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Dienstag, 12-Dez-2006

12.12.2006 - 20:47:17 DOKUMENTATION/Der FOMC-Zinsbeschluss im Wortlaut Dow Jones Newswires sendet nachfolgend den Zinsbeschluss des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank im Wortlaut. The Federal Open Market Committee decided today to keep its target for the federal funds rate at 5-1/4 percent. Economic growth has slowed over the course of the year, partly reflecting a substantial cooling of the housing market. Although recent indicators have been mixed, the economy seems likely to expand at a moderate pace on balance over coming quarters. Readings on core inflation have been elevated, and the high level of resource utilization has the potential to sustain inflation pressures. However, inflation pressures seem likely to moderate over time, reflecting reduced impetus from energy prices, contained inflation expectations, and the cumulative effects of monetary policy actions and other factors restraining aggregate demand. Nonetheless, the Committee judges that some inflation risks remain. The extent and timing of any additional firming that may be needed to address these risks will depend on the evolution of the outlook for both inflation and economic growth, as implied by incoming information. Voting for the FOMC monetary policy action were: Ben S. Bernanke, Chairman; Timothy F. Geithner, Vice Chairman; Susan S. Bies; Donald L. Kohn; Randall S. Kroszner; Frederic S. Mishkin; Sandra Pianalto; William Poole; Kevin M. Warsh; and Janet L. Yellen. Voting against was Jeffrey M. Lacker, who preferred an increase of 25 basis points in the federal funds rate target at this meeting. DJG/hab -0-

12.12.2006 - 20:44:55 TABELLE/US-Fed-Leitzinsen === Fed-Funds- Zielsatz Änderung Satz 12. Dezember unv. 5,25 PROGNOSE unv. 5,25 29. Juni +0,25 5,25 10. Mai +0,25 5,00 28. März +0,25 4,75 31. Januar +0,25 4,50 2005 13. Dezember +0,25 4,25 01. November +0,25 4,00 20. September +0,25 3,75 09. August +0,25 3,50 30. Juni +0,25 3,25 03. Mai +0,25 3,00 22. März +0,25 2,75 02. Februar +0,25 2,50 2004 14. Dezember +0,25 2,25 10. November +0,25 2,00 21. September +0,25 1,75 10. August +0,25 1,50 30. Juni +0,25 1,25 2003 25. Juni -0,25 1,00 2002 06. November -0,50 1,25 2001 11. Dezember -0,25 1,75 06. November -0,50 2,00 02. Oktober -0,50 2,50 17. September -0,50 3,00 21. August -0,25 3,50 27. Juni -0,25 3,75 15. Mai -0,50 4,00 18. April -0,50 4,50 20. März -0,50 5,00 31. Januar -0,50 5,50 03. Januar -0,50 6,00 2000 16. Mai +0,50 6,50 21. März +0,25 6,00 02. Februar +0,25 5,75 - Quelle Daten: Federal Open Market Committee (FOMC) - Webseite: http://www.federalreserve.gov Sitzungen des FOMC 2007: - 30.01./31.01. - 20.03./21.03. - 09.05. - 27.06./28.06. - 07.08. - 18.09. - 30.10./31.10. - 11.12. Sitzung des FOMC 2008: - 29.01./30.01. === DJG/DJN/hab -0-

12.12.2006 - 20:42:36 FOMC lässt Fed-Funds-Zielsatz wie erwartet ... (zwei) Das FOMC verwies darauf, dass das Niveau der Kerninflation erhöht gewesen sei und dass der hohe Grad der Kapazitätsauslastung das Potenzial besitze, Inflationsdruck zu erzeugen. Gleichwohl dürfte sich der Inflationsdruck mit der Zeit aufgrund eines sinkenden Einflusses der Energiepreise, eingedämmter Inflationserwartungen, der kumulativen Auswirkungen früherer geldpolitischer Schritte und wegen anderer Faktoren abschwächen, die die Endnachfrage bremsten. Zugleich betonte das FOMC jedoch, dass einige Inflationsrisiken fortbestünden. Ausmaß und Zeitpunkt eventueller weiterer Zinserhöhungen, die zur Beherrschung dieser Risiken erforderlich werden könnten, seien von den Perspektiven für Inflation und Wirtschaftswachstum abhängig, wie sich in den aktuell hereinkommenden Konjunkturdaten abzeichneten. Beobachter verwiesen darauf, dass das FOMC in seiner aktuellen Erklärung in zwei Punkten vom Wortlaut der vorherigen abgewichen sei. Zum einen sei das Ausmaß der Abkühlung am Markt für Wohnimmobilien als deutlich ("substantial") bezeichnet worden; zum anderen sei die Einschätzung, das Wirtschaftswachstum werde in nächsten Zeit "per saldo" moderat bleiben, mit einem Hinweis auf die zuletzt etwas schwächeren Konjunkturdaten verbunden worden. -Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310, konjunktur.de@dowjones.com DJG/hab -0-

12.12.2006 - 20:27:17 Sanierung des Maschinenbauers IWKA abgeschlossen - Handelsblatt DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Sanierung des Maschinen- und Anlagenbauers IWKA ist nach den Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Bartke praktisch abgeschlossen. "Der Löschvorgang im Unternehmen ist abgeschlossen", sagte Bartke der Zeitung "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Das sei das Verdienst des seit September 2005 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Wolfgang-Dietrich Hein. Am Dienstag hatte der MDAX-Konzern mitgeteilt, dass der Schweißzangenhersteller Aro mit rund 100 Mio EUR Umsatz und 600 Mitarbeitern an die britische Unternehmensgruppe Langley Holdings verkauft werde. Die Karlsruher IWKA AG war in den vergangenen drei Jahren vor allem wegen eines Streits mit dem US-Aktionär Guy Wyser-Pratte in den Schlagzeilen. Der Investor hält derzeit 9% der Anteile und hatte 2005 den Rücktritt des damaligen Vorstandsvorsitzenden Hans Fahr und von sechs Aufsichtsräten bewirkt. Gegen den Willen von Wyser-Pratte installierte der alte Aufsichtsrat noch Wolfgang-Dietrich Hein als neuen Vorstandsvorsitzenden. Zwischen Hein und Wyser-Pratte gibt es große Spannungen. Auf der Hauptversammlung im Juni wurde Hein von seinem größten Aktionär nicht entlastet. IWKA-Aufsichtsratsvorsitzender Bartke lobte auch Hauptaktionär Wyser-Pratte nur lobende Worte: "Wir haben in ihm einen stabilen Investor. IWKA war Mitte 2005 auf dem Weg in den Abgrund. Wyser-Pratte hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass sich das Unternehmen verändert hat. Er ist kein Buhmann, sondern begleitet das Unternehmen hervorragend", zitiert die Zeitung Bartke. Berichte, dass Bartke selbst die Trennung von Hein betreibt, wollte der Aufsichtsratsvorsitzende nicht kommentieren. Nach Informationen der Zeitung hat Bartke bereits einen Nachfolger für Hein gefunden, scheiterte mit dessen Abberufung in der vergangenen Woche aber am Widerstand der Arbeitnehmerseite. Den von Arbeitnehmerseite abgelehnten möglichen Verkauf der Verpackungssparte, den IWKA gegenwärtig prüft, verteidigt Bartke ebenfalls. "Wir müssen uns fragen, ob wir die Investitionen aller drei Kernbereiche des Konzerns finanzieren können", sagte er dem "Handelsblatt". Roboter und Autotechnik seien für IWKA aussichtsreiche Felder: "Die schwachen Investitionen der deutschen Autobauer in unsere Anlagen 2005 waren eine Ausnahme, jetzt sind die Auftragsbücher wieder voll". Webseite: http://www.handelsblatt.com/ DJG/rio -0-

12.12.2006 - 20:25:36 FOMC lässt Fed-Funds-Zielsatz wie erwartet unverändert bei 5,25% WASHINGTON (Dow Jones)--Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank hat seinen Zielsatz für Tagesgeld am Dienstag wie erwartet mit 5,25% bestätigt und das Leitzinsniveau damit zum vierten Mal in Folge unverändert gelassen. Wie das Gremium am Abend mitteilte, fiel die Entscheidung erneut nicht einstimmig. Wie schon bei den vorangegangenen Meetings stimmte der Präsident der Richmond Fed, Jeffrey Lacker, abermals für eine Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte. Das FOMC erklärte, dass sich das Wirtschaftswachstum im Jahresverlauf abgeschwächt habe, was teilweise Folge der deutlichen Abkühlung am Markt für Wohnimmobilien gewesen sei. Obwohl die jüngsten Daten ein durchmischtes Bild des Konjunkturgeschehens gezeichnet hätten, dürfte die Wirtschaft in den kommenden Quartalen weiterhin mit einem moderaten Tempo wachsen. DJG/hab -0-

12.12.2006 - 19:28:45 UPDATE2: Post legt deutsches Paket- und Briefgeschäft zusammen (NEU: Äußerung von ver.di, mehr Hintergrund) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will ihr Paket- und Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen und erwägt die Streichung überzähliger Stellen in der Paket-Verwaltung. Davon verspreche man sich angesichts der großen gemeinsamen Kundenbasis erhebliche Kostenvorteile und Qualitätsverbesserungen, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit. Im Januar solle mit der Ungliederung begonnen werden, auf die man sich mit der Gewerkschaft ver.di verständigt habe. Vorstand und Aufsichtstrat müssten dem Schritt noch zustimmen. Ein Post-Sprecher sagte Dow Jones Newswires, das Unternehmen prüfe den Abbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung des insgesamt 17.000 Stellen umfassenden Paketsbereichs. In Betracht kämen Jobs etwa in den Bereichen Technik, Qualitätssicherung oder Personal, die es entsprechend auch im Briefbereich gebe. Es sei aber noch zu früh für Angaben über das Ausmaß. Betroffen seien die deutschen Paketzentren und Arbeitsplätze im Bonner Konzernhauptquartier. Die 33 Paketzentren und die 83 Briefzentren lägen zum Teil in unmittelbarer Nachbarschaft, sagte der Unternehmenssprecher. Interessant sei die Zusammenlegung vor allem für den gemeinsamen Betrieb der Postfilialen, wo Brief und Paket bereits Seite an Seite arbeiten. Hier ließen sich durch die Umorganisation zahlreiche Abläufe vereinfachen, erläuterte der Sprecher. Bereits jetzt stellen beide Bereiche ihre Sendungen auf dem Lande gemeinsam zu. Eine Ausweitung der Verbundzustellung auf die Stadtzentren werde geprüft, sei aber nur begrenzt möglich, sagte der Sprecher: "Das geht nur in Randbereichen". Eine Sprecherin von ver.di betonte im Gespräch mit Dow Jones Newswires, es sei zunächst nur die grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden, in Verhandlungen über die Integration einzutreten. Diese sollten im Januar beginnen. Die etwaige Hebung von Synergien bei den Personalkosten betreffe aus Sicht von ver.di nur die Führungsebene des deutschen Paketbereichs und hier maximal "einige hundert" Arbeitsplätze, sagte die Gewerkschaftsvertreterin. Die Brief-Sparte der Post bekommt nun einen Umsatz von rund 2,6 Mrd EUR hinzu und kommt damit auf ein Erlösvolumen von etwa 15,5 Mrd. Der Post-Sprecher betonte, dass gleichwohl weiter eine getrennte Rechnungslegung vorgenommen werde, wie es das Verbot von Quersubventionen verlange. Von der Veränderung nicht betroffen ist der Versand zeitkritischer Dokumente, der im Expressbereich bleibt. Es ist die zweite große organisatorische Veränderung bei der Post binnen weniger Monate. Erst vor kurzem war der europäische Landtransport aus dem Expressbereich in die Logistiksparte überführt worden. Kritiker des Konzerns sehen hinter beiden Maßnahmen auch den Grund, das vor allem unter hohen Verlusten in den USA leidende Express-Segment von weniger rentablen Bereichen zu entlasten. Webseite: http://www.deutschepost.de/ -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

12.12.2006 - 19:22:02 UPDATE: Postfirmen in Sorge um Start der deutschen Marktöffnung (NEU: Hintergrund) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die neuen Postdienstleister in Deutschland befürchten wegen Widerstands bei den europäischen Nachbarn eine Aufweichung der deutschen Haltung zur Öffnung des hiesigen Briefmarktes. Entsprechende Äußerungen von Angela Merkel würden mit Sorge zur Kenntnis genommen, heißt es in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin, in das die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires Einblick hatte. Der Brief stammt von dem Aktionsforum "Mehr Farbe im Postmarkt", in dem vier nationale Verbände zusammengeschlossen sind. Am Montag hatten sich fünf EU-Staaten noch einmal gegen eine EU-weite Liberalisierung 2009 ausgesprochen. Das Bundeskabinett hatte im Frühjahr beschlossen, dass der deutsche Markt noch ein Jahr früher 1. Januar 2008 vollständig geöffnet werden soll. Merkel habe nun aber kürzlich in einer Rede offen gelassen, ob es tatsächlich dazu komme, falls andere Staaten der Europäischen Union die Öffnung ihrer eigenen Märkte verzögerten, heißt es in dem Schreiben. Die Bundeskanzlerin hatte auf einem Bankenkongress Mitte November mit Blick auf den deutschen Fahrplan gesagt, das könne man "alles nur machen, wenn nicht in anderen Ländern gebremst wird und ganz anders verfahren wird, weil sonst für uns Wettbewerbsnachteile entstehen." Die Bundesregierung werde jedoch sehr intensiv dafür eintreten, die europäischen Postmärkte ab 2009 vollständig zu öffnen, fügte Merkel laut dem Dow Jones vorliegenden Redemanuskript hinzu. Einen entsprechenden offiziellen Vorschlag hatte EU-Wettbewerbskommissar Charlie McCreevie im Oktober unterbreitet. Doch dagegen artikulierten sich nach Informationen von Dow Jones bei einem Ministertreffen in Brüssel am Montag Frankreich, Italien, Luxemburg, Griechenland und Zypern. Als Argument brachten sie vor, dass die Finanzierung der Universaldienste nicht garantiert sei. Polen plädierte dafür, den neuen EU-Mitgliedstaaten eine Übergangsperiode einzuräumen. Eindeutig zugunsten der Liberalisierung positionierten sich dagegen Deutschland, Großbritannien, Schweden, Dänemark und die Niederlande. Die alternativen deutschen Anbieter drängen hingegen ebenso wie die Deutsche Post AG auf klare Rahmenbedingungen und einen Gleichklang bei der europäischen Marktöffnung. Sie befürchten andernfalls Wettbewerbsverzerrungen. In dem Brief an Merkel warnte das Aktionsforum, jede Verzögerung der Liberalisierung in Deutschland würde zu wirtschaftlichen Schäden führen und den sehr dynamischen Wirtschaftszweig zurückwerfen. Im Vertrauen auf den Kabinettsbeschluss hätten in den vergangenen Monaten viele Postdienstleister erhebliche Investitionen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen. Merkel solle mit Blick auf den anstehenden deutschen Vorsitz in der Europäischen Union unbeirrt für die nationale Marktöffnung Anfang 2008 und eine EU-weite Liberalisierung im Jahr darauf eintreten. Webseite: http://www.mehr-farbe-im-postmarkt.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213 TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

12.12.2006 - 18:51:15 EUREX/Renten-Futures im späten Verlauf gut behauptet FRANKFURT (Dow Jones)--Gut behauptet tendieren die Bund-Futures am Dienstag im späten Verlauf. Der März-Kontrakt des Bund-Futures steigt gegen 18.35 Uhr MEZ um einen Tick auf 118,09%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,19% und das -tief bei 117,97%. Umgesetzt wurden bisher rund 768.000 Kontrakte. Der BOBL-Futures verliert 7 Ticks auf 109,78%. Im Blick des Marktes steht die Sitzung der US-Notenbank. Ein Zinsschritt werde nicht erwartet, heißt es. Vor allem die Äußerungen von Fed-Chairman Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und dem Zustand der US-Wirtschaft dürften jedoch Beobachtung finden. Technisch sei der Bund um 118% in einen interessanten Unterstützungsbereich eingetreten, so ein technisch orientierter Marktteilnehmer. Der nächste Widerstand liege bei 118,30%. DJG/mif/ros

12.12.2006 - 18:48:06 Europabörsen schließen gut behauptet - Stahlwerte unter Druck Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag gut behauptet geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent oder 7 auf 4.060 Punkte. Der Stoxx-50 stieg um 0,4 Prozent bzw 15 auf 3.665 Zähler. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Abend dominierte ein verhaltenes Geschäft. Den Leitzins wird die Federal Reserve Bank wohl unverändert lassen. Die begleitenden Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke werden aber genau unter die Lupe genommen werden. Der ZEW-Index am Vormittag blieb vor diesem Hintergrund ebenso irrelevant für die Aktienmärkte wie das US-Handelsbilanzdefizit, obwohl beide die Erwartungen in positiver Hinsicht übertrafen. Negative Signale für Stahl- und Rohstoffwerte Der Rohstoffsektor mit den darin enthaltenen Stahlwerten verlor im Schnitt 0,4 Prozent. In Japan sorgten Gewinnmitnahmen in den zuletzt gut gelaufenen Stahlwerten für deutlich nachgebende Kurse und in Australien mussten die meisten Minenbetreiber Federn lassen. Auch die Gewinnwarnung des US-Stahlkonzerns Nucor am Nachmittag belastete. Händler rechnen damit, dass der Bieterkampf zwischen Tata Steel und der brasilianischen CSN weitergeht. Sie verwiesen auf entsprechende Berichte: Wie die "Hindustan Times" berichtete, will Tata das Gebot für Corus um 5 Prozent bis 8 Prozent erhöhen. Der "Business Standard" verwies auf Quellen, denen zufolge Tata für ein höheres Gebot von 550 p je Corus-Aktie die Unterstützung der Gläubigerbanken erhalten würde. CSN hat für Corus zuletzt das Angebot auf 515 p je Aktie erhöht. Corus verloren 0,7 Prozent auf 524,25 p, ThyssenKrupp sogar 0,9 Prozent auf 31,85 EUR. Gewinnwarnung von Texas Instruments belastet Chip-Branche Die Technologiewerte gaben um durchschnittlich 0,1 Prozent nach. Die auf 0,37 bis 0,40 USD je Aktie gesenkte Gewinnprognose von Texas Instruments belastete die europäischen Titel mit Halbleiterbezug. Das Unternehmen rechnet auch Anfang des kommenden Jahres mit einer schwächeren Nachfrage und hat eine weiter reichende Prognose nicht geben wollen. Dies sorge am Markt für Verunsicherung, so ein Händler. STMicroelectronics fielen in Paris um 0,7 Prozent auf 13,72 EUR und der niederländische Zulieferer ASML um 1,4 Prozent auf 18,92 EUR. Bankenwerte nur bedingt durch Goldman gestützt Der Bankensektor zeigte sich wenig beeinflusst von den Goldman-Zahlen. Zwar gelang es den Amerikanern, nochmals mit Rekordergebnissen aufzuwarten, aber nach den Worten eines Händlers wird es schwierig werden, darüber hinaus weiteres Wachstum zu generieren. Zudem sei die Messlatte für die Wettbewerber recht hoch gehängt worden. Weniger glänzende Zahlen anderer Banken könnten daher für Enttäuschung sorgen. Der Bankensektor gewann moderate 0,2%, wobei die Entwicklung der Einzelwerte uneinheitlich ausfiel. Einzelhändler überraschend stark - Weihnachten steht vor der Tür Auffällig war die starke Entwicklung der großen europäischen Einzelhänder. "Möglicherweise setzt man auf ein gutes Weihnachtsgeschäft", sagte ein Händler. Ein positiver Kommentar von UBS beflügelte die Ahold-Aktie. Zu Tesco gab es die Nachricht, dass das Unternehmen die Beteiligung an einem Joint Venture in China fast verdoppelt habe. Ahold gewannen 3,6 Prozent auf 7,78 EUR und Tesco um 0,8 Prozent auf 389 p. DJG/mif/rso

12.12.2006 - 18:25:15 XETRA-SCHLUSS/DAX nach richtungslosem Geschäft fast unverändert FRANKFURT (Dow Jones)--Nahezu unverändert hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag geschlossen, wobei das Geschäft im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank irrlichternd verlief. Der DAX gewann 0,1% oder 7 auf 6.476 Punkte. Gehandelt wurden Aktien für 4,4 Mrd EUR nach 5 Mrd EUR am Montag. Nach flottem Start gestaltete sich der Handel eher richtungslos. Händler sprachen von starker Zurückhaltung im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank. Vor allem die Äußerungen von Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und dem Zustand der US-Wirtschaft würden mit Spannung erwartet. Hierdurch seien die meisten anderen Impulse überlagert worden. So blieben die Konjunkturdaten am Berichtstag in ihrer Wirkung äußerst begrenzt. Der ZEW-Index fiel mit minus 19,0 besser als die erwarteten minus 25,0 Punkte aus. Er übertraf damit zudem die minus 28,5 aus dem November. Die Citigroup (Prognose: minus 25,0) sah den ZEW-Index vor allem wegen der Mehrwertsteuererhöhung weiterhin im roten Bereich. Das US-Handelbilanzdefizit fiel geringer aus als prognostiziert, blieb aber ebenfalls ohne nachhaltige Auswirkungen auf das Handelsgeschehen. Die Kursbewegungen der Einzelwerte waren zum Teil zufallsbedingt, wie Händler betonten. Linde stiegen um 0,7% auf 76,39 EUR. Händler berichteten, Hersteller von Industriegasen wie Air Liquide seien bereits am Vortag gesucht gewesen. "Eingepreist" sei hingegen die Gewinnreduktion bei Siemens. Das Unternehmen muss wegen der Schmiergeldaffäre Sonderaufwendungen verbuchen. Der Gewinn je Aktie falle nun gut 2% niedriger aus, hieß es. Das sei mit der schwachen Entwicklung der vergangenen Tage aber bereits im Kurs enthalten. Siemens stiegen um 0,3% auf 73,68 EUR. Der Bankensektor zeigte sich wenig beeindruckt von den Goldman-Zahlen. Zwar gelang es den Amerikanern, nochmals mit Rekordergebnissen aufzuwarten, aber nach den Worten eines Händlers wird es schwierig werden, darüber hinaus weiteres Wachstum zu generieren. Zudem sei die Messlatte für die Wettbewerber recht hoch gehängt worden. Weniger glänzende Zahlen anderer Banken könnten daher für Enttäuschung sorgen. Auf der Verliererseite ragten ThyssenKrupp mit einem Minus von 0,9% auf 31,85 EUR hervor. Sie reagierten damit auf eine Gewinnwarnung des US-Stahlproduzenten Nucor. Deutsche Börse gaben um 2,1% auf 134,22 EUR nach. Die WestLB hatte den Titel auf "Hold" nach zuvor "Add" zurückgenommen. Von einer Konsolidierungsbewegung sprachen Marktteilnehmer bei Continental. Die Aktie sei abermals vom Widerstand bei 90 EUR abgeprallt. Die Ankündigung neuer Preiserhöhungen wurde zurückhaltend aufgenommen. Es bleibe abzuwarten, ob das Unternehmen sich damit im Wettbewerb durchsetzen kann, meinte ein Analyst. Die Aktie fiel um 1,2% auf 88,60 EUR. In der zweiten Reihe stützt der anhaltende Übernahmekampf die Techem-Aktie. Die australische Investmentbank Macquarie hat das Angebot für Techem auf 55 EUR je Aktie erhöht. Der Markt werde nun vermutlich darauf setzen, dass BC Partners ihr Angebot ebenfalls erhöhen werden, hieß es im Handel. Techem gewannen 1,9% auf 55,85 EUR. Aareal stiegen um 6,4% auf 33,20 EUR, nachdem die Bank den Immobilienverkauf der Interhotel-Gruppe bekanntgegeben hatte. Die Aareal Bank hält ein Drittel der Gesellschaft und will den Ertrag im kommenden Jahr buchen. Das sei ein weiterer Schritt, mit dem sich die Gesellschaft regeneriere, so die Analysten von Steubing. Auch Heidelberger Druck legten wegen eines Sonderertrags zu: Der Erlös von 70 Mio EUR komme allerdings aus einer Steuergutschrift und sollte unter operativen Gesichtspunkten nicht zu hoch bewertet werden, hieß es. Die Aktien stiegen um 0,9% auf 33,88 EUR. Der große Gewinner waren jedoch Vossloh. Marktteilnehmer verwiesen in Zusammenhang mit dem Anstieg neben charttechnischen Faktoren auch auf vage Spekulationen, dass die Familie Vossloh sich von ihrem Anteil trennen könnte, was ein Indiz für eine Übernahme des Unternehmens wäre. "Es ist im Moment aber schwer zu sagen, ob der Anstieg der Aktie Grund für die Spekulationen ist oder umgekehrt", sagte ein Händler. Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich dazu nicht äußern. Ein anderer Marktteilnehmer bezweifelte die Vermutungen und meinte, der Anstieg könnte auch lediglich ein Nachhall auf positive Analystenkommentare sein. Die Aktie stieg um 10,25% auf 58,67 EUR. DJG/mif/rso

12.12.2006 - 18:07:10 UPDATE: Post legt deutsches Paket- und Briefgeschäft zusammen (NEU: Möglicher Stellenabbau, Hintergrund) DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will ihr Paket- und Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen und erwägt die Streichung überzähliger Stellen in der Paket-Verwaltung. Davon verspreche man sich angesichts der großen gemeinsamen Kundenbasis erhebliche Kostenvorteile und Qualitätsverbesserungen, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit. Im Januar solle mit der Ungliederung begonnen werden, auf die man sich mit der Gewerkschaft ver.di verständigt habe. Vorstand und Aufsichtstrat müssten dem Schritt noch zustimmen. Ein Post-Sprecher sagte Dow Jones Newswires, das Unternehmen prüfe den Abbau von Arbeitsplätzen in der Verwaltung des insgesamt 17.000 Stellen umfassenden Paketsbereichs. In Betracht kämen Jobs etwa in den Bereichen Technik, Qualitätssicherung oder Personal, die es entsprechend auch im Briefbereich gebe. Es sei aber noch zu früh für Angaben über das Ausmaß. Betroffen seien die deutschen Paketzentren und Arbeitsplätze im Bonner Konzernhauptquartier. Die 33 Paketzentren und die 83 Briefzentren lägen zum Teil in unmittelbarer Nachbarschaft, sagte der Unternehmenssprecher. Interessant sei die Zusammenlegung vor allem für den gemeinsamen Betrieb der Postfilialen, wo Brief und Paket bereits Seite an Seite arbeiten. Hier ließen sich durch die Umorganisation zahlreiche Abläufe vereinfachen, erläuterte der Sprecher. Bereits jetzt stellen beide Bereiche ihre Sendungen auf dem Lande gemeinsam zu. Eine Ausweitung der Verbundzustellung auf die Stadtzentren werde geprüft, sei aber nur begrenzt möglich, sagte der Sprecher: "Das geht nur in Randbereichen". Die Brief-Sparte der Post bekommt nun einen Umsatz von rund 2,6 Mrd EUR hinzu und kommt damit auf ein Erlösvolumen von etwa 15,5 Mrd. Von der Veränderung nicht betroffen ist der Versand zeitkritischer Dokumente, der im Expressbereich bleibt. Es ist die zweite große organisatorische Veränderung bei der Post binnen weniger Monate. Erst vor kurzem war der europäische Landtransport aus dem Expressbereich in die Logistiksparte überführt worden. Webseite: http://www.deutschepost.de/ -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

12.12.2006 - 18:04:07 EU-Kommission will Wettbewerb am Energiemarkt erzwingen BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission will die vollständige Öffnung der nationalen Gas- und Strommärkte notfalls mit Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof erzwingen. Am Dienstag verschärfte sie Vertragsverletzungsverfahren gegen 16 Mitgliedstaaten - darunter Deutschland - die ihrer Meinung nach gegen die Richtlinien über den Energiebinnenmarkt von 2003 verstoßen. Reagieren die Staaten innerhalb von zwei Monaten nicht in einer die Kommission zufrieden stellenden Weise, können Klagen folgen. Die Kommission begründet ihr Vorgehen mit dem von ihr seit langem kritisierten mangelnden Wettbewerb auf dem Energiebinnenmarkt. "Nur wenn die Mitgliedstaaten die Richtlinien vollständig umsetzen, kann ein Strom- und Gasmarkt geschaffen werden, der allen europäischen Verbrauchern ab dem 1. Juli 2007 eine wirkliche Wahl zwischen den Gas- und Stromlieferanten ermöglicht", sagte Energiekommissar Andris Piebalgs. Besonders stört sich die Kommission an der "unzureichenden Entflechtung" von Konzernen, die sowohl Energie erzeugen als auch Vertriebsnetze besitzen. Immer wieder würden andere Anbieter beim Zugang zu den Netzen diskriminiert. Das zeige, dass die Staaten nicht in der Lage seien, die komplexen Regeln zur juristischen und funktionalen Entflechtung der Konzerne wirksam umzusetzen, stellt die Kommission fest. Es sei nötig, "die Unabhängigkeit der Netzbetreiber zu stärken", heißt es weiter. Die Äußerungen sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Kommission gerade überlegt, ob sie im Januar eine Pflicht zur "eigentumsrechtlichen Entflechtung" vorschlagen soll. Das würde bedeuten, dass Netzbetreiber ihre Kraftwerke verkaufen müssten. Die Kommission bemängelt weiter, dass marktbeherrschende Energieanbieter durch langfristige Verträge beim Netzzugang bevorzugt würden und dass reglementierte Preise häufig den Markteintritt neuer Wettbewerber behinderten. Auch hätten die nationalen Regulierungsbehörden nicht genug Befugnisse, um einen fairen Netzzugang und angemessene Tarife durchzusetzen. Nicht zuletzt behinderten die unzureichenden grenzüberschreitenden Übertragungskapazitäten für Strom und Gas den Wettbewerb, heißt es weiter. Neben Deutschland wurden die Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich, Belgien, Tschechien, Estland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Lettland, Polen, Schweden, die Slowakei und Großbritannien verschärft. DJG/frh/ang/hab -0-

12.12.2006 - 17:29:59 ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung Deutsche Post legt nationales Paket- und Briefgeschäft zusammen Die Deutsche Post AG will ihr Paket und Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen. Darauf habe man sich mit der Gewerkschaft ver.di verständigt, teilte der Bonner Konzern mit. Demnach soll ab Januar der Paketbereich aus der Express-Division in den Unternehmensbereich Brief verlagert werden. Dadurch seien erhebliche Kostenvorteile sowie Verbesserungen der Servicequalität und der inneren Abläufe möglich. Die Entscheidung muss noch von den Gremien der Post gebilligt werden. Airbus: A380 erhält von Behörden Betriebsgenehmigung Das Großraumflugzeug A380 der EADS-Tochter Airbus hat am Dienstag wie erwartet seine Betriebsgenehmigung erhalten. Die so genannte Musterzulassung sei gemeinsam durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA und die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilt worden, teilte der Flugzeugbauer mit. Das so genannte Type Certificate wurde auf die A380 mit Trent-900-Triebwerken von Rolls-Royce ausgestellt. EU durchsucht erneut Büros deutscher Stromkonzerne Die EU-Kommision hat erneut die Büros mehrerer deutscher Stromkonzerne durchsucht. Hintergrund der Aktion sei der Verdacht auf Verstöße gegen das EU-Wettbewerbsrecht. Kommissionssprecher Jonathan Todd sagte am Dienstag, die Kommission habe Gründe zu glauben, dass die Unternehmen gegen Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Namen der betroffenen Unternehmen nannte der Kommissionssprecher nicht. Die "Berliner Zeitung" berichtete, dass EU-Ermittler im Tagesverlauf in einer koordinierten Aktion mit dem Bundeskartellamt die Zentralen der großen deutschen Stromkonzerne E.ON AG, RWE AG und Energie Baden-Württemberg AG (ENBW) durchsucht haben. EADS-Zentrale wegen Verdachts auf Insiderhandel durchsucht Das Hauptquartier des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co (EADS) in Paris ist durchsucht worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AP. Die Hausdurchsuchung finde im Rahmen von Ermittlungen wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte statt, sagte sie. Sowohl die französische Justiz als auch die Börsenaufsicht AMF untersuchen Aktienverkäufe von EADS-Mitarbeitern. Conti läutet neue Runde bei Reifen-Preiserhöhung ein Die Continental AG erhöht derzeit erneut ihre Reifenpreise und versucht damit, die gestiegenen Rohstoffkosten zu kompensieren. In vielen europäischen Märkten werde derzeit das Preisniveau im Ersatzgeschäft angehoben. Die Höhe sei aber von den jeweiligen Märkten und Produktsegmenten abhängig, sagte Unternehmenssprecher Hannes Boekoff auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Zuvor hatte Conti für den kanadischen Markt eine Preiserhöhung von bis zu 8% zum 1. Januar 2007 angekündigt. "Wir reagieren damit erneut auf die Rohstoffpreisentwicklung im laufenden Jahr", sagte Boekhoff. Der Hannoveraner Automobilzulieferer rechnet 2006 mit zusätzlichen Rohstoffkosten etwa für Öl und Kautschuk von bis zu 300 Mio EUR. RWE verbucht wegen Körperschaftssteuergesetz 2006 Sonderertrag Die Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes wird bei der RWE AG in diesem Jahr zu einem Sonderertrag von rund 600 Mio EUR führen. Dies bestätigte Konzernsprecher Volker Heck Dow Jones Newswires. RWE werde diesen einmaligen Ertrag in der Bilanz des Geschäftsjahres 2006 aktivieren, sagte er. Damit werde das Nettoergebnis entsprechend steigen. RWE hatte bereits im Geschäftsabschluss 2005 ein Guthaben aus zu viel gezahlter Körperschaftssteuer von 740 Mio EUR errechnet. Nach dem neuen Gesetz kann das Unternehmen die Auszahlung des Guthabens in zehn gleichen Jahresbeträgen von 2008 bis 2017 einleiten. Abgezinst ergebe sich durch die Aktivierung in der Bilanz der Sonderertrag von 600 Mio EUR, erläuterte Heck. mobilcom schließt Vergleich mit weiterem Fusionsgegner Das Telekommunikationsunternehmen mobilcom hat im langen Ringen um die Fusion mit der Internettochter freenet einen weiteren Vergleich geschlossen und jetzt nur noch mit einer einzige Klage zu tun. mobilcom teilte mit, nunmehr habe man sich mit 23 der ursprünglich 24 Fusionsgegner verständigt und bestätigte damit Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Auch mit dem verbliebenen Kläger sei man um eine außergerichtliche Einigung bemüht. Der Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr sagte Dow Jones, er sei optimistisch, dass es dazu kommen werde. Dogan Yayin übermittelt Gebot für ProSiebenSat.1 Die Dogan Yayin Holding hat nach eigenen Angaben ein Gebot für eine 50,5-prozentige Beteiligung bei der ProSiebenSat.1 Media AG abgegeben. In einer Mitteilung an die Börse vom Montag heißt es, die Offerte sei an die mit dem Verkauf betrauten Banken JP Morgan und Morgan Stanley übermittelt worden. Angaben zu den finanziellen Details des Angebotes machte die größte Mediengruppe der Türkei nicht. An Dogan ist die Axel Springer AG beteiligt. Der deutsche Medienkonzern war mit einem eigenen Übernahmeversuch für ProSieben an Kartellbedenken gescheitert. Siemens/Kleinfeld erwartet wg Skandal keine Folge für Aufträge Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Klaus Kleinfeld, hat die Gefahr des Verlusts von Aufträgen aufgrund des Bestechungsskandals heruntergespielt. Mit Blick auf die bisher vorliegenden Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verwies der Manager darauf, dass der Technologiekonzern in vielen Regionen expandiert und mehr Aufträge erhalten habe. Thomas Cook wird eingeschlagenen Weg fortsetzen - Kreise Bei der Thomas Cook AG bahnt sich ein Wechsel im Vorstand an. Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop werde sein Amt in den nächsten Tagen nieder legen, erfuhr Dow Jones Newswires von einer dem Unternehmen nahe stehenden Person. Trotz des bevorstehenden Wechsels im Vorstandsvorsitz werde der Reisekonzern seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen. Beim Ausbau der Wachstumssegmente solle weiterhin das traditionelle Kerngeschäft Pauschalreise verteidigt werden, hieß es weiter. Der bevorstehende Wechsel hat nach weiteren Angaben aus den unternehmensnahen Kreisen keine Auswirkungen auf die Verhandlungen zwischen der KarstadtQuelle AG und der Deutschen Lufthansa AG über eine Veränderung der Thomas-Cook-Aktionärsstruktur. Talanx hält nach weiteren Übernahme-Kandidaten Ausschau Der Versicherungskonzern Talanx will nach der Übernahme der Gerling Versicherungen durch weitere Zukäufe in Europa wachsen und zieht zur Finanzierung der Akquisitionen nach wie vor einen Börsengang in Betracht. "Wir wollen nach wie vor hin zu weniger volatilen Bereichen wie Leben und dem Privatkundengeschäft", sagte der seit Sommer amtierende Vorstandsvorsitzende Herbert Haas in Hannover. Talanx sei durch die Gerling-Akquisition "noch Deutschlandlastiger" geworden. Goldman übertrifft im Schlussquartal die Erwartungen deutlich Die Goldman Sachs Group Inc hat ihren Nettogewinn im vierten Quartal 2005/06 nahezu verdoppelt und die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Wie die US-Investmentbank am Dienstag mitteilte, legte das Nettoergebnis um 93% auf 3,15 Mrd USD zu. Je Aktie entspreche das einem Gewinn von 6,59 USD. Angetrieben wurde das Ergebniswachstum von einem ebenfalls kräftigen Zuwachs der Nettoeinnahmen um 47% auf 9,4 Mrd USD. Hier hätten sich die jüngste Entwicklung an den Finanzmärkten, hohe Beratungsgebühren und große Zuwächse beim Eigenhandel positiv ausgewirkt, erklärte Goldman. Hewlett-Packard stellt weitere Sparmaßnahmen in Aussicht Der CEO der Hewlett-Packard Co, Mark Hurd, hat weitere Sparmaßnahmen für seinen Konzern in Aussicht gestellt. Zudem präzisierte der Drucker- und Computerhersteller seinen Ausblick zum mittelfristigen Umsatz und Ergebnis. Wie CEO Hurd auf einem Analystentreffen des Unternehmens in New York am Dienstag sagte, ist der Umbau des Konzern noch nicht abgeschlossen. Im Unternehmen gebe es noch weitere Möglichkeiten Kosten einzusparen. Hewlett-Packard werde künftig vornehmlich "gezielte" Zukäufe tätigen. Größere Transaktionen wie der im Juli angekündigte Kauf des Softwareherstellers Mercury Interactive für 4,5 Mrd USD seien dabei eher unwahrscheinlich. Investitionen werde das Unternehmen auch beim Ausbau seiner Vertriebsmannschaft vornehmen. DJG/abe

12.12.2006 - 17:26:51 DEVISEN/Euro vor US-Zinsentscheid zum Dollar wenig verändert FRANKFURT (Dow Jones)--Im Vorfeld der US-Zinsentscheidung tendiert das Währungspaar Euro/Dollar am Dienstag wenig verändert. Ein Zinsschritt werde nicht erwartet, heißt es im Devisenhandel. Stattdessen stehen die Äußerungen von Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und dem Zustand der US-Wirtschaft weiter im Vordergrund. Die Devisenstrategen von Commerzbank Corporates & Markets erwarten, dass der Dollar vom Fed-Statement profitieren wird, falls der Begleitkommentar weniger pessimistisch gehalten sei, als das die letzten Daten andeuteten. Der Yen reduziert sich indes weiter auf seinem niedrigeren Niveau gegenüber dem Dollar. Technische Analysten rechnen nun mit einem Ausbruch aus der bisherigen Seitwärtskonsolidierung. Aufgrund der Kursdynamik sei ein Fall bis jenseits der 118er-Marke möglich. Auslöser waren geringer gewordene Erwartungen einer Leitzinserhöhung durch die Bank of Japan im Dezember. Die Anleger warten nun mit Spannung auf den Tankan-Bericht am Freitag. Sollte dieser schwach ausfallen, würde damit die Zinserhöhungsfantasie vollkommen aus dem Markt entweichen. Die Folge dürfte eine sich ausbauende Schwäche des Yen gegen Dollar und Euro sein. Die Feinunze Gold notierte zum Nachmittags-Fixing in London bei 628 USD nach einem Vormittags-Fixing von 629,50 USD an gleicher Stelle. === Europa Europa Europa (17.15) (11.55) (8.06) EUR/USD 1,3242 1,3239 1,3250 USD/JPY 116,93 116,93 116,91 EUR/JPY 155,01 154,79 154,91 EUR/GBP 0,6731 0,6751 0,6757 EUR/CHF 1,5270 1,5926 1,5921 === DJG/thl/rso

12.12.2006 - 17:07:49 Lanxess baut den Konzernvorstand um (zwei) Der Lanxess-Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Stomberg erklärte, Lanxess sei in den vergangenen beiden Jahren zu einem "neuen und angesehenen Global Player" der chemischen Industrie geworden. Das Unternehmen steht nun vor neuen Herausforderungen. Nach dem Turn-around und dem schnellen Erreichen der Gewinnschwelle wollen Lanxess "an der Konsolidierung der Industrie aktiv gestaltend teilnehmen". Die neue Zusammensetzung der Konzernführung setze Lanxess in die Lage, auch diese Herausforderungen erfolgreich zu bestehen. Im Zentrum stünden dabei weitere Produktivitätssteigerungen, Internationalität und profitables Wachstum. Der 49-jährige van Roessel, der ab dem 1. Januar neu im Vorstand vertreten ist, verfüge über zwei Jahrzehnte internationale Management-Erfahrung in der chemischen Industrie, heißt es in der Mitteilung von Lanxess weiter. Van Roessel leitet derzeit die Business Unit Rubber Chemicals und ist Sprecher von Lanxess Belgien. Webseite: http://www.lanxess.de/ DJG/rib

12.12.2006 - 17:01:22 EU-Verfahren gegen Berlin wegen fehlender Klimaschutzangaben BRÜSSEL (Dow Jones)--Gegen Deutschland und sechs andere Staaten sind EU-Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet bzw verschärft worden, weil die Regierungen der EU-Kommisson noch nicht alle vorgeschriebenen Informationen über die Reduzierung von Treibhausgasen vorgelegt haben. Die Informationen würden gebraucht, um die Einhaltung der im Kyoto-Protokoll zugesagten Klimaschutzziele zu überwachen, teilte die Kommission am Dienstag mit. Die Staaten hätten die Daten bis zum 15. Januar 2006 übermitteln müssen. Gegen Deutschland, Frankreich, Polen und Slowenien wurden deshalb Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Im Fall von Spanien, Estland und Luxemburg seien bereits laufende Verfahren verschärft worden, teilte die Kommission weiter mit. Österreich, Dänemark, Ungarn und Italien droht laut Kommission eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), wenn sie nicht schleunigst ihre Nationalen Allokationspläne (NAP) für den Kohlendioxid-Emissionshandel in Brüssel vorlegen. Die gegen die vier Staaten laufenden Vertragsverletzungsverfahrens wurden verschärft. Eigentlich hätten die NAP bis zum 30. Juni vorliegen müssen. In den Plänen wird dargelegt, wie die nationalen Kohlendioxid-Emissionsrechte auf die Branchen und Unternehmen verteilt werden sollen, die am EU-Emissionshandelssystem teilnehmen. Ende November hatte die Kommission zehn der bisher für die Handelsperiode von 2008 bis 2012 vorliegenden NAP bewertet. In allen Fällen hatte sie Änderungen verlangt. DJG/frh/hab -0-

12.12.2006 - 16:53:51 Ex-VW-Betriebsrat Volkert legt Geständnis ab und kommt frei BRAUNSCHWEIG (Dow Jones)--Der frühere VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende Klaus Volkert hat ist am Dienstag ein Geständnis abgelegt und ist wieder auf freiem Fuß. Volkert habe "in nicht öffentlicher Sitzung ein glaubhaftes richterliches Geständnis abgelegt (...), mit dem er die ihm vorgeworfenen Taten weitgehend eingeräumt hat", teilte das Landgericht Braunschweig mit. Daher sei der Haftgrund der Verdunklungsgefahr nicht mehr gegeben. Eine Anklage liege aber noch nicht vor. Volkert war Mitte November im Zusammenhang mit der so genannten "VW-Affäre" auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig in Untersuchungshaft genommen worden. Der Haftbefehl hatte sich auch auf den dringenden Tatverdacht einer Anstiftung zur Untreue gestützt in 33 Fällen. Ab Mitte Januar muss sich der ehemalige VW-Personalvorstand Peter Hartz vor dem Landgericht Braunschweig wegen Untreue und Begünstigung verantworten. Hartz wird Untreue in 44 Fällen vorgeworfen. Im Zentrum der Vorwürfe stehen Bonuszahlungen an Volkert. Dieser soll von 1994 bis 2005 neben seinem Gehalt von Hartz bewilligte Sonderzahlungen von insgesamt 1,95 Mio EUR erhalten haben, ohne das dies bei VW offen gelegt wurde. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde Volkert das Geld allein im Hinblick auf seine Position als mächtigster VW-Betriebsrat gewährt. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de/ -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3115, michael.brendel@dowjones.com DJG/mbr/rio

12.12.2006 - 16:51:04 Lanxess baut den Konzernvorstand um DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Lanxess AG baut ihren Konzernvorstand um und beruft ein neues Mitglied in die Führungsmannschaft. Der Leverkusener Chemiekonzern teilte am Dienstag mit, der Aufsichtsrat habe den Vorstandsvorsitzenden Axel Heitmann, dessen Vertrag im Frühjahr 2008 ausläuft, mit Wirkung ab dem 1. Juli 2007 für fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Ebenso ab dem 1. Juli 2007 und für fünf Jahre wird der Vertrag des für Finanzen zuständigen Vorstandsmitglieds Matthias Zachert verlängert. Als neues Vorstandsmitglied beruft Lanxess den Niederländer Rainier van Roessel. Er übernimmt ab Januar 2007 die Verantwortung im Vorstand für drei Business Units aus dem Bereich Performance Chemicals. Darüber hinaus ist er für alle Landesorganisationen der Lanxess verantwortlich. Zusätzlich leite er auch die Konzernfunktionen IT, Logistics and Supply Chain und Einkauf sowie wichtige Konzerninitiativen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Vorstandsmitglieder Martin Wienkenhöver und Ulrich Koemm setzen ihre Tätigkeit im Rahmen der im Frühjahr 2008 auslaufenden Mandate fort. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass diese Vorstandsmitglieder anschließend ausscheiden. Mittelfristig sei angesichts der wachsenden Herausforderungen aber ein Ausbau des Vorstands von dann drei auf wieder vier Mitglieder nicht ausgeschlossen. Webseite: http://www.lanxess.de DJG/rib/rio

12.12.2006 - 16:41:13 RWE am Bau eines 650-MW-Kraftwerks in Polen interessiert WARSCHAU/DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die RWE AG ist am Bau eines neuen Kraftwerks mit einer Leistung von bis zu 650 Megawatt (MW) in Polen interessiert. Ein Sprecher der Erzeugungstochter RWE Power bestätigte am Dienstag, dass der Konzern zu den 19 potenziellen Investoren gehört, die bei dem geplanten Kraftwerksprojekt des zweitgrößten polnischen Stromerzeugers PKE bereits Informationen eingeholt haben. Bis Ende Dezember müsse RWE nun entscheiden, ob und in welchem Umfang sich der Konzern bei dem Projekt engagieren wolle, sagte der Sprecher. Die Poludniowy Koncern Energetyczny (PKE) will mit der neuen Anlage, die 2012 ans Netz gehen soll, 40 Jahre alte Kohlekraftwerksblöcke mit einer Leistung von insgesamt 358 MW ersetzen. Ein PKE-Sprecher sagte am Dienstag, ein Investor für das neue Kraftwerk solle bis Mitte 2007 feststehen. Mögliche Bieter gab das Unternehmen nicht bekannt. In der polnischen Presse waren neben RWE auch die Energiekonzerne CEZ, Electricite de France und Electrabel als Interessenten genannt worden. Webseite: http://www.rwe.de/ -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/rio

12.12.2006 - 16:36:07 Wall Street im Verlauf knapp behauptet NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street tendiert im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank im Verlauf etwas leichter. Belastend wirkten sich nach Aussage aus dem Handel die schwachen Ausblicke von Texas Instruments und Best Buy aus. Das unterhalb der Erwartung ausgefallenen Handelsbilanzdefizit habe dagegen keinen Impuls für den Aktienmarkt geliefert. Das Handelsbilanzdefizit hat im Oktober nach vorläufigen Berechnungen 58,87 Mrd USD betragen und damit den stärksten monatlichen Rückgang seit nahezu fünf Jahren verzeichnet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 63,00 Mrd USD gerechnet. Der Dow-Jones-Index verliert gegen 16.25 Uhr MEZ 8 Punkte auf 12.320. Der Nasdaq-Composite sinkt 7 Punkte auf 2.435, der S&P-500 gibt um einen auf 1.412 Punkte nach. Der Handel verläuft im Vorfeld der Zinsentscheidung des Offenmarktausschusses der Fed in ruhigen Bahnen. Mit einem Zinsschritt rechnet am Markt niemand, so ein Marktteilnehmer. Besondere Aufmerksamkeit dürfte einmal mehr dem Begleitkommentar gewidmet werden. Marktteilnehmer gehen allerdings nicht davon aus, dass zu diesem frühen Zeitpunkt ein Zeitfenster für einen Zinsschritt nach unten abgegeben wird. Dagegen dürften die Aufwärtsrisiken für die Inflation erneut betont werden. Texas Instruments notieren mit 29,28 USD leicht im Minus, nachdem das Unternehmen am Montagabend die Prognosen für das vierte Quartal nach unten korrigiert hat. Aus dem fortgeführtem Geschäft wird nun ein Gewinn je Aktie von 0,37 bis 0,40 USD erwartet, nachdem zuvor noch eine Spanne von 0,40 bis 0,46 USD genannt worden war. Der größte Konsum-Elektronik-Händler Best Buy hat im 3. Quartal einen Gewinn von 0,31 USD verdient, Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 0,35 USD gerechnet. Der steigende Wettbewerb soll nach Aussage des Unternehmens für den starken Margenschwund verantwortlich sein. Die Aktie verliert 4,5% auf 51,47 USD. Citigroup geben um 1,3% auf 52,19 USD nach, nachdem die Bank Robert Druskin - bislang für das Investmentbanking-Geschäft zuständig - zum neuen Chief Operating Officer ernannt wurde. Druskins Aufgabe wird sein, auf der Kostenseite nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Zudem hatte sich in den vergangenen Monaten das operative Geschäft nicht so entwickelt, wie von Investoren gewünscht, heißt es DJG/thl/rso

12.12.2006 - 16:34:49 Deutsche Post legt nationales Paket- und ... (zwei) Zu den Gemeinsamkeiten der Bereiche gehörten etwa die weit verbreitete Verbundzustellung außerhalb von Innenstädten oder der gemeinsame Vertriebspunkt Filiale, teilte die Post weiter mit. Von der Veränderung nicht betroffen sei der Dokumenten- und Express-Versand, der im Unternehmensbereich Express bleibe. Die Brief-Sparte werde mit den hinzukommenden rund 2,6 Mrd EUR Umsatz auf ein Gesamtvolumen von etwa 15,5 Mrd Stück kommen. DJG/stm/rio

12.12.2006 - 16:33:22 Deutsche Post legt nationales Paket- und Briefgeschäft zusammen DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG will ihr Paket und Briefgeschäft in Deutschland zusammenlegen. Darauf habe man sich mit der Gewerkschaft ver.di verständigt, teilte der Bonner Konzern am Dienstag mit. Demnach soll ab Januar der Paketbereich aus der Express-Division in den Unternehmensbereich Brief verlagert werden. Dadurch seien erhebliche Kostenvorteile sowie Verbesserungen der Servicequalität und der inneren Abläufe möglich. Die Entscheidung muss noch von den Gremien der Post gebilligt werden. Webseite: http://www.deutschepost.de/ DJG/stm/rio

12.12.2006 - 16:21:01 Vermögensverwalter MEAG erwartet Gewinne in China FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vermögensverwalter MEAG der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG erwartet in den nächsten vier Jahren deutliche Gewinne aus seiner kürzlich erworbenen Beteiligung von 19% am chinesischen Vermögensverwalter PICC Asset Management Company Ltd (PAMC). "Wir rechnen bis 2010 mit einer zweistelligen Rendite auf das eingesetzte Kapital", sagte Robert Helm, Geschäftsführer für das institutionelle Geschäft mit Wertpapieren der Munich Ergo Asset Management GmbH (MEAG) am Dienstag in Frankfurt. Insgesamt sei angestrebt, das verwaltete Vermögen und die damit erzielten Einnahmen bis 2010 zu verdreifachen und den Gesamtgewinn aus diesem Investment in dieser Zeitspanne zu verfünffachen, sagte Helm. Bis zum Jahr 2010 soll das verwaltete Vermögen auf deutlich über 10 Mrd EUR anwachsen. Derzeit hat PAMC nach Unternehmensangaben für 3,8 Mrd EUR Assets under Management und ist damit der fünftgrößte Vermögensverwalter Chinas. PAMC ist die 2003 gegründete Fondstochter des chinesischen Versicherungskonzerns Peoples Insurance Company of China (PICC). Die MEAG hatte den Anteilserwerb im Juli dieses Jahres angekündigt. Nunmehr habe die chinesische Versicherungsaufsicht CIRC die Beteiligung genehmigt, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Die Investition der MEAG lag den eigenen Angaben zufolge bei rund 25 Mio EUR. Webseite: http://www.meag.com -Von Ulrike Dauer und Rolf Neumann, Dow Jones Newswires; +49 (0)89 - 5521 4031, rolf.neumann@dowjones.com DJG/uxd/rne/rio

12.12.2006 - 16:13:18 Airbus: A380 erhält von Behörden Betriebsgenehmigung (zwei) Die erste A380 wird den weiteren Angaben zufolge nach aktueller Planung im Oktober 2007 an den Erstbetreiber Singapore Airlines ausgeliefert. "Das doppelte Zulassungssiegel markiert einen entscheidenden Meilenstein im A380-Programm", erklärte Airbus-CEO Louis Gallois. Die Zulassung durch die beiden internationalen Luftfahrtaufsichtsbehörden folge auf den erfolgreichen Abschluss eines umfassenden Programms. Die A380 sei das erste Flugzeug, bei dem Zulassungsnormen des 21. Jahrhunderts Anwendung gefunden hätten. Die A380-800 sei für die Beförderung von durchschnittlich 555 Passagieren in drei Klassen über Entfernungen von bis zu 15.000 km ausgelegt. Airbus habe für die A380 bisher 166 Bestellungen und Kaufverpflichtungen von 15 Kunden entgegengenommen. Webseite: http://www.airbus.com/ -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib -0-

12.12.2006 - 16:12:28 TAGESVORSCHAU/13. Dezember 2006 - vorläufige Fassung === 00:50 JP/Leistungsbilanz Oktober 05:30 JP/Industrieproduktion Oktober (revidiert) ***07:00 DE/Fraport AG, Verkehrszahlen November, Frankfurt ***08:00 DE/Destatis, Verbraucherpreise November (endgültig) PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+1,5% gg Vj vorläufig: -0,1% gg Vm/+1,5% gg Vj zuvor: +0,1% gg Vm/+1,1% gg Vj 08:00 DE/BNP Paribas SA, PG zum Thema: "Global Market Outlook & Strategies for 2007", Frankfurt (A) ***08:45 FR/Verbraucherpreise November PROGNOSE: 0,0% gg Vm/+1,3% gg Vj zuvor: -0,2% gg Vm/+1,1% gg Vj 10:00 DE/BITKOM - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, Telefon-PK zu den Ergebnissen der Studie "Zukunft digitale Wirtschaft", Berlin (A) 10:00 FR/Internationale Energie-Agentur (IEA), Monatsbericht zum Ölmarkt, Paris ***10:30 GB/Arbeitsmarktdaten November Arbeitslosengeldbezieher PROGNOSE: +4.000 gg Vm zuvor: +1.200 gg Vm Arbeitslosenquote PROGNOSE: 3,0% zuvor: 3,0% ***11:00 DE/Wincor Nixdorf AG, BI-PK, Düsseldorf 12:30 DE/Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Vortrag von Präsident Franz zum Thema: "Das neue Jahresgutachten 2006/07 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung", Berlin (A) ***14:30 US/Einzelhandelsumsatz November PROGNOSE: +0,2% gg Vm zuvor: -0,4% gg Vm Einzelhandelsumsatz ex Kfz PROGNOSE: +0,3% gg Vm zuvor: -0,4% gg Vm ***16:00 US/Lagerbestände Oktober PROGNOSE: +0,4% gg Vm zuvor: +0,4% gg Vm ***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche) PROGNOSE: -1,3 Mio Barrel zuvor: -1,1 Mio Barrel ***19:00 US/Treasury, Auktion zehnjähriger Notes 19:00 DE/Wirtschaftsforum Hamburg e.V., Vortrag von Bundesbankpräsident Weber zum Thema: "Europäische Geldpolitik: Grundzüge und aktuelle Herausforderungen", Hamburg (A) Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten: *** - DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH, Neuemission zweijährige Bundesschatzanweisung über 7 Mrd EUR - DE/Bundeswirtschaftsminister Glos, Treffen mit den Vorstandsvorsitzenden von E.ON Energy, RWE Power, Vattenfall Europe und EnBW, Thema u.a. Pläne des Bundeswirtschaftsministers für eine stärkere Kontrolle der Stompreise, Berlin (A) - DE/RWE AG, AR-Sitzung zu Vorstandspersonalien, Essen - DE/Deutsche Lufthansa AG und Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Auftakt der Tarifverhandlungen für die rund 42.000 Boden- und Kabinenbeschäftigten, Frankfurt (A) - DE/Ministerpräsidenten der Länder, Konferenz, Thema u.a. Entscheidung über neuen Lotterie-Staatsvertrag, Berlin - DE/Club der Wirtschaftspresse, Vortrag von Tellings, Vorstandsvorsitzender der ING DiBa AG, (Veranstaltung vom Vortag), München *** - EU/Europäisches Parlament, 2. Lesung der Chemikalienverordnung Reach, Straßburg *** - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme der Altana Pharma AG durch Nycomed Group, Brüssel - EU/Europäisches Parlament, 1. Lesung Euro-5-Norm für neue Pkw-Abgasgrenzwerte ab 2009, Straßburg - Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten, sofern nicht anders gekennzeichnet - (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig - *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung - Uhrzeiten in MEZ - Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit === DJG/gla -0-

12.12.2006 - 16:11:31 EU fordert erneut mehr Reformtempo zur Wachstumsförderung BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, den wirtschaftlichen Aufschwung zu nutzen, um ihre Reformen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung zu beschleunigen. In der am Dienstag verabschiedeten Bewertung der nationalen Reformprogramme stellt die Kommission mangelnden Wettbewerb in vielen Märkten fest, insbesondere in den Netzwerkindustrien wie der Energieversorgung, der einer Wachstumssteigerung weiterhin im Wege stehe. Auch seien die Staaten zu zögerlich, das Problem der unflexiblen Arbeitsmärkte sowie den Zerfall der Beschäftigten in Vollzeitkräfte und Arbeitskräfte mit Zeitverträgen anzugehen. Zur Förderung von Forschung und Entwicklung sei ein "mehr strategischer Ansatz" notwendig. In dem Bericht, mit dem sich die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem traditionell wirtschaftspolitischen Themen gewidmeten Frühjahrsgipfel im März beschäftigen wollen, wird jeder der 25 Mitgliedstaaten im Einzelnen analysiert. Das deutsche Reformprogramm wird im Großen und Ganzen recht positiv beurteilt. Besonders günstig entwickle sich das Umfeld für unternehmerische Tätigkeiten aufgrund einer verbesserten Regulierung, heißt es. Bedenken äußerte die Kommission in drei Bereichen: die fehlende Regulierung für einen Zugang zu den Breitband-Märkten, die Wiedereingliederung wenig qualifizierter Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt sowie die unzureichende Kinderbetreuung. Ferner seien Kosten und Zeitplan bei der Umsetzung der Gesundheitsreform "nicht ausreichend klar". Insgesamt werde die wirtschaftliche Entwicklung Deutschland durch ein hohes Maß an strukturell bedingter Arbeitslosigkeit und einem schleppenden Anstieg der Produktivität gebremst, heißt es weiter. "Um Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sicherzustellen, steht die Wirtschaftspolitik vor der Aufgabe, diese strukturellen Engpässe anzugehen während sie gleichzeitig die öffentlichen Finanzen langfristig konsolidieren muss", stellt die Kommission fest. DJG/ang/dmt/hab -0-

12.12.2006 - 16:11:27 Länderintervention zur Änderung von Telekom-Gesetz folgenlos Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Eine Intervention zweier Bundesländer zur Änderung des umstrittenen neuen Telekom-Gesetzes in letzter Minute bleibt aller Voraussicht nach folgenlos. Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates gab einem entsprechenden Antrag von Hamburg und Niedersachsen nicht statt, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Tagesordnung für die Sitzung der Länderkammer am Freitag hervorgeht. Darin empfiehlt der Ausschuss dem Gremium, der bereits vom Bundestag verabschiedeten Gesetzesvorlage unverändert zuzustimmen. Die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG, die in Folge des Gesetzes eine Wettbewerbsverzerrung auf dem Breitbandmarkt befürchten, hatten an den Schritt der beiden Bundesländer große Hoffnungen geknüft. Der Wirtschaftsausschuss spricht sich lediglich für eine kritische "begleitende Entschließung" aus, die den Bedenken von Niedersachsen und Hamburg Rechnung tragen würde. Diese hätte auf das Gesetz selbst jedoch keine Auswirkung. In der Entschließung soll unter anderem bemängelt werden, dass die Gesetzesänderung eine "wettbewerbsbehindende Rückkehr zu alten Monopolsituationen ermögliche" und einige Regelungen nicht mit dem europäischen Recht in Einklang stünden. In der Vorlage geht es um Voraussetzungen, unter denen die Telekom eine Regulierungsfreistellung für ihr teures neues VDSL-Hochgeschindigkeitsnetz erreichen kann. Die Wettbewerber des Bonner Konzerns reagierten enttäuscht. "Rückblickend war die vielversprechende Intervention von Niedersachsen und Hamburg lediglich ein Sturm im Wasserglas", sagte der Sprecher des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko), Thomas Werz, der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Als einzige Hoffnung bleibe nur die spätere Auslegung des Gesetzes durch die Bundesnetzagentur. Die Verabschiedung der Vorlage könnte sich jedoch aus einem anderen Grund verzögern. Der Rechtsausschuss des Bundesrates empfiehlt, eine Bestimmung zur Entschädigung von Telekommunikationsanbietern für behördlicherseits angeordnete Überwachungsmaßnahmen vor den Vermittlungsausschuss zu bringen. Sollte es dazu kommen, könnte die komplette Novellierung des Telekommunikationsgesetzes frühestens auf der nächsten Bundesratssitzung am 16. Februar 2007 abgeschlossen werden. Webseite: http://bundesrat.de/ -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

12.12.2006 - 16:05:31 Airbus: A380 erhält von Behörden Betriebsgenehmigung TOULOSE (Dow Jones)--Das Großraumflugzeug A380 der EADS-Tochter Airbus hat am Dienstag wie erwartet seine Betriebsgenehmigung erhalten. Die sogenannte Musterzulassung sei gemeinsam durch die europäische Flugsicherheitsagentur EASA und die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilt worden, teilte der Flugzeugbauer mit. Das so genannte Type Certificate wurde auf die A380 mit Trent-900-Triebwerken von Rolls-Royce ausgestellt. DJG/kib/rio

12.12.2006 - 15:48:48 EUREX/Renten-Futures vor US-Zinsentscheid abwartend FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert tendieren die Bund-Futures am Dienstagnachmittag. Der März-Kontrakt des Bund-Futures steigt gegen 15.35 Uhr um 3 Ticks auf 118,11%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,19% und das Tagestief bei 117,97%. Umgesetzt wurden bisher rund 575.000 Kontrakte. Der BOBL-Futures verliert 3 Ticks auf 109,82%. Im Blick des Marktes steht die Sitzung der US-Notenbank. Ein Zinsschritt werde nicht erwartet, heißt es. Vor allem die Äußerungen von Ben Bernanke zu den Inflationsgefahren in den USA und dem Zustand der US-Wirtschaft dürften jedoch Beobachtung finden. Technisch sei der Bund um 118,00% in einen interessanten Unterstützungsbereich eingetreten, so ein technisch orientierter Marktteilnehmer. Der kurzfristige Abwärtstrend könne nach mehr als einer Woche durchbrochen werden. Die Abwärtstrendlinie liege bei 118,30%. DJG/mod/thl/rso

12.12.2006 - 15:46:37 Dogan Yayin übermittelt Gebot für ProSiebenSat.1 ISTANBUL (Dow Jones)--Die Dogan Yayin Holding hat nach eigenen Angaben ein Gebot für eine 50,5-prozentige Beteiligung bei der ProSiebenSat.1 Media AG abgegeben. In einer Mitteilung an die Börse vom Montag heißt es, die Offerte sei an die mit dem Verkauf betrauten Banken JP Morgan und Morgan Stanley übermittelt worden. Angaben zu den finanziellen Details des Angebotes machte die größte Mediengruppe der Türkei nicht. An Dogan ist die Axel Springer AG beteiligt. Der deutsche Medienkonzern war mit einem eigenen Übernahmeversuch für ProSieben an Kartellbedenken gescheitert. Ferner sollen es die Finanzkonsortien Goldmann Sachs und Apax sowie KKR und Permira in die letzte Bieterrunde geschafft haben. Die Gebote mussten nach Angaben aus Unternehmenskreisen an diesem Dienstag bis 12.00 Uhr Londoner Zeit eingereicht werden. DJG/DJN/rio/abe

12.12.2006 - 15:40:20 EZB bei EU-Gipfel wohl kein Thema - DE-Regierungskreise BERLIN (Dow Jones)--Die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Überzeugung deutscher Regierungskreise keine Rolle bei den Diskussionen des EU-Gipfels am Donnerstag in Brüssel spielen. "Ich kann mir keinen Anlass vorstellen, bei dem dies beim Europäischen Rat vorgebracht werden sollte", sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter am Dienstag in Berlin. Zwar könnten Regierungschefs natürlich jederzeit alle Themen ansprechen, jedoch sei eine EU-Mehrheit für die zuletzt von Frankreich vorgebrachten Forderungen nach einer stärkeren politischen Kontrolle der EZB nicht zu erwarten. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dafür auch nur annähernd Unterstützung auf europäischer Ebene gibt", sagte der Beamte. Die Haltung der Bundesregierung zur Unabhängigkeit der EBZ sei eindeutig. "Die ist uns heilig", sagte der Beamte. Die Unabhängigkeit der EZB sei auch für die Akzeptanz des Euro in Deutschland "ein ganz wichtiger Bestandteil" gewesen. Im Übrigen sei die Diskussion darüber "kein absolutes Novum", sagte er. "Immer wenn die Zinsen steigen, werden Sie feststellen, dass sich bestimmte Länder äußern." -Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/bep/hab -0-

12.12.2006 - 15:16:12 Conti läutet neue Runde bei Reifen-Preiserhöhung ein Von Michael Brendel Dow Jones Newswires HANNOVER(Dow Jones)--Die Continental AG, Hannover, erhöht derzeit erneut ihre Reifenpreise und versucht damit, die gestiegenen Rohstoffkosten zu kompensieren. In vielen europäischen Märkten werde derzeit das Preisniveau im Ersatzgeschäft angehoben. Die Höhe sei aber von den jeweiligen Märkten und Produktsegmenten abhängig, sagte Unternehmenssprecher Hannes Boekoff am Dienstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Zuvor hatte Conti für den kanadischen Markt eine Preiserhöhung von bis zu 8% zum 1. Januar 2007 angekündigt. "Wir reagieren damit erneut auf die Rohstoffpreisentwicklung im laufenden Jahr", sagte Boekhoff. Der Hannoveraner Automobilzulieferer rechnet 2006 mit zusätzlichen Rohstoffkosten etwa für Öl und Kautschuk von bis zu 300 Mio EUR. "Wir haben aber sehr gute Chancen, unter der Marke zu bleiben", hatte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer allerdings jüngst im Gespräch mit Dow Jones Newswires erklärt. Nach neun Monaten lagen die Rohstoffkosten bereits um 232 Mio EUR über denen des Vorjahres. Webseite: http://www.conti-online.de -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115, michael.brendel@dowjones.com DJG/mbr/rio -0-

12.12.2006 - 15:10:40 EZB: Nettofremdwährungsposition 152,6 (152,4) Mrd EUR FRANKFURT (Dow Jones)--Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung hat sich in der Woche zum 8. Dezember gegenüber der Vorwoche um 0,2 Mrd auf 152,6 Mrd EUR erhöht. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag weiter mitteilte, sanken die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren von Ansässigen in der Eurozone um 0,4 Mrd auf 78,6 Mrd EUR. Der Banknotenumlauf nahm um 8,5 Mrd auf 610,2 Mrd EUR zu. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten stiegen um 29,1 Mrd auf 64,9 Mrd EUR. Der Rückgang um 71 Mio EUR in Gold und Goldforderungen entsprach laut EZB der Veräußerung von Gold durch zwei Zentralbanken des Eurosystems. Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute im Eurogebiet erhöhten sich um 20,7 Mrd auf 448,8 Mrd EUR. Am 6. Dezember wurde ein Hauptrefinanzierungsgeschäft über 308 Mrd EUR fällig, das durch ein neues Geschäft über 329 Mrd EUR abgelöst wurde. Die Inanspruchnahme der Spitzenrefinanzierungsfazilität belief sich auf praktisch null gegenüber 0,2 Mrd EUR in der Vorwoche, jene der Einlagefazilität betrug 0,2 Mrd EUR gegenüber zuletzt praktisch null. Aus sämtlichen Transaktionen fielen sich die Einlagen der Geschäftspartner auf Girokonten beim Eurosystem um 16 Mrd auf 168 Mrd EUR. DJG/ptt -0-

12.12.2006 - 15:03:28 EU durchsucht erneut Büros deutscher Stromkonzerne BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommision hat am Dienstag erneut die Büros mehrerer deutscher Stromkonzerne durchsucht. Hintergrund der Aktion sei der Verdacht auf Verstöße gegen das EU-Wettbewerbsrecht. Kommissionssprecher Jonathan Todd sagte am Dienstag, die Kommission habe Gründe zu glauben, dass die Unternehmen gegen Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Namen der betroffenen Unternehmen nannte der Kommissionssprecher nicht. Die "Berliner Zeitung" berichtete am Dienstag, dass EU-Ermittler im Tagesverlauf in einer koordinierten Aktion mit dem Bundeskartellamt die Zentralen der großen deutschen Stromkonzerne E.ON AG, RWE AG und Energie Baden-Württemberg AG (ENBW) durchsucht haben. Den Zeitungsangaben zufolge gehen die Ermittler wie schon bei einer ersten Durchsuchungsaktion bei den Konzernen E.ON und RWE im Mai dieses Jahres dem Verdacht nach, dass es im Stromsektor zu einem Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung dieser Unternehmen gekommen sein könnte, etwa in Form von Gebiets- oder Preisabsprachen. Ein Sprecher von E.ON Energie bestätigt Dow Jones Newswires am Berichtstag die Durchsuchungen. "Es sind Unternehmen der E.ON-Energie-Gruppe durchsucht worden", so der Sprecher. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet hatte, seien von den Durchsuchungen auch der Kraftwerksbereich und die Netzsparte betroffen. Wegen des laufenden Verfahrens werde sein Unternehmen den Vorgang nicht weiter kommentieren. RWE-Sprecherin Julia Scharlemann sagte Dow Jones Newswires, die Kommission führe derzeit Nachprüfungen bei europäischen Energieunternehmen durch, "so auch bei der RWE". "Wir werden mit den Behörden kooperieren", kündigte sie an. Dass es am Berichtstag Durchsuchungen bei RWE gegeben hat, wollte Scharlemann weder bestätigen noch dementieren. EnBW-Sprecher Dirk Ommeln bestätigte Durchsuchungen in der Netzsparte und der Unternehmenszentrale in Karlsruhe. "Wir sehen die Durchsuchungen gelassen. Wir sind zwar ein grosses Energieunternehmen aber nicht marktdominierend", sagte Ommeln. Webseite: http://ec.europa.eu/index_de.htm http://www.eon.com http://www.rwe.de http://www.enbw.com DJG/DJN/jah/abe/rio

12.12.2006 - 14:59:35 US-Handelsbilanzdefizit sinkt deutlicher ... (zwei) Der Wert der Einfuhr von Ölprodukten zur Energieerzeugung sank gegenüber September auf 22,32 (25,81) Mrd USD. Importe der Kategorie Industrierohstoffe, wie Öl, Chemikalien und Kupfer, reduzierten sich um 5,20 Mrd USD, die Einfuhr von Investitionsgütern sank um 398 Mio USD. Dagegen erhöhten sich die Importe von Nahrungsmitteln um 118 Mio USD und für die Einfuhr von Konsumgütern wurden 238 Mio USD mehr aufgewendet als im Vormonat. Die US-Exporte erhöhten sich im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,2% auf 123,63 (123,35) Mrd USD und stiegen damit zum dritten Mal in Folge. Im bilateralen Handel mit China stieg das Defizit auf 24,37 Mrd USD nach minus 22,96 Mrd USD im September und erreichte einen neuen Rekordbetrag. Gegenüber Japan wurde ein Passivsaldo von 8,25 (6,73) Mrd USD verzeichnet und gegenüber den Ländern der Euroraums ein Minus von 6,99 (5,24) Mrd USD. Im Handel mit Deutschland wurde ein US-Defizit in Höhe von 3,49 (3,11) Mrd USD gemeldet. Geringere Defizite wurden hingegen im Handel mit Kanada (minus 5,40 Mrd USD nach minus 5,68 Mrd USD) und Mexiko (minus 5,18 Mrd USD nach minus 5,84 Mrd USD) verzeichnet. Webseite: www.census.gov DJG/DJN/hab/ptt -0-

12.12.2006 - 14:58:32 Eurex senkt Preise und optimiert Technik für automatischen Handel FRANKFURT (Dow Jones)--Die Terminbörse Eurex wird mit Blick auf eine Steigerung von computergenerierten Wertpapierordern ihre Preise senken und die Technologie optimieren. Das Programm zur Steigerung des Eigenhandels werde zum 1. Februar 2007 eingeführt und beinhalte Volumenrabatte für börsliche Geschäfte in den wesentlichen Eurex-Produktgruppen, teilte die Tochter der Deutschen Börse am Dienstag mit. Mit der Umsetzung der "Technology Roadmap" zur Optimierung ihrer Technik geht die Terminbörse zudem gezielt auf die wachsende Bedeutung des "Algorithmic Trading" im Terminmarkt ein. Beim algorithmischen Handel werden Orders auf Basis vordefinierter quantitativer Modelle, wie technischer Berechnungen, Handels-Mustern und Arbitrage-Strategien, von Computern ohne menschliches Eingreifen aufgegeben. Mit den technischen Neuerungen solle die systemseitigen Voraussetzungen für künftiges Wachstum in diesem Segment geschaffen werden, teilte die Terminbörse mit. Eurex werde den Kunden einen höheren Datendurchsatz und eine Reduktion der System-Antwortzeiten bieten und so die Optimierung der Handelsaktivitäten auf operativer Ebene unterstützen. Bei den Preisen beträgt die Rabattstaffel den weiteren Angaben zufolge 10%, 20% und 30%, abhängig von spezifischen Schwellenwerten pro Produktgruppe. Für Kapitalmarkt-Futures etwa gilt den Angaben zufolge zwischen 0,4 Mio und 0,8 Mio gehandelten Kontrakten ein Rabatt von 10%, bis 2,4 Mio Kontrakte ein Nachlass von 20% und darüber hinaus ein Nachlass von 30%. Damit könnten Eigenhandelskunden zusätzliche Kontraktvolumina bis zu 30% günstiger handeln und abwickeln als bisher. Im Falle des von Kunden weltweit gehandelten Bund-Future-Kontrakts zum Beispiel bedeute dies in der höchsten Rabattstaffel eine Reduzierung von 0,20 EUR auf bis zu 0,14 EUR pro Kontrakt. Zeitgleich senkt Eurex für schweizerische und U.S.-amerikanische Aktienoptionen die Preise auf 0,20 EUR beziehungsweise 0,30 CHF. Zudem würden bei den Kapitalmarktprodukten alle Futures und Optionen auf dem Preisniveau von 0,20 EUR bzw 0,30 CHF harmonisiert. Auch würden die Gebühren für CONF-Future, Eonia-Future sowie Futures und Optionen auf den 3-Monats-Euribor gesenkt. Webseite: http:/www.deutsche-boerse.com/ DJG/sms/rio

12.12.2006 - 14:47:32 US-Anleihen starten knapp behauptet NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Anleihen sind am Dienstag knapp behauptet in den Handel in New York gestartet. Gegen 14.38 Uhr MEZ sinken zehnjährige Titel mit einem Kupon von 4,625% um 2/32 auf 100-24/32 und rentieren mit 4,53%. Der mit 4,50% verzinste Longbond büßt 4/32 auf 97-27/32 und rentiert mit 4,63%. DJG/rso

12.12.2006 - 14:41:36 US-Handelsbilanzdefizit sinkt deutlicher als erwartet WASHINGTON (Dow Jones)--Das Handelsbilanzdefizit der USA hat im Oktober nach vorläufigen Berechnungen 58,87 Mrd USD betragen und damit den stärksten monatlichen Rückgang seit nahezu fünf Jahren verzeichnet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 63,00 Mrd USD gerechnet. Wie das US-Handelsministerium am Dienstag weiter berichtet, betrug das Defizit im Vormonat revidiert 64,26 Mrd USD, nachdem vorläufig ein Minus von 64,30 Mrd USD genannt worden war. Die Importe sanken gegenüber dem Vormonat um 2,7% auf 182,49 (187,61) Mrd USD, wobei sich das Volumen der Öleinfuhren auf 311,76 (316,59) Mio Barrel reduzierte und der durchschnittliche Ölpreis um 7,05 USD je Barrel auf 55,47 USD fiel. Damit verringerte sich der Wert der Öleinfuhren auf 17,29 (19,79) Mrd USD. DJG/DJN/hab/ptt -0-

12.12.2006 - 14:10:44 RWE verbucht wegen Körperschaftssteuergesetz 2006 Sonderertrag DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Neufassung des Körperschaftssteuergesetzes wird bei der RWE AG in diesem Jahr zu einem Sonderertrag von rund 600 Mio EUR führen. Dies bestätigte Konzernsprecher Volker Heck am Dienstag Dow Jones Newswires. RWE werde diesen einmaligen Ertrag in der Bilanz des Geschäftsjahres 2006 aktivieren, sagte er. Damit werde das Nettoergebnis entsprechend steigen. RWE hatte bereits im Geschäftsabschluss 2005 ein Guthaben aus zuviel gezahlter Körperschaftssteuer von 740 Mio EUR errechnet. Nach dem neuen Gesetz kann das Unternehmen die Auszahlung des Guthabens in zehn gleichen Jahresbeträgen von 2008 bis 2017 einleiten. Abgezinst ergebe sich durch die Aktivierung in der Bilanz der Sonderertrag von 600 Mio EUR, erläuterte Heck. Der Sprecher verwies zugleich aber darauf, dass sich das außerordentliche Ergebnis auf Grund der geänderten Körperschaftssteuer nicht auf die Höhe der Dividendenzahlungen bis 2008 auswirken wird. Das neue Gesetz ziehe lediglich einen geänderten Ausweis bereits bestehender Steuerguthaben nach sich, sagte er. Für die Dividendenzahlung berücksichtige RWE zudem nur die Entwicklung des "nachhaltigen Nettoergebnisses" und erfasse damit keine Sondererträge. Webseite: http://www.rwe.com/ -Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/rio

12.12.2006 - 13:48:09 Merkel-Rede zum Briefmarkt beunruhigt Post-Unternehmen Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die neuen Postdienstleister in Deutschland befürchten wegen Widerstands bei den europäischen Nachbarn eine Aufweichung der bisherigen deutschen Haltung zur Öffnung des hiesigen Briefmarktes. Entsprechende Äußerungen von Angela Merkel würden mit Sorge zur Kenntnis genommen, heißt es in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin, in das die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires Einblick hatte. Der Brief stammt von dem Aktionsforum "Mehr Farbe im Postmarkt", in dem vier nationale Verbände zusammengeschlossen sind. In dem Schreiben heißt es, trotz eines Kabinettsbeschlusses vom Frühjahr habe Merkel kürzlich in einer Rede die zum 1. Januar 2008 vorgesehene vollständige Liberalisierung in Deutschland offen gelassen, falls andere Staaten der Europäischen Union die Öffnung ihrer Märkte verzögerten. Die Bundeskanzlerin hatte auf einem Bankenkongress Mitte November mit Blick auf den Fahrplan zur Abschaffung des deutschen Briefmonopols gesagt, das könne man "alles nur machen, wenn nicht in anderen Ländern gebremst wird und ganz anders verfahren wird, weil sonst für uns Wettbewerbsnachteile entstehen." Die Bundesregierung werde jedoch sehr intensiv dafür eintreten, die europäischen Postmärkte ab 2009 vollständig zu öffnen, fügte Merkel laut dem Dow Jones vorliegenden Redemanuskript hinzu. Einen entsprechenden offiziellen Vorschlag hatte EU-Wettbewerbskommissar Charlie McCreevy im Oktober unterbreitet. Doch dagegen formiert sich in der Gemeinschaft offenbar breiter Widerstand. So erklärte Frankreich nach Medienberichten am Montag in Brüssel, man werde den eigenen Briefmarkt nur dann für den Wettbewerb freigeben, wenn eine ausreichende Finanzierung der Grundversorgung mit Postdiensten garantiert sei. Bei dem Ministertreffen brachten eine Reihe weiterer Länder Bedenken vor. Die alternativen deutschen Anbieter drängen hingegen ebenso wie die Deutsche Post AG auf klare Rahmenbedingungen und einen Gleichklang bei der europäischen Marktöffnung. Sie befürchten andernfalls Wettbewerbsverzerrungen. In dem Brief an Merkel warnt das Aktionsforum, jede Verzögerung der Liberalisierung in Deutschland würde zu wirtschaftlichen Schäden führen und den sehr dynamischen Wirtschaftszweig zurückwerfen. Im Vertrauen auf den Kabinettsbeschluss hätten in den vergangenen Monaten viele Postdienstleister erhebliche Investitionen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen. Merkel solle mit Blick auf den anstehenden deutschen Vorsitz in der Europäischen Union unbeirrt für die nationale Marktöffnung Anfang 2008 und eine EU-weite Liberalisierung im Jahr darauf eintreten. Webseite: http://www.mehr-farbe-im-postmarkt.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213 TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

12.12.2006 - 13:23:32 Siemens/Kleinfeld erwartet wg Skandal keine Folge für Aufträge Von Joon Knapen Dow Jones Newswires MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Klaus Kleinfeld, hat die Gefahr des Verlusts von Aufträgen aufgrund des Bestechungsskandals heruntergespielt. Mit Blick auf die bisher vorliegenden Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres verwies der Manager darauf, dass der Technologiekonzern in vielen Regionen expandiert und mehr Aufträge erhalten habe. Webseite: http://www.siemens.com -Von Joon Knapen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/bam/brb

12.12.2006 - 13:16:14 Thomas Cook wird eingeschlagenen Weg fortsetzen - Kreise (zwei) Der designierte Holtrop-Nachfolger Fontenla-Novoa sitzt bereits seit dem 1. November 2005 im Vorstand von Thomas Cook. Er verantwortet die Aktivitäten in Großbritannien und in Irland. Gleichzeitig ist er CEO von Thomas Cook UK. Holtrop ist seit dem 1. November 2005 Vorstandsvorsitzender der Thomas Cook AG. Er ist zuständig für die Konzernentwicklung, die Konzernsteuerung, die oberen Führungskräfte und die Kommunikation. Thomas Cook gehört laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Times" zu den Bietern für Unternehmensteile der britischen Ferienanbieters First Choice Holidays plc. Der Touristikkonzern soll in den vergangenen Wochen bereits entsprechende Gespräche mit Banken geführt haben. In Kürze werde Thomas Cook Berater bestellen, um dann formal Verhandlungen mit First Choice aufzunehmen, hieß es weiter. Der deutsche Reisekonzern lehnte einen Kommentar dazu ab. Neben Thomas Cook soll dem Bericht zufolge auch die MyTravel Group plc an der Übernahme der Unternehmensteile interessiert sein. First Choice hatte erste Gespräche mit potenziellen Interessenten bestätigt. Die Gesellschaft plant den Verkauf ihres Pauschalurlaubsgeschäfts für 500 Mio GBP. Webseite: http://www.thomascook.de -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/brb -0-

12.12.2006 - 13:14:22 Thomas Cook wird eingeschlagenen Weg fortsetzen - Kreise OBERURSEL (Dow Jones)--Bei der Thomas Cook AG, Oberursel, bahnt sich ein Wechsel im Vorstand an. Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop werde sein Amt in den nächsten Tagen nieder legen, erfuhr Dow Jones Newswires am Dienstag von einer dem Unternehmen nahe stehenden Person. Trotz des bevorstehenden Wechsels im Vorstandsvorsitz werde der Reisekonzern seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen. Beim Ausbau der Wachstumssegmente solle weiterhin das traditionelle Kerngeschäft Pauschalreise verteidigt werden, hieß es weiter. Der bevorstehende Wechsel hat nach weiteren Angaben aus den unternehmensnahen Kreisen keine Auswirkungen auf die Verhandlungen zwischen der KarstadtQuelle AG, Essen, und der Deutschen Lufthansa AG, Frankfurt, über eine Veränderung der Thomas-Cook-Aktionärsstruktur. Beide Unternehmen sind mit jeweils 50% an Deutschlands zweitgrößtem Reiseveranstalter beteiligt. KarstadtQuelle ist an der Übernahme der Lufthansa-Anteile interessiert. Bisher konnten sich die Partner aber noch nicht auf einen Preis und einen Verbleib der Airline Condor einigen. Dennoch wird im Markt eine Entscheidung vor Jahresende erwartet. Lufthansa nahm zu Berichten über einen bevorstehenden Wechsel im Vorstand keine Stellung. Dies werde nicht kommentiert, sagte Sprecher Michael Göntgens. Mit Blick auf die Verhandlungen mit KarstadtQuelle bekräftigte er zuvor gemachte Angaben. Die Verhandlungen würden laufen, sagte er. Zu Inhalten und Zeitplänen würden keine Angaben gemacht. Webseite: http://www.thomascook.de -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/brb -0-

12.12.2006 - 13:12:44 Tarifexperte sieht Trendwende bei Lohnabschlüssen DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Tarifabschlüsse sind in diesem Jahr nach Angaben der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in vielen Branchen erkennbar höher ausgefallen als im Vorjahr. "Insbesondere die Abschlüsse in der Metallindustrie und in der Stahlindustrie signalisieren eine Trendwende", sagte Tarifexperte Reinhard Bispinck vom WSI-Tarifarchiv der Stiftung. Noch wirkten allerdings auch die sehr niedrigen, lang laufenden Abschlüsse aus dem Vorjahr dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Lohnbilanz. Es bleibe schon aus konjunkturpolitischen Gründen zu hoffen, dass der positive Trend im kommenden Jahr anhält. In der Metallindustrie erhalten die Beschäftigten den Angaben zufolge nach einer Pauschalzahlung von 310 EUR seit 1. Juni 2006 eine Tariferhöhung von 3,0% bei einer Laufzeit bis Ende März 2007. In der Stahlindustrie gab es zunächst eine Pauschale von 500 EUR und anschließend greift eine Tarifsteigerung von 3,8% ab 1. Januar 2007. Hinzu kommt eine zusätzliche Einmalzahlung von 750 EUR. Der Vertrag läuft bis zum 31. Januar 2008. Im Bankgewerbe werden nach einer Pauschalzahlung von 100 EUR seit 1. September 2006 ebenfalls 3,0% mehr gezahlt. Im kommenden Jahr gibt es im Dezember eine weitere Tariferhöhung von 1,5% mit einer Laufzeit bis Mitte 2008. In den anderen Branchen reichen die Tariferhöhungen bei unterschiedlichen Laufzeiten von 1,5% in der Papier verarbeitenden Industrie sowie in Teilen des Hotel- und Gaststättengewerbes über 2,5% in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie in der Holz- und Kunststoffindustrie bis zu 3,0% bei der Deutschen Post und der Deutschen Telekom. Vielfach wurden "Nullmonate" vorgeschaltet, für die es teilweise Pauschalzahlungen gab. In manchen Fällen wurden auch bereits Stufenerhöhungen für das kommende Jahr vereinbart. Webseite: http://www.boeckler.de DJG/ddp.djn/apo -0-

12.12.2006 - 12:52:14 Europabörsen treten auf der Stelle - Fed-Sitzung lähmt Die europäischen Aktienmärkte präsentieren sich am Dienstagmittag knapp behauptet. Der Euro-Stoxx-50 verliert gegen 12.30 Uhr MEZ 0,2 Prozent oder 9 auf 4.044 Punkte. Der Stoxx-50 verliert 0,1 Prozent bzw 3 auf 3.647 Zähler. Ein Händler spricht von moderaten Gewinnmitnahmen. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Abend dominiere ein verhaltenes Geschäft. Den Leitzins wird die Federal Reserve Bank wohl unverändert lassen. Besonders die begleitenden Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke werden genau unter die Lupe genommen. Von Interesse könnten ferner die Ausblicke der beiden US-Schwergewichte Exxon Mobil und General Electric auf das kommende Jahr sein, die im Tagesverlauf anstehen. Der Euro-Stoxx-50 sei technisch bei 4.024 Punkten unterstützt. Ein Widerstand liegt beim Jahreshoch von 4.118 Punkten. Der ZEW-Index hat am Vormittag augenscheinlich keinen Einfluss auf die Aktienmärkte ausgeübt. Negative Signale für Stahl- und Rohstoffwerte Der Rohstoffsektor verliert im Schnitt 0,4 Prozent. In Japan sorgten Gewinnmitnahmen in den zuletzt gut gelaufenen Stahlwerten für deutlich nachgebende Kurse und in Australien mussten die meisten Minenbetreiber Federn lassen. Corus werden aber weiter auf dem hohen Niveau vom Vortag gehandelt. Händler rechnen damit, dass der Bieterkampf zwischen Tata Steel und der brasilianischen CSN weitergeht. Sie verweisen auf entsprechende Berichte: Wie die "Hindustan Times" berichtete, will Tata das Gebot für Corus um 5 Prozent bis 8 Prozent erhöhen. Der "Business Standard" verweist auf Quellen, denen zufolge Tata für ein höheres Gebot von 550 p je Corus-Aktie die Unterstützung der Gläubigerbanken erhalten würde. CSN hat für Corus zuletzt das Angebot auf 515 p je Aktie erhöht. Corus notieren mit 527 p nahezu unverändert. Arcelor-Mittal und ThyssenKrupp verlieren jeweils 0,8 Prozent. Gewinnwarnung von Texas Instruments belastet Chip-Branche Die Technologiewerte geben um durchschnittlich 0,1 Prozent nach. Die auf 0,37 bis 0,40 USD je Aktie gesenkte Gewinnprognose von Texas Instruments belastet die europäischen Titel mit Halbleiterbezug. Das Unternehmen rechnet auch Anfang des kommenden Jahres mit einer schwächeren Nachfrage und hat eine weiter reichende Prognose nicht geben wollen. Dies sorge am Markt für Verunsicherung, so ein Händler. STMicroelectronics fallen um 0,8 Prozent auf 13,69 EUR, Infineon geben um 0,1 Prozent auf 10,20 EUR nach und der niederländische Chip-Zulieferer ASM Lithography um 1,3 Prozent auf 18,94 EUR. Philips geben 0,8 Prozent auf 13,70 EUR nach. Einzelhändler überraschend stark - Weihnachten steht vor der Tür Auffällig ist laut Beobachtern die starke Entwicklung der großen europäischen Einzelhänder. "Möglicherweise setzt man auf ein gutes Weihnachtsgeschäft", sagt ein Händler. Metro profitierten wohl weiterhin von einem charttechnischen Ausbruch vom Montag, während ein positiver Kommentar von UBS die Ahold-Aktie stütze. Zu Tesco gebe es die Nachricht, dass das Unternehmen die Beteiligung an einem Joint Venture in China fast verdoppelt habe. Metro steigen um 0,4 Prozent auf 48,85 EUR, Ahold um 2,55 auf 7,71 EUR und Tesco um 1,6 Prozent auf 392 p. DJG/mif/bek/rso

12.12.2006 - 12:39:19 EZB-Rat wird 2007 um slowenischen "Falken" erweitert LJUBLJANA (Dow Jones)--Mit den Beitritt Sloweniens zum europäischen Währungsraum im Januar 2007 gewinnt der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Befürworter für einen harten geldpolitischen Kurs. Wie der Gouverneur der slowenischen Zentralbank, Mitja Gaspari, im Interview mit Dow Jones Newswires sagte, sei es für eine kleine und offene Volkswirtschaft wie Slowenien am vernünftigsten, eine "strikte, transparente und angemessene EZB-Geldpolitik" zu unterstützen. "Entscheidend ist, die Geldpolitik nicht nur als ein Wachstumsinstrument zu begreifen", betonte Gaspari. Slowenien ist das erste ehemals kommunistische Land, das dem Währungsraum beitreten wird. Mit der Einführung des Euro zum 1. Januar 2007 bekommt Slowenien eine eigene Stimme im dann 19-köpfigen EZB-Rat. Gaspari wollte sich im Interview nicht zum geldpolitischen Kurs äußern, der für das kommende Jahr zu erwarten ist. Zinssenkungen seien jedoch "sehr unwahrscheinlich", sagte der Notenbanker. Im jüngsten Bericht der slowenischen Notenbank wurde darauf hingewiesen, dass die Zinsen im Euroraum in den kommenden zwei Jahren auf bis zu 4,50% steigen könnten. Gaspari hat mit einer leicht restriktiven Geldpolitik bereits gute Erfahrungen gemacht: Zu Beginn seiner Amtszeit als Gouverneur der slowenischen Notenbank im Jahr 2001 lag die Jahresteuerung in Slowenien bei 8%. Nicht zuletzt durch die restriktive Geldpolitik seiner Notenbank hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise mittlerweile auf 2,5% vermindert. Der Schlüsselzinssatz in Slowenien lag dabei - bis zur jüngsten Zinserhöhung der EZB auf 3,50% - immer über dem Niveau der EZB; zuletzt belief sich der wichtigste Refinanzierungssatz der slowenischen Notenbank auf 3,75%. Die sechsjährige Amtszeit Gasparis als Gouverneur der slowenischen Notenbank endet im März des kommenden Jahres, allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass Gaspari vom slowenischen Präsidenten Janez Drnovsek für eine weitere Amtszeit bestätigt wird. In den 1990er Jahren war Gaspari Drnovseks Finanzminister in Slowenien. Vorbild des slowenischen Notenbankers ist nach eigener Aussage der US-Makroökonom Stanley Fisher, vormals Spitzenbeamter beim internationalen Währungsfonds und derzeit Gouverneur der israelischen Zentralbank. Gaspari sagte, er habe vor allem Fishers wissenschaftliche Arbeiten über "unorthodoxe Stabilisierungspolitik" bewundert. -Von Christopher Emsden, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 297 25 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/kth/ptt/apo -0-

12.12.2006 - 12:20:04 UPDATE: ZEW-Erwartungen beenden zehnmonatige Talfahrt (NEU: mit Kommentaren von Volkswirten, Finanzmarktreaktionen) FRANKFURT (Dow Jones)--Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Analysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im Dezember überraschend deutlich aufgehellt. Nach der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg der Index der Konjunkturerwartungen auf minus 19,0 Punkte, nachdem das Stimmungsbarometer im November minus 28,5 betragen hatte. Von Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte hatten für Dezember eine Verbesserung des Index auf minus 25,0 Punkte vorhergesagt. Im Januar dieses Jahres hatte der Index mit 71,0 Punkten ein Zweijahreshoch erreicht, war dann aber zehn Monate in Folge gesunken und hatte im November den niedrigsten Stand seit März 1993 erreicht. Der Index für die aktuelle Lage setzte im Dezember seinen Höhenflug fort und stieg mit plus 63,5 Punkten auf ein historisches Hoch, nach plus 53,0 im Vormonat. Die Konjunkturerwartungen für die gesamte Eurozone verbesserten sich auf minus 3,0 (November: minus 11,0) Punkte, der Index für die aktuelle Lage wurde mit plus 56,8 (plus 50,0) angegeben. Als Reaktion auf die guten Daten zog der Euro leicht gegenüber dem US-Dollar an und überwand kurzzeitig wieder die Marke von 1,3250 USD. Der Bund-Future gab zudem etwas kräftiger nach, während die Kurse an den Aktienmärkten zunächst etwas stiegen. Bankvolkswirte bezeichneten den überraschend guten ZEW-Index für Deutschland als "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk". "Der Anstieg des Erwartungsindex deutet auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ab dem zweiten Quartal 2007 hin", sagte Erik Sonntag von ING Financial. Für das erste Quartal wird weithin - wegen der Mehrwertsteuererhöhung - mit einem Wachstumsknick gerechnet. Sonntag sagte zudem, die bessere Stimmung der Analysten sei auch Folge der Annahme, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nicht mehr allzu weit vom Zinsgipfel entfernt sein dürfte. "Womöglich ist die EZB dabei, die Märkte darauf vorzubereiten, dass nach einer weiteren Zinserhöhung auf 3,75% im ersten Quartal 2007 Schluss mit der geldpolitischen Straffung ist", sagte der Volkswirt. Bernd Krampen von der Nord/LB meinte ebenfalls, hinter den ZEW-Erwartungen stehe die Sichtweise, dass die Konjunktur "im Sommer 2007 aus dem Gröbsten heraus sein sollte". Mit Blick auf die Lagebeurteilung sprach Krampen von "Festtagsstimmung". Laut ZEW ist die positive Entwicklung des Deutschland-Indikators darauf zurückzuführen, dass "der aktuelle Wirtschaftsaufschwung an Breite gewinnt und ein stabiles Fundament für das Jahr 2007 bildet". Die Mannheimer Wirtschaftsforscher verwiesen darauf, dass die gegenwärtige Exportentwicklung dynamisch sei, die Auftragslage stabil und die Unternehmen verstärkt in die Erweiterung der Produktionskapazitäten investierten. Zudem würde die zunehmende Entspannung am Arbeitsmarkt das Vertrauen der Verbraucher stärken. "Die Erwartungen haben wohl die Talsohle durchschritten und befinden sich dank robuster Konjunkturperspektiven im Aufwind", kommentierte ZEW-Präsident Wolfgang Franz die Umfrageergebnisse. -Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313, peter.trautmann@dowjones.com DJG/ptt/apo -0-

12.12.2006 - 12:14:04 BASF baut in Minden knapp 130 Vollzeitstellen ab FRANKFURT (Dow Jones)--Die BASF AG, Ludwigshafen, wird am Standort in Minden -wie im August angekündigt - weitere Stellen abbauen. Wie der Chemiekonzern am Dienstag mitteilte, sollen knapp 130 Vollzeitstellen gestrichen werden. Zusätzlich sei eine Ausgliederung von Servicefunktionen an externe Dienstleister vorgesehen, durch die gegebenenfalls weitere knapp 60 Stellen betroffen sind, erläuterte der Chemiekonzern. Hintergrund ist nach Unternehmensangaben die schlechte Ertragssituation am Standort. So habe sich der Wettbewerb bei generischen Pharma-Wirkstoffen deutlich verschärft. Neben einem erhöhten Kostendruck aus Asien sei inzwischen auch ein deutlicher Nachfragerückgang nach wesentlichen am Standort produzierten Wirkstoffen zu verzeichnen, hieß es. Dies hat den Angaben zufolge zu einer nicht mehr tragbaren Ergebnissituation am Standort geführt. Restriktionen bei der Vermarktung von Pseudoephedrin im weltweit größten Markt USA sowie die stark schwankende Nachfrage nach Koffein für den Getränkesektor machten den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen in Minden unmöglich, erläuterte BASF. Eine Beschäftigung im derzeitigen Umfang sei daher nicht mehr möglich. Der Stellenabbau soll im Wesentlichen über betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Betriebsrat und Geschäftsführung der BASF PharmaChemikalien GmbH & CO KG haben sich nach BASF-Angaben auf einen Interessenausgleich und Transfer-Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt. Oberstes Ziel sei dabei, den betroffenen Mitarbeitern neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. Die Personalmaßnahmen sollen bis Juli 2007 abgeschlossen sein. Betroffene Mitarbeiter, die zu einem Wechsel bereit sind, sollen soweit wie möglich auf freie Stellen innerhalb der BASF-Gruppe vermittelt werden. Neben der Zahlung einer Abfindung werde den gekündigten Mitarbeitern auch der Eintritt in eine vom Unternehmen eingerichtete Transfergesellschaft, der S.T.E.P. Personalentwicklungsgesellschaft mbh (STEP), für die Dauer von bis zu acht Monaten angeboten. Am Standort Minden, der hauptsächlich Pharma-Wirkstoffe wie Pseudoephedrin, Theophyllin und Koffein herstellt, gab es zum 30. November 2006 noch 484 Vollzeitstellen. Eine im Oktober 2005 eingeleitete erste Restrukturierung hatte bis Ende 2007 eine Reduzierung auf 455 Vollzeitstellen vorgesehen. Nach der zweiten Restrukturierung wird der Standort nun Ende 2007 noch 265 Vollzeitstellen zählen. Webseite: http://www.basf.de DJG/hoa/brb

12.12.2006 - 11:50:59 HVB verkauft Immobilienkredite über 960 Mio EUR an Goldman Sachs MÜNCHEN (Dow Jones)--Die HypoVereinsbank hat Not leidende Immobilienkredite im Volumen von 960 Mio EUR an die US-Investmentbank Goldman Sachs verkauft. Dies teilte die zur italienischen UniCredit gehörende Münchener Bank am Dienstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Goldman Sachs übernehme im Rahmen der Transaktion Darlehen von mehr als 1.100 HVB-Kunden. "Mit dieser Verkaufstransaktion setzt die HVB ihren Weg des konsequenten Abbaus von Risiken aus Immobilienfinanzierungen fort", sagte HVB-Vorstandsmitglied Andrea Varese. Der erzielte Kaufpreis entspreche den Erwartungen. Knapp 60% der Kredite seien dem Bereich Real-Estate-Restructuring zuzuordnen, wie die Bank weiter mitteilte. Damit sei das Ziel ereicht worden, bis Ende 2006 diese Kredite auf rund 5 Mrd EUR abzubauen. Webseite: http://www.hvb.de DJG/sms/nas

12.12.2006 - 11:47:55 In Brüssel nehmen 700 VW-Beschäftigte Abfindungsangebot an BRÜSSEL/WOLFSBURG (Dow Jones)--Bislang haben 700 Beschäftigte des von einem massiven Stellenabbau bedrohten VW-Werkes in Brüssel ein freiwilliges Abfindungsangebot angenommen. Dies sagte ein VW-Sprecher am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit belgische Presseberichte. Die Beschäftigten erhalten den Angaben zufolge zwischen 25.000 und 144.000 EUR an Abfindungen. Der Konzern plant die Einstellung der Golf-Produktion in dem Werk. Die Fertigung dieses Modells steht für über 90% des Kapazitätsvolumens. Stattdessen soll dort ab dem Jahr 2009 ein neues Einstiegs-Modell der Tochter Audi hergestellt werden. Dies würde die Beschäftigung von bis zu 3.000 Menschen an dem Standort ermöglichen. Ein Teil davon würde nicht direkt bei Volkswagen, sondern bei anderen Gesellschaften angestellt werden. Eine Voraussetzung für eine solche Lösung ist aber unter anderem, dass mit der belgischen Regierung und den Arbeitnehmervertretern eine Überbrückungslösung für die betroffenen Mitarbeiter bis zum möglichen Produktionsbeginn gefunden wird. In den vergangenen Jahren sind in der Automobilindustrie in Belgien tausende Arbeitsplätze abgebaut worden. Die belgische Regierung bemüht sich deshalb verstärkt um eine Sicherung der Beschäftigung in diesem Bereich. 3.000 Arbeitsplätze wurden vor drei Jahren in einem Ford-Werk in Genk abgebaut, die Schließung einer Renault-Fabrik außerhalb Brüssels 1997 kostete 3.100 Arbeitsplätze. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115, michael.brendel@dowjones.com DJG/mbr/brb

12.12.2006 - 11:44:42 EZB: Marginaler Zuteilungssatz Schnelltender 3,32% FRANKFURT (Dow Jones)--Bei dem Schnelltender der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Ausgleich eines Liquiditätsungleichgewichts hat sich am Dienstag ein marginaler Zuteilungssatz von 3,32% ergeben. Der gewogene Durchschnittssatz der Feinsteuerungsoperation zur Zuführung von Liquidität belief sich auf 3,33%. Die Bietungsspanne lag zwischen 3,25% und 3,35%, teilte die EZB mit. Die 25 Institute boten insgesamt für 21,565 Mrd EUR. Zugeteilt wurden die angestrebten 2,5 Mrd EUR. Die Repartierungsquote belief sich auf 31,7073%. Das neue Geschäft wird am 13. Dezember fällig. DJG/sgs/apo -0-

12.12.2006 - 11:40:23 IfW: Unternehmensteuerreform verbessert Standortqualität KIEL/BERLIN (Dow Jones)--Die von der Bundesregierung geplante Reform der Unternehmensbesteuerung wird nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität Kiel (IfW) den Standort Deutschland für ausländische Unternehmen attraktiver machen und auf mittlere Sicht zu mehr Steuereinnahmen führen. "Insgesamt wird die Investitionstätigkeit national tätiger Unternehmen langfristig eher negativ beeinflusst, wenn die Reform wie gegenwärtig geplant realisiert wird", erklärten die Kieler Wirtschaftsforscher zwar am Dienstag in ihrem jüngsten Konjunkturbericht. "Freilich würde Deutschland als Standort für Unternehmen aus dem In- und Ausland attraktiver", hoben sie aber auch hervor. Investitionen national tätiger Unternehmen würden weniger attraktiv, aber die Standortqualität nähme zu, weil die effektiven Durchschnittssteuersätze für profitable Investitionsprojekte geringer würden. Wegen der geplanten Abschaffung der degressiven Abschreibung würden Anreize entstehen, Investitionen in das Jahr 2007 vorzuziehen. Auch wäre damit zu rechnen, dass Gewinne international tätiger Unternehmen in größerem Maße als bisher in Deutschland versteuert würden. "Die Steuereinnahmen würden bei Verwirklichung des Reformplans im Jahr 2008 rechnerisch wohl um 5 Mrd EUR niedriger als sonst ausfallen; mittelfristig dürfte die Entwicklung der Steuereinnahmen infolge der verbesserten Standortqualität positiv beeinflusst werden", erklärte das IfW. -Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/apo -0-

12.12.2006 - 11:39:51 ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung ABN Amro und Allianz kaufen Sdu für bis zu 450 Mio EUR - Kreise Die Beteiligungsgesellschaften ABN Amro Capital und Allianz Private Equity haben den Zuschlag für den niederländischen Verlag Sdu erhalten. Dies sagten mit dem Vorgang vertraute Personen Dow Jones Newswires. Die Tochterunternehmen der ABN Amro Holding NV und der Allianz AG hätten die ebenfalls an Sdu interessierte britische 3i Group plc aus dem Rennen geschlagen. Funkauktion soll mehr Wettbewerb bei Breitband bringen Mehr Wettbewerb auf dem deutschen Breitbandmarkt erhofft sich die Bundesnetzagentur von der neuen Funktechnik Wimax. Die Behörde eröffnete in Mainz die Versteigerung der entsprechenden Frequenzen. Sechs Unternehmen haben sich dafür beworben. Wimax ermöglicht drahtlosen schnellen Internetzugang über weite Entfernungen und kommt vor allem für ländliche Regionen in Betracht, die nicht über DSL-Netze versorgt werden. Das Mindestgebot für alle Frequenzen zusammen beträgt knapp 60 Mio EUR. Schwarz Pharma überträgt Urologie-Rechte an Biotech-Unternehmen Die Schwarz Pharma AG hat ihre Forschung und Entwicklung im Bereich Urologie eingestellt und Projektrechte aus einer entsprechenden Kooperation mit der 4SC AG nun vollständig auf das Biotechnologie-Unternehmen übertragen. 4SC teilte weiter mit, gleichzeitig starteten beide Unternehmen eine neue Kooperation im Bereich Zentrales Nervensystem, dem Schwerpunkt von Schwarz Pharma. Thomas Cook nennt Berichte über Vorstandswechsel Spekulation Die Thomas Cook AG kommentiert Berichte über einen bevorstehenden Wechsel im Vorstandsvorsitz nicht. Hier handele es sich um Spekulationen, die nicht kommentiert würden, sagte Sprecher Mario Köpers zu Dow Jones Newswires. Zapf Creation sieht Wachstum im 4. Quartal bei 8% Die Zapf Creation AG rechnet auf Grund eines lebhaften Weihnachtsgeschäfts mit einem Umsatzwachstum in Europa im laufenden Quartal von 8%. Wie der Puppenhersteller mitteilte, erwartet er im Schlussquartal 2006 Erlöse von rund 45 Mio EUR. Dank der positiven Umsatzentwicklung zum Jahresende hoffe der Vorstand nun, den Erlösrückgang in Europa 2006 auf rund 5% begrenzen zu können. Teutonia: B&