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Dienstag, 05-Dez-2006
05.12.2006 - 20:51:43
UPDATE: Vertriebschef Eberhardt verlässt Chrysler
(NEU: Hintergrundinformationen über die Absatzprobleme bei Chrysler)
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vertriebs- und Marketingleiter der Chrysler
Group, Joe Eberhardt, wird die US-Tochter der DaimlerChrysler AG verlassen. Wie
Chrysler am Dienstagabend mitteilte, wird Eberhardt zur
Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation in den USA zurückkehren. Über die Nachfolge
Eberhardts wurde zunächst nichts bekannt.
Chrysler kämpft seit geraumer Zeit mit rückläufigen Absatzzahlen. Ende
September hatte Chrysler die Absatzprognose für das laufende Jahr gesenkt, für
2007 aber wieder anziehende Verkäufe in Aussicht gestellt. "Wir gehen davon
aus, dass wir 2006 weniger Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr", hatte Eberhardt
auf dem Pariser Automobilsalon zu Dow Jones Newswires gesagt. Zuvor war ein
stabiler Absatz in Aussicht gestellt worden. Im vergangenen Jahr hatte Chrysler
2.826.100 Fahrzeuge verkauft.
Chrysler leidet unter Absatzschwierigkeiten und hohen Lagerbeständen, weil
die Kunden im Heimatmarkt wegen der gestiegenen Benzinpreise verstärkt kleinere
und vergleichsweise verbrauchsarme Fahrzeuge nachfragen. Dagegen bestehen 71%
des Chrysler-Produktportfolios aus großen Geländewagen, Pick-ups und Minivans,
die bisher relativ hohe Gewinnmargen garantierten.
Weil DaimlerChrysler zu spät auf den Nachfragerückgang reagierte und die
Produktion aufrecht erhielt, stauten sich die Fahrzeugbestände bei den Händlern
und auf dem Hof des Automobilherstellers. Chrysler drosselte bereits im Sommer
die Produktion drastisch und will dies auch im laufenden vierten Quartal
fortsetzen. Ziel ist es, die Händlerbestände bis zum Jahresende auf einen Wert
nahe 500.000 Stück zu bringen.
Am Dienstag hat Chrysler ihre US-Händler offenbar über einen Plan zur
Absatzsteigerung informiert. Für Fahrzeuge des Modelljahres 2006 aus dem
Lagerbestand würden die Händler bis zu 7.000 USD Rabatt erhalten, sagte ein
Händler, der namentlich nicht genannt werden wollte, weil Chrysler die Rabatte
öffentlich nicht bestätigen will. Für Fahrzeuge des Modelljahres 2007 soll der
Rabatt bis zu 5.000 USD betragen.
In den elf Monaten bis November hatte die US-Sparte von DaimlerChrysler in
den USA 8% an Absatz verloren. Für Ende November hatte Chrysler noch einen
Lagerbestand von 500.000 Fahrzeugen berichtet, mehr als 30% davon Automobile
des Modelljahrgangs 2006. Ende Dezember will Chrysler im Bestand nur noch 10%
Fahrzeuge des Modelljahrgangs 2006 haben.
Wegen der Absatzprobleme der US-Tochter hatte DaimlerChrysler auch die
Gewinnprognose senken müssen. Anstatt eines Gewinns werde die Chrysler Group im
laufenden Geschäftsjahr nun voraussichtlich einen operativen Verlust von 1 Mrd
EUR ausweisen, hatte der Stuttgarter Automobilhersteller Mitte September
mitgeteilt. Entsprechend reduzierte er die Gewinnprognose für den Konzern auf
rund 5 Mrd EUR, während zuvor noch über 6 Mrd EUR in Aussicht gestellt worden
waren.
Im dritten Quartal 2006 verzeichnete Chrysler einen Umsatzrückgang von 26%
auf 9,5 Mrd EUR und schrieb einem operativen Verlust von 1,16 Mrd EUR.
Wie Dow Jones Newswires Anfang November unter Berufung auf informierte
Personen berichtete, steht Chrysler-CEO Tom LaSorda unter steigendem Druck
durch den Mutterkonzern, eine schnelle Lösung für den Turnaround der hoch
defizitären US-Tochter vorzulegen. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass
LaSorda dies vor dem ersten Quartal 2007 gelinge, sagten die Kreise damals.
Der Aufsichtsrat des Stuttgarter Automobilkonzerns verabschiedet Ende
Dezember traditionell die Drei-Jahresplanung für die einzelnen Sparten und den
Konzern. Die Sitzung des Kontrollgremiums findet am 20. Dezember statt. Bis zu
diesem Zeitpunkt sei LaSorda aufgefordert, einen entsprechenden Geschäftsplan
auszuarbeiten und verbesserte Zahlen vorzulegen, hatten verschiedene mit der
Situation vertraute Personen gesagt.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.com
DJG/brb
05.12.2006 - 20:17:21
Dt Börse/Viermetz kritisiert EU wg Scheitern von Euronext-Fusion
BRÜSSEL (Dow Jones)--Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse AG,
Kurt Viermetz, hat die Europäischen Stellen dafür kritisiert, keine
Rahmenbedingungen zur Beförderung einer europäischen Lösung in der
Börsenkonsolidierung hergestellt zu haben. Das gescheiterte Gebot der Deutschen
Börse für die Euronext NV sei eine vertane Chance für Europa, sagte Viermetz in
einer Rede vor Europäischen Parlamentariern in Brüssel laut Redetext.
Es sei verblüffend, dass weder die EU-Kommission noch ECOFIN je einer
Politik für einen Zusammenschluss der Börsen Ausdruck gegeben hätten, sagte
Viermetz. Die Kanzlerin Angela Merkel habe die Börse unterstützt, und eine
Unterstützung in Europa gefordert.
Die Entwicklung werde in Europa nun wahrscheinlich auf zwei oder drei
wettbewerbsfähige Partnerschaften hinauslaufen. Viermetz nannte die NYSE Group
Inc mit der Euronext sowie die Nasdaq und die London Stock Exchange Group plc.
Die stärker werdende Position der USA werde noch durch die Fusion der
Chicago Mercantile Exchange und der Chicago Board of Trade gefestigt. Hier
entstehe der größte Derivatemarkt der Welt. Das Risiko einer Dominanz durch die
USA sei vorhanden, auch im Bereich der Regulierung.
Die Eurozone brauche dringend tiefere und fungiblere Quellen für
Liquidität, wenn sie erfolgreich mit London, New York oder Chicago in
Wettbewerb treten wolle. Aus diesem Grund sei die Stille der Europäischen
Stellen zu diesem wichtigen Thema von vielen bemerkt worden.
Zum Ende seiner Rede sah Viermetz aber eine geringere Abhängigkeit Europas
von der Entwicklung in den USA. Zum ersten Mal erscheine es realistisch, dass
Europa weiter wachse, während in den USA eine deutliche Abschwächung vor sich
gehe.
Webseite: http://www.deutscheboerse.de
-Von Ragnhild Kjetland; Dow Jones Newswires; + 49 (0) 69 29725 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/brb
05.12.2006 - 20:15:08
Vertriebschef Eberhardt verlässt Chrysler
AUBURN HILLS (Dow Jones)--Der Vertriebschef der Chrysler Group, Joe
Eberhardt, wird die US-Tochter der DaimlerChrysler AG verlassen. Wie Chrysler
am Dienstagabend mitteilte, wird Eberhardt, bislang Executive Vice President -
Global Sales, Marketing and Service, zur Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation in
den USA zurückkehren.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.com
DJG/brb
05.12.2006 - 20:06:44
Dt Börse/Francioni: Offen für Kooperation auch außerhalb Europas
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Deutsche Börse AG ist nach den Worten ihres
Vorstandsvorsitzenden Reto Francioni mittel- bis langfristig offen für
vielfältige Formen der Zusammenarbeit sowohl innerhalb als auch außerhalb
Europas. "Wir sind offen für alle Formen der Zusammenarbeit", sagte Francioni
am Dienstag laut Redetext bei einem Parlamentarischen Abend in Brüssel.
Damit bekräftigte er Aussagen von Mitte November, als der Frankfurter
Börsenbetreiber den Abbruch der Fusionsgespräche mit der Vierländerbörse
Euronext bekannt gab. Francioni wiederholte am Dienstag zudem, externes
Wachstum sei zwar eine Option für die Deutsche Börse, jedoch keine
Notwendigkeit.
Wie Francioni weiter sagte, erwartet die Deutsche Börse für das kommende
Jahr ein weiteres Rekordergebnis. In einem von zunehmendem Wettbewerb
gekennzeichneten Umfeld könnten sich die etablierten Unternehmen nicht auf
ihren Lorbeeren ausruhen, erklärte Francioni. Sie würden sich dem Druck
ausgesetzt sehen, ihre Effizienz zu steigern, sich um organisches Wachstum zu
bemühen oder Skaleneffekte mittels Konsolidierung zu realisieren. Die Deutsche
Börse verfolge Möglichkeiten in allen drei Bereichen, so lange diese Wert
schaffen würden.
Webseite: http://www.deutscheboerse.com
- Von Ragnhild Kjetland; Dow Jones Newswires; + 49 (0) 69 29725 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/brb
05.12.2006 - 19:11:46
Krauss-Maffei will Panzerbausparte von Blohm & Voss kaufen - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Der Münchner Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann
plant angeblich die Übernahme der Rüstungssparte der zu ThyssenKrupp gehörenden
Blohm & Voss Industries. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD -
Mittwochausgabe) unter Berufung auf Angaben des Bundeskartellamtes.
Eine Sprecherin von Blohm & Voss kündigte am Dienstag laut FTD "in den
nächsten Tagen eine Stellungnahme an". Zum Umfang der Wehrtechniksparte machte
sie keine Angaben. Blohm & Voss Industries hat laut FTD etwa 400 Beschäftigte.
Der Großteil ist in der Schiffstechnik tätig, die Wehrtechnik ist nur ein
Nischengeschäft. Ein Sprecher von Krauss-Maffei sagte, der Konzern "äußert sich
nicht zu laufenden Gesprächen".
Das Bundeskartellamt veröffentlichte am Dienstag den beabsichtigten Erwerb
der Blohm & Voss-Sparte, wie die "FTD" schreibt.
Webseite: http://www.ftd.de
DJG/jhe/brb
05.12.2006 - 19:08:05
Chrysler gewährt bis zu 7.000 USD Rabatt je Fahrzeug - Händler
DETROIT (Dow Jones)--Die Chrysler Group hat offenbar ihre US-Händler am
Dienstag über einen Plan zu Steigerung des Absatzes informiert. Für Fahrzeuge
des Modelljahres 2006 aus dem Lagerbestand würden die Händler bis zu 7.000 USD
Rabatt erhalten, sagte ein Händler, der namentlich nicht genannt werden wollte,
weil Chrysler die Rabatte öffentlich nicht bestätigen will. Für Fahrzeuge des
Modelljahres 2007 soll der Rabatt bis zu 5.000 USD betragen.
Für bestimmte neu auf den Markt gekommene Modelle soll der Rabatt nicht
gelten. Hier nannte der Händler den Chrysler Sebring oder den Jeep Wrangler.
Die "Detroit Press" hatte bereits über die Rabatte berichtet, Chrysler hatte
dies jedoch nicht kommentieren wollen.
Chrysler will mit der Aktion der schwachen Absatzentwicklung in den USA auf
die Sprünge helfen. In den elf Monaten bis November hatte die Sparte der
DaimlerChrysler AG in den USA 8% an Absatz verloren. Für Ende November hatte
Chrysler noch einen Lagerbestand von 500.000 Fahrzeugen berichtet, mehr als 30%
davon Automobile des Modelljahrgangs 2006. Ende Dezember will Chrysler im
Bestand nur noch 10% Fahrzeuge des Modelljahrgangs 2006 haben.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.de
-Von John D. Stoll, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/brb
05.12.2006 - 19:07:06
Lufthansa vor Order für 20 Maschinen der neuen Boeing 747 - WSJ
NEW YORK (Dow Jones)--Die Deutsche Lufthansa AG steht nach einem Bericht
des "Wall Street Journal" kurz davor, dem US-Flugzeugbauer Boeing einen
Großauftrag für seine überarbeitete 747 zu erteilen. Die deutsche
Fluggesellschaft - ein langjähriger Airbus-Kunde - könnte möglicherweise schon
am Mittwoch eine Bestellung für 20 Passagiermaschinen der überarbeiteten
Version des Jumbo Jets 747 bekannt geben, berichtet das "Wall Street Journal"
(WSJ) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen auf seiner
Internetseite.
Neben dieser Festbestellung sehe der Auftrag zudem eine Option für 20
weitere Maschinen vor. Die Festbestellung von 20 Maschinen würde laut Bericht
einem Listenpreis von mehr als 5 Mrd USD entsprechen.
Wenn nichts Unvorhergesehenes mehr geschehe, was die Transaktion verhindern
oder verzögern könnte, werde Lufthansa am Mittwoch den Deal absegnen, sagten
die Kreise dem "WSJ" weiter. Ende vergangener Woche sei die Order schon per
Handschlag zwischen Boeing und Lufthansa-Managern besiegelt worden.
Eine Lufthansa-Sprecherin habe sich nicht zu einer möglicherweise
bevorstehenden Boeing-Order äußern wollen. Sie sagte jedoch, dass die Airline
ihre Bestellung für den Airbus-Großraumjet A380 in jedem Fall aufrecht erhalten
werde. Die Lufthansa sehe den A380 als ihr Flaggschiff.
Die neue 747-8 Intercontinental wird etwas länger sein als die bestehende
747- 400 und 467 Sitze haben. Die ältere Version bietet Platz für 416
Passagiere.
Webseite: http://www.wsj.com
DJG/DJN/brb/jhe
05.12.2006 - 18:54:27
PORTRÄT/Obermann holt zwei Vertraute in Telekom-Vorstand
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Im Zuge des Chefwechsels bei der Deutschen Telekom
gibt es zwei neue Gesichter im Konzernvorstand. Die Verantwortung für die
wichtigen Bereiche Festnetz und Mobilfunk liegt damit künftig bei
"Hausgewächsen" und Vertrauten des neuen Vorstandsvorsitzenden Rene Obermann.
TIMOTHEUS HÖTTGES - Der frisch gekürte Festnetzvorstand ist ein Weggefährte
und Freund von Obermann und hat wie dieser in der Mobilfunksparte der Telekom
Karriere gemacht. Der 44-jährige Manager ist seit dem Jahr 2000 bei T-Mobile.
Von April 2002 bis Dezember 2004 leitete er dort das Deutschlandgeschäft.
Zuletzt verantwortete er den Vertrieb und den Kundenservice in den europäischen
Landesgesellschaften der Gruppe.
Vor seiner Zeit bei der Telekom arbeitete der Betriebswirt zunächst bei
einer Unternehmensberatung und später beim damaligen Viag-Konzern, wo er an der
Fusion mit Veba zum Energieriesen E.ON mitwirkte. Im Auftreten wirkt der
hochgewachsene Mann etwas hölzern. Er ist aber durchaus geschmeidig: Gemeinsam
mit Nachbar Obermann joggt der verheiratete Vater zweier Töchter regelmäßig
durch die Grünanlagen des gemeinsamen Wohnortes Bad Godesberg bei Bonn.
Einen langen Atem hat der Zahlenmensch Höttges auch bei kniffligen
Projekten unter Beweis gestellt. So wird ihm im Unternehmen dafür Lob gezollt,
das Fitnessprogramm "Safe for Growth" bei T-Mobile erfolgreich umgesetzt zu
haben. Seine Erfahrung als Sparkommissar kann er bei seiner neuen Aufgabe gut
gebrauchen - muss die Festnetzsparte mit ihrem großen Personalüberhang doch
dringend effizienter werden. Auch mit Blick auf die Ziele, T-Com
kundenfreundlicher zu machen und stärker mit dem Mobilfunkbereich zu verzahnen,
dürfte Obermanns Wahl auf den Service-Manager Höttges gefallen sein.
HAMID AKHAVAN - Der neue Mobilfunkchef ist ebenfalls ein Vertrauter
Obermanns, durch dessen Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden der Posten frei
geworden ist. Durch Akhavans Berufung wird die T-Mobile International ihrem
Namenszusatz wahrlich gerecht: Der 45-jährige Manager ist in Teheran geboren,
hat in den USA Elektrotechnik und Computerwissenschaften studiert und lange
dort gearbeitet und kommuniziert auch nach seinem Wechsel nach Deutschland vor
fünf Jahren weiter auf Englisch. Bei T-Mobile war er bislang Technikchef und
wurde vor drei Monaten zusätzlich mit der Verantwortung für die Bereiche
Technologie und Einkauf des gesamten Telekom-Konzerns betraut.
Der smart und jugendlich wirkende Mann wird von Mitarbeitern als sehr
arbeitsam, zielgerichtet und sachorientiert beschrieben. Er tue seine Ansichten
klar kund und verstehe sie fesselnd vorzutragen. Gleichzeitig wird er als ein
Art ruhender Pol im Management wahrgenommen. Über sein Privatleben möchte er
ungern sprechen. Einstweilen ist nur zu hören, dass Akhavan verheiratet ist und
zwei Kinder hat.
Webseite: http://telekom3.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/jhe
05.12.2006 - 18:49:03
UPDATE: RTL und SES Astra wollen an Verschlüsselung festhalten
(NEU: Stellungnahmen von RTL und SES Astra, ergänzende Stellungnahmen von
ProSiebenSat.1)
Von Archibald Preuschat
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Absicht von SES Astra, Free-TV-Sender künftig
verschlüsselt auszustrahlen und von den Zuschauern eine Gebühr zu erheben, hat
durch den Rückzieher der ProSiebenSat.1 Media AG zwar einen Rückschlag
erlitten, doch halten sowohl der Luxemburger Satellitenbetreiber als auch die
zum Bertelsmann-Konzern gehörende RTL-Gruppe an den Plänen fest. ProSiebenSat.1
stellte unterdessen klar, dass der auf Druck des Bundeskartellamts vollzogene
Rückzieher nicht bedeutet, dass grundsätzlich auf die Verschlüsselung
verzichtet werden soll.
Die in Unterföhring ansässige Senderkette hatte zuvor angekündigt, auf die
verschlüsselte und gebührenpflichtige Ausstrahlung ihrer Sender wie Pro7 und
Sat.1 verzichten zu wollen. Vom Kartellamt sei angedeutet worden, dass die von
ProSiebenSat.1 gemeinsam mit RTL verfolgten Pläne nicht genehmigungsfähig
gewesen wären.
Eine kartellrechtliche Freistellung der Koordinierung bei der Einführung
der Verschlüsselung und Erschließung einer Erlösquelle kam vor allem wegen der
mit dem Gebührensystem verbundenen erheblichen Belastung der Verbraucher nicht
in Betracht, wie die Wettbewerbshüter begründeten.
Mit Aufgabe des Modells durch eine der beiden Sendergruppen ist der
Koordinierungsverdacht entfallen, so dass das Verfahren gegen RTL und
ProSiebenSat.1 eingestellt werden kann. Es würde jedoch bei einem
Wiederaufgreifen des Geschäftsmodells fortgeführt werden, so die
Wettbewerbshüter in ihrer Mitteilung.
RTL-Sprecher Christian Körner bedauerte im Gespräch mit Dow Jones
Newswires, dass das Bundeskartellamt keine klare Aussage gemacht hat. "Wir
wissen nicht, welche Vorbehalte es gibt, eine Entscheidung steht noch aus,
somit fehlt RTL Planungssicherheit.
Körner stellte klar, dass die in Köln ansässige Senderfamilie ihre Pläne
entsprechend vorantreiben wolle. "Unsere strategischen Ziele bleiben
unverändert. Es geht uns um den Schutz unseres Signals vor Piraterie und die
Entwicklung neuer digitaler Angebote, also auch von Pay-TV-Kanälen."
Genau das will SES Astra mit Entavio bieten. Das Angebot wird den Sendern
ermöglichen, ein umfassendes digitales Programm zu senden sowie zusätzliche
Service-Pakete und Mehrwertdienste anzubieten, so SES Astra. Dazu werden
interaktives Fernsehen und elektronische Programmführer ebenso zählen wie die
einfache Kombination von Free-TV mit Abo-TV, Video-On-Demand (VOD),
Pay-Per-View (PPV) und einem Persönlichen Videorecorder (PVR). Zudem soll
entavio den Fernsehempfang mit einem zukunftssicheren Receiver ermöglichen.
Der Haken für den Zuschauer: Auch sie werden zur Kasse gebeten. 3,50 EUR im
Monat sollen die Satellitenzuschauer nach Vorstellungen von SES Astra bezahlen.
Nach Ansicht des Bundeskartellamtes wäre ein wesentlicher Teil dieser Einnahmen
an die beiden Senderketten gegangen.
Während die Satellitengebühr im Mittelpunkt der Betrachtungen der
Kartellwächter und der Öffentlichkeit steht, liegt das eigentliche Kernproblem
aber tiefer. TV-Sender sind zum Erhalt ihrer Konkurrenzfähigkeit bei der
Werbung beispielsweise gegenüber dem Internet darauf angewiesen, Zuschauer
direkt adressieren zu können. Dazu müssen die Infrastrukturbetreiber aber auch
wissen, wer ihre Kunden sind.
Im Kabel stellt dies kein Problem dar. Bei der Digitalisierung werden die
Zuschauer einen Dekoder nebst dazugehöriger Smartcard benötigen, dazu müssen
sie ihre Daten preisgeben. Für die Kabelnetzbetreiber hat dies zudem den
Vorteil, dass es mittelfristig keine "Schwarzseher" mehr geben wird.
Entavio würde auch den Satellitenbetreibern ähnliche Möglichkeiten
eröffnen. "Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir solche Modelle brauchen",
sagte SES Astra-Sprecher Markus Payer. "Wir bleiben bei unserem Konzept", fügte
er hinzu. Jeder Sender könne entscheiden, ob er bei Entavio mitmache.
Körner fügte im Gespräch auch hinzu, dass es ihn erstaunen würde, wenn
ProSieben von der Verschlüsselung grundsätzlich Abstand nehmen wolle. Eine
ProSieben-Sprecherin ließ diese Frage offen. "Wir haben uns nur aus dem Projekt
Dolphin von SES Astra zurückgezogen", sagte ProSiebenSat.1-Sprecherin Katja
Pichler. Dabei handelt es sich umd die zwischen RTL und ProSiebenSat.1
koordinierte verschlüsselte und gebührenpflichtige Ausstrahlung des Programms
über Satellit.
Noch nicht entschieden sei aber, ob ProSiebenSat.1 ihre Sender künftig
verschlüsselt ausstrahlen will oder nicht, so Pichler weiterhin. Auch sei noch
offen, ob die Sender der Kette auch mittelfrsitig gratis von
Satellitenzuschauern empfangen werden können.
Webseiten: http://www.prosiebensat1.com
http://www.rtl.de
http://www.bundeskartellamt.de
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/jhe
05.12.2006 - 18:48:30
EUREX/Renten-Futures am frühen Abend knapp behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit nachgebenden Notierungen haben die
Terminkontrakte an der Eurex auf die unerwartet starken US-Daten reagiert. Der
ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe ist auf 58,9 Punkte gestiegen,
Volkswirte hatten eigentlich mit einem Rückgang auf 55 Punkte gerechnet. Die
Zahlen seien eine deutliche Überraschung gewesen, heißt es im Markt. Gegen
18.40 Uhr fällt der Bund-Future um 4 auf 118,64% zurück, erholt sich aber
zumindest von seien Tagestiefs. Das bisherige Tageshoch liegt bei 118,80% und
das Tief bei 118,43%. Gehandelt wurden bislang rund 1,7 Mio Kontrakte.
Marktteilnehmer sehen für den Bund-Future einen Widerstand bei 118,88%,
Unterstützung gebe es bei 118,55/40%, den Hochpunkten vom 28. bzw 21. November.
Der Bobl verliert 10 auf 110,04%.
DJG/mif/reh
05.12.2006 - 18:38:13
Europäische Börsen schließen mit Nachmittagsrally fester
Die europäischen Börsen haben am Dienstag fester geschlossen. Der Euro-Stoxx-50
gewann 1,1 Prozent bzw 45 Punkte auf 4.008, während der Stoxx-50 um 0,6 Prozent
bzw 21 Punkte auf 3.609 stieg. Gesucht waren vor allem Rohstoff- und Ölwerte.
Mit einem Mangel an Unternehmensnachrichten rückten Konjunkturdaten verstärkt
in den Mittelpunkt des Interesses. Während die europäischen Daten wie die
kräftig gestiegenen Einkaufsmanagerindizes des Nicht-verarbeitenden Gewerbes
sich am Vormittag nur leicht stützend auswirkten, sorgte der überraschend hohe
Stand des ISM-Index für das Nichtverarbeitende Gewerbe der USA am Nachmittag
für Nachfrage.
Diese Zahlen hätten gezeigt, dass vom Dienstleistungssektor weiterhin
positive Impulse auf die Gesamtwirtschaft ausgingen, sagten Händler. Der
schwache ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe, der im November sogar knapp
unter die 50er Marke gesunken ist, sei damit nicht bestätigt worden. Auch unter
den Prognosen liegende US-Lohnstückkosten im dritten Quartal wurden im Handel
begrüßt.
Stahlwerte sehr fest
Der Subindex der Rohstoffwerte stieg um 1,9 Prozent. Dabei spielten Stahlwerte
die Schrittmacherfunktion. In den USA hatte der Sektor schon am Vortag zu den
Besten gezählt und auch in Japan sei das Geld der Investoren in diese Branche
geflossen, heißt es. Nippon Steel haben zudem von einer Anhebung des Kursziels
durch die Citigroup profitiert. Auch Minenwerte waren gesucht, wobei Rio Tinto
mit 1,9 Prozent auf 2.813 p sehr fest tendierten. Die Notierungen der Metalle
hätten leicht angezogen, hieß es im Handel zur Begründung. Auch Ölwerte blieben
gefragt. So gewannen Total 2 Prozent auf 53,80 EUR.
Versicherer gesucht
Zu den gesuchten Branchen gehörten auch die Versicherer. Sie legten im
Schnitt um 1,1 Prozent zu. Händler sprachen von einer Erholung nach den Abgaben
der Vorwoche. Die günstige Bewertung sei weiterhin ein Kaufargument. Unter
anderem stiegen AXA um 1 Prozent auf 29,10 EUR.
DJG/mif/reh
05.12.2006 - 18:16:58
Deutsche Telekom verändert Konzernvorstand (zwei)
Wie die Telekom weiter mitteilte, berichtet der Leiter von T-Mobile USA,
Robert Dotson, künftig direkt an den Vorstandsvorsitzenden Obermann. Dieser
bekräftigte, gemeinsam werde die neue Vorstandsmannschaft nun die langfristige
Strategie des Konzerns weiterentwickeln und bis zum Frühjahr vorstellen. Eines
der Ziele sei, die Telekom zum "bestangesehenen Service-Unternehmen" zu machen,
wiederholte der Manager. "Das bedeutet auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene
Produkt- und Serviceangebote, beste Netzqualität und das bei deutlich
verbesserter Effizienz."
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 18:16:30
XETRA-SCHLUSS/US-Daten lassen DAX kräftig anziehen
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach verhaltenem Start hat der deutsche Aktienmarkt am
Dienstag fest geschlossen, wofür gute US-Konjunkturdaten den Anlass gaben. Der
DAX stieg um 1,2% oder 78 Punkte auf 6.373. Gehandelt wurden Aktie für 4,9 Mrd
EUR nach 4,4 Mrd EUR am Vortag. Händler führten den Kursanstieg vor allem auf
den überraschend hohen Stand des ISM-Index für das Nichtverarbeitende Gewerbe
zurück. Diese hätten gezeigt, dass vom Dienstleistungssektor weiterhin positive
Impulse auf die Gesamtwirtschaft ausgingen. Der schwache ISM-Index für das
Verarbeitende Gewerbe, der im November sogar knapp unter die 50er Marke
gesunken ist, sei damit nicht bestätigt worden. Dies sei für zahlreiche
Marktteilnehmer überraschend gekommen und habe zu den deutlichen Gewinnen
maßgeblich beigetragen.
Einer der großen Gewinner waren Deutsche Post. Aussagen, das
US-Expressgeschäft könnte die Gewinnschwelle früher als erwartet erreichen,
sorgten hier für Nachfrage. Allerdings äußerten Analysten Zweifel, ob dies
wirklich gelingen werde. Trotzdem gewann die Aktie 3,6% auf 23,35 EUR. Deutlich
fester schlossen auch Linde, die einen Teil der jüngsten Aufwärtsbewegung nicht
mitvollzogen hatten und nun wegen Nachholbedarfs geordert werden. Der Kurs
gewann 3,4% auf 76,87 EUR. Ähnlich sah die Lage für BMW aus, die um 2% auf
42,02 EUR anzogen. Händler verwiesen hier auf die leichte Abschwächung des Euro
zum Dollar, vor allem aber auf das Nachholpotenzial der Aktie. Diese habe nach
bislang ausgebliebener Erholung nun im Bereich der 200-Tage-Linie nach oben
gedreht.
Nach deutlichen Zuschlägen für Stahlaktien in New York setzte sich die
Branchenhausse in Japan fort und trieb auch die deutschen Stahlwerte an. Die
Einkaufstour von Nippon Steel in China sorgt außerdem für Fusionsfantasie im
Sektor. ThyssenKrupp stiegen um 3,7% auf 30,03 EUR. Auch Münchener Rück haben
mit der Erholung des Gesamtmarktes stärker zugelegt. Händler sprachen von einer
technisch bedingten Erholung, nachdem die Aktie ihre Korrektur abgeschlossen zu
haben scheine. Die Aktie gewinnt 1,6% auf 125,33 EUR.
SAP gewannen 1% auf 156,82 EUR. Das Unternehmen hatte am Vortag Zuversicht
signalisiert, dass dem US-Konkurrenten Oracle weitere Marktanteile abgenommen
werden. Ohne Einfluss blieb dagegen der Reigen an Personalentscheidungen bei
der Deutschen Telekom. Dies sei bereits zuvor ausgiebig diskutiert worden und
daher nicht überraschend gekommen, sagte ein Händler. Die Aktie gewann 0,8% auf
13,31 EUR.
In der zweiten Reihe stachen Gagfah hervor. Der Immobilienwert gilt als
MDAX-Aufsteiger und legte um 4,1% auf 24,99 EUR im Vorfeld der am Abend
erwarteten Entscheidung über die zukünftige Indexzugehörigkeit zu.
DJG/mif/reh
05.12.2006 - 18:08:03
Acciona kann sich Verkauf von Endesa-Aktien ... (zwei)
E.ON wollte die Aussagen von Acciona auf Nachfrage nicht kommentieren.
Wie Acciona weiter sagte, hofft das Unternehmen, die Endesa-Aktionäre davon
zu überzeugen, dass Acciona eine "attraktivere Vision" für die Zukunft des
spanischen Stromversorgers bietet.
Acciona könne sich zudem vorstellen, ihren Endesa-Anteil auf 30%
aufzustocken, falls die spanische Gesetzgebung entsprechend geändert werde.
Spanien erwägt gegenwärtig, die Beteiligungsschwelle, die automatisch ein
Übernahmeangebot nach sie zieht, von bisher 25% auf mehr als 30% zu erhöhen.
Webseite: http://www.acciona.es
DJG/DJN/brb/jhe
05.12.2006 - 17:53:25
Deutsche Telekom verändert Konzernvorstand
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Drei Wochen nach dem Wechsel an der Konzernspitze
wird der Vorstand der Deutschen Telekom AG weiter verändert. Der Aufsichtsrat
ernannte am Dienstag erwartungsgemäß neue Chefs für die Bereiche Festnetz und
Mobilfunk. Sie erhalten gleichzeitig spartenübergreifende Zuständigkeiten.
Außerdem sollen die Konzernbereiche enger verzahnt werden. Das Personalressort
werde für eine Übergangszeit vom Finanzvorstand mit geführt, gab die Telekom
weiter bekannt.
Festnetzvorstand Walter Raizner tritt den Angaben zufolge zurück. Zu seinem
Nachfolger wurde der Manager Timotheus Höttges berufen. Der 44-Jährige leitet
bisher den Vertrieb der Mobilfunksparte und gilt als Vertrauter des neuen
Vorstandsvorsitzenden Rene Obermann. Durch dessen Berufung an die Spitze des
Bonner Konzerns Mitte November ist der Chefposten bei T-Mobile frei geworden.
Dieses Vorstandsressort wird mit dem 45 Jahre alten Hamid Akhavan besetzt. Er
war bislang Technikchef der Mobilfunkdivision und wird ebenfalls als
Gefolgsmann von Obermann angesehen.
Der seit zehn Jahren amtierende Personalvorstand Heinz Klinkhammer gibt den
weiteren Angaben zufolge aus persönlichen Gründen mit Vollendung des 60.
Lebensjahres sein Amt zum Jahresende auf. Die Kandidatin für diesen Posten,
Regine Büttner, habe ihre Bewerbung jedoch zurückgezogen, teilte die Telekom
weiter mit. Das Ressort werde deswegen kommissarisch von Finanzvorstand
Karl-Gerhard Eick geführt. Sein Vertrag wurde verlängert. Auch
Geschäftskundenvorstand Lothar Pauly bleibt im Amt.
Büttner war erst vor kurzem überraschend nominiert worden. Über ihre
Berufung hatte sich eine öffentliche Kontroverse entzündet. Angeblich ist eine
zu große Nähe der Managerin zur Gewerkschaft ver.di kritisiert worden. Diese
hat sich vehement gegen weitere geplante Personalveränderungen bei der Telekom
ausgesprochen.
Webseite: http://www.telekom3.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 17:32:42
IPO-KALENDER/Börsenkandidaten 2006/07 (Stand 5.12.06)
===
=--------------------------------------
Mox Telecom AG, Ratingen
1. Handelstag: 6. Dezember
Branche: Telekomdienstleistungen
Segment: Entry Standard
Konsortium: Concord Effekten
=--------------------------------------
OpenBC/Xing AG, Hamburg
1. Handelstag: 7. Dezember
Branche: Online-Community
Segment: Prime Standard
Konsortium: Dt. Bank, Lehman Brothers
Zeichnungsfrist: 4. bis 6. Dezember
Preisspanne: 30 EUR bis 38 EUR
Anzahl Aktien: rd. 2,5 Mio (inkl Greenshoe
von 327.268)
Nettoemissionserlös: bis zu 63,7 Mio EUR
Streubesitz: bis zu 48%
=--------------------------------------
Alta Fides AG, Stuttgart
1. Handelstag: 7. Dezember
Branche: Immobilienunternehmen
Segment: Prime Standard
Konsortium: Quirin Bank, SEB
Zeichnungsfrist: 28. November - 6. Dezember
Preisspanne: 17,00 bis 21,00 EUR
Anzahl Aktien: bis zu 3,25 Mio (inkl Greenshoe
von 450.000)
Emissionsvolumen: 55 Mio bis 68 Mio EUR
=--------------------------------------
Symrise AG, Holzminden
1. Handelstag: 11. Dezember
Branche: Aromen und Duftstoffe
Segment: Prime Standard
Konsortium: Dt. Bank/UBS (Lead),
Dresdner Kleinwort,
Sal. Opp, Nord/LB,
Citigroup, HSBC, LODH
Zeichnungsfrist: 1. bis 8. Dezember
Preisspanne: 15,75 bis 17,75 EUR
Anzahl Aktien: bis zu 81,03 Mio (inkl
Greenshoe von 10,57 Mio)
Emissionsvolumen: 1,28 Mrd bis 1,44 Mrd EUR
Streubesitz nach IPO: bis zu rund 69%
=--------------------------------------
Aovo Touristik AG, Hannover
1. Handelstag: 22. Dezember
Branche: Touristik-Dienstleistungen
Segment: Freiverkehr
Konsortium: Baader
Zeichnungsfrist: 5. bis 12. Dezember
Preisspanne: 5,00 bis 7,00 EUR
Anzahl Aktien: 210.000
Nettoemissionserlös: rund 1,2 Mio EUR
=--------------------------------------
Biogas Nord AG, Bielefeld, Dezember
Branche: Biogasanlagen
Segment: Entry Standard
Konsortium: Close Brothers Seydler,
Weserbank
Emissionsvolumen: 5 Mio bis 10 Mio EUR
Öffentliches Angebot: nein - Privatplatzierung
=--------------------------------------
Nanocrypt AG, Stuttgart, 2006
Branche: Nanotechnologie
Segment: Open Market
=--------------------------------------
HanseYachts AG, Greifswald, 2006
Branche: Segelboothersteller
Konsortium: M.M. Warburg
=--------------------------------------
eMind AG, Ingelheim, 2006
Branche: Online-Shop-Systeme
Segment: Open Market
=--------------------------------------
AVW Immobilien AG, Buxtehude, 2006/07
Branche: Immobilien
Segment: Geregelter Markt
Emissionsvolumen: im unteren dreistell.
Mio-EUR-Bereich
=--------------------------------------
Juragent AG, Berlin, Januar 2007
Branche: Prozessfinanzierer
Segment: Entry Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Pfaff Industrie Maschinen AG, Kaiserslautern,
Januar 2007
Branche: Nähmaschinen
Segment: Freiverkehr
=--------------------------------------
Altira AG, Frankfurt, Januar 2007
Branche: Asset-Management
Segment: Entry Standard
Konsortium: VEM Aktienbank
Emissionsvolumen: 10 Mio EUR
=--------------------------------------
Ariston Real Estate AG, München, Anfang 2007
Branche: Immobilien
Segment: General Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Pemeas GmbH, Frankfurt, 1Q 2007
Branche: Brennstoffzellen
Konsortium: Equinet
=--------------------------------------
GATE AG, Luxemburg, Frühjahr 2007
Branche: Biodiesel
Konsortium: Dt. Bank, Goldmann Sachs,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
eCircle AG, München, Frühjahr 2007
Branche: Marketing-Software
Segment: Prime Standard
Konsortium: Sal.Oppenheim
=--------------------------------------
Wacker Construction Equipment AG, Frühjahr 2007
Branche: Baumaschinen
=--------------------------------------
RAG AG, Essen, 2Q 2007
Branche: Energie, Chemie, Bergbau
Konsortium: Morgan Stanley
=--------------------------------------
Ista International GmbH, Essen, 1H 2007
Branche: Energiedienstleister
Konsortium: Goldman Sachs, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gravis AG, Berlin, 1H 2007
Branche: Computerhandel
=--------------------------------------
Zanox.de AG, Berlin, 2Q/3Q 2007
Branche: Internet-Marketing
Segment: Prime Standard
Emissionsvolumen: 350 Mio bis 450 Mio EUR
=--------------------------------------
Art Estate AG, Hamburg, Mitte 2007
Branche: Kunsthandel, -fonds
=--------------------------------------
Heidelberg Pharma AG, Genf, 2007
Branche: Biotechnologie
=-------------------------------------
Solarwatt AG, Dresden, 2007
Branche: Solarmodule
Konsortium: Dt. Bank
=--------------------------------------
Gardena Holding AG, Ulm, 2007
Branche: Gartengeräte
=-------------------------------------
ecodasa AG, Berlin, 2007
Branche: Biodiesel
Segment: Prime Standard
Konsortium: Hypovereinsbank
Emissionsvolumen: rund 100 Mio EUR
=--------------------------------------
Steico AG, Feldkirchen, 2007
Branche: Dämmstoffe
Segment: Entry Standard
Konsortium: Commerzbank,
BayernLB, HSBC
Emissionsvolumen: zweistell. Mio-EUR-Betrag
=--------------------------------------
Corpus Immobiliengruppe 2007
Branche: Immobilien
Segment: Prime Standard
Konsortium: Morgan Stanley, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gerresheimer Glas, Düsseldorf, 2007
Branche: Verpackungen
=--------------------------------------
New Yorker, Braunschweig, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Tom Tailor GmbH, Hamburg, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Navigon AG, Hamburg, 2007
Branche: Software
Konsortium: Dt. Bank (Lead), Cazenove,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
PFW Aerospace AG, Speyer, 2007
Branche: Zulieferer Luftfahrtindustrie
Konsortium: Dt. Bank
Emissionsvolumen: rund 175 Mio EUR
=--------------------------------------
FranconoWest AG, Frankfurt, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Deutsche Rohstoff AG, Frankfurt, 2007
Branche: Beteiligungen
=--------------------------------------
Deutsche Annington, 2007
Branche: Wohnimmobilien
Konsortium: Dt.Bank, Morgan Stanley
=--------------------------------------
Polis AG, Berlin, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Curacyte AG, Leipzig, 2007
Branche: Biotechnologie
=--------------------------------------
Neckermann, Frankfurt, 2007
Branche: Versandhandel
=--------------------------------------
Hinweis: In der Tabelle werden sowohl von den Unternehmen angekündigte
Börsenpläne als auch bislang nicht offiziell bestätigte Informationen zu IPOs
berücksichtigt. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
===
DJG/sug
05.12.2006 - 17:31:29
Festnetz- und Personalchef der Telekom legen Ämter nieder
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Bei der Deutschen Telekom AG legen die
Konzernvorstände für Festnetz und Personal erwartungsgemäß ihre Ämter nieder.
Nachfolger wurden zunächst nicht genannt. Wie der Bonner Konzern am Dienstag
mitteilte, bat Festnetzchef Walter Raizner den Aufsichtsrat, ihn von seinen
Aufgaben zu entbinden. Um einen gleitenden Übergang zu gewährleisten, werde er
bis zu seinem Aussscheiden dem Unternehmen weiter zur Verfügung stehen. Der
Zeitpunkt für Raizners Weggang wurde nicht mitgeteilt.
Gleichzeitig gibt der langjährige Personalvorstand Heinz Klinkhammer sein
Mandat ab. Der Manager habe sich nach Vollendung seines 60. Lebensjahres
entschieden, aus persönlichen Gründen sein Amt zum Ablauf dieses Jahres
niederzulegen, teilte die Telekom mit.
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 17:25:44
DEVISEN/Dollar zu Euro und Yen am Nachmittag etwas erholt
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit erhöhter Volatilität hat sich der Devisenmarkt
am Dienstag präsentiert. Nachdem sich der Euro am Vormittag noch auf hohem
Niveau zum Dollar behaupten konnte, fiel er am Nachmittag deutlich zurück,
notierte zeitweise sogar unter der Marke von 1,33 USD. Auch zum Yen erholte
sich der Dollar nach anfänglicher Schwäche im Sitzungsverlauf deutlich. Händler
verwiesen darauf, dass der aktuelle US-Datenkranz stärker auf eine sanfte
Landung der US-Wirtschaft hingedeutet habe. Das habe den Dollar gestützt.
Der überraschende Anstieg des ISM-Index des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes
auf 58,9 Punkte habe signalisiert, dass vom Dienstleistungssektor weiterhin
positive Signale für die Gesamtwirtschaft ausgehen dürften, heißt es von einem
Analysten. Die Daten stünden im Kontrast zum ISM-Index für das Verarbeitende
Gewerbe, der für November knapp unter die Marke von 50 Punkten gefallen war.
Die historische Betrachtung zeige zwar, dass der Serviceindex volatiler sei als
der für das Verarbeitende Gewerbe. Der trendmäßige Verlauf sei aber ähnlich.
Am Vormittag hatten Marktteilnehmer noch von erhöhter Nervosität am
Devisenmarkt im Vorfeld der US-Daten und der EZB-Sitzung am Donnerstag
gesprochen. Zudem hieß es, es gebe es Anzeichen dafür, dass die asiatischen
Zentralbanken ihre Aktivität am Devisenmarkt zurückfahren könnten. Dies könne
abnehmende Käufe in Euro und Pfund Sterling bedeuten. Wichtiges Thema im Markt
sei derzeit auch die Frage, ob die japanische Wirtschaft kräftig genug sei für
eine weitere Anhebung der dortigen Leitzinsen, meinen Händler. Einige Analysten
halten noch einen Zinsschritt vor Jahresende für möglich, allerdings hat der
Gouverneur der japanischen Notenbank deutlich gemacht, dass bei seinem Gespräch
mit dem Premierminister Shinzo Abe am Berichtstag ein solcher Plan nicht
diskutiert worden sei.
Marktteilnehmer weisen zudem darauf hin, dass der Devisenmarkt derzeit von
Tag zu Tag an Liquidität verliere. Damit rühre ein guter Teil der Bewegungen
aus dem technisch geprägten Handel. Dies könne sich bis Weihnachten noch
verstärken.
Technisch orientierte Analysten sehen einen Widerstand für den Euro bei
1,3440/70 USD. Nur ein Bruch der Unterstützung bei 1,3130 USD bringe eine
"kleine Korrektur", die den Euro bis auf 1,2980/50 USD zurückführen könne. Die
Experten von HSBC Trinkaus & Burkhardt weisen jedoch darauf hin, dass die
Gemeinschaftswährung anfällig für kurzzeitige Korrekturen sei. So
signalisierten die Oszillatoren fast ausnahmslos überkaufte Marktzustände.
Mittlerweile hätten zudem die spekulativen Longpositionen ein Ausmaß angenommen
wie zuletzt im August 2006, als es im Anschluss zur letzten nennenswerten
Korrektur von rund 1,29 auf knapp 1,25 USD kam, heißt es weiter.
Die Feinunze Gold ist beim Nachmittagfixing in London mit 645,90 USD
festgestellt worden nach einem Vormittagfixing an gleicher Stelle bei 643 USD.
===
Europa Europa Europa
(17.21) (12.25) (7.25)
EUR/USD 1,3314 1,3330 1,3335
USD/JPY 115,11 114,58 115,32
EUR/JPY 153,24 152,75 153,77
EUR/GBP 0,6750 0,6739 0,6743
EUR/CHF 1,5869 1,5893 1,5923
===
DJG/sug/reh
05.12.2006 - 17:23:16
Post strebt bei Express nach 2009 EBIT-Marge von 10% an
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG strebt in ihrem Expressbereich
langfristig eine deutlich höhere Rendite an als derzeit. Nach 2009 sei eine
EBIT-Marge von 10% geplant, sagte Express-Finanzvorstand Oliver Gritz am
Dienstag auf einer im Internet übertragenen Analystenkonferenz in New York. In
den ersten neun Monaten dieses Jahre betrug das Verhältnis vom Umsatz zum
Ergebnis vor Zinsen und Steuern erst 0,7%. Der gesamte Expressbereich ist durch
hohe Verluste im US-Geschäft in Mitleidenschaft gezogen.
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 17:08:26
IEA: Deutschland kann bei Energiewende führende Rolle einnehmen
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat sich
zuversichtlich gezeigt, dass die Bundesregierung bei den anstehenden
Präsidentschaften in EU-Rat und G-8 wichtige Weichenstellungen für ein
Umsteuern in der globalen Energiepolitik leisten kann. Der Chefvolkswirt der
Organisation, Fatih Birol, sagte am Dienstag in Frankfurt, er hoffe sehr, dass
Deutschland bei der notwendigen Energiewende eine führende Rolle übernehmen
werde.
Birol verwies auf die Bedeutung einer neuen Politik angesichts der
international weiter steigenden Nachfrage nach Energie. Die
Investmententscheidungen, die deshalb in den kommenden zehn Jahren anstünden,
wirkten sich bis zu 60 Jahre lang auf Versorgungssicherheit, Importabhängigkeit
und Klimapolitik aus.
Ziel einer neuen Energiepolitik müsse sein, die Öl- und Gasimporte in den
wichtigsen Verbrauchsregionen zu verringern - ebenso wie den weltweiten
Kohlendioxid-Ausstoß, sagte Birol. Hierzu könnten eine höhere Energieeffizenz
bei Haushaltsgeräten und im Verkehrssektor ebenso beitragen wie der noch
stärkere Ausbau von erneuerbaren Energien. Auch die Nutzung der Atomkraft
spiele in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Für diese drei Punkte solle
sich auch die Bundesregierung bei ihren anstehenden Präsidentschaften bei EU
und G-8 einsetzen.
Birol räumte ein, dass es bei den Mitgliedsstaaten durchaus
unterschiedliche Positionen zum Thema Kernenergie gebe, die von der IEA auch
respektiert würden. Die öffentliche Akzeptanz sei ebenso wie die hohen Kosten
beim Bau von Atomkraftwerken eine Barriere für diese Energieform, sagte er.
"Atomkraft sollte aber global gesehen ein Teil der Lösung sein."
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/apo
-0-
05.12.2006 - 17:06:24
Post hält vorzeitigen Breakeven bei Express USA ... (vier)
Wie Mullen weiter ausführte, war das EBIT im deutschen Expressgeschäft in
den ersten zehn Monaten 2006 positiv, lag aber unter Plan. In Europa ohne
Deutschland sei das Betriebsergebnis zwischen Januar und Oktober höher
ausgefallen als im Vorjahr und auch über den Planungen gewesen. Die
angestrebten Margen seien jedoch noch nicht erreicht worden.
Während viele Regionen wie Italien, die iberische Halbinsel und die
Benelux-Staaten eine starke Performance aufwiesen, gebe es Schwierigkeiten in
Frankreich. Über Plan lag die Post in den ersten zehn Monaten den Angaben
zufolge im Großraum Asien/Pafizik, in den Schwellenländern und auf dem
amerikanischen Kontinent ohne USA.
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 17:02:32
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
Bayer legt Barabfindung von 98,98 EUR je Schering-Aktie fest
Die Bayer AG hat die Barabfindung für die knapp 4% noch ausstehenden
Schering-Aktien auf je 98,98 EUR festgelegt. Der Konzern teilte mit, die Höhe
der Abfindung entspreche dem Barwert der bereits im September von den
Wirtschaftsprüfern von KPMG ermittelten jährlichen Ausgleichszahlungen von 3,62
EUR netto je Aktie, die den Schering-Minderheitsaktionären aufgrund des
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages künftig zustehen.
Post hält vorzeitigen Breakeven bei Express USA für möglich
Die Deutsche Post AG hält es für möglich, die Gewinnschwelle im
US-Expressgeschäft früher zu erreichen als bislang geplant. In einer im
Internet veröffentlichten Analystenpräsentation des Konzerns heißt es, der
Breakeven werde in zwei bis drei Jahren erwartet. Bislang hatte die Post
erklärt, sie rechne in den USA erst Ende 2009 mit einem positiven
Deckungsbeitrag.
Chrysler-Absatz außerhalb Nafta steigt im November um 17%
Die Chrysler Group hat im November über alle drei Marken hinweg den Absatz
außerhalb des Kernmarkts Nordamerika um 17% auf 18.900 Einheiten gesteigert. In
den ersten elf Monaten hätten die Verkäufe um 14% auf 186.080 Fahrzeuge
zugelegt, teilte die US-Tochter der DaimlerChrysler AG mit. Im gesamten Vorjahr
waren 180.088 Fahrzeuge der Marken Chrysler, Jeep und Dodge außerhalb von
Nordamerika verkauft worden.
DWS will vor allem in Europa wachsen
Die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, DWS Investments, setzt verstärkt auf
Wachstum in Europa. "Ziel der DWS für 2007 ist es, mit einem Quantensprung beim
Vertrieb in Europa den Absatz deutlich zu steigern", kündigte
DWS-Geschäftsführer Stephan Kunze am Dienstag in Frankfurt an. Die Personenzahl
im Vertrieb in Europa solle im kommenden Jahr um 20% bis 25% erhöht werden,
sagte Kunze weiter.
Acciona kann sich Verkauf von Endesa-Aktien an E.ON vorstellen
Der spanische Baukonzern Acciona SA hat angekündigt, seine Endesa-Beteiligung
an die E.ON AG zu verkaufen, wenn die Deutschen eine Mehrheit am spanischen
Stromversorgers angeboten bekommen. Acciona wolle nicht ein Minderheitsaktionär
einer Tochter von E.ON sein, schrieb Acciona in einer Pflichtmitteilung an die
US-Börsenaufsicht SEC. Verkauft werde der eigene Endesa-Anteil, wenn E.ON im
Rahmen ihrer Offerte die Mehrheit an dem Stromversorger angedient bekomme.
Kartellamt: Pro7 verzichtet auf Verschlüsselung bei Satellit
Die ProSiebenSat.1 Media AG verzichtet Angaben des Bundeskartellamtes zufolge
auf die entgeltliche Grundverschlüsselung ihres Programms. Damit ist das vom
Satellitenbetreiber SES Astra geplante gebührenpflichtige Plattformmodell
Entavio in seinen Grundfesten erschüttert. Die Senderkette hat gegenüber dem
Bundeskartellamt erklärt, dass sie ihre Absicht, digitales grundverschlüsseltes
Fernsehen auf der Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsmodells einzuführen,
aufgegeben hat, wie die Behörde mitteilte.
Italien will mindestens 30,1% von Alitalia verkaufen
Die italienische Regierung hat angekündigt, einen Anteil von mindestens 30,1%
an der Alitalia Linee Aeree Italiane SpA verkaufen zu wollen. Der Käufer dieses
Anteils müsse gemäß italienischem Recht dann ein vollständiges Übernahmegebot
für die Airline mit Sitz in Rom vorlegen, teilte das italienische
Finanzministerium mit.
DJG/jhe
05.12.2006 - 16:56:42
Wall Street im frühen Verlauf etwas fester
NEW YORK (Dow Jones)--Mit leichten Kursgewinnen zeigen sich die Aktienkurse an
der Wall Street im frühen Verlauf am Dienstag. Bis um 16.55 Uhr MEZ legt der
Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 0,3% bzw 33 auf 12.318 Punkte
zu. Der S&P-500 gewinnt 0,3% bzw 4 auf 1.413 Punkte. Der Nasdaq-Composite rückt
um 0,3% bzw 7 auf 2.456 Punkte vor. Dass die Inflation im dritten Quartal
offensichtlich deutlich niedriger war als erwartet, habe die Hoffnung auf ein
Soft-Landing in den USA erhöht, meinen Händler mit Blick auf die freundliche
Reaktion der Aktienmärkte auf die jüngsten Konjunkturdaten.
Viele Anleger seien offenbar recht erleichtert, nachdem der ISM-Index für
das Verarbeitende Gewerbe am vergangenen Freitag Befürchtungen eines
Hard-Landings verstärkt hatte. Die vorbörslich veröffentlichten Daten zur
Produktivität ex Agrar für das dritte Quartal lagen in der zweiten
Veröffentlichung mit einem Plus von 0,2% im Rahmen der von Dow Jones Newswires
erhobenen Konsensschätzungen. Die Lohnstückkosten gingen jedoch stärker zurück
als erwartet. Kurz nach Handelsbeginn sorgte dann auch der ISM-Index für das
Nicht-Verarbeitende Gewerbe für eine Überraschung: Der Dienstleistungsindex
legte entgegen den Erwartungen deutlich zu. Volkswirte hatten hier mit einem
leichten Rückgang gerechnet. Der Auftragseingang der Industrie im Oktober fiel
hingegen deutlicher zurück als prognostiziert.
Im Dow geben Microsoft um 0,8% auf 29,11 USD nach und zählen damit zu den
größten Verlierern im Index. CFO Christopher Liddell hat am Morgen in London
gesagt, Microsoft wolle 2007 den Umsatz zwischen 13% und 15% steigern, wobei
die neue Version des Betriebssystems mit Namen "Vista" eine Schlüsselrolle
spielen werde. Beim Ergebnis je Aktie sei ein Plus in vergleichbarer Höhe zu
erwarten. General Motors büßen 0,7% auf 29,60 USD ein. Händler begrüßen dies
mit der Nachricht, dass der Mitbewerber Ford eine Wandelanleihe in Höhe von 3
Mrd USD angekündigt hat.
Im Plus notieren hingegen die Technologiewerte Apple und IBM. Bei Apple
mehrten sich die Spekulationen, dass das Unternehmen bei der jährlichen
MacWorld-Show in San Francisco im Januar dabei sein wird, heißt es im Handel.
IBM gewinnen 0,8% auf 94,22 USD. Der Technologiekonzern hat das niederländische
Softwarehaus Consul Risk Management übernommen.
DJG/DJN/sug/reh
05.12.2006 - 16:56:34
Post hält vorzeitigen Breakeven bei Express USA ... (drei)
Post-Expressvorstand John Mullen stellte auch für die gesamte Sparte eine
deutliche EBIT-Zunahme im operativen Geschäft für das kommenden Jahr in
Aussicht. Zugleich wiederholte er die Zielsetzung, in der laufenden
Rechnungsperiode auf ein Gesamt-EBIT von 300 Mio bis 400 Mio EUR zu kommen.
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 16:53:32
Siemens/von Pierer will Antikorruptionskontrolle prüfen - Presse
BERLIN (Dow Jones)--Der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens AG, Heinrich
von Pierer, hat eine Überprüfung der Anti-Korruptionskontrolle angekündigt.
"Wir prüfen die Compliance-Regeln und werden die Erkenntnisse dann umsetzen",
sagte Pierer am Dienstag dem "Tagesspiegel". Die Compliance-Regeln würden auch
Thema der nächsten Aufsichtsratssitzung sein, zitiert der "Tagesspiegel"
Aussagen von Pierers vom Rande einer Veranstaltung in Berlin.
Webseite: http://www.tagesspiegel.de
DJG/brb/jhe
05.12.2006 - 16:52:37
Post hält vorzeitigen Breakeven bei Express USA (zwei)
Als Umsatzmarge strebt die Post der Präsentation zufolge zwischen 3% und 5%
an. Ein Zeitpunkt dafür wurde in den Unterlagen nicht genannt. Der Umsatz soll
in einem nicht bezeichneten Zeitraum um 5% bis 10% wachsen. In den ersten zehn
Monaten 2006 liege das Umsatzplus im Kerngeschäft um 4% unter Vorjahr.
Gleichzeitig bekräftigte die Post, dass dieses Jahr der Verlust vor Zinsen
und Steuern ohne Sondereffekte auf der Höhe von 2005 liegen solle. In der
zweiten Jahreshälfte solle der Fehlbetrag um 150 Mio bis 200 Mio EUR geringer
ausfallen als zwischen Juli und Dezember 2005. Für das nächste Jahr kündigte
die Post für das EBIT rein operativ wie auch insgesamt eine weitere
Verbesserung an.
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 16:50:45
Acciona kann sich Verkauf von Endesa-Aktien an E.ON vorstellen
MADRID (Dow Jones)--Der spanische Baukonzern Acciona SA hat angekündigt,
seine Endesa-Beteiligung an die E.ON AG zu verkaufen, wenn die Deutschen eine
Mehrheit am spanischen Stromversorgers angeboten bekommen. Acciona wolle nicht
ein Minderheitsaktionär einer Tochter von E.ON sein, schrieb Acciona am
Dienstag in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Verkauft
werde der eigene Endesa-Anteil, wenn E.ON im Rahmen ihrer Offerte die Mehrheit
an dem Stromversorger angedient bekomme.
Acciona hatte bislang immer nur mitgeteilt, sie wolle nicht, dass Endesa zu
einer E.ON-Tochter wird. Der DAX-Konzern will den spanischen Stromversorger
kaufen. Aber auch die Gas Natural SDG SA hat ein Übernahmeangebot für Endesa
vorgelegt. Acciona hält derzeit etwa 20% an Endesa und hat die Aufstockung der
Beteiligung bis auf knapp 25% angekündigt.
Webseite: http://www.acciona.es
DJG/DJN/jhe
05.12.2006 - 16:47:31
DekaBank erwartet weiterhin starkes Wachstum der Weltwirtschaft
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung der
DekaBank trotz leicht nachlassender Dynamik auch in den kommenden beiden Jahren
kräftig wachsen. Wie es in der am Dienstag vorgelegten Prognose heißt, wird
"trotz einer gegenwärtig zu verzeichnenden konjunkturellen Delle die derzeitige
Hochwachstumsphase der Weltwirtschaft" anhalten. Hinter der Abschwächung stehe
die Normalisierung der Geldpolitik der großen Notenbanken. Die DekaBank
erwartet für 2006 einen Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um
5,2%. Im Jahr 2007 und 2008 dürfte der BIP-Zuwachs dann aber mit 4,5% bzw. 4,6%
etwas nachlassen.
Angesichts der reichlichen Liquiditätsversorgung und gestiegener
Inflationsängste hätten die Zentralbanken der großen Währungsräume ihre
expansive Geldpolitik beendet. Die Realwirtschaft müsse nun in den "weiten
Mantel" der Liquidität hineinwachsen, sagte der Chefvolkswirt der Bank, Ulrich
Kater. Während die Federal Reserve ihre Zinssätze bereits in den leicht
restriktiven Bereich hinein normalisiert habe, befinde sich die Europäische
Zentralbank (EZB) auf dem Wege dorthin. Die DekaBank erwartet gegen Mitte 2007
nach zwei Zinssenkungen eine auf neutral gestellte Geldpolitik der Fed.
In der Eurozone rechnet die Bank mit eine Anhebung der EZB-Leitzinsen bei
der kommenden Sitzung am Donnerstag auf 3,50%. Im März und im Juni kommenden
Jahres sehen die Ökonomen weiteren Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte auf
4,00%. Dieses Niveau sei "am oberen Rand von neutral", sagte Kater. Der
Inflationsausblick in der Eurozone sei unumstritten und auch "beherrschbar". Im
laufenden Jahr sei mit Preissteigerungen auf Verbraucherebene um 2,2% zu
rechnen, 2007 dürfte der Anstieg bei jahresdurchschnittlich 2,1%% und 2008 bei
1,9% liegen.
Das Wachstum in der Eurozone wird nach Einschätzung der DekaBank in den
beiden kommenden Jahren nahe des Potenzialpfads verlaufen. Allerdings sei zu
Beginn des kommenden Jahres mit einer konjunkturellen Delle zu rechnen. Die
Ökonomen prognostizieren für 2007 ein Wachstum von 1,9% und für 2008 eines von
2,1%. Das Potenzialwachstum der EZB von knapp unter 2% werde damit nicht
unterschritten.
Die Auswirkung von Wechselkursbewegungen auf die Konjunktur in der Eurozone
wird nach Ansicht von Kater überbewertet. Wegen der Größe und Abgeschlossenheit
des Währungsraums seien die Wechselkurse für Konjunktur und Inflation nicht
mehr so bedeutend wie vor Einführung des Euro. Zudem erwarten die Ökonomen der
DekaBank keinen "Dollar-Crash", sondern betrachten die derzeitige Entwicklung
lediglich als eine neuerliche Schwächephase. Die DekaBank sieht den Wechselkurs
Ende 2007 bei 1,30 USD/EUR.
Die Lage der deutschen Wirtschaft dürfte auch in den kommenden Jahren gut
bleiben - auch wenn sich die Konjunktur "zäher" entwickeln werde als noch in
den 1990er Jahren. Deutschland verzeichne einen selbsttragenden Aufschwung, der
sich in Form einer "Investitionskonjunktur" auch im kommenden Jahr fortsetzten
dürfte. Für 2007 erwartet die Bank - als Folge der Mehrwertsteuererhöhung - ein
Wirtschaftswachstum von nur 1,4%, für 2008 prognostiziert die Bank ein Wachstum
von 1,9%. Dieses Jahr dürfte das Wachstum in Deutschland 2,5% betragen.
Auch mit Blick auf die Entwicklung in den USA bleibt die DekaBank
optimistisch: Die US-Wirtschaft bleibe der Motor der Weltkonjunktur. Neben den
gewerblichen Investitionen dürfte dabei der private Konsum das Wachstum
ankurbeln. Die Bremswirkung des Immobilienmarktes halten die Deka-Ökonomen für
begrenzt. Nach einem BIP-Plus von 2,7% im kommenden Jahr erwarten Kater und
seine Kollegen einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Aktivität um 3,1% im
Jahr 2008.
-Von Katrin Härtel, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-300,
katrin.haertel@dowjones.com
DJG/kth/ptt
-0-
05.12.2006 - 16:44:42
TAGESVORSCHAU/6. Dezember 2006 - vorläufige Fassung
===
***06:00 JP/Frühindikator Oktober
08:00 DE/Destatis, Preisindex für
Telekommunikationsdienstleistungen November
09:00 DE/Handelsblatt, 12. Jahrestagung Banken-Technologie
(bis 7.12.), Frankfurt (A)
***10:00 DE/Deutsche Telekom AG, PK mit Vorstandsvorsitzendem
Obermann zu den Ergebnissen der AR-Sitzung vom Vortag,
Bonn
***10:00 DE/Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, BI-PK, Stuttgart
10:00 DE/Landgericht Düsseldorf, Mündliche Verhandlung zu den
Preisabsprachen in der Zementindustrie
10:00 DE/Euroforum Deutschland GmbH,
Jahrestagung Zukunft Fernsehen (bis 7.12.), Köln (A)
***10:30 GB/Industrieproduktion Oktober
PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+1,5% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+0,5% gg Vj
***11:00 DE/Verband der Chemischen Industrie (VCI), Jahres-PK,
Frankfurt
***12:00 DE/Bundeswirtschaftsministerium (BMWi),
Auftragseingang Oktober
saisonbereinigt
PROGNOSE: +1,2% gg Vm/+9,1% gg Vj
zuvor: -2,5% gg Vm/+9,6% gg Vj
***13:30 GB/Schatzkanzler Brown,
Haushaltsrede im Parlament, London
14:00 DE/Staatsanwaltschaft München I,
Mitteilung zum Stand der Ermittlungen in
der Siemens-Finanzaffäre
***14:15 US/ADP-Arbeitsmarktbericht November
15:00 DE/IG BCE, PK zu den Ergebnissen der Sozialplan-
verhandlungen bei der Continental AG,
Hannover
***16:30 US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
PROGNOSE: +0,56 Mio Barrel
zuvor: -0,3 Mio Barrel
17:30 DE/Bundesfinanzminister Steinbrück,
Gespräch mit EU-Wirtschafts- und Währungs-
kommissar Almunia, Berlin (A)
18:30 DE/Internationaler Club Frankfurter Wirtschafts-
journalisten (ICFW), Vortrag von Haasis,
Präsident des Deutschen Sparkassen- und
Giroverbandes (DSGV),
(Berichterstattung am Folgetag), Frankfurt
19:30 DE/Celesio AG, PG mit Vorstandsvorsitzendem Oesterle zur
Konzernstrategie, zum Verlauf 2006 und zu den Perspektiven
der weiteren Geschäftsentwicklung
(Berichterstattung am Folgetag), Stuttgart
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Audi AG, AR-Sitzung, u.a. Nominierung eines Nachfolgers
für Winterkorn im Amt des Vorstandsvorsitzenden,
Ingolstadt
*** - DE/DaimlerChrysler AG, MCG-Absatzzahlen November,
Stuttgart
*** - DE/Mox Telecom AG, Erstnotiz im Entry Standard der
Frankfurter Wertpapierbörse
- DE/Continental AG, AR-Sitzung, Hannover (A)
*** - GB/Royal Bank of Scotland plc, Trading Update, Edinburgh
- SK/SkyEurope Holding AG, Verkehrszahlen November,
Bratislava
- SE/Scania AB, Capital Markets Day, Södertälje (A)
- EU/Handelskommissar Mandelson, Vorlage des Grünbuchs über
den künftigen Umgang mit Antidumping und anderen
Schutzvorkehrungen in den Handelsbeziehungen, Brüssel
- IT/Alitalia Linee Aeree Italiane SpA, voraussichtlich Abgabe
einer Übernahmeofferte für die Fluggesellschaft durch das
Fusionsinstitut Banca Intesa und Sanpaolo-IMI, Rom (A)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
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DJG/gla
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05.12.2006 - 16:44:42
Bund gibt Zusage für Hermes-Deckung von umstrittenem Kraftwerk - NfA
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Bundesregierung hat sich grundsätzlich für die
Absicherung eines deutschen Exportgeschäftes im Zusammenhang mit dem Bau des
umstrittenen Wasserkraftwerkes Ilisu in der Türkei entschieden. Wie die
Tageszeitung "Nachrichten für Außenhandel" (NfA - Mittwochausgabe) aus dem
Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) erfahren hat, muss die türkische Seite nach
der Entscheidung des Interministeriellen Ausschusses für die Gewährung von
staatlichen Exportkreditgarantien (IMA) jedoch eine Reihe von Auflagen
erfüllen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann.
Bei dem zu besichernden Geschäft handelt es sich um Tunnelbauarbeiten des
deutschen Bauunternehmens Züblin. Der Wert der zu deckenden Leistungen wird mit
"unter 100 Mio EUR" angegeben. Die Gesamtkosten des Wasserbauprojekts werden
auf über 2 Mrd EUR geschätzt. Ein Teil des Geldes werde für
Umsiedlungsmaßnahmen und den Kulturgüterschutz verwendet.
Im Gebiet des Stauseegebietes befindet sich die archäologisch bedeutende
Stadt Hasankeyf, in deren Einzugsgebiet über 10.000 Menschen umgesiedelt werden
müssen. Der Bau des 1.820 m lang und 135 m hohen Staudamms soll voraussichtlich
bis zum Jahr 2012/2013 dauern.
Mit dem Ilisu-Projekt befasst sich der IMA laut "Nachrichten für
Außenhandel" bereits seit dem Jahr 1998. Damals waren von der rot-grünen
Koalition verschärfte Sozial- und Umweltleitlinien für die
Hermes-Deckungspolitik eingeführt worden. Nach Angaben des Blattes wird deshalb
einer Entscheidung zum Ilisu-Wasserkraftwerk eine grundsätzliche Bedeutung
zugemessen.
Webseite: http://www.localglobal.de/mylocalglobal
DJG/lah/aka/apo
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05.12.2006 - 16:41:19
Post hält vorzeitigen Breakeven bei Express USA für möglich
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Deutsche Post AG hält es für möglich, die
Gewinnschwelle im US-Expressgeschäft früher zu erreichen als bislang geplant.
In einer am Dienstag im Internet veröffentlichten Analystenpräsentation des
Konzerns heißt es, der Breakeven werde in zwei bis drei Jahren erwartet.
Bislang hatte die Post erklärt, sie rechne in den USA erst Ende 2009 mit einem
positiven Deckungsbeitrag.
DJG/stm/brb
05.12.2006 - 16:12:13
EUREX/Renten-Futures nach US-Daten auf dem Rückwärtsgang
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit nachgebenden Notierungen reagieren die
Terminkontrakte an der Eurex auf die unerwartet starken US-Daten. Der ISM-Index
für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe ist auf 58,9 Punkte gestiegen, Volkswirte
hatten eigentlich mit einem Rückgang auf 55 Punkte gerechnet. Die Zahlen seien
eine deutliche Überraschung gewesen, heißt es im Markt. Gegen 16.06 Uhr fällt
der Bund-Future bis auf 18,56% zurück und notiert damit in der Nähe seines am
Morgen markierten Tagestiefs bei 18,54%. Marktteilnehmer sehen für den
Bund-Future einen Widerstand bei 118,88%, Unterstützung gebe es bei 118,55/40%,
den Hochpunkten vom 28. bzw 21. November.
DJG/sug/reh
05.12.2006 - 16:08:15
EU-Staaten wollen Kompromiss für Chemikaliengesetz unterstützen
BRÜSSEL (Dow Jones)--Der mühsam ausgehandelte Kompromiss für die
EU-Verordnung zur Registrierung, Evaluierung und Zulassung von Chemikalien
(Reach) dürfte im EU-Ministerrat auf eine ausreichende Mehrheit stoßen. Die
finnische Ratspräsidentschaft hat das Ende vergangener Woche mit Vertretern des
Europäischen Parlaments (EP) und der EU-Kommission erzielte Ergebnis am
Dienstag den Botschaftern der Mitgliedstaaten erläutert.
Dabei habe es "breite Unterstützung" gegeben, sagte ein Diplomat. Niemand
habe angedeutet, dass sein Land nicht zustimmen werde. Die Reach-Verordnung
muss im Rat mit qualifizierter Mehrheit verabschiedet werden. Danach müssen
mindestens 13 der 25 EU-Regierungen zustimmen.
Im Europäischen Parlament (EP) stößt der Kompromiss auf erheblich mehr
Skepsis. Der Vorsitzende des Umweltausschusses, Karl-Heinz Florenz, der das
Paket mit ausgehandelt hat, rechnet aber mit einer "stabilen" Mehrheit. "Es
wird aber auch deutliche Neinstimmen geben, auch in meiner Fraktion", sagte der
CDU-Abgeordnete am Dienstag vor Journalisten.
Das EP-Plenum will nach derzeitiger Planung am 13. Dezember in zweiter
Lesung über Reach abstimmen. Damit der Kompromiss angenommen wird, müssen 367
der 732 zustimmen. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, gibt es ein
Vermittelungsverfahren. Mit Reach sollen die rund 30.000 chemischen Stoffe am
Markt zentral registriert werden. Für die etwa 2.500 als gefährlich
eingestuften Substanzen müssen die Hersteller eine Zulassung beantragen.
DJG/ang/ptt
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05.12.2006 - 15:52:23
Ver.di vereinbart für T-Mobile Lohnerhöhung 2007 um 3%
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Mobilfunkanbieter T-Mobile und die Vereinigte
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben sich auf einen Tarifvertrag
geeinigt. Die Gewerkschaft teilte am Dienstag mit, für das Jahr 2007 sehe die
Einigung eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3% vor. Für den Zeitraum vom
1. Mai bis zum 31. Dezember 2006 sei zudem eine Einmalzahlung von 350 EUR für
Tarifangestellte und 300 EUR für Beamte vereinbart worden.
Gleichzeitig sei es gelungen, auch die Beschäftigten im operativen
Kundenservice in die Regelung zur Einmalzahlung einzubeziehen. Dieser Bereich
sei bis zum Mai 2009 von allgemeinen Einkommenserhöhungen eigentlich
ausgeschlossen. Zudem sollen die rund 70 Auszubildenden übernommen werden. Der
neue Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2007. Insgesamt sind
Gewerkschaftsangaben zufolge rund 8.000 Beschäftigte bei T-Mobile von der
Regelung betroffen.
Webseite: http://www.telekom3.de
DJG/rib/brb
05.12.2006 - 15:42:15
Air Force lässt bei Tankerauftrag WTO-Streit unberücksichtigt
WASHINGTON (Dow Jones)--Die US Air Force will bei der Ausschreibung ihres
Tankflugzeug-Auftrages den Streit zwischen Airbus und Boeing vor der
Welthandelsorganisation (WTO) unberücksichtigt lassen. Der Handelsstreit solle
keinen Einfluss auf die Auftragsvergabe haben, sagte Ken Miller, der für den
Air Force Secretary Michael Wynne arbeitet.
In dem Streit vor der WTO geht es um Subventionen für zivile Flugzeuge, die
die EU und die USA ihren jeweiligen Flugzeugherstellern zukommen lassen. Die
Air Force hat einen Auftrag für Tankflugzeuge zu vergeben, dessen Volumen 20
Mrd USD betragen dürfte.
Nach dem neuen Plan soll der Ausgang des WTO-Streits keinen Einfluss auf
den Tanker-Auftrag haben, sagte Miller. Eine entsprechende Passage werde in die
Ausschreibung eingearbeitet.
Die Northrop Grumman Corp hatte sich für den Auftrag mit EADS zusammengetan
und beklagt, die Berücksichtigung des Handelsstreites stelle eine Bevorzugung
eines Bewerbers dar. Stattdessen solle die Air Force das für sie beste Flugzeug
auswählen.
Analysten sagten, Northrop Grumman und die EADS-Tochter Airbus hätten es
dennoch schwer, den Auftrag zu erhalten. Sie bieten den A330 an, der größer als
die Boeing 767 ist. Rüstungsexperte Loren Thompson vom Lexington Institute
sagte, die Air Force werde sich vielleicht für das kleinere der Flugzeuge
entscheiden, um mehr Maschinen kaufen zu können.
-Von Rebecca Christie, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/brb
05.12.2006 - 15:27:00
EZB: Nettofremdwährungsposition unverändert 152,4 Mrd EUR
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung
ist in der Woche zum 1. Dezember gegenüber der Vorwoche mit 152,4 Mrd EUR
unverändert geblieben. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag weiter
mitteilte, blieben auch die Bestände des Eurosystems an marktgängigen
Wertpapieren von Ansässigen in der Eurozone mit 79 Mrd EUR stabil. Der
Banknotenumlauf fiel um 8,1 Mrd auf 601,8 Mrd EUR. Die Einlagen von
öffentlichen Haushalten fielen um 34,7 Mrd auf 35,9 Mrd EUR. Der Rückgang um
120 Mio EUR in Gold und Goldforderungen entsprach laut EZB der Veräußerung von
Gold durch zwei Zentralbanken des Eurosystems.
Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute im Eurogebiet
verringerten sich um 13,4 Mrd auf 428,1 Mrd EUR. Am 29. November wurde ein
Hauptrefinanzierungsgeschäft über 321,5 Mrd EUR fällig, das durch ein neues
Geschäft über 308 Mrd EUR abgelöst wurde. Die Inanspruchnahme der
Spitzenrefinanzierungsfazilität belief sich auf 0,2 Mrd EUR gegenüber null in
der Vorwoche, eine Inanspruchnahme der Einlagefazilität fand wie in der
Vorwoche nicht statt. Aus sämtlichen Transaktionen stiegen sich die Einlagen
der Geschäftspartner auf Girokonten beim Eurosystem um 13,2 Mrd auf 184 Mrd
EUR.
DJG/ptt
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05.12.2006 - 15:10:56
Bayer legt Barabfindung von 98,98 EUR ... (zwei)
Der Bayer-Konzern hatte den Schering-Aktionären im Frühjahr ursprünglich 86
EUR je Aktie geboten und die Offerte dann später auf 89 EUR erhöht. Für die
96,1% an Schering, die Bayer bislang kontrolliert, hatte der Konzern nach
Angaben des Vorstandsvorsitzenden Werner Wenning auf der Herbstpressekonferenz
im Schnitt 88,18 EUR pro Aktie gezahlt.
Bei einer Zahl von 191 Mio Schering-Aktien und einem Anteil von 3,9% noch
ausstehenden Papieren würde Bayer für den Squeeze-Out nun knapp 72 Mio EUR mehr
bezahlen als bei dem ursprünglichen angebotenen Preis von 89,36 EUR je Aktie.
Nach Einschätzung von Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz ist
der Mehrbetrag für Bayer zu vernachlässigen. Es überwiege im Gegenteil der
positive Aspekt, dass die Übernahme nun zum Abschluss komme, sagte die
Analystin.
Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW)
verwies im Gespräch mit Dow Jones Newswires auf den Spielraum in den
Bewertungsmodellen, bei dem eine kleine Änderung des Zinssatzes zu deutliche
abweichenden Ergebnissen führe. Die Prämie, die jetzt auf den ursprünglichen
Schering-Aktienkurs vor dem Übernahmekampf bezahlt werde, sei relativ hoch. Es
sei deshalb fraglich, ob es in einem Spruchverfahren - das Jahre dauern könne -
noch zu einer großen Nachbesserung komme.
Die heute von Vorstand und Aufsichtsrat der Schering AG verabschiedete
Einladung zur Hauptversammlung im Januar werde in den kommenden Tagen
veröffentlicht, heißt es in der Mitteilung von Bayer weiter. Die angemessene
Barabfindung sei mit Hilfe der Wirtschaftsprüfer von KPMG festgestellt und von
einem gerichtlich ausgewählten Prüfer bestätigt worden.
Webseite: http://www.bayer.de
- von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,
Richard.Breum@dowjones.com
DJG/rib/brb
05.12.2006 - 14:53:06
EUREX/Renten-Futures erholen sich - ISM-Index nächster Impuls
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach Kursverlusten in den ersten eineinhalb
Handelsstunden haben sich die Terminkontrakte am deutschen Rentenmarkt im
weiteren Verlauf der Dienstagsitzung erholt. Gegen 14.44 Uhr handelt der
marktführende Dezember-Future 4 Ticks über dem Vortagesschluss bei 118,72%.
Kurzzeitig Unterstützung hat der Kontrakt von Daten zu US-Produktivität
erhalten. Diese ist revidiert im dritten Quartal mit 0,2% weniger stark
gestiegen als im Konsens von 0,5% erwartet worden war. Das verhalf dem
Dezember-Bund laut einem Händler auf das Tageshoch von 118,80%, von dem er
jedoch wieder auf das Niveau kurz vor Veröffentlichung der Daten zurückgekommen
ist. Das Tagestief liegt bei 118,54%. Umgesetzt worden sind bisher 894.722
Kontrakte.
Im Bund-Future mit Laufzeit bis März 2007 sind bislang 433.147 Kontrakte
gehandelt worden. Der Dezember-Kontrakt läuft am Donnerstagmittag aus. "Der
ISM-Index für das nichtverarbeitende US-Gewerbe im November gibt die weitere
Richtung für den Bund-Future vor", merkt die WestLB an. Der Index wird gegen
16.00 Uhr veröffentlicht, erwartet wird im Konsens ein Rückgang auf 55,0 Punkte
von 57,1 Punkten im Oktober. Sollte der Index in die Nähe von 50 Punkten
fallen, erhielten Renten zusätzliche Impulse, so die WestLB. Denn in diesem
Fall würde ein weiterer Indikator auf eine "harte Landung" der US-Konjunktur
hindeuten. Die nächsten technischen Widerstände lägen bei 118,88% und 119,04%.
Unterstützt sei der Dezember-Bund bei 118,55%. Der Bobl-Future verliert 2 Ticks
auf 110,12%.
DJG/bek/reh
05.12.2006 - 14:50:45
Perspektiven für Börsen verändern sich nachhaltig - Studie
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Perspektiven der Börsen werden sich dramatisch
verändern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das Consultingunternehmen
Accenture am Dienstag in Frankfurt vorstellte. Ein wesentlicher Faktor, der die
Rahmenbedingungen der Börsenbetreiber weltweit nachhaltig beeinflusst, ist der
Studie zufolge der Druck, die Profitabilität stetig zu steigern.
Dieser Druck, den Shareholder Value zu steigern, komme nicht zuletzt von
denjenigen Börsenbetreibern, die selber gelistet sind. In diesem Jahr machen
laut der Studie gelistete Börsenbetreiber 63% der gesamten Marktkapitalisierung
der weltweiten Börsen aus, während es im Jahr 2000 lediglich 8% waren.
Der Druck zur stetigen Gewinnverbesserung und neue Vorschriften förderten
die Konsolidierung wie auch die Fragmentierung des Marktes und trieben
grenzüberschreitende Expansion und die Diversifikation des Produktportfolios
voran, so die Studie. Angesichts dieser Entwicklung müssten die Börsenbetreiber
ein hohes Innovationstempo beibehalten und kontinuierlich neue Produkte und
Servicestrategien entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Darüber hinaus verwies die Studie auf die künftige Bedeutung von China und
Indien. Die Börsen müssten sich darauf vorbereiten, am Wachstumspotenzial
dieser beiden Länder, die die Studie als die mittelfristig wichtigsten
Wachstumsknotenpunkte identifizierte, teilzuhaben.
Webseite: http://www.accenture.com
- Von Ragnhild Kjetland, Dow Jones Newswires; + 49 (0) 69 29725 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/brb/jhe
05.12.2006 - 14:48:06
DWS will vor allem in Europa wachsen
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank, DWS
Investments, setzt verstärkt auf Wachstum in Europa. "Ziel der DWS für 2007 ist
es, mit einem Quantensprung beim Vertrieb in Europa den Absatz deutlich zu
steigern", kündigte DWS-Geschäftsführer Stephan Kunze am Dienstag in Frankfurt
an. Die Personenzahl im Vertrieb in Europa solle im kommenden Jahr um 20% bis
25% erhöht werden, sagte Kunze weiter.
Während im Ausland weiteres Wachstum angestrebt ist, will die DWS ihre
Position auf dem Heimatmarkt mit einer Vertiefung des Produktangebotes
festigen. Ein Schwerpunkt der Produktoffensive soll auf dem Markt für
Altersvorsorge liegen. Zum 31. Oktober lag das verwaltete Vermögen der DWS den
Angaben zufolge bei weltweit 248 Mrd EUR und 157 Mrd EUR in Europa. Auf
Deutschland entfallen 124,6 Mrd EUR, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein
Plus von 15%.
DJG/uxd/ces/jhe
05.12.2006 - 13:46:05
Bayer legt Barabfindung von 98,98 EUR je Schering-Aktie fest
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bayer AG hat die Barabfindung für die knapp 4%
noch ausstehenden Schering-Aktien auf je 98,98 EUR festgelegt. Der Leverkusener
Konzern teilte am Dienstag mit, die Höhe der Abfindung entspreche dem Barwert
der bereits im September von den Wirtschaftsprüfern von KPMG ermittelten
jährlichen Ausgleichszahlungen von 3,62 EUR netto je Aktie, die den
Schering-Minderheitsaktionären aufgrund des Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrages künftig zustehen.
Die jetzt festgelegte Barabfindung sei jedoch höher als das aufgrund dieses
Vertrages veröffentlichte Abfindungsangebot von 89,36 EUR je Schering-Aktie.
Der Unterschied beruhe in erster Linie auf den Rückgängen der
Kapitalmarktrenditen seit dem 13. September 2006, heißt es in der Mitteilung
weiter. Der Beschluss über den Squeeze-Out soll in einer außerordentlichen
Schering-Hauptversammlung am 17. Januar 2007 gefasst werden.
Webseite: http://www.bayer.de
DJG/rib/jhe
05.12.2006 - 13:36:42
Chrysler-Absatz außerhalb Nafta steigt im November um 17%
AUBURN HILLS/STUTTGART (Dow Jones)--Die Chrysler Group hat im November über
alle drei Marken hinweg den Absatz außerhalb des Kernmarkts Nordamerika um 17%
auf 18.900 Einheiten gesteigert. In den ersten elf Monaten hätten die Verkäufe
um 14% auf 186.080 Fahrzeuge zugelegt, teilte die US-Tochter der
DaimlerChrysler AG am Dienstag mit. Im gesamten Vorjahr waren 180.088 Fahrzeuge
der Marken Chrysler, Jeep und Dodge außerhalb von Nordamerika verkauft worden.
Die Verkäufe im Jahr 2006 führt bisher der Jeep Grand Cherokee mit 35.558
Einheiten an, dicht gefolgt vom Chrysler Voyager mit 32.616 Einheiten und dem
Jeep Cherokee, von dem 24.733 Einheiten abgesetzt wurden, wie der in Stuttgart
ansässige Automobilkonzern weiter mitteilte.
Die US-Tochter Chrysler mit Sitz in Auburn Hills vertreibt Fahrzeuge in
mehr als 125 Ländern rund um die Welt. Die Verkäufe außerhalb Nordamerikas
entsprechen derzeit etwa 8% des Gesamt-Verkaufsvolumens der Chrysler Group.
Webseite: http://www.daimlerchrysler.de
DJG/mtk/jhe
05.12.2006 - 12:54:23
EU will bessere Arbeitsstandards anstelle von Antidumpingzöllen
BRÜSSEL (Dow Jones)--EU-Handelskommissar Peter Mandelson strebt eine
grundlegende Reform der umstrittenen Antidumping-Politik an. Anstelle auf
Strafen zu setzen, sollte die EU mit ihren Handelspartnern eher einen Dialog
über die Arbeitsbedingungen in den betreffenden Ländern führen, sagte Mandelson
am Dienstag bei einer Konferenz in Brüssel. Er kündigte an, dieser Ansatz solle
bereits bei der Aushandlung der neuen bilateralen Abkommen mit Indien, Südkorea
und den Asean-Staaten berücksichtigt werden.
Die Kommission will ihr Konzept für diese Abkommen am Mittwoch vorlegen und
bei den EU-Mitgliedstaaten auch die Verhandlungsmandate für neue Abkommen mit
der Anden-Region und den zentralamerikanischen Staaten beantragen. Vor dem
Hintergrund der zäh verlaufenden Doha-Welthandelsrunde will die Kommission den
Abschluss bilateraler Handelsabkommen insbesondere mit den asiatischen Staaten
forcieren.
Ebenfalls für Mittwoch ist ein Grünbuch angekündigt, mit dem die Diskussion
darüber angestoßen werden soll, welche Instrumente zur Verteidigung der Märkte
heute am sinnvollsten erscheinen. Die bestehenden Regelungen von 1994 sind nach
Auffassung der Kommission in einer Zeit, in der viele Unternehmen global
beliefert werden und in Ländern außerhalb der EU investieren oder produzieren,
nicht mehr angemessen. Auch die europäischen Dachverbände des Handels und der
Verbraucher haben eine Reform von Europas "antiquiertem
Antidumping-Mechanismus" gefordert. Dieser werde zu oft missbraucht, um Zölle
zu rechtfertigen, die dann zum Nachteil der Verbraucher seien, lautet ein
Argument.
DJG/ang/apo
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05.12.2006 - 12:40:47
MARKT/Börsen in Europa am Mittag mit freundlicher Tendenz
Die Börsen in Europa zweigen sich am Dienstag im Mittagshandel freundlich
und schließen sich damit dem Trend aus Asien (bis auf Tokio) und zuvor den USA
an. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt gegen 12.30 Uhr MEZ 0,4 Prozent bzw 17 Punkte
hinzu auf 3.980 Punkte, während der Stoxx-50 um 0,2 Prozent bzw 7 Zähler auf
3.596 steigt. Unter den Sektoren stehen Rohstoff- und Ölwerte an der Spitze.
Mit einem Mangel an an Unternehmensnachrichten rücken Konjunkturdaten verstärkt
in den Mittelpunkt des Interesses. Während die europäischen Daten, wie die
kräftig gestiegenen Einkaufsmanagerindizes des Nicht-verarbeitenden Gewerbes
sich am Vormittag nur leicht stützend auswirkten, kommen aus den USA am
Nachmittag unter anderem die Daten zum Produktivitätswachstum dazu. Kein
Störfeuer kommt unterdessen vom Devisenmarkt, wo der Euro stabil über 1,33 USD
gehandelt wird und zunächst keinen weiteren Ausbruchsversuch nach oben
unternimmt. Marktbeobachter rechnen aber mit der Erwartung einer Zinserhöhung
durch die EZB in zwei Tagen mit einer Fortsetzung des Aufwertungstrends.
Stahlwerte sehr fest
Der Subindex der Rohstoffwerte steigt um 1,2 Prozent. Dabei spielen Stahlwerten
die Schrittmacherfunktion. In den USA hatte der Sektor zu den Besten gezählt
und auch in Japan sei das Geld der Investoren in diese Branche geflossen, heißt
es. Nippon Steel haben zudem von einer Anhebung des Kursziels durch die
Citigroup profitiert.
Auch Minenwerte sind gesucht, wobei Rio Tinto mit 1,9 Prozent auf 2.812 p
sehr fest tendieren. Die Notierungen der Metalle hätten leicht angezogen, heißt
es im Handel zur Begründung. Ölwerte bleiben gefragt; so gewinnen Total 1,2
Prozent auf 53,40 EUR. RWE leiden nach den klaren Gewinnen der letzten
Handelstage unter Gewinnmitnahmen und sinken um 0,5 Prozent auf 87,49 EUR.
Deutlich unter dem Durchschnitt zurückbleiben in Europa die Sektoren
Nahrungsmittel und Einzelhandel.
DJG/mnr/gos
05.12.2006 - 12:40:20
Kartellamt: Pro7 verzichtet auf Verschlüsselung ... (zwei)
ProSiebenSat.1 hatte ebenso wie RTL beabsichtigt, sich an der von SES Astra
geplanten und für den Zuschauer gebührenpflichtigen Satellitenplattform Entavio
zu beteiligen. Anders als RTL hatte die in Unterföhring bei München ansässige
Senderkette aber noch keine Verträge mit dem in Luxemburg ansässigen
Satellitenbetreiber geschlossen.
Es hat lediglich Gespräche gegeben, wie ProSiebenSat.1-Sprecherin Katja
Pichler am Dienstag zu Dow Jones Newswires sagte. "Nachdem das Bundeskartellamt
uns angedeutet hat, dass die Pläne nicht genehmigt werden würden, haben wir von
ihnen Abstand genommen", sagte Pichler weiter.
Eventuelle Erlöse aus einer grundverschlüsselten Ausstrahlung über die
Entavio-Plattform seien aber noch nicht berechnet worden, weil es auch noch
keine entsprechenden Planungen gegeben habe. "Wir haben immer gesagt, dass wir
erstmal abwarten wollen", sagte die ProSiebenSat.1-Sprecherin.
Sprecher von RTL und SES Astra waren für eine Stellungnahme zunächst nicht
erreichbar.
Webseiten: http://www.prosiebensat1.com
http://www.rtl.de
http://www.bundeskartellamt.de
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/smh
05.12.2006 - 12:06:08
Kartellamt: Pro7 verzichtet auf Verschlüsselung bei Satellit
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG verzichtet Angaben des
Bundeskartellamtes zufolge auf die entgeltliche Grundverschlüsselung ihres
Programms. Damit ist das vom Satellitenbetreiber SES Astra geplante
gebührenpflichtige Plattformmodell Entavio in seinen Grundfesten erschüttert.
Die Senderkette hat gegenüber dem Bundeskartellamt erklärt, dass sie ihre
Absicht, digitales grundverschlüsseltes Fernsehen auf der Grundlage eines
entgeltlichen Geschäftsmodells einzuführen, aufgegeben hat, wie die in Bonn
ansässige Behörde am Dienstag mitteilte.
Das Bundeskartellamt hatte in dem Vorhaben eine verbotene Kartellabsprache
zwischen den Sendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL gesehen und eine Abmahnung
des Geschäftsmodells angedroht. Der Behörde zufolge hätte eine abgestimmte
Strategie von RTL und ProSiebenSat.1 dazu geführt, dass sich beide
Sendergruppen relativ risikolos am Wettbewerb vorbei eine zusätzliche
Erlösquelle erschlossen hätten.
Zu dem Zweck war die Erhebung eines monatlichen Entgeltes durch Astra bei
den Zuschauern für die gebündelte Freischaltung der Sendergruppen vorgesehen,
wobei ein erheblicher Teil der Einnahmen den beiden Sendergruppen zugeflossen
wäre.
Eine kartellrechtliche Freistellung der Koordinierung bei der Einführung
der Verschlüsselung und Erschließung einer Erlösquelle kam vor allem wegen der
mit dem Gebührensystem verbundenen erheblichen Belastung der Verbraucher nicht
in Betracht, heißt es in der Begründung der Wettbewerbshüter.
Mit Aufgabe des Modells durch eine der beiden Sendergruppen ist der
Koordinierungsverdacht entfallen, so dass das Verfahren gegen RTL und
ProSiebenSat.1 eingestellt werden kann. Es würde jedoch bei einem
Wiederaufgreifen des Geschäftsmodells fortgeführt werden, so die
Kartellbehörde.
Webseite: http://www.bundeskartellamt.de/
DJG/apr/smh
05.12.2006 - 11:57:24
BoJ/Mizuno: Können Zinsen sogar bei schwächeren Daten erhöhen
TOKIO (Dow Jones)--Die Bank of Japan (BoJ) könnte sogar trotz einiger
schwächerer Konjunkturdaten die Leitzinsen erhöhen. Dies hat am Dienstag das
BoJ-Ratsmitglied Atsushi Mizuno betont. Bei einer Rede in Tokio sagte Mizuno,
die realwirtschaftlichen wie auch die Preisindikatoren fielen gegenwärtig zwar
gemischt aus, anderseits befinde sich Japan weiterhin in einem milden
Aufschwung. Sollte sich allerdings eine ausgemachte Konjunkturschwäche oder
sogar eine Rezession ankündigen, wäre ein unverändert expansiver
geldpolitischer Kurs angebracht. Nach einem solchen Abschwung sehe es zurzeit
aber nicht aus, sagte Mizunu.
DJG/DJN/ptt
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05.12.2006 - 11:45:04
EZB veröffentlicht Konvergenzbericht
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Dienstag
den neuen Konvergenzbericht für die künftigen Beitrittsländer zur Eurozone
veröffentlicht. Der Bericht enthält Analysen über die jüngste Entwicklung
verschiedener ökonomischer Kriterien wie Preise, fiskalpolitische Indikatoren,
Wechselkurse und Zinsen. Nachdem im Juni bereits Analysen für Litauen und
Slowenien vorgelegt wurden, werden diese beiden Länder im aktuellen Bericht
nicht weiter betrachtet.
Grundsätzlich besteht für alle EU-Mitgliedsländer - mit Ausnahme von
Großbritannien und Dänemark - die Pflicht, mittelfristig dem Eurogebiet
beizutreten. Kurzfristig - zu Beginn des kommenden Jahres - wird jedoch nur
Slowenien den Euro einführen. Der aktuelle Konverenzbericht der EZB enthält
keine Vorhersagen darüber, wann für einzelne Länder ein Euro-Beitritt
realistisch erscheint.
Webseite: www.ecb.int
DJG/ptt/sgs
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05.12.2006 - 11:32:55
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Enders/EADS: 2006 ist das "annus horribilis" der Geschichte
Das Management der European Aeronautic Defence and Space Co (EADS) blickt auf
ein bewegtes Jahr zurück. "Das Jahr 2006 ist das annus horribilis in unserer
Geschichte", sagte Co-CEO Tom Enders am Montagabend in München. Die vergangenen
Monate seien gekennzeichnet durch die Produktionsprobleme beim neuen
Großraumflugzeug A380. Die gemeldete Lieferverzögerung von zwei Jahren führe zu
erheblichen finanziellen Belastungen und Regressforderungen der Kunden. "Ich
bin ich aber zuversichtlich, dass die A380 nun unter Kontrolle ist", sagte
Enders.
HeidelbergCement muss Mysore-Gebot anheben - Business Standard
Die HeidelbergCement AG muss laut einem Zeitungsbericht ihr öffentliches
Übernahmegebot für die indische Mysore Cement Ltd möglicherweise deutlich
anheben. Wie die indische Zeitung "Business Standard" unter Berufung auf Kreise
berichtet, wird die indische Regulierungsbehörde Securities & Exchange Board of
India den Zementhersteller um eine Anhebung der Offerte um 25% ersuchen.
Degussa investiert 250 Mio EUR in neue Anlage in Schanghai
Die Degussa AG will in Schanghai eine große Verbundproduktion zur Herstellung
von Methylmethacrylat (MMA) und Methacrylat- Spezialitäten errichten. Den Bau
habe der Aufsichtsrat jetzt genehmigt, teilte der Düsseldorfer
Spezialchemiekonzern mit. Das Investitionsvolumen liegt bei insgesamt rund 250
Mio EUR. Damit handele es sich um die zweitgrößte Einzelinvestition der
Degussa. Die World-Scale-Anlage soll 2009 in Betrieb gehen.
vwd group übernimmt Fides Information Services in der Schweiz
Die vwd group übernimmt zum Jahreswechsel die auf Finanzmarkt-Daten und
-Dienstleistungen spezialisierte Fides Information Services in der Schweiz. Mit
dem Erwerb komme der System- und Lösungsanbieter für Finanzmarkt-Informationen
seinem Ziel, der in Europa führende Anbieter für Marktinformationen und
Kundenberatung im Retail und Private Banking sowie Wealth Management zu werden,
ein wesentliches Stück näher, teilte die vwd Group mit. Angaben zum Kaufpreis
wurden nicht gemacht.
GM/Lutz: Kerkorian ist bei General Motors ausgestiegen
Der US-Milliardär Kirk Kerkorian ist bei dem US- Automobilbauer General Motors
Corp (GM) ausgestiegen. Dies sagte der GM-Vice President für die weltweite
Produktentwicklung, Bob Lutz. "Ich denke, dass er (Kerkorian) unterm Strich
einen kleinen Gewinn gemacht hat und nun entschlossen hat, dass es bessere
Investitionsmöglichkeiten gibt", sagte Lutz weiter.
Philips bekräftigt Margen-Prognose 2006 und nennt neue Ziele
Die Royal Philips Electronics NV hat die Ziele für das laufende Geschäftsjahr
beim Geschäft mit Verbraucherelektronik, Haushalts- und Pflegegeräten (DAP)
bekräftigt und zugleich für 2007 neue Prognosen für alle Sparten genannt. Der
niederländische Elektronikkonzern blieb im Vorfeld eines Analystentreffens im
weiteren Verlauf des Dienstages bei seiner Prognose für 2006, wonach die Marge
beim Geschäft mit DAP-Geräten auf EBIT-Basis bei knapp unter 4% liegen werde.
Die Pläne für den Einstieg in den Markt für Navigationsgeräte hat das
Unternehmen dagegen gestrichen. Der Markt sei zu überfüllt.
Ryanair transportierte im November mehr Passagiere
Ryanair Holdings plc hat im November 3,161 Millionen Passagiere transportiert
verglichen mit 2,748 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Sitzladefaktor betrug
79% verglichen mit 81% im Vorjahr bzw. 83% für die zurückliegenden zwölf
Monate.
HSBC: Entwicklung im dritten Quartal besser als im Vorjahr
Die HSBC Holdings plc hat sich im dritten Quartal finanziell besser entwickelt
als im Vorjahr. Im Investmentbanking- und im Großkundengeschäft CIBM
(Corporate, Investment Banking and Markets) hätten sich jedoch Zeichen von
Schwäche eingestellt, wie die nach Bilanzsumme zweitgrößte Bank der Welt am
Dienstag in London mitteilte. Grund sei ein geringeres Handelsvolumen.
DJG/DJN/cbr/smh
05.12.2006 - 11:30:04
EZB: Marginaler Zuteilungssatz Haupt-Refi-Tender 3,30%
FRANKFURT (Dow Jones--VWD)--Beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft
der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem Mindestbietungssatz von 3,25%
haben sich ein marginaler Zuteilungssatz von 3,30% und ein gewogener
Durchschnittssatz von 3,31% ergeben. Die Bietungsspanne lag zwischen 3,25% und
3,36%, wie die EZB am Dienstag mitteilte. Die 333 Institute boten insgesamt
374,364 Mrd EUR, davon wurden 329 Mrd EUR bedient. Die Repartierungsquote
stellte sich auf 96,2210.
Den weiteren Angaben zufolge belief sich die aktualisierte Schätzung der
autonomen Faktoren für den Liquiditätsbedarf auf 272,0 (272,6) Mrd EUR. Die
daraus resultierende Benchmarkzuteilung beträgt 328,0 Mrd EUR. Das neue
Geschäft mit Fälligkeit am 13. Dezember wird am 6. dezember valutiert, an dem
ein alter Tender über 308,0 Mrd EUR ausläuft.
DJG/sgs/ptt
-0-
05.12.2006 - 10:00:52
Enders/EADS: 2006 ist das "annus horribilis" der Geschichte
Von Kirsten Bienk
Dow Jones Newswires
MÜNCHEN (Dow Jones)--Das Management der European Aeronautic Defence and
Space Co (EADS), Amsterdam, blickt auf ein bewegtes Jahr zurück. "Das Jahr 2006
ist das annus horribilis in unserer Geschichte", sagte Co-CEO Tom Enders am
Montagabend in München. Die vergangenen Monate seien gekennzeichnet durch die
Produktionsprobleme beim neuen Großraumflugzeug A380. Die gemeldete
Lieferverzögerung von zwei Jahren führe zu erheblichen finanziellen Belastungen
und Regressforderungen der Kunden. "Ich bin ich aber zuversichtlich, dass die
A380 nun unter Kontrolle ist", sagte Enders.
Trotz der Verzögerungen habe EADS für dieses neue Modell noch keine Kunden
verloren. Bei der Frachtversion der A380 habe es dagegen Abbestellungen
gegeben. So hatte der US-Logistikkonzern FedEx seine Bestellung für 10 Frachter
storniert und stattdessen beim Konkurrenten Boeing geordert. Zudem hat das
Leasingunternehmen ILFC seinen Auftrag für fünf Frachter in fünf
Passagiermodelle umgewandelt. Nun liegen der EADS-Tochter Airbus nur noch von
UPS Bestellungen für 10 Frachter vor.
Dennoch denkt der Luft- und Raumfahrtkonzern nicht an eine Einstellung der
Entwicklungsarbeiten für die Frachtversion. Ausschlaggebend für die Fortsetzung
des Programms sei nicht die Zahl der Kunden und Vorbestellungen, sondern das
Marktpotenzial, sagte Enders. Dieses sei so groß, dass Airbus einen Anteil
daran haben wolle. In den nächsten 20 Jahren würden pro Jahr rund 25 Flugzeuge
dieser Größe für den Transport von Gütern benötigt. Deswegen stelle sich
derzeit "die Frage nach der Einstellung der Frachters nicht", sagte Enders.
Bei der Passagierversion des neuen Großraumfluges hat das Management trotz
der umfangreichen Probleme nie über eine Aufgabe der Entwicklung nachgedacht.
Es habe sich bei allen Test gezeigt, dass es sich hier um ein technisch
hervorragendes Produkt handele, das bei den Kunden viel Zuspruch erfahre, sagte
der CEO. Gegenwärtig liegen dem Konzern von 16 Fluggesellschaften Bestellungen
für 166 Maschinen vor.
Der EADS-CEO bat insgesamt um Geduld. Nachdem EADS die Probleme bei Airbus
ausgemacht habe, dauere es nun einige Zeit, bis das Unternehmen die
Konsequenzen verdaut habe, sagte er. "Was man in einigen Jahren vermurkst hat,
kann man nicht in einigen Monaten wieder hinbekommen". Allerdings sei er sehr
guten Mutes, dass das Management aus den Fehlern der Vergangenheit die
richtigen Lehren ziehe bzw. schon gezogen habe.
Eine der Lehren sei, dass das Topmanagement bei großen Programmen
intensiver hinschauen müsste, sagte Enders. Abgesehen davon müsse das
Unternehmen transparenter werden. Dies gelte auch für die Führungsetage. Die
Fehler bei Airbus habe die Mutter EADS in der gesamten Breite erst so spät
erkannt, da der Flugzeugbauer eine Zeit lang ein "gewisses Eigenleben" geführt
habe.
Noch immer sei die Integration von Airbus in den EADS-Konzern nicht
ausreichend und müsste verbessert werden. Bislang sei aber schon viel erreicht
worden, und die Anstrengungen gingen weiter. Gerade die Doppelfunktionen von
Louis Gallois als Co-CEO von EADS und CEO von Airbus sowie Hans Peter Ring als
CFO von EADS und Airbus würden die Integration vorantreiben. Die Gruppe werde
Ende des Jahres besser aufgestellt sein als zu Jahresbeginn, so Enders.
Die gemeinsame Führung des EADS-Konzerns gestaltet sich Enders zufolge sehr
gut. Die Zusammenarbeit mit seinem Co-CEO Gallois bezeichnet er als "offen und
vertrauensvoll". Dennoch rechnet Enders damit, dass EADS irgendwann nur noch
von einem CEO geführt wird. Wann dies sein werde, wisse er aber nicht. Er sei
sich aber sicher, dass sich die Regierungen aus Deutschland und Frankreich als
größte Anteilseigner irgendwann auf einen Manager einigen könnten, sagte er.
Zur derzeitigen Diskussion um den von Aktionär DaimlerChrysler geplanten
Verkauf von EADS-Anteilen hielt sich der CEO bedeckt. Hierfür sei er nicht der
richtige Ansprechpartner. Er bekräftigte aber seine zuvor gemachte
Einschätzung, dass sich ein Ausbau staatlicher Beteiligung negativ auf das
Unternehmen auswirken werde.
Allgemein sieht er die Vertretung im EADS-Verwaltungsrat nicht an eine
Anteilseignerschaft gekoppelt. So sei durchaus denkbar, dass irgendwann ein
britischer Vertreter in das Gremium einziehe, sagte er. Großbritannien sei zwar
kein EADS-Aktionär. Der Konzern habe dort aber 16.000 Arbeitsplätze und
bezeichne den britischen Markt weiterhin als einen der vier Kernmärkte. Mit
Blick auf das Engagement der russischen Bank VTB sagte Enders, das ihm kein
Wunsch nach einem Sitz im Board bekannt sei. Viel wichtiger sei für ihn der
Ausbau der Kooperation mit russischen Unternehmen. Diese will EADS auf alle
Bereiche ausdehnen.
Der Co-CEO prognostizierte für das Gesamtprogramm von Airbus eine positive
Entwicklung. "Wir haben gute Perspektiven im Wettbewerb mit Boeing", sagte er.
Es bedürfe aber weiterhin großer Anstrengungen. Dies sei aber "kein Sprint,
sondern ein Marathon". Beim neuen Langstreckenflugzeug A350XWB strebe Airbus
einen Marktanteil von 50% an. Dies sei kein vermessenes Ziel, sagte Enders. Im
laufenden Jahr wolle Airbus insgesamt 430 (378) Maschinen ausliefern, im
kommenden Jahr sogar noch mehr, bekräftigte er die Planungen des Unternehmens.
Außerdem solle auch der Auftragseingang gesteigert werden.
Die Finanzierung der Entwicklungskosten für die A350XWB sei gesichert,
sagte der EADS-CEO und unterstrich entsprechende Angaben seines Co-CEO Gallois.
Der Konzern habe aber keine Eile, darüber im Detail zu entscheiden. Die
Finanzmittelplanung würde flexibel gehalten. Derzeit seien beispielsweise im
Konzern Cash-Flow und Liquidität sehr gut. Dennoch schließe der Konzern von
vornherein eine Kapitalaufnahme von außen nicht aus.
Zum Restrukturierungsprogramm Power8 erklärte Enders, es gebe ausreichend
Gewissheit, dass dieses greifen werde. So seien fünf der insgesamt acht
Power8-Punkte politisch nicht belastet und könnten alleine vom Unternehmen
entschieden werden. Kritisch seien indes Standortentscheidungen und das
Auslagern von Arbeiten. Hier würden nationale Befindlichkeiten eine große Rolle
spielen.
Sollte das Sparprogramm jedoch nicht alle geplanten finanzielle Ziel
erreichen, müsste EADS zur Finanzierung der A350XWB auf andere Finanzquellen
setzen, hob der CEO hervor. Dies habe aber Zeit. "Es ist ja nicht so, dass dem
Konzern am 1. Januar 2007 das Geld ausgeht", betonte er. Die Renditen in den
Bereichen Eurocopter, Verteidigung und Raumfahrt würden in den nächsten Jahren
steigen.
Positiv bezeichnete der CEO auch die Lage beim Militärflugzeug A400M. Trotz
großer Herausforderungen sehe er derzeit keine zusätzlichen finanzielle
Belastungen. Es befinde sich alles im Zeitplan, sagte Enders. Allerdings werde
das Management aufgrund der erlebten Produktionspropleme beim A380 ein genaues
Augenmerk auf Motoren, militärische Systeme und den Reifegrad der Teile bei der
Zusammenführung des Flugzeuges haben.
Webseite: http://www.eads.com
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/kib/nas
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05.12.2006 - 09:25:41
XETRA START/Gut behauptet bei ruhigem Geschäft
FRANKFURT (Dow Jones)--Angeführt von ThyssenKrupp und SAP tendiert der DAX
am Dienstag im frühen Handel freundlicher. Der Index gewinnt gegen 9.20 Uhr
0,5% oder 29 Punkte auf 6.325 Zähler. Händler sprechen von einem ruhigen
Geschäft ohne größere Impulse. Stützend wirkten allerdings die guten Vorgaben,
insbesondere von der Nasdaq. Kein neues Störfeuer kommt vom aktuell nicht
weiter steigenden Euro. Charttechnisch gilt nach oben die Marke bei 6.360
Punkten als starker Widerstand für den DAX.
ThyssenKrupp stellen den DAX-Spitzenreiter und steigen um 1,3% auf 29,62
EUR. Nach bereits deutlichen Zuschlägen für Stahlaktien in New York setzte sich
die Branchenhausse in Japan verstärkt fort und treibt nun auch die deutschen
Stahlkocher an. Salzgitter im MDAX gewinnen 0,6% auf 94,70 EUR. Moody's hatte
am Vorabend den Ausblick für ThyssenKrupp-Ratings in "positiv" von zuvor
"stabil" geändert und den Schritt mit der positiven finanziellen Performance
begründet. Die aktuelle Einkaufstour von Nippon Steel in China beflügele zudem
erneut die Fusionsfantasie im Sektor, sagen Händler.
SAP steigen im Zuge der Bestätigung "Outperform" durch die HVB um 1% auf
156,95 EUR. SAP hat am Vortag Zuversicht signalisiert, dass dem US-Konkurrenten
Oracle weitere Marktanteile abgenommen werden. Ebenfalls überdurchschnittlich
gesucht nach guten Branchenvorlagen aus den USA sind Bankenaktien. Commerzbank
steigen um 1% auf 27,57 EUR und Deutsche Bank um 0,8% auf 98,03 EUR. Am Vortag
hatte eine Großfusion zweier Institute in den USA das Sentiment deutlich
verbessert. Leichter werden im DAX adidas und TUI sowie Deutsche Post
gehandelt.
DJG/mnr/gos
05.12.2006 - 09:02:26
XETRA-START/Gut behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt startet gut behauptet in
den Dienstag. Der DAX gewinnt gegen 9.01 Uhr 0,2% oder 14 auf 6.309 Punkte.
Händler meinen, die Kurse bauten die Erholung vom Montag noch etwas aus.
Gestützt werde die Stimmung von günstigen Vorlagen der US-Börsen.
DJG/hru/gos
05.12.2006 - 08:53:08
Tiefensee will Emissionshandel auch für Fluggesellschaften - HB
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bundesregierung wird sich nach den Worten von
Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee für bindende Klimaschutzziele im
Flugverkehr einsetzen. Dem "Handelsblatt" (HB - Dienstagausgabe) sagte der
Minister: "Wir wollen die Pläne der EU-Kommission voranbringen, den
Emissionshandel auf den Luftverkehr auszuweiten." Ziel der Bundesregierung sei
es, dass sich die Mitgliedstaaten während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
im ersten Halbjahr 2007 grundsätzlich auf das Vorhaben einigten.
Bereits am 20. Dezember will EU-Kommissar Stavros Dimas einen
Richtlinienentwurf zur Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel
vorlegen, wie die Zeitung berichtet. Eine Sprecherin von Dimas habe sich über
die Unterstützung der Bundesregierung erfreut gezeigt. Bisher gilt der
Emissionshandel nur für Kraftwerke und energieintensive Industrieanlagen. Die
Pläne von Dimas sehen vor, dass alle Airlines ab 2011 für Flüge innerhalb
Europas sowie für Interkontinentalflüge, die in der EU starten oder landen,
Verschmutzungsrechte, so genannte CO2-Zertifikate, vorlegen müssen. Auch
Fluggesellschaften aus Drittstaaten sollen gezwungen werden, am Emissionshandel
teilzunehmen, wenn sie Ziele in der EU anfliegen.
Mit der Ausweitung des Emissionshandels auf den Luftverkehr will die EU-
Kommission dem drohenden Klimawandel entgeg |