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Donnerstag, 07-Dez-2006
07.12.2006 - 18:28:58
Landesmedienanstalten nicht pauschal gegen Verschlüsselung
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die deutschen Landesmedienanstalten wenden sich
nicht pauschal gegen die grundverschlüsselte Ausstrahlung von TV-Sendern. Die
Landesmedienanstalten wollten der Adressierbarkeit und Verschlüsselung nicht
grundsätzlich im Wege stehen, sagte Hans Hege am Donnerstag laut Mitteilung.
Der Vorsitzende der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang sprach bei der
Vorstellung des Digitalisierungsberichtes 2006 im Rahmen des Symposiums
"Dynamische Technik - Medien in der beschleunigten Konvergenz" der
Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) in Berlin.
Jedoch müsse den Nutzern dafür auch ein digitaler Mehrwert mit neuen
Angeboten geboten werden, sagte Hege. Wer mit einer Grundverschlüsselung
"Pay-TV light" einführen wolle und nun für bisher frei empfangbare Programme
Geld verlange, werde auf klare Ablehnung stoßen.
TV-Sender sind zum Erhalt ihrer Konkurrenzfähigkeit bei der Werbung
beispielsweise gegenüber dem Internet darauf angewiesen, Zuschauer direkt
adressieren zu können. Dazu müssen die Infrastrukturbetreiber aber auch wissen,
wer ihre Kunden sind.
Der Satellitenbetreiber SES Astra will die so genannte entavio-Plattform,
über die Free-TV-Kanäle grundverschlüsselt ausgestrahlt werden sollen, sowie
Mehrwertdienste anbieten. Dazu werden interaktives Fernsehen und elektronische
Programmführer ebenso zählen wie die einfache Kombination von Free-TV mit
Abo-TV, Video-On-Demand (VOD), Pay-Per-View (PPV) und einem Persönlichen
Videorecorder (PVR). Zudem soll entavio den Fernsehempfang mit einem
zukunftssicheren Receiver ermöglichen.
RTL hat bereits Verträge mit SES Astra geschlossen und will an ihnen
festhalten. ProSiebenSat.1 hat sich am Dienstag auf Druck des
Bundeskartellamtes jedoch von Dolphin, einem Teil von Entavio, bei dem es sich
um die zwischen RTL und ProSiebenSat.1 koordinierte verschlüsselte und
gebührenpflichtige Ausstrahlung des Programms über Satellit handelt,
zurückgezogen.
Noch nicht entschieden sei aber, ob ProSiebenSat.1 ihre Sender künftig
verschlüsselt ausstrahlen will oder nicht, sagte ProSiebenSat.1-Sprecherin
Katja Pichler am Dienstag. Auch sei noch offen, ob die Sender der Kette auch
mittelfristig gratis von Satellitenzuschauern empfangen werden können.
Webseiten: http://www.alm.de
http://www.rtl.de
http://www.prosiebensat1.com
http://www.ses-astra.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/brb
07.12.2006 - 18:27:31
Aktienmärkte in Europa legen nach EZB-Kommentar zu
Die Aktienkurse an den europäischen Börsen haben am Donnerstag mit
Kursgewinnen geschlossen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Nachmittag
zunächst wie allgemein erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,5
Prozent angehoben. Positiv aufgenommen wurden dann aber in der anschließenden
Pressekonferenz die begleitenden Aussagen des EZB-Präsidenten Trichet. Denn der
Kommentar habe keine klaren Signale hinsichtlich der weiteren Zinspolitik
enthalten und sei daher eher in Richtung einer möglichen Zinspause
interpretiert worden, hieß es im Markt. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,4 Prozent
bzw 16 auf 4.019 Punkte. Der Stoxx-50 legte um 0,4 Prozent bzw 15 auf 3.626
Punkte zu. Während Rohstoffwerte nach schwachen Vorgaben nachgaben,
verzeichneten vor allem Tabakaktien Kursgewinne.
Gewinnmitnahmen bei Minenwerten
Unter schwachen Vorgaben litten die Rohstoffwerte, der Stoxx-Subindex gab
um 0,3 Prozent nach. Nach drei Sitzungen mit Kursgewinnen habe sich das
Sentiment für den Sektor wieder etwas abgekühlt, sagte ein Händler. Rio Tinto
büßten 0,8 Prozent auf 2.810 p ein, BHP gaben um 0,5 Prozent auf 969 p nach und
Anglo American sanken um 0,6 Prozent auf 2.460 p.
Pharmawerte leicht erholt - Studie stützt Novartis
Die im Euro-Stoxx gelisteten Pharmawerte kletterten im Schnitt hingegen um
1,5 Prozent. Damit holten die Titel die unterdurchschnittliche Entwicklung der
vergangenen Wochen etwas auf. Seit dem 7. November, dem Beginn der gültigen
Korrekturbewegung, hatte der Stoxx-600-Sektorindex Pharma knapp 6 Prozent
verloren, während der Stoxx-50 lediglich um 3,4 Prozent nachgegeben hatte.
Novartis profitierten zudem von einer Studie zum Leukämie-Medikament "Gleevec".
Dem Bericht des "New England Journal of Medicine" zufolge beläuft sich die
fünfjährige Überlebensrate von Patienten, die mit "Gleevec" behandelt wurden,
auf 95 Prozent. Laut Novartis ist das die höchste bislang erreichte
Überlebensrate bei Behandlungen von chronischer Leukämie dieser Art. Novartis
legten um 0,7 Prozent auf 69,50 CHF zu, Sanofi Aventis um 1,2 Prozent auf 68,40
EUR und AstraZeneca um 1,1 Prozent auf 2.899 p.
Britische Finanztitel mit Übernahmefantasie im Blick
Bei den Bankenwerten zeigten sich vor allem die britischen Titel stark.
Hintergrund war Händlern zufolge die im Markt kursierende Spekulation, dass
Barclays von der spanischen BBVA oder der Bank of America übernommen werden
könnte. Die Spekulationen seien erneut aufgekommen, obwohl die Spanier vor zwei
Wochen einer Übernahme in Großbritannien eine Absage erteilt hätten, heißt es.
Daneben verwiesen Händler einmal mehr auf Kommentare vom Wochenbeginn, wonach
vor allem Barclays von einem nachlassenden Geschäft bei HSBC profitieren
könnte. Barclays verbuchten ein Kursplus von 3 Prozent auf 707 p und HBOS
gewannen 1,2 Prozent auf 1.061 p. Royal Bank of Scotland verteuerten sich um 2
Prozent. Händler verwiesen hier auch auf Anschlusskäufe nach den guten
Geschäftszahlen vom Vortag.
Der Stoxx-Sektor "Personal & Household Goods" verbuchte mit einem Plus von
knapp 2,5 Prozent die größten Gewinne in Europa. Hier stützte das kolportierte
Übernahmeinteresse von Japan Tobacco bzw Altria am Tabakkonzern Gallaher. BAT
stiegen um 2,8 Prozent und Imperial Tobacco um 8,2 Prozent. Gallaher
haussierten um 20,9 Prozent. Die drei genannten Titel sind im Sektor mit
insgesamt 22,1 Prozent gewichtet. Altadis schnellten um 7 Prozent nach oben.
DJG/sug/reh
07.12.2006 - 18:07:03
XETRA-SCHLUSS/Freundlich - Unklarer EZB-Ausblick stützt DAX
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit
Gewinnen geschlossen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet
die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,5% angehoben hatte. Gestützt wurde der
Markt dabei vor allem vom Fehlen eindeutiger Signale der EZB hinsichtlich
weiterer Zinserhöhungen. Der DAX stieg um 0,7% bzw 44 Punkte auf 6.413 Punkte.
Von den 30 DAX-Titeln schlossen nur fünf im Minus. Umgesetzt wurden Aktien im
Volumen von 5,08 Mrd EUR nach 4,5 Mrd EUR am Vortag.
"Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit gibt es kein klares Signal
darüber, wie der weitere kurzfristige Kurs der EZB aussieht", kommentierte Jose
Alzola von Citigroup den Begleitkommentar von EZB-Präsident Jean-Claude
Trichet. Dieser hatte im Gegensatz zu vorangegangenen Pressekonferenzen auf die
Bemerkung verzichtet, dass eine weitere geldpolitische Straffung erforderlich
sei, wenn sich das Basisszenario der EZB über die Konjunkturentwicklung
bestätigen sollte. Vielmehr verwies der EZB-Präsident darauf, dass die EZB
keine vorgefassten Zinsentscheidungen treffe.
Tagesgewinner im DAX waren Fresenius Medical Care mit einem Plus von 5,2%
auf 106,10 EUR. Als Grund für die Kursstärke wurde im Handel genannt, dass die
Muttergesellschaft Fresenius einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu drei
durchführt und in eine Europa-SE umgewandelt wird. Die im MDAX gelisteten Titel
von Fresenius gewannen 4,3% auf 154,65 EUR. Deutsche Börse kletterten um 2,5%
auf 129,62 EUR, nachdem die Analysten der Credit Suisse das Kursziel auf 144
EUR erhöht hatten.
ThyssenKrupp profitierten von einem technischen Kaufsignal und legten um
3,7% auf 31,86 EUR zu. Mit dem Sprung über die Marke von 30 EUR sei die Aktie
zum Selbstläufer geworden, sagte ein Händler. Ein anderer verwies auf die
anhaltenden Übernahmespekulationen im europäischen Stahlsektor und bezeichnete
auch Tausch-Operationen aus den zuletzt stark gestiegenen Salzgitter-Aktien als
möglichen Grund des Kursanstiegs. Am Morgen hatten sich zudem die Analysten der
Deutschen Bank positiv zu Thyssen geäußert und das Kursziel auf 36 von 35 EUR
erhöht.
Zulegen konnten auch VW. Die Titel gewannen nach positiv bewerteten
Absatzzahlen 1% auf 82,60 EUR. Wie nach Handelsschluss bekannt wurde, hat MAN
die Annahmefrist für die Scania-Offerte bis zum 31. Januar verlängert.
Lufthansa drehten im Verlauf ins Minus und sanken um 0,3% auf 19,91 EUR.
Deutsche Post notierten gut behauptet. Die HypoVereinsbank hat die Aktie auf
die Kaufliste genommen. Im MDAX kletterten Vossloh mit optimistischen Aussagen
für 2007 um 5,2% auf 51,82 EUR. Im TecDAX stoppten Tele Atlas vorerst ihre
jüngste Aufwärtsbewegung und verloren 1,8% auf 15,68 EUR. In der dritten Reihe
zogen Air Berlin nach einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley um 3,2% auf 16,15
EUR an.
-Von Susanne Gremmler, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 220,
susanne.gremmler@dowjones.com
DJG/sug/reh
07.12.2006 - 18:38:49
EUREX/Renten-Futures weiten ihre Abgaben im späten Handel aus
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Renten-Futures weiten am Donnerstag nach dem
Begleitkommentar des EZB-Präsidenten Trichet zur Zinsentscheidung ihre Verluste
im späten Geschäft noch etwas aus. Der März-Kontrakt des Bund-Futures notiert
gegen 18.37 Uhr 29 Ticks tiefer bei 118,36%. Das Tageshoch liegt bei 118,82%
und das Tagestief bei 118,32%. Umgesetzt wurden rund 1.132.000 Kontrakte. Der
März-Kontrakt auf den Bobl-Future fällt um 23 Ticks 109,98%. Der Roll aus dem
Dezember- in den März-Kontrakt am Vormittag sei ohne große Verwerfungen
gelaufen, heißt es am Markt. In den vergangenen Tagen sei bereits ein großer
Teil des Rolls "über die Bühne gegangen".
Die Europäische Zentralbank hat, wie im Handel erwartet, die Leitzinsen um
25 Basispunkte auf 3,5% erhöht. Der begleitende Kommentar von EZB-Präsident
Trichet setzte dann allerdings mit seinen ausbleibenden klaren Signalen zur
weiteren Zinspolitik den Rentenmarkt unter Druck.
DJG/thl/sug/reh
07.12.2006 - 19:34:55
Jahresabschlüsse von Siemens sollen auf den Prüfstand - Welt
BERLIN (Dow Jones)--In der Schwarzgeldaffäre bei der Siemens AG wollen
Aufsichtsräte die Rechnungslegung des Konzerns angeblich auf den Prüfstand
stellen. Außerdem soll auf der Sitzung des Kontrollgremiums am kommenden Montag
der Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld zur Schmiergeldaffäre Stellung
beziehen, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" in ihrer Freitagausgabe unter
Berufung auf Unternehmenskreise. Ein geplanter Bericht über die Krisensparte
SBS sei dagegen von der Tagesordnung gestrichen worden.
Den Informationen zufolge wird der Chef der Prüfungsgesellschaft KPMG, Rolf
Nonnenmacher, bei der Sitzung des Kontrollgremiums Auskunft darüber geben, ob
wegen der Affäre die Siemens-Geschäftsberichte seit 2002 überprüft und
möglicherweise korrigiert werden müssen. Nonnenmacher nimmt an der
Dezember-Aufsichtsratssitzung laut Bericht routinemäßig teil, auf der über den
Jahresabschluss 2005/2006 berichtet wird.
Weder KPMG noch Siemens hätten dazu Stellung nehmen wollen.
Webseite: http://www.welt.de
DJG/brb/bam
07.12.2006 - 18:07:03
XETRA-SCHLUSS/Freundlich - Unklarer EZB-Ausblick stützt DAX
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag mit
Gewinnen geschlossen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet
die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,5% angehoben hatte. Gestützt wurde der
Markt dabei vor allem vom Fehlen eindeutiger Signale der EZB hinsichtlich
weiterer Zinserhöhungen. Der DAX stieg um 0,7% bzw 44 Punkte auf 6.413 Punkte.
Von den 30 DAX-Titeln schlossen nur fünf im Minus. Umgesetzt wurden Aktien im
Volumen von 5,08 Mrd EUR nach 4,5 Mrd EUR am Vortag.
"Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit gibt es kein klares Signal
darüber, wie der weitere kurzfristige Kurs der EZB aussieht", kommentierte Jose
Alzola von Citigroup den Begleitkommentar von EZB-Präsident Jean-Claude
Trichet. Dieser hatte im Gegensatz zu vorangegangenen Pressekonferenzen auf die
Bemerkung verzichtet, dass eine weitere geldpolitische Straffung erforderlich
sei, wenn sich das Basisszenario der EZB über die Konjunkturentwicklung
bestätigen sollte. Vielmehr verwies der EZB-Präsident darauf, dass die EZB
keine vorgefassten Zinsentscheidungen treffe.
Tagesgewinner im DAX waren Fresenius Medical Care mit einem Plus von 5,2%
auf 106,10 EUR. Als Grund für die Kursstärke wurde im Handel genannt, dass die
Muttergesellschaft Fresenius einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu drei
durchführt und in eine Europa-SE umgewandelt wird. Die im MDAX gelisteten Titel
von Fresenius gewannen 4,3% auf 154,65 EUR. Deutsche Börse kletterten um 2,5%
auf 129,62 EUR, nachdem die Analysten der Credit Suisse das Kursziel auf 144
EUR erhöht hatten.
ThyssenKrupp profitierten von einem technischen Kaufsignal und legten um
3,7% auf 31,86 EUR zu. Mit dem Sprung über die Marke von 30 EUR sei die Aktie
zum Selbstläufer geworden, sagte ein Händler. Ein anderer verwies auf die
anhaltenden Übernahmespekulationen im europäischen Stahlsektor und bezeichnete
auch Tausch-Operationen aus den zuletzt stark gestiegenen Salzgitter-Aktien als
möglichen Grund des Kursanstiegs. Am Morgen hatten sich zudem die Analysten der
Deutschen Bank positiv zu Thyssen geäußert und das Kursziel auf 36 von 35 EUR
erhöht.
Zulegen konnten auch VW. Die Titel gewannen nach positiv bewerteten
Absatzzahlen 1% auf 82,60 EUR. Wie nach Handelsschluss bekannt wurde, hat MAN
die Annahmefrist für die Scania-Offerte bis zum 31. Januar verlängert.
Lufthansa drehten im Verlauf ins Minus und sanken um 0,3% auf 19,91 EUR.
Deutsche Post notierten gut behauptet. Die HypoVereinsbank hat die Aktie auf
die Kaufliste genommen. Im MDAX kletterten Vossloh mit optimistischen Aussagen
für 2007 um 5,2% auf 51,82 EUR. Im TecDAX stoppten Tele Atlas vorerst ihre
jüngste Aufwärtsbewegung und verloren 1,8% auf 15,68 EUR. In der dritten Reihe
zogen Air Berlin nach einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley um 3,2% auf 16,15
EUR an.
-Von Susanne Gremmler, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 220,
susanne.gremmler@dowjones.com
DJG/sug/reh
07.12.2006 - 17:59:16
MAN verlängert Annahmefrist für Scania bis 31. Januar
FRANKFURT (Dow Jones)--Die MAN AG hat die Annahmefrist für das
Übernahmeangebot an die Aktionäre der Scania AB bis zum 31. Januar 2007
verlängert. Wie der Münchener Nutzfahrzeughersteller und Maschinenbaukonzern am
Donnerstag mitteilte, ist eine Fristverlängerung über das ursprüngliche Datum
11. Dezember hinaus notwendig geworden, da die EU-Kommission das Datum der
Bekanntgabe ihrer Entscheidung zur wettbewerbsrechtlichen Prüfung der
Transaktion vom 6. Dezember auf den 20. Dezember verschoben hat.
Dieser Zeitpunkt liege unmittelbar vor der Weihnachts- und
Neujahrsferienzeit. Im Übrigen bleibe das Angebot gegenüber der am 16. November
veröffentlichten Angebotsunterlage unverändert bestehen. MAN behalte sich
weiterhin das Recht vor, die Annahmefrist zu verlängern und den Termin für das
Settlement zu verschieben.
Webseite: http://www.man.de
DJG/brb/bam
07.12.2006 - 17:51:39
EU-Kommission leitet Öffnung der Rüstungsmärkte ein
BRÜSSEL (Dow Jones)--An den europäischen Märkten für Rüstungsgüter soll
künftig mehr Wettbewerb herrschen. Die EU-Kommission verabschiedete am
Donnerstag Vorgaben für die Beschaffung mit dem Ziel, die Auftragsvergabe den
Regeln des Binnenmarkts zu unterwerfen. Die entsprechenden nationalen Märkte
sind stark fragmentiert. Die Kommission kritisiert seit langem, dass die
Mitgliedstaaten die im EG-Vertrag vorgesehene Möglichkeit missbrauchten, bei
der Rüstungsbeschaffung von der sonst üblichen Verpflichtung zur EU-weiten
Ausschreibung abzusehen, selbst wenn es sich nur um Bekleidung oder
Büroklammern handele und nicht um die als "hochsensibel" eingestufte
Militärausrüstung.
Mit den Leitlinien soll nun klar definiert werden, welche Rüstungsgüter
dieser Ausnahmeklausel unterliegen dürfen. Binnenmarktkommissar Charlie
McCreevy bezeichnete den Vorstoß als einen ersten Schritt und bekräftigte seine
Absicht, auch eine Richtlinie vorzulegen, um den Wettbewerb nicht zuletzt zum
Wohle der Steuerzahler noch zu verstärken. Er räumte zudem ein, dass die
derzeitigen EU-Vergabevorschriften für viele Rüstungsverträge nicht zweckmäßig
seien und die Mitgliedstaaten daher lieber gleich die Ausnahmeregelung in
Anspruch nähmen, auch wenn dies nicht gerechtfertigt sei.
Der Vorstoß der Kommission ist rechtlich unverbindlich. Betroffen ist nur
die Beschaffung von Rüstungsgütern, die durch staatliche Behörden innerhalb der
EU erfolgt. Verträge mit Drittstaaten unterliegen den WTO-Regeln. Auf
Rüstungsgüter entfällt laut Kommission mit über 80 Mrd EUR ein Großteil der
öffentlichen Beschaffungsausgaben. Seit Juli gibt es einen freiwilligen
Verhaltenskodex, mit dem sich 22 Mitgliedstaaten verpflichtet haben, ihre
Rüstungsaufträge europaweit auszuschreiben. Spanien, Dänemark und Ungarn haben
nicht unterzeichnet. Die Kommission hat schon mehrfach erfolglos versucht, eine
Öffnung der Rüstungsgütermärkte herbeizuführen.
DJG/ang/apo
-0-
07.12.2006 - 17:48:39
Hochtief will für Flughäfen in Jordanien und Tunesien mitbieten
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Hochtief AG will ihr Flughafen-Portfolio
kurzfristig noch weiter aufstocken. Das Unternehmen kündigte an, in den
laufenden Bieterverfahren für die Airports in Amman in Jordanien und
Enfidha/Monastir in Tunesien Angebote vorzulegen. Dies werde Anfang 2007
geschehen, erklärten die Geschäftsführer der Hochtief Airport GmbH, Reinhard
Kalenda und Reiner Schränkler, am Donnerstag. "Es ist unser Ziel, das Portfolio
zeitnah um weitere attraktive Airports zu ergänzen."
Hochtief hatte erst am Mittwoch bekannt gegeben, ihre Beteiligung an dem
Flughafen Hamburg auf 49% aufzustocken. Der Essener Baukonzern ist außerdem
noch an den Airports in Düsseldorf, Athen, Sydney und Tirana beteiligt. Zurzeit
laufen zudem Verhandlungen über einen Mehrheitserwerb des Flughafens Budapest.
Die Geschäftsführer verwiesen darauf, dass das Augenmerk von Hochtief
Airport neben den Akquisitionsprojekten auch der weiteren Entwicklung ihrer
Beteiligungen gelte. Alle zu Hochtief gehörenden Flughäfen hätten auch schon in
den vergangenen Jahren ihre Verkehrsergebnisse steigern können. Ausgebaut werde
künftig vor allem das so genannte Non-Aviation-Geschäft.
So entsteht den Angaben zufolge in Düsseldorf die "Airport City" in
unmittelbarer Nähe zum Terminal. In Hamburg würden die Einzelhandelsflächen bis
2008 nahezu verdoppelt, und auch Sydney baue ihre Retail-Fläche aus. In Tirana
sei Hochtief seit diesem Jahr erstmals auch exklusiv für das Handelsgeschäft in
einem Flughafen zuständig, erklärten Kalenda und Schränkler. Der Terminal in
Tirana werde im kommenden Frühjahr eröffnet. Und in Athen sei die erste
Entwicklungsstufe des eigenen Gewerbeparks bereits abgeschlossen.
Webseite: http://www.hochtief.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/brb
07.12.2006 - 17:34:40
Annahmequote bei UCB-Gebot für Schwarz Pharma bislang 61,42%
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das Übernahmeangebot des belgischen
Pharmaunternehmens UCB an die Aktionäre der Schwarz Pharma AG ist bis zum 6.
Dezember um 16.00 Uhr für insgesamt 29.810.962 Aktien angenommen worden. Das
entspreche einen Anteil von 61,42% am Grundkapital und den Stimmrechten des
Monheimer Unternehmens, heißt es in einer Mitteilung von UCB vom Donnerstag.
Die Annahmefrist endet am Freitag, den 8. Dezember, um Mitternacht, sie kann
aber verlängert werden.
Ende September hatten die Hauptgesellschafter von Schwarz Pharma mit UCB
die Übernahme vereinbart. Die Familienaktionäre, die bisher 59,2% der Aktien
halten, hatten das Übernahmeangebot für ihre rund 28,4 Mio Aktien am
vergangenen Montag angenommen. UCB bietet für jede Aktie von Schwarz Pharma 50
EUR in bar und 0,8735 neue eigene Aktien. Die EU hat der Übernahme bereits
zugestimmt.
Webseiten: http://www.schwarzpharma.de
http://www.ucb-group.com
DJG/rib/brb
07.12.2006 - 17:30:32
Instituts-Ökonomen bewerten EZB-Zinsschritt unterschiedlich
BERLIN (Dow Jones)--Ökonomen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute
in Deutschland haben am Donnerstag die Leitzinserhöhung der Europäischen
Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte auf 3,50% unterschiedlich bewertet. Auch
zur weiteren Haltung der Notenbank gaben die von Dow Jones Newswires befragten
Instituts-Volkswirte keine einheitliche Einschätzung ab.
"Die EZB dürfte zu Jahresbeginn erst einmal eine Pause einlegen und die
Daten auf sich wirken lassen", sagte Gernot Nerb von ifo Institut für
Wirtschaftsforschung. Eine Zinsanhebung bereits Anfang 2007 sei
"unwahrscheinlich". EZB-Präsident Jean-Claude Trichet habe sich "insgesamt
keineswegs festgelegt, dass die Zinsen weiter angehoben werden". Die EZB sei
nun bei einem neutralen Zinsniveau angekommen. "Mehr braucht es nicht", sagte
der Münchener Ökonom.
"Ein neutraler Kurs auf absehbare Zeit ist die richtige Politik", hob Nerb
hervor. Der erfolgte Zinsschritt sei vertretbar gewesen. Da dieser bereits seit
längerem im Markt angekündigt sei, habe die EZB diese Erhöhung auch kaum noch
vermeiden können.
Der Kieler Konjunkturexperte Joachim Scheide wertete den Zinsschritt
ebenfalls als "angemessen" und verwies auf das Risiko, dass die Inflation sonst
nicht gut genug unter Kontrolle sei. "Die EZB wird nun abwarten", sagte auch
Scheide. Anders als Nerb meinte er jedoch, es sei "durchaus möglich, dass die
EZB noch einen weiteren Schritt macht".
Derzeit verfolge die EZB noch keine restriktive Politik. "Die EZB nimmt nur
den Fuß vom Gas", sagte der Chefökonom des Instituts für Weltwirtschaft an der
Universität Kiel (IfW). Dass sie die Wirtschaft weniger anschiebe, sei
angesichts der gut laufenden Konjunktur "gerechtfertigt", meinte Scheide.
Der Chefökonom des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW),
Alfred Steinherr, bewertete den Zinsschritt hingegen als "überflüssig". Die EZB
habe es zudem versäumt, mit dem Schritt ein Ende der Zinserhöhungen zu
signalisieren. "Gut wäre es gewesen zu sagen, das war es jetzt", erklärte
Steinherr. "Man sieht immer noch nicht die große Gefahr für die Inflation, die
solche Schritte rechtfertigen würde", kritisierte er.
"Die Mehrwertsteuererhöhung könnte aber wieder so ein unglücklicher Anlass
sein, um die Zinsen zu erhöhen," sagte Steinherr voraus. Die EZB werde zu
Jahresbeginn zwar sicher zunächst abwarten, jedoch habe ihre Kommunikation
bisher stets ausgesagt, dass es auch noch 2007 eine Anhebung geben werde.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/apo
-0-
07.12.2006 - 17:29:54
UPDATE: E-Plus steht kurz vor Ausgliederung der Netztechnik
(NEU: Weitere Aussagen von Krammer, Hintergründe)
Von Andreas Heitker
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der drittgrößte deutsche Mobilfunker, die in
Düsseldorf ansässige E-Plus Mobilfunk GmbH & Co KG, sieht sich angesichts des
derzeitigen Kunden- und Gewinnwachstums in seiner Strategie bestätigt, ist
zugleich aber auch auf der Suche nach neuen Partnern. So soll die Netztechnik
an Nokia, Ericsson oder Alcatel ausgegliedert werden, wie CEO Michael Krammer
ankündigte. Und nach dem Einstieg in das Discount-Geschäft sind weitere
Kooperationen auch mit DSL-Anbietern oder Medienunternehmen möglich.
Krammer sagte am Mittwochabend vor Journalisten, eine Entscheidung über die
Zukunft der Netztechnik solle schon bis Anfang 2007 fallen. E-Plus wolle vor
allem Netzwartung und -bau outsourcen. Es gehe nicht um einen Verkauf des
Netzes. Die beabsichtigte Auslagerung der Aktivitäten betrifft nach Angaben von
Krammer rund 20% des Kostenblocks von E-Plus.
Derzeit arbeiten bei E-Plus rund 1.000 der insgesamt 2.900 Mitarbeiter im
Planungsbereich. Wie viele dieser Mitarbeiter von den Outsourcing-Plänen genau
betroffen sein werden, wollte der CEO nicht sagen. Kündigungen seien mit dem
Schritt aber nicht verbunden, betonte er.
E-Plus will künftig mehr Mitarbeiter im kundennahen Bereich einsetzen. Ein
derzeit laufendes Restrukturierungsprogramm zielt darauf ab, dass bis Mitte
2007 bis zu 70% der Mitarbeiter in diesem Bereich arbeiten sollen.
Neue Partner kann sich Krammer, der die KPN-Tochter seit Frühjahr 2006
führt, auch bei der Entwicklung zusätzlicher Mobilfunkangebote vorstellen. "Wir
sind offen für weitere Kooperationen", sagte er. Eine Zusammenarbeit könne man
sich unter anderem mit DSL-Anbietern oder Medienhäusern vorstellen. Ziel
solcher Kooperationen müsse immer sein, neue Kundengruppen zu erreichen. E-Plus
bietet heute bereits Billig-Angebote wie BASE oder simyo und kooperiert mit
branchenfremden Unternehmen wie Medion ("Aldi Talk").
Krammer bezeichnete diesen Mehrmarken-Ansatz von E-Plus als äußerst
erfolgreich. "Wir werden unsere Strategie nicht ändern, sondern weiter
konsequent umsetzen", betonte der CEO. E-Plus sei heute der "Wachstumsführer im
deutschen Mobilfunkmarkt". Das Unternehmen gewinne derzeit die meisten Kunden.
Der Marktanteil sei bis zum Herbst 2006 auf 14,8% von 13,3% ein Jahr zuvor
gestiegen.
Die E-Plus-Strategie zielt nach den Worten von Krammer darauf,
mittelfristig ein prozentual zweistelliges Service-Umsatzwachstum zu
erwirtschaften sowie eine EBITDA-Marge von dauerhaft über 30%. "Beide Werte
wachsen bei E-Plus schon jetzt über Marktdurchschnitt", sagte er. 2006 habe man
bisher ein Wachstum beim Service-Umsatz von 10,9% erreicht. Für den Gesamtmarkt
würden dagegen die Schätzungen bei nur 1% bis 2% liegen. Das EBITDA habe 2006
um 49% zugelegt, die Marge um rund 10 Prozentpunkte auf jetzt über 30%.
Krammer hält im deutschen Mobilfunkmarkt auch künftig noch ein
Kundenwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich für möglich. Die
kommenden Jahre stünden aber im Zeichen eines weiteren Verdrängungswettbewerbs,
in dem auch die Preise noch weiter sinken würden, sagte Krammer. Er erwarte
ebenfalls eine Halbierung der Mobilfunktarife in den nächsten drei Jahren. Auch
sein Unternehmen habe sein Tarif-Pulver noch nicht verschossen: "Für 2007 haben
wir noch einige Pfeile im Köcher."
Als "wettbewerbsfeindlich und verbraucherunfreundlich" stuft Krammer erneut
die jüngste Regulierungsentscheidung zu den Terminierungsentgelten ein. Die
Bundesnetzagentur bevorteile die beiden großen Mobilfunkanbieter in
Deutschland, sagte er. Die Deutsche Telekom profitiere zusätzlich noch als
größter Festnetzanbieter von der Entscheidung. Es sei daher unbedingt
notwendig, dass die Netzagentur beim ihrer nächsten
Terminierungsentgelt-Entscheidung im November 2007 ein Kosten- und nicht mehr
ein Benchmark-Modell anwende.
Webseite: http://www.eplus-unternehmen.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/brb
07.12.2006 - 17:23:35
DEVISEN/Euro profitiert kaum von Leitzins-Anhebung
FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig beeindruckt von der Anhebung der Leitzinsen
und den Aussagen von EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet verabschiedet sich das
Währungspaar Euro-Dollar aus dem europäischen Handel. Der Markt hatte seit
längerem eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf nun 3,5% durch die Europäische
Zentralbank (EZB) eingepreist, heißt es im Handel. Die leicht positive
Euro-Unterstützung dürfte nach Einschätzung der DZ-Bank im Zusammenhang mit den
überarbeiteten Projektionen des EZB-Stabs stehen. Diese deuteten auf eine
zunächst etwas gedämpfte, allerdings im kommenden Jahr fortgesetzte positive
Konjunkturentwicklung in der Euro-Zone hin.
Obwohl sich nach Einschätzung der Notenbank die Teuerung 2008 unterhalb der
2%-igen Inflationsobergrenze zeigen sollte, lassen die Äußerungen von Trichet
darüber hinaus darauf schließen, dass der Höhepunkt des gegenwärtigen
Zinserhöhungszyklus noch nicht erreicht sei, so die DZ-Bank. Auch die Postbank
geht davon aus, dass im ersten Quartal zunächst eine Zinspause eingelegt werden
dürfte. Für April und Juli rechnet sie mit einer Wiederaufnahme des
Zinserhöhungszyklus um jeweils 25 Basispunkte.
Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittag-Fixing in London bei 627,75 USD
nach einem Vormittag-Fixing mit 630,50 USD.
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Europa Europa Europa
(17.15) (13.10) (7.44)
EUR/USD 1,3302 1,3292 1,3307
USD/JPY 115,16 114,95 114,95
EUR/JPY 153,10 152,83 152,93
EUR/GBP 0,6728 0,6761 0,6761
EUR/CHF 1,5882 1,5885 1,5890
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DJG/thl/reh
07.12.2006 - 17:21:09
EZB/Weber: Geldmengen- und Kreditdynamik ist sehr hoch
FRANKFURT (Dow Jones)--Bundesbankpräsident Axel Weber hat die anhaltenden
Risiken für die Preisstabilität betont, die sich aufgrund des starken monetären
Wachstums ergeben. Das Wachstum der Geldmengen- und Kreditaggregate sei
weiterhin sehr hoch, sagte Weber am Donnerstag bei einer Veranstaltung in
Frankfurt. Hiermit seien mittel- bis längerfristige Risiken für die
Preisstabilität verbunden, erklärte das EZB-Ratsmitglied.
Zuvor hatte die EZB zum sechsten Mal seit Anfang Dezember 2005 die
Leitzinsen um 25 Basispunkte erhöht und dies mit den fortgesetzten
Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung begründet. Der wichtigste EZB-Zins
stieg damit auf 3,50%. Beobachter gehen davon aus, dass die EZB ihre Zinsen im
kommenden Jahr vermutlich noch einmal erhöhen wird.
DJG/DJN/ptt/apo
-0-
07.12.2006 - 17:09:44
Wall Street dreht im Verlauf leicht ins Minus
NEW YORK (Dow Jones)--Nach kleinen Kursgewinnen zum Handelsstart drehen die
US-Indizes am Donnerstag im Verlauf leicht ins Minus. Der Dow-Jones-Index
verliert gegen 16.55 Uhr 4 Punkte auf 12.303. Der Nasdaq-Composite fällt um
0,5% oder 12 Punkte auf 2.432, der S&P-500 büßt 0,3% oder 3 Punkte auf 1.410
ein. Händler sprechen von einem ruhigen Handel im Vorfeld des
Arbeitsmarktberichtes am Freitag. Vor diesem würden kleinere Positionen
glattgestellt, was den Markt leicht belastete. Die Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe waren mit einem Minus von 34.000 nahe der erwarteten minus
32.000 ausgefallen.
Home Depot geben um 1,3% auf 39,41 USD nach, nachdem eine Untersuchung
ergeben hat, dass Optionskosten fehlerhaft verbucht wurden. Die
US-Baumarktgruppe hat nach internen Ermittlungen rund 200 Mio USD an Ausgaben
für Aktienoptionen über einen Zeitraum von 26 Jahren nicht entsprechend
ausgewiesen. Allerdings sei den derzeitigen Mitgliedern des Managements bzw
Boards kein absichtliches Vergehen nachzuweisen, teilte das Unternehmen mit.
Konsolidierungs-Fantasie gibt es bei den Tabakwerten, Altria legen um 1%
auf 85,06 USD zu. Der britische Tabakkonzern Gallahar hat am Mittwoch
mitgeteilt, dass ein ungenannter Interessent Kontakt aufgenommen habe, um über
eine mögliche Übernahme zu sprechen. Altria wollte sich allerdings zu den
Marktspekulationen nicht äußern. Analysten hatten erwartet, dass die
Altria-Sparte Philip Morris als Käufer auftreten werde, wenn es zu einer
weiteren Konsolidierungsrunde in der Tabakbranche komme.
Nach Handelsschluss am Donnerstag legen National Semiconductor die Zahlen
für das zweite Quartal vor, Analysten erwarten ein Ergebnis je Aktie von 0,27
USD. Aktuell fällt die Aktie um 0,8% auf 24,61 USD.
DJG/thl/reh
07.12.2006 - 17:00:11
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
VW: Absatz nach elf Monaten liegt bereits über gesamtem Vorjahr
Die Volkswagen AG hat in den ersten elf Monaten ein Absatzwachstum von 9,9%
erzielt. Mit über 5,2 Mio Einheiten seien damit bereits mehr Fahrzeuge als im
gesamten Vorjahr ausgeliefert worden, sagte der noch amtierende
Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder am Donnerstag in Wolfsburg auf einer
Betriebsversammlung. Alle Konzernmarken übertrafen dabei den Angaben zufolge
die Vorjahreswerte.
BMW legt im November beim Absatz leicht zu
Der Absatz der BMW Group hat im November erneut leicht zugelegt. Mit 114.321
Fahrzeugen seien 0,3% mehr abgesetzt worden als im Vorjahresmonat, teilte der
Automobilhersteller mit. Im Oktober war ein Plus von 0,2% verzeichnet worden.
In den ersten elf Monaten legte der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls Royce
den Angaben zufolge damit um 2,8% auf 1,245 Mio Einheiten zu. Das Ziel eines
Absatzwachstums auch im Gesamtjahr wurde bekräftigt.
E.ON investiert 500 Mio EUR in britischen Offshore-Windpark
Die E.ON AG will rund 500 Mio EUR in den größten Offshore-Windpark
Großbritanniens mit einer Gesamtleistung von 180 Megawatt (MW) investieren. Der
Energiekonzern plant dabei vor der schottischen Küste den Bau von 60
Windkraftanlagen, die jeweils eine Leistung von 3 MW haben. Der Offshore-Park
mit dem Namen "Robin Rigg" soll 2009 in Betrieb genommen werden und dann
jährlich rund 550 Mio Kilowattstunden Strom produzieren, wie E.ON bekannt gab.
Vossloh rechnet 2007 mit überproportionalem Ergebniswachstum
Die Vossloh AG hat für 2007 ein überproportionales Ergebniswachstum in Aussicht
gestellt und erwartet für das darauf folgende Jahr weitere Zuwächse bei Umsatz
und Konzernüberschuss. Für das laufende Jahr geht der
Verkehrstechnologiekonzern davon aus, die Prognosen für die Kenngrößen Umsatz,
Konzernüberschuss sowie für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
einzuhalten.
Thielert-Kurs gerät nach SdK-Bericht unter Druck
Der Aktienkurs der Thielert AG ist am Donnerstag nach einem Bericht der
Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) unter Druck geraten und hatte mit
18,65 EUR am Vormittag ein Tagestief erreicht. Die Sdk hatte in einer
zusammenfassenden Darstellung berichtet, dass der Hamburger
Flugzeugmotorenbauer die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Bilanzfälschung noch
nicht entkräftet habe. Abgesehen davon seien weitere Erkenntnisse gewonnen
worden, die den Verdacht der Bilanzfälschung erhärtet hätten. Thielert wies
diese Vorwürfe zurück.
E-Plus verhandelt mit 3 Unternehmen über Netztechnik-Outsourcing
Die E-Plus Mobilfunk GmbH & Co KG will bis Anfang 2007 eine Entscheidung über
die geplante Ausgliederung der Netztechnik treffen. Der CEO des Unternehmens,
Michael Krammer, sagte vor Journalisten, E-Plus wolle vor allem Netzwartung und
-bau an ein anderes Unternehmen auslagern. In der Endauswahl bei den
Verhandlungen seien derzeit Nokia, Ericsson und Alcatel.
TUI informiert am 15. Dezember über Aufsichtsratsbeschlüsse
Die TUI AG wird am 15. Dezember über die Beschlüsse ihres Aufsichtsrates
informieren. Um 10.00 Uhr sei eine Pressekonferenz in Hamburg anberaumt worden,
teilte der Touristikkonzern mit. Das Kontrollgremium tage am 14. Dezember.
NRW kürzt bei E.ON-Tochter beantragte Strompreiserhöhung um 63%
Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hat der E.ON Westfalen Weser
AG die Anhebung der Strompreise gestattet, die beantragte Steigerung aber um
63% gekürzt. Wie das Ministerium mitteilte, hatte der E.ON-Regionalversorger
eine Erhöhung der Strompreise zum 1. September 2006 und zum 1. Januar 2007 um
netto insgesamt 2,50 Cent pro Kilowattstunde beantragt. Genehmigt wurden nur
0,92 Cent.
Telefonica will Anteil an China Netcom auf 9,9% erhöhen
Die Telefonica SA will ihren Anteil an der China Netcom Group Corp (Hong Kong)
Ltd auf 9,9% erhöhen. Dies bestätigte eine Sprecherin des spanischen
Telekomkonzerns. Telefonica-Chairman Cesar Alierta hatte bereits im vergangenen
Jahr bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao Interesse am
Ausbau des Anteil von 5% auf 9,9% bekundet.
Allied Irish Banks: Geschäftsumfeld ist positiv
Die Allied Irish Banks plc hat im bisherigen Jahresverlauf in all ihren
Schlüsselmärkten ein sehr positives Geschäftsumfeld gehabt. Die operative
Performance profitiere zudem von einer außerordentlich guten Qualität der
Aktiva, teilte die Bank im Trading Update mit. Somit werde für das Jahr 2006
weiterhin ein Wachstum des Ergebnisses je Aktie von mehr als 20% angestrebt.
EU genehmigt Übernahme von GE Life durch Swiss Re
Die EU-Kommission hat die Übernahme des britischen Lebensversicherungsgeschäfts
der General Electric Co (GE) durch die Swiss Reinsurance Co (Swiss Re) im
vereinfachten Verfahren genehmigt. Wenn keine dritte Partei innerhalb eines
Monats Einwände erhoben hat, gilt eine Transaktion automatisch als abgesegnet.
Altria: Sagen nichts zu möglichem Interessen an Gallaher
Die Altria Group Inc will nicht sagen, ob sie Interesse am Erwerb der Gallaher
Group plc hat. Der britische Tabakkonzern hatte zuvor mitgeteilt, dass ein
ungenannter Interessent Kontakt zu Gallaher aufgenommen habe, um über eine
mögliche Übernahme zu sprechen. Altria nehme zu Spekulationen grundsätzlich
nicht Stellung, sagte Sprecherin Dawn Schneider.
Lilly erwartet 2007 Ergebnis/Aktie von 3,25-3,35 USD
Die Eli Lilly & Co hat ihre Ergebnisprognose für das laufende Jahr von 3,10 bis
3,20 USD je Aktie bzw von 2,74 bis 2,84 USD auf bereinigter Basis bestätigt.
Das Umsatzplus werde am unteren Ende der genannten Spanne von 7% bis 9% liegen,
teilte der US-Pharmakonzern anlässlich eines Investorentreffens mit.
DJG/bam
07.12.2006 - 16:58:59
UPDATE: EZB lässt klare Zinssignale für 2007 vermissen
(NEU: mit Kommentaren von Bankvolkswirten)
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der sechsten Zinserhöhung seit Dezember
vergangenen Jahres ist die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag
vorsichtiger mit eindeutigen Zinssignalen geworden. "Die weitere strategische
Ausrichtung der EZB befindet sich in der Schwebe", kommentiert Tobias Basse,
Volkswirt bei der Nord/LB. "Im Gegensatz zur jüngeren Vergangenheit gibt es
kein klares Signal darüber, wie der weitere kurzfristige Kurs der EZB
aussieht", erklärte Jose Alzola von Citigroup. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der
Commerzbank, meinte dennoch, dass die EZB bereits im Februar wieder die Zinsen
erhöhen werde.
Zuvor hatte die EZB wie erwartet ihre Zinsen abermals um 25 Basispunkte
angehoben. Der wichtigste Zins der Notenbank stieg damit auf 3,50%, das höchste
Niveau seit Herbst 2001. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bezeichnete die
Leitzinsen trotzdem als "immer noch niedrig" und die Geldpolitik als "weiterhin
akkommodierend". Er begründete den abermaligen Zinsschritt mit den anhaltenden
Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität. Er verwies in diesem Zusammenhang auch
auf das starke Wachstum der Geldmengen- und Kreditaggregate. "Wir werden die
weitere Preisentwicklung sehr genau beobachten", sagte Trichet.
Trichet betonte, dass die Entscheidung im EZB-Rat einstimmig gefallen sei.
Im Gegensatz zu vorangegangenen Pressekonferenzen verzichtete er diesmal auf
die Bemerkung, dass eine weitere geldpolitische Straffung erforderlich sei,
wenn sich das Basisszenario der EZB über die Konjunkturentwicklung bestätigen
sollte. Vielmehr verwies der EZB-Präsident darauf, dass die EZB keine
vorgefassten Zinsentscheidungen fälle. Zu der zuletzt scharfen Aufwertung des
Euro sagte Trichet, ungeordnete Wechselkursbewegungen seien "unerwünscht".
Mit Blick auf die Konjunkturentwicklung sprach der EZB-Präsident von einer
anhaltend robusten und nachhaltigen Erholung. "Es sind weiterhin die
Bedingungen für ein Wachstum am Potenzialpfad gegeben", sagte Trichet. Vor
diesem Hintergrund präsentierte er die neuen Wachstumsprojektionen der EZB für
den Euroraum. Demnach rechnet der EZB-Stab für 2006 mit einem Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts zwischen 2,5% und 2,9%, für 2007 wird ein Wachstum von
1,7% und 2,7% projiziert. Für beide Jahre wurden die Projektionen gegenüber
Ende August hochgesetzt. Zudem projiziert der EZB-Stab für 2008 ein
Wirtschaftswachstum zwischen 1,8% und 2,8%,
Die neuen Inflationsprojektionen der Notenbank enthalten zudem einen
relativ entspannten Preisausblick. Demnach rechnet der EZB-Stab für 2006 mit
einer jahresdurchschnittlichen Inflation zwischen 2,1% und 2,3%, für 2007 und
2008 wird die Teuerung zwischen 1,5% und 2,5% bzw. 1,3% und 2,5% gesehen. Für
2006 und 2007 fielen die Inflationsprojektionen niedriger aus als vor rund drei
Monaten.
Trichet betonte dennoch, dass es Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung
gebe. Er begründete diese Sicht unter anderem mit der Möglichkeit eines
neuerlichen Ölpreisanstiegs und der Gefahr von stärkeren Lohnanstiegen, die
sich in Folge der kräftigen Konjunktur ergeben könnten. Darüber hinaus wies der
EZB-Präsident auf die anhaltend starke monetäre Dynamik hin, die er als
"eindrucksvoll" bezeichnete. Trichet betonte, die monetäre Entwicklung müsse
"sehr genau" beobachtet werden.
Als Reaktion auf die Ausführungen des EZB-Präsidenten gab der Euro im
Verlauf des Nachmittags gegenüber dem US-Dollar leicht nach und fiel unter die
Marke von 1,33 USD, allerdings verzeichnete auch der Bund-Future Verluste. An
den Aktienmärkten zogen die Kurse an.
Citigroup-Volkswirt Alzola äußerte die Einschätzung, dass der
"semiautomatische" Zinserhöhungskurs der vergangenen Monate womöglich zum Ende
gekommen sei. Sollte die Kerninflation im Euroraum im kommenden Jahr gedämpft
verlaufen, werde es vermutlich keine weiteren Zinserhöhungen geben, sagte
Alzola. "Wirklich eindeutige Hinweise auf mögliche weitere Zinsanhebungen hat
Trichet nicht gegeben", sagte Nord/LB-Ökonom Basse. Klarere Hinweise werden
seiner Auffassung nach erst im Januar vom EZB-Präsidenten kommen.
Commerzbank-Chefvolkswirt Krämer verwies darauf, dass der
Zinserhöhungszyklus mit dem von ihm erwarteten Zinsschritt im Februar enden
werde. Dafür spreche auch die für 2007 deutlich gesenkte Inflationsprognose.
Mit Blick auf Trichets knappe Ausführungen zum Euro-Wechselkurs sagte der
Ökonom, dass der Euro offenbar noch nicht die "Schmerzgrenze" für die EZB
überschritten habe. Diese dürfte Krämer zufolge über der Marke von 1,35 USD je
Euro liegen.
Webseite: www.ecb.int
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/apo
-0-
07.12.2006 - 16:19:23
Gesamtes Präsidium der Bundesnetzagentur soll bleiben - Kreise
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--An der Spitze der Bundesnetzagentur soll es nach
Angaben aus politischen Kreisen keine personellen Veränderungen geben. Nach dem
Willen von Union und SPD sollen die Verträge sowohl von Behördenpräsident
Matthias Kurth als auch von seinem Stellvertreter Martin Cronenberg verlängert
werden, wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires von mehreren mit der
Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr. Allerdings haben CDU/CSU und SPD den
Informationen zufolge unterschiedliche Vorstellungen über die Länge der neuen
Amtszeiten.
Am Montag stehen die Personalien im Beirat der Bundesnetzagentur zur
Entscheidung an, in dem Bundestagsabgeordnete und Abgesandte der Bundesländer
sitzen. Nach Angaben von zwei Insidern sind die Vertreter der Union im Beirat
geschlossen dafür, Kurth und Cronenberg erneut zu nominieren. Eine vom
Bundeswirtschaftsministerium befürwortete Kandidatur des Kanzleramts-Beamten
Johannes Kindler sei von den Beiratsmitgliedern ausdrücklich abgelehnt worden.
Allerdings sollen Kurth und Cronenberg nach dem Willen von CDU/CSU jeweils nur
Zweijahres-Verträge erhalten, verlautete aus diesen Quellen.
Die SPD ist ebenfalls für die beiden Amtsinhaber, will sie aber erneut für
fünf Jahren bestellen. "Das ist die bisherige Rechtslage, und es gibt keinen
Grund, nicht wieder entsprechend zu verlängern", sagte eine weitere Person, die
mit der Sache zu tun hat. Der Vertrag des 54 Jahre alten Chefregulierers
Matthias Kurth läuft im Februar 2007 aus. Seine erste fünfjährige Amtszeit war
bis Anfang 2006 gelaufen. Mit Blick auf die - später gescheiterte - Bewerbung
Kurths für den Chefposten der Internationalen Fernmeldeunion war sein Vertrag
danach nur um ein Jahr fortgeschrieben worden.
Die Amtszeit seines Stellvertreters Cronenberg, der bei der
Bundesnetzagentur für die Postmärkte zuständig ist, läuft mit Erreichen seines
65. Lebensjahres Ende 2006 aus. Außerdem besteht die Spitze der dem
Wirtschaftsministerium unterstellten Bonner Behörde aus der Vizepräsidentin
Iris Henseler-Unger, die noch einen Vertrag bis Anfang 2009 hat. Die
Netzagentur beaufsichtigt die Bereiche Telekommunikation, Post, Energie und
Bahn.
Webseiten: http://BNetzA.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/smh
07.12.2006 - 16:06:07
Koalition uneins über Amtsdauer von Netzagentur-Präsident Kurth
(Wiederholung)
FRANKFURT/BERLIN (Dow Jones)--Dem Präsidenten der Bundesnetzagentur,
Matthias Kurth, ist eine weitere Amtszeit so gut wie sicher, allerdings gibt es
zwischen den Koalitionsparteien noch Uneinigkeit über deren Dauer. Die SPD
plädiert dafür, den im Februar auslaufenden Vertrag des 54-jährigen
SPD-Mitglieds Kurth um fünf Jahre zu verlängern. "Wir wollen eine neue, volle
Amtszeit für Herrn Kurth", sagte der energiepolitische Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Hempelmann, am Donnerstag zu "Dow Jones Energy
Daily".
Hempelmann ist Mitglied des Beirates der Bundesnetzagentur, der am
kommenden Montag über eine weitere Amtszeit für Kurth beraten wird. Die
Kompetenz von Kurth sei über alle Parteigrenzen hinweg unumstritten, "deshalb
sehe ich für eine Begrenzung einer neuen Amtsperiode keine Grundlage", sagte
Hempelmann.
CDU/CSU wollen dagegen eine weitere Amtszeit Kurths auf zwei Jahre
begrenzen, erfuhr "Dow Jones Energy Daily" aus Unionskreisen in Berlin.
Ebenfalls um zwei weitere Jahre verlängern will die Union die Amtszeit des
Vize-Präsidenten der Bundesnetzagentur, Martin Cronenberg. Für den 65-jährigen
Cronenberg war eigentlich Johannes Kindler als Nachfolger im Gespräch, der im
Bundeskanzleramt für Energiepolitik zuständig ist. Dieser Personalvorschlag ist
aber nunmehr offenbar vom Tisch. Cronenberg steht der Union nahe.
Ein Sprecher der Bundesnetzagentur wollte sich auf Anfrage nicht zu dem
Thema äußern. Bundesnetzagentur-Präsident Kurth war 2001 auf Vorschlag der
rot-grünen Bundesregierung Chef der Regulierungsbehörde geworden. Kurth hatte
sich im November um den Vorsitz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU)
beworben, war aber bei der Wahl nicht berücksichtigt worden.
-Von Klaus Hinkel, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300,
konjunktur.de@dowjones.com
Webseite: www.bundesnetzagentur.de
DJG/hil/kth/apo
-0-
07.12.2006 - 16:05:43
TAGESVORSCHAU/8. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
00:50 JP/BIP 3Q (2. Veröffentlichung)
06:00 JP/Auftragseingang Maschinenbau Oktober
***08:00 DE/Destatis, Leistungsbilanz Oktober
PROGNOSE: +7,7 Mrd EUR
zuvor: +9,4 Mrd EUR
Handelsbilanz Oktober
PROGNOSE: +13,0 Mrd EUR
zuvor: +15,6 Mrd EUR
08:00 DE/Destatis, Insolvenzen September
***12:00 DE/Bundeswirtschaftsministerium (BMWi),
Produktion im Produzierenden Gewerbe Oktober
saisonbereinigt
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+5,5% gg Vj
zuvor: -0,3% gg Vm/+6,3% gg Vj
***12:00 FR/OECD, Frühindikator Oktober
***14:30 US/Arbeitsmarktdaten November
Beschäftigung ex Agrar
PROGNOSE: +118.000 gg Vm
zuvor: +92.000 gg Vm
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 4,4%
zuvor: 4,4%
***16:00 US/Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan
Dezember (1. Umfrage)
PROGNOSE: 92,5
zuvor: 92,1
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH,
Ausschreibung unverzinsliche Schatzanweisungen (Bubills)
über 6 Mrd EUR
*** - DE/Alta Fides AG, voraussichtlich Erstnotiz im
Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der BMG Music Publishing Group durch
Universal Music Group Inc, Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
des UMTS-Geschäfts der Nortel Networks Ltd durch Alcatel SA,
Brüssel
- AT/Feiertag ("Mariä Empfängnis"), Börse geschlossen
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla
-0-
07.12.2006 - 16:04:00
TABELLE/EZB-Projektionen (Dez 2006) für die Eurozone 2006/2008
=== 2006 2006* 2007 2007* 2008
Verbraucherpreise HVPI 2,1-2,3 2,3-2,5 1,5-2,5 1,9-2,9 1,3-2,5
Reales BIP-Wachstum 2,5-2,9 2,2-2,8 1,7-2,7 1,6-2,6 1,8-2,8
- Privater Konsum 1,8-2,2 1,8-2,2 1,3-2,3 0,9-2,1 1,2-2,8
- Öffentl. Konsum 1,4-2,6 1,0-2,0 0,5-1,5 0,7-1,7 0,8-1,8
- Bruttanlageinvest. 4,4-5,4 3,0-4,6 2,5-5,5 2,1-5,3 1,8-5,0
- Exporte** 6,6-9,4 6,0-8,8 4,2-7,4 3,4-6,6 4,2-7,4
- Importe** 6,7-9,3 5,7-8,7 3,9-7,3 3,1-6,5 4,0-7,4
- positive Änderungsraten in Prozent zum Vorjahr
- Projektionen beruhen auf Annahme eines Geldmarktsatzes (Dreimonats-
EURIBOR) von 4,0% (2007) bzw. 3,8% (2008), eines Euro-Kurses von
1,28 USD über dem gesamten Projektionszeitraum und eines Ölpreises
von 64,6 USD (2007) bzw. 67,2 USD (2008)
- erstmals Veröffentlichung von Projektionen für 2008
- ab 2007 ist erstmals Slowenien in die Projektionen einbezogen
- * Projektionen vom 31. August 2006
- ** Waren und Dienstleistungen
===
DJG/ptt
-0-
07.12.2006 - 15:53:22
TUI informiert am 15. Dezember ... (zwei)
Der Aufsichtsrat von Europas größtem Reisekonzern will früheren Angaben
zufolge während dieser Sitzung über weitere strukturelle Veränderungen im
Konzern befinden und damit auf die unbefriedigende Ergebnissituation
reagieren. Bislang hätten die Sparmaßnahmen nicht dazu geführt, die
Ergebnisziele zu realisieren, hieß es nach der Strategietagung Ende August in
Salzburg.
Damals hatte der Aufsichtsrat zur Verbesserung der Situation die
Zusammenführung der beiden deutschen TUI-Fluggesellschaften Hapagfly und
Hapag-Lloyd Express beschlossen und die Prüfung weiterer strategischer Optionen
im deutschen Flugmarkt angekündigt.
Abgesehen davon will der Vorstand das im Konzern gebundene Kapital und die
Zentralkosten senken. Auch hierzu dürften am 15. Dezember Details genannt
werden. TUI selbst hatte nach der Strategietagung die Festlegung der Details
Anfang Dezember und die zeitnahe Information darüber angekündigt.
Webseite: http://www.tui-group.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/brb
-0-
07.12.2006 - 15:52:24
Koalition uneins über Amtsdauer von Netzagentur-Präsident Kurth
FRANKFURT/BERLIN (Dow Jones)--Dem Präsidenten der Bundesnetzagentur,
Matthias Kurth, ist eine weitere Amtszeit so gut wie sicher, allerdings gibt es
zwischen den Koalitionsparteien noch Uneinigkeit über deren Dauer. Die SPD
plädiert dafür, den im Februar auslaufenden Vertrag des 54-jährigen
SPD-Mitglieds Kurth um fünf Jahre zu verlängern. "Wir wollen eine neue, volle
Amtszeit für Herrn Kurth", sagte der energiepolitische Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Hempelmann, am Donnerstag zu "Dow Jones Energy
Daily".
Hempelmann ist Mitglied des Beirates der Bundesnetzagentur, der am
kommenden Montag über eine weitere Amtszeit für Kurth beraten wird. Die
Kompetenz von Kurth sei über alle Parteigrenzen hinweg unumstritten, "deshalb
sehe ich für eine Begrenzung einer neuen Amtsperiode keine Grundlage", sagte
Hempelmann.
CDU/CSU wollen dagegen eine weitere Amtszeit Kurths auf zwei Jahre
begrenzen, erfuhr "Dow Jones Energy Daily" aus Unionskreisen in Berlin.
Ebenfalls um zwei weitere Jahre verlängern will die Union die Amtszeit des
Vize-Präsidenten der Bundesnetzagentur, Martin Cronenberg. Für den 65-jährigen
Cronenberg war eigentlich Johannes Kindler als Nachfolger im Gespräch, der im
Bundeskanzleramt für Energiepolitik zuständig ist. Dieser Personalvorschlag ist
aber nunmehr offenbar vom Tisch. Cronenberg steht der Union nahe.
Ein Sprecher der Bundesnetzagentur wollte sich auf Anfrage nicht zu dem
Thema äußern. Bundesnetzagentur-Präsident Kurth war 2001 auf Vorschlag der
rot-grünen Bundesregierung Chef der Regulierungsbehörde geworden. Kurth hatte
sich im November um den Vorsitz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU)
beworben, war aber bei der Wahl nicht berücksichtigt worden.
Webseite: www.bundesnetzagentur.de
DJG/hil/kth/apo
-0-
07.12.2006 - 15:49:25
E.ON investiert 500 Mio EUR in britischen Offshore-Windpark
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON AG will rund 500 Mio EUR in den größten
Offshore-Windpark Großbritanniens mit einer Gesamtleistung von 180 Megawatt
(MW) investieren. Der Düsseldorfer Energiekonzern plant dabei vor der
schottischen Küste den Bau von 60 Windkraftanlagen, die jeweils eine Leistung
von 3 MW haben. Der Offshore-Park mit dem Namen "Robin Rigg" soll 2009 in
Betrieb genommen werden und dann jährlich rund 550 Mio Kilowattstunden Strom
produzieren, wie E.ON am Donnerstag bekannt gab.
Nach Angaben des Unternehmens deckt die Strommenge den Jahresbedarf von
rund 150.000 Haushalten. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung würden
mit dem geplanten Windpark rund 230.000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart.
E.ON betreibt in Großbritannien bereits seit 2004 einen kleineren
Offshore-Park mit einer Gesamtleistung von 60 MW. In Deutschland und Dänemark
plant der Konzern ebenfalls mehrere solcher Anlagen. Der Anteil an erneuerbaren
Energien, der zurzeit bei 11% im Konzern liegt, soll damit weiter ausgebaut
werden.
Webseite: http://www.eon.com
DJG/hei/brb
07.12.2006 - 15:48:14
SPD-Politiker kritisieren EZB-Zinserhöhung
BERLIN (Dow Jones)--Führende Vertreter der SPD-Bundestagsfraktion haben die
Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) als konjunkturschädlich
kritisiert. "Leider setzt die EZB mit der Leitzinsanhebung ein Zeichen, das
sich gleich doppelt negativ auf die Konjunktur auswirken könnte", erklärte der
stellvertretende Fraktionsvorsitzende Joachim Poß am Donnerstag. "Mit der
heutigen Zinserhöhung erweist sich die Zinspolitik der EZB wieder einmal als
Konjunkturrisiko", warnte er in einer Mitteilung in Berlin.
Die Zinserhöhung könne nicht nur zu teureren Krediten für Konsum und
Investitionen führen. Mit dem Drehen an der Zinsschraube im Euroraum erhöhe die
EZB auch den Druck auf den US-Dollar weiter: Durch die Verringerung der
Zinsdifferenz zwischen USA und Euroland könnte der Eurokurs gegenüber dem
Dollar weiter in die Höhe getrieben werden. "Es wäre bedauerlich, wenn die EZB
dadurch der für die Konjunktur so wichtigen Exportwirtschaft einen Dämpfer
verpassen würde", meinte Poß.
Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ludwig Stiegler unterstrich
in einer anderen Mitteilung, die fortwährenden Zinserhöhungsentscheidungen der
EZB hätten schon Bremsspuren in der bisherigen konjunkturellen
Aufschwungsbewegung hinterlassen, in dem sie ein andernfalls noch höheres
Wachstumsergebnis behinderten. "Nun muss damit endlich Schluss sein", forderte
Stiegler. "Die EZB soll schleunigst von ihrem Zangenangriff auf die deutsche
Konjunktur Abstand nehmen", verlangte er. Der Inflationsdruck sei ausgesprochen
gering.
Die Zinsanhebung vom Donnerstag dürfe keinesfalls eine neuerliche
Zinserhöhungsrunde einläuten. "Dies würde den weiteren Konjunkturaufschwung
ernsthaft gefährden", warnte er. Binnenwirtschaftliche Investitionen und Konsum
würden dadurch nochmals verteuert, und die mit Zinserhöhungen verbundene
weitere Euroaufwertung würde der deutschen Außenwirtschaft fühlbar schaden und
ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten mindern, befürchtet auch
Stiegler.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/apo
-0-
07.12.2006 - 15:39:23
Bayer investiert zusätzlich 80 Mio EUR in China und Indien
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Kunststoffsparte der Bayer AG erweitert mit
zusätzlichen Investitionen in China und Indien in Höhe von 80 Mio EUR ihr
Produktions-Netzwerk in Asien. Damit solle dort in den nächsten Jahren ein
Netzwerk aufgebaut werden, das vor Ort technischen Service bieten und die
Kunden rasch und flexibel beliefern könne, teilte der Teilkonzern
MaterialScience am Donnerstag mit.
So werden in China und Indien weitere Compoundieranlagen errichtet.
Außerdem erhält der Compoundierbetrieb in Shanghai, der seit 2005 produziert,
zusätzlich ein Color Competence Center. Zusammen mit dem Polymer Research and
Development Center in Pudong, Shanghai, entstehe somit ein wichtiges Zentrum
für die asiatischen und chinesischen Kunden.
In der ersten Hälfte 2008 soll in Süd-China eine Compoundieranlage mit
einem weiteren integrierten Color Competence Center in Betrieb gehen. Als
anschließender Schritt ist eine Investition nach gleicher Konzeption am neuen
Standort von Bayer MaterialScience im indischen Neu-Delhi Ende 2008 geplant.
Das Netzwerkkonzept der bereits bestehenden Compoundierungen mit
integrierten Color Competence Centern in Italien, den USA und Thailand werde
damit um mehrere Standorte in Asien erweitert, heißt es in der Mitteilung
weiter.
Webseite: http://www.bayerbms.de
DJG/rib/brb
07.12.2006 - 15:39:05
EZB/Trichet: Zinserhöhung wegen Risiken für ... (drei)
Mit Blick auf die Preisentwicklung betonte Trichet, dass die Teuerungsraten
zu Beginn des kommenden Jahres wieder steigen sollten, nachdem sie in den
vergangenen drei Monaten unter der Marke von 2% - und damit im Bereich der
EZB-Preisstabilitätsnorm - gelegen hatten. Die wieder anziehende Teuerung sei
auch Folge einer Anhebung der indirekten Steuern in Staaten wie Deutschland,
deutete der EZB-Präsident an.
Dabei präsentierte er im Rahmen der Inflationsprojektionen einen relativ
entspannten Preisausblick, merkte aber auch an, dass sich der EZB-Rat den
Stabsprojektionen nicht verpflichtet fühle. Den Projektionen zufolge rechnet
der EZB-Stab für 2006 mit einer jahresdurchschnittlichen Inflation zwischen
2,1% und 2,3%, für 2007 und 2008 wird die Teuerung zwischen 1,5% und 2,5% bzw.
1,3% und 2,5% gesehen. Für 2006 und 2007 fielen die Inflationsprojektionen
dabei teils deutlich niedriger aus als vor rund drei Monaten.
Trichet betonte dennoch, dass es Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung
gebe. Er begründete diese Sicht unter anderem mit der Möglichkeit eines
neuerlichen Ölpreisanstiegs und der Gefahr von stärkeren Lohnanstiegen, die
sich in Folge der kräftigen Konjunktur ergeben könnten. Darüber hinaus wies der
EZB-Präsident auf die anhaltend starke monetäre Dynamik hin, die er als
"eindrucksvoll" bezeichnete. Trichet betonte, die monetäre Entwicklung müsse
"sehr genau" beobachtet werden.
Webseite: www.ecb.int
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/apo
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07.12.2006 - 15:35:42
Kreditwirtschaft uneins über weiteren EZB-Zinskurs
BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Kreditwirtschaft hat sich nach der
Anhebung der Zinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) uneins über deren
weiteren Kurs gezeigt. Während der Bundesverband deutscher Banken (BdB) der EZB
dazu riet, nach der Erhöhung um 25 Basispunkte auf 3,50% nun erst einmal
abzuwarten und weitere Zinsschritte von den Wachstumsperspektiven und der
Lohnpolitik abhängig zu machen, forderte der Bundesverband der Deutschen
Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) einen weiteren Zinsschritt im ersten
Quartal 2007. Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB)
erwartete dagegen bis Mitte 2007 keine weiteren Schritte. Der Deutsche
Sparkassen- und Giroverband (DSGV) forderte die EZB zu weiterer Wachsamkeit
auf.
Der Geschäftsführende BdB-Vorstand Manfred Weber erklärte, in einem durch
verstärkte Unsicherheit über die künftige Wachstums- und Lohnentwicklung
geprägten Umfeld könne die EZB "zunächst einmal abwarten, bis sich ein klareres
Bild ergibt". Die schwächere US-Konjunktur und die anstehenden
Verbrauchsteuererhöhungen ließen 2007 ein geringeres Wachstumstempo im Euroraum
erwarten. Die Inflationsrate werde wohl ab Januar die Marke von 2% wieder
übersteigen.
"Wenn die Lohnpolitik weiterhin Augenmaß behält, dann dürfte dies in
Anbetracht des intensiven Wettbewerbs allerdings keinen sich selbst
verstärkenden Inflationsprozess in Gang setzen", meinte Weber. Er erinnerte
auch daran, dass die jüngste Euro-Aufwertung über langsamer steigende
Importpreise die Inflationsrisiken dämpfe.
Der BVR verlangte hingegen, die geldpolitische Straffung trotz Euro-Stärke
fortzusetzen. Die mittelfristigen Inflationsrisiken wiesen eindeutig nach oben.
In den vergangenen Jahren habe sich beträchtliche Überschussliquidität
aufgebaut. Im Zuge der besseren Konjunkturlage gehe damit ein erhebliches
Inflationspotential einher. Im ersten Quartal des kommenden Jahres sei ein
weiterer Zinsschritt der EZB angezeigt. An der Notwendigkeit einer Zinserhöhung
ändere auch die jüngste Euro-Aufwertung nichts. Auf eine weitere Anhebung des
Leitzinses im kommenden Jahr solle die EZB nur verzichten, wenn sich die
Euro-Aufwertung spürbar und nachhaltig in Richtung der Marke von 1,40 EUR/USD
fortsetze.
Der VÖB begrüßte die EZB-Zinsanhebung. Bis Jahresende 2007 rechnet der
Verband mit höchstens einem weiteren Zinsschritt ab der Jahresmitte auf dann
3,75%. Dazu könne sich die EZB entschließen, falls sich die Konjunktur im
Euroraum im ersten Halbjahr robuster erweise als erwartet. Eine Zinserhöhung
sei aber kein probates Mittel gegen steuerinduzierte Inflationsrisiken.
Mit Blick auf den Devisenmarkt sah der VÖB die EZB vor einer Gratwanderung:
Einerseits erfordere die gute konjunkturelle Entwicklung keine allzu weichen
Signale, andererseits könne die Ankündigung einer Zinserhöhung zum weiteren
Anstieg des Euro im Verhältnis zum US-Dollar führen. Die EZB müsse daher die
Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr abwarten.
Der DSGV erklärte, die EZB gebe mit der Zinserhöhung ein "klares
Stabilitätssignal". Auch 2007 müsse die EZB "weiter wachsam bleiben", forderte
das Geschäftsführende DSGV-Vorstandsmitglied Karl-Peter Schackmann-Fallis. Im
nächsten Jahr seien preisdämpfende Effekte durch den steigenden Euro-Kurs zu
erwarten, zumindest dann, wenn der Kurs dauerhaft das gegenwärtig erreichte
Niveau beibehalte oder noch weiter überschreite.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/apo
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07.12.2006 - 15:23:17
Beirat kritisiert Regulierungspläne von Glos für Energiemarkt
BERLIN (Dow Jones)--Der Wissenschaftliche Beirat beim
Bundeswirtschaftsministerium hat die von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos
geplante Verschärfung der Missbrauchsaufsicht im Energiemarkt kritisiert. In
einem Schreiben forderte der Beirat Glos auf, er möge die hohen Strom- und
Gaspreise nicht zum Anlass nehmen, die wettbewerbsrechtliche
Missbrauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen der Energiewirtschaft
"um einen Kostenstandard für die Beurteilung von Preisen zu ergänzen". Hohe
Preise und hohe Gewinne seien kein Grund für ein derartiges staatliches
Eingreifen, sagte der Beiratsvorsitzende Axel Börsch-Supan am Donnerstag in
Berlin.
Die hohen Strom- und Gaspreise seien noch kein Beleg für ein Versagen des
Wettbewerbs auf dem deutschen Energiemarkt. Es sei nicht ohne Weiteres
ersichtlich, ob und inwiefern diese auf missbräuchliches Verhalten der
Energiewirtschaft zurückzuführen seien. Selbst wenn tatsächlich ein Missbrauch
vorliege, sei nicht erkennbar, warum die bisherigen Regelungen zur
Missbrauchsaufsicht des Bundeskartellamtes nicht ausreichten.
Die Experten kritisieren vor allem, dass es marktbeherrschenden Konzernen
gesetzlich verboten werden soll, Entgelte zu erheben, die die Kosten "in
unangemessener Weise" überschreiten. Der vorgesehene Gesetzestext mache dabei
nicht deutlich, was genau unter Kosten zu verstehen sei. Insgesamt sei die
geplante Regelung ordnungspolitisch problematisch, schaffe Rechtsunsicherheit
und werde das Problem der hohen Energiepreise nicht beheben. Die Erfahrung
zeige vielmehr, dass hierdurch Unternehmen "zum Kostenmachen" veranlasst
würden, etwa indem sie überschüssige Kapazitäten aufbauten.
Gewinne seien in der Marktwirtschaft etwas Normales. Sie setzten Signale
für neue Investitionen. "Diese Signalwirkung darf nicht gestört werden",
forderte der Beiratsvorsitzende. Genau das geschehe aber, wenn Preise an
Durchschnittskosten gemessen und Gewinne als solche, "ohne weitere Prüfung der
Missbräuchlichkeit, zur Grundlage der Beanstandung herangezogen würden. "Es ist
nicht automatisch als Wettbewerbsversagen zu werten, wenn Unternehmen Gewinne
machen, selbst wenn diese sehr hoch sind."
Der Beirat verkenne nicht, dass Marktmacht in der Energiewirtschaft ein
wirtschaftspolitisches Problem ersten Ranges darstelle. Im Vergleich zu anderen
Sektoren weise die deutsche Energiewirtschaft eine sehr hohe horizontale und
vertikale Konzentration auf. "Die Gewinne, die die Unternehmen der
Energiewirtschaft erzielen, beruhen gewiss nicht durchweg auf Erfolgen im
Leistungswettbewerb", heißt es im Schreiben des Beirates. Sie beruhten auch auf
den hohen Entgelten für die Netznutzung, die die Unternehmen wegen ihrer
natürlichen Monopolstellungen erhielten.
Dagegen müsse jedoch mit wettbewerbsrechtlichen Instrumenten vorgegangen
werden. Der Beirat unterstützte daher "ausdrücklich das Vorhaben, den
Wettbewerb im Energiebereich durch geeignete Strukturmaßnahmen zu stärken".
Hierzu zählten etwa ein erleichterter Netzzugang für neue Kraftwerke.
Glos erklärte als Reaktion auf die Kritik des Beirates, dass er die Sorge
um die Entwicklung der Wettbewerbsverhältnisse und Preise in der deutschen
Energiewirtschaft teile, bei der Wahl der Instrumente aber anderer Auffassung
sei. "Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir mit unserem Maßnahmenpaket den
Wettbewerb auf dem Energiemarkt entscheidend voranbringen", erklärte der
Minister. Ernstzunehmende alternative Vorschläge, die nicht zu einem massiven
Eingriff in das private Eigentum führen würden, sehe er derzeit nicht.
Die Befürchtungen des Beirates, Preiskorrekturen der Kartellbehörde
aufgrund eines falsch ausgelegten Kostenbegriffs könnten zu ordnungspolitischen
Verwerfungen führen, sah Glos als unbegründet an. "Im Unterschied dazu bin ich
allerdings optimistisch, dass es zumindest dem in meinem Geschäftsbereich
tätigen Bundeskartellamt gelingen wird, den Kostenbegriff so anzuwenden, dass
die bezeichneten schädlichen Wirkungen vermieden werden", schrieb der Minister.
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/kth
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07.12.2006 - 15:22:17
EZB/Trichet: Zinserhöhung wegen Risiken für ... (zwei)
Trichet betonte, dass die Entscheidung im EZB-Rat einstimmig gefallen sei.
Im Gegensatz zu vorangegangenen Pressekonferenzen verzichtete er diesmal auf
die Bemerkung, dass eine weitere geldpolitische Straffung erforderlich sei,
wenn sich das Basisszenario der EZB über die Konjunkturentwicklung bestätigen
werde. Vielmehr verwies Trichet darauf, dass die EZB keine vorgefassten
Zinsentscheidungen fälle.
Mit Blick auf die aktuelle Konjunkturentwicklung sprach der EZB-Präsident
von einer anhaltend robusten und nachhaltigen Erholung. "Es sind weiterhin die
Bedingungen für ein Wachstum am Potenzialpfad gegeben", sagte Trichet. Er
verwies diesbezüglich auf das weiterhin positive globale Umfeld und auf
günstige Finanzierungsbedingungen. "Die Inlandsnachfrage im Euroraum sollte ihr
Momentum behalten, die Investitionen sollten dynamisch bleiben und der private
Verbrauch dürfte sich weiter verstärken", sagte Trichet.
Vor diesem Hintergrund präsentierte Trichet die neuen Wachstumsprojektionen
der EZB. Demnach rechnet der EZB-Stab für das laufende Jahr mit einem Wachstum
des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen 2,5% und 2,9%, für 2007 wird ein
Wachstum von 1,7% und 2,7% projiziert. Für beide Jahre wurden die Projektionen
gegenüber Ende August hochgesetzt, was Trichet mit den günstigen Folgen der
niedrigeren Energiepreise begründete. Zudem projiziert der EZB-Stab für 2008
ein Wachstum der Euroraum-Wirtschaft zwischen 1,8% und 2,8%; für dieses Jahr
lag bislang keine offizielle Projektion vor.
Trichet betonte, dass die konjunkturellen Risiken bis Ende des
Projektionshorizonts auf der Abwärtsseite lägen. Als Grund hierfür führte er
unter anderem einen möglichen abermaligen Anstieg der Ölpreise und die globalen
Ungleichgewichte an. Mit Blick auf die zuletzt scharfe Aufwertung des Euro
sagte Trichet, dass ungeordnete Wechselkursbewegungen "unerwünscht" sind.
DJG/ptt/apo
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07.12.2006 - 15:12:54
US-Anleihen starten gut behauptet
NEW YORK (Dow Jones)--Gut behauptet tendieren die US-Anleihen am Donnerstag
zum Start des New Yorker Handels. Gegen 15.07 Uhr MEZ steigen zehnjährige Titel
mit einem Kupon von 4,625% um 2/32 auf 101-6/32 und rentieren mit 4,48%. Der
mit 4,50% verzinste Longbond klettert um 5/32 auf 98-19/32 und rentiert mit
4,59%.
DJG/reh
07.12.2006 - 15:06:17
EUREX/Renten-Futures etwas leichter - Zinsentscheid wie erwartet
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Renten-Futures geben am Donnerstag im Verlauf
leicht nach. Der Roll aus dem Dezember- in den März-Kontrakt am Vormittag sei
ohne große Verwerfungen gelaufen. In den vergangenen Tagen sei bereits ein
großer Teil des Rolls "über die Bühne gegangen". Die Europäische Zentralbank
hat, wie im Handel erwartet, die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 3,5% erhöht.
Der begleitende Kommentar von EZB-Präsident setzt den Rentenmarkt leicht unter
Druck. Belastend wirkten sich unter anderem die Aussagen zu starkem monetären
Wachstum auf Grund niedriger Zinsen aus, was Preisrisiken in sich berge. Im
Vorfeld der Sitzung hätten zudem einige Marktteilnehmer auf eine Pause im
Zinserhöhungszyklus spekuliert, dies werde nun am Rentenmarkt ausgepreist.
Der März-Kontrakt des Bund-Futures verliert bis 14.55 Uhr 6 Ticks auf
118,59%. Das Tageshoch liegt bei 118,82% und das Tagestief bei 118,55%.
Umgesetzt wurden rund 548.000 Kontrakte. Der März-Kontrakt auf den Bobl-Future
notiert bei 110,06%.
DJG/thl/reh
07.12.2006 - 14:56:43
EZB/Trichet: Zinserhöhung wegen Risiken für Preisstabilität
FRANKFURT (Dow Jones)-- Die Zinsen im Euroraum sind nach Einschätzung von
Jean-Claude Trichet, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), immer
noch niedrig. "Der Geldpolitik ist weiterhin akkommodierend", betonte der
EZB-Präsident am Donnerstag nach der sechsten Zinserhöhung der Notenbank
innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Trichet begründete den abermaligen
Zinsschritt mit den anhaltenden Aufwärtsrisiken für die Preisstabilität. Er
verwies in diesem Zusammenhang auch auf das fortgesetzt starke Wachstum der
Geldmengen- und Kreditaggregate. "Wir werden die weitere Preisentwicklung sehr
genau beobachten", sagte Trichet.
Zuvor hatte die EZB wie erwartet ein weiteres Mal ihre Leitzinsen um 25
Basispunkte erhöht. Der wichtigste Zins der Notenbank stieg damit auf 3,50%,
sein höchstes Niveau seit Herbst 2001. Die meisten Beobachter sagen zurzeit
voraus, dass die EZB im ersten Quartal 2007 abermals die Zinsen anheben wird,
danach jedoch in eine längere Zinspause geht.
DJG/ptt/apo
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07.12.2006 - 14:55:15
DOKUMENTATION/Einleitende Bemerkungen von EZB-Präsident Trichet
Dow Jones Newswires sendet im Anschluss die Einleitenden Bemerkungen des
EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet zum aktuellen Zinsbeschluss im Wortlaut.
"Ladies and gentlemen, the Vice-President and I are very pleased to welcome
you to today's press conference. Let me report on the outcome of our meeting,
which was also attended by the President of the Eurogroup, Prime Minister
Juncker, and Commissioner Almunia.
At today's meeting, we decided to increase the key ECB interest rates by 25
basis points. This decision reflects the upside risks to price stability over
the medium term that we have identified through both our economic and monetary
analyses. Today's decision will contribute to ensuring that medium to
longer-term inflation expectations in the euro area remain solidly anchored at
levels consistent with price stability. Such anchoring is a prerequisite for
monetary policy to make an ongoing contribution towards supporting sustainable
economic growth and job creation in the euro area. After today's increase, our
monetary policy continues to be accommodative, with the key ECB interest rates
remaining at low levels, money and credit growth strong, and liquidity in the
euro area ample by all plausible measures. Therefore, looking ahead, acting in
a firm and timely manner to ensure price stability in the medium term is
warranted. The Governing Council will monitor very closely all developments so
that risks to price stability over the medium term do not materialise.
Turning first to the economic analysis, according to Eurostat's first
estimate, the quarter-on-quarter growth rate of real GDP in the euro area for
the third quarter of 2006 was 0.5%. The data thus confirm our assessment that
economic activity continued to expand robustly, while moderating from the very
strong rates seen in the first half of the year. Domestic demand remained the
main driver of economic growth in the third quarter, confirming the anticipated
broadening of the recovery and pointing to the increasingly self-sustaining
nature of economic expansion in the euro area. The information on economic
activity from various confidence surveys and indicator-based estimates supports
the assessment that robust economic growth has continued in the fourth quarter
of this year.
Looking ahead, the conditions remain in place for the euro area economy to
grow at solid rates around potential. While some volatility in the quarterly
growth rates is likely to emerge around the turn of the year, associated with
the impact of changes in indirect taxes in a large euro area country, the
medium-term outlook for economic activity remains favourable. As regards the
external environment, economic growth has become more balanced across regions.
Helped in part by lower oil prices, global growth is robust, thereby providing
support for euro area exports. Domestic demand in the euro area is expected to
maintain its relatively strong momentum. Investment should remain dynamic,
benefiting from an extended period of very favourable financing conditions,
balance sheet restructuring, accumulated and ongoing strong earnings, and gains
in business efficiency. Consumption should also strengthen further over time,
in line with developments in real disposable income, as employment conditions
continue to improve.
This outlook is also reflected in the new Eurosystem staff macroeconomic
projections. The projections foresee average annual real GDP growth in a range
between 2.5% and 2.9% in 2006, between 1.7% and 2.7% in 2007 and between 1.8%
and 2.8% in 2008. Most recent forecasts by international organisations give a
broadly similar picture. In comparison with the September ECB staff
projections, the ranges projected for real GDP growth in 2006 and 2007 have
been revised upwards, largely reflecting the assumption of lower energy prices
and their impact on real disposable income.
In the Governing Council's view, the risks surrounding this broadly
favourable outlook for economic growth over the projection horizon lie on the
downside. The main risks relate to the possibility of a renewed increase in oil
prices, fears of a rise in protectionist pressures, especially after the
suspension of the Doha round of trade talks, and concerns about possible
disorderly developments owing to global imbalances.
As regards price developments, according to Eurostat's flash estimate,
annual HICP inflation rose to 1.8% in November 2006, from 1.6% in October and
1.7% in September. While no detailed breakdown of the November HICP data is
available as of yet, the lower annual HICP inflation rates recorded in the two
previous months reflected mainly the significant declines in crude oil prices
from August onwards, as well as base effects. While the outlook for energy
prices remains uncertain, on the basis of the oil prices currently implied by
the futures market overall inflation rates are likely to increase again in
early 2007 and then hover around 2% in the course of that year, also reflecting
the impact of higher indirect taxes.
The December Eurosystem staff projections see annual HICP inflation at
between 2.1% and 2.3% in 2006, between 1.5% and 2.5% in 2007 and between 1.3%
and 2.5% in 2008. Most recent forecasts by international organisations give a
broadly similar picture. Compared with the September 2006 ECB staff
projections, the ranges for 2006 and 2007 are somewhat lower, largely
reflecting the assumption of lower energy prices. In this context, let me
remind you of the conditional nature of these projections, which are based on a
series of technical assumptions, including market expectations for short and
long-term interest rates as well as for oil and non-energy commodity prices.
In the Governing Council's view, the outlook for price developments remains
subject to upside risks, stemming in particular from a pass-through of previous
oil price increases which is stronger than assumed in the baseline scenario,
the possibility of renewed oil price increases and additional increases in
administered prices and indirect taxes beyond those announced and decided thus
far. More fundamentally, given the favourable momentum of real GDP growth
observed over the past few quarters and the positive signs from labour markets,
wage developments could be stronger than currently expected. Therefore, it is
crucial that the social partners continue to meet their responsibilities. Wage
agreements should take into account productivity developments in connection
with the still high level of unemployment and positions in price
competitiveness. It is also important that wage settlements move away from
automatic, backward-looking indexation mechanisms.
Turning to the monetary analysis, annual M3 growth was unchanged at 8.5% in
October, remaining close to the highest rates observed since the introduction
of the euro, which points to inflationary risks at medium to longer horizons.
Increasing interest rates have exerted some influence over monetary
developments in recent months, although as yet mainly by triggering shifts
among the components of M3 rather than constraining the expansion of M3 itself.
In particular, the annual growth rate of M1 has moderated somewhat, reflecting
shifts from overnight deposits into other components of M3 which offer more
market-related returns.
More generally, the rate of monetary and credit expansion remains rapid,
reflecting the low level of interest rates and the strengthening of economic
activity in the euro area. In particular, loans to the private sector continue
to grow at double-digit rates on an annual basis, their dynamism remaining
broadly based across the household and corporate sectors. In the context of
rising interest rates, the growth of household borrowing has shown signs of
stabilisation in recent months, albeit at very high growth rates. By contrast,
the growth of borrowing by non-financial corporations continues to trend
upwards and has now reached rates of over 12% on an annual basis, the highest
seen since the early 1990s. Thus, when the counterparts of M3 are considered,
the main driver of strong monetary growth remains the expansion of credit to
the private sector.
Taking a medium to longer-term perspective, the latest developments are
consistent with a continuation of the persistent upward trend in the underlying
rate of monetary expansion, identified by the ECB's monetary analysis since
mid-2004. Furthermore, following several years of robust monetary growth, the
liquidity situation in the euro area is ample by all plausible measures.
Continued strong monetary and credit growth in an environment of ample
liquidity point to upside risks to price stability over the medium to longer
term. Monetary developments therefore continue to require very careful
monitoring, particularly against the background of improved economic conditions
and continued strong property market developments in many parts of the euro
area.
To sum up, annual inflation rates are projected to hover around 2% in the
coming two years, with risks to this outlook remaining on the upside. In
addition, given the ongoing marked dynamism of monetary and credit growth in an
environment of ample liquidity, a cross-check of the outcome of the economic
analysis with that of the monetary analysis supports the assessment that upside
risks to price stability prevail over the medium to long term. It is essential
that inflation expectations remain firmly anchored at levels consistent with
price stability. Indeed, acting in a firm and timely manner to ensure price
stability in the medium term is warranted. The Governing Council will therefore
monitor very closely all developments so that risks to price stability over the
medium term do not materialise.
As regards fiscal policy, the European Commission's autumn forecasts
suggest that deficits will fall below 3% of GDP in most euro area countries by
2007. This is welcome. However, the projected improvements in fiscal balances
can only partly be attributed to substantial progress in structural
consolidation, as higher economic growth and revenue windfalls are playing an
important role. Moreover, in a number of countries with fiscal imbalances,
adjustment efforts still fall short of what is needed to meet their respective
medium-term objectives in a timely manner and thus fulfil the requirements of
the revised Stability and Growth Pact. This is of major concern. It is
therefore crucial that forthcoming updates of the stability programmes not only
envisage significant progress towards the correction of excessive deficits in a
sustainable manner but also make sufficient headway towards safe budgetary
positions in the countries concerned. For all countries it is paramount that
pro-cyclical policies be avoided in the current economic upswing. More progress
is also needed with fiscal structural reform as part of a comprehensive
medium-term strategy to improve economic incentives and the soundness of social
security systems. This would be a crucial contribution of fiscal policies to
economic growth and fiscal sustainability as well as to confidence in the
revised Stability and Growth Pact.
As regards structural reforms, the Governing Council welcomed the 2006
progress reports submitted by EU Member States on their 2005-08 national reform
programmes, in line with the renewed Lisbon Strategy. Although it is
encouraging that many concrete reform steps are being taken or are planned,
there is still a considerable way to go to make the euro area a more dynamic
economy, which is crucial to meeting the challenges of globalisation,
population ageing and rapid technological change. Reform measures should foster
more integrated, flexible and competitive economies in the euro area, thus
allowing more efficient adjustment processes and a stronger resilience to
shocks. These are essential conditions for the substantial benefits of the
single currency to be better exploited and for the economic performance to
improve in both the euro area as a whole and in each member state.
We are now at your disposal for questions."
DJG/apo
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07.12.2006 - 14:53:09
EZB senkt Inflationsprojektion für 2007
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die künftige
Entwicklung der Inflation im Euroraum etwas entspannter. Im Rahmen seiner am
Donnerstag vorgestellten vierteljährlichen Projektionen geht der EZB-Stab davon
aus, dass die Teuerung auf Verbraucherebene 2007 im Durchschnitt zwischen 1,5%
und 2,5% (Mittel: 2,0%) liegen wird. Bisher hatte die EZB einen
Teuerungsbereich von 1,9% bis 2,9% projiziert. Für 2008 sieht die EZB die
Inflation im Bereich von 1,3% bis 2,5% (Mittel: 1,9%). Im laufenden Jahr - für
das noch die Dezember-Daten fehlen - dürfte die Inflation zwischen 2,1% und
2,3% betragen haben.
Gleichzeitig erhöhte der EZB-Stab die Projektionen für das Wachstum im
kommenden Jahr auf den Bereich 1,7% bis 2,7% (Mittel: 2,2%), Ende August war
eine Spannweite von 1,6% bis 2,6% genannt worden. Für 2008 wird das
Wirtschaftswachstum im Euroraum zwischen 1,8% und 2,8% (Mittel: 2,3%) gesehen.
Im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Spanne von 2,5%
und 2,9% gestiegen sein; BIP-Daten für das vierte Quartal stehen hier noch aus.
Die Projektionen der EZB gehen von festen Annahmen über die Entwicklung der
Geldmarktzinsen, des Wechselkurses und der Ölpreise aus. Für das Jahr 2008
wurden erstmals Projektionen veröffentlicht.
DJG/ptt/ces/apo
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07.12.2006 - 14:44:39
TUI informiert am 15. Dezember über Aufsichtsratsbeschlüsse
HANNOVER (Dow Jones)--Die TUI AG, Hannover, wird am 15. Dezember über die
Beschlüsse ihres Aufsichtsrates informieren. Um 10.00 Uhr sei eine
Pressekonferenz in Hamburg anberaumt worden, teilte der Touristikkonzern am
Donnerstag mit. Das Kontrollgremium tage am 14. Dezember.
DJG/kib/brb
07.12.2006 - 14:34:01
Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe kräftig gesunken
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen
der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 2. Dezember
saisonbereinigt um 34.000 auf 324.000 gefallen. Volkswirte hatten einen
Rückgang um 32.000 erwartet. Für die Vorwoche wurden die Daten auf plus 35.000
auf 358.000 (vorläufig: plus 34.000 auf 357.000) revidiert. Den Wert für den
gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das US-Arbeitsministerium am Donnerstag
mit 328.750 (Vorwoche revidiert: 325.250; vorläufig: 325.000) an. Damit wurde
der höchste Wert seit sechs Monaten registriert.
In der Woche zum 25. November erhielten 2,524 Millionen Personen
Arbeitslosenunterstützung, eine Zunahme gegenüber der Vorwoche um 57.000.
DJG/DJN/apo/kth
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07.12.2006 - 14:18:34
Regierung: Geändertes Telekommunikationsrecht keine "Lex VDSL"
BERLIN (Dow Jones)--Die Bundesregierung hat das Gesetz zur Änderung des
Telekommunikationsrechts detailliert gegen Kritik verteidigt. Das vom Deutschen
Bundestag in der vergangenen Woche verabschiedete Gesetz sei keine "Lex
Telekom" oder "Lex VDSL", betonte die Regierung in ihrer Antwort auf eine
Kleine Anfrage der Linksfraktion. Die Abgeordneten hatten laut
Bundestags-Pressedienst vom Donnerstag darauf verwiesen, dass in dem Gesetz
"neue Märkte" in der Regel von der Regulierung durch die Bundesnetzagentur
ausgenommen werden sollten und davon auch der Ausbau des VDSL-Glasfasernetzes
der Deutschen Telekom AG betroffen sei.
Im Gesetz sei eine Regelung gefunden worden, die entsprechende Prüfungen
durch die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde je nach zu erwartender
Markt- und Wettbewerbssituation mit unterschiedlichen Rechtsfolgen vorsieht,
unterstrich die Regierung laut "heute im bundestag". Für den Fall, dass vorab
mit einem dauerhaften "privaten Monopol" gerechnet werden müsse, dürfe auf
Regulierung nicht verzichtet werden. Das Gesetz sehe für diesen Fall auch
ausdrücklich keine Freistellung von der Regulierung vor.
Die konkrete Einzelfallprüfung obliege allerdings der Bundesnetzagentur.
Sie allein entscheide, ob auf der Basis dieser Regelung bestimmte Märkte
reguliert würden oder von der Regulierung befreit seien. Im Übrigen sei es
nicht die Aufgabe der Bundesregierung, Vorstellungen über mögliche
"Extraprofite" im Falle einer Freistellung bestimmter Unternehmen von der
Regulierung zu entwickeln. Ob Gewinne zeitweise in neuen Märkten erzielbar
sind, hänge vor allem von der Leistungsfähigkeit der Unternehmen und von den
konkreten Produkten und Diensten und erst in zweiter Linie von der
Regulierungsintensität ab.
Grundsätzlich sei es nicht Aufgabe des Gesetzgebers, in bestimmten Märkten
für eine angemessene Kapitalrendite der Unternehmen zu sorgen. Auch sei es
nicht Aufgabe der Regierung, konkrete Risikoprämien für bestimmte Märkte zu
berechnen. Eine staatliche Garantie für die Deckung der Investitionskosten gebe
es grundsätzlich nicht. Dies gelte sowohl für den Fall der Regulierung wie für
den Fall der Nichtregulierung, heißt es in der Antwort.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hatte bereits unmittelbar nach der
Billigung durch den Bundestag betont, dass die geplante Novelle des
Telekommunikationsgesetzes (TKG) nicht allein die Deutsche Telekom begünstigen
solle. "Ich will keine Lex Telekom", hatte Glos im Bundestag gesagt. Dieser
hatte am vergangenen Donnerstag die Novelle gebilligt, die eine weitgehende
Freistellung des neuen Breitbandnetzes der Deutschen Telekom AG von der
Preisregulierung vorsieht.
Der Bundestag war damit weiter auf Konfrontationskurs mit der Brüsseler
EU-Kommission gegangen, die bereits die Eröffnung eines Verfahrens gegen die
geplanten Regelungen angekündigt hat und notfalls die Bundesregierung vor dem
Europäischen Gerichtshof verklagen will. Die Koalitionsfraktionen hatten sich
zwar auf Änderungen an dem Plänen von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos
zur TKG-Novelle geeinigt, jedoch entscheidenden Forderungen der EU-Kommission
nicht Rechnung getragen. Nach der geplanten Regelung soll es eine Ausnahme von
der Regulierung für Unternehmen geben, die Investitionen in Infrastruktur
vornehmen und gleichzeitig neue Produkte anbieten. Der Bundesrat muss den
Bestimmungen noch zustimmen.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/bam
-0-
07.12.2006 - 14:14:42
NRW kürzt bei E.ON-Tochter beantragte Strompreiserhöhung um 63%
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium
hat der E.ON Westfalen Weser AG die Anhebung der Strompreise gestattet, die
beantragte Steigerung aber um 63% gekürzt. Wie das Ministerium am Donnerstag
mitteilte, hatte der E.ON-Regionalversorger eine Erhöhung der Strompreise zum
1. September 2006 und zum 1. Januar 2007 um netto insgesamt 2,50 Cent pro
Kilowattstunde beantragt. Genehmigt wurden lediglich 0,92 Cent.
Die Abschläge bei der E.ON-Tochter aus Paderborn, die insgesamt 573.000
Stromkunden versorgt, fielen damit deutlich stärker aus als bei anderen
Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. In der vergangenen Woche hatte das
Ministerium die Anträge bei zwei Regionalversorgern des RWE-Konzerns um 31%
beziehungsweise 32% gekürzt.
Webseite: http://www.wirtschaft.nrw.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/apo
07.12.2006 - 13:59:50
ÎAB: Immer mehr Menschen arbeiten in mehreren Jobs
NÜRNBERG (Dow Jones)--Immer mehr Menschen gehen in Deutschland mehr als
einer Beschäftigung nach. Zwischen 2002 und 2004 habe sich die Zahl der
Mehrfachbeschäftigten von 900.000 auf rund 1,5 Millionen erhöht, zeigt eine am
Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB). Die räumliche Verteilung der Mehrfachbeschäftigung
spiegelt demnach deutlich die regionale Arbeitsmarktlage wider, "in Regionen
mit vergleichsweise günstiger Beschäftigungssituation wird häufiger mehrfach
gearbeitet", so das IAB.
Der Anteil der Mehrfachbeschäftigten ist den IAB-Forschern zufolge zwischen
2002 und 2004 von 2,9% auf 4,7% gestiegen. Ein wesentlicher Grund für die
Zunahme seien die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen: Seit April 2003
können bei einem Mini-Job bis zu 400 EUR monatlich steuer- und abgabenfrei
hinzuverdient werden, auch wenn man einer sozialversicherungspflichtigen
Hauptbeschäftigung nachgeht. Diese Kombination sei mit Abstand die häufigste
Form der Mehrfachbeschäftigung, laut IAB üben 82% der Mehrfachbeschäftigten
neben einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit einen Mini-Job aus. 11%
kombinierten mehrere Mini-Jobs, 7% hätten mehrere sozialversicherungspflichtige
Beschäftigungen.
In Baden-Württemberg und Südbayern, also in Regionen mit vergleichsweise
günstiger Beschäftigungssituation, wird der Studie zufolge häufiger mehrfach
gearbeitet. Dabei sei vor allem die Kombination von
sozialversicherungspflichtiger und geringfügiger Beschäftigung maßgebend: Dort,
wo die Lage auf dem Arbeitsmarkt relativ entspannt sei, gebe es mehr
Möglichkeiten, ein Hauptbeschäftigungsverhältnis durch einen Zusatzjob
aufzustocken.
In strukturschwachen Regionen, vor allem im Osten Deutschlands, hätten
dagegen die beiden anderen Varianten der Mehrfachbeschäftigung einen
vergleichsweise hohen Anteil. Besonders die Kombination mehrerer Mini-Jobs sei
häufig aus der Not geboren, merken die IAB-Forscher dazu an. Diese Art von
Mehrfachbeschäftigung liege vor allem dann vor, wenn ein Arbeitsverhältnis
allein den Lebensunterhalt nicht ausreichend sichern könne.
DJG/ptt
-0-
07.12.2006 - 13:57:41
TABELLE/EZB-Zinssätze
===
Satz +/- in Zinskorridor aktuelles
Datum Prozent- Verfahren
punkt Refi-Geschäft
07.12.2006 3,50 +0,25 2,50 - 4,50 Zinstender
PROGNOSE 3,50
05.10.2006 3,25 +0,25 2,25 - 4,25 Zinstender
03.08.2006 3,00 +0,25 2,00 - 4,00 Zinstender
08.06.2006 2,75 +0,25 1,75 - 3,75 Zinstender
02.03.2006 2,50 +0,25 1,50 - 3,50 Zinstender
01.12.2005 2,25 +0,25 1,25 - 3,25 Zinstender
05.06.2003 2,00 -0,50 1,00 - 3,00 Zinstender
06.03.2003 2,50 -0,25 1,50 - 3,50 Zinstender
06.12.2002 2,75 -0,50 1,75 - 3,75 Zinstender
09.11.2001 3,25 -0,50 2,25 - 4,25 Zinstender
18.09.2001 3,75 -0,50 2,75 - 4,75 Zinstender
31.08.2001 4,25 -0,25 3,25 - 5,25 Zinstender
11.05.2001 4,50 -0,25 3,50 - 5,50 Zinstender
06.10.2000 4,75 +0,25 3,75 - 5,75 Zinstender
01.09.2000 4,50 +0,25 3,50 - 5,50 Zinstender
28.06.2000 4,25 0,0 3,25 - 5,25 Zinstender
09.06.2000 4,25 +0,50 3,25 - 5,25 Mengentender
28.04.2000 3,75 +0,25 2,75 - 4,75 Mengentender
17.03.2000 3,50 +0,25 2,50 - 4,50 Mengentender
04.02.2000 3,25 +0,25 2,25 - 4,25 Mengentender
05.11.1999 3,00 +0,50 2,00 - 4,00 Mengentender
09.04.1999 2,50 -0,50 1,50 - 3,50 Mengentender
22.01.1999 3,00 0,0 2,00 - 4,50 Mengentender
04.01.1999 3,00 0,0 2,75 - 3,25 Mengentender
01.01.1999 3,00 0,0 2,00 - 4,50 Mengentender
- Quelle Daten: Europäische Zentralbank (EZB)
- Webseite: http://www.ecb.int/home
Zinspolitische Sitzungen des EZB-Rates:
11.01.2007
08.02.2007
08.03.2007
12.04.2007
10.05.2007 (Dublin)
06.06.2007
05.07.2007
02.08.2007
06.09.2007
04.10.2007 (Wien)
08.11.2007
06.12.2007
10.01.2008
===
DJG/12/apo
-0-
07.12.2006 - 13:56:55
EZB erhöht Leitzinsen wie erwartet um 25 Basispunkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen
ein weiteres Mal um 25 Basispunkte angehoben. Damit steigt der zentrale Satz
für einwöchige Refinanzierungsgeschäfte auf 3,50%, wie die Notenbank am
Donnerstag nach der Ratssitzung in Frankfurt erklärte. Die Sätze für die
Einlagen- und Spitzenrefinanzierungsfazilität erhöhen sich auf 2,50% bzw.
4,50%. Die Zinserhöhung war erwartet worden, nachdem Mitglieder des EZB-Rats
zuletzt immer wieder die "starke Wachsamkeit" in Bezug auf die Risiken für
Preisstabilität betont hatten. Dies war in den vergangenen Monaten das
Signalwort für eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung.
Die EZB-Zinsen stehen nunmehr auf dem höchsten Stand seit Herbst 2001. Die
europäischen Währungshüter haben ihre Schlüsselsätze seit Dezember vergangenen
Jahres um insgesamt 150 Basispunkte angehoben. Dabei hat sich der Zeitabstand
zwischen den Zinsschritten zuletzt auf zwei Monate verkürzt.
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird den Zinsbeschluss um 14.30 Uhr vor
den Medien erläutern. Dabei dürfte er die abermalige Zinserhöhung vor allem mit
den anhaltenden Inflationsrisiken begründen. Zudem hatte die Notenbank immer
wieder erklärt, dass die Geldpolitik gestrafft werde, sollte sich das
zuversichtliche Basisszenario der EZB für die Konjunkturentwicklung im Euroraum
bestätigen. Von Interesse dürfte vor diesem Hintergrund sein, wie Trichet die
jüngste scharfe Aufwertung des Euro kommentieren wird. Einige Beobachter sehen
in der Euro-Stärke einen Grund für die EZB, vorzeitig den Zinserhöhungskurs zu
beenden.
Die meisten Bankvolkswirte erwarten gegenwärtig allerdings, dass die
Notenbank im kommenden Jahr zumindest noch eine weitere Zinserhöhung um 25
Basispunkte beschließen wird. Dieser Schritt wird im Verlauf des ersten
Quartals gesehen.
Neben der aktuellen geldpolitischen Lagebewertung wird Trichet auch die
neuen Projektionen des EZB-Stabs für Inflation und Wachstum präsentieren. Dabei
werden erstmals Projektionen für das Jahr 2008 vorgestellt. Mit Blick auf die
Projektionen für das kommende Jahr gehen die meisten Beobachter davon aus, dass
die EZB ihre Schätzungen für die Inflation leicht heruntersetzen wird, während
die Schätzungen für das Wachstum leicht erhöht werden dürften. Die
EZB-Projektionen basieren auf einer Reihe von festen Annahmen, so über die
Entwicklung der Ölpreise und Wechselkurse.
Webseite: www.ecb.int
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt
-0-
07.12.2006 - 13:56:55
Vossloh rechnet 2007 mit überproportionalem Ergebniswachstum
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Vossloh AG hat für 2007 ein überproportionales
Ergebniswachstum in Aussicht gestellt und erwartet für das darauf folgende Jahr
weitere Zuwächse bei Umsatz und Konzernüberschuss. Für das laufende Jahr geht
der Verkehrstechnologiekonzern aus Werdohl davon aus, die Prognosen für die
Kenngrößen Umsatz, Konzernüberschuss sowie für das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) einzuhalten.
Wie Finanzvorstand Werner Andree am Donnerstag auf einer
Analysten-Präsentation in Frankfurt sagte, liegt das EBIT für 2006 nach
aktueller Hochrechnung bei 82,5 Mio EUR. Der zuletzt prognostizierte Wert
lautete auf 75 Mio EUR. Umsatz und Konzernüberschuss entsprechen nach seinen
Worten den abgegebenen Prognosen. Für das laufende Jahr hatte Vossloh rund 1
Mrd EUR Umsatz und einen Konzernüberschuss von gut 35 Mio EUR in Aussicht
gestellt.
Für 2007 werde mit einem Umsatzplus von 8% gerechnet, hieß es am Donnerstag
weiter. Das EBIT soll im kommenden Jahr deutlich überproportional, und zwar um
30%, und der Konzernüberschuss um 74% zulegen. Im Jahr 2008 sollen, so die
Planung, Umsatz und Konzernüberschuss weiter deutlich steigen.
Das im Zuge der strategischen Neuausrichtung im September präsentierte Ziel
von 15% Return on Capital Employed (ROCE) soll laut Plan 2007 mit 15,6%
erstmals übertroffen werden. Für 2008 würden 17,3% erwartet. Die EBIT-Marge
soll im Geschäftsjahr 2007 den Zielwert von 10,0% erreichen. Für das dann
folgende Jahr kalkuliere der Vorstand 10,6% ein.
"Wir kommen mit der Neuausrichtung von Vossloh Schritt für Schritt voran.
Wir werden wahrscheinlich schon im kommenden Jahr die gesetzten Renditeziele
erreichen", sagte Vorstandsvorsitzender Gerhard Eschenröder. "Die Aktionäre
werden in den kommenden Jahren mit nachhaltig steigenden Gewinnen je Aktie und
einer erhöhten Dividende rechnen können."
Webseite: http://www.vossloh.de
DJG/brb/bam
07.12.2006 - 13:27:20
VW: Absatz nach elf Monaten liegt bereits über gesamtem Vorjahr
WOLFSBURG (Dow Jones)--Die Volkswagen AG hat in den ersten elf Monaten ein
Absatzwachstum von 9,9% erzielt. Mit über 5,2 Mio Einheiten seien damit bereits
mehr Fahrzeuge als im gesamten Vorjahr ausgeliefert worden, sagte der noch
amtierende Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder am Donnerstag in Wolfsburg
auf einer Betriebsversammlung. Alle Konzernmarken übertrafen dabei den Angaben
zufolge die Vorjahreswerte.
Pischetsrieder, der den Vorstandsvorsitz am Jahresende an den derzeitigen
Audi-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn übergibt, sieht den Konzern auf
"einem guten Weg". Im laufenden Jahr seien "wesentliche Meilensteine bei der
Restrukturierung und Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit erreicht" worden, sagte
er. Zwar seien "wichtige Etappen" zurückgelegt worden, "aber eben nur Etappen,
bis zum Ziel ist noch immer ein weiter Weg".
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/bam
-0-
07.12.2006 - 13:22:41
BMW legt im November beim Absatz leicht zu (zwei)
Für den Monat Dezember prognostizierte Vertriebsvorstand Michael Ganal ein
"deutliches Absatzplus". Die neuen Modellgenerationen der Marke Mini sowie des
BMW X54 seien ab November verfügbar, hieß es zur Begründung.
Absolut betrachtet am deutlichsten legte der Automobilhersteller von Januar
bis November mit 14,3% auf 113.874 Fahrzeuge in Asien zu. Prozentual sei das
höchste Wachstum mit 40,1% auf 8.673 Einheiten in Russland verzeichnet worden.
Auf dem deutschen Heimatmarkt sei dagegen aufgrund der Modellwechsel ein Minus
von 2,5% verbucht worden.
Webseite: http://www.bmw.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/bam
-0-
07.12.2006 - 13:09:35
TABELLE/BMW Group - Absatz November 2006
===
November Einheiten Veränderung
in Prozent
BMW Group 114.321 + 0,3
- BMW 100.834 + 2,1
- Mini 13.397 - 11,7
- Rolls-Royce 90 + 5,9
- Motorräder 6.354 + 15,1
Januar bis Nov Einheiten Veränderung
in Prozent
BMW Group 1.244.775 + 2,8
- BMW 1.070.055 + 4,9
- Mini 174.078 - 8,6
- Rolls-Royce 642 + 3,5
- Motorräder 92.605 + 0,6
===
- Alle Angaben in absoluten Zahlen.
- Prozentuale Veränderung gegenüber Vorjahresmonat.
DJG/mbr/bam
07.12.2006 - 13:09:34
BMW legt im November beim Absatz leicht zu
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Absatz der BMW Group hat im November erneut leicht
zugelegt. Mit 114.321 Fahrzeugen seien 0,3% mehr abgesetzt worden als im
Vorjahresmonat, teilte der Automobilhersteller am Donnerstag in München mit. Im
Oktober war ein Plus von 0,2% verzeichnet worden. In den ersten elf Monaten
legte der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls Royce den Angaben zufolge damit
um 2,8% auf 1,245 Mio Einheiten zu. Das Ziel eines Absatzwachstums auch im
Gesamtjahr wurde bekräftigt.
Webseite: http://www.bmw.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/nas
-0-
07.12.2006 - 13:02:41
Bank of England belässt Leitzins wie erwartet bei 5,00%
LONDON (Dow Jones)--Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins am
Donnerstag wie erwartet nicht verändert. Der Reposatz bleibt damit bei 5,00%,
wie der Geldpolitische Ausschuss (MPC) im Anschluss an seine Beratungen
mitteilte. An den Finanzmärkten war dieser Beschluss allgemein erwartet |