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Mittwoch, 29-Nov-2006

29.11.2006 - 19:10:56 ThyssenKrupp-Vorstand Eichler verlängert Vertrag - Handelsblatt DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG wird am Donnerstag einem Zeitungsbericht zufolge den Vertrag von Konzernvorstand Edwin Eichler um weitere fünf Jahre verlängern. Anteilseigner und Arbeitnehmervertreter hätten vorab ihre Zustimmung signalisiert, berichtet das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats. Ein Konzern-Sprecher habe dazu nicht Stellung nehmen wollen. Eichler verantwortet die Dienstleistungssparte des Ruhrkonzerns und hat seit 2002 die Profitabilität des Bereichs deutlich gesteigert. Er zählt zu den Kandidaten, denen intern die größten Chancen eingeräumt werden, Anfang 2009 Nachfolger von Konzernvorsitzenden Ekkehard Schulz zu werden. Webseite: http://www.handelsblatt.com DJG/jhe/cbr

29.11.2006 - 19:05:14 Telekom/Obermann will Akhavan als Technikvorstand - SZ MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Vorstand der Deutschen Telekom AG wird einem Pressebericht zufolge um ein Ressort erweitert. Für den neu geschaffenen Posten des Technikchefs (CTO) sei Hamid Akhavan vorgesehen, der die gleiche Funktion bei T-Mobile ausgeübt hat, dem früherem Wirkungsbereich des neuen Telekom-Vorsitzenden Rene Obermann, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ - Donnerstagausgabe) berichtet. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aufsichtsratskreise, nachdem der Präsidialausschuss des Telekom-Aufsichtsrats am Mittwoch getagt hatte. Ebenfalls neu an der Spitze der Telekom sei das Vorstandsressort des Chief Operating Officer (COO), das Robert P. Dotson einnehmen soll, der USA-Leiter von T-Mobile. Abgelöst werde Walter Raizner, der erst vor zwei Jahren zur Telekom gestoßen war. Die von ihm geleitete Festnetzsparte T-Com soll genauso wie T-Online und T-Mobile auf das neue Ressort Privatkunden aufgeteilt werden, berichtet die Zeitung. Raizner werde der massive Kundenverlust angekreidet sowie das bisherige Scheitern der angekündigten Medienrevolution durch das Internet-Fernsehen. Im Bereich Geschäftskunden, für den weiterhin Lothar Pauly verantwortlich sei, würden Teile von T-Systems verkauft, zum Beispiel die Beteiligung am Lkw-Mautsystem Toll Collect oder die Aktivitäten bei einer elektronischen Gesundheitskarte, heißt es in dem Bericht. Über die anstehenden Personalfragen werde endgültig in der Aufsichtsratssitzung am kommenden Dienstag entschieden. Für Unmut sorge in der Telekom die vorgesehene Neubesetzung des Personalvorstands. Heinz Klinkhammer solle den Platz frei machen für die seit langem in Telekom-Diensten stehende Personalexpertin Regine Büttner. Im Aufsichtsrat könne es in der Frage des Personalvorstands zu einem Patt kommen, berichtet die SZ. Während die Arbeitnehmerseite für Büttner votieren würde, seien die Vertreter der Anteilseigner dem Vernehmen nach gegen diese Personalentscheidung. Die Telekom wollte sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern. Webseite: http://www.sueddeutsche.de DJG/jhe/cbr

29.11.2006 - 18:54:00 EUREX/Renten-Futures fallen im späten Handel deutlich zurück FRANKFURT (Dow Jones)--Die Renten-Futures sind am Mittwochabend deutlich zurückgefallen. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures verliert gegen 18.45 Uhr 23 Ticks leichter bei 118,19%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,47% und das Tagestief bei 118,17%. Umgesetzt wurden bisher rund 1,2 Mio Kontrakte. Der Bobl-Future verliert 17 Ticks auf 109,80%. Händler sprechen von einer Reaktion auf die starke Erholung am Aktienmarkt. Auch die US-Konjunkturdaten hätten Sorgen um die Wirtschaft der USA etwas gedämpft und Inflationsängste gemindert. Die nächste Unterstützung liege nun bei 118,05%. DJG/mif/raz

29.11.2006 - 18:41:20 Europas Börsen beenden Korrektur mit Paukenschlag Die europäischen Börsen haben am Mittwoch sehr fest geschlossen. Händler verwiesen auf günstige Vorlagen aus den USA und aus Asien, die zu einem Abschluss der Korrektur der Vorwoche beigetragen hätten. Die Konjunkturdaten aus den USA fielen insgesamt zwar uneinheitlich aus, doch vermochten die Angaben zum US-BIP im dritten Quartal immerhin die herrschenden Konjunktursorgen und Inflationsängste zu dämpfen. Zudem gab es wieder einige Übernahmegerüchte, die den Kaufrausch verstärkten. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1,2 Prozent oder 48 auf 4.023 Punkte, der Stoxx-50 legte um 1,1 Prozent bzw 38 auf 3.630 Zählern zu. Autowerte profitieren von VW-Spekulationen Autowerte tendierten mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent sehr fest. VW waren weiter gesucht und legten um 4,3 Prozent auf 85,50 EUR zu. Hier stützten Spekulationen über eine mögliche Mehrheitsübernahme durch Porsche. Obwohl Porsche am Vormittag dementierte, ein Übernahmeangebot zusammen mit einem Finanzinvestor vorzubereiten, wurde die Spekulation von einer Studie weiter genährt. Danach suche Porsche die volle Kontrolle über Volkswagen oder Audi, so die Analysten von Dresdner Kleinwort Equity Research (DKIB). Auch MAN standen im Zentrum von Spekulationen. Sie stiegen um 5,2 Prozent auf 70,79 EUR. Die Aktie wurde von Spekulationen um ein mögliches Gegenangebot durch Scania gestützt. Am Nachmittag erschien beim Onlinedienst "BreakingViews" eine Meldung, wonach Scania die Finanzierung für ein derartiges Gebot gesichert hat. Bauwerte gesucht Mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent entwickelten sich die Bauwerte ebenfalls auffallend stark. Händler sprachen von einer Reaktion auf vorherige Verluste. Das deutsche Bauunternehmen Hochtief hat zudem einen Auftrag zum Bau einer Wasserentsalzungsanlage in Australien erhalten. Wie Hochtief am Mittwoch in Essen mitteilte, übernimmt eine australische Tochter den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Anlage in Tugun an der Goldküste in Queensland. Das Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf 650 Mio EUR. Davon entfielen mehr als 415 Mio EUR auf das zur australischen Hochtief-Tochter Leighton gehörende Bauunternehmen John Holland. Hochtief stiegen um 4,4 Prozent auf 50,89 EUR. Saint Gobain gewannen 2 Prozent auf 59,30 EUR. Pharmawerte durch Pfizer-Vorgaben gestützt Pharmawerte tendierten mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent sehr fest. Die Ankündigung von Pfizer, die Zahl der Vertriebsmitarbeiter in den USA um 20 Prozent zu senken, stützt am Berichtstag den britischen Pharmasektor. Das dürfte den Druck auf andere Unternehmen verringern, heißt es im Handel. Pfizer habe die höchste Zahl von Vertriebsmitarbeitern im Sektor. GlaxoSmithKline stiegen um knapp drei Prozent auf 1.370 p, AstraZeneca um 2,6 Prozent auf 3.008 p. DJG/mif/raz -0-

29.11.2006 - 18:33:04 UPDATE2: Fraport nimmt Ticona-Hürde nur mit Extra-Kostenlast (NEU: Nettomehrkosten, Aussagen von Fraport-Vorsitzendem Bender, Detail zur Zahlung, Analysteneinschätzung) Von Alexander Becker Dow Jones Newswires FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG hat mit der Verständigung auf eine Verlegung der Ticona-Chemiefabrik eine wichtige Hürde für die Erweiterung des Flughafens Frankfurt genommen, dafür aber die Kosten für das Projekt erheblich in die Höhe getrieben. 390 Mio EUR teurer als ursprünglich geplant soll der geplante Kapazitätsausbau nun werden, rechnete das Unternehmen am Mittwoch vor. Analysten und Anleger zeigten sich angesichts der unerwartet hohen Zahlung negativ überrascht. Insgesamt 650 Mio EUR zahlt der Flughafenbetreiber an die Celanese-Tochter Ticona, damit diese ihre Chemie-Fabrik am Rande des Flughafengeländes abbaut und die Grundstücke an Fraport abgibt. Die Summe sei zwar eine "anspruchsvolle Herausforderung" für sein Unternehmen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Wihelm Bender. Die Zahlung sei "auf Grund interner und externer betriebswirtschaftlicher Gutachten" aber gerechtfertigt. Die Absichtserklärung, die der Fraport-Aufsichtsrat noch auf seiner Sitzung am 15. Dezember billigen muss, sieht vor, dass das Chemieunternehmen sein Werk in Kelsterbach bis Mitte 2011 schließt. Anschließend sollen binnen eines Monats die Hindernisse für die Luftfahrt beseitigt und das gesamte Gelände bis 2015 an Fraport übertragen werden. Die für die Landebahn benötigten Grundstücke sollen bereits unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung an Fraport übergehen. Die tatsächlichen Mehrkosten für diese Lösung betragen 390 Mio EUR, erläuterte das Unternehmen später am Berichtstag. So seien 200 Mio EUR ohnehin für die Lösung des Ticona-Problems veranschlagt worden. Zudem werde im Zuge des Deals ein vermarktbares Grundstück im Wert von 60 Mio EUR erworben. Vor der Einigung hatte Fraport für den Kapazitätsausbau Kosten von rund 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd EUR veranschlagt. Anleger reagierten angesichts Zahlung von 650 Mio EUR verunsichert. So rutschte die Aktie im frühen Handel zunächst um mehr als 4% ins Minus. Im Tagesverlauf erholte sie sich leicht und ging 3,6% leichter mit 54,82 EUR aus dem Handel. Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher zeigte sich "extrem überrascht" angesichts der Höhe der vereinbarten Zahlung. 650 Mio EUR seien doch "sehr teuer", so der Analyst. Er habe eher mit Kosten für eine Lösung von rund 100 Mio EUR gerechnet. Die Zahlung sei nun eine zusätzliche Investition, die abgeschrieben werden müsse. Das grenze den Raum für eine mögliche Sonderdividende erheblich ein. Fraport-Vorstandsvorsitzender Bender verwies darauf, dass zunächst nur die Finanzierung der an Ticona zu leistenden Zahlungen auf den Ergebnissen lasten werde. Die Gesamtsumme von 650 Mio EUR soll bis 2011 über mehrere Jahre in verschiedenen Tranchen an Ticona gezahlt werden. Genaue Angaben zur Ergebnisbelastung aus den Finanzierungskosten machte Bender nicht. Die Zahlung würde komplett in der Bilanz aktiviert, jedoch erst mit Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn ab dem Jahr 2012 mit 40 Mio EUR vor Steuern jährlich abgeschrieben, so Bender. Analyst Rothenbacher verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass damit die latente Gefahr eines möglichen außerordentlichen Abschreibungsbedarfs gegeben sein könnte. Bender begründet die nun vereinbarte Zahlung vor allem mit den drohenden Einnahmeausfällen aus möglichen Verzögerungen in Folge der Ticona-Auseinandersetzung. In einer Analystenpräsentation verwies das Unternehmen darauf, dass eine Nicht-Einigung eine Verzögerung des Landebahnbaus von drei bis sechs Jahren nach sich hätte ziehen können. Nach der Verständigung mit Ticona ist laut Bender nun aber das größte Hindernis für den Flughafenausbau aus dem Weg geräumt und gleichzeitig die Planungs- und Investitionssicherheit für die Erweiterung erhöht. Bender sieht in der angestrebten Vereinbarung einen "Pakt der Vernunft". Im Vordergrund stehe für Fraport der "zügige Ausbau des Frankfurter Flughafens" und die "wirtschaftliche Sicherung einer positiven Zukunft der Region Rhein-Main", erklärte er. Fraport hatte zuletzt wiederholt beklagt, dass Kapazitätsengpässe das Wachstum in Frankfurt bremsen würden. Im August habe sich das bereits negativ auf das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt ausgewirkt. Erstmalig seit 2002 sei in einem August kein Passagierwachstum zu verzeichnen gewesen, hatte Fraport mitgeteilt. "Wir können die Wünsche der großen Airlines nach attraktiven Start- und Landezeiten nicht mehr erfüllen und müssen immer öfter Anfragen ablehnen", hatte Bender seinerzeit gesagt. Der Standort Frankfurt könne am weltweiten Wachstum des Luftverkehrs von jährlich rund 4,5% nur eingeschränkt teilhaben. Bis zur Kapazitätserweiterung werde sich an dieser Situation kaum etwas ändern. Die neue Landebahn Nordwest wird nun nach Angaben des Unternehmens bestenfalls im Juni und unter normalen Annahmen im Oktober 2011 in Betrieb genommen werden. Abhängig von den anhängigen und noch zu erwartenden juristischen Auseinandersetzungen werde aber auch wie ursprünglich in Aussicht gestellt ein Start noch im Jahr 2010 nicht ausgeschlossen. Webseite: http://www.fraport.com -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/abe/jhe

29.11.2006 - 18:11:32 Vivacon verkauft Wohnungsportfolio für 180 Mio EUR KÖLN (Dow Jones)--Die Vivacon AG, Köln, hat ein Wohnungsportfolio bestehend aus 5.133 Wohneinheiten mit einer Wohn- und Nutzfläche von 305.700 qm an einen institutionellen Investor veräußert. Das Transaktionsvolumen belaufe sich insgesamt auf rund 180 Mio EUR, teilte das Immobilienunternehmen am Mittwoch mit. Vivacon generiere aus der Transaktion jährliche Erbbauzinseinnahmen von anfänglich 1,04 Mio EUR. Die Laufzeit der Erbbauzinsverträge betrage 198 Jahre. Das verkaufte Portfolio befinde sich mehrheitlich in Norddeutschland sowie in Nordrhein Westfahlen. Die Transaktionen sollen durch Übertragung von Gesellschaftsanteilen an den entsprechenden Zweckgesellschaften erfolgen. Vivacon bekräftigte ihre Jahresprognose eines Konzerngewinns von 38 Mio EUR im laufenden Jahr. Webseite: http://www.vivacon.de DJG/jhe/cbr

29.11.2006 - 18:03:21 XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - DAX schließt nahe am Tageshoch FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch geschlossen. Der DAX stieg um 1,3% oder 82 auf 6.364 Punkte. Gehandelt wurden Aktien für 6,3 Mrd EUR nach 7 Mrd EUR am Vortag. Händler sprachen von einem Ende der Korrektur in der Vorwoche. "Diejenigen, die einen noch stärkeren Rückgang erwartet hatten, sind böse überrascht worden", sagte ein Marktteilnehmer. Vor allem die Vorgaben aus dem frühen US-Geschäft hätten dem Markt nochmals einen Schub gegeben. Die Konjunkturdaten aus den USA fielen insgesamt zwar uneinheitlich aus, doch vermochten die Angaben zum US-BIP im dritten Quartal immerhin die herrschenden Konjunktursorgen und Inflationsängste zu dämpfen. Die VDMA-Auftragseingänge für den deutschen Maschinenbau überraschten positiv: So stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30% an. Die aus dem Ausland legten erneut 5% zu. Vor allem sorgten jedoch die nicht endenden Übernahmespekulationen bei VW und MAN für neue Impulse und massive Kursgewinne. So sprangen VW um 4,3% auf 85,50 EUR an. Hier stützten Spekulationen über eine mögliche Mehrheitsübernahme durch Porsche. Obwohl Porsche am Vormittag dementierte, ein Übernahmeangebot zusammen mit einem Finanzinvestor vorzubereiten, wurde die Spekulation von einer Studie weiter genährt. Danach suche Porsche die volle Kontrolle über Volkswagen oder Audi, so die Analysten von Dresdner Kleinwort Equity Research (DKIB). Aufgrund der industriellen Logik machten beide Szenarien Sinn. "Wir glauben, Porsche hat die historische Gelegenheit, die Kontrolle über ein Unternehmen zurückzugewinnen, das unter dem legendären Ferdinand Porsche gegründet wurde", so die Analysten weiter. Folgerichtig erhöhen die Analysten ihr Porsche-Ziel deutlich auf 1.045 EUR und das für VW auf 79 EUR. MAN stiegen um 5,2% auf 70,79 EUR. Die Aktie wurde von Spekulationen um ein mögliches Gegenangebot durch Scania gestützt. Am Nachmittag erschien beim Onlinedienst "BreakingViews" eine Meldung, wonach Scania die Finanzierung für ein derartiges Gebot gesichert hat. Das Unternehmen wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Daneben wirkte sich auch das Interesse Dubais positiv aus. Die Beteiligungsgesellschaft des Scheichtums hatte sich am 11. November mit Vertretern von MAN, Siemens, BASF und anderen getroffen, um über mögliche Beteiligungen zu sprechen. TUI legten 2,3% auf 16 EUR zu, nachdem erneut Gerüchte über einen baldigen Rücktritt des Vorstands Michael Frenzel aufgekommen waren. Das Unternehmen wies diese Spekulationen allerdings zurück. Andere Gewinner wie Deutsche Börse und RWE profitierten von technischen Erholungen. Im MDAX standen Fraport nach der Einigung mit Ticona über den Umzug des flughafennahen Chemie-Werkes bei Frankfurt im Blick. Die für die Landebahn benötigten Grundstücke sollen bereits umgehend nach Abschluss der endgültigen Verträge an den Flughafenbetreiber übergehen. Als Gegenleistung wird Fraport 650 Mio EUR zahlen. Die Unsicherheit sei nun weg, der Ausbau könne beginnen, hieß es mit Blick auf die Kapazitäten des Frankfurter Flughafens. Dort sei für Fraport nun neues Wachstumspotenzial gesichert. Der Preis wird von Analysten zwar als sehr hoch aber auch angesichts der Zwangslage von Fraport als unumgänglich bezeichnet. Die Aktien fiel daher um 3,4% auf 54,95 EUR. Patrizia Immobilien legten um 2,6% auf 18,80 EUR zu. Das Unternehmen hatte den Kauf eines deutschen Portfolios von rund 6.000 Wohneinheiten bekannt gegeben. Stada gewannen sogar 5,2% auf 41,20 EUR. Händler verwiesen auf Übernahmespekulationen, geschürt unter anderem von den Wachstumsabsichten von Actavis, denen allerdings Stada zu teuer sei. EADS verteuerten sich um 0,5% auf 22,55 EUR zu. Airbus will laut Aussagen von CEO Louis Gallois in "La Tribune" Aufträge im Wert von 1,8 Mrd EUR auslagern, um auf diese Weise die Kosten für den Bau der A350 zu senken. Dies sei nicht ganz überraschend, nachdem EADS bereits angekündigt habe, die Zahl der Zulieferer deutlich zu senken, so ein Marktteilnehmer. Hochtief stiegen um 4,4% auf 50,89 EUR. Das deutsche Bauunternehmen hat einen Auftrag zum Bau einer Wasserentsalzungsanlage in Australien erhalten. Wie Hochtief mitteilte, übernimmt eine australische Tochter den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Anlage in Tugun an der Goldküste in Queensland. Das Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf 650 Millionen Euro. Davon entfielen mehr als 415 Millionen Euro auf das zur australischen Hochtief-Tochter Leighton gehörende Bauunternehmen John Holland. Technische Gegenbewegungen prägten den TecDAX. Spitzenreiter mit einem Plus von 9,5% auf 7,02 EUR waren hier Wirecard. Händler verwiesen neben dem Kaufsignal durch das Erreichen eines neuen Jahreshochs auch auf den positiven Eindruck, den das Unternehmen auf dem Eigenkapital-Forum in Frankfurt hinterlassen habe. Kontron reagierten mit Kursaufschlägen auf die Meldung einer Dividendenerhöhung reagiert. "Absoult gesehen ist die Erhöhung keine große Sache, aber sie zeigt, dass das Unternehmen auf einem gutem Weg ist und seine Aktionäre daran teilhaben lässt", sagte ein Händler. Die Aktie gewann 2,3% auf 10,70 EUR. DJG/mif/raz

29.11.2006 - 17:50:47 VW-Betriebsrat wendet sich wegen VW-Gesetzes an Merkel WOLFSBURG (Dow Jones)--Der Volkswagen-Konzernbetriebsrat hat sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut für den Erhalt des VW-Gesetzes stark macht. "Wir möchten Sie bitten, gemeinsam mit Ihren Kabinettskollegen auch weiterhin alles zu unternehmen, damit der Europäische Gerichtshof die vom ehemaligen EU-Kommissar Bolkestein initiierte Klage zurückweist", hieß es in dem Brief, den der Betriebsrat am Mittwoch auszugsweise veröffentlichte. Merkel habe den Arbeitnehmervertretern als Reaktion auf das Schreiben zugesichert, dass sich "die Bundesregierung auch weiterhin nachdrücklich dafür einsetzt, dass das VW-Gesetz in seiner bisherigen Form Bestand hat". Die EU-Kommission sieht im VW-Gesetz einen Verstoß gegen EU-Recht und hat im März vergangenen Jahres Deutschland beim Europäischen Gerichtshof verklagt. Für den 12. Dezember ist eine Verhandlung darüber angesetzt. Das VW-Gesetz besagt im Kern, dass kein Aktionär mehr als 20% der Stimmrechte ausüben kann, auch wenn er mehr Anteile besitzt. Das Land Niedersachsen hält 20,5% der Stimmrechte, die Porsche AG hält 27,4% und hat sich für die Abschaffung des Gesetztes ausgesprochen. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115, michael.brendel@dowjones.com DJG/mbr/jhe

29.11.2006 - 17:42:59 Scania führt keine Gespräche über Gegengebot für MAN STOCKHOLM (Dow Jones)--Die Scania AB hat in jüngster Zeit nicht über ein mögliches Gegengebot für die MAN AG gesprochen. In den jüngsten Wochen sei darüber nicht diskutiert worden, sagte am Mittwoch das Scania-Boardmitglied Peggy Bruzelius zu Dow Jones Newswires. Zuvor hatte der Online-Kommentar-Dienstleister "BreakingViews" berichtet, dass sich der schwedische Lkw-Hersteller die Finanzierung für ein Bargebot für den deutschen Wettbewerber gesichert habe. MAN bietet über 10 Mrd EUR für die Schweden, die das Gebot jedoch als zu niedrig zurückgewiesen haben. Über ein mögliches Gegengebot von Scania für den DAX-Konzern war lange Zeit spekuliert worden. Bruzelius sagte, Unternehmensberater hätten "vor Monaten" die Möglichkeit eines Gegengebotes aufgebracht. Es sei jedoch nur eine Idee unter vielen gewesen. Es sei nur natürlich, dass alle Optionen geprüft würden. Bei MAN hieß es zu den Aussagen, es werde kein Gegengebot erwartet. Webseite: http://www.scania.com DJG/DJN/jhe/cbr

29.11.2006 - 17:18:33 DEVISEN/Dollar von BIP-Daten nur kurzfristig beeindruckt FRANKFURT (Dow Jones)--Nur kurzfristig zeigte sich der Dollar am Mittwochnachmittag von der 2. Veröffentlichung der BIP-Daten beeindruckt. Dann kehrte der Greenback schnell auf das Ausgangsniveau seiner Bewegung zurück und verläuft seitdem recht unspektakulär zum Euro. Vor allem wurde im Devisenhandel auf den PCE-Deflator geschaut, der die Inflationsängste etwas gedämpft habe. "Damit wurden die mahnenden Worte der Fed zu Inflationsgefahren relativiert", sagte ein Händler. Zudem stiegen die Hoffnungen, dass die Fed vielleicht doch früher als gedacht zu Zinssenkungen übergeht. Ansonsten ist die US-Wirtschaft im dritten Quartal mit 2,2% stärker gewachsen als angenommen. Ursache dafür waren höhere Lagerbestände und ein geringerer Wachstumsverlust durch den Außenhandel. Mit der letzten Aufwärtsbewegung hatte der Euro Tuchfühlung zu dem etwa bei 1,3225 USD liegenden Hoch vom März 2005 aufgenommen, wie die Analysten der DZ Bank feststellen. Ein erneuter Test dieser Marke sei wahrscheinlich, sagen sie voraus, allerdings dürfte anschließend die Aufwärtsbewegung ins Stocken geraten. Hürden machen die DZ-Bank-Experten bei 1,3265 USD - dem Hoch vom 13. Januar 2005 - und danach bei 1,3290 USD aus. Nach unten abgesichert sei der Euro bereits bei 1,3115 USD. Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittags-Fixing in London bei 637,50 USD nach einem Vormittags-Fixing bei 638,65 USD. === Europa Europa Europa (17.10) (12.30) (7.40) EUR/USD 1,3154 1,3162 1,3202 USD/JPY 116,15 116,16 115,75 EUR/JPY 152,70 152,88 152,80 EUR/GBP 0,6750 0,6752 0,6759 EUR/CHF 1,5903 1,5896 1,5882 === DJG/thl/raz

29.11.2006 - 17:15:50 USA intervenieren in Streit um Telekom-Regulierungsferien Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die USA haben sich in den Streit zwischen Berlin und Brüssel um eine Sonderbehandlung der Deutschen Telekom AG eingeschaltet. Das US-Handelsministerium äußerte in einem Brief an das Bundeswirtschaftsministerium, in den die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires Einblick hatte, Besorgnis über die geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes. Man sei besorgt, dass eine Freistellung des neuen Telekom-Hochgeschwindigkeitsnetzes von der Regulierung den Wettbewerb untergrabe, schrieb der Staatssekretär für internationalen Handel, Franklin Lavin, an Wirtschafts-Staatssekretär Bernd Pfaffenbach. Damit bekommt die seit mehr als einem Jahr andauernde Auseinandersetzung um das Telekom-Netz eine internationale Dimension. Bislang wird das Thema intensiv auf europäischer Ebene diskutiert. Die Europäische Kommission hat Parlament und Bundesregierung mehrfach eindringlich davor gewarnt, das aus ihrer Sicht europarechtswidrige Gesetz zu verabschieden. Sie droht für diesen Fall mit einer Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof. Für Donnerstag steht das abschließende Votum über das Gesetz im Bundestag an, Mitte Dezember soll der Bundesrat entscheiden. Lavin forderte Pfaffenbach auf, den Bedenken der Telekom-Konkurrenten gegen die Vorlage Rechnung zu tragen. Diese hätten die Sorge, dass zeitweise "Regulierungsferien" dem erklärten Ziel der Bundesregierung abträglich seien, die Entwicklung einer Telekommunikations-Infrastruktur von Weltklasse zu fördern. Zudem würden weitere Investitionen dadurch erschwert. "Da die USA für freie Märkte sind und einen Deregulierungs-Ansatz verfolgen, sind wir besorgt, dass diese Ferien, wie vorgeschlagen, den Wettbewerb und die Entwicklung eines robusten Telekommunikationsmarktes untergraben", schrieb der US-Staatssekretär. Lavin nahm in dem Brief Bezug auf ein Treffen mit Pfaffenbach in Berlin. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte, dass beide Politiker Mitte Oktober zusammengekommen waren. Zu dem Brief selbst wolle man keinen Kommentar abgeben, sagte eine Ministeriumssprecherin. Das US-Handelsministerium war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte, man habe sich bisher aus der Auseinandersetzung zwischen Berlin und Brüssel herausgehalten und kommentiere auch diesen Fall nicht. Der Bonner Konzern errichtet derzeit ein VDSL-Glasfasernetz, auf dem er Kombi-Produkte aus Internetsurfen sowie Telefonieren und Fernsehen über das Web anbietet ("Triple Play"). Davon erhofft sich die Telekom, den Kunden- und Umsatzschwund im klassischen Festnetz aufzuhalten, der sie im Sommer zu einer Gewinnwarnung zwang und vor dessen Hintergrund der Wechsel im Vorstandsvorsitz erfolgte. Das Unternehmen will die Gesamtinvestitionen von 3 Mrd EUR aber nur tätigen, wenn es frei über das Netz verfügen kann. Im Telekommunikationsgesetz soll festgeschrieben werden, dass "neue Märkte" nur dann reguliert werden, wenn der Wettbewerb langfristig gefährdet wird. Maßstab sollen erklärtermaßen die auf dem Netz angebotenen Produkte sein. Kürzlich wurde die Vorlage von den Koalitionsparteien SPD und CDU/CSU noch weiter präzisiert. Die Wettbewerber der Telekom sehen nun die Möglichkeit, dass bereits das Netz als solches ausreicht, um eine Ausnahme von der Regulierung zu begründen. Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages stimmte der aktuellen Vorlage am Mittwoch zu. Webseiten: http://www.telekom3.de, http://www.commerce.gov http://www.bmwi.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/smh/jhe

29.11.2006 - 17:13:22 Steinbrück: Zinsschranke könnte wieder in Frage gestellt werden BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat am Mittwoch eingeräumt, dass die für die Unternehmensteuerreform geplante Zinsschranke bei der Körperschaftsteuer koalitionsintern noch nicht unumstritten ist. "Die politische Arbeitsgruppe ist sich durchaus bewusst, dass die Zinsschranke im weiteren Verfahren auch noch in Frage gestellt werden könnte", sagte Steinbrück beim "FTD-Wirtschaftsgipfel" in Berlin. In den Details der zum 1. Januar 2008 geplanten Reform liege noch ein "Unwägbarkeitsfaktor". Allerdings sei er sich "ziemlich sicher", dass das Ergebnis der Koalitionsberatungen zu der Reform "hohen Ähnlichkeitsgrad" mit den Plänen haben werde, die er und der hessische Ministerpräsident Roland Koch in einer Arbeitsgruppe vereinbart hätten. In seiner Rede zum Thema "Meilenstein Unternehmensteuerreform" verteidigte Steinbrück die Grundzüge der diesbezüglichen Pläne. Diese würden dazu beitragen, "die Steuerbasis zu verbessern", und Deutschland als Investitionsstandort attraktiver machen. Er bekräftigte unter anderem auch den geplanten Wegfall der degressiven Abschreibung und das Vorhaben einer 25-prozentigen Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge zum 1. Januar 2009. Der Referentenentwurf zu der Reform werde Ende Januar oder Anfang Februar vorgelegt, bekräftigte der Finanzminister. Die parlamentarische Beratung erfolge dann noch vor der Sommerpause, sodass die Reform in jedem Fall zum 1. Januar 2008 in Kraft trete. -Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/apo -0-

29.11.2006 - 17:02:17 TAGESVORSCHAU/30. November 2006 - vorläufige Fassung === 07:45 CH/Verbraucherpreise November ***08:00 DE/Destatis, Einzelhandelsumsatz Oktober saisonbereinigt real PROGNOSE: +1,5% gg Vm zuvor: -2,9% gg Vm 08:00 DE/Destatis, ILO-Arbeitsmarktstatistik Oktober 08:00 CY/EU-Kommission und Regierung von Zypern, Konferenz zum Thema: "EMU Governance and Euro Changeover: Cyprus on the path to the adoption of the euro", Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Gonzalez-Paramo, Nikosia (A) ***08:40 FR/Verbrauchervertrauen November PROGNOSE: -21 zuvor: -21 ***08:50 FR/Erzeugerpreise Oktober PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+2,3% gg Vj zuvor: -0,6% gg Vm/+2,7% gg Vj 09:00 DE/WestLB AG, PG zum Thema: "Konjunktur und Aktien 2007", Frankfurt ***09:00 ES/HVPI November PROGNOSE: +2,6% gg Vj zuvor: +2,6% gg Vj 09:30 DE/BHF-BANK AG, PG zum Thema: "Internationale Wertpapiermärkte - Portfoliostrategie 2007", Frankfurt ***09:55 DE/Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten November Arbeitslosenzahl saisonbereinigt PROGNOSE: -25.000 gg Vm zuvor: -67.000 gg Vm Arbeitslosenquote November saisonbereinigt PROGNOSE: 10,3% zuvor: 10,4% ***10:00 IT/Erzeugerpreise Oktober PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+4,6% gg Vj zuvor: -0,9% gg Vm/+5,4% gg Vj 10:00 DE/Oppenheim Research GmbH, PG zur Analyse über die Entwicklung der Kapitalmärkte 2007, Frankfurt ***11:00 DE/Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), Weihnachts-PK mit Präsident Sanktjohanser, Berlin ***11:00 EU/Eurostat, BIP 3Q (2. Veröffentlichung) Eurozone PROGNOSE: +0,5% gg Vq/+2,6% gg Vj 1. Veröff.: +0,5% gg Vq/+2,6% gg Vj zuvor: +0,9% gg Vq/+2,7% gg Vj ***11:00 EU/Kommission, BIP-Prognose Eurozone 4Q/1Q und 2Q ***11:00 EU/Eurostat, Verbraucherpreise Eurozone November (Vorabschätzung) PROGNOSE: +1,9% gg Vj zuvor: +1,6% gg Vj ***11:00 EU/Kommission, Geschäftsklimaindex Eurozone November ***11:00 EU/Kommission, Index Wirtschaftsstimmung November Wirtschaftsstimmung Eurozone PROGNOSE: 110,5 zuvor: 110,3 Industrievertrauen Eurozone PROGNOSE: +5 zuvor: +5 Verbrauchervertrauen Eurozone PROGNOSE: -7 zuvor: -8 ***11:00 IT/Verbraucherpreise November (vorläufig) PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+1,9% gg Vj zuvor: -0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj 11:00 DE/Europaausschuss des Deutschen Bundestages, Sondersitzung mit Kommissionspräsident Barroso, Thema u.a. Erwartungen an die Ratspräsidentschaft Deutschlands (12:50 PK), Berlin (A) 11:00 DE/Verband der Vereine Creditreform, PK zum Thema: "Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen, Jahr 2006", Frankfurt 11:30 GB/Index zum GfK-Konsumklima November PROGNOSE: -5 zuvor: -5 12:45 BE/City & Financial Conferences und International Capital Market Association (ICMA), Konferenz zum Thema: "The EU Commission`s New Regime for Clearing and Settlement in Europe", Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Tumpel-Gugerell, Brüssel (A) ***14:30 CA/BIP 3Q ***14:30 US/Persönliche Ausgaben Oktober PROGNOSE: +0,1% gg Vm zuvor: +0,1% gg Vm Persönliche Einkommen Oktober PROGNOSE: +0,5% gg Vm zuvor: +0,5% gg Vm ***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) PROGNOSE: -6.000 auf 315.000 zuvor: +12.000 auf 321.000 ***16:00 US/Index Einkaufsmanager Chicago November PROGNOSE: 54,8 zuvor: 53,5 ***16:00 US/Hauspreisindex 3Q 17:15 AT/Joint Vienna Institute (JVI), Erste JVI-Annual Lecture, Rede von OeNB-Gouverneur Liebscher, Wien (A) 19:15 US/Institute of International Bankers, Rede von Fed Governor Bies zur Baseler Eigenkapitalrichtlinie, New York (A) Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten: *** - DE/Indus Holding AG, Ergebnis 3Q, Bergisch Gladbach *** - DE/KWS Saat AG, Ergebnis 1Q, Einbeck *** - DE/SiC Processing AG, Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse *** - DE/Francotyp-Postalia Holding AG, Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse *** - FR/Arbeitsmarktdaten Oktober - AT/JoWooD Productions Software AG, Ergebnis 3Q, Rottenmann - AT/SkyEurope Holding AG, Jahresergebnis, Wien - AT/Uniqa Versicherungen AG, Ergebnis 3Q, Wien - AT/Unternehmens Invest AG, Ergebnis 3Q, Wien - DE/Deutscher Bundestag, 2. und 3. Lesung des Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Vorschriften, Berlin - DE/Siemens AG, Kongress "Insurance Today and Tomorrow" - Die Assekuranz in Bewegung (bis 1.12.), München (A) - EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme der GE Advanced Materials durch Apollo Management LP, Brüssel - Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten, sofern nicht anders gekennzeichnet - (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig - *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung - Uhrzeiten in MEZ - Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit === DJG/gla -0-

29.11.2006 - 17:00:17 ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung Gericht rechtfertigt Höhe der Ackermann-Zahlung Das Landgericht Düsseldorf hat die Höhe der Summe gerechtfertigt, die Josef Ackermann für die Einstellung des Mannesmann-Prozesses zahlen soll. Gemessen an den "außerordentlich guten Einkommensverhältnissen" des Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden könne die auferlegte Zahlung von 3,2 Mio EUR als gering erscheinen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Drees. Laut Strafgesetzbuch hätten gegen ihn jedoch höchstens 720 Tagessätze zu je 5. 000 EUR verhängt werden dürfen, also zusammen 3,6 Mio EUR. RWE sieht Kürzung der Emissionsrechte durch EU als unakzeptabel Die Kürzung der CO2-Emissionsrechte für Deutschland durch die EU-Kommission stößt bei der RWE AG auf Kritik. Die nun genannten Ziele für eine Reduzierung seien deutlich anspruchsvoller als bisher, und dies sei nicht akzeptabel, sagte RWE-Sprecherin Julia Scharlemann zu Dow Jones Newswires. Fraport: Flughafenausbau wird mit Ticona-Deal 390 Mio EUR teurer Die Fraport AG rechnet als Folge der Einigung mit Ticona/Celanese im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen mit zusätzlichen Kosten von 390 Mio EUR für die Erweiterung des Flughafens Frankfurt. Das geht aus einer auf der Webseite des Flughafenbetreibers veröffentlichten Präsentation zur Einigung mit Ticona hervor. "Die Kosten für die Erweiterung werden entsprechend höher liegen", bestätigte ein Fraport-Sprecher Dow Jones Newswires. Bislang ging das Unternehmen für die Erweiterung des Flughafen Frankfurts von Kosten von 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd EUR aus. Kontron kündigt höhere Dividende für Geschäftsjahr 2006 an Die Kontron AG hat für 2006 eine steigende Dividende angekündigt. Wie der Hersteller von Miniaturcomputern mitteilte, will er für 2006 eine gegenüber dem Vorjahr (0,10 EUR pro Aktie) um mindestens 30% höhere Dividende zahlen. Mit der höheren Dividende, die der Kontron-Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen will, solle die Shareholder-Value-orientierte Politik des Unternehmens fortgeführt werden. Die Auszahlung soll steuerfrei sein. EU verhängt Strafe von 519 Mio EUR für Kautschuk-Preiskartell Die Europäische Kommission hat Geldbußen von insgesamt 519 Mio EUR gegen fünf Unternehmensgruppen verhängt. Den Unternehmen würden Preisabsprachen und die Aufteilung der Kunden für bestimmte Sorten von synthetischem Kautschuk zur Last gelegt, teilte die EU mit. Die betroffenen Unternehmen gehören zu den Konzernen Eni SpA, Bayer AG, Shell, Dow Chemical, Unipetrol und Trade-Stomil und waren an diesem Kartell mindestens von 1996 bis 2002 beteiligt. Bayer sei jedoch von der Geldbuße freigestellt, da es das Kartell als erstes Unternehmen aufgedeckt hat. Kabel Deutschland bestätigt Ziel für operatives Ergebnis 06/07 Die Kabel Deutschland GmbH (KDG) hat vor Investoren ihr Ergebnisziel für das am 31. März zu Ende gehende Geschäftsjahr 2006/07 bestätigt. Das um das Management-Optionsprogramm und nicht cash-wirksame Kosten bereinigte EBITDA wird im laufenden Geschäftsjahr zwischen 370 Mio und 400 Mio EUR liegen, wurde einem Sprecher zufolge den Investoren am Dienstag in einer Telefonkonferenz mitgeteilt. Air Berlin braucht 2008 maximal 100 Mio EUR für Flugzeugkauf Die Air Berlin plc sieht sich nach der Bestellung von 60 Flugzeugen bei Boeing nicht in einem finanziellen Engpass. "Wir brauchen als Anzahlungsfinanzierung erstmals im Jahr 2008 maximal 100 Mio EUR", sagte Sprecher Peter Hauptvogel Dow Jones Newswires auf Anfrage. Center-Tainment hat Interesse an EuroDisney - Challenges Der schweizerische Freizeitparkbetreiber Center-Tainment AG hat einem Magazinbericht zufolge Interesse an EuroDisney und plant ein Übernahmeangebot. Dies berichtet das französische Wochenmagazin "Challenges" auf seiner Internetseite. EuroDisney ist der einzige europäische Disneyland-Park. Ein Sprecher von EuroDisney sagte, er wisse nichts von einem Angebot der Center-Tainment AG. DJG/cbr

29.11.2006 - 16:45:46 Wall Street im Verlauf freundlich - Tiffany glänzt FRANKFURT (Dow Jones)--Beflügelt von guten Wirtschaftsdaten präsentiert sich die Wall Street am Mittwoch von seiner besten Seite. Der Dow Jones steigt gegen 16.40 Uhr MEZ um 59 Punkte oder 0,5% auf 12.192 Punkte, der S&P 500-Index gewinnt 0,6% oder 8 Punkte bei 1.394 Zählern. Der Nasdaq Composite legt um 0,7% oder 16 Punkte auf 2.428 Zähler zu. Unterstützung bekommt der Aktienmarkt durch die 2. Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes. Die Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker gewachsen als zunächst angenommen. Ursache dafür waren höhere Lagerbestände und ein geringerer Wachstumsverlust durch den Außenhandel. Der im Handel vielbeachtete PCE-Deflator hat in der Kernrate die Inflationsängste etwas gedämpft. "Damit wurden die mahnenden Worte der Fed zu Inflationsgefahren relativiert", sagt ein Händler. Zudem stiegen die Hoffnungen, dass die Fed vielleicht doch früher als gedacht zu Zinssenkungen übergeht. Die Zahl der Neubauverkäufe ist im Oktober auf Monatssicht allerdings stärker als erwartet um 3,2% gefallen. Ökonomen hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang von 2,8% gerechnet. Pfizer profitieren von Aussagen zum Umbau und legen um gut 0,3% auf 27,11 USD zu. Der Pharmakonzern ordnet im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung den Vertrieb auf dem Heimatmarkt neu und baut voraussichtlich rund 2.200 Stellen ab. Die Restrukturierung des Vertriebs soll bis Ende des Jahres umgesetzt werden und schließt einen weiteren Stellenabbau nicht aus, teilte Pfizer am Dienstagabend mit. Die zunächst geplanten Stellenstreichungen entsprechen rund 20% der Vertriebsmannschaft. Boeing legen um 1,4% auf 89,20 USD zu, nachdem die Analysten von Prudential das Kursziel auf 99 nach zuvor 94 USD hochgenommen hatten. Die Analysten von J.P. Morgan haben das Rating für die Nyse-Group auf "Neutral" nach "Overweight" heruntergenommen, die Aktie verliert 1,1% auf 100,05 USD. Tiffany verdiente im 3. Quartal einen Nettogewinn von 29,1 Mio Dollar bzw 0,21 USD je Aktie, was deutlich oberhalb der Markterwartung von 0,16 USD liegt. Die Aktie legt daraufhin um knapp 6% auf 38 USD zu. DJG/thl/raz

29.11.2006 - 16:35:36 RWE sieht Kürzung der Emissionsrechte durch EU als unakzeptabel FRANKFURT (Dow Jones)--Die Kürzung der CO2-Emissionsrechte für Deutschland durch die EU-Kommission stößt bei der RWE AG auf Kritik. Die nun genannten Ziele für eine Reduzierung seien deutlich anspruchsvoller als bisher, und dies sei nicht akzeptabel, sagte RWE-Sprecherin Julia Scharlemann am Mittwoch zu Dow Jones Newswires. Die EU-Kommission hatte zuvor die erlaubte Höchstmenge auf 453,1 Mio t ab 2008 festgelegt. Die Bundesregierung hatte in ihrem Nationalen Allokationsplan (NAP) für den Zeitraum 2008 bis 2012 angegeben, Zertifikate für 482 Mio t verteilen zu wollen. Am vergangenen Freitag hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel angekündigt, aufgrund neuer Daten und nach Gesprächen mit der Kommission die Obergrenze auf 465 Mio t reduzieren zu wollen. Die Kommission war mit ihrer Entscheidung jetzt noch darunter geblieben. RWE brauche verlässliche Rahmenbedingungen, um ihre Investitionen ab 2012 planen zu können, und dies sei nach der jüngsten Entscheidung der EU nicht gegeben, sagte die Sprecherin weiter. Webseite: http://www.rwe.com -Von Maeve Curtin, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/cbr

29.11.2006 - 16:20:21 VW/Pötsch weist Personalspekulationen zurück NEU-DELHI (Dow Jones)--Der Finanzvorstand der Volkswagen AG, Hans Dieter Pötsch, hat einen Pressebericht als "Spekulation" zurückgewiesen, wonach der Automobilkonzern den Vertrag mit ihm bis zum Auslaufen 2007 nicht verlängert. Angesichts des Wechsels an der Spitze des Vorstands sei es nicht überraschend, dass Gerüchte über verschiedene Personen in der Organisation kursieren würden, sagte der Finanzvorstand auf einer Pressekonferenz anlässlich des Baus eines neuen Werkes in Indien. Der bisherige Audi-Vorsitzende Martin Winterkorn wechselt im Januar an die Spitze des Volkswagen-Konzerns. Pötsch sagte, Winterkorn werde seine Strategie im kommenden Jahr erklären, und es sei Unternehmenspolitik, Spekulationen nicht zu kommentieren. Zur Ergebnisprognose 2006 sagte Pötsch, er sei sich "absolut sicher", dass Volkswagen 2006 wie angekündigt einen operativen Gewinn vor Sonderposten ausweisen werde. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de -Von Santanu Choudhury, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/cbr

29.11.2006 - 15:45:08 UPDATE: Streit um Endesa-Übernahme wird immer komplexer (NEU: Weitere Details, Hintergrundinformationen) BRÜSSEL (Dow Jones)--Der Streit zwischen der Europäischen Kommission und Spanien wegen der angestrebten Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa SA durch die E.ON AG zieht immer größere Kreise. Die Kommission schlug am Mittwoch ein weiteres Kapitel in dem laufenden Verfahren auf und warf der spanischen Regierung neuerlich illegales Verhalten vor. Dabei geht es um zusätzliche Bedingungen, die Madrid an die Übernahme geknüpft habe. In einer vorläufigen Einschätzung erklärte die Kommission dazu, diese Auflagen "wecken ernste Zweifel, ob sie mit EU-Recht vereinbar sind". Spanien hat nun bis zum 13. Dezember Zeit, auf die Vorbehalte zu antworten. Sollte die Kommission sich bestätigt sehen, könnte sie die Regierung in Madrid zur Rücknahme der Bedingungen auffordern. Damit gibt es in dem Verfahren inzwischen zwei Stränge, die beide zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) führen können. Würden die Richter der Auffassung Brüssels folgen, wäre Spanien gerichtlich gezwungen, sämtliche Auflagen für die Endesa-Übernahme zurückzunehmen, schon um ein tägliches Zwangsgeld zu vermeiden. Beobachter in Brüssel sagten mittlerweile, die Kommission wolle an Spanien ein Exempel statuieren. Dahinter steht, dass in der jüngeren Vergangenheit auch Mitgliedsstaaten wie Frankreich und Italien grenzüberschreitenden Fusionen Steine in den Weg gelegt haben, um nationale Konzerne zu schützen. Die Kommission sieht darin einen nicht hinnehmbaren zunehmenden Protektionismus aus rein nationalen Interessen. Die neuen Bedingungen, die die Kommission für unzulässig hält, wurden nach ihren Angaben am 3. November vom spanischen Industrieministerium erlassen. Sie betreffen nach den Worten des Sprechers von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes das Geschäftsverhalten von E.ON/Endesa in Spanien. Demnach wird dem Düsseldorfer Energiekonzern unter anderem auferlegt, keinerlei Aktiva zu verkaufen, die auf den Inseln des Landes angesiedelt sind. Ferner muss E.ON den Markennamen Endesa weiterführen, und der Konzern darf nur heimisch geförderte Kohle und Gas verwenden. Die Kommission sieht darin einen Verstoß gegen mehrere Artikel des EG-Vertrags, namentlich gegen den freien Kapitalverkehr und die Niederlassungsfreiheit sowie teilweise gegen den freien Warenverkehr. Außerdem könnte das spanische Vorgehen Fusionsbestimmungen verletzen, hieß es weiter. Bei dem zweiten Strang geht es um 19 frühere Auflagen der spanischen Energie-Regulierungsbehörde CNE, die auf Druck der Kommission später bis auf zwei von der spanischen Regierung verworfen wurden. Die beiden verbleibenden Bedingungen, die sich auf eine eventuelle Übernahme von E.ON sowie den beizubehaltenden Investitionsplan Endesas beziehen, hatte auch E.ON akzeptiert. Kroes dagegen will Madrid noch nicht vom Haken lassen: "Hinsichtlich der CNE-Maßnahmen überlegen wir noch die nächsten Schritte", erklärte ihr Sprecher. Die Kommission hat die Übernahme von Endesa durch E.ON bereits vor rund einem halben Jahr ohne jegliche Auflagen genehmigt. Webseite: http://www.europa.eu -Von Dirk Müller-Thederan, Dow Jones Newswires; +32 2 741 14 93, europa.de@dowjones.com DJG/dmt/ang/jhe

29.11.2006 - 15:38:36 Fraport/Bender: Ticona-Zahlung wird ab 2012 abgeschrieben (zwei) Die Summe von 650 Mio EUR für Ticona bezeichnete Bender als "anspruchsvolle Herausforderung" für sein Unternehmen. Die Zahlung sei aber aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gerechtfertigt, sagte Bender. So habe Fraport die Optionen verglichen und sei zu dem Schluss gekommen, dass angesichts der möglicherweise entgangenen Umsätze die Zahlung auch in dieser Höhe der bessere Weg für das Unternehmen sei. Das Unternehmen will Ticona im kommenden Jahr eine erste Zahlung über 20 Mio EUR leisten, sobald die Hauptversammlung und Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers die Einigung genehmigt haben. In den Jahren 2008 und 2009 will Fraport je 200 Mio EUR überweisen. 2010 werden 130 Mio EUR und 2011 noch einmal 100 Mio EUR fällig. Webseite: http://www.fraport.com -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/abe/jhe

29.11.2006 - 15:32:37 EUREX/Renten-Futures nach US-Daten nur kurzfristig unter Druck FRANKFURT (Dow Jones)--Die Renten-Futures geraten am Mittwochnachmittag nach Veröffentlichung der US-Daten nur kurzfristig unter Druck. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures notiert gegen 15.30 Uhr 2 Ticks leichter bei 118,42%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,45% und das Tagestief bei 118,24%. Umgesetzt wurden bisher rund 576.000 Kontrakte. Der Bobl-Future verliert 5 Ticks auf 109,94%. Zuerst wurde im Handel auf das Wirtschaftswachstum geschaut, das im 3. Quartal mit annualisiert 2,2% kräftiger als zunächst mit +1,6% ausgefallen ist. Dies wurde am Rentenmarkt mit Abschlägen quittiert. Nachdem der PCE-Deflator allerdings unterhalb der Erwartung hereinkam, und damit Inflationsängste genommen wurden, kamen Käufe an den Markt. "Damit werden die mahnenden Worte der Fed zu Inflationsgefahren relativiert", sagte ein Händler. Zudem stiegen die Hoffnungen, dass die Fed vielleicht doch früher als gedacht zu Zinssenkungen übergeht. Sollte das bisherige Hoch herausgenommen werden, hat der Dezember-Kontrakt Platz bis in den Bereich bei 118,70%. Die Marke bei 118,30% sollte allerdings nicht mehr unterschritten werden. DJG/thl/raz

29.11.2006 - 15:18:31 Fraport/Bender: Ticona-Zahlung wird ab 2012 abgeschrieben FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG rechnet nach Aussage ihres Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Bender in Folge der Einigung mit der Ticona/Celanese zunächst bis 2011 nur mit einer Ergebnisbelastung aus der Finanzierung der zu leistenden Zahlungen an Ticona. Abgeschrieben werde die Summe dann ab 2012 mit 40 Mio EUR vor Steuern jährlich, sagte Bender am Mittwoch während einer Pressekonferenz in Wiesbaden. Die Gesamtsumme von 650 Mio EUR werde über mehrere Jahre in verschiedenen Tranchen gezahlt werden. Genaue Angaben zur Ergebnisbelastung aus der Finanzierung machte Bender allerdings nicht. Die Zahlungen würden in der Bilanz aktiviert, jedoch erst mit Inbetriebnahme ab dem Jahr 2012 abgeschrieben. Bender gehe jedenfalls davon aus, dass es durch die nun erzielte Einigung mit Ticona keine Änderung etwa bei den geplanten Dividendenzahlungen geben werde. Für 2005 hatte das Unternehmen seinen Aktionären eine Dividende von 0,90 EUR gezahlt. Der Flughafenbetreiber will seine Aktionäre am erwarteten höheren Gewinn 2006 teilhaben lassen und erneut eine Quote von rund 50% ausschütten. DJG/abe/jhe

29.11.2006 - 15:14:42 Steinbrück: Keine Gespräche zu Einstieg von Sistema bei Telekom BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat am Mittwoch Spekulationen zurückgewiesen, nach denen es Gespräche mit dem russischen Unternehmen Sistema über einen Einstieg bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, gebe. "Das kann ich dementieren", sagte Steinbrück auf eine entsprechende Frage beim "FTD-Wirtschaftsgipfel" in Berlin. "Es gibt keine laufenden Gespräche mit diesem Unternehmen über eine Beteiligung an der Deutschen Telekom", hob der Finanzminister hervor. Generell sei eine solche Beteiligung "im Einzelfall von den Beteiligten unter Zweckmäßigkeitsgründen zu prüfen", sagte er. -Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com DJG/ank/jhe

29.11.2006 - 15:06:12 US-Wirtschaft wächst im 3. Quartal ... (zwei) Der Lageraufbau der US-Unternehmen lieferte einen Wachstumsbeitrag von 0,16 Prozentpunkten zur Gesamtzuwachsrate von 2,2%. Zunächst hatte das Ministerium gemeldet, dass die Entwicklung der Lagerbestände zu einem Wachstumsverlust von 0,10 Punkten geführt habe. Zugleich zeigte sich mit der Revision, dass der Außenhandel das Wachstum nicht so stark gebremst hat wie bislang angenommen. Während das Exportwachstum nur geringfügig auf 6,3% (vorläufig: 6,5%) nach unten revidiert wurde, erfolgte eine deutliche Korrektur des Importzuwachses auf 5,3% (vorläufig: 7,8%). Der Außenhandel bremste daher das Gesamtwachstum nur um 0,21 Prozentpunkte, während zunächst ein Verlust von 0,58 Punkten ausgewiesen wurde. Die Nachsteuergewinne der US-Unternehmen kletterten im dritten Quartal den weiteren Angaben zufolge um 4,6% gegenüber dem Vorquartal auf 1,167 Bill USD. Im Zweitquartal waren die Gewinne um lediglich 0,3% gewachsen, auf Jahresvergleich haben die Ergebnisse im dritten Quartal allerdings um 31,5% zugelegt. DJG/DJN/apo/ptt -0-

29.11.2006 - 14:45:45 TABELLE/US-BIP 3Q (2. Veröffentlichung) === BIP real PCE-Deflator kettengewichtet 3. Quartal** +2,2 +2,4 PROGNOSE +1,8 3. Quartal* +1,6 +2,5 2. Quartal +2,6 +4,0 1. Quartal +5,6 +2,0 2005 4. Quartal +1,8 +2,9 3. Quartal +4,2 +4,1 Persönl. langl. Verbrauchs- Dienst- private Brutto- Konsum Güter güter leist. investitionen 3. Quartal** +2,9 +6,0 +1,1 +3,1 0,0 3. Quartal* +3,1 +0,8 +1,6 +2,8 -2,0 2. Quartal +2,6 -0,1 +1,4 +3,7 +1,0 1. Quartal +4,8 +19,8 +5,9 +1,6 +7,8 2005 4. Quartal +0,8 -12,3 +3,9 +2,0 +16,2 3. Quartal +3,9 +9,0 +3,4 +3,2 +5,2 Ex- Im- Öffentliche porte porte Ausgaben 3. Quartal** +6,3 +5,3 +2,2 3. Quartal* +6,5 +7,8 +2,0 2. Quartal +6,2 +1,4 +0,8 1. Quartal +14,0 +9,1 +4,9 2005 4. Quartal +9,6 +13,2 -1,1 3. Quartal +3,2 +2,5 +3,4 - annualisierte Veränderungsraten in % BIP real Umsatz real BIP nominal absolut +/-% absolut +/-% absolut +/-% 3. Quartal** 11.451 +2,2 11.386 +2,1 13.327 +4,0 3. Quartal* 11.433 +1,6 11.376 +1,7 13.308 +3,4 2. Quartal 11.388 +2,6 11.328 +2,1 13.197 +5,9 1. Quartal 11.316 +5,6 11.269 +5,6 13.008 +9,0 2005 4. Quartal 11.164 +1,8 11.116 -0,3 12.731 +5,1 - **2. Veröffentlichung - * 1. Veröffentlichung - Angaben in kettengewichteten Mrd USD in annualisierter Rate - absolute Zahlen sind gerundet - Quelle Daten: US-Handelsministerium - Webseite: http://www.census.gov Die nächsten Veröffentlichungstermine: 21.12.2006 3Q (3. Veröffentlichung) 31.01.2007 4Q (1. Veröffentlichung) 28.02.2007 4Q (2. Veröffentlichung) 29.03.2007 4Q (3. Veröffentlichung) 27.04.2007 1Q (1. Veröffentlichung) 31.05.2007 1Q (2. Veröffentlichung) 28.06.2007 1Q (3. Veröffentlichung) 27.07.2007 2Q (1. Veröffentlichung) 30.08.2007 2Q (2. Veröffentlichung) 27.09.2007 2Q (3. Veröffentlichung) 31.10.2007 3Q (1. Veröffentlichung) 29.11.2007 3Q (2. Veröffentlichung) 20.12.2007 3Q (3. Veröffentlichung) === DJG/DJN/apo -0-

29.11.2006 - 14:44:22 US-Anleihen starten etwas leichter NEW YORK (Dow Jones)--Etwas leichter tendieren die US-Anleihen am Mittwoch zum Start des New Yorker Handels. Das revidierte US-BIP ist im 3. Quartal mit plus 2,2% über den prognostizierten 1,8% ausgefallen. Gegen 14.40 Uhr MEZ verlieren Titel mit einem Kupon von 4,625% 3/32 auf 100-28/32 und rentieren mit 4,51%. Der mit 4,50% verzinste Longbond gibt um 6-32 ab auf 98-11/32 und rentiert mit 4,60%. DJG/raz

29.11.2006 - 14:39:49 US-Wirtschaft wächst im 3. Quartal stärker als erwartet WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker gewachsen als zunächst angenommen. Ursache dafür waren höhere Lagerbestände und ein geringerer Wachstumsverlust durch den Außenhandel. Wie das Handelsministerium am Mittwoch im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtet, erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September um annualisiert 2,2% gegenüber dem Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur mit einer Aufwärtsrevision auf 1,8% gerechnet, nachdem das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ein Plus von 1,6% gemeldet hatte. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 2,6% gewachsen, im ersten Quartal war ein sehr starker Zuwachs von 5,6% verzeichnet worden, der zum Teil auf Sonderfaktoren zurückzuführen war. Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte PCE-Deflator stieg im dritten Quartal um 2,4% (vorläufig: 2,5%) nach einem Anstieg von 4,0% im Vorquartal. Webseite: http://www.census.gov DJG/DJN/apo/ptt -0-

29.11.2006 - 13:40:23 Alberti folgt Schawinski als Geschäftsführer von Sat.1 DÜSSELDORF (Dow Jones)--Matthias Alberti wird zum 1. Januar 2007 neuer Geschäftsführer von Sat.1. Er folgt Roger Schawinski, der seine Tätigkeit als Geschäftsführer von Sat.1 dann beendet, wie die in Unterföhring ansässige ProSiebenSat.1 Media AG am Mittwoch mitteilte. Alberti ist bisher als stellvertretender Geschäftsführer für den Bereich Unterhaltung bei Sat.1 verantwortlich. Roger Schawinski wird der ProSiebenSat.1-Gruppe als Berater verbunden bleiben, wie die Sendergruppe weiterhin mitteilte. Webseite: http://www.prosiebensat1.com DJG/apr/jhe

29.11.2006 - 13:39:41 Deutschland bei Breitband langfristig abgeschlagen - Studie DÜSSELDORF (Dow Jones)--Deutschland bleibt bei Breitband-Anwendungen im internationalen Wettbewerb einer Studie zufolge auch langfristig abgeschlagen. Der bereits bestehende Rückstand gegenüber den USA und Asien werde bis 2015 nicht aufgeholt werden können, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung "Deutschland Online 4", die von der Deutschen Telekom und dem Burda-Verlag in Auftrag gegeben wurde. Derzeit liege die Bundesrepublik im Innovationsranking auf Platz sieben hinter Südkorea, Japan, Singapur, den USA, Hongkong und Schweden. Hier besteht der Erhebung zufolge Handlungsbedarf. Gleichwohl werde der hiesige Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation dank des breitbandigen Internets bis 2015 um zwei Drittel auf 223 Mrd EUR wachsen, heißt es in der Studie weiter. Dann würden 7,5 Millionen Nutzer von "Triple-Play"-Angeboten erwartet, die den Internet-Zugang mit Telefonieren und Fernsehen über das Web vereinen. Das Internet-TV werde sich nach Einschätzung der befragten Experten und Konsumenten in den kommenden Jahren etablieren und 2015 auf 7,2 Millionen User kommen. Dann werde IP-TV von der Nutzung her an das klassische Fernsehen heranreichen. Erwartet werde ein Zusammenwachsen beider Formen. Die meisten Verbraucher haben der Untersuchung zufolge Interesse an Video-on-Demand, gefolgt von bestehenden Angeboten der Sender via Web und individuell zusammenstellbaren Inhalten. Die Mehrheit wolle ein kostenloses Internetfernsehen, doch ein Viertel der Befragten sei bereit, eine geringe Grundgebühr zu zahlen. Stark verändert werde das Internet durch die neuen Anwendungen des "Social Web", allen voran elektronischen Plattformen für den Handel zwischen Endkunden. Die Interaktion der Nutzer untereinander werde deutlich zunehmen. Die etablierten Unternehmen des Sektor müssten sich auf neue und zumeist branchenfremde Konkurrenten einstellen, heißt es in der Studie weiter. Telekommunikationsunternehmen stünden in intesivem Wettbewerb mit Internetfirmen, Medienhäusern und Kabelnetzbetreibern. TK-Gesellschaften dürften die größten Marktanteile haben. TV-Kabelanbieter hätten die schlechteste Ausgangsposition. Für die Untersuchung wurden 115 Experten aus dem In- und Ausland sowie rund 6.350 Konsumenten befragt. Webseiten: http://www.telekom3.de http://www.burda.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/jhe

29.11.2006 - 13:25:08 UPDATE: Volkswagen investiert 410 Mio EUR in Indien (NEU: Details, Aussagen von Finanzvorstand Pötsch und Markenvorstand Wittig von der Pressekonferenz) FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Zustimmung des Aufsichtsrates der Volkswagen AG zum Bau eines neues Produktionswerkes in Indien hat der Wolfsburger Automobilhersteller am Mittwoch ein entsprechendes Investitionsabkommen unterzeichnet. Demnach investiert VW rund 410 Mio EUR in den Bau des Werkes in der westindischen Stadt Pune. Die Produktion soll 2009 beginnen und die Kapazität 110.000 Fahrzeuge pro Jahr betragen. Auf dem 230 Hektar großen Gelände soll eine Vollfertigung mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage entstehen. Parallel zum wachsenden Angebot der Marke Volkswagen will der Konzern Anfang 2007 eine eigenständige indische Vertriebsgesellschaft zunächst für die Marken Audi und Volkswagen gründen. Die Volkswagen Group Sales India Private Ltd mit Sitz in Mumbai soll den Vertrieb von lokal gefertigten und importierten Modellen übernehmen. VW-Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch kündigte an, der Konzern werde neben den bereits angebotenen Skoda-Modellen Mitte kommenden Jahres weitere lokal gefertigte Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Audi auf den Markt bringen. "Indien gehört zu den interessantesten Zukunftsmärkten der weltweiten Automobilindustrie. Wir sind fest entschlossen, das sich bietende Marktpotenzial ohne Zeitverlust zu erschließen", sagte er. Ein Teil der Komponenten für den Fahrzeugbau wird den weiteren Angaben zufolge aus Werken des VW-Konzerns nach Indien geliefert. Zudem soll ein nennenswerter Teil des benötigten Materials von lokalen Zulieferern bezogen werden. In dem neuen Werk in Indien werden laut VW rund 2.500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der für das neue Werk ausgewählte Standort hat sich laut VW als optimaler Ansiedlungsort erwiesen. Schon von Mitte nächsten Jahres an würden Synergien mit dem in der Nähe des künftigen Standortes befindlichen Werkes der Konzerntochter Skoda erzielt. "Wir haben in den vergangenen Jahren bereits Erfahrungen mit der Produktion in Indien und den besonderen Anforderungen dieses Marktes machen können", sagte Volkswagen-Markenvorstand Detlef Wittig, der auch Vorstandsvorsitzender von Skoda ist. In dem schon bestehenden Werk in Aurangabad sollen von Mitte 2007 an neben den Skoda-Modellen auch Fahrzeuge der Marke Volkswagen Pkw gefertigt werden. "So können wir zeitnah lokal gefertigte Modelle auf den indischen Markt bringen. Wir starten unter anderem mit der Fertigung des Passats und sind damit in der Lage, ein starkes Modell zu einem attraktiven Preis anzubieten", sagte Pötsch. Importierte Fahrzeuge wie beispielsweise die Volkswagen-Modelle Touareg und Phaeton sollen das Angebot ergänzen. Zur Bedeutung des indischen Marktes für VW sagte Pötsch, dass die Wachstumsperspektiven aus Sicht von VW sehr positiv seien. VW werde in absehbarer Zeit auch ein Fahrzeug entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse des indischen Marktes maßgeschneidert sein wird. Dieses Modell werde preislich sehr attraktiv sein und gleichzeitig in allen wesentlichen Eigenschaften "ein echter Volkswagen bleiben, mit allen Vorzügen unserer Marke". "So stellen wir sicher, dass 'Volkswagen quality built in India' ein echtes Alleinstellungsmerkmal und Qualitätssiegel werden wird", so Pötsch. Darüber hinaus sollen exklusive Händlernetze für Volkswagen und Audi in Indien aufgebaut sowie das bestehende Skoda-Händlernetz weiterentwickelt werden, sagte Wittig. "Durch die attraktive Modellpalette mit leistungsfähigen Händlernetzen in den Nachfrageschwerpunkten des Landes schaffen wir die Grundlagen, nicht nur unseren Absatz substanziell zu steigern, sondern auch einen erstklassigen Service rund um die Produkte zu bieten und so die Kundenzufriedenheit auf ein Spitzenniveau zu bringen." Wie Pötsch während einer Pressekonferenz anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens in Neu Dehli weiter sagte, wird der Eintritt von VW in schnell wachsende Märkte wie Indien und Russland dazu beitragen, dass sich der Automobilhersteller von den gesättigten Märkten in Europa absetzen kann. Die globalen Automobilmärkte seien weitgehend gesättigt, und in Deutschland durchlaufe VW gegenwärtig eine schwierige Phase. Vor diesem Hintergrund sei es um so wichtiger, eine internationale Strategie zu verfolgen und in den wichtigsten Wachstumsmärkten wie Russland und Indien präsent zu sein, so Pötsch. Zudem werde der Import von Autoteilen aus Deutschland helfen, Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Das für die indische Produktion geplante Modell soll laut Pötsch eine Fließhecklimousine auf dem bereits existierenden Polo-Modell sein, und die Bauteile zu bis zu 80% aus indischer Produktion beziehen. Dies werde VW eine attraktive Preisgestaltung ermöglichen. Pötsch fügte hinzu, dass der Konzern sein Betriebsergebnis vor Sonderaufwendungen 2006 "deutlich verbessern" werde. Details nannte er nicht. Darüber hinaus kündigte Wittig an, dass die VW-Tochter Audi ab dem kommenden Jahr mit der Montage in Indien beginnen wird. Dabei soll zunächst der A6 montiert werden, gefolgt von weiteren Modellen. Audi ist seit Dezember 2004 auf dem indischen Markt vertreten und verkauft dort den importierten A4, den A6, die A8-Limousine und das TT Coupé. Laut Wittig wird Skoda Auto India im laufenden Jahr voraussichtlich 12.000 Fahrzeuge verkaufen - 40% mehr als im Jahr zuvor. Um die höhere Nachfrage befriedigen zu können, soll die Produktionskapazität in Aurangabad auf 15.000 bis 20.000 Einheiten von bislang 12.000 Einheiten erhöht werden. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de DJG/DJN/brb/jhe

29.11.2006 - 13:23:26 Leighton-Tochter baut Entsalzungsanlage in Australien (zwei) Wie Hochtief am Mittwoch ausführte, übernimmt John Holland den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Wasserentsalzungsanlage in Tugun an der Goldküste in Queensland. Das Auftragsvolumen betrage 660 Mio EUR, der Anteil von John Holland belaufe sich auf 415 Mio EUR. John Holland arbeitet laut Hochtief in Kooperation mit dem Gold Coast City Council, der Regierung von Queensland, Veolia Water und den Nachunternehmern Sinclair Knight Merz Group und Cardno. Das "Gold Coast Desalination Project" ermöglicht laut Hochtief die Zubereitung von 125 Mio Litern Trinkwasser pro Tag. Damit sichere die Anlage die zukünftige Wasserversorgung im Südosten von Queensland. Das erste Trinkwasser soll im November 2008 aufbereitet werden. Webseiten: http://www.hochtief.de http://www.leighton.com.au DJG/brb/cbr

29.11.2006 - 13:21:47 EU verhängt Strafe von 519 Mio EUR für Kautschuk-Preiskartell BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat Geldbußen von insgesamt 519 Mio EUR gegen fünf Unternehmensgruppen verhängt. Den Unternehmen würden Preisabsprachen und die Aufteilung der Kunden für bestimmte Sorten von synthetischem Kautschuk zur Last gelegt, teilte die EU am Mittwoch mit. Die betroffenen Unternehmen gehören zu den Konzernen Eni SpA, Bayer AG, Shell, Dow Chemical, Unipetrol und Trade-Stomil und waren an diesem Kartell mindestens von 1996 bis 2002 beteiligt. Bayer sei jedoch von der Geldbuße freigestellt, da es das Kartell als erstes Unternehmen aufgedeckt hat. Die synthetischen Kautschuke werden hauptsächlich in der Reifenherstellung sowie für die Produktion anderer Verbrauchsgüter eingesetzt. Die insgesamt verhängte Geldbuße ist die zweithöchste Strafe, die je in einer Kartellsache von der Kommission festgesetzt worden ist. Webseite: http://www.europa.eu DJG/jhe/cbr

29.11.2006 - 13:05:21 Europas Börsen erholen sich Die europäischen Börsen haben am Mittwoch zu einer Erholung angesetzt und tendieren zur Mittagszeit fester. Händler verweisen auf günstige Vorlagen aus den USA und aus Asien. Ob die Korrektur schon vorbei sei, oder es sich nur um eine technische Gegenbewegung handele, sei allerdings aber noch offen, sagt ein Händler. Von der saisonalen Seite her sei eine ausgedehntere Korrektur eher ungewöhnlich. Allerdings seien Ölpreisentwicklung und Dollarschwäche nicht zu unterschätzende Faktoren, die die Märkte noch beeindrucken könnten. Gegen 12.45 Uhr MEZ steigt der Euro-Stoxx-50 um 0,6 Prozent oder 25 auf 4.000 Punkte, der Stoxx-50 legt um 0,6 Prozent bzw 20 auf 3.612 Zählern zu. Dabei können sich vor allem die zuletzt stark gefallenen Rohstoffwerte wieder erholen. Am Nachmittag stehen wieder Konjunkturdaten aus den USA im Zentrum der Aufmerksamkeit, die tendenziell eher schwach erwartet werden. Im Tagesverlauf erreichen den Markt die zweite Veröffentlichung des BIP in den USA und die Neubauverkäufe im Oktober sowie die wöchentlichen Rohöllagerbestände. Am Abend wird zudem der US-Konjunkturbericht Beige Book vorgelegt. Pharmawerte durch Pfizer-Vorgaben gestützt Pharmawerte tendieren mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent sehr fest. Die Ankündigung von Pfizer, die Zahl der Vertriebsmitarbeiter in den USA um 20 Prozent zu senken, stützt am Berichtstag den britischen Pharmasektor. Das dürfte den Druck auf andere Unternehmen verringern, heißt es im Handel. Pfizer habe die höchste Zahl von Vertriebsmitarbeitern im Sektor. GlaxoSmithKline steigen um 2,6 Prozent auf 1.361 p, AstraZeneca um 2 Prozent auf 2.990 p. Autowerte profitieren von VW-Spekulationen Autowerte entwickeln sich mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. VW sind weiter gesucht. Händler verweisen auf Gerüchte über eine bevorstehende Übernahme durch Porsche mit Partnern aus dem Private Equity Bereich. Hintergrund sei möglicherweise eine Studie der DKIB mit dem Szenario, VW werde übernommen, allerdings eher langfristig. Ähnlich habe bereits Goldman vor etwa zwei Wochen ein hohes Kursziel von über 100 EUR begründet. Porsche hat die Spekulationen zwar mittlerweile dementiert, trotzdem steigen VW um 4,6 Prozent auf 85,73 EUR. Bauwerte gesucht Mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent entwickeln sich die Bauwerte auffallend fest. Das deutsche Bauunternehmen Hochtief hat einen Auftrag zum Bau einer Wasserentsalzungsanlage in Australien erhalten. Wie Hochtief am Mittwoch in Essen mitteilte, übernimmt eine australische Tochter den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Anlage in Tugun an der Goldküste in Queensland. Das Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf 650 Mio EUR. Davon entfielen mehr als 415 Mio EUR auf das zur australischen Hochtief-Tochter Leighton gehörende Bauunternehmen John Holland. Hochtief steigen um 2,8 Prozent auf 50,15 EUR. Nestle etwas durch Säuglingsnahrungspläne belastet Nestle verlieren 0,6 Prozent auf 425 CHF, nachdem das Unternehmen Interesse an der Novartis-Babynahrungssparte Gerber bekundet hat. Nach Einschätzung eines Analysten ist eine Übernahme zwar möglich, dürfte aber auf erhebliche kartellrechtliche Probleme stoßen. Außerdem sei nicht auszuschließen, dass es neben Nestle noch andere Interessenten für die Novartis-Sparte gebe. Solange Nestle kein weiteres Aktienrückkaufprogramm ankündige, dürften sich die Spekulationen im Handel intensivieren, heißt es. Novartis steigen um 0,6 Prozent auf 70,10 CHF. DJG/mif/mpt/raz

29.11.2006 - 13:00:57 Emirates erwartet keine weitere Verspätung beim A380 LONDON (Dow Jones)--Die Fluggesellschaft Emirates erwartet keine weiteren Verspätungen bei der Auslieferung des Airbus-Großraumflugzeugs A380. Für erneute Verzögerungen gebe es keinen Grund, sagte am Mittwoch der Vice-Chairman der Airline, Maurice Flanagan. Emirates ist mit 40 Bestellungen der größte Kunden für das Flugzeug, das wegen Problemen bei der Verkabelung deutlich später ausgeliefert wird, als vor Airbus ursprünglich angekündigt. Emirates hatte kürzlich Ingenieure in die Airbus-Werke geschickt, um die Fortschritte beim A380-Programm zu prüfen. Die Ingenieure hätten nichts entdeckt, was auf weitere Verzögerungen hindeute, sagte Flanagan. Emirates rechne nun mit der ersten Auslieferung eines ihrer A380 im zweiten Halbjahr 2008. Webseite: http://www.emirates.com/de -Von Rod Stone, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/brb

29.11.2006 - 12:43:31 UPDATE: Mannesmann-Prozess bleibt ohne juristische Folgen (NEU: Äußerungen von Gericht, Verteidigern, Staatsanwaltschaft, Deutscher Bank) Von Stefan Paul Mechnig Dow Jones Newswires DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Fall Mannesmann bleibt nach fast sieben Jahren ohne strafrechtliche Folgen für Josef Ackermann und die übrigen Angeklagten. Der spektakuläre Wirtschaftsprozess um die Rechtmäßigkeit von Millionenzahlungen wird auf Beschluss des Landgerichts Düsseldorf gegen Geldauflagen eingestellt. Die Kammer folgte damit am Mittwoch Anträgen der Verteidigung. Der Deutsche-Bank-Chef und die anderen fünf Beschuldigten gelten nun weiter als unbescholten. Das Gericht betonte aber, dass die Bedeutung des Revisionsurteils vom Bundesgerichtshof nicht in Frage stehe. Der BGH sieht den Straftatbestand der Untreue als gegeben an. Die 10. Große Wirtschaftsstrafkammer ordnete wie von der Staatsanwaltschaft beantragt Zahlungen von zusammen 5,6 Mio EUR an. Auf Ackermann entfällt mit 3,2 Mio EUR der größte Anteil. Richter Stefan Drees sagte, diese Auflagen seien gemäß Strafprozessordnung geeignet, "das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu beseitigen" und stünden der Schwere der Schuld nicht entgegen. Alle Angeklagten seien durch den langen Prozess an sich und die große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit einer "überdurchschnittlichen Belastung ausgesetzt" gewesen. Zwar blieben Fragen offen, doch seien diese in absehbarer Zeit nicht rechtskäftig zu klären gewesen, erläuterte Drees. Dies wäre aber auch nicht unbedingt nötig gewesen, weil es sich um Punkte handele, die nicht von allgemeiner Bedeutung seien. Dazu zähle die Frage, ob die Angeklagten vorsätzlich handelten und ihnen dies hätte nachgewiesen werden können. Bedeutsame und über den Prozess hinausweisende Rechtfragen seien hingegen vom Bundesgerichtshof beantwortet worden. Dieser hatte Ende 2005 die Freisprüche aus einem ersten Verfahren aufgehoben und den Fall nach Düsseldorf zurückverwiesen. Dort war das Verfahren vor fünf Wochen wiederaufgenommen worden. Vorigen Freitag beantragte die Verteidigung überraschend die Einstellung, und die Staatsanwaltschaft stimmte umgehend zu. Oberstaatsanwalt Peter Lichtenberg sagte Dow Jones Newswires, erste Gespräche in dieser Richtung seien "ab der zweiten November-Woche" geführt worden. Lichtenberg betonte ebenso wie Drees, dass es sich nicht um einen "Handel mit der Gerechtigkeit" handele. Die Kammer teile nicht die Einschätzung, die Angeklagten würden sich freikaufen", unterstrich der Richter. Er wies darauf hin, dass 2003 vor deutschen Gerichten 126.000 Verfahren gegen Auflagen eingestellt worden seien. Ackermanns Anwalt Eberhard Kempf sprach von einem "vernünftigen Abschluss eines schwierigen Verfahrens". Er sehe seine Seite nicht als Sieger. Am Ende habe die "Vernunft der Beteiligten gesiegt". Sein Kollege Klaus Volk sagte, die Strafjustiz tue sich "sehr schwer, mit komplexen wirtschaftlichen Sachverhalten umzugehen". Bezogen auf den BGH habe er manchmal den Eindruck, dass man dort in einer "Parallelwelt" lebe. Das oberste deutsche Gericht sah in den Prämien und Abfindungen von insgesamt 57 Mio EUR, die Anfang 2000 im Zuge der Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone geflossen waren, eine Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht. Ackermann, der damals dem Aufsichtsrat angehörte, und die übrigen drei angeklagten Kontrolleure hätten nach Gutsherrenart über fremdes Vermögen entschieden, ohne dass ein Nutzen für Mannesmann vorgelegen habe. Allein 16 Mio EUR Prämien waren an den damaligen Konzernvorstandsvorsitzenden Klaus Esser gegangen, der jetzt 1,5 Mio als Auflage zahlen muss. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank begrüßte die Einstellung des Verfahrens. Das Gremium erklärte, es sehe sich in der Einschätzung bestätigt, dass der Vorstandsvorsitzende Ackermann bei der Wahrnehmung seines Mannesmann-Aufsichtsratsmandates "jederzeit korrekt und sachgemäß" gehandelt habe. Er werde nun "mit voller Kraft" den Kurs der Bank weiterführen. Webseiten: http://www.deutsche-bank.de, http://www.lg-duesseldorf.nrw.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/rio

29.11.2006 - 12:42:08 Bundestags-Ausschuss stimmt umstrittenem ... (zwei) VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner kritisierte, der Gesetzentwurf führe auf dem gesamten Markt zu enormer Rechtsunsicherheit. "Absolut unklar bleibt, unter welchen Voraussetzungen künftig reguliert werden soll", sagte er. Das gesetzgeberische Ziel, verläßliche Rahmenbedingungen für neue Infrastrukturinvestitionen zu schaffen, werde klar verfehlt. Darüber hinaus lasse der Gesetzentwurf nicht nur jede wettbewerbsorientierte ordnungspolitische Linie vermissen, sondern weise nun nach Abschluss aller Beratungen und Expertenrunden auch noch gravierende Mängel auf. So könne schon ein einziges Kriteriums ausreichen, um einen Regulierungsverzicht zu Gunsten der Deutschen Telekom auszulösen. Damit fehle der Bundesnetzagentur der Spielraum, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. Gerichtliche Auseinandersetzungen seien programmiert, erklärte Grützner. Auf die Bundesrepublik kämen bei Einleitung eines Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof millionenschwere Strafzahlungen und zusätzlich Schadenersatzforderungen der betroffenen Unternehmen zu, die insgesamt in die Milliarden gehen könnten. Die Telekom drängt seit über einem Jahr auf einen zeitweise Freistellung von der Regulierung für den Ausbau ihres Glasfasernetzes. Sie macht das neben dem Vermarktungserfolg der darauf angebotenen Produkte zur Bedingung dafür, weitere 2,5 Mrd EUR in diese Infrastruktur zu investieren. Mit dem Regulierungsverzicht will der Bonner Konzern erreichen, das Netz nicht zu vorgeschriebenen Bedingungen für Wettbewerber öffnen zu müssen. Webseite: http://www.telekom3.de, http://www.vatm.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/hab -0-

29.11.2006 - 12:31:05 Fraport: Flughafenausbau wird mit Ticona-Deal 390 Mio EUR teurer FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG, Frankfurt, rechnet als Folge der Einigung mit Ticona/Celanese im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen mit zusätzlichen Kosten von 390 Mio EUR für die Erweiterung des Flughafens Frankfurt. Das geht aus einer auf der Webseite des Flughafenbetreibers veröffentlichten Präsentation zur Einigung mit Ticona hervor. "Die Kosten für die Erweiterung werden entsprechend höher liegen", bestätigte ein Fraport-Sprecher Dow Jones Newswires. Bislang ging das Unternehmen für die Erweiterung des Flughafen Frankfurts von Kosten von 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd EUR aus. Vor der in der vergangenen Nacht erzielten Einigung hatte Fraport die Kosten des Ausbaus im Zusammenhang mit Ticona bereits mit 200 Mio EUR veranschlagt, heißt es in der Präsentation. Die Annahmen basierten auf einer Best-Case-Annahme und schlossen auch Behinderungen des Flugverkehrs, Planungs- und Vermessungsarbeiten sowie weitere operative Kosten für Verzögerungen ein. Fraport hatte am Mittwochmorgen erklärt, jetzt insgesamt 650 Mio EUR an Ticona zu zahlen. Fraport erwirbt im Zuge der Vereinbarung ein wiederverkaufbares Grundstück direkt am Mönchhof-Gelände, das mit 60 Mio EUR bewertet ist. Die Gesamtkosten von 650 Mio EUR abzüglich der ohnehin geplanten Kosten von 200 Mio EUR und dem Immobilienwert von 60 Mio EUR ergeben 390 Mio EUR Nettomehrkosten, wie aus der Studie hervorgeht. Demgegenüber stehen aus Sicht von Fraport aber ein vorzeitiger Ausbau der Start- und Landekapazitäten in Frankfurt und entprechend höhere Erlöse zu einem früheren Zeitpunkt, betonte der Fraport-Sprecher. Nähere Angaben dazu machte er jedoch nicht. Die vollen Kosten von 650 Mio EUR sollen in der Fraport-Bilanz aktiviert werden, das Grundstück dabei mit 60 Mio EUR als Immmobilienbesitz und der Rest als Baukosten. Wann diese Kosten verbucht werden sollen, geht aus der Präsentation nicht hervor. Auch der Fraport-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Webseite: http://www.fraport.de -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/abe/rio

29.11.2006 - 12:31:03 Fraport: Flughafenausbau wird mit Ticona-Deal 390 Mio EUR teurer FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG, Frankfurt, rechnet als Folge der Einigung mit Ticona/Celanese im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen mit zusätzlichen Kosten von 390 Mio EUR für die Erweiterung des Flughafens Frankfurt. Das geht aus einer auf der Webseite des Flughafenbetreibers veröffentlichten Präsentation zur Einigung mit Ticona hervor. "Die Kosten für die Erweiterung werden entsprechend höher liegen", bestätigte ein Fraport-Sprecher Dow Jones Newswires. Bislang ging das Unternehmen für die Erweiterung des Flughafen Frankfurts von Kosten von 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd EUR aus. Vor der in der vergangenen Nacht erzielten Einigung hatte Fraport die Kosten des Ausbaus im Zusammenhang mit Ticona bereits mit 200 Mio EUR veranschlagt, heißt es in der Präsentation. Die Annahmen basierten auf einer Best-Case-Annahme und schlossen auch Behinderungen des Flugverkehrs, Planungs- und Vermessungsarbeiten sowie weitere operative Kosten für Verzögerungen ein. Fraport hatte am Mittwochmorgen erklärt, jetzt insgesamt 650 Mio EUR an Ticona zu zahlen. Fraport erwirbt im Zuge der Vereinbarung ein wiederverkaufbares Grundstück direkt am Mönchhof-Gelände, das mit 60 Mio EUR bewertet ist. Die Gesamtkosten von 650 Mio EUR abzüglich der ohnehin geplanten Kosten von 200 Mio EUR und dem Immobilienwert von 60 Mio EUR ergeben 390 Mio EUR Nettomehrkosten, wie aus der Studie hervorgeht. Demgegenüber stehen aus Sicht von Fraport aber ein vorzeitiger Ausbau der Start- und Landekapazitäten in Frankfurt und entprechend höhere Erlöse zu einem früheren Zeitpunkt, betonte der Fraport-Sprecher. Nähere Angaben dazu machte er jedoch nicht. Die vollen Kosten von 650 Mio EUR sollen in der Fraport-Bilanz aktiviert werden, das Grundstück dabei mit 60 Mio EUR als Immmobilienbesitz und der Rest als Baukosten. Wann diese Kosten verbucht werden sollen, geht aus der Präsentation nicht hervor. Auch der Fraport-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Webseite: http://www.fraport.de -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/abe/rio

29.11.2006 - 12:29:31 Bundestags-Ausschuss stimmt umstrittenem Telekom-Gesetz zu DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Verabschiedung des umstrittenen neuen Telekommunikationsgesetzes und damit eine EU-Klage gegen Deutschland werden immer wahrscheinlicher. Der wichtige Wirtschaftsauschuss des Bundestages stimmte am Mittwoch der entsprechenden Vorlage zu, wie Dow Jones Newswires vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) erfuhr, der zentralen Organisation der Telekom-Konkurrenten. Diese hatten den Ausschuss aufgerufen, noch wichtige Veränderungen in ihrem Sinne vorzunehmen. Dies sei nicht geschehen. Am Donnerstag wollte der Bundestag insgesamt abschließend über den Entwurf entscheiden, der als Schützenhilfe für die Deutsche Telekom AG bei der geforderten Regulierungsfreistellung für ihr neues VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt. Für den 15. Dezember ist die abschließende Beratung im Bundesrat vorgesehen. Die Europäische Kommission sieht in der Vorlage einen Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Sie hat mehrfach bekräftigt, gegen die Bundesrepublik Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren zu eröffnen, falls das Vorhaben so Gesetz wird. DJG/stm/hab -0-

29.11.2006 - 12:26:34 EZB/Stark: Euro-Kurs ist einer von vielen ... (zwei) Statt auf den Wechselkurs sollten sich Beobachter stärker auf mittel- bis langfristige Entwicklungen konzentrieren, sagte Stark. Am Freitag vergangener Woche hatte der Euro erstmals seit längerer Zeit die psychologisch wichtige Marke von 1,31 USD überschritten, am Mittwochmittag notiert er bei 1,3160 USD, nachdem er am Dienstag zwischenzeitlich auf über 1,32 USD angezogen hatte. Das EZB-Direktoriumsmitglied sagte, im Euroraum gebe es weiterhin beträchtliche Liquidität, was bei der Beurteilung von Inflationsrisiken sehr ernst genommen werden müsse. Die derzeit im Euroraum zu beobachtende Wirtschaftserholung sei stärker als frühere Aufschwungphasen. DJG/DJN/hab -0-

29.11.2006 - 12:13:48 Gericht rechtfertigt Höhe der Ackermann-Zahlung DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das Landgericht Düsseldorf hat die Höhe der Summe gerechtfertigt, die Josef Ackermann für die Einstellung des Mannesmann-Prozesses zahlen soll. Gemessen an den "außerordentlich guten Einkommensverhältnissen" des Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden könne die auferlegte Zahlung von 3,2 Mio EUR als gering erscheinen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Drees am Mittwoch. Laut Strafgesetzbuch hätten gegen ihn jedoch höchstens 720 Tagessätze zu je 5.000 EUR verhängt werden dürfen, also zusammen 3,6 Mio EUR. "Die Begrenzung des einzelnen Tagessatzes auf maximal 5.000 EUR mag angesichts der heute erzielten Spitzenverdienste unverständlich erscheinen, sie ist aber geltendes Recht", sagte Drees. Ackermann hatte während des Prozesses gesagt, dass sich sein jährliches Bruttoeinkommen auf 15 Mio bis 20 Mio EUR beläuft. Drees fügte hinzu, bei der Bemessung der Zahlungen für die sechs Angeklagten seien neben ihren unterschiedlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen auch die Verschiedenheit der Zahl und Schwere der ihnen zur Last gelegten Delikte und die unterschiedlichen Beteiligungsformen berücksichtigt worden. Dabei sei sich die Kammer bewusst, dass die Auflagen nicht so hoch seien wie die Beträge, die einzelne Beschuldigte bei der Mannesmann-Übernahme erhalten hätten, sagte der Richter. So hatte der damalige Vorstandsvorsitzende Klaus Esser, der wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt war, allein 16 Mio EUR an Prämien erhalten, kommt aber jetzt mit einer Geldauflage von 1,5 Mio EUR weg. Die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung sei auf der anderen Seite keine Vorschrift, die Reiche begünstige, sagte der Richter. Wenn man die entsprechende Regelung der Strafprozessordnung allgemein als ein "Freikaufen" ansehe, so sei zu berücksichtigen, dass auf dieser Grundlage etwa im Jahre 2003 in Deutschland rund 126.000 Verfahren eingestellt worden seien. "Es bedarf keiner näheren Darlegung, dass die in diesen Fällen Angeklagten ganz überwiegend nicht über besonders hohe Einkünfte oder Vermögen verfügten", sagte Drees. Webseiten: http://www.deutsche-bank.de, http://www.lg-duesseldorf.nrw.de http://www.bundesgerichtshof.de -Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213, TMT.de@dowjones.com DJG/stm/brb

29.11.2006 - 11:59:11 EU genehmigt Macquarie Übernahme von RWE-Tochter Thames Water BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Macquarie Bank Ltd darf nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission die Thames Water Holding plc von der RWE AG übernehmen. Die EU-Kommission genehmigte die Transaktion im vereinfachten Verfahren, d.h. die Übernahme wird automatisch innerhalb eines Monats frei gegeben, wenn keine dritte Partei Einspruch erhebt. Der Essener Versorger hatte Mitte Oktober mitgeteilt, seine britische Wassertochter für 4,8 Mrd GBP plus Schulden an ein Konsortium um die australische Bank Macquarie zu verkaufen. DJG/DJN/brb/rio

29.11.2006 - 11:54:31 EZB/Stark: Euro-Kurs ist einer von vielen geldpolit Faktoren FRANKFURT (Dow Jones)--Das Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hat jüngsten Forderungen aus dem politischen Raum nach einer stärkeren Berücksichtigung des Euro-Außenwerts in der Geldpolitik indirekt eine Absage erteilt. Der Euro-Wechselkurs sei nur einer von vielen Faktoren, die die Geldpolitik beeinflussten, sagte Stark am Mittwoch bei einer Konferenz. Die Analyse der EZB sei breit angelegt und der Wechselkurs sei nur ein Teil davon, sagte er. DJG/DJN/hab/sgs -0-

29.11.2006 - 11:49:27 Linde bestätigt Auftrag für Ethylencracker aus Abu Dhabi FRANKFURT (Dow Jones)--Die Linde AG hat bestätigt, einen Auftrag für die schlüsselfertige Errichtung eines der weltgrößten Ethylencracker auf Ethanbasis erhalten zu haben. Auftraggeber ist der Kunststoffhersteller Borouge, ein ein Joint Venture der Abu Dhabi National Oil Co und Borealis. Borouge hatte die Auftragsvergabe schon am Vortag mitgeteilt. Wie Linde am Mittwoch weiter mitteilte, ist der Vertrag für den Borouge-2-Cracker einer der größten Aufträge in der Geschichte des Linde-Anlagenbaus. Der Gesamtauftragswert betrage rund 1,3 Mrd USD. Das Projekt soll Anfang Dezember starten und eine Laufzeit von 41 Monaten haben. Webseite: http://www.linde.com DJG/brb/rio

29.11.2006 - 11:47:13 ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung Gericht stimmt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens zu Der Mannesmann-Prozess um den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank Josef Ackermann wird eingestellt. Das Landgericht Düsseldorf stimmte erwartungsgemäß dem entsprechenden Antrag der Verteidigung zu. Damit ist eines der spektakulärsten deutschen Wirtschaftsverfahren zu Ende, das mit Vorlauf fast sieben Jahre dauerte. Deutsche-Bank-AR begrüßt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG hat die Einstellung des Mannesmann-Verfahrens begrüßt. Durch die Einstellung sehe sich der Aufsichtsrat in seiner Sicht bestätigt, dass der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann bei der Wahrnehmung seines Mannesmann-Aufsichtsratsmandates "jederzeit korrekt und sachgemäß" gehandelt habe, teilte das Aufsichtsgremium der Frankfurter Bank mit. Zuvor hatte das Gericht das Verfahren gegen Geldauflagen eingestellt. Volkswagen investiert 410 Mio EUR in neues Werk in Indien Die Volkswagen AG investiert 410 Mio EUR in ein neues Werk mit einer Produktionskapazität von jährlich 110.000 Fahrzeugen in der westindischen Stadt Pune. Die Produktion in dem neuen Werk soll 2009 starten, teilte der Wolfsburger Automobilkonzern mit. Früher am Berichtstag wurde den Angaben zufolge eine entsprechende Vereinbarung mit der Regierung des indischen Bundesstaats Maharashtra über den Bau des neuen Werks. Porsche dementiert Vorbereitung von VW-Übernahmegebot mit Investor Die Porsche AG widerspricht Spekulationen am Finanzmarkt, der Sportwagenhersteller plane zusammen mit einem Finanzinvestor ein Übernahmeangebot für die Volkswagen AG. "Da gibt es ein klares Dementi", sagte ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns. "Da ist nichts dran". MTU will auch 2007 überdurchschnittlich stark wachsen Die MTU Aero Engines AG hat ihren Ausblick auf das laufende Jahr bekräftigt und für 2007 zusätzlichen Investitionsbedarf angekündigt. MTU will auch weiterhin schneller als der Markt wachsen. Darüber hinaus will der Triebswerkshersteller mittelfristig Teile der Produktion wegen des Kostenvorteils in ein europäisches Niedriglohnland verlagern. Leighton-Tochter baut Entsalzungsanlage in Australien John Holland, eine Tochter der australischen Hochtief-Beteiligung Leighton, hat einen Auftrag zum Bau einer Entsalzungsanlage im australischen Bundesstaat Queensland erhalten. Der Anteil von John Holland an diesem Projekt im Volumen von insgesamt 1,2 Mrd AUD belaufe sich auf 700 Mio AUD, teilte die Leighton Holdings Ltd mit. Nord/LB und Bremer Landesbank nähern sich an - FTD Die Nord/LB und die Bremer Landesbank (BLB) sondieren, wie sie ihre Geschäftsmodelle künftig besser aufeinander abstimmen können. "Die Zusammenarbeit kann sich auf jeden Fall noch verbessern", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bremer Landesbank, Stephan-Andreas Kaulvers, der "Financial Times Deutschland" (FTD). So könnten beide Häuser bei Risikocontrolling und Personalpolitik näher zusammenrücken. Beko Holding mit Übernahmeangebot für deutsche Triplan Die Beko Holding AG hat den Aktionären der deutschen Triplan AG ein Übernahmeangebot unterbreitet. Dies teilte das östereichische Technologieunternehmen mit. Die Grundlage für das Angebot sei der gewichtete durchschnittliche inländische Börsenkurs der vergangenen drei Monate, "jedenfalls aber mindestens gegen Zahlung von 2,20 EUR je Stückaktie" in bar. Corus: Haben bislang noch keine Offerte von CSN erhalten Die Corus Group plc hat bisher noch kein formales Angebot der Companhia Siderugica Nacional des Brazil (CSN) erhalten. Dem brasilianischen Konzern sei aber die Due Dilligence ermöglicht worden, teilte der britisch-niederländische Stahlproduzent mit Sitz in London bei Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2006 mit. Corus steigert im Q3 Nettoergebnis auf 141 (50) Mio GBP Die Corus Group hat im dritten Quartal 2006 wegen eines positiven Marktumfeldes und Erträgen aus dem Restrukturierungsprogramm ihr Nettoergebnis auf 141 (50) Mio GBP gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich dabei auf 2,489 (2,126) Mrd GBP, teilte der britisch-niederländische Stahlproduzent mit Sitz in London mit. Sacyr erhöht Beteiligung an Repsol auf mehr als 18,1% Der spanische Baukonzern Sacyr-Vallehermoso SA hat seine Beteiligung an der Repsol YPF SA auf mehr als 18,1% erhöht. Entsprechend einer Mitteilung an die spanischen Aufsichtsbehörden besitzt Sacyr 13,1% direkt an dem Energiekonzern. Hinzu kämen die über das Tochterunternehmen der Citigroup Inc, Citigroup Global Markets Ltd, gehaltene Optionen für einen Anteil von knapp 5% an Repsol. Pfizer streicht 2.200 Stellen im US-Vertrieb Die Pfizer Inc ordnet im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung den Vertrieb in den USA neu und baut dort voraussichtlich rund 2.200 Stellen ab. Die Restrukturierung des Vertriebs soll bis Ende des Jahres umgesetzt werden und schließt einen weiteren Stellenabbau nicht aus, wie der US-Pharmakonzern mitteilte. DJG/kla/brb

29.11.2006 - 11:30:12 EU empfiehlt Defizitverfahren gegen Frankreich einzustellen BRÜSSEL (Dow Jones)--Das Defizitverfahren gegen Frankreich soll endgültig beendet werden. Frankreich habe sein Defizit in einer "dauerhaften Weise" korrigiert und bei der Verschuldung gebe es einen Abwärtstrend, heißt es in der am Mittwoch von der Europäischen Kommission verabschiedeten Empfehlung an die EU-Finanzminister. Diese werden voraussichtlich bei ihrem ersten Treffen unter deutscher Ratspräsidentschaft am 31. Januar das Verfahren dann formell abschließen. Im vergangenen Jahr hat die Regierung in Paris nach Angaben von Eurostat ihr Defizit auf 2,9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und damit unter den Referenzwert von 3% gebracht. Für das laufende Jahr gehen die Kommission und die französische Regierung von einem Defizit von 2,7% des BIP aus, für die beiden Folgejahre von 2,6% und "etwa" 2%. Die Verschuldung wird für das zweite Quartal des laufenden Jahres mit 65,4% angegeben und soll 2008 auf rund 63% fallen. Im vergangenen Jahr hatte sie bei 66,6% gelegen. DJG/ang/sgs -0-

29.11.2006 - 11:27:11 EZB: Marginaler Zuteilungssatz 91-Tage-Refi-Tender 3,58% FRANKFURT (Dow Jones)--Im Rahmen des 91-tägigen Refinanzierungsgeschäfts der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich am Mittwoch ein akzeptierter marginaler Zuteilungssatz von 3,58% ergeben. Wie die EZB weiter mitteilte, stellte sich bei dem nach amerikanischem Verfahren zugeteilten Zinstender der gewogene Durchschnittssatz auf ebenfalls 3,58%. Repartiert wurde zu 81,0452%. Der angestrebte Zuteilungsbetrag von 40,0 Mrd EUR sei erreicht worden, so die EZB weiter. Die Bietungsspanne wurde mit 3,50% bis 3,64% angegeben. Insgesamt hatten 168 Institute Gebote über 72,782 Mrd EUR abgegeben. Die Valutierung für den Langfrist-Tender ist für den 30. November vorgesehen, Verfalltag ist der 1. März 2007. DJG/hab -0-

29.11.2006 - 11:25:10 Porsche dementiert Vorbereitung von VW-Übernahmegebot mit Investor FRANKFURT (Dow Jones)--Die Porsche AG widerspricht Spekulationen am Finanzmarkt, der Sportwagenhersteller plane zusammen mit einem Finanzinvestor ein Übernahmeangebot für die Volkswagen AG. "Da gibt es ein klares Dementi", sagte ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns am Mittwoch: "Da ist nichts dran". Im Markt waren am Morgen Gerüchte umgegangen, Porsche wolle mit Private-Equity-Investoren 105 EUR je Porsche-Aktie bieten. Trotz des Dementis zeigt sich die Volkswagen-Aktie mit erheblichem Kursgewinn. Gegen 11.17 Uhr Uhr notierte der Titel mit einem Aufschlag von 3,5% bei 84,71 EUR. Die Gerüchte basieren möglicherweise auf einer Studie von Dresdner Kleinwort Equity Research. Dort heißt es, Porsche strebe volle Kontrolle entweder bei Volkswagen oder Audi an. Einem Pressebericht vom Mittwoch über eine angeblich geplante Herauslösung der Marke Audi aus dem VW-Konzern hat Porsche bereits widersprochen. Porsche ist mit 27,4% größter VW-Aktionär. Die Porsche-Aktie gewinnt am Mittwochvormittag 2,3% auf 874 EUR. Webseite: http://www.porsche.com/germany/ DJG/rio/brb

29.11.2006 - 11:23:56 Volkswagen investiert 410 Mio EUR in neues Werk in Indien (zwei) VW kündigte an, die Produktion in Indien ab Mitte kommenden Jahres zunächst im Skoda-Werk im Bundesstaat Maharashtra aufzunehmen. Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch erklärte, dass dies ein Weg sei, wie VW lokal produzierte Fahrzeuge umgehend auf den indischen Markt bringen könne. Volkswagen will in Indien zunächst den Passat fertigen und auch den Touareg und den Phaeton als Importfahrzeuge zum Kauf anbieten. In naher Zukunft will der Wolfsburger Automobilhersteller laut Pötsch ein Fahrzeug entwickeln, das speziell an die Bedürfnisse des indischen Marktes angepasst ist. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de DJG/DJN/brb/rio

29.11.2006 - 10:33:10 Volkswagen investiert 410 Mio EUR in neues Werk in Indien NEW DELHI (Dow Jones)--Die Volkswagen AG investiert 410 Mio EUR in ein neues Werk mit einer Produktionskapazität von jährlich 110.000 Fahrzeugen in der westindischen Stadt Pune. Die Produktion in dem neuen Werk soll 2009 starten, teilte der Wolfsburger Automobilkonzern am Mittwoch mit. Früher am Berichtstag wurde den Angaben zufolge eine entsprechende Vereinbarung mit der Regierung des indischen Bundesstaats Maharashtra über den Bau des neuen Werks. Am Montag hatte die Deutsche Botschaft in Indien in ihrer Einladung zu der Vertragsunterzeichnung bereits geschrieben, dass Volkswagen rund 530 Mio USD in ihr neues Werk in Indien investieren wird. Webseite: http://www.volkswagen-ag.de DJG/DJN/abe/brb

29.11.2006 - 10:23:58 UPDATE: MEAG verkauft Immobilienpaket für mehr als 1 Mrd EUR (NEU: Details der Transaktion, Statements Geschäftsführer) MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Vermögensverwalter MEAG der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG hat ein Paket von Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland im Wert von insgesamt mehr als 1 Mrd EUR veräußert. Käufer sind zum einen die von Goldman Sachs verwalteten Whitehall 2005 Funds, die ein nahezu ausschließlich aus Gewerbeimmobilien zusammengesetztes Portfolio erwarben, wie die Munich Ergo Asset Management GmbH (MEAG) am Mittwoch mitteilte. Ein Paket, das fast ausschließlich aus Wohnimmobilien besteht, geht an die Patrizia Immobilien AG, Augsburg. Nach Angaben des MDAX-Unternehmens handelt es sich um 6.805 Einheiten. Die MEAG machte zur Größe bzw zum Wert der beiden Pakete auch auf Nachfrage von Dow Jones Newswires keine Angaben und verwies auf das vereinbarte Stillschweigen. Mit der Veräußerung habe die MEAG einen weiteren Schritt zur Verbesserung des Immobilien-Portfolios der Münchener-Rück-Gruppe nach Struktur und regionaler Zusammensetzung getan. "Ziel des aktiven Portfoliomanagements ist es, die internationale Streuung voranzubringen und so einen in hohem Maße vorhersehbaren und planbaren Ergebnisbeitrag aus Immobilien für die Münchener-Rück-Gruppe zu erwirtschaften", erklärte MEAG-Geschäftsführer Knut Riesmeier. Zukäufe tätigt die Gruppe schwerpunktmäßig bei Gewerbeimmobilien in Bestlagen in europäischen Metropolen. Auch der Kauf einzelner Immobilien in Asien und den USA werde erwogen. Webseiten: http://www.meag.com http://www.patrizia.ag -Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4031, rolf.neumann@dowjones.com DJG/rne/kla/rio

29.11.2006 - 10:19:15 Gericht stimmt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens zu (zwei) Richter Stefan Drees ordnete an, dass Ackermann wie von der Staatsanwaltschaft beantragt 3,2 Mio EUR als Geldauflage bezahlen muss. Auch die Vorschläge der Anklagevertretung hinsichtlich der übrigen Angeklagten wurden vom Gericht übernommen. Drees betonte, durch das Revisionsurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) im Dezember 2005 seien bedeutsame und über das vorliegende Strafverfahren hinaus relevante Rechtsfragen beantwortet worden. Die Bedeutung dieses Urteils werde durch die Entscheidung der Kammer in keiner Weise in Frage gestellt. Ungeachtet der "richtungsweisenden Entscheidung" des BGH seien zwar Fragen zum Fall Mannesmann offen geblieben, diese seien jedoch innerhalb eines "überschaubaren Zeitraums" nicht rechtskräftig zu klären gewesen. Eine solche Klärung wäre aber im Interesse der Öffentlichkeit nicht unbedingt nötig gewesen, weil es um Punkte gegangen sei, die nicht von allgemeiner Bedeutung seien. DJG/DJN/stm/kla/brb

29.11.2006 - 10:12:49 Deutsche-Bank-AR begrüßt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens FRANKFURT (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG hat die Einstellung des Mannesmann-Verfahrens begrüßt. Durch die Einstellung sehe sich der Aufsichtsrat in seiner Sicht bestätigt, dass der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann bei der Wahrnehmung seines Mannesmann-Aufsichtsratsmandates "jederzeit korrekt und sachgemäß" gehandelt habe, teilte das Aufsichtsgremium der Frankfurter Bank am Mittwoch mit. Zuvor hatte das Gericht das Verfahren gegen Geldauflagen eingestellt. Aus Sicht des Aufsichtsrats entlastet Ackermann durch seine Bereitschaft zur Einstellung die Deutsche Bank von einem möglicherweise langwierigen Verfahren. Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Börsig machte deutlich, dass Ackermann nun "mit voller Kraft" den Kurs der Bank weiterführen werde. Webseite: http://www.deutsche-bank.de DJG/ces/brb -0-

29.11.2006 - 10:00:52 MTU will auch 2007 überdurchschnittlich stark wachsen MÜNCHEN (Dow Jones)--Die MTU Aero Engines AG, München, hat ihren Ausblick auf das laufende Jahr bekräftigt und für 2007 zusätzlichen Investitionsbedarf angekündigt. MTU will auch weiterhin schneller als der Markt wachsen. Darüber hinaus will der Triebswerkshersteller mittelfristig Teile der Produktion wegen des Kostenvorteils in ein europäisches Niedriglohnland verlagern. "2006 war ein gutes Jahr", sagte Vorstandsvorsitzender Udo Stark am Dienstagabend in München. Daher rechne er weiterhin mit einem operativen Gewinn von 310 Mio EUR, der sich in einem Ergebnis je Aktie von 2,10 bis 2,15 EUR niederschlagen werde. Mittelfristig will der Triebwerkshersteller unverändert schneller als der Markt wachsen. So werde MTU im Instandhaltungsgeschäft 2007 um einen "leicht zweistelligen Prozentsatz" zulegen und damit voraussichtlich doppelt so schnell wachsen wie der Markt, führte der Vorstandsvorsitzende aus. Im zivilen OEM- und Ersatzteilgeschäft sei im kommenden Jahr ein prozentual "hohes einstelliges" Wachstum zu erwarten, während der Markt weltweit um 5% bis 6% zulegen werde. Der Militärumsatz werde sich 2007 stabil zeigen; das Geschäft mit Industriegasturbinen werde MTU ausweiten. Mittel- und auch langfristig werde der Markt für Triebwerke von drei Faktoren begünstigt, erklärte Stark: Neue Triebwerke seien bis zu 10% sparsamer als die Vorgänger, was für die Fluglinien einen starken Anreiz zu deren Anschaffung darstelle. Zudem seien sie teilweise 10 dB leiser, somit also nur noch halb so laut, was angesichts des zunehmenden Flugverkehrs ebenso an Bedeutung gewinne wie der niedrigere Schadstoffausstoß. "2007 sind kräftige Investitionen zur Sicherung des Wachstums vorgesehen", sagte Stark. So verhandele MTU derzeit über eine Aufstockung des eigenen Programmanteils an dem Triebwerk F414, das von einem Konsortium um General Electric für Militärjets gebaut wird. Hier seien in einigen Monaten Resultate zu erwarten, kündigte Stark an. Im Falle der Aufstockung sei 2007 bereits zusätzlicher Umsatz hieraus zu erwarten. Allerdings werde die höhere Programmbeteiligung zu einem zusätzlichen Investitionsbetrag führen. Angesichts der M&