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Dienstag, 12-Dez-2006
12.12.2006 - 20:47:17
DOKUMENTATION/Der FOMC-Zinsbeschluss im Wortlaut
Dow Jones Newswires sendet nachfolgend den Zinsbeschluss des
Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank im Wortlaut.
The Federal Open Market Committee decided today to keep its target for the
federal funds rate at 5-1/4 percent.
Economic growth has slowed over the course of the year, partly reflecting a
substantial cooling of the housing market. Although recent indicators have been
mixed, the economy seems likely to expand at a moderate pace on balance over
coming quarters.
Readings on core inflation have been elevated, and the high level of
resource utilization has the potential to sustain inflation pressures. However,
inflation pressures seem likely to moderate over time, reflecting reduced
impetus from energy prices, contained inflation expectations, and the
cumulative effects of monetary policy actions and other factors restraining
aggregate demand.
Nonetheless, the Committee judges that some inflation risks remain. The
extent and timing of any additional firming that may be needed to address these
risks will depend on the evolution of the outlook for both inflation and
economic growth, as implied by incoming information.
Voting for the FOMC monetary policy action were: Ben S. Bernanke, Chairman;
Timothy F. Geithner, Vice Chairman; Susan S. Bies; Donald L. Kohn; Randall S.
Kroszner; Frederic S. Mishkin; Sandra Pianalto; William Poole; Kevin M. Warsh;
and Janet L. Yellen. Voting against was Jeffrey M. Lacker, who preferred an
increase of 25 basis points in the federal funds rate target at this meeting.
DJG/hab
-0-
12.12.2006 - 20:44:55
TABELLE/US-Fed-Leitzinsen
===
Fed-Funds-
Zielsatz
Änderung Satz
12. Dezember unv. 5,25
PROGNOSE unv. 5,25
29. Juni +0,25 5,25
10. Mai +0,25 5,00
28. März +0,25 4,75
31. Januar +0,25 4,50
2005
13. Dezember +0,25 4,25
01. November +0,25 4,00
20. September +0,25 3,75
09. August +0,25 3,50
30. Juni +0,25 3,25
03. Mai +0,25 3,00
22. März +0,25 2,75
02. Februar +0,25 2,50
2004
14. Dezember +0,25 2,25
10. November +0,25 2,00
21. September +0,25 1,75
10. August +0,25 1,50
30. Juni +0,25 1,25
2003
25. Juni -0,25 1,00
2002
06. November -0,50 1,25
2001
11. Dezember -0,25 1,75
06. November -0,50 2,00
02. Oktober -0,50 2,50
17. September -0,50 3,00
21. August -0,25 3,50
27. Juni -0,25 3,75
15. Mai -0,50 4,00
18. April -0,50 4,50
20. März -0,50 5,00
31. Januar -0,50 5,50
03. Januar -0,50 6,00
2000
16. Mai +0,50 6,50
21. März +0,25 6,00
02. Februar +0,25 5,75
- Quelle Daten: Federal Open Market Committee (FOMC)
- Webseite: http://www.federalreserve.gov
Sitzungen des FOMC 2007:
- 30.01./31.01.
- 20.03./21.03.
- 09.05.
- 27.06./28.06.
- 07.08.
- 18.09.
- 30.10./31.10.
- 11.12.
Sitzung des FOMC 2008:
- 29.01./30.01.
===
DJG/DJN/hab
-0-
12.12.2006 - 20:42:36
FOMC lässt Fed-Funds-Zielsatz wie erwartet ... (zwei)
Das FOMC verwies darauf, dass das Niveau der Kerninflation erhöht gewesen
sei und dass der hohe Grad der Kapazitätsauslastung das Potenzial besitze,
Inflationsdruck zu erzeugen. Gleichwohl dürfte sich der Inflationsdruck mit der
Zeit aufgrund eines sinkenden Einflusses der Energiepreise, eingedämmter
Inflationserwartungen, der kumulativen Auswirkungen früherer geldpolitischer
Schritte und wegen anderer Faktoren abschwächen, die die Endnachfrage bremsten.
Zugleich betonte das FOMC jedoch, dass einige Inflationsrisiken
fortbestünden. Ausmaß und Zeitpunkt eventueller weiterer Zinserhöhungen, die
zur Beherrschung dieser Risiken erforderlich werden könnten, seien von den
Perspektiven für Inflation und Wirtschaftswachstum abhängig, wie sich in den
aktuell hereinkommenden Konjunkturdaten abzeichneten.
Beobachter verwiesen darauf, dass das FOMC in seiner aktuellen Erklärung in
zwei Punkten vom Wortlaut der vorherigen abgewichen sei. Zum einen sei das
Ausmaß der Abkühlung am Markt für Wohnimmobilien als deutlich ("substantial")
bezeichnet worden; zum anderen sei die Einschätzung, das Wirtschaftswachstum
werde in nächsten Zeit "per saldo" moderat bleiben, mit einem Hinweis auf die
zuletzt etwas schwächeren Konjunkturdaten verbunden worden.
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/hab
-0-
12.12.2006 - 20:27:17
Sanierung des Maschinenbauers IWKA abgeschlossen - Handelsblatt
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Sanierung des Maschinen- und Anlagenbauers IWKA
ist nach den Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Bartke praktisch
abgeschlossen. "Der Löschvorgang im Unternehmen ist abgeschlossen", sagte
Bartke der Zeitung "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Das sei das Verdienst des
seit September 2005 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Wolfgang-Dietrich Hein.
Am Dienstag hatte der MDAX-Konzern mitgeteilt, dass der
Schweißzangenhersteller Aro mit rund 100 Mio EUR Umsatz und 600 Mitarbeitern an
die britische Unternehmensgruppe Langley Holdings verkauft werde.
Die Karlsruher IWKA AG war in den vergangenen drei Jahren vor allem wegen
eines Streits mit dem US-Aktionär Guy Wyser-Pratte in den Schlagzeilen. Der
Investor hält derzeit 9% der Anteile und hatte 2005 den Rücktritt des damaligen
Vorstandsvorsitzenden Hans Fahr und von sechs Aufsichtsräten bewirkt.
Gegen den Willen von Wyser-Pratte installierte der alte Aufsichtsrat noch
Wolfgang-Dietrich Hein als neuen Vorstandsvorsitzenden. Zwischen Hein und
Wyser-Pratte gibt es große Spannungen. Auf der Hauptversammlung im Juni wurde
Hein von seinem größten Aktionär nicht entlastet.
IWKA-Aufsichtsratsvorsitzender Bartke lobte auch Hauptaktionär Wyser-Pratte
nur lobende Worte: "Wir haben in ihm einen stabilen Investor. IWKA war Mitte
2005 auf dem Weg in den Abgrund. Wyser-Pratte hat einen wesentlichen Beitrag
dazu geleistet, dass sich das Unternehmen verändert hat. Er ist kein Buhmann,
sondern begleitet das Unternehmen hervorragend", zitiert die Zeitung Bartke.
Berichte, dass Bartke selbst die Trennung von Hein betreibt, wollte der
Aufsichtsratsvorsitzende nicht kommentieren. Nach Informationen der Zeitung hat
Bartke bereits einen Nachfolger für Hein gefunden, scheiterte mit dessen
Abberufung in der vergangenen Woche aber am Widerstand der Arbeitnehmerseite.
Den von Arbeitnehmerseite abgelehnten möglichen Verkauf der
Verpackungssparte, den IWKA gegenwärtig prüft, verteidigt Bartke ebenfalls.
"Wir müssen uns fragen, ob wir die Investitionen aller drei Kernbereiche des
Konzerns finanzieren können", sagte er dem "Handelsblatt". Roboter und
Autotechnik seien für IWKA aussichtsreiche Felder: "Die schwachen Investitionen
der deutschen Autobauer in unsere Anlagen 2005 waren eine Ausnahme, jetzt sind
die Auftragsbücher wieder voll".
Webseite: http://www.handelsblatt.com/
DJG/rio
-0-
12.12.2006 - 20:25:36
FOMC lässt Fed-Funds-Zielsatz wie erwartet unverändert bei 5,25%
WASHINGTON (Dow Jones)--Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank hat
seinen Zielsatz für Tagesgeld am Dienstag wie erwartet mit 5,25% bestätigt und
das Leitzinsniveau damit zum vierten Mal in Folge unverändert gelassen. Wie das
Gremium am Abend mitteilte, fiel die Entscheidung erneut nicht einstimmig. Wie
schon bei den vorangegangenen Meetings stimmte der Präsident der Richmond Fed,
Jeffrey Lacker, abermals für eine Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte.
Das FOMC erklärte, dass sich das Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf
abgeschwächt habe, was teilweise Folge der deutlichen Abkühlung am Markt für
Wohnimmobilien gewesen sei. Obwohl die jüngsten Daten ein durchmischtes Bild
des Konjunkturgeschehens gezeichnet hätten, dürfte die Wirtschaft in den
kommenden Quartalen weiterhin mit einem moderaten Tempo wachsen.
DJG/hab
-0-
12.12.2006 - 19:28:45
UPDATE2: Post legt deutsches Paket- und Briefgeschäft zusammen
(NEU: Äußerung von ver.di, mehr Hintergrund)
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will ihr Paket- und
Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen und erwägt die Streichung
überzähliger Stellen in der Paket-Verwaltung. Davon verspreche man sich
angesichts der großen gemeinsamen Kundenbasis erhebliche Kostenvorteile und
Qualitätsverbesserungen, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit. Im Januar
solle mit der Ungliederung begonnen werden, auf die man sich mit der
Gewerkschaft ver.di verständigt habe. Vorstand und Aufsichtstrat müssten dem
Schritt noch zustimmen.
Ein Post-Sprecher sagte Dow Jones Newswires, das Unternehmen prüfe den
Abbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung des insgesamt 17.000 Stellen
umfassenden Paketsbereichs. In Betracht kämen Jobs etwa in den Bereichen
Technik, Qualitätssicherung oder Personal, die es entsprechend auch im
Briefbereich gebe. Es sei aber noch zu früh für Angaben über das Ausmaß.
Betroffen seien die deutschen Paketzentren und Arbeitsplätze im Bonner
Konzernhauptquartier. Die 33 Paketzentren und die 83 Briefzentren lägen zum
Teil in unmittelbarer Nachbarschaft, sagte der Unternehmenssprecher.
Interessant sei die Zusammenlegung vor allem für den gemeinsamen Betrieb
der Postfilialen, wo Brief und Paket bereits Seite an Seite arbeiten. Hier
ließen sich durch die Umorganisation zahlreiche Abläufe vereinfachen,
erläuterte der Sprecher. Bereits jetzt stellen beide Bereiche ihre Sendungen
auf dem Lande gemeinsam zu. Eine Ausweitung der Verbundzustellung auf die
Stadtzentren werde geprüft, sei aber nur begrenzt möglich, sagte der Sprecher:
"Das geht nur in Randbereichen".
Eine Sprecherin von ver.di betonte im Gespräch mit Dow Jones Newswires, es
sei zunächst nur die grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden, in
Verhandlungen über die Integration einzutreten. Diese sollten im Januar
beginnen. Die etwaige Hebung von Synergien bei den Personalkosten betreffe aus
Sicht von ver.di nur die Führungsebene des deutschen Paketbereichs und hier
maximal "einige hundert" Arbeitsplätze, sagte die Gewerkschaftsvertreterin.
Die Brief-Sparte der Post bekommt nun einen Umsatz von rund 2,6 Mrd EUR
hinzu und kommt damit auf ein Erlösvolumen von etwa 15,5 Mrd. Der Post-Sprecher
betonte, dass gleichwohl weiter eine getrennte Rechnungslegung vorgenommen
werde, wie es das Verbot von Quersubventionen verlange. Von der Veränderung
nicht betroffen ist der Versand zeitkritischer Dokumente, der im Expressbereich
bleibt.
Es ist die zweite große organisatorische Veränderung bei der Post binnen
weniger Monate. Erst vor kurzem war der europäische Landtransport aus dem
Expressbereich in die Logistiksparte überführt worden. Kritiker des Konzerns
sehen hinter beiden Maßnahmen auch den Grund, das vor allem unter hohen
Verlusten in den USA leidende Express-Segment von weniger rentablen Bereichen
zu entlasten.
Webseite: http://www.deutschepost.de/
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 19:22:02
UPDATE: Postfirmen in Sorge um Start der deutschen Marktöffnung
(NEU: Hintergrund)
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die neuen Postdienstleister in Deutschland
befürchten wegen Widerstands bei den europäischen Nachbarn eine Aufweichung der
deutschen Haltung zur Öffnung des hiesigen Briefmarktes. Entsprechende
Äußerungen von Angela Merkel würden mit Sorge zur Kenntnis genommen, heißt es
in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin, in das die Nachrichtenagentur Dow
Jones Newswires Einblick hatte. Der Brief stammt von dem Aktionsforum "Mehr
Farbe im Postmarkt", in dem vier nationale Verbände zusammengeschlossen sind.
Am Montag hatten sich fünf EU-Staaten noch einmal gegen eine EU-weite
Liberalisierung 2009 ausgesprochen.
Das Bundeskabinett hatte im Frühjahr beschlossen, dass der deutsche Markt
noch ein Jahr früher 1. Januar 2008 vollständig geöffnet werden soll. Merkel
habe nun aber kürzlich in einer Rede offen gelassen, ob es tatsächlich dazu
komme, falls andere Staaten der Europäischen Union die Öffnung ihrer eigenen
Märkte verzögerten, heißt es in dem Schreiben. Die Bundeskanzlerin hatte auf
einem Bankenkongress Mitte November mit Blick auf den deutschen Fahrplan
gesagt, das könne man "alles nur machen, wenn nicht in anderen Ländern gebremst
wird und ganz anders verfahren wird, weil sonst für uns Wettbewerbsnachteile
entstehen."
Die Bundesregierung werde jedoch sehr intensiv dafür eintreten, die
europäischen Postmärkte ab 2009 vollständig zu öffnen, fügte Merkel laut dem
Dow Jones vorliegenden Redemanuskript hinzu. Einen entsprechenden offiziellen
Vorschlag hatte EU-Wettbewerbskommissar Charlie McCreevie im Oktober
unterbreitet. Doch dagegen artikulierten sich nach Informationen von Dow Jones
bei einem Ministertreffen in Brüssel am Montag Frankreich, Italien, Luxemburg,
Griechenland und Zypern. Als Argument brachten sie vor, dass die Finanzierung
der Universaldienste nicht garantiert sei.
Polen plädierte dafür, den neuen EU-Mitgliedstaaten eine Übergangsperiode
einzuräumen. Eindeutig zugunsten der Liberalisierung positionierten sich
dagegen Deutschland, Großbritannien, Schweden, Dänemark und die Niederlande.
Die alternativen deutschen Anbieter drängen hingegen ebenso wie die Deutsche
Post AG auf klare Rahmenbedingungen und einen Gleichklang bei der europäischen
Marktöffnung. Sie befürchten andernfalls Wettbewerbsverzerrungen.
In dem Brief an Merkel warnte das Aktionsforum, jede Verzögerung der
Liberalisierung in Deutschland würde zu wirtschaftlichen Schäden führen und den
sehr dynamischen Wirtschaftszweig zurückwerfen. Im Vertrauen auf den
Kabinettsbeschluss hätten in den vergangenen Monaten viele Postdienstleister
erhebliche Investitionen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen. Merkel solle
mit Blick auf den anstehenden deutschen Vorsitz in der Europäischen Union
unbeirrt für die nationale Marktöffnung Anfang 2008 und eine EU-weite
Liberalisierung im Jahr darauf eintreten.
Webseite: http://www.mehr-farbe-im-postmarkt.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 18:51:15
EUREX/Renten-Futures im späten Verlauf gut behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Gut behauptet tendieren die Bund-Futures am Dienstag
im späten Verlauf. Der März-Kontrakt des Bund-Futures steigt gegen 18.35 Uhr
MEZ um einen Tick auf 118,09%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,19% und das
-tief bei 117,97%. Umgesetzt wurden bisher rund 768.000 Kontrakte. Der
BOBL-Futures verliert 7 Ticks auf 109,78%. Im Blick des Marktes steht die
Sitzung der US-Notenbank. Ein Zinsschritt werde nicht erwartet, heißt es. Vor
allem die Äußerungen von Fed-Chairman Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in
den USA und dem Zustand der US-Wirtschaft dürften jedoch Beobachtung finden.
Technisch sei der Bund um 118% in einen interessanten Unterstützungsbereich
eingetreten, so ein technisch orientierter Marktteilnehmer. Der nächste
Widerstand liege bei 118,30%.
DJG/mif/ros
12.12.2006 - 18:48:06
Europabörsen schließen gut behauptet - Stahlwerte unter Druck
Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag gut behauptet geschlossen. Der
Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent oder 7 auf 4.060 Punkte. Der Stoxx-50 stieg um
0,4 Prozent bzw 15 auf 3.665 Zähler. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Abend
dominierte ein verhaltenes Geschäft. Den Leitzins wird die Federal Reserve Bank
wohl unverändert lassen. Die begleitenden Aussagen von Fed-Chairman Ben
Bernanke werden aber genau unter die Lupe genommen werden. Der ZEW-Index am
Vormittag blieb vor diesem Hintergrund ebenso irrelevant für die Aktienmärkte
wie das US-Handelsbilanzdefizit, obwohl beide die Erwartungen in positiver
Hinsicht übertrafen.
Negative Signale für Stahl- und Rohstoffwerte
Der Rohstoffsektor mit den darin enthaltenen Stahlwerten verlor im Schnitt
0,4 Prozent. In Japan sorgten Gewinnmitnahmen in den zuletzt gut gelaufenen
Stahlwerten für deutlich nachgebende Kurse und in Australien mussten die
meisten Minenbetreiber Federn lassen. Auch die Gewinnwarnung des
US-Stahlkonzerns Nucor am Nachmittag belastete.
Händler rechnen damit, dass der Bieterkampf zwischen Tata Steel und der
brasilianischen CSN weitergeht. Sie verwiesen auf entsprechende Berichte: Wie
die "Hindustan Times" berichtete, will Tata das Gebot für Corus um 5 Prozent
bis 8 Prozent erhöhen. Der "Business Standard" verwies auf Quellen, denen
zufolge Tata für ein höheres Gebot von 550 p je Corus-Aktie die Unterstützung
der Gläubigerbanken erhalten würde. CSN hat für Corus zuletzt das Angebot auf
515 p je Aktie erhöht. Corus verloren 0,7 Prozent auf 524,25 p, ThyssenKrupp
sogar 0,9 Prozent auf 31,85 EUR.
Gewinnwarnung von Texas Instruments belastet Chip-Branche
Die Technologiewerte gaben um durchschnittlich 0,1 Prozent nach. Die auf
0,37 bis 0,40 USD je Aktie gesenkte Gewinnprognose von Texas Instruments
belastete die europäischen Titel mit Halbleiterbezug. Das Unternehmen rechnet
auch Anfang des kommenden Jahres mit einer schwächeren Nachfrage und hat eine
weiter reichende Prognose nicht geben wollen. Dies sorge am Markt für
Verunsicherung, so ein Händler. STMicroelectronics fielen in Paris um 0,7
Prozent auf 13,72 EUR und der niederländische Zulieferer ASML um 1,4 Prozent
auf 18,92 EUR.
Bankenwerte nur bedingt durch Goldman gestützt
Der Bankensektor zeigte sich wenig beeinflusst von den Goldman-Zahlen. Zwar
gelang es den Amerikanern, nochmals mit Rekordergebnissen aufzuwarten, aber
nach den Worten eines Händlers wird es schwierig werden, darüber hinaus
weiteres Wachstum zu generieren. Zudem sei die Messlatte für die Wettbewerber
recht hoch gehängt worden. Weniger glänzende Zahlen anderer Banken könnten
daher für Enttäuschung sorgen. Der Bankensektor gewann moderate 0,2%, wobei die
Entwicklung der Einzelwerte uneinheitlich ausfiel.
Einzelhändler überraschend stark - Weihnachten steht vor der Tür
Auffällig war die starke Entwicklung der großen europäischen Einzelhänder.
"Möglicherweise setzt man auf ein gutes Weihnachtsgeschäft", sagte ein Händler.
Ein positiver Kommentar von UBS beflügelte die Ahold-Aktie. Zu Tesco gab es die
Nachricht, dass das Unternehmen die Beteiligung an einem Joint Venture in China
fast verdoppelt habe. Ahold gewannen 3,6 Prozent auf 7,78 EUR und Tesco um 0,8
Prozent auf 389 p.
DJG/mif/rso
12.12.2006 - 18:25:15
XETRA-SCHLUSS/DAX nach richtungslosem Geschäft fast unverändert
FRANKFURT (Dow Jones)--Nahezu unverändert hat der deutsche Aktienmarkt am
Dienstag geschlossen, wobei das Geschäft im Vorfeld der Sitzung der
US-Notenbank irrlichternd verlief. Der DAX gewann 0,1% oder 7 auf 6.476 Punkte.
Gehandelt wurden Aktien für 4,4 Mrd EUR nach 5 Mrd EUR am Montag. Nach flottem
Start gestaltete sich der Handel eher richtungslos. Händler sprachen von
starker Zurückhaltung im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank. Vor allem die
Äußerungen von Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und dem
Zustand der US-Wirtschaft würden mit Spannung erwartet. Hierdurch seien die
meisten anderen Impulse überlagert worden. So blieben die Konjunkturdaten am
Berichtstag in ihrer Wirkung äußerst begrenzt.
Der ZEW-Index fiel mit minus 19,0 besser als die erwarteten minus 25,0
Punkte aus. Er übertraf damit zudem die minus 28,5 aus dem November. Die
Citigroup (Prognose: minus 25,0) sah den ZEW-Index vor allem wegen der
Mehrwertsteuererhöhung weiterhin im roten Bereich. Das US-Handelbilanzdefizit
fiel geringer aus als prognostiziert, blieb aber ebenfalls ohne nachhaltige
Auswirkungen auf das Handelsgeschehen.
Die Kursbewegungen der Einzelwerte waren zum Teil zufallsbedingt, wie
Händler betonten. Linde stiegen um 0,7% auf 76,39 EUR. Händler berichteten,
Hersteller von Industriegasen wie Air Liquide seien bereits am Vortag gesucht
gewesen. "Eingepreist" sei hingegen die Gewinnreduktion bei Siemens. Das
Unternehmen muss wegen der Schmiergeldaffäre Sonderaufwendungen verbuchen. Der
Gewinn je Aktie falle nun gut 2% niedriger aus, hieß es. Das sei mit der
schwachen Entwicklung der vergangenen Tage aber bereits im Kurs enthalten.
Siemens stiegen um 0,3% auf 73,68 EUR. Der Bankensektor zeigte sich wenig
beeindruckt von den Goldman-Zahlen. Zwar gelang es den Amerikanern, nochmals
mit Rekordergebnissen aufzuwarten, aber nach den Worten eines Händlers wird es
schwierig werden, darüber hinaus weiteres Wachstum zu generieren. Zudem sei die
Messlatte für die Wettbewerber recht hoch gehängt worden. Weniger glänzende
Zahlen anderer Banken könnten daher für Enttäuschung sorgen.
Auf der Verliererseite ragten ThyssenKrupp mit einem Minus von 0,9% auf
31,85 EUR hervor. Sie reagierten damit auf eine Gewinnwarnung des
US-Stahlproduzenten Nucor. Deutsche Börse gaben um 2,1% auf 134,22 EUR nach.
Die WestLB hatte den Titel auf "Hold" nach zuvor "Add" zurückgenommen. Von
einer Konsolidierungsbewegung sprachen Marktteilnehmer bei Continental. Die
Aktie sei abermals vom Widerstand bei 90 EUR abgeprallt. Die Ankündigung neuer
Preiserhöhungen wurde zurückhaltend aufgenommen. Es bleibe abzuwarten, ob das
Unternehmen sich damit im Wettbewerb durchsetzen kann, meinte ein Analyst. Die
Aktie fiel um 1,2% auf 88,60 EUR.
In der zweiten Reihe stützt der anhaltende Übernahmekampf die
Techem-Aktie. Die australische Investmentbank Macquarie hat das Angebot für
Techem auf 55 EUR je Aktie erhöht. Der Markt werde nun vermutlich darauf
setzen, dass BC Partners ihr Angebot ebenfalls erhöhen werden, hieß es im
Handel. Techem gewannen 1,9% auf 55,85 EUR. Aareal stiegen um 6,4% auf 33,20
EUR, nachdem die Bank den Immobilienverkauf der Interhotel-Gruppe
bekanntgegeben hatte. Die Aareal Bank hält ein Drittel der Gesellschaft und
will den Ertrag im kommenden Jahr buchen. Das sei ein weiterer Schritt, mit dem
sich die Gesellschaft regeneriere, so die Analysten von Steubing.
Auch Heidelberger Druck legten wegen eines Sonderertrags zu: Der Erlös von
70 Mio EUR komme allerdings aus einer Steuergutschrift und sollte unter
operativen Gesichtspunkten nicht zu hoch bewertet werden, hieß es. Die Aktien
stiegen um 0,9% auf 33,88 EUR. Der große Gewinner waren jedoch Vossloh.
Marktteilnehmer verwiesen in Zusammenhang mit dem Anstieg neben
charttechnischen Faktoren auch auf vage Spekulationen, dass die Familie Vossloh
sich von ihrem Anteil trennen könnte, was ein Indiz für eine Übernahme des
Unternehmens wäre. "Es ist im Moment aber schwer zu sagen, ob der Anstieg der
Aktie Grund für die Spekulationen ist oder umgekehrt", sagte ein Händler. Ein
Sprecher des Unternehmens wollte sich dazu nicht äußern. Ein anderer
Marktteilnehmer bezweifelte die Vermutungen und meinte, der Anstieg könnte auch
lediglich ein Nachhall auf positive Analystenkommentare sein. Die Aktie stieg
um 10,25% auf 58,67 EUR.
DJG/mif/rso
12.12.2006 - 18:07:10
UPDATE: Post legt deutsches Paket- und Briefgeschäft zusammen
(NEU: Möglicher Stellenabbau, Hintergrund)
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will ihr Paket- und
Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen und erwägt die Streichung
überzähliger Stellen in der Paket-Verwaltung. Davon verspreche man sich
angesichts der großen gemeinsamen Kundenbasis erhebliche Kostenvorteile und
Qualitätsverbesserungen, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit. Im Januar
solle mit der Ungliederung begonnen werden, auf die man sich mit der
Gewerkschaft ver.di verständigt habe. Vorstand und Aufsichtstrat müssten dem
Schritt noch zustimmen.
Ein Post-Sprecher sagte Dow Jones Newswires, das Unternehmen prüfe den
Abbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung des insgesamt 17.000 Stellen
umfassenden Paketsbereichs. In Betracht kämen Jobs etwa in den Bereichen
Technik, Qualitätssicherung oder Personal, die es entsprechend auch im
Briefbereich gebe. Es sei aber noch zu früh für Angaben über das Ausmaß.
Betroffen seien die deutschen Paketzentren und Arbeitsplätze im Bonner
Konzernhauptquartier. Die 33 Paketzentren und die 83 Briefzentren lägen zum
Teil in unmittelbarer Nachbarschaft, sagte der Unternehmenssprecher.
Interessant sei die Zusammenlegung vor allem für den gemeinsamen Betrieb
der Postfilialen, wo Brief und Paket bereits Seite an Seite arbeiten. Hier
ließen sich durch die Umorganisation zahlreiche Abläufe vereinfachen,
erläuterte der Sprecher. Bereits jetzt stellen beide Bereiche ihre Sendungen
auf dem Lande gemeinsam zu. Eine Ausweitung der Verbundzustellung auf die
Stadtzentren werde geprüft, sei aber nur begrenzt möglich, sagte der Sprecher:
"Das geht nur in Randbereichen".
Die Brief-Sparte der Post bekommt nun einen Umsatz von rund 2,6 Mrd EUR
hinzu und kommt damit auf ein Erlösvolumen von etwa 15,5 Mrd. Von der
Veränderung nicht betroffen ist der Versand zeitkritischer Dokumente, der im
Expressbereich bleibt. Es ist die zweite große organisatorische Veränderung bei
der Post binnen weniger Monate. Erst vor kurzem war der europäische
Landtransport aus dem Expressbereich in die Logistiksparte überführt worden.
Webseite: http://www.deutschepost.de/
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 18:04:07
EU-Kommission will Wettbewerb am Energiemarkt erzwingen
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission will die vollständige
Öffnung der nationalen Gas- und Strommärkte notfalls mit Klagen vor dem
Europäischen Gerichtshof erzwingen. Am Dienstag verschärfte sie
Vertragsverletzungsverfahren gegen 16 Mitgliedstaaten - darunter Deutschland -
die ihrer Meinung nach gegen die Richtlinien über den Energiebinnenmarkt von
2003 verstoßen. Reagieren die Staaten innerhalb von zwei Monaten nicht in einer
die Kommission zufrieden stellenden Weise, können Klagen folgen. Die Kommission
begründet ihr Vorgehen mit dem von ihr seit langem kritisierten mangelnden
Wettbewerb auf dem Energiebinnenmarkt.
"Nur wenn die Mitgliedstaaten die Richtlinien vollständig umsetzen, kann
ein Strom- und Gasmarkt geschaffen werden, der allen europäischen Verbrauchern
ab dem 1. Juli 2007 eine wirkliche Wahl zwischen den Gas- und Stromlieferanten
ermöglicht", sagte Energiekommissar Andris Piebalgs. Besonders stört sich die
Kommission an der "unzureichenden Entflechtung" von Konzernen, die sowohl
Energie erzeugen als auch Vertriebsnetze besitzen. Immer wieder würden andere
Anbieter beim Zugang zu den Netzen diskriminiert.
Das zeige, dass die Staaten nicht in der Lage seien, die komplexen Regeln
zur juristischen und funktionalen Entflechtung der Konzerne wirksam umzusetzen,
stellt die Kommission fest. Es sei nötig, "die Unabhängigkeit der Netzbetreiber
zu stärken", heißt es weiter. Die Äußerungen sind vor dem Hintergrund zu sehen,
dass die Kommission gerade überlegt, ob sie im Januar eine Pflicht zur
"eigentumsrechtlichen Entflechtung" vorschlagen soll. Das würde bedeuten, dass
Netzbetreiber ihre Kraftwerke verkaufen müssten.
Die Kommission bemängelt weiter, dass marktbeherrschende Energieanbieter
durch langfristige Verträge beim Netzzugang bevorzugt würden und dass
reglementierte Preise häufig den Markteintritt neuer Wettbewerber behinderten.
Auch hätten die nationalen Regulierungsbehörden nicht genug Befugnisse, um
einen fairen Netzzugang und angemessene Tarife durchzusetzen. Nicht zuletzt
behinderten die unzureichenden grenzüberschreitenden Übertragungskapazitäten
für Strom und Gas den Wettbewerb, heißt es weiter.
Neben Deutschland wurden die Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich,
Belgien, Tschechien, Estland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Irland,
Italien, Litauen, Lettland, Polen, Schweden, die Slowakei und Großbritannien
verschärft.
DJG/frh/ang/hab
-0-
12.12.2006 - 17:29:59
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
Deutsche Post legt nationales Paket- und Briefgeschäft zusammen
Die Deutsche Post AG will ihr Paket und Briefgeschäft in Deutschland
zusammenlegen. Darauf habe man sich mit der Gewerkschaft ver.di verständigt,
teilte der Bonner Konzern mit. Demnach soll ab Januar der Paketbereich aus der
Express-Division in den Unternehmensbereich Brief verlagert werden. Dadurch
seien erhebliche Kostenvorteile sowie Verbesserungen der Servicequalität und
der inneren Abläufe möglich. Die Entscheidung muss noch von den Gremien der
Post gebilligt werden.
Airbus: A380 erhält von Behörden Betriebsgenehmigung
Das Großraumflugzeug A380 der EADS-Tochter Airbus hat am Dienstag wie erwartet
seine Betriebsgenehmigung erhalten. Die so genannte Musterzulassung sei
gemeinsam durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA und die
US-Luftfahrtbehörde FAA erteilt worden, teilte der Flugzeugbauer mit. Das so
genannte Type Certificate wurde auf die A380 mit Trent-900-Triebwerken von
Rolls-Royce ausgestellt.
EU durchsucht erneut Büros deutscher Stromkonzerne
Die EU-Kommision hat erneut die Büros mehrerer deutscher Stromkonzerne
durchsucht. Hintergrund der Aktion sei der Verdacht auf Verstöße gegen das
EU-Wettbewerbsrecht. Kommissionssprecher Jonathan Todd sagte am Dienstag, die
Kommission habe Gründe zu glauben, dass die Unternehmen gegen Wettbewerbsrecht
verstoßen haben. Namen der betroffenen Unternehmen nannte der
Kommissionssprecher nicht. Die "Berliner Zeitung" berichtete, dass EU-Ermittler
im Tagesverlauf in einer koordinierten Aktion mit dem Bundeskartellamt die
Zentralen der großen deutschen Stromkonzerne E.ON AG, RWE AG und Energie
Baden-Württemberg AG (ENBW) durchsucht haben.
EADS-Zentrale wegen Verdachts auf Insiderhandel durchsucht
Das Hauptquartier des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns European
Aeronautic Defence and Space Co (EADS) in Paris ist durchsucht worden. Das
bestätigte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AP. Die Hausdurchsuchung
finde im Rahmen von Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte
statt, sagte sie. Sowohl die französische Justiz als auch die Börsenaufsicht
AMF untersuchen Aktienverkäufe von EADS-Mitarbeitern.
Conti läutet neue Runde bei Reifen-Preiserhöhung ein
Die Continental AG erhöht derzeit erneut ihre Reifenpreise und versucht damit,
die gestiegenen Rohstoffkosten zu kompensieren. In vielen europäischen Märkten
werde derzeit das Preisniveau im Ersatzgeschäft angehoben. Die Höhe sei aber
von den jeweiligen Märkten und Produktsegmenten abhängig, sagte
Unternehmenssprecher Hannes Boekoff auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Zuvor
hatte Conti für den kanadischen Markt eine Preiserhöhung von bis zu 8% zum 1.
Januar 2007 angekündigt. "Wir reagieren damit erneut auf die
Rohstoffpreisentwicklung im laufenden Jahr", sagte Boekhoff. Der Hannoveraner
Automobilzulieferer rechnet 2006 mit zusätzlichen Rohstoffkosten etwa für Öl
und Kautschuk von bis zu 300 Mio EUR.
RWE verbucht wegen Körperschaftssteuergesetz 2006 Sonderertrag
Die Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes wird bei der RWE AG in diesem
Jahr zu einem Sonderertrag von rund 600 Mio EUR führen. Dies bestätigte
Konzernsprecher Volker Heck Dow Jones Newswires. RWE werde diesen einmaligen
Ertrag in der Bilanz des Geschäftsjahres 2006 aktivieren, sagte er. Damit werde
das Nettoergebnis entsprechend steigen. RWE hatte bereits im Geschäftsabschluss
2005 ein Guthaben aus zu viel gezahlter Körperschaftssteuer von 740 Mio EUR
errechnet. Nach dem neuen Gesetz kann das Unternehmen die Auszahlung des
Guthabens in zehn gleichen Jahresbeträgen von 2008 bis 2017 einleiten.
Abgezinst ergebe sich durch die Aktivierung in der Bilanz der Sonderertrag von
600 Mio EUR, erläuterte Heck.
mobilcom schließt Vergleich mit weiterem Fusionsgegner
Das Telekommunikationsunternehmen mobilcom hat im langen Ringen um die Fusion
mit der Internettochter freenet einen weiteren Vergleich geschlossen und jetzt
nur noch mit einer einzige Klage zu tun. mobilcom teilte mit, nunmehr habe man
sich mit 23 der ursprünglich 24 Fusionsgegner verständigt und bestätigte damit
Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Auch mit dem
verbliebenen Kläger sei man um eine außergerichtliche Einigung bemüht. Der
Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr sagte Dow Jones, er sei optimistisch, dass
es dazu kommen werde.
Dogan Yayin übermittelt Gebot für ProSiebenSat.1
Die Dogan Yayin Holding hat nach eigenen Angaben ein Gebot für eine
50,5-prozentige Beteiligung bei der ProSiebenSat.1 Media AG abgegeben. In einer
Mitteilung an die Börse vom Montag heißt es, die Offerte sei an die mit dem
Verkauf betrauten Banken JP Morgan und Morgan Stanley übermittelt worden.
Angaben zu den finanziellen Details des Angebotes machte die größte
Mediengruppe der Türkei nicht. An Dogan ist die Axel Springer AG beteiligt. Der
deutsche Medienkonzern war mit einem eigenen Übernahmeversuch für ProSieben an
Kartellbedenken gescheitert.
Siemens/Kleinfeld erwartet wg Skandal keine Folge für Aufträge
Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Klaus Kleinfeld, hat die Gefahr des
Verlusts von Aufträgen aufgrund des Bestechungsskandals heruntergespielt. Mit
Blick auf die bisher vorliegenden Zahlen für das erste Quartal des laufenden
Geschäftsjahres verwies der Manager darauf, dass der Technologiekonzern in
vielen Regionen expandiert und mehr Aufträge erhalten habe.
Thomas Cook wird eingeschlagenen Weg fortsetzen - Kreise
Bei der Thomas Cook AG bahnt sich ein Wechsel im Vorstand an.
Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop werde sein Amt in den nächsten Tagen
nieder legen, erfuhr Dow Jones Newswires von einer dem Unternehmen nahe
stehenden Person. Trotz des bevorstehenden Wechsels im Vorstandsvorsitz werde
der Reisekonzern seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen. Beim Ausbau der
Wachstumssegmente solle weiterhin das traditionelle Kerngeschäft Pauschalreise
verteidigt werden, hieß es weiter. Der bevorstehende Wechsel hat nach weiteren
Angaben aus den unternehmensnahen Kreisen keine Auswirkungen auf die
Verhandlungen zwischen der KarstadtQuelle AG und der Deutschen Lufthansa AG
über eine Veränderung der Thomas-Cook-Aktionärsstruktur.
Talanx hält nach weiteren Übernahme-Kandidaten Ausschau
Der Versicherungskonzern Talanx will nach der Übernahme der Gerling
Versicherungen durch weitere Zukäufe in Europa wachsen und zieht zur
Finanzierung der Akquisitionen nach wie vor einen Börsengang in Betracht. "Wir
wollen nach wie vor hin zu weniger volatilen Bereichen wie Leben und dem
Privatkundengeschäft", sagte der seit Sommer amtierende Vorstandsvorsitzende
Herbert Haas in Hannover. Talanx sei durch die Gerling-Akquisition "noch
Deutschlandlastiger" geworden.
Goldman übertrifft im Schlussquartal die Erwartungen deutlich
Die Goldman Sachs Group Inc hat ihren Nettogewinn im vierten Quartal 2005/06
nahezu verdoppelt und die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Wie
die US-Investmentbank am Dienstag mitteilte, legte das Nettoergebnis um 93% auf
3,15 Mrd USD zu. Je Aktie entspreche das einem Gewinn von 6,59 USD. Angetrieben
wurde das Ergebniswachstum von einem ebenfalls kräftigen Zuwachs der
Nettoeinnahmen um 47% auf 9,4 Mrd USD. Hier hätten sich die jüngste Entwicklung
an den Finanzmärkten, hohe Beratungsgebühren und große Zuwächse beim
Eigenhandel positiv ausgewirkt, erklärte Goldman.
Hewlett-Packard stellt weitere Sparmaßnahmen in Aussicht
Der CEO der Hewlett-Packard Co, Mark Hurd, hat weitere Sparmaßnahmen für seinen
Konzern in Aussicht gestellt. Zudem präzisierte der Drucker- und
Computerhersteller seinen Ausblick zum mittelfristigen Umsatz und Ergebnis. Wie
CEO Hurd auf einem Analystentreffen des Unternehmens in New York am Dienstag
sagte, ist der Umbau des Konzern noch nicht abgeschlossen. Im Unternehmen gebe
es noch weitere Möglichkeiten Kosten einzusparen. Hewlett-Packard werde künftig
vornehmlich "gezielte" Zukäufe tätigen. Größere Transaktionen wie der im Juli
angekündigte Kauf des Softwareherstellers Mercury Interactive für 4,5 Mrd USD
seien dabei eher unwahrscheinlich. Investitionen werde das Unternehmen auch
beim Ausbau seiner Vertriebsmannschaft vornehmen.
DJG/abe
12.12.2006 - 17:26:51
DEVISEN/Euro vor US-Zinsentscheid zum Dollar wenig verändert
FRANKFURT (Dow Jones)--Im Vorfeld der US-Zinsentscheidung tendiert das
Währungspaar Euro/Dollar am Dienstag wenig verändert. Ein Zinsschritt werde
nicht erwartet, heißt es im Devisenhandel. Stattdessen stehen die Äußerungen
von Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und dem Zustand der
US-Wirtschaft weiter im Vordergrund. Die Devisenstrategen von Commerzbank
Corporates & Markets erwarten, dass der Dollar vom Fed-Statement profitieren
wird, falls der Begleitkommentar weniger pessimistisch gehalten sei, als das
die letzten Daten andeuteten.
Der Yen reduziert sich indes weiter auf seinem niedrigeren Niveau gegenüber
dem Dollar. Technische Analysten rechnen nun mit einem Ausbruch aus der
bisherigen Seitwärtskonsolidierung. Aufgrund der Kursdynamik sei ein Fall bis
jenseits der 118er-Marke möglich. Auslöser waren geringer gewordene Erwartungen
einer Leitzinserhöhung durch die Bank of Japan im Dezember. Die Anleger warten
nun mit Spannung auf den Tankan-Bericht am Freitag. Sollte dieser schwach
ausfallen, würde damit die Zinserhöhungsfantasie vollkommen aus dem Markt
entweichen. Die Folge dürfte eine sich ausbauende Schwäche des Yen gegen Dollar
und Euro sein.
Die Feinunze Gold notierte zum Nachmittags-Fixing in London bei 628 USD
nach einem Vormittags-Fixing von 629,50 USD an gleicher Stelle.
===
Europa Europa Europa
(17.15) (11.55) (8.06)
EUR/USD 1,3242 1,3239 1,3250
USD/JPY 116,93 116,93 116,91
EUR/JPY 155,01 154,79 154,91
EUR/GBP 0,6731 0,6751 0,6757
EUR/CHF 1,5270 1,5926 1,5921
===
DJG/thl/rso
12.12.2006 - 17:07:49
Lanxess baut den Konzernvorstand um (zwei)
Der Lanxess-Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Stomberg erklärte, Lanxess sei in
den vergangenen beiden Jahren zu einem "neuen und angesehenen Global Player"
der chemischen Industrie geworden. Das Unternehmen steht nun vor neuen
Herausforderungen.
Nach dem Turn-around und dem schnellen Erreichen der Gewinnschwelle wollen
Lanxess "an der Konsolidierung der Industrie aktiv gestaltend teilnehmen". Die
neue Zusammensetzung der Konzernführung setze Lanxess in die Lage, auch diese
Herausforderungen erfolgreich zu bestehen. Im Zentrum stünden dabei weitere
Produktivitätssteigerungen, Internationalität und profitables Wachstum.
Der 49-jährige van Roessel, der ab dem 1. Januar neu im Vorstand vertreten
ist, verfüge über zwei Jahrzehnte internationale Management-Erfahrung in der
chemischen Industrie, heißt es in der Mitteilung von Lanxess weiter. Van
Roessel leitet derzeit die Business Unit Rubber Chemicals und ist Sprecher von
Lanxess Belgien.
Webseite: http://www.lanxess.de/
DJG/rib
12.12.2006 - 17:01:22
EU-Verfahren gegen Berlin wegen fehlender Klimaschutzangaben
BRÜSSEL (Dow Jones)--Gegen Deutschland und sechs andere Staaten sind
EU-Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet bzw verschärft worden, weil die
Regierungen der EU-Kommisson noch nicht alle vorgeschriebenen Informationen
über die Reduzierung von Treibhausgasen vorgelegt haben. Die Informationen
würden gebraucht, um die Einhaltung der im Kyoto-Protokoll zugesagten
Klimaschutzziele zu überwachen, teilte die Kommission am Dienstag mit.
Die Staaten hätten die Daten bis zum 15. Januar 2006 übermitteln müssen.
Gegen Deutschland, Frankreich, Polen und Slowenien wurden deshalb
Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Im Fall von Spanien, Estland und
Luxemburg seien bereits laufende Verfahren verschärft worden, teilte die
Kommission weiter mit.
Österreich, Dänemark, Ungarn und Italien droht laut Kommission eine Klage
vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), wenn sie nicht schleunigst ihre
Nationalen Allokationspläne (NAP) für den Kohlendioxid-Emissionshandel in
Brüssel vorlegen. Die gegen die vier Staaten laufenden
Vertragsverletzungsverfahrens wurden verschärft. Eigentlich hätten die NAP bis
zum 30. Juni vorliegen müssen.
In den Plänen wird dargelegt, wie die nationalen
Kohlendioxid-Emissionsrechte auf die Branchen und Unternehmen verteilt werden
sollen, die am EU-Emissionshandelssystem teilnehmen. Ende November hatte die
Kommission zehn der bisher für die Handelsperiode von 2008 bis 2012
vorliegenden NAP bewertet. In allen Fällen hatte sie Änderungen verlangt.
DJG/frh/hab
-0-
12.12.2006 - 16:53:51
Ex-VW-Betriebsrat Volkert legt Geständnis ab und kommt frei
BRAUNSCHWEIG (Dow Jones)--Der frühere VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende
Klaus Volkert hat ist am Dienstag ein Geständnis abgelegt und ist wieder auf
freiem Fuß. Volkert habe "in nicht öffentlicher Sitzung ein glaubhaftes
richterliches Geständnis abgelegt (...), mit dem er die ihm vorgeworfenen Taten
weitgehend eingeräumt hat", teilte das Landgericht Braunschweig mit. Daher sei
der Haftgrund der Verdunklungsgefahr nicht mehr gegeben. Eine Anklage liege
aber noch nicht vor.
Volkert war Mitte November im Zusammenhang mit der so genannten "VW-Affäre"
auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig in Untersuchungshaft genommen
worden. Der Haftbefehl hatte sich auch auf den dringenden Tatverdacht einer
Anstiftung zur Untreue gestützt in 33 Fällen.
Ab Mitte Januar muss sich der ehemalige VW-Personalvorstand Peter Hartz vor
dem Landgericht Braunschweig wegen Untreue und Begünstigung verantworten. Hartz
wird Untreue in 44 Fällen vorgeworfen.
Im Zentrum der Vorwürfe stehen Bonuszahlungen an Volkert. Dieser soll von
1994 bis 2005 neben seinem Gehalt von Hartz bewilligte Sonderzahlungen von
insgesamt 1,95 Mio EUR erhalten haben, ohne das dies bei VW offen gelegt wurde.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde Volkert das Geld allein im
Hinblick auf seine Position als mächtigster VW-Betriebsrat gewährt.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de/
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/rio
12.12.2006 - 16:51:04
Lanxess baut den Konzernvorstand um
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG baut ihren Konzernvorstand um und
beruft ein neues Mitglied in die Führungsmannschaft. Der Leverkusener
Chemiekonzern teilte am Dienstag mit, der Aufsichtsrat habe den
Vorstandsvorsitzenden Axel Heitmann, dessen Vertrag im Frühjahr 2008 ausläuft,
mit Wirkung ab dem 1. Juli 2007 für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Ebenso
ab dem 1. Juli 2007 und für fünf Jahre wird der Vertrag des für Finanzen
zuständigen Vorstandsmitglieds Matthias Zachert verlängert.
Als neues Vorstandsmitglied beruft Lanxess den Niederländer Rainier van
Roessel. Er übernimmt ab Januar 2007 die Verantwortung im Vorstand für drei
Business Units aus dem Bereich Performance Chemicals. Darüber hinaus ist er für
alle Landesorganisationen der Lanxess verantwortlich. Zusätzlich leite er auch
die Konzernfunktionen IT, Logistics and Supply Chain und Einkauf sowie wichtige
Konzerninitiativen, heißt es in der Mitteilung weiter.
Die Vorstandsmitglieder Martin Wienkenhöver und Ulrich Koemm setzen ihre
Tätigkeit im Rahmen der im Frühjahr 2008 auslaufenden Mandate fort. Ein
Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass diese Vorstandsmitglieder anschließend
ausscheiden. Mittelfristig sei angesichts der wachsenden Herausforderungen aber
ein Ausbau des Vorstands von dann drei auf wieder vier Mitglieder nicht
ausgeschlossen.
Webseite: http://www.lanxess.de
DJG/rib/rio
12.12.2006 - 16:41:13
RWE am Bau eines 650-MW-Kraftwerks in Polen interessiert
WARSCHAU/DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die RWE AG ist am Bau eines neuen
Kraftwerks mit einer Leistung von bis zu 650 Megawatt (MW) in Polen
interessiert. Ein Sprecher der Erzeugungstochter RWE Power bestätigte am
Dienstag, dass der Konzern zu den 19 potenziellen Investoren gehört, die bei
dem geplanten Kraftwerksprojekt des zweitgrößten polnischen Stromerzeugers PKE
bereits Informationen eingeholt haben. Bis Ende Dezember müsse RWE nun
entscheiden, ob und in welchem Umfang sich der Konzern bei dem Projekt
engagieren wolle, sagte der Sprecher.
Die Poludniowy Koncern Energetyczny (PKE) will mit der neuen Anlage, die
2012 ans Netz gehen soll, 40 Jahre alte Kohlekraftwerksblöcke mit einer
Leistung von insgesamt 358 MW ersetzen. Ein PKE-Sprecher sagte am Dienstag, ein
Investor für das neue Kraftwerk solle bis Mitte 2007 feststehen. Mögliche
Bieter gab das Unternehmen nicht bekannt. In der polnischen Presse waren neben
RWE auch die Energiekonzerne CEZ, Electricite de France und Electrabel als
Interessenten genannt worden.
Webseite: http://www.rwe.de/
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/rio
12.12.2006 - 16:36:07
Wall Street im Verlauf knapp behauptet
NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street tendiert im Vorfeld der
Zinsentscheidung der US-Notenbank im Verlauf etwas leichter. Belastend wirkten
sich nach Aussage aus dem Handel die schwachen Ausblicke von Texas Instruments
und Best Buy aus. Das unterhalb der Erwartung ausgefallenen
Handelsbilanzdefizit habe dagegen keinen Impuls für den Aktienmarkt geliefert.
Das Handelsbilanzdefizit hat im Oktober nach vorläufigen Berechnungen 58,87 Mrd
USD betragen und damit den stärksten monatlichen Rückgang seit nahezu fünf
Jahren verzeichnet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit
einem Passivsaldo von 63,00 Mrd USD gerechnet. Der Dow-Jones-Index verliert
gegen 16.25 Uhr MEZ 8 Punkte auf 12.320. Der Nasdaq-Composite sinkt 7 Punkte
auf 2.435, der S&P-500 gibt um einen auf 1.412 Punkte nach.
Der Handel verläuft im Vorfeld der Zinsentscheidung des
Offenmarktausschusses der Fed in ruhigen Bahnen. Mit einem Zinsschritt rechnet
am Markt niemand, so ein Marktteilnehmer. Besondere Aufmerksamkeit dürfte
einmal mehr dem Begleitkommentar gewidmet werden. Marktteilnehmer gehen
allerdings nicht davon aus, dass zu diesem frühen Zeitpunkt ein Zeitfenster für
einen Zinsschritt nach unten abgegeben wird. Dagegen dürften die
Aufwärtsrisiken für die Inflation erneut betont werden.
Texas Instruments notieren mit 29,28 USD leicht im Minus, nachdem das
Unternehmen am Montagabend die Prognosen für das vierte Quartal nach unten
korrigiert hat. Aus dem fortgeführtem Geschäft wird nun ein Gewinn je Aktie von
0,37 bis 0,40 USD erwartet, nachdem zuvor noch eine Spanne von 0,40 bis 0,46
USD genannt worden war. Der größte Konsum-Elektronik-Händler Best Buy hat im 3.
Quartal einen Gewinn von 0,31 USD verdient, Analysten hatten im Vorfeld mit
einem Gewinn von 0,35 USD gerechnet. Der steigende Wettbewerb soll nach Aussage
des Unternehmens für den starken Margenschwund verantwortlich sein. Die Aktie
verliert 4,5% auf 51,47 USD.
Citigroup geben um 1,3% auf 52,19 USD nach, nachdem die Bank Robert Druskin
- bislang für das Investmentbanking-Geschäft zuständig - zum neuen Chief
Operating Officer ernannt wurde. Druskins Aufgabe wird sein, auf der
Kostenseite nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Zudem hatte sich in den
vergangenen Monaten das operative Geschäft nicht so entwickelt, wie von
Investoren gewünscht, heißt es
DJG/thl/rso
12.12.2006 - 16:34:49
Deutsche Post legt nationales Paket- und ... (zwei)
Zu den Gemeinsamkeiten der Bereiche gehörten etwa die weit verbreitete
Verbundzustellung außerhalb von Innenstädten oder der gemeinsame Vertriebspunkt
Filiale, teilte die Post weiter mit. Von der Veränderung nicht betroffen sei
der Dokumenten- und Express-Versand, der im Unternehmensbereich Express bleibe.
Die Brief-Sparte werde mit den hinzukommenden rund 2,6 Mrd EUR Umsatz auf ein
Gesamtvolumen von etwa 15,5 Mrd Stück kommen.
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 16:33:22
Deutsche Post legt nationales Paket- und Briefgeschäft zusammen
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will ihr Paket und
Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen. Darauf habe man sich mit der
Gewerkschaft ver.di verständigt, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit.
Demnach soll ab Januar der Paketbereich aus der Express-Division in den
Unternehmensbereich Brief verlagert werden. Dadurch seien erhebliche
Kostenvorteile sowie Verbesserungen der Servicequalität und der inneren Abläufe
möglich. Die Entscheidung muss noch von den Gremien der Post gebilligt werden.
Webseite: http://www.deutschepost.de/
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 16:21:01
Vermögensverwalter MEAG erwartet Gewinne in China
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vermögensverwalter MEAG der Münchener
Rückversicherungs-Gesellschaft AG erwartet in den nächsten vier Jahren
deutliche Gewinne aus seiner kürzlich erworbenen Beteiligung von 19% am
chinesischen Vermögensverwalter PICC Asset Management Company Ltd (PAMC).
"Wir rechnen bis 2010 mit einer zweistelligen Rendite auf das eingesetzte
Kapital", sagte Robert Helm, Geschäftsführer für das institutionelle Geschäft
mit Wertpapieren der Munich Ergo Asset Management GmbH (MEAG) am Dienstag in
Frankfurt. Insgesamt sei angestrebt, das verwaltete Vermögen und die damit
erzielten Einnahmen bis 2010 zu verdreifachen und den Gesamtgewinn aus diesem
Investment in dieser Zeitspanne zu verfünffachen, sagte Helm.
Bis zum Jahr 2010 soll das verwaltete Vermögen auf deutlich über 10 Mrd EUR
anwachsen. Derzeit hat PAMC nach Unternehmensangaben für 3,8 Mrd EUR Assets
under Management und ist damit der fünftgrößte Vermögensverwalter Chinas.
PAMC ist die 2003 gegründete Fondstochter des chinesischen
Versicherungskonzerns Peoples Insurance Company of China (PICC). Die MEAG hatte
den Anteilserwerb im Juli dieses Jahres angekündigt. Nunmehr habe die
chinesische Versicherungsaufsicht CIRC die Beteiligung genehmigt, teilte die
Gesellschaft am Dienstag mit. Die Investition der MEAG lag den eigenen Angaben
zufolge bei rund 25 Mio EUR.
Webseite: http://www.meag.com
-Von Ulrike Dauer und Rolf Neumann, Dow Jones Newswires;
+49 (0)89 - 5521 4031, rolf.neumann@dowjones.com
DJG/uxd/rne/rio
12.12.2006 - 16:13:18
Airbus: A380 erhält von Behörden Betriebsgenehmigung (zwei)
Die erste A380 wird den weiteren Angaben zufolge nach aktueller Planung im
Oktober 2007 an den Erstbetreiber Singapore Airlines ausgeliefert.
"Das doppelte Zulassungssiegel markiert einen entscheidenden Meilenstein im
A380-Programm", erklärte Airbus-CEO Louis Gallois. Die Zulassung durch die
beiden internationalen Luftfahrtaufsichtsbehörden folge auf den erfolgreichen
Abschluss eines umfassenden Programms. Die A380 sei das erste Flugzeug, bei dem
Zulassungsnormen des 21. Jahrhunderts Anwendung gefunden hätten.
Die A380-800 sei für die Beförderung von durchschnittlich 555 Passagieren
in drei Klassen über Entfernungen von bis zu 15.000 km ausgelegt. Airbus habe
für die A380 bisher 166 Bestellungen und Kaufverpflichtungen von 15 Kunden
entgegengenommen.
Webseite: http://www.airbus.com/
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib
-0-
12.12.2006 - 16:12:28
TAGESVORSCHAU/13. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
00:50 JP/Leistungsbilanz Oktober
05:30 JP/Industrieproduktion Oktober (revidiert)
***07:00 DE/Fraport AG, Verkehrszahlen November, Frankfurt
***08:00 DE/Destatis, Verbraucherpreise November (endgültig)
PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+1,5% gg Vj
vorläufig: -0,1% gg Vm/+1,5% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vm/+1,1% gg Vj
08:00 DE/BNP Paribas SA, PG zum Thema:
"Global Market Outlook & Strategies for 2007", Frankfurt (A)
***08:45 FR/Verbraucherpreise November
PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+1,3% gg Vj
zuvor: -0,2% gg Vm/+1,1% gg Vj
10:00 DE/BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien, Telefon-PK zu den
Ergebnissen der Studie "Zukunft digitale Wirtschaft",
Berlin (A)
10:00 FR/Internationale Energie-Agentur (IEA),
Monatsbericht zum Ölmarkt, Paris
***10:30 GB/Arbeitsmarktdaten November
Arbeitslosengeldbezieher
PROGNOSE: +4.000 gg Vm
zuvor: +1.200 gg Vm
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 3,0%
zuvor: 3,0%
***11:00 DE/Wincor Nixdorf AG, BI-PK, Düsseldorf
12:30 DE/Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW),
Vortrag von Präsident Franz zum Thema:
"Das neue Jahresgutachten 2006/07 des Sachverständigenrates
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung",
Berlin (A)
***14:30 US/Einzelhandelsumsatz November
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: -0,4% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: -0,4% gg Vm
***16:00 US/Lagerbestände Oktober
PROGNOSE: +0,4% gg Vm
zuvor: +0,4% gg Vm
***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
PROGNOSE: -1,3 Mio Barrel
zuvor: -1,1 Mio Barrel
***19:00 US/Treasury, Auktion zehnjähriger Notes
19:00 DE/Wirtschaftsforum Hamburg e.V., Vortrag von
Bundesbankpräsident Weber zum Thema:
"Europäische Geldpolitik: Grundzüge und
aktuelle Herausforderungen", Hamburg (A)
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH,
Neuemission zweijährige Bundesschatzanweisung über 7 Mrd EUR
- DE/Bundeswirtschaftsminister Glos, Treffen mit den
Vorstandsvorsitzenden von E.ON Energy, RWE Power, Vattenfall
Europe und EnBW, Thema u.a. Pläne des Bundeswirtschaftsministers
für eine stärkere Kontrolle der Stompreise, Berlin (A)
- DE/RWE AG, AR-Sitzung zu Vorstandspersonalien, Essen
- DE/Deutsche Lufthansa AG und Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di), Auftakt der Tarifverhandlungen für die rund
42.000 Boden- und Kabinenbeschäftigten, Frankfurt (A)
- DE/Ministerpräsidenten der Länder, Konferenz, Thema u.a.
Entscheidung über neuen Lotterie-Staatsvertrag, Berlin
- DE/Club der Wirtschaftspresse, Vortrag von Tellings,
Vorstandsvorsitzender der ING DiBa AG,
(Veranstaltung vom Vortag), München
*** - EU/Europäisches Parlament, 2. Lesung der
Chemikalienverordnung Reach, Straßburg
*** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der Altana Pharma AG durch Nycomed Group, Brüssel
- EU/Europäisches Parlament, 1. Lesung Euro-5-Norm für neue
Pkw-Abgasgrenzwerte ab 2009, Straßburg
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla
-0-
12.12.2006 - 16:11:31
EU fordert erneut mehr Reformtempo zur Wachstumsförderung
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat die EU-Mitgliedstaaten
aufgefordert, den wirtschaftlichen Aufschwung zu nutzen, um ihre Reformen zur
Förderung von Wachstum und Beschäftigung zu beschleunigen. In der am Dienstag
verabschiedeten Bewertung der nationalen Reformprogramme stellt die Kommission
mangelnden Wettbewerb in vielen Märkten fest, insbesondere in den
Netzwerkindustrien wie der Energieversorgung, der einer Wachstumssteigerung
weiterhin im Wege stehe.
Auch seien die Staaten zu zögerlich, das Problem der unflexiblen
Arbeitsmärkte sowie den Zerfall der Beschäftigten in Vollzeitkräfte und
Arbeitskräfte mit Zeitverträgen anzugehen. Zur Förderung von Forschung und
Entwicklung sei ein "mehr strategischer Ansatz" notwendig.
In dem Bericht, mit dem sich die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem
traditionell wirtschaftspolitischen Themen gewidmeten Frühjahrsgipfel im März
beschäftigen wollen, wird jeder der 25 Mitgliedstaaten im Einzelnen analysiert.
Das deutsche Reformprogramm wird im Großen und Ganzen recht positiv beurteilt.
Besonders günstig entwickle sich das Umfeld für unternehmerische Tätigkeiten
aufgrund einer verbesserten Regulierung, heißt es.
Bedenken äußerte die Kommission in drei Bereichen: die fehlende Regulierung
für einen Zugang zu den Breitband-Märkten, die Wiedereingliederung wenig
qualifizierter Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt sowie die unzureichende
Kinderbetreuung. Ferner seien Kosten und Zeitplan bei der Umsetzung der
Gesundheitsreform "nicht ausreichend klar". Insgesamt werde die wirtschaftliche
Entwicklung Deutschland durch ein hohes Maß an strukturell bedingter
Arbeitslosigkeit und einem schleppenden Anstieg der Produktivität gebremst,
heißt es weiter.
"Um Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sicherzustellen, steht
die Wirtschaftspolitik vor der Aufgabe, diese strukturellen Engpässe anzugehen
während sie gleichzeitig die öffentlichen Finanzen langfristig konsolidieren
muss", stellt die Kommission fest.
DJG/ang/dmt/hab
-0-
12.12.2006 - 16:11:27
Länderintervention zur Änderung von Telekom-Gesetz folgenlos
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Eine Intervention zweier Bundesländer zur Änderung
des umstrittenen neuen Telekom-Gesetzes in letzter Minute bleibt aller
Voraussicht nach folgenlos. Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates gab einem
entsprechenden Antrag von Hamburg und Niedersachsen nicht statt, wie aus der am
Dienstag veröffentlichten Tagesordnung für die Sitzung der Länderkammer am
Freitag hervorgeht.
Darin empfiehlt der Ausschuss dem Gremium, der bereits vom Bundestag
verabschiedeten Gesetzesvorlage unverändert zuzustimmen. Die Wettbewerber der
Deutschen Telekom AG, die in Folge des Gesetzes eine Wettbewerbsverzerrung auf
dem Breitbandmarkt befürchten, hatten an den Schritt der beiden Bundesländer
große Hoffnungen geknüft.
Der Wirtschaftsausschuss spricht sich lediglich für eine kritische
"begleitende Entschließung" aus, die den Bedenken von Niedersachsen und Hamburg
Rechnung tragen würde. Diese hätte auf das Gesetz selbst jedoch keine
Auswirkung. In der Entschließung soll unter anderem bemängelt werden, dass die
Gesetzesänderung eine "wettbewerbsbehindende Rückkehr zu alten
Monopolsituationen ermögliche" und einige Regelungen nicht mit dem europäischen
Recht in Einklang stünden. In der Vorlage geht es um Voraussetzungen, unter
denen die Telekom eine Regulierungsfreistellung für ihr teures neues
VDSL-Hochgeschindigkeitsnetz erreichen kann.
Die Wettbewerber des Bonner Konzerns reagierten enttäuscht. "Rückblickend
war die vielversprechende Intervention von Niedersachsen und Hamburg lediglich
ein Sturm im Wasserglas", sagte der Sprecher des Bundesverbandes
Breitbandkommunikation (Breko), Thomas Werz, der Nachrichtenagentur Dow Jones
Newswires. Als einzige Hoffnung bleibe nur die spätere Auslegung des Gesetzes
durch die Bundesnetzagentur.
Die Verabschiedung der Vorlage könnte sich jedoch aus einem anderen Grund
verzögern. Der Rechtsausschuss des Bundesrates empfiehlt, eine Bestimmung zur
Entschädigung von Telekommunikationsanbietern für behördlicherseits angeordnete
Überwachungsmaßnahmen vor den Vermittlungsausschuss zu bringen. Sollte es dazu
kommen, könnte die komplette Novellierung des Telekommunikationsgesetzes
frühestens auf der nächsten Bundesratssitzung am 16. Februar 2007 abgeschlossen
werden.
Webseite: http://bundesrat.de/
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 16:05:31
Airbus: A380 erhält von Behörden Betriebsgenehmigung
TOULOSE (Dow Jones)--Das Großraumflugzeug A380 der EADS-Tochter Airbus hat
am Dienstag wie erwartet seine Betriebsgenehmigung erhalten. Die sogenannte
Musterzulassung sei gemeinsam durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA
und die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilt worden, teilte der Flugzeugbauer mit.
Das so genannte Type Certificate wurde auf die A380 mit Trent-900-Triebwerken
von Rolls-Royce ausgestellt.
DJG/kib/rio
12.12.2006 - 15:48:48
EUREX/Renten-Futures vor US-Zinsentscheid abwartend
FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert tendieren die Bund-Futures am
Dienstagnachmittag. Der März-Kontrakt des Bund-Futures steigt gegen 15.35 Uhr
um 3 Ticks auf 118,11%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,19% und das
Tagestief bei 117,97%. Umgesetzt wurden bisher rund 575.000 Kontrakte. Der
BOBL-Futures verliert 3 Ticks auf 109,82%. Im Blick des Marktes steht die
Sitzung der US-Notenbank. Ein Zinsschritt werde nicht erwartet, heißt es. Vor
allem die Äußerungen von Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und
dem Zustand der US-Wirtschaft dürften jedoch Beobachtung finden. Technisch sei
der Bund um 118,00% in einen interessanten Unterstützungsbereich eingetreten,
so ein technisch orientierter Marktteilnehmer. Der kurzfristige Abwärtstrend
könne nach mehr als einer Woche durchbrochen werden. Die Abwärtstrendlinie
liege bei 118,30%.
DJG/mod/thl/rso
12.12.2006 - 15:46:37
Dogan Yayin übermittelt Gebot für ProSiebenSat.1
ISTANBUL (Dow Jones)--Die Dogan Yayin Holding hat nach eigenen Angaben ein
Gebot für eine 50,5-prozentige Beteiligung bei der ProSiebenSat.1 Media AG
abgegeben. In einer Mitteilung an die Börse vom Montag heißt es, die Offerte
sei an die mit dem Verkauf betrauten Banken JP Morgan und Morgan Stanley
übermittelt worden. Angaben zu den finanziellen Details des Angebotes machte
die größte Mediengruppe der Türkei nicht.
An Dogan ist die Axel Springer AG beteiligt. Der deutsche Medienkonzern war
mit einem eigenen Übernahmeversuch für ProSieben an Kartellbedenken
gescheitert.
Ferner sollen es die Finanzkonsortien Goldmann Sachs und Apax sowie KKR und
Permira in die letzte Bieterrunde geschafft haben. Die Gebote mussten nach
Angaben aus Unternehmenskreisen an diesem Dienstag bis 12.00 Uhr Londoner Zeit
eingereicht werden.
DJG/DJN/rio/abe
12.12.2006 - 15:40:20
EZB bei EU-Gipfel wohl kein Thema - DE-Regierungskreise
BERLIN (Dow Jones)--Die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB)
wird nach Überzeugung deutscher Regierungskreise keine Rolle bei den
Diskussionen des EU-Gipfels am Donnerstag in Brüssel spielen. "Ich kann mir
keinen Anlass vorstellen, bei dem dies beim Europäischen Rat vorgebracht werden
sollte", sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter am Dienstag in Berlin. Zwar
könnten Regierungschefs natürlich jederzeit alle Themen ansprechen, jedoch sei
eine EU-Mehrheit für die zuletzt von Frankreich vorgebrachten Forderungen nach
einer stärkeren politischen Kontrolle der EZB nicht zu erwarten.
"Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dafür auch nur annähernd
Unterstützung auf europäischer Ebene gibt", sagte der Beamte. Die Haltung der
Bundesregierung zur Unabhängigkeit der EBZ sei eindeutig. "Die ist uns heilig",
sagte der Beamte. Die Unabhängigkeit der EZB sei auch für die Akzeptanz des
Euro in Deutschland "ein ganz wichtiger Bestandteil" gewesen. Im Übrigen sei
die Diskussion darüber "kein absolutes Novum", sagte er. "Immer wenn die Zinsen
steigen, werden Sie feststellen, dass sich bestimmte Länder äußern."
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/bep/hab
-0-
12.12.2006 - 15:16:12
Conti läutet neue Runde bei Reifen-Preiserhöhung ein
Von Michael Brendel
Dow Jones Newswires
HANNOVER(Dow Jones)--Die Continental AG, Hannover, erhöht derzeit erneut
ihre Reifenpreise und versucht damit, die gestiegenen Rohstoffkosten zu
kompensieren. In vielen europäischen Märkten werde derzeit das Preisniveau im
Ersatzgeschäft angehoben. Die Höhe sei aber von den jeweiligen Märkten und
Produktsegmenten abhängig, sagte Unternehmenssprecher Hannes Boekoff am
Dienstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Zuvor hatte Conti für den
kanadischen Markt eine Preiserhöhung von bis zu 8% zum 1. Januar 2007
angekündigt.
"Wir reagieren damit erneut auf die Rohstoffpreisentwicklung im laufenden
Jahr", sagte Boekhoff. Der Hannoveraner Automobilzulieferer rechnet 2006 mit
zusätzlichen Rohstoffkosten etwa für Öl und Kautschuk von bis zu 300 Mio EUR.
"Wir haben aber sehr gute Chancen, unter der Marke zu bleiben", hatte der
Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer allerdings jüngst im Gespräch mit Dow
Jones Newswires erklärt. Nach neun Monaten lagen die Rohstoffkosten bereits um
232 Mio EUR über denen des Vorjahres.
Webseite: http://www.conti-online.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/rio
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12.12.2006 - 15:10:40
EZB: Nettofremdwährungsposition 152,6 (152,4) Mrd EUR
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung
hat sich in der Woche zum 8. Dezember gegenüber der Vorwoche um 0,2 Mrd auf
152,6 Mrd EUR erhöht. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag weiter
mitteilte, sanken die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren
von Ansässigen in der Eurozone um 0,4 Mrd auf 78,6 Mrd EUR. Der Banknotenumlauf
nahm um 8,5 Mrd auf 610,2 Mrd EUR zu. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten
stiegen um 29,1 Mrd auf 64,9 Mrd EUR. Der Rückgang um 71 Mio EUR in Gold und
Goldforderungen entsprach laut EZB der Veräußerung von Gold durch zwei
Zentralbanken des Eurosystems.
Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute im Eurogebiet
erhöhten sich um 20,7 Mrd auf 448,8 Mrd EUR. Am 6. Dezember wurde ein
Hauptrefinanzierungsgeschäft über 308 Mrd EUR fällig, das durch ein neues
Geschäft über 329 Mrd EUR abgelöst wurde. Die Inanspruchnahme der
Spitzenrefinanzierungsfazilität belief sich auf praktisch null gegenüber 0,2
Mrd EUR in der Vorwoche, jene der Einlagefazilität betrug 0,2 Mrd EUR gegenüber
zuletzt praktisch null. Aus sämtlichen Transaktionen fielen sich die Einlagen
der Geschäftspartner auf Girokonten beim Eurosystem um 16 Mrd auf 168 Mrd EUR.
DJG/ptt
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12.12.2006 - 15:03:28
EU durchsucht erneut Büros deutscher Stromkonzerne
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommision hat am Dienstag erneut die Büros
mehrerer deutscher Stromkonzerne durchsucht. Hintergrund der Aktion sei der
Verdacht auf Verstöße gegen das EU-Wettbewerbsrecht. Kommissionssprecher
Jonathan Todd sagte am Dienstag, die Kommission habe Gründe zu glauben, dass
die Unternehmen gegen Wettbewerbsrecht verstoßen haben.
Namen der betroffenen Unternehmen nannte der Kommissionssprecher nicht. Die
"Berliner Zeitung" berichtete am Dienstag, dass EU-Ermittler im Tagesverlauf in
einer koordinierten Aktion mit dem Bundeskartellamt die Zentralen der großen
deutschen Stromkonzerne E.ON AG, RWE AG und Energie Baden-Württemberg AG (ENBW)
durchsucht haben.
Den Zeitungsangaben zufolge gehen die Ermittler wie schon bei einer ersten
Durchsuchungsaktion bei den Konzernen E.ON und RWE im Mai dieses Jahres dem
Verdacht nach, dass es im Stromsektor zu einem Missbrauch der
marktbeherrschenden Stellung dieser Unternehmen gekommen sein könnte, etwa in
Form von Gebiets- oder Preisabsprachen.
Ein Sprecher von E.ON Energie bestätigt Dow Jones Newswires am Berichtstag
die Durchsuchungen. "Es sind Unternehmen der E.ON-Energie-Gruppe durchsucht
worden", so der Sprecher. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet hatte, seien von
den Durchsuchungen auch der Kraftwerksbereich und die Netzsparte betroffen.
Wegen des laufenden Verfahrens werde sein Unternehmen den Vorgang nicht weiter
kommentieren.
RWE-Sprecherin Julia Scharlemann sagte Dow Jones Newswires, die Kommission
führe derzeit Nachprüfungen bei europäischen Energieunternehmen durch, "so auch
bei der RWE". "Wir werden mit den Behörden kooperieren", kündigte sie an. Dass
es am Berichtstag Durchsuchungen bei RWE gegeben hat, wollte Scharlemann weder
bestätigen noch dementieren.
EnBW-Sprecher Dirk Ommeln bestätigte Durchsuchungen in der Netzsparte und
der Unternehmenszentrale in Karlsruhe. "Wir sehen die Durchsuchungen gelassen.
Wir sind zwar ein grosses Energieunternehmen aber nicht marktdominierend",
sagte Ommeln.
Webseite: http://ec.europa.eu/index_de.htm
http://www.eon.com
http://www.rwe.de
http://www.enbw.com
DJG/DJN/jah/abe/rio
12.12.2006 - 14:59:35
US-Handelsbilanzdefizit sinkt deutlicher ... (zwei)
Der Wert der Einfuhr von Ölprodukten zur Energieerzeugung sank gegenüber
September auf 22,32 (25,81) Mrd USD. Importe der Kategorie Industrierohstoffe,
wie Öl, Chemikalien und Kupfer, reduzierten sich um 5,20 Mrd USD, die Einfuhr
von Investitionsgütern sank um 398 Mio USD. Dagegen erhöhten sich die Importe
von Nahrungsmitteln um 118 Mio USD und für die Einfuhr von Konsumgütern wurden
238 Mio USD mehr aufgewendet als im Vormonat. Die US-Exporte erhöhten sich im
Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,2% auf 123,63 (123,35) Mrd USD und stiegen
damit zum dritten Mal in Folge.
Im bilateralen Handel mit China stieg das Defizit auf 24,37 Mrd USD nach
minus 22,96 Mrd USD im September und erreichte einen neuen Rekordbetrag.
Gegenüber Japan wurde ein Passivsaldo von 8,25 (6,73) Mrd USD verzeichnet und
gegenüber den Ländern der Euroraums ein Minus von 6,99 (5,24) Mrd USD. Im
Handel mit Deutschland wurde ein US-Defizit in Höhe von 3,49 (3,11) Mrd USD
gemeldet. Geringere Defizite wurden hingegen im Handel mit Kanada (minus 5,40
Mrd USD nach minus 5,68 Mrd USD) und Mexiko (minus 5,18 Mrd USD nach minus 5,84
Mrd USD) verzeichnet.
Webseite: www.census.gov
DJG/DJN/hab/ptt
-0-
12.12.2006 - 14:58:32
Eurex senkt Preise und optimiert Technik für automatischen Handel
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminbörse Eurex wird mit Blick auf eine
Steigerung von computergenerierten Wertpapierordern ihre Preise senken und die
Technologie optimieren. Das Programm zur Steigerung des Eigenhandels werde zum
1. Februar 2007 eingeführt und beinhalte Volumenrabatte für börsliche Geschäfte
in den wesentlichen Eurex-Produktgruppen, teilte die Tochter der Deutschen
Börse am Dienstag mit.
Mit der Umsetzung der "Technology Roadmap" zur Optimierung ihrer Technik
geht die Terminbörse zudem gezielt auf die wachsende Bedeutung des "Algorithmic
Trading" im Terminmarkt ein. Beim algorithmischen Handel werden Orders auf
Basis vordefinierter quantitativer Modelle, wie technischer Berechnungen,
Handels-Mustern und Arbitrage-Strategien, von Computern ohne menschliches
Eingreifen aufgegeben.
Mit den technischen Neuerungen solle die systemseitigen Voraussetzungen für
künftiges Wachstum in diesem Segment geschaffen werden, teilte die Terminbörse
mit. Eurex werde den Kunden einen höheren Datendurchsatz und eine Reduktion der
System-Antwortzeiten bieten und so die Optimierung der Handelsaktivitäten auf
operativer Ebene unterstützen.
Bei den Preisen beträgt die Rabattstaffel den weiteren Angaben zufolge 10%,
20% und 30%, abhängig von spezifischen Schwellenwerten pro Produktgruppe. Für
Kapitalmarkt-Futures etwa gilt den Angaben zufolge zwischen 0,4 Mio und 0,8 Mio
gehandelten Kontrakten ein Rabatt von 10%, bis 2,4 Mio Kontrakte ein Nachlass
von 20% und darüber hinaus ein Nachlass von 30%.
Damit könnten Eigenhandelskunden zusätzliche Kontraktvolumina bis zu 30%
günstiger handeln und abwickeln als bisher. Im Falle des von Kunden weltweit
gehandelten Bund-Future-Kontrakts zum Beispiel bedeute dies in der höchsten
Rabattstaffel eine Reduzierung von 0,20 EUR auf bis zu 0,14 EUR pro Kontrakt.
Zeitgleich senkt Eurex für schweizerische und U.S.-amerikanische
Aktienoptionen die Preise auf 0,20 EUR beziehungsweise 0,30 CHF. Zudem würden
bei den Kapitalmarktprodukten alle Futures und Optionen auf dem Preisniveau von
0,20 EUR bzw 0,30 CHF harmonisiert. Auch würden die Gebühren für CONF-Future,
Eonia-Future sowie Futures und Optionen auf den 3-Monats-Euribor gesenkt.
Webseite: http:/www.deutsche-boerse.com/
DJG/sms/rio
12.12.2006 - 14:47:32
US-Anleihen starten knapp behauptet
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Anleihen sind am Dienstag knapp behauptet in
den Handel in New York gestartet. Gegen 14.38 Uhr MEZ sinken zehnjährige Titel
mit einem Kupon von 4,625% um 2/32 auf 100-24/32 und rentieren mit 4,53%. Der
mit 4,50% verzinste Longbond büßt 4/32 auf 97-27/32 und rentiert mit 4,63%.
DJG/rso
12.12.2006 - 14:41:36
US-Handelsbilanzdefizit sinkt deutlicher als erwartet
WASHINGTON (Dow Jones)--Das Handelsbilanzdefizit der USA hat im Oktober
nach vorläufigen Berechnungen 58,87 Mrd USD betragen und damit den stärksten
monatlichen Rückgang seit nahezu fünf Jahren verzeichnet. Von Dow Jones
Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 63,00 Mrd USD
gerechnet. Wie das US-Handelsministerium am Dienstag weiter berichtet, betrug
das Defizit im Vormonat revidiert 64,26 Mrd USD, nachdem vorläufig ein Minus
von 64,30 Mrd USD genannt worden war.
Die Importe sanken gegenüber dem Vormonat um 2,7% auf 182,49 (187,61) Mrd
USD, wobei sich das Volumen der Öleinfuhren auf 311,76 (316,59) Mio Barrel
reduzierte und der durchschnittliche Ölpreis um 7,05 USD je Barrel auf 55,47
USD fiel. Damit verringerte sich der Wert der Öleinfuhren auf 17,29 (19,79) Mrd
USD.
DJG/DJN/hab/ptt
-0-
12.12.2006 - 14:10:44
RWE verbucht wegen Körperschaftssteuergesetz 2006 Sonderertrag
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes wird
bei der RWE AG in diesem Jahr zu einem Sonderertrag von rund 600 Mio EUR
führen. Dies bestätigte Konzernsprecher Volker Heck am Dienstag Dow Jones
Newswires. RWE werde diesen einmaligen Ertrag in der Bilanz des Geschäftsjahres
2006 aktivieren, sagte er. Damit werde das Nettoergebnis entsprechend steigen.
RWE hatte bereits im Geschäftsabschluss 2005 ein Guthaben aus zuviel
gezahlter Körperschaftssteuer von 740 Mio EUR errechnet. Nach dem neuen Gesetz
kann das Unternehmen die Auszahlung des Guthabens in zehn gleichen
Jahresbeträgen von 2008 bis 2017 einleiten. Abgezinst ergebe sich durch die
Aktivierung in der Bilanz der Sonderertrag von 600 Mio EUR, erläuterte Heck.
Der Sprecher verwies zugleich aber darauf, dass sich das außerordentliche
Ergebnis auf Grund der geänderten Körperschaftssteuer nicht auf die Höhe der
Dividendenzahlungen bis 2008 auswirken wird. Das neue Gesetz ziehe lediglich
einen geänderten Ausweis bereits bestehender Steuerguthaben nach sich, sagte
er. Für die Dividendenzahlung berücksichtige RWE zudem nur die Entwicklung des
"nachhaltigen Nettoergebnisses" und erfasse damit keine Sondererträge.
Webseite: http://www.rwe.com/
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/rio
12.12.2006 - 13:48:09
Merkel-Rede zum Briefmarkt beunruhigt Post-Unternehmen
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die neuen Postdienstleister in Deutschland
befürchten wegen Widerstands bei den europäischen Nachbarn eine Aufweichung der
bisherigen deutschen Haltung zur Öffnung des hiesigen Briefmarktes.
Entsprechende Äußerungen von Angela Merkel würden mit Sorge zur Kenntnis
genommen, heißt es in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin, in das die
Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires Einblick hatte. Der Brief stammt von dem
Aktionsforum "Mehr Farbe im Postmarkt", in dem vier nationale Verbände
zusammengeschlossen sind.
In dem Schreiben heißt es, trotz eines Kabinettsbeschlusses vom Frühjahr
habe Merkel kürzlich in einer Rede die zum 1. Januar 2008 vorgesehene
vollständige Liberalisierung in Deutschland offen gelassen, falls andere
Staaten der Europäischen Union die Öffnung ihrer Märkte verzögerten. Die
Bundeskanzlerin hatte auf einem Bankenkongress Mitte November mit Blick auf den
Fahrplan zur Abschaffung des deutschen Briefmonopols gesagt, das könne man
"alles nur machen, wenn nicht in anderen Ländern gebremst wird und ganz anders
verfahren wird, weil sonst für uns Wettbewerbsnachteile entstehen."
Die Bundesregierung werde jedoch sehr intensiv dafür eintreten, die
europäischen Postmärkte ab 2009 vollständig zu öffnen, fügte Merkel laut dem
Dow Jones vorliegenden Redemanuskript hinzu. Einen entsprechenden offiziellen
Vorschlag hatte EU-Wettbewerbskommissar Charlie McCreevy im Oktober
unterbreitet. Doch dagegen formiert sich in der Gemeinschaft offenbar breiter
Widerstand. So erklärte Frankreich nach Medienberichten am Montag in Brüssel,
man werde den eigenen Briefmarkt nur dann für den Wettbewerb freigeben, wenn
eine ausreichende Finanzierung der Grundversorgung mit Postdiensten garantiert
sei.
Bei dem Ministertreffen brachten eine Reihe weiterer Länder Bedenken vor.
Die alternativen deutschen Anbieter drängen hingegen ebenso wie die Deutsche
Post AG auf klare Rahmenbedingungen und einen Gleichklang bei der europäischen
Marktöffnung. Sie befürchten andernfalls Wettbewerbsverzerrungen.
In dem Brief an Merkel warnt das Aktionsforum, jede Verzögerung der
Liberalisierung in Deutschland würde zu wirtschaftlichen Schäden führen und den
sehr dynamischen Wirtschaftszweig zurückwerfen. Im Vertrauen auf den
Kabinettsbeschluss hätten in den vergangenen Monaten viele Postdienstleister
erhebliche Investitionen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen. Merkel solle
mit Blick auf den anstehenden deutschen Vorsitz in der Europäischen Union
unbeirrt für die nationale Marktöffnung Anfang 2008 und eine EU-weite
Liberalisierung im Jahr darauf eintreten.
Webseite: http://www.mehr-farbe-im-postmarkt.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
12.12.2006 - 13:23:32
Siemens/Kleinfeld erwartet wg Skandal keine Folge für Aufträge
Von Joon Knapen
Dow Jones Newswires
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Klaus
Kleinfeld, hat die Gefahr des Verlusts von Aufträgen aufgrund des
Bestechungsskandals heruntergespielt. Mit Blick auf die bisher vorliegenden
Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verwies der Manager
darauf, dass der Technologiekonzern in vielen Regionen expandiert und mehr
Aufträge erhalten habe.
Webseite: http://www.siemens.com
-Von Joon Knapen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/bam/brb
12.12.2006 - 13:16:14
Thomas Cook wird eingeschlagenen Weg fortsetzen - Kreise (zwei)
Der designierte Holtrop-Nachfolger Fontenla-Novoa sitzt bereits seit dem 1.
November 2005 im Vorstand von Thomas Cook. Er verantwortet die Aktivitäten in
Großbritannien und in Irland. Gleichzeitig ist er CEO von Thomas Cook UK.
Holtrop ist seit dem 1. November 2005 Vorstandsvorsitzender der Thomas Cook
AG. Er ist zuständig für die Konzernentwicklung, die Konzernsteuerung, die
oberen Führungskräfte und die Kommunikation.
Thomas Cook gehört laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Times" zu
den Bietern für Unternehmensteile der britischen Ferienanbieters First Choice
Holidays plc. Der Touristikkonzern soll in den vergangenen Wochen bereits
entsprechende Gespräche mit Banken geführt haben. In Kürze werde Thomas Cook
Berater bestellen, um dann formal Verhandlungen mit First Choice aufzunehmen,
hieß es weiter. Der deutsche Reisekonzern lehnte einen Kommentar dazu ab.
Neben Thomas Cook soll dem Bericht zufolge auch die MyTravel Group plc an
der Übernahme der Unternehmensteile interessiert sein. First Choice hatte erste
Gespräche mit potenziellen Interessenten bestätigt. Die Gesellschaft plant den
Verkauf ihres Pauschalurlaubsgeschäfts für 500 Mio GBP.
Webseite: http://www.thomascook.de
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
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12.12.2006 - 13:14:22
Thomas Cook wird eingeschlagenen Weg fortsetzen - Kreise
OBERURSEL (Dow Jones)--Bei der Thomas Cook AG, Oberursel, bahnt sich ein
Wechsel im Vorstand an. Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop werde sein Amt in
den nächsten Tagen nieder legen, erfuhr Dow Jones Newswires am Dienstag von
einer dem Unternehmen nahe stehenden Person. Trotz des bevorstehenden Wechsels
im Vorstandsvorsitz werde der Reisekonzern seinen eingeschlagenen Weg
fortsetzen. Beim Ausbau der Wachstumssegmente solle weiterhin das traditionelle
Kerngeschäft Pauschalreise verteidigt werden, hieß es weiter.
Der bevorstehende Wechsel hat nach weiteren Angaben aus den
unternehmensnahen Kreisen keine Auswirkungen auf die Verhandlungen zwischen der
KarstadtQuelle AG, Essen, und der Deutschen Lufthansa AG, Frankfurt, über eine
Veränderung der Thomas-Cook-Aktionärsstruktur. Beide Unternehmen sind mit
jeweils 50% an Deutschlands zweitgrößtem Reiseveranstalter beteiligt.
KarstadtQuelle ist an der Übernahme der Lufthansa-Anteile interessiert. Bisher
konnten sich die Partner aber noch nicht auf einen Preis und einen Verbleib der
Airline Condor einigen. Dennoch wird im Markt eine Entscheidung vor Jahresende
erwartet.
Lufthansa nahm zu Berichten über einen bevorstehenden Wechsel im Vorstand
keine Stellung. Dies werde nicht kommentiert, sagte Sprecher Michael Göntgens.
Mit Blick auf die Verhandlungen mit KarstadtQuelle bekräftigte er zuvor
gemachte Angaben. Die Verhandlungen würden laufen, sagte er. Zu Inhalten und
Zeitplänen würden keine Angaben gemacht.
Webseite: http://www.thomascook.de
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
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12.12.2006 - 13:12:44
Tarifexperte sieht Trendwende bei Lohnabschlüssen
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Tarifabschlüsse sind in diesem Jahr nach
Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in vielen Branchen
erkennbar höher ausgefallen als im Vorjahr. "Insbesondere die Abschlüsse in der
Metallindustrie und in der Stahlindustrie signalisieren eine Trendwende", sagte
Tarifexperte Reinhard Bispinck vom WSI-Tarifarchiv der Stiftung. Noch wirkten
allerdings auch die sehr niedrigen, lang laufenden Abschlüsse aus dem Vorjahr
dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Lohnbilanz. Es bleibe schon aus
konjunkturpolitischen Gründen zu hoffen, dass der positive Trend im kommenden
Jahr anhält.
In der Metallindustrie erhalten die Beschäftigten den Angaben zufolge nach
einer Pauschalzahlung von 310 EUR seit 1. Juni 2006 eine Tariferhöhung von 3,0%
bei einer Laufzeit bis Ende März 2007. In der Stahlindustrie gab es zunächst
eine Pauschale von 500 EUR und anschließend greift eine Tarifsteigerung von
3,8% ab 1. Januar 2007. Hinzu kommt eine zusätzliche Einmalzahlung von 750 EUR.
Der Vertrag läuft bis zum 31. Januar 2008. Im Bankgewerbe werden nach einer
Pauschalzahlung von 100 EUR seit 1. September 2006 ebenfalls 3,0% mehr gezahlt.
Im kommenden Jahr gibt es im Dezember eine weitere Tariferhöhung von 1,5% mit
einer Laufzeit bis Mitte 2008.
In den anderen Branchen reichen die Tariferhöhungen bei unterschiedlichen
Laufzeiten von 1,5% in der Papier verarbeitenden Industrie sowie in Teilen des
Hotel- und Gaststättengewerbes über 2,5% in der westdeutschen Textil- und
Bekleidungsindustrie sowie in der Holz- und Kunststoffindustrie bis zu 3,0% bei
der Deutschen Post und der Deutschen Telekom. Vielfach wurden "Nullmonate"
vorgeschaltet, für die es teilweise Pauschalzahlungen gab. In manchen Fällen
wurden auch bereits Stufenerhöhungen für das kommende Jahr vereinbart.
Webseite: http://www.boeckler.de
DJG/ddp.djn/apo
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12.12.2006 - 12:52:14
Europabörsen treten auf der Stelle - Fed-Sitzung lähmt
Die europäischen Aktienmärkte präsentieren sich am Dienstagmittag knapp
behauptet. Der Euro-Stoxx-50 verliert gegen 12.30 Uhr MEZ 0,2 Prozent oder 9
auf 4.044 Punkte. Der Stoxx-50 verliert 0,1 Prozent bzw 3 auf 3.647 Zähler. Ein
Händler spricht von moderaten Gewinnmitnahmen. Vor der Sitzung der US-Notenbank
am Abend dominiere ein verhaltenes Geschäft. Den Leitzins wird die Federal
Reserve Bank wohl unverändert lassen. Besonders die begleitenden Aussagen von
Fed-Chairman Ben Bernanke werden genau unter die Lupe genommen. Von Interesse
könnten ferner die Ausblicke der beiden US-Schwergewichte Exxon Mobil und
General Electric auf das kommende Jahr sein, die im Tagesverlauf anstehen. Der
Euro-Stoxx-50 sei technisch bei 4.024 Punkten unterstützt. Ein Widerstand liegt
beim Jahreshoch von 4.118 Punkten. Der ZEW-Index hat am Vormittag
augenscheinlich keinen Einfluss auf die Aktienmärkte ausgeübt.
Negative Signale für Stahl- und Rohstoffwerte
Der Rohstoffsektor verliert im Schnitt 0,4 Prozent. In Japan sorgten
Gewinnmitnahmen in den zuletzt gut gelaufenen Stahlwerten für deutlich
nachgebende Kurse und in Australien mussten die meisten Minenbetreiber Federn
lassen. Corus werden aber weiter auf dem hohen Niveau vom Vortag gehandelt.
Händler rechnen damit, dass der Bieterkampf zwischen Tata Steel und der
brasilianischen CSN weitergeht. Sie verweisen auf entsprechende Berichte: Wie
die "Hindustan Times" berichtete, will Tata das Gebot für Corus um 5 Prozent
bis 8 Prozent erhöhen. Der "Business Standard" verweist auf Quellen, denen
zufolge Tata für ein höheres Gebot von 550 p je Corus-Aktie die Unterstützung
der Gläubigerbanken erhalten würde. CSN hat für Corus zuletzt das Angebot auf
515 p je Aktie erhöht. Corus notieren mit 527 p nahezu unverändert.
Arcelor-Mittal und ThyssenKrupp verlieren jeweils 0,8 Prozent.
Gewinnwarnung von Texas Instruments belastet Chip-Branche
Die Technologiewerte geben um durchschnittlich 0,1 Prozent nach. Die auf
0,37 bis 0,40 USD je Aktie gesenkte Gewinnprognose von Texas Instruments
belastet die europäischen Titel mit Halbleiterbezug. Das Unternehmen rechnet
auch Anfang des kommenden Jahres mit einer schwächeren Nachfrage und hat eine
weiter reichende Prognose nicht geben wollen. Dies sorge am Markt für
Verunsicherung, so ein Händler. STMicroelectronics fallen um 0,8 Prozent auf
13,69 EUR, Infineon geben um 0,1 Prozent auf 10,20 EUR nach und der
niederländische Chip-Zulieferer ASM Lithography um 1,3 Prozent auf 18,94 EUR.
Philips geben 0,8 Prozent auf 13,70 EUR nach.
Einzelhändler überraschend stark - Weihnachten steht vor der Tür
Auffällig ist laut Beobachtern die starke Entwicklung der großen
europäischen Einzelhänder. "Möglicherweise setzt man auf ein gutes
Weihnachtsgeschäft", sagt ein Händler. Metro profitierten wohl weiterhin von
einem charttechnischen Ausbruch vom Montag, während ein positiver Kommentar von
UBS die Ahold-Aktie stütze. Zu Tesco gebe es die Nachricht, dass das
Unternehmen die Beteiligung an einem Joint Venture in China fast verdoppelt
habe. Metro steigen um 0,4 Prozent auf 48,85 EUR, Ahold um 2,55 auf 7,71 EUR
und Tesco um 1,6 Prozent auf 392 p.
DJG/mif/bek/rso
12.12.2006 - 12:39:19
EZB-Rat wird 2007 um slowenischen "Falken" erweitert
LJUBLJANA (Dow Jones)--Mit den Beitritt Sloweniens zum europäischen
Währungsraum im Januar 2007 gewinnt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB)
einen Befürworter für einen harten geldpolitischen Kurs. Wie der Gouverneur der
slowenischen Zentralbank, Mitja Gaspari, im Interview mit Dow Jones Newswires
sagte, sei es für eine kleine und offene Volkswirtschaft wie Slowenien am
vernünftigsten, eine "strikte, transparente und angemessene EZB-Geldpolitik" zu
unterstützen.
"Entscheidend ist, die Geldpolitik nicht nur als ein Wachstumsinstrument zu
begreifen", betonte Gaspari. Slowenien ist das erste ehemals kommunistische
Land, das dem Währungsraum beitreten wird. Mit der Einführung des Euro zum 1.
Januar 2007 bekommt Slowenien eine eigene Stimme im dann 19-köpfigen EZB-Rat.
Gaspari wollte sich im Interview nicht zum geldpolitischen Kurs äußern, der
für das kommende Jahr zu erwarten ist. Zinssenkungen seien jedoch "sehr
unwahrscheinlich", sagte der Notenbanker. Im jüngsten Bericht der slowenischen
Notenbank wurde darauf hingewiesen, dass die Zinsen im Euroraum in den
kommenden zwei Jahren auf bis zu 4,50% steigen könnten.
Gaspari hat mit einer leicht restriktiven Geldpolitik bereits gute
Erfahrungen gemacht: Zu Beginn seiner Amtszeit als Gouverneur der slowenischen
Notenbank im Jahr 2001 lag die Jahresteuerung in Slowenien bei 8%. Nicht
zuletzt durch die restriktive Geldpolitik seiner Notenbank hat sich der Anstieg
der Verbraucherpreise mittlerweile auf 2,5% vermindert. Der Schlüsselzinssatz
in Slowenien lag dabei - bis zur jüngsten Zinserhöhung der EZB auf 3,50% -
immer über dem Niveau der EZB; zuletzt belief sich der wichtigste
Refinanzierungssatz der slowenischen Notenbank auf 3,75%.
Die sechsjährige Amtszeit Gasparis als Gouverneur der slowenischen
Notenbank endet im März des kommenden Jahres, allerdings ist es sehr
wahrscheinlich, dass Gaspari vom slowenischen Präsidenten Janez Drnovsek für
eine weitere Amtszeit bestätigt wird. In den 1990er Jahren war Gaspari
Drnovseks Finanzminister in Slowenien.
Vorbild des slowenischen Notenbankers ist nach eigener Aussage der
US-Makroökonom Stanley Fisher, vormals Spitzenbeamter beim internationalen
Währungsfonds und derzeit Gouverneur der israelischen Zentralbank. Gaspari
sagte, er habe vor allem Fishers wissenschaftliche Arbeiten über "unorthodoxe
Stabilisierungspolitik" bewundert.
-Von Christopher Emsden, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 297 25 300,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/kth/ptt/apo
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12.12.2006 - 12:20:04
UPDATE: ZEW-Erwartungen beenden zehnmonatige Talfahrt
(NEU: mit Kommentaren von Volkswirten, Finanzmarktreaktionen)
FRANKFURT (Dow Jones)--Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von
Analysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im
Dezember überraschend deutlich aufgehellt. Nach der am Dienstag
veröffentlichten Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung
(ZEW) stieg der Index der Konjunkturerwartungen auf minus 19,0 Punkte, nachdem
das Stimmungsbarometer im November minus 28,5 betragen hatte. Von Dow Jones
Newswires befragte Bankvolkswirte hatten für Dezember eine Verbesserung des
Index auf minus 25,0 Punkte vorhergesagt.
Im Januar dieses Jahres hatte der Index mit 71,0 Punkten ein Zweijahreshoch
erreicht, war dann aber zehn Monate in Folge gesunken und hatte im November den
niedrigsten Stand seit März 1993 erreicht. Der Index für die aktuelle Lage
setzte im Dezember seinen Höhenflug fort und stieg mit plus 63,5 Punkten auf
ein historisches Hoch, nach plus 53,0 im Vormonat. Die Konjunkturerwartungen
für die gesamte Eurozone verbesserten sich auf minus 3,0 (November: minus 11,0)
Punkte, der Index für die aktuelle Lage wurde mit plus 56,8 (plus 50,0)
angegeben.
Als Reaktion auf die guten Daten zog der Euro leicht gegenüber dem
US-Dollar an und überwand kurzzeitig wieder die Marke von 1,3250 USD. Der
Bund-Future gab zudem etwas kräftiger nach, während die Kurse an den
Aktienmärkten zunächst etwas stiegen. Bankvolkswirte bezeichneten den
überraschend guten ZEW-Index für Deutschland als "vorgezogenes
Weihnachtsgeschenk". "Der Anstieg des Erwartungsindex deutet auf eine
Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ab dem zweiten Quartal 2007 hin", sagte
Erik Sonntag von ING Financial. Für das erste Quartal wird weithin - wegen der
Mehrwertsteuererhöhung - mit einem Wachstumsknick gerechnet.
Sonntag sagte zudem, die bessere Stimmung der Analysten sei auch Folge der
Annahme, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nicht mehr allzu weit vom
Zinsgipfel entfernt sein dürfte. "Womöglich ist die EZB dabei, die Märkte
darauf vorzubereiten, dass nach einer weiteren Zinserhöhung auf 3,75% im ersten
Quartal 2007 Schluss mit der geldpolitischen Straffung ist", sagte der
Volkswirt. Bernd Krampen von der Nord/LB meinte ebenfalls, hinter den
ZEW-Erwartungen stehe die Sichtweise, dass die Konjunktur "im Sommer 2007 aus
dem Gröbsten heraus sein sollte". Mit Blick auf die Lagebeurteilung sprach
Krampen von "Festtagsstimmung".
Laut ZEW ist die positive Entwicklung des Deutschland-Indikators darauf
zurückzuführen, dass "der aktuelle Wirtschaftsaufschwung an Breite gewinnt und
ein stabiles Fundament für das Jahr 2007 bildet". Die Mannheimer
Wirtschaftsforscher verwiesen darauf, dass die gegenwärtige Exportentwicklung
dynamisch sei, die Auftragslage stabil und die Unternehmen verstärkt in die
Erweiterung der Produktionskapazitäten investierten. Zudem würde die zunehmende
Entspannung am Arbeitsmarkt das Vertrauen der Verbraucher stärken.
"Die Erwartungen haben wohl die Talsohle durchschritten und befinden sich
dank robuster Konjunkturperspektiven im Aufwind", kommentierte ZEW-Präsident
Wolfgang Franz die Umfrageergebnisse.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/apo
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12.12.2006 - 12:14:04
BASF baut in Minden knapp 130 Vollzeitstellen ab
FRANKFURT (Dow Jones)--Die BASF AG, Ludwigshafen, wird am Standort in
Minden -wie im August angekündigt - weitere Stellen abbauen. Wie der
Chemiekonzern am Dienstag mitteilte, sollen knapp 130 Vollzeitstellen
gestrichen werden. Zusätzlich sei eine Ausgliederung von Servicefunktionen an
externe Dienstleister vorgesehen, durch die gegebenenfalls weitere knapp 60
Stellen betroffen sind, erläuterte der Chemiekonzern. Hintergrund ist nach
Unternehmensangaben die schlechte Ertragssituation am Standort.
So habe sich der Wettbewerb bei generischen Pharma-Wirkstoffen deutlich
verschärft. Neben einem erhöhten Kostendruck aus Asien sei inzwischen auch ein
deutlicher Nachfragerückgang nach wesentlichen am Standort produzierten
Wirkstoffen zu verzeichnen, hieß es. Dies hat den Angaben zufolge zu einer
nicht mehr tragbaren Ergebnissituation am Standort geführt.
Restriktionen bei der Vermarktung von Pseudoephedrin im weltweit größten
Markt USA sowie die stark schwankende Nachfrage nach Koffein für den
Getränkesektor machten den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen in Minden
unmöglich, erläuterte BASF. Eine Beschäftigung im derzeitigen Umfang sei daher
nicht mehr möglich.
Der Stellenabbau soll im Wesentlichen über betriebsbedingte Kündigungen
erfolgen. Betriebsrat und Geschäftsführung der BASF PharmaChemikalien GmbH & CO
KG haben sich nach BASF-Angaben auf einen Interessenausgleich und
Transfer-Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt. Oberstes Ziel sei
dabei, den betroffenen Mitarbeitern neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Die Personalmaßnahmen sollen bis Juli 2007 abgeschlossen sein.
Betroffene Mitarbeiter, die zu einem Wechsel bereit sind, sollen soweit wie
möglich auf freie Stellen innerhalb der BASF-Gruppe vermittelt werden. Neben
der Zahlung einer Abfindung werde den gekündigten Mitarbeitern auch der
Eintritt in eine vom Unternehmen eingerichtete Transfergesellschaft, der
S.T.E.P. Personalentwicklungsgesellschaft mbh (STEP), für die Dauer von bis zu
acht Monaten angeboten.
Am Standort Minden, der hauptsächlich Pharma-Wirkstoffe wie Pseudoephedrin,
Theophyllin und Koffein herstellt, gab es zum 30. November 2006 noch 484
Vollzeitstellen. Eine im Oktober 2005 eingeleitete erste Restrukturierung hatte
bis Ende 2007 eine Reduzierung auf 455 Vollzeitstellen vorgesehen. Nach der
zweiten Restrukturierung wird der Standort nun Ende 2007 noch 265
Vollzeitstellen zählen.
Webseite: http://www.basf.de
DJG/hoa/brb
12.12.2006 - 11:50:59
HVB verkauft Immobilienkredite über 960 Mio EUR an Goldman Sachs
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die HypoVereinsbank hat Not leidende Immobilienkredite
im Volumen von 960 Mio EUR an die US-Investmentbank Goldman Sachs verkauft.
Dies teilte die zur italienischen UniCredit gehörende Münchener Bank am
Dienstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Goldman
Sachs übernehme im Rahmen der Transaktion Darlehen von mehr als 1.100
HVB-Kunden.
"Mit dieser Verkaufstransaktion setzt die HVB ihren Weg des konsequenten
Abbaus von Risiken aus Immobilienfinanzierungen fort", sagte
HVB-Vorstandsmitglied Andrea Varese. Der erzielte Kaufpreis entspreche den
Erwartungen. Knapp 60% der Kredite seien dem Bereich Real-Estate-Restructuring
zuzuordnen, wie die Bank weiter mitteilte. Damit sei das Ziel ereicht worden,
bis Ende 2006 diese Kredite auf rund 5 Mrd EUR abzubauen.
Webseite: http://www.hvb.de
DJG/sms/nas
12.12.2006 - 11:47:55
In Brüssel nehmen 700 VW-Beschäftigte Abfindungsangebot an
BRÜSSEL/WOLFSBURG (Dow Jones)--Bislang haben 700 Beschäftigte des von einem
massiven Stellenabbau bedrohten VW-Werkes in Brüssel ein freiwilliges
Abfindungsangebot angenommen. Dies sagte ein VW-Sprecher am Dienstag auf
Anfrage und bestätigte damit belgische Presseberichte. Die Beschäftigten
erhalten den Angaben zufolge zwischen 25.000 und 144.000 EUR an Abfindungen.
Der Konzern plant die Einstellung der Golf-Produktion in dem Werk. Die
Fertigung dieses Modells steht für über 90% des Kapazitätsvolumens. Stattdessen
soll dort ab dem Jahr 2009 ein neues Einstiegs-Modell der Tochter Audi
hergestellt werden. Dies würde die Beschäftigung von bis zu 3.000 Menschen an
dem Standort ermöglichen. Ein Teil davon würde nicht direkt bei Volkswagen,
sondern bei anderen Gesellschaften angestellt werden.
Eine Voraussetzung für eine solche Lösung ist aber unter anderem, dass mit
der belgischen Regierung und den Arbeitnehmervertretern eine
Überbrückungslösung für die betroffenen Mitarbeiter bis zum möglichen
Produktionsbeginn gefunden wird.
In den vergangenen Jahren sind in der Automobilindustrie in Belgien
tausende Arbeitsplätze abgebaut worden. Die belgische Regierung bemüht sich
deshalb verstärkt um eine Sicherung der Beschäftigung in diesem Bereich. 3.000
Arbeitsplätze wurden vor drei Jahren in einem Ford-Werk in Genk abgebaut, die
Schließung einer Renault-Fabrik außerhalb Brüssels 1997 kostete 3.100
Arbeitsplätze.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/brb
12.12.2006 - 11:44:42
EZB: Marginaler Zuteilungssatz Schnelltender 3,32%
FRANKFURT (Dow Jones)--Bei dem Schnelltender der Europäischen Zentralbank
(EZB) zum Ausgleich eines Liquiditätsungleichgewichts hat sich am Dienstag ein
marginaler Zuteilungssatz von 3,32% ergeben. Der gewogene Durchschnittssatz der
Feinsteuerungsoperation zur Zuführung von Liquidität belief sich auf 3,33%. Die
Bietungsspanne lag zwischen 3,25% und 3,35%, teilte die EZB mit. Die 25
Institute boten insgesamt für 21,565 Mrd EUR. Zugeteilt wurden die angestrebten
2,5 Mrd EUR. Die Repartierungsquote belief sich auf 31,7073%. Das neue Geschäft
wird am 13. Dezember fällig.
DJG/sgs/apo
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12.12.2006 - 11:40:23
IfW: Unternehmensteuerreform verbessert Standortqualität
KIEL/BERLIN (Dow Jones)--Die von der Bundesregierung geplante Reform der
Unternehmensbesteuerung wird nach Einschätzung des Instituts für
Wirtschaftsforschung an der Universität Kiel (IfW) den Standort Deutschland für
ausländische Unternehmen attraktiver machen und auf mittlere Sicht zu mehr
Steuereinnahmen führen. "Insgesamt wird die Investitionstätigkeit national
tätiger Unternehmen langfristig eher negativ beeinflusst, wenn die Reform wie
gegenwärtig geplant realisiert wird", erklärten die Kieler Wirtschaftsforscher
zwar am Dienstag in ihrem jüngsten Konjunkturbericht. "Freilich würde
Deutschland als Standort für Unternehmen aus dem In- und Ausland attraktiver",
hoben sie aber auch hervor.
Investitionen national tätiger Unternehmen würden weniger attraktiv, aber
die Standortqualität nähme zu, weil die effektiven Durchschnittssteuersätze für
profitable Investitionsprojekte geringer würden. Wegen der geplanten
Abschaffung der degressiven Abschreibung würden Anreize entstehen,
Investitionen in das Jahr 2007 vorzuziehen.
Auch wäre damit zu rechnen, dass Gewinne international tätiger Unternehmen
in größerem Maße als bisher in Deutschland versteuert würden. "Die
Steuereinnahmen würden bei Verwirklichung des Reformplans im Jahr 2008
rechnerisch wohl um 5 Mrd EUR niedriger als sonst ausfallen; mittelfristig
dürfte die Entwicklung der Steuereinnahmen infolge der verbesserten
Standortqualität positiv beeinflusst werden", erklärte das IfW.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/apo
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12.12.2006 - 11:39:51
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
ABN Amro und Allianz kaufen Sdu für bis zu 450 Mio EUR - Kreise
Die Beteiligungsgesellschaften ABN Amro Capital und Allianz Private Equity
haben den Zuschlag für den niederländischen Verlag Sdu erhalten. Dies sagten
mit dem Vorgang vertraute Personen Dow Jones Newswires. Die Tochterunternehmen
der ABN Amro Holding NV und der Allianz AG hätten die ebenfalls an Sdu
interessierte britische 3i Group plc aus dem Rennen geschlagen.
Funkauktion soll mehr Wettbewerb bei Breitband bringen
Mehr Wettbewerb auf dem deutschen Breitbandmarkt erhofft sich die
Bundesnetzagentur von der neuen Funktechnik Wimax. Die Behörde eröffnete in
Mainz die Versteigerung der entsprechenden Frequenzen. Sechs Unternehmen haben
sich dafür beworben. Wimax ermöglicht drahtlosen schnellen Internetzugang über
weite Entfernungen und kommt vor allem für ländliche Regionen in Betracht, die
nicht über DSL-Netze versorgt werden. Das Mindestgebot für alle Frequenzen
zusammen beträgt knapp 60 Mio EUR.
Schwarz Pharma überträgt Urologie-Rechte an Biotech-Unternehmen
Die Schwarz Pharma AG hat ihre Forschung und Entwicklung im Bereich Urologie
eingestellt und Projektrechte aus einer entsprechenden Kooperation mit der 4SC
AG nun vollständig auf das Biotechnologie-Unternehmen übertragen. 4SC teilte
weiter mit, gleichzeitig starteten beide Unternehmen eine neue Kooperation im
Bereich Zentrales Nervensystem, dem Schwerpunkt von Schwarz Pharma.
Thomas Cook nennt Berichte über Vorstandswechsel Spekulation
Die Thomas Cook AG kommentiert Berichte über einen bevorstehenden Wechsel im
Vorstandsvorsitz nicht. Hier handele es sich um Spekulationen, die nicht
kommentiert würden, sagte Sprecher Mario Köpers zu Dow Jones Newswires.
Zapf Creation sieht Wachstum im 4. Quartal bei 8%
Die Zapf Creation AG rechnet auf Grund eines lebhaften Weihnachtsgeschäfts mit
einem Umsatzwachstum in Europa im laufenden Quartal von 8%. Wie der
Puppenhersteller mitteilte, erwartet er im Schlussquartal 2006 Erlöse von rund
45 Mio EUR. Dank der positiven Umsatzentwicklung zum Jahresende hoffe der
Vorstand nun, den Erlösrückgang in Europa 2006 auf rund 5% begrenzen zu können.
Teutonia: B& |