein werden", sagt ein Händler. Zudem seien derartige Zahlen bereits im Vorfeld erwartet worden. Der Bankensektor legte 0,5 Prozent zu. ABN Amro entwickelten sich mit einem Aufschlag von einem Prozent auf 24,35 EUR erneut überdurchschnittlich. Nestle-Zukauf kommt gut an Der Kauf der Medical-Nutrition-Sparte von Novartis durch Nestle wurde von Marktteilnehmern begrüßt. Die Transaktion hat ein Volumen von 2,53 Mrd USD. Nestle habe bereits seit längerem Interesse an der Sparte gehabt. Strategisch stelle der Kauf eine Stärkung der Nestle-Position im Nahrungsmittelmarkt dar. Der Kaufpreis bewegt sich laut einem Händler im Rahmen der Erwartungen. Nestle legten um 2,2 Prozent auf 439,25 CHF zu, Novartis gewannen 1,8 Prozent auf 71,35 EUR. Tesco zogen ebenfalls deutlicher an. Die Aktie profitierte nach Einschätzung von Händlern von den überraschend positiven britischen Einzelhandelsumsätzen. Diese sind im November gegenüber dem Vormonat entgegen den Erwartungen um 0,3 Prozent gestiegen. Analysten hatten dagegen einen Rückgang erwartet. Die Aktie stieg um 0,5 Prozent auf 393 p. Der Lebensmittelsektor gewann im Schnitt 0,6 Prozent. DJG/mif/rso

14.12.2006 - 18:23:02 EZB/Weber: Konjunktur muss nicht mehr gestützt werden - FAZ FRANKFURT (Dow Jones)--Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, sieht weiterhin Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung im Euroraum, den er in einer guten konjunkturellen Verfassung sieht. "Wir haben sehr klar gemacht, dass die Geldpolitik weiterhin die Wirtschaft anregt, die Leitzinsen nach wie vor auf einem niedrigen Stand sind", sagte das Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Freitagausgabe). Es bestehe aber kein Bedarf mehr, die Konjunktur geldpolitisch zu stützen, fügte er hinzu. Die EZB hatte ihren Leitzins in der vergangenen Woche um 25 Basispunkte auf 3,50% angehoben, an den Finanzmärkten wird für spätestens März ein weiterer Zinsschritt dieses Ausmaß erwartet. Der Bundesbankpräsident betonte, dass die EZB nicht auf eine weitere Zinserhöhung vorfestgelegt sei, sagte aber zugleich: "Sollten die Preisrisiken sich verfestigen oder verstärken, ist es sicherlich angezeigt, dass man die Geldpolitik anpasst." Webseite: www.faz.net DJG/hab -0-

14.12.2006 - 18:19:57 Nokia und Siemens verschieben Start ihres Joint Venture STOCKHOLM (Dow Jones)--Nokia und Siemens haben sich angesichts der Korruptionsaffäre beim deutschen Technologiekonzern darauf geeinigt, den Start des geplanten Gemeinschaftsunternehmens im Telekombereich so lange zu verschieben, bis die internen Prüfungen der Vorgänge bei Siemens abgeschlossen sind. Das Joint Venture werde voraussichtlich noch im ersten Quartal 2007 operativ werden, teilte Nokia am Donnerstag mit. Bisher war ein Start zu Jahresbeginn vorgesehen. Für das Closing bedürfe es noch einer Vereinbarung beider Seiten, die auf den Ergebnissen und Konsequenzen der Compliance-Überprüfung bei Siemens fuße. Die Prüfung dürfte im ersten Quartal abgeschlossen werden, erklärte Nokia. Beide Seiten seien sich angesichts der laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bei Siemens einig, dass die bisher geschlossene Joint-Venture-Vereinbarung ergänzt werden müsse. Nokia werde an der Prüfung der Vorgänge aktiv beteiligt sein. Mitte Juni hatte sich die Siemens AG mit der Nokia Oy darauf geeinigt, ihre Sparte Communications (Com) in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Nokia Siemens Networks einzubringen. Vor wenigen Tagen hatten Siemens-Manager allerdings die Befürchtung geäußert, dass das Vorhaben wegen der Korruptionsaffäre scheitern könnte. Webseite: http://www.nokia.com/ DJG/rio/abe

14.12.2006 - 18:18:46 XETRA-SCHLUSS/Fester und wieder mit neuem Hoch FRANKFURT (Dow Jones)--Fester hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag geschlossen. Der DAX gewann 0,5% oder 32 auf 6.553 Punkte und markierte mit 6.559 zeitweise ein Jahreshoch. Gehandelt wurden Aktien für rund 5,3 Mrd EUR nach 5,9 Mrd EUR am Vortag. Händler sprachen von guten Vorgaben, vor allem aus dem frühen US-Geschäft. Einige Anleger positionierten sich bereits für das neue Jahr, hieß es. Mit einer trendverlängernden Wirkung des "Hexensabbats", dem Verfallstermin an der Terminbörse Eurex am Freitag könnte der DAX nun bis zum Jahresende auf 6.700 Punkte steigen. Die US-Konjunkturdaten am Nachmittag blieben ohne größeren Einfluss auf den Markt. Zahlreiche Aktien konnten zum Teil deutlich zulegen. Deutsche Postbank, die sich um 1,2% auf 64,03 EUR erhöhten, konnten sich von den Vortagsverlusten erholen. Lufthansa profitierten von anhaltender Übernahmefantasie im Sektor. Ein Bieterkonsortium unter der Führung von Texas Pacific Group hatte für die australische Qantas geboten und den Zuschlag für 8,7 Mrd USD erhalten. Dies beflügelte die Airlines weltweit, Lufthansa stiegen um 1,3% auf 20,87 EUR. E.ON-Aktie präsentierte umfangreiche Investitionspläne für die kommenden Jahre. Ein Analyst bezeichnete diese als konsequent in Hinblick auf das Wachstum im Kerngeschäft. Die Auswirkungen seien allerdings langfristiger Natur und daher zunächst ohne Relevanz für den Kurs. Die Ausgaben für die Beteiligung am sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje seien mit 1,2 Mrd EUR "nicht gerade niedrig", blieben aber noch im Rahmen. E.ON gewannen 0,9% auf 102,40 EUR. Deutsche Bank gewannen 0,1% auf 100,75 EUR. Die Bank hat fast alle deutschen Immobilien ihres offenen Immobilienfonds Grundbesitz Invest für 2,1 Mrd EUR an die britische Investmentgesellschaft Eurocastle verkauft. Die guten Zahlen von Lehman und Bear Stearns blieben ohne Einfluss. Es sei erwartet worden, dass diese ordentlich ausfallen, meinten Händler. Größter Verlierer waren Fresenius Medical Care, die um 2,7% auf 105,18 EUR nachgaben. Die Analysten von Goldman Sachs hatten die Aktie auf "Neutral" gesenkt. Lanxess büßten 0,4% auf 41,78 EUR ein. Das Unternehmen schichtet seine Beteiligungen massiv um: In Südafrika übernimmt Lanxess die bislang von Dow Chemical gehaltene Hälfte an einem Joint Venture. Zugleich trennt es sich vom Textilchemiegeschäft in Nordamerika. ProSieben Vorzüge fielen nach lebhaftem Handel um 0,8% auf 23,50 EUR. Die Beteiligungsgesellschaften KKR und Permira haben das Rennen um die bislang von Haim Saban gehaltenen 50,1% der Stämme für sich entschieden. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass der Verkaufserlös nicht ganz so hoch ausgefallen sei, wie teilweise erhofft. Vossloh schlossen fast unverändert mit 56,98 EUR. Die Eigentümer-Familie hat bestätigt, dass sie keinen Verkauf ihrer Aktienanteile plant. Diese Spekulation hatte in den vergangenen Tagen für deutliche Kursaufschläge gesorgt. Stada wurden nach Aussage von Händlern von technischen Faktoren und der Hoffnung auf weitere Übernahmen gestützt. Die Akquisition und Integration von Hemofarm sei erfolgreich verlaufen, was die Fähigkeiten des Generikaherstellers in dieser Hinsicht zeige. Stada stiegen um knapp 5% auf 43,24 EUR. Im TecDAX sprangen Conergy um fast 9% auf 45,70 EUR. Der Wert sei seit den positiven Aussagen im Rahmen der Drittquartalszahlen zum Sektorfavoriten avanciert, sagten Händler. DJG/mif/rso

14.12.2006 - 18:07:44 E.ON: Körperschaftssteuer-Guthaben abgezinst bei 1,2 Mrd EUR DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG wird nach Angaben von Finanzvorstand Marcus Schenck im Jahresabschluss 2006 einen Sonderertrag auf Grund der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ausweisen. Das Guthaben, das E.ON hier aktivieren könne, betrage abgezinst insgesamt 1,2 Mrd EUR, sagte Schenck am Donnerstag in einer Telefonpressekonferenz. DJG/hei/rio

14.12.2006 - 17:38:49 ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung Permira und KKR machen bei ProSieben das Rennen Die europäische Senderkette SBS, hinter der die Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) steht, hat das Rennen um den Mehrheitsanteil an der ProSiebenSat.1 Media AG für sich entschieden. Das Verkäuferkonsortium um den US-Milliardär Haim Saban hat sich dazu entschlossen, ihre 50,5%-Beteiligung an ProSiebenSat.1 an SBS zu verkaufen, wie zunächst von der Bayerischen Staatskanzlei bestätigt wurde. Die türkische Dogan Yayin Holding, die ebenso wie ein Konsortium der Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs Group Inc bis zuletzt im Rennen um den Zuschlag für die Senderkette gewesen war, bestätigte ihre Niederlage im Bieterverfahren kurze Zeit später. E.ON will bis 2009 über 25 Mrd EUR investieren Die E.ON AG hat ihren Investitonsrahmen ausgeweitet und will in den kommenden drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR für Kraftwerke, Netze und Beteiligungen ausgeben. "Die Investitionen werden die Sicherheit der Strom- und Gasversorgung weiter steigern", sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat. Der Aufsichtsrat hatte die Investitionsplanung für 2007 bis 2009 am Vorabend beschlossen. Vor einem Jahr hatte der dreijährige Investitionsplan noch Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen. Die geplante Endesa-Übernahme ist in den Planzahlen nicht enthalten. Dt-Post-AR verlängert Vorstandsverträge von Appel und Mullen Der Aufsichtsrat der Deutschen Post AG hat am Donnerstag routinegemäß die Verlängerung von zwei Vorstandsverträgen beschlossen. Frank Appel, im Konzernvorstand verantwortlich für Global Business Services, wurde als Vorstandsmitglied wiederbestellt, teilte das Unternehmen mit. Ebenso sei das Mandat von John Mullen verlängert worden, der das weltweite Express-Geschäft des Konzerns verantworte. Eurex startet Handel mit Kreditderivaten am 27. März 2007 Die Terminbörse Eurex wird am 27. März 2007 ein börsennotiertes Kreditderivat auf den Markt bringen. Dabei handele es sich um einen Futures-Kontrakt auf die iTraxx-Europe 5-Year-Indexserie, teilte die Tochter der Deutschen Börse mit. Der Index bilde ein gleichgewichtetes Portfolio der 125 liquidesten europäischen Referenzschuldner für Credit Default Swaps (CDS) im Investment-Grade Bereich ab. Marktteilnehmer können sich mit Kreditderivaten gegen Kreditereignisse wie Unternehmensinsolvenz, Zahlungsausfall oder Restrukturierung absichern. Deutsche Bank aktiviert 350 Mio EUR Körperschaftsteuerguthaben Die Deutsche Bank AG wird im laufenden Jahr einen Sonderertrag auf Grund der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ausweisen. Es entstehe ein einmaliger Steuerertrag, und der Jahresüberschuss im vierten Quartal 2006 erhöhe sich somit um rund 350 Mio EUR, teilte das Finanzinstitut am Donnerstag mit. Die Aktivierung des Steuerguthabens stelle aber lediglich einen geänderten Ausweis bereits bestehender Steuerguthaben dar. Lufthansa aktiviert Körperschaftssteuerguthaben erstmals 2006 Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, aktiviert ihr Körperschaftssteuerguthaben erstmals zum 31. Dezember 2006. Dadurch werde ein Einmalertrag erzielt, sagte Sprecher Michael Göntgens auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Die Lufthansa werde dessen Höhe aber erst bei der Vorlage der Bilanz beziffern. Dieser Einmalertrag habe keinerlei Auswirkung auf das operative Ergebnis, so dass der Luftfahrtkonzern seinen Ausblick dafür nicht verändern werde. VW verbucht 2006 Körperschaftssteuerertrag von 951 Mio EUR Die Volkswagen AG erwartet im laufenden Jahr wegen der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes einen Sonderertrag von 951 Mio EUR. Das sagte VW-Sprecherin Christine Ritz zu Dow Jones Newswires. Auf die Prognose des operativen Ergebnisses habe der Ertrag keinen Einfluss da dieser im Nachsteuerergebnis verbucht werde. VW erwartet im operativen Geschäft ein Ergebnis über Vorjahr. Hannover Rück: Ertrag aus Körperschaftssteuergesetz 6 Mio EUR Die Hannover Rückversicherung AG, Hannover, verbucht aus der Neuregelung des Körperschaftssteuergesetzes anders als andere Unternehmen nur einen geringen Einmalertrag. "Wir erwarten vor dem Hintergrund dieser Gesetzesänderung lediglich einen Einmaleffekt 2006 von 6 Mio EUR", teilte der nach Beitragseinnahmen viertgrößte Rückversicherer auf Anfrage von Dow Jones Newswires mit. Die Prognose für 2006 bleibe unverändert, hieß es weiter. EMI Group beendet Gespräche mit potenziellem Kaufinteressenten Das britische Musikunternehmen EMI hat die Gespräche mit einem potenziellen Kaufinteressenten beendet. Dem Board sei keine Offerte vorgelegt worden, die den Wert und die künftigen Chancen der Gesellschaft ausreichend berücksichtige, teilte EMI mit. Der Musikkonzern hatte am 28. November angekündigt, er sei von einem Kaufinteressenten kontaktiert worden. Das "Wall Street Journal" hatte seinerzeit unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, die europäische Private-Equity-Firma Permira Advisors Ltd habe EMI ein vorläufiges Angebot gemacht. Japan Tobacco will britische Gallaher für 16 Mrd USD kaufen - WSJ Die Japan Tobacco Inc steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der Übernahme des britischen Wettbewerbers Gallaher Group plc mit Sitz in Weybridge Surrey. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, will der japanische Tabakkonzern annähernd 8 Mrd GBP (rund 16 Mrd USD) für die Akquisition zahlen. Beide Unternehmen stünden unmittelbar vor einer entsprechenden Vereinbarung, hieß es weiter. Die geplante Transaktion wäre damit die größte Übernahme eines ausländischen Unternehmens durch eine japanische Gesellschaft, zitiert das Printmedium mit der Materie vertraute Personen weiter. DJG/abe

14.12.2006 - 17:19:09 DEVISEN/Dollar profitiert von robustem US-Arbeitsmarkt FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dollar hat am Donnerstag die Kursgewinne gegen Euro und Yen vom Vortag ausgebaut. Unterstützung hat die US-Währung laut Marktakteuren vom US-Arbeitsmarkt erhalten. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der Woche per 9. Dezember um 20.000 auf 304.000 zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit dem 14. Oktober. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Minus von 4.000 gerechnet. "Eine Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt zeichnet sich nicht ab", sagt ein Händler. Dies habe den Euro zum Dollar auf das Tagestief von 1,3145 USD gedrückt von Kursen um 1,3190 USD kurz vor Veröffentlichung der Daten. Aktuell handelt das Paar bei 1,3165 USD. Die Deutsche Bank merkt an, dass bei 1,3130 USD wieder Schnäppchenkäufer im Euro aktiv werden könnten. Zum Yen ist der Dollar im Tageshoch auf 117,90 JPY gestiegen von Notierungen um 117,55 JPY. Aktuell wechselt das Paar bei 117,67 JPY den Besitzer. Am Freitag wird in Japan der Tankan-Bericht der japanischen Notenbank zur Wirtschaftsstimmung veröffentlicht. Laut Deutscher Bank müsste der Bericht "schon äußerst kräftig ausfallen", um die Finanzmärkte auf eine Zinserhöhung in Japan einzustimmen. Von einer solchen würde dann auch der Yen profitieren, ergänzt ein Händler. Die US-Importpreise im November hätten die Devisennotierungen am Nachmittag kaum beeinflusst. Hier liege der Fokus eindeutig auf den US-Verbraucherpreisen, die am Freitagnachmittag der letzte Höhepunkt der Woche sein könnten. Der Schweizer Franken hat gegen die anderen Leitwährungen im Tagesverlauf nachgegeben. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat am Morgen den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,00% erhöht. Dies war allgemein erwartet worden. Überraschend für viele Beobachter war jedoch, dass die SNB ihre Inflationsprognosen für die Jahre 2006 bis 2008 reduziert hat. Die Feinunze Gold wurde im Londoner Nachmittags-Handel mit 627,40 USD festgestellt nach einem Vormittags-Fixing von 628,75 USD. === Europa Europa Europa (17.09) (12.00) (8.00) EUR/USD 1,3166 1,3224 1,3223 USD/JPY 117,66 117,45 117,44 EUR/JPY 154,93 155,35 155,28 EUR/GBP 0,6707 0,6725 0,6721 EUR/CHF 1,5978 1,5977 1,5941 === DJG/bek/rso

14.12.2006 - 17:14:31 Thomas Book in Eurex-Geschäftsleitung berufen FRANKFURT (Dow Jones)--Der Verwaltungsrat der Eurex Zürich AG und der Aufsichtsrat der Eurex Frankfurt AG haben Thomas Book mit sofortiger Wirkung für drei Jahre zum Mitglied der Geschäftsleitung von Eurex Zürich AG und zum Mitglied des Vorstands von Eurex Frankfurt AG berufen. Wie die Terminbörse und Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG am Donnerstag mitteilte, übernimmt der 35-Jährige das Ressort Clearing. Book ist seit 1995 in verschiedenen Führungspositionen bei der Deutschen Börse und Eurex tätig. Darüber hinaus haben die Aktionärsversammlungen der Eurex-Gesellschaften drei neue Mitglieder in die Verwaltungs- bzw Aufsichtsräte von Eurex Zürich, Eurex Frankfurt und Eurex Clearing AG gewählt. Christian Gell, Managing Director bei Credit Suisse, Andreas Häberli, Leiter der Abteilung Equities bei UBS Investment und Nicholas Teller, Mitglied des Commerzbank-Vorstandes, rücken in die entsprechenden Gremien. Alle drei Manager sind bis zur ordentlichen Aktionärsversammlung 2008 gewählt. Webseite: http://www.deutsche-boerse.com/ DJG/flf/rio

14.12.2006 - 17:08:16 UPDATE: Kritik an Telekom-Breitbandangebot - VDSL fehlt (NEU: Stellungnahmen von Netzagentur, Wettbewerberverband) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom bietet ihren Wettwerbern direkte Internetverbindungen zu den Endkunden nur ohne den von Regulierer und EU-Kommission verlangten Zugang zu ihrem neuen VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz an. Die Konkurrenten wiesen das am Donnerstag vorgelegte Standardangebot des Ex-Monopolisten daher umgehend als unzureichend zurück und forderten die Bundesnetzagentur zum Eingreifen auf. Der vorgeschlagene Bitstromzugang kombiniert lediglich die bestehenden DSL- Großhandelsprodukte und Zusammenschaltungsleistungen des Ex-Monopolisten. Nicht dabei ist auch "reines DSL" ohne Telefonanschluss. Die Bundesnetzagentur hatte den Bonner Konzern im September verpflichtet, binnen drei Monaten ein Standardangebot für den Breitbandzugang auf Basis des Internets vorzulegen. Die Preise dafür muss sich die Telekom dann vorab genehmigen lassen. Solche Direktverbindungen ins Web sind besonders für Internet-Dienstleister ohne eigenes Netz wie United Internet oder freenet interessant. Bis jetzt fungieren diese in der Hauptsache als Wiederverkäufer der DSL-Angebote der Telekom. Von Bitstream-Access versprechen sie sich aber, auch eigene Produkte mit anderen Datenraten als die Telekom auf deren Leitungen anbieten zu können. Für dieses Ansinnen zeigt die Telekom jedoch wenig Verständnis. Sie bot am Donnerstag lediglich die bestehenden Bandbreiten von einem, zwei, sechs und 16 Megabit an. Für Zwischenstufen sehe er keinen wirklichen Bedarf am Markt, sagte Schmidt. "Der Leistungsumfang entspricht insgesamt dem, was die Wettbewerber bereits heute bei uns bekommen können und was am Markt hervorragend etabliert ist", sagte der Telekom-Regulierungsexperte Frank Schmidt der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Ein VDSL-Anschluss gehöre hingegen nicht zum IP-Bitstream. Auch die Möglichkeit, dass Endkunden bei einem alternativen Anbieter einen DSL-Zugang ins Internet über das Netz der Telekom bekommen, ohne zugleich dort einen Festnetzanschluss zu haben, sieht Schmidt noch in weiter Ferne. Für die Zukunft sei "naked DSL" zwar nicht auszuschließen. "Im Moment sehen wir uns aber nicht in der Pflicht. Daher ist eine Entkoppelung von DSL und Telefon auch nicht Teil unseres Standardangebots", sagte der Experte. Dieses sei als Grundlage für Verhandlungen mit den Wettbewerbern gedacht, sagte Schmidt. In einigen Monaten erwartet er eine Einigung, die dann von der Netzagentur zu genehmigen sei. Auf dieser Basis könne dann über die Tarife verhandelt werden, die jetzt nicht mit angeboten wurden. Schmidt machte klar, dass sie sich im Rahmen der bisherigen Vorleistungspreise für die Breitbandanschlüsse und die Zuführungsleistungen (ZISP) der Telekom bewegen sollen. "Wir erwarten hier keine dramatischen Veränderungen", sagte der Regulierungsfachmann. Die Netzagentur bekräftigte in einer ersten Reaktion, die Telekom sei dazu verpflichtet worden, den Bitstrom-Zugang in allen gängigen DSL-Varianten zu gewähren. Das gelte auch für die VDSL-Technik, soweit sie als Ersatz zu bestehenden Zugangsprodukten anzusehen sei, sagte Behördensprecher Rudolf Boll. Außerdem müssten andere Telekommunikationsunternehmen in die Lage versetzt werden, den Kunden bei den Hochgeschwindigkeitsverbindungen "individuelle Qualitätsparameter" anzubieten. Die Netzagentur werde das Angebot umgehend prüfen und gegebenfalls Nachbesserungen verlangen. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) erklärte, die Telekom-Offerte "erfüllt nicht unsere Anforderungen an ein Standardangebot". Es müsse eindeutig VDSL einschließen. Man erwarte nun ein sehr zügiges Einschreiten des Regulierers in dieser Frage, betonte Verbands-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Webseiten: http://www.telekom3.de http://www.BNetzA.de http://www.ec.europa.eu -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

14.12.2006 - 17:05:10 EU führt 2009 Verfahren für Streitfälle von geringem Wert ein STRASSBURG (Dow Jones)--Streitigkeiten bei grenzübergreifenden Sachverhalten, wie einen Verkehrsunfall oder mangelhaften Warenlieferungen, sollen in der EU ab 2009 kostengünstiger, einfacher und schneller beigelegt werden können. Das Europäische Parlament verabschiedete am Donnerstag in erster Lesung eine Verordnung, mit der ein entsprechendes zivilrechtliches Verfahren für Fälle mit einem Streitwert von bis zu 2.000 EUR eingeführt wird. Zuvor war ein Kompromiss mit dem Ministerrat ausgehandelt worden, so dass die Gesetzgebung von den EU-Regierungen nur noch formal bestätigt werden muss. Dänemark wird sich zunächst nicht an der Regelung beteiligen. Das neue Verfahren soll schriftlich und mithilfe eines einheitlichen Formulars durchgeführt werden. Das Urteil muss dann unter den gleichen Bedingungen vollstreckt werden wie ein Urteil, das im eigenen Land ergangen ist. Einige Streitfälle wie Scheidungs- oder Unterhaltsfragen sind von der Anwendung ausgeschlossen. Die EU-Kommission wurde aufgefordert, die Regelung 2014 auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. DJG/ang/hab -0-

14.12.2006 - 17:01:39 EZB/Constancio: Teuerung im Euroraum stabilisiert sich 2007 PORTO (Dow Jones)--Die Teuerung im Euroraum wird sich nach Einschätzung des portugiesischen Zentralbankpräsidenten Vitor Manuel Ribeiro Constancio im kommenden Jahr wegen der gefallenen Ölpreise und des langsameren US-Wachstums stabilisieren. Inflationsdämpfend wirkten zudem das schwächere Wachstum in China, höhere Importe aus Ländern mit niedrigen Lohnkosten sowie die glaubwürdige Geldpolitik, sagte das Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Constancio sieht die Inflationsrate 2007 bei 2,2% und 2008 bei 2,0%. Die Bedingungen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum bezeichnete er als gut. Als Wachstumsrisiken nannte der Zentralbankpräsident eine unerwartet deutliche Wachstumsabkühlung in den USA sowie die niedrigen Risikoprämien an den Finanzmärkten. DJG/DJN/hab/kth -0-

14.12.2006 - 16:51:30 Deutsche Bank aktiviert 350 Mio EUR Körperschaftsteuerguthaben FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank AG wird im laufenden Jahr einen Sonderertrag auf Grund der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ausweisen. Es entstehe ein einmaliger Steuerertrag, und der Jahresüberschuss im vierten Quartal 2006 erhöhe sich somit um rund 350 Mio EUR, teilte das Finanzinstitut am Donnerstag mit. Die Aktivierung des Steuerguthabens stelle aber lediglich einen geänderten Ausweis bereits bestehender Steuerguthaben dar. Auf Grund einer Änderung des 37 Körperschaftsteuergesetz werde die Bank ihr bereits vorhandenes Körperschaftsteuerguthaben erstmals aktivieren, hieß es zur Erklärung. Die nun auf zehn gleiche Jahresbeträge festgeschriebene Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens führe zu einem Anspruch, der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 bilanziert werde. Nach der Gesetzesänderung können Unternehmen im laufenden Jahr so genannte Körperschaftssteuerguthaben in ihrer Bilanz aktivieren. Die tatsächliche Auszahlung dieser Ansprüche erfolgt allerdings erst ab 2008 und streckt sich dann bis 2017. Das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" (SEStEG) war im Herbst vom Bundesrat beschlossen und am 12. Dezember veröffentlicht worden. "Die Rechnungslegung nach IFRS verlangt, dass entstehende Ansprüche auf Basis steuerlicher gesetzlicher Bestimmungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens ausgewiesen werden", erläuterte ein Analyst im Gespräch mit Dow Jones Newswires. In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) reduziere sich die steuerliche Position um diesen Betrag. "Hierbei fließt aber keinerlei Cash", stellte der Analyst fest. Webseite: http://www.deutsche-bank.de/ -Von Simon Steiner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 116, simon.steiner@dowjones.com DJG/sms/rio

14.12.2006 - 16:47:31 Wall Street im Verlauf etwas fester NEW YORK (Dow Jones)--Die Aktien haben am Freitagvormittag (Ortszeit) an Wall Street nach einem verhaltenen Start einen Gang zugelegt. "Zumindest teilweise dürften die Kursgewinne auf Umschichtungen aus Bonds in Aktien zurückzuführen sein", sagt ein Händler. Die US-Treasurys geben nach, die Rendite auf die 10-jährige Note steigt um 14 Basispunkte auf 4,59%. Vor allem der unerwartet starke Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe belaste die Bonds und stütze die Aktienseite, heißt es. Statt des im Konsens erwarteten Rückgangs um 4.000 Neuanträge sind diese in der Woche per 9. Dezember um 20.000 auf 304.000 gefallen. Gegen 10.33 Uhr steigt der Dow-Jones-Index um 0,4% oder 55 Punkte auf 12.372. Der Nasdaq-Composite verzeichnet ein Plus von 0,9% bzw 23 Punkt auf 2.455. Der S&P-500 rückt um 0,5% oder 8 Punkte auf 1.421 vor. Gestützt wird der Gesamtmarkt von den Titeln der Öl- und Gasproduzenten, die im Schnitt um 0,8% bzw 1% zulegen. Die Zulieferer der Branche gewinnen im Schnitt 1,5% hinzu. Der Ölpreis hat sich erholt und ist wieder über 63 USD gestiegen. Zudem belegen die Importpreise im November laut einem Marktteilnehmer einen starken Anstieg der Gaspreise. Gesucht sind auch Telekom- und Technologiewerte. Einziger Sektor im Minus ist die Luftfahrtbranche. Hier werden nach der Rally vom Vortag Gewinne mitgenommen, heißt es am Markt. Im Fokus stehen mit Quartalszahlen von Lehman Brothers und Bear Stearns die Aktien der Investmentbanken. Lehman Brothers verteuern sich um 0,7% auf 76,89 USD. Die Investmentbank hat mit einem Gewinn je Aktie von 1,72 USD im vierten Quartal den Analystenkonsens von 1,68 USD leicht übertroffen. Glen Schorr von UBS kommentiert, das vierte Quartal sei für Lehman "solide" gewesen und die Umsätze "stark" ausgefallen. Bear Stearns gewinnen 1,6% auf 158,42 USD. Mit einem Gewinn je Aktie von 4,00 USD im vierten Quartal hat die Bank den Analystenkonsens von 3,36 USD um etwa 20% übertroffen. Hier verweist Glen Schorr von UBS auf gute Ergebnisse im Geschäft mit festvezinslichen Wertpapieren sowie im Investment Banking. Unterdessen haben mit United Technologies, Honeywell und Procter & Gamble (P&G) drei Schwergewichte des Dow-Jones-Index Ausblicke auf den künftigen Geschäftsverlauf gegeben. United Tech stellt für 2007 einen Gewinn je Aktie von 4,05 bis 4,20 USD und einen Umsatz von 51 Mrd USD in Aussicht. Analysten rechnen bislang mit einem Gewinn je Aktie 2007 von 4,14 USD und einem Umsatz von 50,1 Mrd USD. United Tech geben 2,1% auf 62,89 USD nach. Honeywell rechnet im kommenden Jahr mit einem Gewinnplus von 13% bis 17%. Die Aktie verteuert sich um 1,6% auf 42,53 USD. Procter & Gamble (P&G) hat die Ergebnis- und Umsatzprognose für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres bestätigt. P&G handeln kaum verändert bei 63,44 USD. DJG/bek/rso

14.12.2006 - 16:17:20 Springer entscheidet nicht kurzfristig über ProSieben-Ausstieg MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Axel Springer AG will nicht kurzfristig über ihr Investment an der ProSiebenSat.1 Media AG entscheiden. "Wir werden erst Gespräche mit dem neuen Mehrheitsaktionär führen und anschließend über unser weiteres Vorgehen bei unserer Beteiligung entscheiden", sagte Springer-Sprecherin Edda Fels am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Es gebe nach wie vor drei Handlungsoptionen. Springer halte an seiner Beteiligung fest, stocke sie - soweit kartellrechtlich möglich - auf, oder verkaufe die Anteile, sagte Fels. Das zweitgrößte deutsche Medienunternehmen hält mit je 12% der Stamm- und der Vorzugsaktien 12% des Grundkapitals der ProSiebenSat.1 Media AG. Webseiten: http://www.axelspringer.de/ http://www.prosiebensat1.com/ -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18, archibald.preuschat@dowjones.com DJG/apr/rio

14.12.2006 - 16:15:00 Eurex startet Handel mit Kreditderivaten am 27. März 2007 FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminbörse Eurex wird am 27. März 2007 ein börsennotiertes Kreditderivat auf den Markt bringen. Dabei handele es sich um einen Futures-Kontrakt auf die iTraxx-Europe 5-Year-Indexserie, teilte die Tochter der Deutschen Börse am Donnerstag mit. Der Index bilde ein gleichgewichtetes Portfolio der 125 liquidesten europäischen Referenzschuldner für Credit Default Swaps (CDS) im Investment-Grade Bereich ab. Berechnet werden die iTraxx-Indizes von der International Index Company Ltd. (IIC). Marktteilnehmer können sich mit Kreditderivaten gegen Kreditereignisse wie Unternehmensinsolvenz, Zahlungsausfall oder Restrukturierung absichern. Abhängig von der Nachfrage im Markt und der Unterstützung durch Market Maker plane die Eurex zusätzliche Futures auf die Indizes iTraxx HiVol und iTraxx Crossover. Sie würden zum gleichen Termin oder anschließend zeitnah eingeführt. Der iTraxx HiVol Index ist ein gleichgewichtetes Portfolio, das die 30 Referenzschuldner des iTraxx Europe Index mit dem größten Spread umfasst. Der iTraxx Crossover Index bündelt gleichgewichtet 45 europäische Referenzschuldner im Bereich Sub-Investment-Grade. Der Eurex-Future auf den iTraxx Index bilde die Risikostruktur von außerbörslich (OTC) gehandelten Credit Default Swaps genau ab. Der börsliche Handel des Futures an Eurex schließe Eurex Clearing als Zentralen Kontrahenten ein, wodurch sich das systematische und Ausfallrisiko weiter verringere. Dem Kontrakt liege ein fixer Kupon zugrunde mit Halbjahresverfallterminen im März und September, so die Eurex weiter. "Ein börsengehandeltes Kreditderivat ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung des weltweiten Kreditderivatemarktes", sagte Andreas Preuß, Vorstandsvorsitzender der Eurex. Mit diesem Produkt erweitere Eurex ihre Derivate-Palette um eine neue Anlagekategorie: "Wir haben sehr eng mit Marktteilnehmern zusammengearbeitet, um dieses innovative Produkt zu entwickeln, und das Ergebnis ist unseres Erachtens perfekt auf die Bedürfnisse des Marktes zugeschnitten." Der globale Markt für Kreditderivate hat nach Angaben der Eurex in den vergangenen zehn Jahren ein starkes Wachstum erlebt, die Volumina sind von etwa 1 Bill EUR im Jahr 1996 auf mehr als 20 Bill EUR im laufenden Jahr gestiegen. Das Wachstum resultiere hauptsächlich aus der steigenden Nachfrage nach standardisierten Produkten. Credit Default Swaps seien dabei die Kategorie mit dem größten Anstieg, auf sie entfalle aktuell rund ein Drittel des Marktes. Der börsliche Handel von Kreditderivaten werde die Effizienz und das Risikomanagement für im Kreditmarkt agierende Marktteilnehmer verbessern. Webseite: http://www.eurexchange.com/ DJG/sms/rio

14.12.2006 - 16:10:05 TAGESVORSCHAU/15. Dezember 2006 - vorläufige Fassung === 00:50 JP/BoJ, Tankan-Bericht 4Q mit Diffusionsindex zur Wirtschaftsstimmung 07:00 CN/Chinese Academy of Social Sciences, Rede von Fed-Chairman Bernanke zur chinesischen Wirtschaft im Rahmen des US-China Strategic Economic Dialogue, Peking (A) ***08:00 DE/Destatis, Industrieumsatz und -beschäftigte Oktober ***08:00 EU/Acea, Pkw-Neuzulassungen November 08:30 AT/Wolford AG, Ergebnis 1H, Bregenz ***08:45 FR/Leistungsbilanz Oktober ***09:00 ES/Verbraucherpreise November PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+2,7% gg Vj zuvor: +0,4% gg Vm/+2,5% gg Vj 09:00 DE/Bundesrat, Themen u.a. Haushaltsentwurf 2007 und Telekom-Gesetz, Berlin 09:00 DE/Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB), PG zur Geschäftsentwicklung 2006 und zu aktuellen Themen der Bank (Veranstaltung vom Vortag), Hannover ***09:30 SE/Sveriges Riksbank, Bekanntgabe des Zinsbeschlusses ***10:00 DE/TUI AG, PK zu den Beschlüssen der AR-Sitzung vom Vortag, Thema u.a. Vorstellung eines Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms des Konzerns, Hamburg 10:00 AT/Klub der Wirtschaftspublizisten, Vortrag von OeNB-Gouverneur Liebscher, Wien 10:00 IT/Handelsbilanz Oktober ***11:00 EU/Eurostat, Verbraucherpreise November Eurozone PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+1,8% gg Vj Vorabschätzung: +1,8% gg Vj zuvor: +0,1% gg Vm/+1,6% gg Vj ***11:00 EU/Eurostat, Industrieproduktion Oktober Eurozone PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+4,4% gg Vj zuvor: -1,0% gg Vm/+3,3% gg Vj 14:00 DE/Initiative Luftverkehr für Deutschland, PK mit den Vorstandsvorsitzenden Mayrhuber (Deutsche Lufthansa) und Bender (Fraport) zur Vorstellung des neuen Masterplans der Initiative zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur, Frankfurt ***14:30 US/Verbraucherpreise November PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: -0,5% gg Vm Verbraucherpreise Kernrate PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,1% gg Vm ***14:30 US/Realeinkommen November ***14:30 US/Empire State Manufacturing Index Dezember PROGNOSE: +17,50 zuvor: +26,66 ***15:00 US/Saldo Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren Oktober ***15:15 US/Industrieproduktion November PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: +0,2% gg Vm Kapazitätsauslastung November PROGNOSE: 82,2% zuvor: 82,0% Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten: *** - DE/Eurex, Großer Verfallstag, Frankfurt *** - DE/Fraport AG, AR-Sitzung zu Ticona, Frankfurt *** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme der Berliner Bank durch Deutsche Bank AG, Brüssel - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme der Harpen Immobilien GmbH & Co KG und der Harpen Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbH durch den Goldman-Sachs-Fonds Whitehall und Cerberus European Investments LLC, Brüssel - EU/Fortsetzung und Abschluss des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs, Brüssel (A) - Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten, sofern nicht anders gekennzeichnet - (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig - *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung - Uhrzeiten in MEZ - Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit === DJG/gla -0-

14.12.2006 - 16:06:24 UPDATE: Permira und KKR machen bei ProSieben das Rennen (NEU: Details zum Verkaufspreis, zum Verlauf des Bieterverfahrens, Bestätigung durch die Bayerische Staatskanzlei, Stellungnahme der Dogan Yayin Holding) Von Archibald Preuschat Dow Jones Newswires MÜNCHEN (Dow Jones)--Die europäische Senderkette SBS, hinter der die Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) steht, hat das Rennen um den Mehrheitsanteil an der ProSiebenSat.1 Media AG für sich entschieden. Das Verkäuferkonsortium um den US-Milliardär Haim Saban hat sich dazu entschlossen, ihre 50,5%-Beteiligung an ProSiebenSat.1 an SBS zu verkaufen, wie am Donnerstag zunächst von der Bayerischen Staatskanzlei bestätigt wurde. Die türkische Dogan Yayin Holding, die ebenso wie ein Konsortium der Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs Group Inc bis zuletzt im Rennen um den Zuschlag für die Senderkette gewesen war, bestätigte ihre Niederlage im Bieterverfahren kurze Zeit später. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber zeigte sich laut Mitteilung hoch erfreut, dass für die Zukunft der ProSiebenSat.1-Gruppe eine "Lösung von europäischer Dimension" gelungen ist. "Die Bietergruppe Permira/KKR hat mit ihrem Angebot ein industrie- und medienpolitisches Konzept vorgelegt, das den Medienstandort München stärkt. Die künftige unternehmerische Führung der Pro7/SAT1-Gruppe und der europaweiten SBS-Fernsehgruppe vom Standort München aus eröffnet dem führenden deutschen Medienstandort eine Perspektive in der Top-Liga der europäischen Medienstandorte", erklärte Stoiber. Dieses überzeugende industrie- und medienpolitische Konzept habe sich für den Standort München und die hier Beschäftigten deutlich positiv abgehoben gegenüber anderen Konzepten. Ein Zusammenschluss von SBS und ProSiebenSat.1 führe zur zweitgrößten paneuropäischen Senderkette nach der zum Bertelsmann-Konzern gehörigen RTL Group. Damit bestätigte er Informationen von Dow Jones Newswires, wonach Permira und KKR nicht das höchste Gebot aber das beste Konzept vorgelegt haben. Der Verkaufserlös werde zwischen 28 EUR und 29 EUR je Aktie liegen, sagten zwei mit der Transaktion vertraute Personen am Donnerstag Dow Jones Newswires. Der Verkaufserlös fiel demzufolge aber nicht so hoch aus, wie zunächst spekuliert worden war. Saban wolle mindestens 30 EUR je Aktie erzielen, hatten verschiedene Medien in den vergangenen Tagen berichtet. Die türkische Dogan Yayin Holding AS erklärte am Donnerstag, dass sie neue Projekte in Europa und einigen Wachstumsmärkten verfolgt. Das Gebot für ProSiebenSat.1 war der erste Versuch von Dogan, eine Medienbeteiligung außerhalb der Türkei zu erwerben. Es werde aber nicht die letzte sein, erklärte CEO Mehmet Ali Yalcindag laut Mitteilung. Auf der Verkäuferseite des ProSieben-Pakets stehen die German Media Partners (GMP). Ihre Anteile werden von der Saban Capital Group Inc, Alpine Equity Partners LP, Bain Capital Investors LLC, Hellman & Friedman LLC, Providence Equity Partners Inc, Putnam Investments LLC, Quadrangle Group LLC and Thomas H. Lee Partners LP gehalten. Die Saban Capital Group ist größter Anteilseigner von GMP. GMP halten derzeit 88% der Stammaktien und 13% der stimmrechtlosen Vorzugsaktien, was zusammen 50,5% des Grundkapitals an der Senderkette entspricht. Diese Anteile waren Gegenstand des Bieterverfahrens, das vor einigen Wochen in Gang gesetzt wurde. Weiterer Großaktionär ist die Axel Springer AG, die mit je 12% der Stamm- und der Vorzugsaktien 12% des Grundkapitals hält. Axel Springer hatte im November angekündigt, erst nach Abschluss des Bieterverfahrens entscheiden zu wollen, ob der Verlag weiter bei ProSiebenSat.1 investiert bleiben wolle. Das ursprüngliche Vorhaben von Axel Springer, die Senderkette komplett zu übernehmen, ist wegen des Drucks der Kartellbehörden Anfang des Jahres fallen gelassen worden. Die Finanzinvestoren sind im Jahre 2003 bei ProSiebenSat.1 eingestiegen. Das Anfangsinvestment belief sich auf rund 500 Mio EUR, umfasste aber noch nicht alle Anteile, die jetzt zum Verkauf standen. Die Investoren beteiligten sich auch an einer Kapitalerhöhung der Senderkette. Das Gesamtinvestment schätzen mit GMP vertraute Personen auf rund 900 Mio EUR. Webseite: http://www.prosiebensat1.com -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18, archibald.preuschat@dowjones.com DJG/apr/rio

14.12.2006 - 16:06:18 UPDATE: E.ON will bis 2009 über 25 Mrd EUR investieren (NEU: Weitere Details, Analysten, Aktienkurs) Von Andreas Heitker Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat ihren Investitonsrahmen ausgeweitet und will in den kommenden drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR für Kraftwerke, Netze und Beteiligungen ausgeben. "Die Investitionen werden die Sicherheit der Strom- und Gasversorgung weiter steigern", sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Donnerstag. Der Aufsichtsrat hatte die Investitionsplanung für 2007 bis 2009 am Vorabend beschlossen. Vor einem Jahr hatte der dreijährige Investitionsplan noch Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen. Die geplante Endesa-Übernahme ist in den Planzahlen nicht enthalten. Die Akquisition des spanischen Stromversorgers werde aber unverändert konsequent weiterverfolgt, erklärte E.ON. 22,4 Mrd EUR will der Düsseldorfer DAX-Konzern in den kommenden drei Jahren in Sachanlagen investieren. Gut die Hälfte davon fließen in die Modernisierung und den Neubau von Kraftwerken. Neben den bereits begonnenen Neubauten in Datteln und Irsching ist am Standort Staudinger ein neuer 1.100 Megawatt-Steinkohleblock vorgesehen, wie E.ON jetzt bekannt gab. Der Bau stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt "verlässlicher energiepolitischer und regulatorischer Rahmenbedingungen". Im Ausland will E.ON - wie bereits bekannt - ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Italien, ein Kohlekraftwerk in den Niederlanden und mehrere neue Kohle- und Gaskraftwerke in Osteuropa bauen. In Großbritannien ist ebenfalls ein Gas- und ein Kohlekraftwerk geplant. In den USA befindet sich ein neues Kohlekraftwerk bereits vor der Fertigstellung. In die Stromnetze will E.ON insgesamt 5,7 Mrd EUR investieren. Einen Schwerpunkt bilde dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum Anschluss weiterer Windkraftanlagen verstärkt werde, hieß es. Die Infrastruktur in der Gasversorgung wurde im neuen E.ON-Dreijahresplan mit 4,0 Mrd EUR berücksichtigt. Dabei gehe es insbesondere um den Aus- und Neubau von Leitungen, der Erweiterung von Speicherkapazitäten, der Erschließung von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals, erläuterte das DAX-Unternehmen. In den Planungen sind darüber hinaus 2,9 Mrd EUR für den Erwerb weiterer Beteiligungen vorgesehen. 1,2 Mrd EUR hiervon werden an Gazprom fließen - für den im Juli vereinbarten Einstieg von E.ON beim sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje. Der DAX-Konzern erhält 25% minus eine Aktie an Yushno Russkoje - ebenso wie die BASF-Tochter Wintershall. Bisher hatte E.ON schon erklärt, dass Gazprom im Gegenzug Beteiligungen an zwei ungarischen E.ON-Töchtern erhalten wird sowie einen zusätzlichen Ausgleich. Dieser war bislang aber noch nicht beziffert worden. In den Planungen von E.ON sind ebenfalls bereits 900 Mio EUR für Zukäufe in der Türkei und Rumänien vorgesehen sowie 400 Mio EUR für den kompletten Erwerb des slowakischen Stromunternehmens ZSE. An dem Versorger hält der slowakische Staat noch 51% der Anteile, hat aber eine Put-Option. Die E.ON-Aktie zeigt nach Bekanntgabe des neuen Investitionsrahmens keine größeren Reaktionen. Ein Analyst nannte die Planungen in einer erster Reaktion "recht voluminös". Es sei sicher nicht falsch, diese auch als "politisches Statement" zu verstehen, nachdem es in letzter Zeit zu Diskussionen über die Gewinne im Versorgersektor gekommen war. Ein weiterer Analyst bezeichnete die Investitionspläne als konsequent in Hinblick auf das Wachstum im Kerngeschäft. Die Auswirkungen seien allerdings langfristiger Natur und daher zunächst ohne Relevanz für den Kurs. E.ON-Aktien notieren am Nachmittag 0,5% im Plus bei 101,90 EUR. Webseite: http://www.eon.com -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/abe

14.12.2006 - 15:53:11 Lufthansa aktiviert Körperschaftssteuerguthaben erstmals 2006 FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, aktiviert ihr Körperschaftssteuerguthaben erstmals zum 31. Dezember 2006. Dadurch werde ein Einmalertrag erzielt, sagte Sprecher Michael Göntgens am Donnerstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Die Lufthansa werde dessen Höhe aber erst bei der Vorlage der Bilanz beziffern. Dieser Einmalertrag habe keinerlei Auswirkung auf das operative Ergebnis, so dass der Luftfahrtkonzern seinen Ausblick dafür nicht verändern werde. Lufthansa halte an der Prognose eines operativen Gewinns von 750 Mio EUR fest. In der Konzernbilanz werde das Guthaben beim Steuerergebnis verbucht, sagte der Sprecher weiter. Möglich wird die Aktivierung eines Guthabens in der Bilanz durch die Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes. Auch andere deutsche Unternehmen verbuchen in der Folge Sondererträge. Die RWE AG kommt für 2006 beispielsweise auf 600 Mio EUR, die Hannover Rück auf rund 6 Mio EUR. Webseite: http://www.lufthansa.de/ -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/rio -0-

14.12.2006 - 15:30:55 Bayerische Staatskanzlei betätigt Pro7-Verkauf an KKR/Permira MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Mehrheit an ProSiebenSat.1 wird an eine Gruppe von Finanzinvestoren verkauft. Die bayerische Staatskanzlei bestätigte am Donnerstag den Einstieg von Permira und KKR bei der Münchner Senderfamilie. Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) wertete positiv, dass eine "Lösung von europäischer Dimension" gelungen sei. Entscheidend sei, dass damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit von ProSiebenSat.1 gesichert werde und die unternehmerische Führung in München erhalten bleibe. Die Bietergruppe habe mit ihrem Angebot ein industrie- und medienpolitisches Konzept vorgelegt, das den Medienstandort München stärke, lobte Stoiber: "München steigt damit in die erste Liga der europäischen Player im Fernsehgeschäft auf." DJG/rio/abe

14.12.2006 - 15:30:28 IWF sieht Entwicklung in Deutschland mit mehr Zuversicht FRANKFURT/WASHINGTON (Dow Jones)--Die deutsche Wirtschaft dürfte sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im kommenden Jahr besser als bisher erwartet entwickeln. Nach Abschluss der Artikel-IV-Konsultationen zu Deutschland erklärte der IWF am Donnerstag, dass für 2007 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5% erwartet werde, nach 2,5% in diesem Jahr. Damit revidierte der Währungsfonds seine Wachstumsprognosen für beide Jahre nach oben. Die vor allem wegen der anstehenden Mehrwertsteuererhöhung erwartete Wachstumsverlangsamung bezeichnete der IWF als eine nur vorübergehende Schwäche. Die starke Entwicklung im laufenden Jahr führte die in Washington ansässige Institution unter anderem auf die Fußball-Weltmeisterschaft, temporäre fiskalische Anreize und Vorzieheffekte im Vorfeld der Steuererhöhung 2007 zurück. Noch im September hatte der IWF das Wachstum für 2006 auf 2% veranschlagt. Grundsätzlich, so der IWF, sei Deutschland in einem zyklischen Aufschwung, bei dem eine starke Exportentwicklung zunehmend ihren Niederschlag auch in der Binnennachfrage finde. Wenngleich erstmals seit 2001 wieder eine Zunahme der Beschäftigung zu verzeichnen sei, bleibe der Konsum aber hinter dieser Dynamik zurück, erklärte der IWF weiter. Für das kommende Jahr, für das der IWF noch vor drei Monaten ein Wachstum von 1,3% prognostiziert hatte, sehen die Fonds-Ökonomen allerdings auch eine Reihe von Abwärtsrisiken. Diesbezüglich verwiesen sie vor allem auf die weitere Entwicklung der Ölpreise, die weltweite höheren Notenbankzinsen und die Gefahr einer abrupten Korrektur der globalen Leistungsbilanzungleichgewichte. Andererseits gibt es nach Auffassung des IWF aber auch konjunkturelle Aufwärtsrisiken: So könnte sich das Wachstum stärker als erwartet beschleunigen, wenn das Beschäftigungswachstum weiter an Dynamik gewinnen würde. Mit Blick auf die Teuerungsentwicklung erwartet der IWF für 2006 eine jahresdurchschnittliche Inflation von 1,7% und für 2007 einen mehrwertsteuerbedingten Anstieg der Rate auf 2,3%. Der Währungsfonds rechnet vor diesem Hintergrund für 2007 auch mit einem Anziehen der Lohnforderungen - bedingt durch die Mehrwertsteuererhöhung, aber auch durch steigende Unternehmensgewinne. Dennoch dürfte die Kerninflation, die Energie und Nahrungsmittel ausklammert, im kommenden Jahr zwischen 1% und 1,5% verharren, sagt der IWF voraus. Zuversichtlich ist der IWF auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung der deutschen Staatsfinanzen. So wird das Haushaltsdefizit in Relation zum BIP 2006 und 2007 mit 2,1% und 1,5% deutlich unter dem vom Europäischen Stabilitätspakt erlaubten Wert von 3% liegen, nachdem das Defizit diese Marke zwischen 2002 und 2006 stets überschritten hatte. Der IWF verwies zudem darauf, dass sich auch die langfristigen finanzpolitischen Perspektiven verbessert hätten, dennoch müssten wegen der Alterung der Gesellschaft Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, um die öffentlichen Finanzen weiter zu entlasten. -Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313, peter.trautmann@dowjones.com DJG/ptt/apo -0-

14.12.2006 - 15:27:46 EUREX/März-Bund erobert wichtige Trendunterstützung zurück FRANKFURT (Dow Jones)--Unbewegt halten sich am Donnerstagnachmittag die Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt. Vorübergehend haben unerwartet solide Zahlen vom US-Arbeitsmarkt den marktführenden März-Future auf den Bund auf das Tagestief von 117,69% nachgeben lassen. Knapp darüber bei 117,75% ortet ein Marktbeobachter den seit Juli gültigen Aufwärtstrend. "Diesen Trend hat der Bund-Future rasch wieder zurückerobert, woraufhin er sich wieder etwas erholt hat", sagt der Analyst. Gegen 15.17 Uhr handelt der März-Future unverändert zum Vortagesschluss bei 117,84%. Das Tageshoch hat der Kontrakt am Mittag bei 117,98% erreicht. Umgesetzt worden sind bislang 708.750 Kontrakte. Die technische Situation spreche mittelfristig für Kursgewinne, sollte der genannte Aufwärtstrend per Schlusskurs verteidigt werden. "Sollte der Aufwärtstrend aber unterschritten werden, würde das einer deutlichen Eintrübung des mittelfristigen Ausblicks gleichkommen", heißt es. Die nächste Unterstützung liege in diesem Fall bei 117,60%. DJG/bek/rso

14.12.2006 - 15:00:06 Bundesbank für freiwillige Ratings von Hedgefonds FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesbank hat die mangelnde Transparenz von Hedgefonds kritisiert und sich für freiwillige Ratings dieser Investmentvehikel ausgesprochen. "Die Einführung freiwilliger externer Ratings kann einen Beitrag zur Milderung systemischer Risiken liefern", sagte der für die Bankenaufsicht zuständige Vorstand Edgar Meister am Donnerstag laut Redetext in Berlin. Meister regte an, dass die Hedgefonds-Branche ihre Bereitschaft zu einem externen Rating in einem "Code of Conduct" niederlegt. Die Frage einer Regulierung von Hedgefonds wird dem Bundesbank-Vorstand zufolge aber noch eine ganze Weile auf der Agenda bleiben müssen. Eine Verlangsamung des dynamischen Wachstums der Branche sei nicht abzusehen, begründete er. Meister verwies auf die "unbestritten" positiven Effekte der Hedgefonds auf die Finanzmarktstabilität. Sie trügen beispielsweise zur Reduzierung der Spreads bei und förderten die Marktgängigkeit ehemals illiquider Vermögensgegenstände. Zugleich gestand er aber ein, dass Hedgefonds eine Quelle erhöhten systemischen Risikos sein können. Zudem bemängelte er die teilweise ungenügende Transparenz der Fonds. Die diesbezüglichen Empfehlungen der Hedgefonds-Branchenverbände sei aber nicht ambitioniert und verpflichtend genug, um das Transparenzdefizit zu mildern. Da ein "gewisses Maß an Intransparenz" laut Meister offenbar Geschäftsgrundlage für die Hedgefonds ist, sollte dies bei einer Regulierung berücksichtigt werden, um die positiven Wirkungen der Fonds auf die Finanzmärkte zu erhalten. -Von Christian Streckert, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 115, christian.streckert@dowjones.com DJG/ces/apo/hab -0-

14.12.2006 - 14:50:11 BA-Verwaltungsrat klagt wegen Aussteuerungsbeitrag NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat das Verbot des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), ein Gutachten über die Verfassungsmäßigkeit des Aussteuerungsbetrages in Auftrag zu geben, als falsch bewertet. Er habe deshalb eine Klage der BA gegen das Verbot beschlossen, teilte der Verwaltungsrat am Donnerstag mit. "Der Verwaltungsrat hat das Recht und die Pflicht, den Vorstand der BA in allen aktuellen Fragen des Arbeitsmarktes zu beraten. Hierzu gehört auch die Frage, ob die höchst umstrittenen Milliardenzahlungen der Beitragszahler an den Bund mit dem Aussteuerungsbetrag überhaupt verfassungsgemäß sind", erklärten der Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, Peter Clever und Annelie Buntenbach. Nur mit einem Gutachten könne eine fundierte Grundlage geschaffen werden, auf der die BA die Interessen der Beitragszahler gegenüber dem Bund vertreten könne, hieß es weiter. "Der Verwaltungsrat hat die von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Deutschen Gewerkschaftsbund erklärte Bereitschaft begrüßt, ein entsprechendes Gutachten zur Verfassungsmäßigkeit des Aussteuerungsbetrages einzuholen, solange die BA hieran aus Rechtsgründen gehindert ist", so Clever und Buntenbach. Damit könne eine weitere zeitliche Verzögerung verhindert werden. Immerhin müssten 2007 von den geplanten 31 Mrd EUR Beitragseinnahmen voraussichtlich 4 Mrd EUR von der BA an den Bundesfinanzminister abgeführt werden. "Ungeachtet der rechtlichen Auseinandersetzung erneuert der Verwaltungsrat seine Gesprächsbereitschaft und wird erneut Lösungsmöglichkeiten mit dem BMAS auszuloten versuchen", erklärten Clever und Buntenbach. Den Aussteuerungsbetrag liefert die BA aus Beitragsmitteln an den Bund ab, wenn innerhalb von drei Monaten nach Auslaufen eines Arbeitslosengeldanspruches der Arbeitslose "Arbeitslosengeld II" bezieht. Die Höhe des Aussteuerungsbetrages entspricht den durchschnittlichen Kosten für eine Bedarfsgemeinschaft (Arbeitsloser, sein Partner und eventuell Kinder) für ein Jahr, zurzeit gut 10.000 EUR. In den Jahren 2005 und 2006 sind den Beitragszahlern mit dem Aussteuerungsbetrag bereits knapp 8 Mrd EUR entzogen und dem Bundeshaushalt zugeschlagen worden. DJG/ptt/hab -0-

14.12.2006 - 14:45:06 VW schafft Ziele bei Umsatz, Ertrag und Materialkosten 2006 WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG hat nach Vorstandsangaben ihre Jahresziele für Umsatz, Gewinn und Senkung der Materialkosten erreicht und teilweise sogar übertroffen. Das Gesamtjahr werde einen Absatzrekord und den "höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte bringen", schreibt der scheidende Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder in einem Brief an die Beschäftigten, der Dow Jones Newswires vorliegt. Die Vertriebszahlen sowie das operative Ergebnis seien ebenfalls gestiegen. Bis Ende November hat der Automobilhersteller wie bekannt ein Absatzplus von 9,9% auf 5,2 Mio Fahrzeuge verzeichnet. In dem Schreiben an die Beschäftigten machte Pischetsrieder auch deutlich, dass der Konzern noch lange nicht die angestrebte Profitabilität erreicht hat. "Das Ziel liegt noch weit vor uns. Wir dürfen die Gesamtsituation nicht aus den Augen verlieren. Selbst mit der jüngsten Modellpalette und einem zweistelligen Absatzplus erreichen wir derzeit unsere Ziele nicht", schreibt er. Langfristig will VW unter anderem eine Kapitalrendite von 9% sowie eine Umsatzrendite von 6% einfahren. Der Leiter der Markengruppe VW, Wolfgang Bernhard, erklärte in der neuesten Ausgabe der Mitarbeiterzeitung "autogramm", der Konzern habe "nicht nur unser Qualitätsziel für 2006 erfüllt", sondern sei auch "auf dem Weg, bis 2008 die Schadensfälle zu halbieren, ein großes Stück vorangekommen". Trotz der unerwarteten Materialverteuerung sei die erwartete Verbesserung von rund einer Mrd EUR bei den Materialkosten erreicht worden. Die Produktivitätsverbesserung habe seit 2004 bei nahezu 30% gelegen. "Das Ergebnis dieses Jahres wird zeigen, dass wir erheblich wettbewerbsfähiger geworden sind. Auf dem Weg zu unseren Zielen 2008 haben wir gemeinsam den Meilenstein 2006 nicht nur erreicht, sondern übertroffen", wird Bernhard zitiert. Bis 2008 soll der Konzern einen Vorsteuergewinn von 5,1 Mrd EUR erreichen. Das nächste Jahr werde allerdings "für die Marke Volkswagen kein leichtes". Webseite: http://www.volkswagen-ag.de -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115, michael.brendel@dowjones.com DJG/mbr/rio -0-

14.12.2006 - 14:43:46 Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fallen unerwartet deutlich WASHINGTON (Dow Jones)--Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 9. Dezember saisonbereinigt um 20.000 auf 304.000 gefallen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober. Volkswirte hatten einen Rückgang um nur 4.000 erwartet. Die Angaben für die Vorwoche wurden mit minus 34.000 auf 324.000 bestätigt. Den Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit 327.250 (Vorwoche: 328.750) an. In der Woche zum 2. Dezember erhielten 2,477 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung, eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 33.000. Webseite: www.dol.gov. DJG/DJN/kth/hab -0-

14.12.2006 - 14:43:03 US-Anleihen zur Eröffnung von Arbeitsmarktdaten belastet NEW YORK (Dow Jones)--Belastet von einem unerwartet deutlichen Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eröffnen die US-Anleihen am Donnerstag etwas leichter. Gegen 14.38 Uhr MEZ sinken zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,625% um 4/32 auf 100-06/32 zu und rentieren mit 4,60%. Der mit 4,50% verzinste Longbond fällt 8/32 auf 96-20/32 und rentiert mit 4,71%. Die Zahl der Erstanträge ging um 20.000 auf 304.000 zurück. Das war der niedrigste Stand seit Mitte Oktober. Von Dow Jones befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 4.000 gerechnet. Der Vierwochendurchschnitt gab zugleich um 1.500 auf 327.250 nach. DJG/DJN/rso

14.12.2006 - 14:29:32 Konkurrenten kritisieren Telekom-Breitbandangebot DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Konkurrenten der Deutschen Telekom bemängeln, dass ihnen der Konzern keinen Breitbandzugang zu seinem neuen VDSL-Netz gewähren will. Die von der Telekom am Donnerstag vorgelegte Offerte für Bitstromzugang "erfüllt nicht unsere Anforderungen an ein Standardangebot", sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, zu Dow Jones Newswires. Aus Sicht der Wettbewerber wie auch der Bundesnetzagentur und der Europäischen Kommission müsste das Angebot eindeutig VDSL einschließen. Man erwarte nun ein sehr zügiges Einschreiten des Regulierers in dieser Frage, betonte Grützner. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte, das Telekom-Angebot werde geprüft. Der Bonner Konzern hatte Dow Jones zuvor die Offerte erläutert und erklärt, aus seiner Sicht bestehe keine Veranlassung, den VDSL-Anschluss mit anzubieten. Die Telekom errichtet auf dieser Übertragungstechnik derzeit für rund drei Mrd EUR ein Hochgeschwindigkeitsnetz und fordert dafür eine Ausnahme von der Regulierung. Webseite: http://www.vatm.de DJG/stm/rio

14.12.2006 - 14:25:18 Saban-Konsortium erlöst für Pro7 28-29 EUR ... (zwei) Dow Jones Newswires und das Wall Street Journal hatten zuvor aus Kreisen erfahren, dass Permira und KKR das Rennen um ProSiebenSat.1 für sich entschieden haben. Sie planen die Aktivitäten der paneuropäischen Senderkette SBS mit denen von ProSiebenSat.1 zu verschmelzen und so die zweitgrößte europäische Senderkette nach der RTL Group zu schaffen. Die offizielle Bestätigung sowie weitere Details sollen noch am Donnerstagnachmittag bekannt gegeben werden, sagte eine der mit dem Vorgang vertrauten Personen. Permira und KKR haben in dem Bieterwettstreit den türkischen Mischkonzern Dogan Yayin Holding AS und ein Konsortium der Finanzinvestoren Apax Partners und Goldman Sachs Group Inc geschlagen. Der Verkaufserlös fiel demzufolge aber nicht so hoch aus, wie zunächst spekuliert worden war. Saban wolle mindestens 30 EUR je Aktie erzielen, hatten verschiedene Medien in den vergangenen Tagen berichtet. Auf der Verkäuferseite stehen die German Media Partners (GMP). Ihre Anteile werden von der Saban Capital Group Inc, Alpine Equity Partners LP, Bain Capital Investors LLC, Hellman & Friedman LLC, Providence Equity Partners Inc, Putnam Investments LLC, Quadrangle Group LLC and Thomas H. Lee Partners LP gehalten. Die Saban Capital Group ist größter Anteilseigner von GMP. GMP halten derzeit 88% der Stammaktien und 13% der stimmrechtlosen Vorzugsaktien, was zusammen 50,5% des Grundkapitals an der Senderkette entspricht. Diese Anteile waren Gegenstand des Bieterverfahrens, das vor einigen Wochen in Gang gesetzt wurde. Weiterer Großaktionär ist die Axel Springer AG, die mit je 12% der Stamm- und der Vorzugsaktien 12% des Grundkapitals hält. Axel Springer hatte im November angekündigt, erst nach Abschluss des Bieterverfahrens entscheiden zu wollen, ob der Verlag weiter bei ProSiebenSat.1 investiert bleiben wolle. Das ursprüngliche Vorhaben von Axel Springer, die Senderkette komplett zu übernehmen, war nach einem Verbot der Kartellbehörden Anfang des Jahres fallen gelassen worden. Die Finanzinvestoren sind im Jahr 2003 bei ProSiebenSat.1 eingestiegen. Das Anfangsinvestment belief sich auf rund 500 Mio EUR, umfasste aber noch nicht alle Anteile, die jetzt zum Verkauf standen. Die Investoren beteiligten sich auch an einer Kapitalerhöhung der Senderkette. Das Gesamtinvestment schätzen mit GMP vertraute Personen auf rund 900 Mio EUR. Webseite: http://www.prosiebensat1.com -Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18, archibald.preuschat@dowjones.com DJG/apr/rio

14.12.2006 - 14:11:21 E.ON bezahlt Gazprom 1,2 Mrd EUR für Anteil an Yushno Russkoje DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG hat ihre Vereinbarung mit der russischen OAO Gazprom über einen Einstieg beim sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje weiter präzisiert. Die am Donnerstag veröffentlichte Investitonsplanung des Düsseldorfer Energiekonzerns für die kommenden drei Jahre sieht für die Beteiligung an Yushno Russkoje Ausgaben in Höhe von 1,2 Mrd EUR vor, wie E.ON jetzt bekannt gab. E.ON hatte sich im Juli nach rund zweijährigen Verhandlungen mit Gazprom über einen Einstieg bei dem Gasfeld verständigt. Der DAX-Konzern erhält danach 25% minus eine Aktie an Yushno Russkoje - ebenso wie die BASF-Tochter Wintershall. Gazprom bleibt Mehrheitsaktionär. Bisher hatte E.ON schon bekannt gegeben, dass Gazprom im Gegenzug Beteiligungen an zwei ungarischen E.ON-Töchtern erhalten wird sowie einen zusätzlichen Ausgleich. Dieser Ausgleich war bislang aber noch nicht beziffert worden. Webseite: http://www.eon.com/ -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/rio

14.12.2006 - 14:10:11 Rhön-Klinikum übernimmt Kreiskrankenhaus ... (zwei) Nach weiteren Angaben von Rhön-Klinikum verfügt das übernommene Kreiskrankenhaus über 264 Betten. Im vergangenen Geschäftsjahr hätten 401 Mitarbeiter 10.229 Patienten betreut. Für die Verkaufsentscheidung zu Gunsten des börsennotierten Konzerns sei ausschlaggebend gewesen, dass Rhön-Klinikum Bereitschaft gezeigt habe, den Investitionsstau bei Gebäuden und medizinischer Ausstattung zeitnah mit dem Einsatz von Eigenmitteln aufzulösen. Am 15. Dezember wollen Vertreter des künftigen neuen Klinikträgers im Rahmen einer Personalversammlung ihr künftiges Konzept präsentieren. http://www.rhoen-klinikum-ag.com/ DJG/hoa/rio

14.12.2006 - 13:48:32 Hannover Rück: Ertrag aus Körperschaftssteuergesetz 6 Mio EUR HANNOVER (Dow Jones)--Die Hannover Rückversicherung AG, Hannover, verbucht aus der Neuregelung des Körperschaftssteuergesetzes anders als andere Unternehmen nur einen geringen Einmalertrag. "Wir erwarten vor dem Hintergrund dieser Gesetzesänderung lediglich einen Einmaleffekt 2006 von 6 Mio EUR", teilte der nach Beitragseinnahmen viertgrößte Rückversicherer am Donnerstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires mit. Die Prognose für 2006 bleibe unverändert, hieß es weiter. Die Hannover Rück hat mit der Vorlage des Berichts zum dritten Quartal im November ihr Gewinnziel für 2006 angehoben und rechnet nunmehr mit einer Eigenkapitalrendite von deutlich über 15% und einem Ergebnis nach Steuern von rund 480 Mio EUR. Zuvor hatte die Hannover Rück ein Nachsteuerergebnis von rund 450 (Vorjahr 49,3) Mio EUR angestrebt. In der Vergangenheit sei kein großes Körperschaftssteuerguthaben angefallen, da die Hannover Rück auf Ebene der Aktiengesellschaft fast immer den gesamten Gewinn ausgeschüttet und die Steuergutschrift daher bereits bekommen habe, teilte das Unternehmen weiter mit. Durch die Neuregelung des Körperschaftssteuergesetzes, die Anfang der Woche veröffentlicht worden ist, verzeichnen andere Unternehmen wie die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG oder RWE im laufenden Jahr Einmalerträge von mehreren hundert Mio EUR. Die Neuregelung des Gesetzes erlaubt den Unternehmen mit Ablauf dieses Jahres vorhandene Körperschaftsteuerguthaben in der Bilanz 2006 auszuweisen. Diese Guthaben können dann von 2008 bis 2017 in zehn gleichen Jahresbeträgen geltend gemacht werden. Dabei handelt es sich um einen buchhalterischen Effekt. Webseite: http://www.hannover-rueck.de -Von Rolf Neumann und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 - 4031, rolf.neumann@dowjones.com DJG/rne/uxd/rio

14.12.2006 - 13:47:41 Rhön-Klinikum übernimmt Kreiskrankenhaus Köthen/Sachsen-Anhalt FRANKFURT (Dow Jones)--Die Rhön-Klinikum AG wird das Kreiskrankenhaus Köthen in Sachsen-Anhalt übernehmen. Der Kreistag des Landkreises Köthen habe den Verkauf der Klinik mit großer Mehrheit beschlossen, teilte der in Bad Neustadt an der Saale ansässige MDAX-Konzern am Donnerstag mit. Das Klinikum, das für 2006 Umsätze in Höhe von 24 Mio EUR erwartet, soll zum 1. Januar 2007 zu 100% von Rhön-Klinikum übernommen werden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. http://www.rhoen-klinikum-ag.com DJG/hoa/abe

14.12.2006 - 13:35:58 Saban-Konsortium erlöst für Pro7 28-29 EUR/Aktie - Kreise MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Finanzinvestoren um den Medienunternehmer Haim Saban erlösen für ihre zum Verkauf gestellte Mehrheitsbeteiligung an der ProSiebenSat.1 Media AG nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person zwischen 28 EUR und 29 EUR je Aktie. "Es handelt sich um einen Betrag mit 28 EUR vor dem Komma", sagte die mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person bestätigte die Angaben. Der genaue Verkaufspreise werde derzeit noch errechnet. Er richte sich nach dem Durchschnittspreis der Vorzugsaktien in den vergangenen Monaten. Nach Angaben der ersten Person war das erfolgreiche Gebot von SBS, hinter der die Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) stehen, nicht das mit dem höchsten Preis. Entscheidend sei auch das unternehmerische Konzept gewesen. DJG/apr/rio

14.12.2006 - 13:07:37 Lufthansa und ver.di setzen Tarifverhandlungen im Januar fort FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di setzen ihre Tarifverhandlungen für die 42.000 Boden- und Kabinenbeschäftigten der Fluglinie im Januar fort. Das sagten Sprecher von Unternehmen und Gewerkschaft am Donnerstag Dow Jones Newswires. Das erste Treffen der aktuellen Verhandlungsrunde habe am Mittwoch stattgefunden. ver.di verlangt 5,8% mehr Lohn und Gehalt und begründet dies mit dem zu erwartenden guten Konzernergebnis 2006. Daran hätten die Beschäftigten einen entscheidenden Anteil und müssten entsprechend am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden, heißt es. Lufthansa äußerte sich zu Inhalten der Verhandlung nicht. Webseite: http://www.verdi.de http://www.lufthansa.com -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/brb -0-

14.12.2006 - 12:59:17 Europabörsen im Vorfeld des "Hexensabbat" gut behauptet Das Interesse der internationalen Anleger an europäischen Aktien ist ungebrochen und lässt auch am Donnerstag die Indizes weiter nach oben klettern. Für Anfang des kommenden Jahres wird zwar mit einem "Slow Down" der US-Wirtschaft gerechnet, der die europäischen Unternehmen allerdings erst mit einer Zeitverzögerung treffen werde. Während der Euro-Stoxx-50 mit 4.119 Punkten ein neues Jahreshoch erreicht hat, fehlen dem rohstofflastigen Stoxx-50 noch rund 40 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 steigt bis 12.33 Uhr um 0,2 Prozent oder 10 auf 4.105 Punkte, der Stoxx-50 legt um 0,3 Prozent bzw 11 auf 3.699 Punkte zu. Begrenzter Impuls von US-Daten erwartet Zum Wochenausklang am Freitag dürfte der "Hexensabbat" an der Terminbörse Eurex eine verstärkte Rolle für den Handel einnehmen. Die Indizes wie auch die meisten Einzeltitel sind seit dem letzten Verfalls-Termin im September noch ein gutes Stück gelaufen. Da sich ein Verfall in der Regel trendbestätigend auswirkt, wird auch für die kommenden Tage mit weiter steigenden Notierungen gerechnet. Am Nachmittag werden aus den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wie auch die Import- und Exportpreise für den November bekanntgegeben. Der von den Daten ausgehende Impuls für den Aktienmarkt wird als begrenzt eingestuft. Airlines profitieren nach dem Kauf von Qantas von anhaltender Übernahmefantasie in dem Sektor. Ein Private-Equity-Konsortium unter der Führung von Texas Pacific Group und Allco Equity Partners haben den Zuschlag für 8,7 Mrd Dollar erhalten. Ein Händler urteilt, wenn Private Equity nun schon Airlines übernehmen könnten, seien keine Sektoren vor dem Zugriff mehr sicher. Zusätzlich stützend für die Branche sind die anhaltenden Übernahmespekulationen in den USA. Lufthansa legen um 1,3 Prozent auf 20,87 EUR zu, Air France 0,6 Prozent auf 31,38 EUR und British Airways 1,6 Prozent auf 518,25 p. Bergbausektor von Morgan Stanley gestützt Der Minensektor wird nach Einschätzung eines Londoner Händlers von einer günstigen Analyse von Morgan Stanley gestützt. Die Investmentbank hat das Kursziel von Xstrata auf 3.600 p erhöht, was einen Aufschlag von etwa 50 Prozent des derzeitigen Kursniveaus darstelle. Das stütze auch andere Aktien aus dem Sektor, heißt es. Rio Tinto gewinnen 2,1 Prozent auf 2.840 p oder BHP Billiton 1,9 Prozent auf 951 p. Für Basic Resources geht es im Schnitt 1,5 Prozent nach oben. Der Kauf der Medical-Nutrition-Sparte von Novartis durch Nestle wird von Marktteilnehmern positiv gesehen. Die Transaktion hat ein Volumen von 2,53 Mrd USD. Nestle habe bereits seit längerem Interesse an der Sparte gehabt. Strategisch stelle der Kauf eine Stärkung der Nestle-Position im Nahrungsmittelmarkt dar. Der Kaufpreis bewegt sich laut einem Händler im Rahmen der Erwartungen. Nestle legen um 1,4 Prozent auf 435,75 CHF zu, Novartis gewinnen 0,5 Prozent auf 70,45 EUR. Tesco ziehen am Berichtstag ebenfalls deutlicher an. Die Aktie profitiert nach Einschätzung von Händlern von den überraschend positiven britischen Einzelhandelsumsätzen. Diese sind im November gegenüber dem Vormonat entgegen den Erwartungen um 0,3 Prozent gestiegen. Analysten hatten dagegen einen Rückgang erwartet. Die Aktie steigt 0,8 Prozent auf 395 p. -Von Thomas Leppert, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 221, thomas.leppert@dowjones.com DJG/thl/mpt/rso

14.12.2006 - 12:58:22 EU-Haushalt 2007 ist mit 115,5 Mrd EUR ausgestattet STRASSBURG (Dow Jones)--Der erste EU-Haushalt für 27 Mitgliedstaaten sieht Ausgaben von 115,5 Mrd EUR vor. Das vom Europäischen Parlament (EP) am Donnerstag verabschiedete Gemeinschaftsbudget für 2007 entspricht damit knapp 0,99% des Bruttonationaleinkommens der EU, die im Januar mit Bulgarien und Rumänien auf 27 Mitgliedstaaten erweitert wird. Gegenüber dem laufenden Jahr werden die Mittel um etwa 3,6 Mrd EUR erhöht. Über 100 Mrd EUR sollen etwa zu gleichen Teilen in Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umweltschutz fließen sowie in Projekte zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit wie Energie- und Verkehrsinfrastrukturen sowie Ausbildungsprogramme. Die administrativen Kosten für alle EU-Institutionen sind mit 6,9 Mrd EUR veranschlagt. DJG/ang/apo -0-

14.12.2006 - 12:57:37 Deutsche Börse setzt erste Stufe des EU-Verhaltenskodex um FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse AG hat die erste Stufe des europäischen Verhaltenskodex für die Abwicklung von Aktiengeschäften umgesetzt. Ab sofort werde den Kunden auf der Internetseite des Unternehmens eine verbesserte Übersicht der Preise für Handel, Clearing und Abwicklung von Aktien zur Verfügung gesellt, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Donnerstag mit. Hintergrund dieser Maßnahme sei der am 7. November gemeinsam mit den anderen europäischen Vertretern der Branche vereinbarte Verhaltenskodex für Aktienclearing und -settlement, der so genannte Code of Conduct. Er definiere unter anderem die mit Wirkung zum 1. Januar 2007 auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette geltenden Anforderungen an Preistransparenz, teilte die Börse weiter mit. In der Gruppe Deutsche Börse seien davon die Handelssysteme Xetra und Xontro (Parkett), der von Eurex Clearing betriebene Zentrale Kontrahent für Aktien sowie das entsprechende Settlement- und Custody-Geschäft von Clearstream betroffen. "Die Deutsche Börse zeigt mit der raschen Umsetzung der ersten Stufe des Code of Conduct ihre volle Unterstützung für diese durch die Marktteilnehmer getragene Initiative", sagte Matthias Ganz, Vorstandsmitglied der Deutschen Börse. Man sei überzeugt, dass die vollständige Umsetzung des Codes durch die Industrie gelinge und hierdurch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung von Effizienz und Wettbewerbsstärke der europäischen Kassamärkte geleistet werde. Neben Preistransparenz strebe der Code of Conduct auch Verbesserungen im Bereich des Zugangs zu einzelnen Marktteilnehmern und Interoperabilität sowie eine Entflechtung der Dienstleistungen und Buchhaltung einzelner Servicebereiche an. Die Deutsche Börse erfülle bereits heute die Mehrzahl der Anforderungen, die bis Ende 2007 in zwei weiteren Stufen umgesetzt werden sollen, hieß es weiter. Webseite: http://www.deutsche-boerse.com DJG/sms/brb

14.12.2006 - 12:53:55 Liikanen: EZB bekämpft langfristige Inflationsrisiken FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Ratsmitglied Erkki Liikanen hat darauf hingwiesen, dass die Poltik der Europäischen Zentralbank (EZB) darauf gerichtet ist, langfristigen Inflationsrisiken vorzubeugen. Trotz der bereits erfolgten Leitzinsanhebungen sei die Geldpolitik im Euroraum weiterhin akkommodierend, sagte der Gouverneur der finnischen Zentralbank laut einem am Donnerstag veröffentlichten Redetext. Liikanen verwies darauf, dass die Finanzmärkte für das ersten Halbjahr 2007 eine weitere Straffung der Geldpolitik erwarteten. Zuletzt hatte die EZB ihren Leitzins Anfang Dezember um 25 Basispunkte auf 3,50% erhöht, sich aber hinsichtlich des Zinskurses im kommenden Jahr bedeckt gehalten. Die Risiken für Preisstabilität bleiben Liikanen zufolge aufwärts gerichtet. Die niedrigeren Ölpreise dürften den privaten Konsum ankurbeln und dadurch den Inflationsdruck in der Zukunft erhöhen, insbesondere in Öl importierenden Ländern, erläuterte Liikanen. Auch die Lohnstückkosten, die angesichts von Zuwächsen in der Produktivität relativ langsam gestiegen seien, dürften den Inflationsdruck in Zukunft beeinflussen. Das Wachstum in der Eurozone hält das EZB-Ratsmitglied für "vernünftig", wenn auch weniger dynamisch als in den ersten sechs Monaten. Die Gewinne und das Unternehmervertrauen seien jedoch stark geblieben. Offenbar spiegele sich das schwächere US-Wirtschaftswachstum bisher noch nicht in den Geschäftserwartungen wider, meinte Liikanen. Jüngst hatten einige EZB-Offizielle geäußert, dass die Eurozone widerstandsfähiger gegenüber einer konjunkturellen Abkühlung in den USA geworden sei, seit Großbritannien die USA als wichtigsten Handelspartner der Eurozone abgelöst habe. -Von Monica Houston-Waesch, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 297 25 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/kth/hab -0-

14.12.2006 - 12:49:16 E.ON will 2007 bis 2009 mehr als 25 Mrd EUR investieren (zwei) Die Investitionen für die geplante Endesa-Übernahme sind in diesen Planungen nicht enthalten. Die Akquisition des spanischen Stromversorgers werde aber unverändert konsequent weiterverfolgt, erklärte E.ON. Mit 11,4 Mrd EUR fließen fast die Hälfte der bis 2009 geplanten Investitionen den Angaben zufolge in die Modernisierung und den Neubau von Kraftwerken. In die Stromnetze will E.ON insgesamt 5,7 Mrd EUR investieren. Einen Schwerpunkt bilde dabei das deutsche Netz, das unter anderem zum Anschluss weiterer Windkraftanlagen verstärkt werde. Die Infrastruktur in der Gasversorgung wurde im neuen E.ON-Dreijahresplan mit 4,0 Mrd EUR berücksichtigt. Dabei gehe es insbesondere um den Aus- und Neubau von Leitungen, der Erweiterung von Speicherkapazitäten, der Erschließung von Gasfeldern in der Nordsee und der Bau eines LNG-Terminals, erläuterte das DAX-Unternehmen. In den Planungen sind darüber hinaus 2,9 Mrd EUR für den Erwerb weiterer Beteiligungen vorgesehen. Der größte Anteil hiervon entfalle auf den Einstieg beim sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje. Webseite: http://www.eon.com DJG/hei/nas

14.12.2006 - 12:46:57 SBS setzt sich im Ringen um ProSiebenSat.1 durch - Kreise Von Archibald Preuschat Dow Jones Newswires MÜNCHEN (Dow Jones)--Die europäische Senderkette SBS, hinter der die Finanzinvestoren Permira und Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) stehen, hat das Rennen um den Mehrheitsanteil an der ProSiebenSat.1 Media AG für sich entscheiden können. Das Verkäuferkonsortium um den US-Milliardär Haim Saban habe sich grundsätzlich dazu entschlossen, ihre 50,5%-Beteiligung an ProSiebenSat.1 an SBS zu verkaufen, sagten zwei mit den Vorgängen vertrauten Personen am Donnerstag unabhängig voneinander zu Dow Jones Newswires. Die Verhandlungen sind aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Es sei damit zu rechnen, dass die Vertragsunterzeichnung noch im Laufe des heutigen Donnerstags oder am morgigen Freitag erfolge, so die mit den Vorgängen vertrauten Personen. Insbesondere der Verkaufspreis sei noch nicht abschließend festgelegt worden, hieß es. Markterwartungen zufolge wird er ProSiebenSat.1 mit rund 6 Mrd EUR bewerten. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte zu Dow Jones Newswires, dass sich das beste kaufmännische Konzept durchgesetzt habe. So planen die Investoren, ProSiebenSat.1 und SBS miteinander zu verschmelzen und künftig von Unterföhring bei München aus zu führen. Ein Zusammenschluss von SBS und ProSiebenSat.1 würde zur zweitgrößten paneuropäischen Senderkette nach der zum Bertelsmann-Konzern gehörigen RTL Group führen. DJG/apr/smh

14.12.2006 - 12:43:24 T-Mobile senkt Roamingtarife in Europa BONN (Dow Jones)--Die T-Mobile Deutschland GmbH, Bonn, senkt die Preise für Telefonate in EU-Länder und Kroatien um rund 14%. Die neuen Preise gelten ab Januar 2007, teilte das Telekomunternehmen am Donnerstag mit. Künftig betrage der Minutenpreis für Gespräche in den EU-Ländern und Kroatien 0,59 EUR statt 0,69 EUR sowohl für abgehende wie eingehende Anrufe. Von der Preissenkung profitierten neben Vertrags- auch Prepaidkunden. Webseite: http://www.T-Mobile.de DJG/bam/nas

14.12.2006 - 12:37:01 E.ON will 2007 bis 2009 mehr als 25 Mrd EUR investieren DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG will in den kommenden drei Jahren mehr als 25 Mrd EUR investieren. Dies teilte der Düsseldorfer Energiekonzern am Donnerstag mit. Das Investitionsvolumen werde damit deutlich erhöht. Klarer Schwerpunkt liege mit 22,4 Mrd EUR bei den Sachanlageinvestitionen, hieß es. Diese sollten insbesondere zur weiteren Verbesserung der Versorgungssicherheit beitragen. Der Aufsichtsrat hatte diese Planzahlen für 2007 bis 2009 am Vorabend beschlossen. Vor einem Jahr hatte der dreijährige E.ON-Investitionsplan noch Ausgaben von 18,6 Mrd EUR vorgesehen. DJG/hei/nas

14.12.2006 - 12:35:16 Dt-Post-AR verlängert Vorstandsverträge von Appel und Mullen BONN (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der Deutschen Post AG hat am Donnerstag routinegemäß die Verlängerung von zwei Vorstandsverträgen beschlossen. Frank Appel, im Konzernvorstand verantwortlich für Global Business Services, wurde als Vorstandsmitglied wiederbestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Ebenso sei das Mandat von John Mullen verlängert worden, der das weltweite Express-Geschäft des Konzerns verantworte. DJG/nas/cbr

14.12.2006 - 12:34:57 Lanxess verkauft Textilchemie in Nordamerika an StarChem DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG trennt sich nun auch von den Aktivitäten der Business Unit Textilchemie (TPC) in Nordamerika, nachdem der überwiegende Teil des Geschäftes bereits Anfang November verkauft worden war. Die StarChem, Hersteller von Textil- und Spezial-Chemikalien, werde die Standorte Wellford im US-Bundesstaat South Carolina sowie im kanadischen Montreal übernehmen und einen Großteil der Mitarbeiter weiter beschäftigen, teilte der Leverkusener Konzern am Donnerstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion, die zum Jahresende abgeschlossen sein soll, nicht mehr zustimmen. Der Geschäftsbereich Textilchemie von Lanxess hatte 2005 mit weltweit rund 380 Mitarbeitern einen Umsatz von 150 Mio EUR erzielt. Anfang November hatte Lanxess bereits den Verkauf aller TPC-Aktivitäten außerhalb von Nordamerika mit 330 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 130 Mio EUR für einen Preis von 54 Mio EUR bekannt gegeben. Der US-Standort Wellford sollte ursprünglich geschlossen werden. Mit dem jetzigen Verkauf an StarChem seien nun alle für 2006 angekündigten Veräußerungen umgesetzt worden, erklärte Vorstandsvorsitzender Axel Heitmann. Lanxess hatte auf der Hauptversammlung im Mai angekündigt, dass der Geschäftsbereich Textilchemie abgegeben werden soll. Aufgrund der mangelnden Größe des Geschäfts sieht der Konzern den Bereich nicht in der Lage, eine wesentliche Rolle bei der weltweiten Marktkonsolidierung der Textilchemie-Branche zu spielen. Webseite: http://www.lanxess.de DJG/rib/bam

14.12.2006 - 12:18:23 Lanxess kauft 50%-Anteil an südafrikanischem JV... (zwei) Analysten bewerten den Zukauf von Lanxess "kleine Portfolioabrundung", die unter strategischen Gesichtspunkten grundsätzlich zu begrüßen sei. Die Business Unit Leather von Lanxess, in die das Joint Venture integriert wird, ist ein Zulieferer für die weltweite Lederindustrie und beschäftigt derzeit gut 1.000 Mitarbeiter, davon 330 in Südafrika. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Quartal 2007 erwartet. Mit der ersten Akquisition in der Unternehmensgeschichte verfüge der Konzern nun über eine vollständige Wertschöpfungskette vom Chromerz bis hin zu Ledergerbstoffen, heißt es in der Mitteilung von Lanxess. Das Unternehmen werde zudem alleiniger Eigentümer der weltweit modernsten Anlage zur Verarbeitung des Ausgangsproduktes für Chromgerbstoffe. "Dadurch wird die Profitabilität des Chromchemikalien-Geschäfts weiter gestärkt", erklärte Vorstandsvorsitzender Axel Heitmann. Der Konzern hatte den ersten Zukauf seit Beginn der Eigenständigkeit im Januar 2005 bereits Mitte November angekündigt. Axel Heitmann hatte während einer telefonischen Pressekonferenz erklärt, der Leverkusener Konzern werde noch im laufenden Jahr "eine kleine regionale Maßnahme" bekannt geben. Damit solle eine Geschäftseinheit verstärkt werden, die bereits eine weltweit führende Marktposition habe. Auch wenn es sich zunächst nur um einen kleinen Schritt handele, sei er ein "schönes Zeichen". Er soll nicht der einzige bleiben: Der Konzern traue sich nach dem Umbau der vergangenen knapp zwei Jahre nun zu, andere Unternehmen, Teile von ihnen oder auch einzelne Geschäfte zu kaufen. Webseite: http://www.lanxess.de DJG/rib/nas

14.12.2006 - 12:16:56 VW verbucht 2006 Körperschaftssteuerertrag von 951 Mio EUR WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG, Wolfsburg, erwartet im laufenden Jahr wegen der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes einen Sonderertrag von 951 Mio EUR. Das sagte VW-Sprecherin Christine Ritz am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Auf die Prognose des operativen Ergebnisses habe der Ertrag keinen Einfluss da dieser im Nachsteuerergebnis verbucht werde. VW erwartet im operativen Geschäft ein Ergebnis über Vorjahr. Durch die Änderungen des Körperschaftssteuergesetzes können Unternehmen im laufenden Jahr so genannte Körperschaftssteuerguthaben in ihrer Bilanz aktivieren. Die tatsächliche Auszahlung dieser Ansprüche erfolgt allerdings erst ab 2008 und streckt sich dann bis 2017. Das "Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" (SEStEG) war im Herbst vom Bundesrat beschlossen und am 12. Dezember veröffentlicht worden. Webseite: http://www.volkswagen.de -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires; +49 (0)40-3574 3115, michael.brendel@dowjones.com DJG/mbr/nas/cbr

14.12.2006 - 12:02:29 Kleinaktionäre prüfen Klage wg möglichem Insiderhandel bei EADS PARIS (Dow Jones)--Die französische Aktionärsvereinigung ADAM prüft im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Insiderhandel bei der European Aeronautic Defence & Space Co NV (EADS) die Einreichung einer Klage. Sie werde entweder auf den Insiderhandel abzielen oder auf die Veröffentlichung irreführender Informationen, sagte Colette Neuville, Chairman der L'Association de Défense des Actionnaires Minoritaires, Dow Jones Newswires am Donnerstag. Man habe zwar noch keinen Zeitplan für das Vorgehen, aber man wolle eine Beschwerde einreichen, ergänzte sie. Sowohl die französische Justiz als auch die Börsenaufsicht AMF untersuchen Aktienverkäufe von EADS-Mitarbeitern. Rund 800 Personen sind laut Medienberichten im Visier der Fahnder. Sie haben ihre Anteilsscheine im Frühjahr verkauft. Kurze Zeit später gab EADS Lieferverzögerungen beim Airbus-Superjumbo A380 bekannt. Daraufhin brach der Kurs ein. -Von Jerome Batteau und Simon Clow, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/bam/cbr

14.12.2006 - 12:00:18 Lanxess kauft 50%-Anteil an südafrikanischem JV von Dow Chemical DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG erwirbt den restlichen Anteil an einem gemeinsamen Joint Venture mit dem US-Konzern Dow Chemical in Südafrika, wie das Leverkusener Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Der Unternehmen, an dem beide Unternehmen bisher gleichberechtigt beteiligt sind, verarbeitet das Ausgangsprodukt für Chromgerbstoffe. Der Mitteilung zufolge beschäftigt das Unternehmen 120 Mitarbeiter und erzielte 2005 einen Umsatz von rund 40 Mio EUR. DJG/rib/nas

14.12.2006 - 11:37:12 ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung Deutsche Bank verkauft Immobilien an Fortress-Tochter Eurocastle Die DB Real Estate, ei