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Mittwoch, 29-Nov-2006
29.11.2006 - 19:10:56
ThyssenKrupp-Vorstand Eichler verlängert Vertrag - Handelsblatt
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG wird am
Donnerstag einem Zeitungsbericht zufolge den Vertrag von Konzernvorstand Edwin
Eichler um weitere fünf Jahre verlängern. Anteilseigner und
Arbeitnehmervertreter hätten vorab ihre Zustimmung signalisiert, berichtet das
"Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats.
Ein Konzern-Sprecher habe dazu nicht Stellung nehmen wollen.
Eichler verantwortet die Dienstleistungssparte des Ruhrkonzerns und hat
seit 2002 die Profitabilität des Bereichs deutlich gesteigert. Er zählt zu den
Kandidaten, denen intern die größten Chancen eingeräumt werden, Anfang 2009
Nachfolger von Konzernvorsitzenden Ekkehard Schulz zu werden.
Webseite: http://www.handelsblatt.com
DJG/jhe/cbr
29.11.2006 - 19:05:14
Telekom/Obermann will Akhavan als Technikvorstand - SZ
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Vorstand der Deutschen Telekom AG wird einem
Pressebericht zufolge um ein Ressort erweitert. Für den neu geschaffenen Posten
des Technikchefs (CTO) sei Hamid Akhavan vorgesehen, der die gleiche Funktion
bei T-Mobile ausgeübt hat, dem früherem Wirkungsbereich des neuen
Telekom-Vorsitzenden Rene Obermann, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ -
Donnerstagausgabe) berichtet. Die Zeitung beruft sich dabei auf
Aufsichtsratskreise, nachdem der Präsidialausschuss des Telekom-Aufsichtsrats
am Mittwoch getagt hatte.
Ebenfalls neu an der Spitze der Telekom sei das Vorstandsressort des Chief
Operating Officer (COO), das Robert P. Dotson einnehmen soll, der USA-Leiter
von T-Mobile. Abgelöst werde Walter Raizner, der erst vor zwei Jahren zur
Telekom gestoßen war. Die von ihm geleitete Festnetzsparte T-Com soll genauso
wie T-Online und T-Mobile auf das neue Ressort Privatkunden aufgeteilt werden,
berichtet die Zeitung. Raizner werde der massive Kundenverlust angekreidet
sowie das bisherige Scheitern der angekündigten Medienrevolution durch das
Internet-Fernsehen.
Im Bereich Geschäftskunden, für den weiterhin Lothar Pauly verantwortlich
sei, würden Teile von T-Systems verkauft, zum Beispiel die Beteiligung am
Lkw-Mautsystem Toll Collect oder die Aktivitäten bei einer elektronischen
Gesundheitskarte, heißt es in dem Bericht. Über die anstehenden Personalfragen
werde endgültig in der Aufsichtsratssitzung am kommenden Dienstag entschieden.
Für Unmut sorge in der Telekom die vorgesehene Neubesetzung des
Personalvorstands. Heinz Klinkhammer solle den Platz frei machen für die seit
langem in Telekom-Diensten stehende Personalexpertin Regine Büttner. Im
Aufsichtsrat könne es in der Frage des Personalvorstands zu einem Patt kommen,
berichtet die SZ. Während die Arbeitnehmerseite für Büttner votieren würde,
seien die Vertreter der Anteilseigner dem Vernehmen nach gegen diese
Personalentscheidung.
Die Telekom wollte sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern.
Webseite: http://www.sueddeutsche.de
DJG/jhe/cbr
29.11.2006 - 18:54:00
EUREX/Renten-Futures fallen im späten Handel deutlich zurück
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Renten-Futures sind am Mittwochabend deutlich
zurückgefallen. Der Dezember-Kontrakt des Bund-Futures verliert gegen 18.45 Uhr
23 Ticks leichter bei 118,19%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,47% und das
Tagestief bei 118,17%. Umgesetzt wurden bisher rund 1,2 Mio Kontrakte. Der
Bobl-Future verliert 17 Ticks auf 109,80%. Händler sprechen von einer Reaktion
auf die starke Erholung am Aktienmarkt. Auch die US-Konjunkturdaten hätten
Sorgen um die Wirtschaft der USA etwas gedämpft und Inflationsängste gemindert.
Die nächste Unterstützung liege nun bei 118,05%.
DJG/mif/raz
29.11.2006 - 18:41:20
Europas Börsen beenden Korrektur mit Paukenschlag
Die europäischen Börsen haben am Mittwoch sehr fest geschlossen. Händler
verwiesen auf günstige Vorlagen aus den USA und aus Asien, die zu einem
Abschluss der Korrektur der Vorwoche beigetragen hätten. Die Konjunkturdaten
aus den USA fielen insgesamt zwar uneinheitlich aus, doch vermochten die
Angaben zum US-BIP im dritten Quartal immerhin die herrschenden
Konjunktursorgen und Inflationsängste zu dämpfen. Zudem gab es wieder einige
Übernahmegerüchte, die den Kaufrausch verstärkten. Der Euro-Stoxx-50 stieg um
1,2 Prozent oder 48 auf 4.023 Punkte, der Stoxx-50 legte um 1,1 Prozent bzw 38
auf 3.630 Zählern zu.
Autowerte profitieren von VW-Spekulationen
Autowerte tendierten mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent sehr fest. VW
waren weiter gesucht und legten um 4,3 Prozent auf 85,50 EUR zu. Hier stützten
Spekulationen über eine mögliche Mehrheitsübernahme durch Porsche. Obwohl
Porsche am Vormittag dementierte, ein Übernahmeangebot zusammen mit einem
Finanzinvestor vorzubereiten, wurde die Spekulation von einer Studie weiter
genährt. Danach suche Porsche die volle Kontrolle über Volkswagen oder Audi, so
die Analysten von Dresdner Kleinwort Equity Research (DKIB). Auch MAN standen
im Zentrum von Spekulationen. Sie stiegen um 5,2 Prozent auf 70,79 EUR. Die
Aktie wurde von Spekulationen um ein mögliches Gegenangebot durch Scania
gestützt. Am Nachmittag erschien beim Onlinedienst "BreakingViews" eine
Meldung, wonach Scania die Finanzierung für ein derartiges Gebot gesichert hat.
Bauwerte gesucht
Mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent entwickelten sich die Bauwerte
ebenfalls auffallend stark. Händler sprachen von einer Reaktion auf vorherige
Verluste. Das deutsche Bauunternehmen Hochtief hat zudem einen Auftrag zum Bau
einer Wasserentsalzungsanlage in Australien erhalten. Wie Hochtief am Mittwoch
in Essen mitteilte, übernimmt eine australische Tochter den Bau, den Betrieb
und die Instandhaltung der Anlage in Tugun an der Goldküste in Queensland. Das
Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf 650 Mio EUR. Davon entfielen mehr als
415 Mio EUR auf das zur australischen Hochtief-Tochter Leighton gehörende
Bauunternehmen John Holland. Hochtief stiegen um 4,4 Prozent auf 50,89 EUR.
Saint Gobain gewannen 2 Prozent auf 59,30 EUR.
Pharmawerte durch Pfizer-Vorgaben gestützt
Pharmawerte tendierten mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent sehr fest. Die
Ankündigung von Pfizer, die Zahl der Vertriebsmitarbeiter in den USA um 20
Prozent zu senken, stützt am Berichtstag den britischen Pharmasektor. Das
dürfte den Druck auf andere Unternehmen verringern, heißt es im Handel. Pfizer
habe die höchste Zahl von Vertriebsmitarbeitern im Sektor. GlaxoSmithKline
stiegen um knapp drei Prozent auf 1.370 p, AstraZeneca um 2,6 Prozent auf 3.008
p.
DJG/mif/raz
-0-
29.11.2006 - 18:33:04
UPDATE2: Fraport nimmt Ticona-Hürde nur mit Extra-Kostenlast
(NEU: Nettomehrkosten, Aussagen von Fraport-Vorsitzendem Bender, Detail
zur Zahlung, Analysteneinschätzung)
Von Alexander Becker
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG hat mit der Verständigung auf eine
Verlegung der Ticona-Chemiefabrik eine wichtige Hürde für die Erweiterung des
Flughafens Frankfurt genommen, dafür aber die Kosten für das Projekt erheblich
in die Höhe getrieben. 390 Mio EUR teurer als ursprünglich geplant soll der
geplante Kapazitätsausbau nun werden, rechnete das Unternehmen am Mittwoch vor.
Analysten und Anleger zeigten sich angesichts der unerwartet hohen Zahlung
negativ überrascht.
Insgesamt 650 Mio EUR zahlt der Flughafenbetreiber an die Celanese-Tochter
Ticona, damit diese ihre Chemie-Fabrik am Rande des Flughafengeländes abbaut
und die Grundstücke an Fraport abgibt. Die Summe sei zwar eine "anspruchsvolle
Herausforderung" für sein Unternehmen, sagte der Vorstandsvorsitzende des
Unternehmens, Wihelm Bender. Die Zahlung sei "auf Grund interner und externer
betriebswirtschaftlicher Gutachten" aber gerechtfertigt.
Die Absichtserklärung, die der Fraport-Aufsichtsrat noch auf seiner Sitzung
am 15. Dezember billigen muss, sieht vor, dass das Chemieunternehmen sein Werk
in Kelsterbach bis Mitte 2011 schließt. Anschließend sollen binnen eines Monats
die Hindernisse für die Luftfahrt beseitigt und das gesamte Gelände bis 2015 an
Fraport übertragen werden. Die für die Landebahn benötigten Grundstücke sollen
bereits unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung an Fraport übergehen.
Die tatsächlichen Mehrkosten für diese Lösung betragen 390 Mio EUR,
erläuterte das Unternehmen später am Berichtstag. So seien 200 Mio EUR ohnehin
für die Lösung des Ticona-Problems veranschlagt worden. Zudem werde im Zuge des
Deals ein vermarktbares Grundstück im Wert von 60 Mio EUR erworben. Vor der
Einigung hatte Fraport für den Kapazitätsausbau Kosten von rund 3,0 Mrd bis 3,3
Mrd EUR veranschlagt.
Anleger reagierten angesichts Zahlung von 650 Mio EUR verunsichert. So
rutschte die Aktie im frühen Handel zunächst um mehr als 4% ins Minus. Im
Tagesverlauf erholte sie sich leicht und ging 3,6% leichter mit 54,82 EUR aus
dem Handel.
Equinet-Analyst Jochen Rothenbacher zeigte sich "extrem überrascht"
angesichts der Höhe der vereinbarten Zahlung. 650 Mio EUR seien doch "sehr
teuer", so der Analyst. Er habe eher mit Kosten für eine Lösung von rund 100
Mio EUR gerechnet. Die Zahlung sei nun eine zusätzliche Investition, die
abgeschrieben werden müsse. Das grenze den Raum für eine mögliche
Sonderdividende erheblich ein.
Fraport-Vorstandsvorsitzender Bender verwies darauf, dass zunächst nur die
Finanzierung der an Ticona zu leistenden Zahlungen auf den Ergebnissen lasten
werde. Die Gesamtsumme von 650 Mio EUR soll bis 2011 über mehrere Jahre in
verschiedenen Tranchen an Ticona gezahlt werden. Genaue Angaben zur
Ergebnisbelastung aus den Finanzierungskosten machte Bender nicht.
Die Zahlung würde komplett in der Bilanz aktiviert, jedoch erst mit
Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn ab dem Jahr 2012 mit 40 Mio EUR vor
Steuern jährlich abgeschrieben, so Bender. Analyst Rothenbacher verwies in
diesem Zusammenhang darauf, dass damit die latente Gefahr eines möglichen
außerordentlichen Abschreibungsbedarfs gegeben sein könnte.
Bender begründet die nun vereinbarte Zahlung vor allem mit den drohenden
Einnahmeausfällen aus möglichen Verzögerungen in Folge der
Ticona-Auseinandersetzung. In einer Analystenpräsentation verwies das
Unternehmen darauf, dass eine Nicht-Einigung eine Verzögerung des Landebahnbaus
von drei bis sechs Jahren nach sich hätte ziehen können. Nach der Verständigung
mit Ticona ist laut Bender nun aber das größte Hindernis für den
Flughafenausbau aus dem Weg geräumt und gleichzeitig die Planungs- und
Investitionssicherheit für die Erweiterung erhöht.
Bender sieht in der angestrebten Vereinbarung einen "Pakt der Vernunft". Im
Vordergrund stehe für Fraport der "zügige Ausbau des Frankfurter Flughafens"
und die "wirtschaftliche Sicherung einer positiven Zukunft der Region
Rhein-Main", erklärte er. Fraport hatte zuletzt wiederholt beklagt, dass
Kapazitätsengpässe das Wachstum in Frankfurt bremsen würden. Im August habe
sich das bereits negativ auf das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt
ausgewirkt. Erstmalig seit 2002 sei in einem August kein Passagierwachstum zu
verzeichnen gewesen, hatte Fraport mitgeteilt.
"Wir können die Wünsche der großen Airlines nach attraktiven Start- und
Landezeiten nicht mehr erfüllen und müssen immer öfter Anfragen ablehnen",
hatte Bender seinerzeit gesagt. Der Standort Frankfurt könne am weltweiten
Wachstum des Luftverkehrs von jährlich rund 4,5% nur eingeschränkt teilhaben.
Bis zur Kapazitätserweiterung werde sich an dieser Situation kaum etwas ändern.
Die neue Landebahn Nordwest wird nun nach Angaben des Unternehmens
bestenfalls im Juni und unter normalen Annahmen im Oktober 2011 in Betrieb
genommen werden. Abhängig von den anhängigen und noch zu erwartenden
juristischen Auseinandersetzungen werde aber auch wie ursprünglich in Aussicht
gestellt ein Start noch im Jahr 2010 nicht ausgeschlossen.
Webseite: http://www.fraport.com
-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/abe/jhe
29.11.2006 - 18:11:32
Vivacon verkauft Wohnungsportfolio für 180 Mio EUR
KÖLN (Dow Jones)--Die Vivacon AG, Köln, hat ein Wohnungsportfolio bestehend
aus 5.133 Wohneinheiten mit einer Wohn- und Nutzfläche von 305.700 qm an einen
institutionellen Investor veräußert. Das Transaktionsvolumen belaufe sich
insgesamt auf rund 180 Mio EUR, teilte das Immobilienunternehmen am Mittwoch
mit. Vivacon generiere aus der Transaktion jährliche Erbbauzinseinnahmen von
anfänglich 1,04 Mio EUR. Die Laufzeit der Erbbauzinsverträge betrage 198 Jahre.
Das verkaufte Portfolio befinde sich mehrheitlich in Norddeutschland sowie
in Nordrhein Westfahlen. Die Transaktionen sollen durch Übertragung von
Gesellschaftsanteilen an den entsprechenden Zweckgesellschaften erfolgen.
Vivacon bekräftigte ihre Jahresprognose eines Konzerngewinns von 38 Mio EUR
im laufenden Jahr.
Webseite: http://www.vivacon.de
DJG/jhe/cbr
29.11.2006 - 18:03:21
XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - DAX schließt nahe am Tageshoch
FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch
geschlossen. Der DAX stieg um 1,3% oder 82 auf 6.364 Punkte. Gehandelt wurden
Aktien für 6,3 Mrd EUR nach 7 Mrd EUR am Vortag. Händler sprachen von einem
Ende der Korrektur in der Vorwoche. "Diejenigen, die einen noch stärkeren
Rückgang erwartet hatten, sind böse überrascht worden", sagte ein
Marktteilnehmer. Vor allem die Vorgaben aus dem frühen US-Geschäft hätten dem
Markt nochmals einen Schub gegeben. Die Konjunkturdaten aus den USA fielen
insgesamt zwar uneinheitlich aus, doch vermochten die Angaben zum US-BIP im
dritten Quartal immerhin die herrschenden Konjunktursorgen und Inflationsängste
zu dämpfen.
Die VDMA-Auftragseingänge für den deutschen Maschinenbau überraschten
positiv: So stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober im Vergleich zum
Vorjahresmonat um 30% an. Die aus dem Ausland legten erneut 5% zu. Vor allem
sorgten jedoch die nicht endenden Übernahmespekulationen bei VW und MAN für
neue Impulse und massive Kursgewinne.
So sprangen VW um 4,3% auf 85,50 EUR an. Hier stützten Spekulationen über
eine mögliche Mehrheitsübernahme durch Porsche. Obwohl Porsche am Vormittag
dementierte, ein Übernahmeangebot zusammen mit einem Finanzinvestor
vorzubereiten, wurde die Spekulation von einer Studie weiter genährt. Danach
suche Porsche die volle Kontrolle über Volkswagen oder Audi, so die Analysten
von Dresdner Kleinwort Equity Research (DKIB). Aufgrund der industriellen Logik
machten beide Szenarien Sinn. "Wir glauben, Porsche hat die historische
Gelegenheit, die Kontrolle über ein Unternehmen zurückzugewinnen, das unter dem
legendären Ferdinand Porsche gegründet wurde", so die Analysten weiter.
Folgerichtig erhöhen die Analysten ihr Porsche-Ziel deutlich auf 1.045 EUR und
das für VW auf 79 EUR.
MAN stiegen um 5,2% auf 70,79 EUR. Die Aktie wurde von Spekulationen um ein
mögliches Gegenangebot durch Scania gestützt. Am Nachmittag erschien beim
Onlinedienst "BreakingViews" eine Meldung, wonach Scania die Finanzierung für
ein derartiges Gebot gesichert hat. Das Unternehmen wollte sich zu dem Bericht
nicht äußern. Daneben wirkte sich auch das Interesse Dubais positiv aus. Die
Beteiligungsgesellschaft des Scheichtums hatte sich am 11. November mit
Vertretern von MAN, Siemens, BASF und anderen getroffen, um über mögliche
Beteiligungen zu sprechen.
TUI legten 2,3% auf 16 EUR zu, nachdem erneut Gerüchte über einen baldigen
Rücktritt des Vorstands Michael Frenzel aufgekommen waren. Das Unternehmen wies
diese Spekulationen allerdings zurück. Andere Gewinner wie Deutsche Börse und
RWE profitierten von technischen Erholungen.
Im MDAX standen Fraport nach der Einigung mit Ticona über den Umzug des
flughafennahen Chemie-Werkes bei Frankfurt im Blick. Die für die Landebahn
benötigten Grundstücke sollen bereits umgehend nach Abschluss der endgültigen
Verträge an den Flughafenbetreiber übergehen. Als Gegenleistung wird Fraport
650 Mio EUR zahlen. Die Unsicherheit sei nun weg, der Ausbau könne beginnen,
hieß es mit Blick auf die Kapazitäten des Frankfurter Flughafens. Dort sei für
Fraport nun neues Wachstumspotenzial gesichert. Der Preis wird von Analysten
zwar als sehr hoch aber auch angesichts der Zwangslage von Fraport als
unumgänglich bezeichnet. Die Aktien fiel daher um 3,4% auf 54,95 EUR.
Patrizia Immobilien legten um 2,6% auf 18,80 EUR zu. Das Unternehmen hatte
den Kauf eines deutschen Portfolios von rund 6.000 Wohneinheiten bekannt
gegeben. Stada gewannen sogar 5,2% auf 41,20 EUR. Händler verwiesen auf
Übernahmespekulationen, geschürt unter anderem von den Wachstumsabsichten von
Actavis, denen allerdings Stada zu teuer sei.
EADS verteuerten sich um 0,5% auf 22,55 EUR zu. Airbus will laut Aussagen
von CEO Louis Gallois in "La Tribune" Aufträge im Wert von 1,8 Mrd EUR
auslagern, um auf diese Weise die Kosten für den Bau der A350 zu senken. Dies
sei nicht ganz überraschend, nachdem EADS bereits angekündigt habe, die Zahl
der Zulieferer deutlich zu senken, so ein Marktteilnehmer.
Hochtief stiegen um 4,4% auf 50,89 EUR. Das deutsche Bauunternehmen hat
einen Auftrag zum Bau einer Wasserentsalzungsanlage in Australien erhalten.
Wie Hochtief mitteilte, übernimmt eine australische Tochter den Bau, den
Betrieb und die Instandhaltung der Anlage in Tugun an der Goldküste in
Queensland. Das Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf 650 Millionen Euro.
Davon entfielen mehr als 415 Millionen Euro auf das zur australischen
Hochtief-Tochter Leighton gehörende Bauunternehmen John Holland.
Technische Gegenbewegungen prägten den TecDAX. Spitzenreiter mit einem Plus
von 9,5% auf 7,02 EUR waren hier Wirecard. Händler verwiesen neben dem
Kaufsignal durch das Erreichen eines neuen Jahreshochs auch auf den positiven
Eindruck, den das Unternehmen auf dem Eigenkapital-Forum in Frankfurt
hinterlassen habe. Kontron reagierten mit Kursaufschlägen auf die Meldung einer
Dividendenerhöhung reagiert. "Absoult gesehen ist die Erhöhung keine große
Sache, aber sie zeigt, dass das Unternehmen auf einem gutem Weg ist und seine
Aktionäre daran teilhaben lässt", sagte ein Händler. Die Aktie gewann 2,3% auf
10,70 EUR.
DJG/mif/raz
29.11.2006 - 17:50:47
VW-Betriebsrat wendet sich wegen VW-Gesetzes an Merkel
WOLFSBURG (Dow Jones)--Der Volkswagen-Konzernbetriebsrat hat sich in einem
Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut für den Erhalt des VW-Gesetzes
stark macht. "Wir möchten Sie bitten, gemeinsam mit Ihren Kabinettskollegen
auch weiterhin alles zu unternehmen, damit der Europäische Gerichtshof die vom
ehemaligen EU-Kommissar Bolkestein initiierte Klage zurückweist", hieß es in
dem Brief, den der Betriebsrat am Mittwoch auszugsweise veröffentlichte.
Merkel habe den Arbeitnehmervertretern als Reaktion auf das Schreiben
zugesichert, dass sich "die Bundesregierung auch weiterhin nachdrücklich dafür
einsetzt, dass das VW-Gesetz in seiner bisherigen Form Bestand hat".
Die EU-Kommission sieht im VW-Gesetz einen Verstoß gegen EU-Recht und hat
im März vergangenen Jahres Deutschland beim Europäischen Gerichtshof verklagt.
Für den 12. Dezember ist eine Verhandlung darüber angesetzt. Das VW-Gesetz
besagt im Kern, dass kein Aktionär mehr als 20% der Stimmrechte ausüben kann,
auch wenn er mehr Anteile besitzt. Das Land Niedersachsen hält 20,5% der
Stimmrechte, die Porsche AG hält 27,4% und hat sich für die Abschaffung des
Gesetztes ausgesprochen.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/jhe
29.11.2006 - 17:42:59
Scania führt keine Gespräche über Gegengebot für MAN
STOCKHOLM (Dow Jones)--Die Scania AB hat in jüngster Zeit nicht über ein
mögliches Gegengebot für die MAN AG gesprochen. In den jüngsten Wochen sei
darüber nicht diskutiert worden, sagte am Mittwoch das Scania-Boardmitglied
Peggy Bruzelius zu Dow Jones Newswires.
Zuvor hatte der Online-Kommentar-Dienstleister "BreakingViews" berichtet,
dass sich der schwedische Lkw-Hersteller die Finanzierung für ein Bargebot für
den deutschen Wettbewerber gesichert habe. MAN bietet über 10 Mrd EUR für die
Schweden, die das Gebot jedoch als zu niedrig zurückgewiesen haben. Über ein
mögliches Gegengebot von Scania für den DAX-Konzern war lange Zeit spekuliert
worden.
Bruzelius sagte, Unternehmensberater hätten "vor Monaten" die Möglichkeit
eines Gegengebotes aufgebracht. Es sei jedoch nur eine Idee unter vielen
gewesen. Es sei nur natürlich, dass alle Optionen geprüft würden. Bei MAN hieß
es zu den Aussagen, es werde kein Gegengebot erwartet.
Webseite: http://www.scania.com
DJG/DJN/jhe/cbr
29.11.2006 - 17:18:33
DEVISEN/Dollar von BIP-Daten nur kurzfristig beeindruckt
FRANKFURT (Dow Jones)--Nur kurzfristig zeigte sich der Dollar am
Mittwochnachmittag von der 2. Veröffentlichung der BIP-Daten beeindruckt. Dann
kehrte der Greenback schnell auf das Ausgangsniveau seiner Bewegung zurück und
verläuft seitdem recht unspektakulär zum Euro. Vor allem wurde im Devisenhandel
auf den PCE-Deflator geschaut, der die Inflationsängste etwas gedämpft habe.
"Damit wurden die mahnenden Worte der Fed zu Inflationsgefahren relativiert",
sagte ein Händler. Zudem stiegen die Hoffnungen, dass die Fed vielleicht doch
früher als gedacht zu Zinssenkungen übergeht. Ansonsten ist die US-Wirtschaft
im dritten Quartal mit 2,2% stärker gewachsen als angenommen. Ursache dafür
waren höhere Lagerbestände und ein geringerer Wachstumsverlust durch den
Außenhandel.
Mit der letzten Aufwärtsbewegung hatte der Euro Tuchfühlung zu dem etwa bei
1,3225 USD liegenden Hoch vom März 2005 aufgenommen, wie die Analysten der DZ
Bank feststellen. Ein erneuter Test dieser Marke sei wahrscheinlich, sagen sie
voraus, allerdings dürfte anschließend die Aufwärtsbewegung ins Stocken
geraten. Hürden machen die DZ-Bank-Experten bei 1,3265 USD - dem Hoch vom 13.
Januar 2005 - und danach bei 1,3290 USD aus. Nach unten abgesichert sei der
Euro bereits bei 1,3115 USD.
Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittags-Fixing in London bei 637,50 USD
nach einem Vormittags-Fixing bei 638,65 USD.
===
Europa Europa Europa
(17.10) (12.30) (7.40)
EUR/USD 1,3154 1,3162 1,3202
USD/JPY 116,15 116,16 115,75
EUR/JPY 152,70 152,88 152,80
EUR/GBP 0,6750 0,6752 0,6759
EUR/CHF 1,5903 1,5896 1,5882
===
DJG/thl/raz
29.11.2006 - 17:15:50
USA intervenieren in Streit um Telekom-Regulierungsferien
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die USA haben sich in den Streit zwischen Berlin
und Brüssel um eine Sonderbehandlung der Deutschen Telekom AG eingeschaltet.
Das US-Handelsministerium äußerte in einem Brief an das
Bundeswirtschaftsministerium, in den die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires
Einblick hatte, Besorgnis über die geplante Änderung des
Telekommunikationsgesetzes.
Man sei besorgt, dass eine Freistellung des neuen
Telekom-Hochgeschwindigkeitsnetzes von der Regulierung den Wettbewerb
untergrabe, schrieb der Staatssekretär für internationalen Handel, Franklin
Lavin, an Wirtschafts-Staatssekretär Bernd Pfaffenbach.
Damit bekommt die seit mehr als einem Jahr andauernde Auseinandersetzung um
das Telekom-Netz eine internationale Dimension. Bislang wird das Thema intensiv
auf europäischer Ebene diskutiert. Die Europäische Kommission hat Parlament und
Bundesregierung mehrfach eindringlich davor gewarnt, das aus ihrer Sicht
europarechtswidrige Gesetz zu verabschieden. Sie droht für diesen Fall mit
einer Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Europäischen
Gerichtshof. Für Donnerstag steht das abschließende Votum über das Gesetz im
Bundestag an, Mitte Dezember soll der Bundesrat entscheiden.
Lavin forderte Pfaffenbach auf, den Bedenken der Telekom-Konkurrenten gegen
die Vorlage Rechnung zu tragen. Diese hätten die Sorge, dass zeitweise
"Regulierungsferien" dem erklärten Ziel der Bundesregierung abträglich seien,
die Entwicklung einer Telekommunikations-Infrastruktur von Weltklasse zu
fördern. Zudem würden weitere Investitionen dadurch erschwert. "Da die USA für
freie Märkte sind und einen Deregulierungs-Ansatz verfolgen, sind wir besorgt,
dass diese Ferien, wie vorgeschlagen, den Wettbewerb und die Entwicklung eines
robusten Telekommunikationsmarktes untergraben", schrieb der US-Staatssekretär.
Lavin nahm in dem Brief Bezug auf ein Treffen mit Pfaffenbach in Berlin.
Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte, dass beide Politiker Mitte Oktober
zusammengekommen waren. Zu dem Brief selbst wolle man keinen Kommentar abgeben,
sagte eine Ministeriumssprecherin. Das US-Handelsministerium war zunächst für
eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Sprecher der Deutschen Telekom
sagte, man habe sich bisher aus der Auseinandersetzung zwischen Berlin und
Brüssel herausgehalten und kommentiere auch diesen Fall nicht.
Der Bonner Konzern errichtet derzeit ein VDSL-Glasfasernetz, auf dem er
Kombi-Produkte aus Internetsurfen sowie Telefonieren und Fernsehen über das Web
anbietet ("Triple Play"). Davon erhofft sich die Telekom, den Kunden- und
Umsatzschwund im klassischen Festnetz aufzuhalten, der sie im Sommer zu einer
Gewinnwarnung zwang und vor dessen Hintergrund der Wechsel im Vorstandsvorsitz
erfolgte. Das Unternehmen will die Gesamtinvestitionen von 3 Mrd EUR aber nur
tätigen, wenn es frei über das Netz verfügen kann.
Im Telekommunikationsgesetz soll festgeschrieben werden, dass "neue Märkte"
nur dann reguliert werden, wenn der Wettbewerb langfristig gefährdet wird.
Maßstab sollen erklärtermaßen die auf dem Netz angebotenen Produkte sein.
Kürzlich wurde die Vorlage von den Koalitionsparteien SPD und CDU/CSU noch
weiter präzisiert. Die Wettbewerber der Telekom sehen nun die Möglichkeit, dass
bereits das Netz als solches ausreicht, um eine Ausnahme von der Regulierung zu
begründen. Der Wirtschaftsausschuss des Bundestages stimmte der aktuellen
Vorlage am Mittwoch zu.
Webseiten: http://www.telekom3.de,
http://www.commerce.gov
http://www.bmwi.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/smh/jhe
29.11.2006 - 17:13:22
Steinbrück: Zinsschranke könnte wieder in Frage gestellt werden
BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat am Mittwoch
eingeräumt, dass die für die Unternehmensteuerreform geplante Zinsschranke bei
der Körperschaftsteuer koalitionsintern noch nicht unumstritten ist. "Die
politische Arbeitsgruppe ist sich durchaus bewusst, dass die Zinsschranke im
weiteren Verfahren auch noch in Frage gestellt werden könnte", sagte Steinbrück
beim "FTD-Wirtschaftsgipfel" in Berlin.
In den Details der zum 1. Januar 2008 geplanten Reform liege noch ein
"Unwägbarkeitsfaktor". Allerdings sei er sich "ziemlich sicher", dass das
Ergebnis der Koalitionsberatungen zu der Reform "hohen Ähnlichkeitsgrad" mit
den Plänen haben werde, die er und der hessische Ministerpräsident Roland Koch
in einer Arbeitsgruppe vereinbart hätten.
In seiner Rede zum Thema "Meilenstein Unternehmensteuerreform" verteidigte
Steinbrück die Grundzüge der diesbezüglichen Pläne. Diese würden dazu
beitragen, "die Steuerbasis zu verbessern", und Deutschland als
Investitionsstandort attraktiver machen. Er bekräftigte unter anderem auch den
geplanten Wegfall der degressiven Abschreibung und das Vorhaben einer
25-prozentigen Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge zum 1. Januar 2009.
Der Referentenentwurf zu der Reform werde Ende Januar oder Anfang Februar
vorgelegt, bekräftigte der Finanzminister. Die parlamentarische Beratung
erfolge dann noch vor der Sommerpause, sodass die Reform in jedem Fall zum 1.
Januar 2008 in Kraft trete.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/apo
-0-
29.11.2006 - 17:02:17
TAGESVORSCHAU/30. November 2006 - vorläufige Fassung
===
07:45 CH/Verbraucherpreise November
***08:00 DE/Destatis, Einzelhandelsumsatz Oktober
saisonbereinigt real
PROGNOSE: +1,5% gg Vm
zuvor: -2,9% gg Vm
08:00 DE/Destatis, ILO-Arbeitsmarktstatistik Oktober
08:00 CY/EU-Kommission und Regierung von Zypern, Konferenz zum
Thema: "EMU Governance and Euro Changeover:
Cyprus on the path to the adoption of the euro",
Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Gonzalez-Paramo, Nikosia (A)
***08:40 FR/Verbrauchervertrauen November
PROGNOSE: -21
zuvor: -21
***08:50 FR/Erzeugerpreise Oktober
PROGNOSE: -0,2% gg Vm/+2,3% gg Vj
zuvor: -0,6% gg Vm/+2,7% gg Vj
09:00 DE/WestLB AG, PG zum Thema: "Konjunktur und Aktien 2007", Frankfurt
***09:00 ES/HVPI November
PROGNOSE: +2,6% gg Vj
zuvor: +2,6% gg Vj
09:30 DE/BHF-BANK AG, PG zum Thema: "Internationale
Wertpapiermärkte - Portfoliostrategie 2007", Frankfurt
***09:55 DE/Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten November
Arbeitslosenzahl saisonbereinigt
PROGNOSE: -25.000 gg Vm
zuvor: -67.000 gg Vm
Arbeitslosenquote November saisonbereinigt
PROGNOSE: 10,3%
zuvor: 10,4%
***10:00 IT/Erzeugerpreise Oktober
PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+4,6% gg Vj
zuvor: -0,9% gg Vm/+5,4% gg Vj
10:00 DE/Oppenheim Research GmbH, PG zur Analyse über die
Entwicklung der Kapitalmärkte 2007, Frankfurt
***11:00 DE/Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE),
Weihnachts-PK mit Präsident Sanktjohanser, Berlin
***11:00 EU/Eurostat, BIP 3Q (2. Veröffentlichung)
Eurozone
PROGNOSE: +0,5% gg Vq/+2,6% gg Vj
1. Veröff.: +0,5% gg Vq/+2,6% gg Vj
zuvor: +0,9% gg Vq/+2,7% gg Vj
***11:00 EU/Kommission, BIP-Prognose Eurozone 4Q/1Q und 2Q
***11:00 EU/Eurostat, Verbraucherpreise Eurozone November (Vorabschätzung)
PROGNOSE: +1,9% gg Vj
zuvor: +1,6% gg Vj
***11:00 EU/Kommission, Geschäftsklimaindex Eurozone November
***11:00 EU/Kommission, Index Wirtschaftsstimmung November
Wirtschaftsstimmung Eurozone
PROGNOSE: 110,5
zuvor: 110,3
Industrievertrauen Eurozone
PROGNOSE: +5
zuvor: +5
Verbrauchervertrauen Eurozone
PROGNOSE: -7
zuvor: -8
***11:00 IT/Verbraucherpreise November (vorläufig)
PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+1,9% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+1,8% gg Vj
11:00 DE/Europaausschuss des Deutschen Bundestages, Sondersitzung
mit Kommissionspräsident Barroso, Thema u.a. Erwartungen an
die Ratspräsidentschaft Deutschlands (12:50 PK), Berlin (A)
11:00 DE/Verband der Vereine Creditreform, PK zum Thema:
"Insolvenzen, Neugründungen und Löschungen, Jahr 2006", Frankfurt
11:30 GB/Index zum GfK-Konsumklima November
PROGNOSE: -5
zuvor: -5
12:45 BE/City & Financial Conferences und International Capital
Market Association (ICMA), Konferenz zum Thema:
"The EU Commission`s New Regime for Clearing and Settlement
in Europe", Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Tumpel-Gugerell,
Brüssel (A)
***14:30 CA/BIP 3Q
***14:30 US/Persönliche Ausgaben Oktober
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: +0,1% gg Vm
Persönliche Einkommen Oktober
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm
***14:30 US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: -6.000 auf 315.000
zuvor: +12.000 auf 321.000
***16:00 US/Index Einkaufsmanager Chicago November
PROGNOSE: 54,8
zuvor: 53,5
***16:00 US/Hauspreisindex 3Q
17:15 AT/Joint Vienna Institute (JVI), Erste JVI-Annual Lecture,
Rede von OeNB-Gouverneur Liebscher, Wien (A)
19:15 US/Institute of International Bankers, Rede von Fed Governor
Bies zur Baseler Eigenkapitalrichtlinie, New York (A)
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Indus Holding AG, Ergebnis 3Q, Bergisch Gladbach
*** - DE/KWS Saat AG, Ergebnis 1Q, Einbeck
*** - DE/SiC Processing AG, Erstnotiz im Prime Standard der
Frankfurter Wertpapierbörse
*** - DE/Francotyp-Postalia Holding AG, Erstnotiz im
Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
*** - FR/Arbeitsmarktdaten Oktober
- AT/JoWooD Productions Software AG, Ergebnis 3Q, Rottenmann
- AT/SkyEurope Holding AG, Jahresergebnis, Wien
- AT/Uniqa Versicherungen AG, Ergebnis 3Q, Wien
- AT/Unternehmens Invest AG, Ergebnis 3Q, Wien
- DE/Deutscher Bundestag, 2. und 3. Lesung des Gesetzes zur
Änderung telekommunikationsrechtlicher Vorschriften, Berlin
- DE/Siemens AG, Kongress "Insurance Today and Tomorrow" -
Die Assekuranz in Bewegung (bis 1.12.), München (A)
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der GE Advanced Materials durch Apollo Management LP, Brüssel
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla
-0-
29.11.2006 - 17:00:17
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
Gericht rechtfertigt Höhe der Ackermann-Zahlung
Das Landgericht Düsseldorf hat die Höhe der Summe gerechtfertigt, die Josef
Ackermann für die Einstellung des Mannesmann-Prozesses zahlen soll. Gemessen an
den "außerordentlich guten Einkommensverhältnissen" des
Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden könne die auferlegte Zahlung von 3,2 Mio
EUR als gering erscheinen, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Drees. Laut
Strafgesetzbuch hätten gegen ihn jedoch höchstens 720 Tagessätze zu je 5. 000
EUR verhängt werden dürfen, also zusammen 3,6 Mio EUR.
RWE sieht Kürzung der Emissionsrechte durch EU als unakzeptabel
Die Kürzung der CO2-Emissionsrechte für Deutschland durch die EU-Kommission
stößt bei der RWE AG auf Kritik. Die nun genannten Ziele für eine Reduzierung
seien deutlich anspruchsvoller als bisher, und dies sei nicht akzeptabel, sagte
RWE-Sprecherin Julia Scharlemann zu Dow Jones Newswires.
Fraport: Flughafenausbau wird mit Ticona-Deal 390 Mio EUR teurer
Die Fraport AG rechnet als Folge der Einigung mit Ticona/Celanese im Vergleich
zu den ursprünglichen Planungen mit zusätzlichen Kosten von 390 Mio EUR für die
Erweiterung des Flughafens Frankfurt. Das geht aus einer auf der Webseite des
Flughafenbetreibers veröffentlichten Präsentation zur Einigung mit Ticona
hervor. "Die Kosten für die Erweiterung werden entsprechend höher liegen",
bestätigte ein Fraport-Sprecher Dow Jones Newswires. Bislang ging das
Unternehmen für die Erweiterung des Flughafen Frankfurts von Kosten von 3,0 Mrd
bis 3,3 Mrd EUR aus.
Kontron kündigt höhere Dividende für Geschäftsjahr 2006 an
Die Kontron AG hat für 2006 eine steigende Dividende angekündigt. Wie der
Hersteller von Miniaturcomputern mitteilte, will er für 2006 eine gegenüber dem
Vorjahr (0,10 EUR pro Aktie) um mindestens 30% höhere Dividende zahlen. Mit der
höheren Dividende, die der Kontron-Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen
will, solle die Shareholder-Value-orientierte Politik des Unternehmens
fortgeführt werden. Die Auszahlung soll steuerfrei sein.
EU verhängt Strafe von 519 Mio EUR für Kautschuk-Preiskartell
Die Europäische Kommission hat Geldbußen von insgesamt 519 Mio EUR gegen fünf
Unternehmensgruppen verhängt. Den Unternehmen würden Preisabsprachen und die
Aufteilung der Kunden für bestimmte Sorten von synthetischem Kautschuk zur Last
gelegt, teilte die EU mit. Die betroffenen Unternehmen gehören zu den Konzernen
Eni SpA, Bayer AG, Shell, Dow Chemical, Unipetrol und Trade-Stomil und waren an
diesem Kartell mindestens von 1996 bis 2002 beteiligt. Bayer sei jedoch von der
Geldbuße freigestellt, da es das Kartell als erstes Unternehmen aufgedeckt hat.
Kabel Deutschland bestätigt Ziel für operatives Ergebnis 06/07
Die Kabel Deutschland GmbH (KDG) hat vor Investoren ihr Ergebnisziel für das am
31. März zu Ende gehende Geschäftsjahr 2006/07 bestätigt. Das um das
Management-Optionsprogramm und nicht cash-wirksame Kosten bereinigte EBITDA
wird im laufenden Geschäftsjahr zwischen 370 Mio und 400 Mio EUR liegen, wurde
einem Sprecher zufolge den Investoren am Dienstag in einer Telefonkonferenz
mitgeteilt.
Air Berlin braucht 2008 maximal 100 Mio EUR für Flugzeugkauf
Die Air Berlin plc sieht sich nach der Bestellung von 60 Flugzeugen bei Boeing
nicht in einem finanziellen Engpass. "Wir brauchen als Anzahlungsfinanzierung
erstmals im Jahr 2008 maximal 100 Mio EUR", sagte Sprecher Peter Hauptvogel Dow
Jones Newswires auf Anfrage.
Center-Tainment hat Interesse an EuroDisney - Challenges
Der schweizerische Freizeitparkbetreiber Center-Tainment AG hat einem
Magazinbericht zufolge Interesse an EuroDisney und plant ein Übernahmeangebot.
Dies berichtet das französische Wochenmagazin "Challenges" auf seiner
Internetseite. EuroDisney ist der einzige europäische Disneyland-Park. Ein
Sprecher von EuroDisney sagte, er wisse nichts von einem Angebot der
Center-Tainment AG.
DJG/cbr
29.11.2006 - 16:45:46
Wall Street im Verlauf freundlich - Tiffany glänzt
FRANKFURT (Dow Jones)--Beflügelt von guten Wirtschaftsdaten präsentiert
sich die Wall Street am Mittwoch von seiner besten Seite. Der Dow Jones steigt
gegen 16.40 Uhr MEZ um 59 Punkte oder 0,5% auf 12.192 Punkte, der S&P 500-Index
gewinnt 0,6% oder 8 Punkte bei 1.394 Zählern. Der Nasdaq Composite legt um 0,7%
oder 16 Punkte auf 2.428 Zähler zu. Unterstützung bekommt der Aktienmarkt durch
die 2. Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes. Die Wirtschaft ist im
dritten Quartal stärker gewachsen als zunächst angenommen. Ursache dafür waren
höhere Lagerbestände und ein geringerer Wachstumsverlust durch den Außenhandel.
Der im Handel vielbeachtete PCE-Deflator hat in der Kernrate die
Inflationsängste etwas gedämpft. "Damit wurden die mahnenden Worte der Fed zu
Inflationsgefahren relativiert", sagt ein Händler. Zudem stiegen die
Hoffnungen, dass die Fed vielleicht doch früher als gedacht zu Zinssenkungen
übergeht. Die Zahl der Neubauverkäufe ist im Oktober auf Monatssicht allerdings
stärker als erwartet um 3,2% gefallen. Ökonomen hatten im Durchschnitt mit
einem Rückgang von 2,8% gerechnet.
Pfizer profitieren von Aussagen zum Umbau und legen um gut 0,3% auf 27,11
USD zu. Der Pharmakonzern ordnet im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung den
Vertrieb auf dem Heimatmarkt neu und baut voraussichtlich rund 2.200 Stellen
ab. Die Restrukturierung des Vertriebs soll bis Ende des Jahres umgesetzt
werden und schließt einen weiteren Stellenabbau nicht aus, teilte Pfizer am
Dienstagabend mit. Die zunächst geplanten Stellenstreichungen entsprechen rund
20% der Vertriebsmannschaft.
Boeing legen um 1,4% auf 89,20 USD zu, nachdem die Analysten von Prudential
das Kursziel auf 99 nach zuvor 94 USD hochgenommen hatten. Die Analysten von
J.P. Morgan haben das Rating für die Nyse-Group auf "Neutral" nach "Overweight"
heruntergenommen, die Aktie verliert 1,1% auf 100,05 USD. Tiffany verdiente im
3. Quartal einen Nettogewinn von 29,1 Mio Dollar bzw 0,21 USD je Aktie, was
deutlich oberhalb der Markterwartung von 0,16 USD liegt. Die Aktie legt
daraufhin um knapp 6% auf 38 USD zu.
DJG/thl/raz
29.11.2006 - 16:35:36
RWE sieht Kürzung der Emissionsrechte durch EU als unakzeptabel
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Kürzung der CO2-Emissionsrechte für Deutschland
durch die EU-Kommission stößt bei der RWE AG auf Kritik. Die nun genannten
Ziele für eine Reduzierung seien deutlich anspruchsvoller als bisher, und dies
sei nicht akzeptabel, sagte RWE-Sprecherin Julia Scharlemann am Mittwoch zu Dow
Jones Newswires.
Die EU-Kommission hatte zuvor die erlaubte Höchstmenge auf 453,1 Mio t ab
2008 festgelegt. Die Bundesregierung hatte in ihrem Nationalen Allokationsplan
(NAP) für den Zeitraum 2008 bis 2012 angegeben, Zertifikate für 482 Mio t
verteilen zu wollen. Am vergangenen Freitag hatte Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel angekündigt, aufgrund neuer Daten und nach Gesprächen mit der
Kommission die Obergrenze auf 465 Mio t reduzieren zu wollen. Die Kommission
war mit ihrer Entscheidung jetzt noch darunter geblieben.
RWE brauche verlässliche Rahmenbedingungen, um ihre Investitionen ab 2012
planen zu können, und dies sei nach der jüngsten Entscheidung der EU nicht
gegeben, sagte die Sprecherin weiter.
Webseite: http://www.rwe.com
-Von Maeve Curtin, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/cbr
29.11.2006 - 16:20:21
VW/Pötsch weist Personalspekulationen zurück
NEU-DELHI (Dow Jones)--Der Finanzvorstand der Volkswagen AG, Hans Dieter
Pötsch, hat einen Pressebericht als "Spekulation" zurückgewiesen, wonach der
Automobilkonzern den Vertrag mit ihm bis zum Auslaufen 2007 nicht verlängert.
Angesichts des Wechsels an der Spitze des Vorstands sei es nicht überraschend,
dass Gerüchte über verschiedene Personen in der Organisation kursieren würden,
sagte der Finanzvorstand auf einer Pressekonferenz anlässlich des Baus eines
neuen Werkes in Indien.
Der bisherige Audi-Vorsitzende Martin Winterkorn wechselt im Januar an die
Spitze des Volkswagen-Konzerns. Pötsch sagte, Winterkorn werde seine Strategie
im kommenden Jahr erklären, und es sei Unternehmenspolitik, Spekulationen nicht
zu kommentieren.
Zur Ergebnisprognose 2006 sagte Pötsch, er sei sich "absolut sicher", dass
Volkswagen 2006 wie angekündigt einen operativen Gewinn vor Sonderposten
ausweisen werde.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Santanu Choudhury, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/cbr
29.11.2006 - 15:45:08
UPDATE: Streit um Endesa-Übernahme wird immer komplexer
(NEU: Weitere Details, Hintergrundinformationen)
BRÜSSEL (Dow Jones)--Der Streit zwischen der Europäischen Kommission und
Spanien wegen der angestrebten Übernahme des spanischen Stromversorgers Endesa
SA durch die E.ON AG zieht immer größere Kreise. Die Kommission schlug am
Mittwoch ein weiteres Kapitel in dem laufenden Verfahren auf und warf der
spanischen Regierung neuerlich illegales Verhalten vor. Dabei geht es um
zusätzliche Bedingungen, die Madrid an die Übernahme geknüpft habe. In einer
vorläufigen Einschätzung erklärte die Kommission dazu, diese Auflagen "wecken
ernste Zweifel, ob sie mit EU-Recht vereinbar sind".
Spanien hat nun bis zum 13. Dezember Zeit, auf die Vorbehalte zu antworten.
Sollte die Kommission sich bestätigt sehen, könnte sie die Regierung in Madrid
zur Rücknahme der Bedingungen auffordern. Damit gibt es in dem Verfahren
inzwischen zwei Stränge, die beide zu einer Klage vor dem Europäischen
Gerichtshof (EuGH) führen können.
Würden die Richter der Auffassung Brüssels folgen, wäre Spanien gerichtlich
gezwungen, sämtliche Auflagen für die Endesa-Übernahme zurückzunehmen, schon um
ein tägliches Zwangsgeld zu vermeiden.
Beobachter in Brüssel sagten mittlerweile, die Kommission wolle an Spanien
ein Exempel statuieren. Dahinter steht, dass in der jüngeren Vergangenheit auch
Mitgliedsstaaten wie Frankreich und Italien grenzüberschreitenden Fusionen
Steine in den Weg gelegt haben, um nationale Konzerne zu schützen. Die
Kommission sieht darin einen nicht hinnehmbaren zunehmenden Protektionismus aus
rein nationalen Interessen.
Die neuen Bedingungen, die die Kommission für unzulässig hält, wurden nach
ihren Angaben am 3. November vom spanischen Industrieministerium erlassen. Sie
betreffen nach den Worten des Sprechers von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes
das Geschäftsverhalten von E.ON/Endesa in Spanien.
Demnach wird dem Düsseldorfer Energiekonzern unter anderem auferlegt,
keinerlei Aktiva zu verkaufen, die auf den Inseln des Landes angesiedelt sind.
Ferner muss E.ON den Markennamen Endesa weiterführen, und der Konzern darf nur
heimisch geförderte Kohle und Gas verwenden.
Die Kommission sieht darin einen Verstoß gegen mehrere Artikel des
EG-Vertrags, namentlich gegen den freien Kapitalverkehr und die
Niederlassungsfreiheit sowie teilweise gegen den freien Warenverkehr. Außerdem
könnte das spanische Vorgehen Fusionsbestimmungen verletzen, hieß es weiter.
Bei dem zweiten Strang geht es um 19 frühere Auflagen der spanischen
Energie-Regulierungsbehörde CNE, die auf Druck der Kommission später bis auf
zwei von der spanischen Regierung verworfen wurden. Die beiden verbleibenden
Bedingungen, die sich auf eine eventuelle Übernahme von E.ON sowie den
beizubehaltenden Investitionsplan Endesas beziehen, hatte auch E.ON akzeptiert.
Kroes dagegen will Madrid noch nicht vom Haken lassen: "Hinsichtlich der
CNE-Maßnahmen überlegen wir noch die nächsten Schritte", erklärte ihr Sprecher.
Die Kommission hat die Übernahme von Endesa durch E.ON bereits vor rund einem
halben Jahr ohne jegliche Auflagen genehmigt.
Webseite: http://www.europa.eu
-Von Dirk Müller-Thederan, Dow Jones Newswires; +32 2 741 14 93,
europa.de@dowjones.com
DJG/dmt/ang/jhe
29.11.2006 - 15:38:36
Fraport/Bender: Ticona-Zahlung wird ab 2012 abgeschrieben (zwei)
Die Summe von 650 Mio EUR für Ticona bezeichnete Bender als "anspruchsvolle
Herausforderung" für sein Unternehmen. Die Zahlung sei aber aus
betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gerechtfertigt, sagte Bender. So habe
Fraport die Optionen verglichen und sei zu dem Schluss gekommen, dass
angesichts der möglicherweise entgangenen Umsätze die Zahlung auch in dieser
Höhe der bessere Weg für das Unternehmen sei.
Das Unternehmen will Ticona im kommenden Jahr eine erste Zahlung über 20
Mio EUR leisten, sobald die Hauptversammlung und Aufsichtsrat des
Flughafenbetreibers die Einigung genehmigt haben. In den Jahren 2008 und 2009
will Fraport je 200 Mio EUR überweisen. 2010 werden 130 Mio EUR und 2011 noch
einmal 100 Mio EUR fällig.
Webseite: http://www.fraport.com
-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/abe/jhe
29.11.2006 - 15:32:37
EUREX/Renten-Futures nach US-Daten nur kurzfristig unter Druck
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Renten-Futures geraten am Mittwochnachmittag
nach Veröffentlichung der US-Daten nur kurzfristig unter Druck. Der
Dezember-Kontrakt des Bund-Futures notiert gegen 15.30 Uhr 2 Ticks leichter bei
118,42%. Das Tageshoch liegt bislang bei 118,45% und das Tagestief bei 118,24%.
Umgesetzt wurden bisher rund 576.000 Kontrakte. Der Bobl-Future verliert 5
Ticks auf 109,94%.
Zuerst wurde im Handel auf das Wirtschaftswachstum geschaut, das im 3.
Quartal mit annualisiert 2,2% kräftiger als zunächst mit +1,6% ausgefallen ist.
Dies wurde am Rentenmarkt mit Abschlägen quittiert. Nachdem der PCE-Deflator
allerdings unterhalb der Erwartung hereinkam, und damit Inflationsängste
genommen wurden, kamen Käufe an den Markt. "Damit werden die mahnenden Worte
der Fed zu Inflationsgefahren relativiert", sagte ein Händler. Zudem stiegen
die Hoffnungen, dass die Fed vielleicht doch früher als gedacht zu
Zinssenkungen übergeht.
Sollte das bisherige Hoch herausgenommen werden, hat der Dezember-Kontrakt
Platz bis in den Bereich bei 118,70%. Die Marke bei 118,30% sollte allerdings
nicht mehr unterschritten werden.
DJG/thl/raz
29.11.2006 - 15:18:31
Fraport/Bender: Ticona-Zahlung wird ab 2012 abgeschrieben
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG rechnet nach Aussage ihres
Vorstandsvorsitzenden Wilhelm Bender in Folge der Einigung mit der
Ticona/Celanese zunächst bis 2011 nur mit einer Ergebnisbelastung aus der
Finanzierung der zu leistenden Zahlungen an Ticona. Abgeschrieben werde die
Summe dann ab 2012 mit 40 Mio EUR vor Steuern jährlich, sagte Bender am
Mittwoch während einer Pressekonferenz in Wiesbaden.
Die Gesamtsumme von 650 Mio EUR werde über mehrere Jahre in verschiedenen
Tranchen gezahlt werden. Genaue Angaben zur Ergebnisbelastung aus der
Finanzierung machte Bender allerdings nicht.
Die Zahlungen würden in der Bilanz aktiviert, jedoch erst mit
Inbetriebnahme ab dem Jahr 2012 abgeschrieben. Bender gehe jedenfalls davon
aus, dass es durch die nun erzielte Einigung mit Ticona keine Änderung etwa bei
den geplanten Dividendenzahlungen geben werde.
Für 2005 hatte das Unternehmen seinen Aktionären eine Dividende von 0,90
EUR gezahlt. Der Flughafenbetreiber will seine Aktionäre am erwarteten höheren
Gewinn 2006 teilhaben lassen und erneut eine Quote von rund 50% ausschütten.
DJG/abe/jhe
29.11.2006 - 15:14:42
Steinbrück: Keine Gespräche zu Einstieg von Sistema bei Telekom
BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat am Mittwoch
Spekulationen zurückgewiesen, nach denen es Gespräche mit dem russischen
Unternehmen Sistema über einen Einstieg bei der Deutschen Telekom AG, Bonn,
gebe. "Das kann ich dementieren", sagte Steinbrück auf eine entsprechende Frage
beim "FTD-Wirtschaftsgipfel" in Berlin. "Es gibt keine laufenden Gespräche mit
diesem Unternehmen über eine Beteiligung an der Deutschen Telekom", hob der
Finanzminister hervor. Generell sei eine solche Beteiligung "im Einzelfall von
den Beteiligten unter Zweckmäßigkeitsgründen zu prüfen", sagte er.
-Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118,
andreas.kissler@dowjones.com
DJG/ank/jhe
29.11.2006 - 15:06:12
US-Wirtschaft wächst im 3. Quartal ... (zwei)
Der Lageraufbau der US-Unternehmen lieferte einen Wachstumsbeitrag von 0,16
Prozentpunkten zur Gesamtzuwachsrate von 2,2%. Zunächst hatte das Ministerium
gemeldet, dass die Entwicklung der Lagerbestände zu einem Wachstumsverlust von
0,10 Punkten geführt habe. Zugleich zeigte sich mit der Revision, dass der
Außenhandel das Wachstum nicht so stark gebremst hat wie bislang angenommen.
Während das Exportwachstum nur geringfügig auf 6,3% (vorläufig: 6,5%) nach
unten revidiert wurde, erfolgte eine deutliche Korrektur des Importzuwachses
auf 5,3% (vorläufig: 7,8%). Der Außenhandel bremste daher das Gesamtwachstum
nur um 0,21 Prozentpunkte, während zunächst ein Verlust von 0,58 Punkten
ausgewiesen wurde.
Die Nachsteuergewinne der US-Unternehmen kletterten im dritten Quartal den
weiteren Angaben zufolge um 4,6% gegenüber dem Vorquartal auf 1,167 Bill USD.
Im Zweitquartal waren die Gewinne um lediglich 0,3% gewachsen, auf
Jahresvergleich haben die Ergebnisse im dritten Quartal allerdings um 31,5%
zugelegt.
DJG/DJN/apo/ptt
-0-
29.11.2006 - 14:45:45
TABELLE/US-BIP 3Q (2. Veröffentlichung)
===
BIP real PCE-Deflator
kettengewichtet
3. Quartal** +2,2 +2,4
PROGNOSE +1,8
3. Quartal* +1,6 +2,5
2. Quartal +2,6 +4,0
1. Quartal +5,6 +2,0
2005
4. Quartal +1,8 +2,9
3. Quartal +4,2 +4,1
Persönl. langl. Verbrauchs- Dienst- private Brutto-
Konsum Güter güter leist. investitionen
3. Quartal** +2,9 +6,0 +1,1 +3,1 0,0
3. Quartal* +3,1 +0,8 +1,6 +2,8 -2,0
2. Quartal +2,6 -0,1 +1,4 +3,7 +1,0
1. Quartal +4,8 +19,8 +5,9 +1,6 +7,8
2005
4. Quartal +0,8 -12,3 +3,9 +2,0 +16,2
3. Quartal +3,9 +9,0 +3,4 +3,2 +5,2
Ex- Im- Öffentliche
porte porte Ausgaben
3. Quartal** +6,3 +5,3 +2,2
3. Quartal* +6,5 +7,8 +2,0
2. Quartal +6,2 +1,4 +0,8
1. Quartal +14,0 +9,1 +4,9
2005
4. Quartal +9,6 +13,2 -1,1
3. Quartal +3,2 +2,5 +3,4
- annualisierte Veränderungsraten in %
BIP real Umsatz real BIP nominal
absolut +/-% absolut +/-% absolut +/-%
3. Quartal** 11.451 +2,2 11.386 +2,1 13.327 +4,0
3. Quartal* 11.433 +1,6 11.376 +1,7 13.308 +3,4
2. Quartal 11.388 +2,6 11.328 +2,1 13.197 +5,9
1. Quartal 11.316 +5,6 11.269 +5,6 13.008 +9,0
2005
4. Quartal 11.164 +1,8 11.116 -0,3 12.731 +5,1
- **2. Veröffentlichung
- * 1. Veröffentlichung
- Angaben in kettengewichteten Mrd USD
in annualisierter Rate
- absolute Zahlen sind gerundet
- Quelle Daten: US-Handelsministerium
- Webseite: http://www.census.gov
Die nächsten Veröffentlichungstermine:
21.12.2006 3Q (3. Veröffentlichung)
31.01.2007 4Q (1. Veröffentlichung)
28.02.2007 4Q (2. Veröffentlichung)
29.03.2007 4Q (3. Veröffentlichung)
27.04.2007 1Q (1. Veröffentlichung)
31.05.2007 1Q (2. Veröffentlichung)
28.06.2007 1Q (3. Veröffentlichung)
27.07.2007 2Q (1. Veröffentlichung)
30.08.2007 2Q (2. Veröffentlichung)
27.09.2007 2Q (3. Veröffentlichung)
31.10.2007 3Q (1. Veröffentlichung)
29.11.2007 3Q (2. Veröffentlichung)
20.12.2007 3Q (3. Veröffentlichung)
===
DJG/DJN/apo
-0-
29.11.2006 - 14:44:22
US-Anleihen starten etwas leichter
NEW YORK (Dow Jones)--Etwas leichter tendieren die US-Anleihen am Mittwoch
zum Start des New Yorker Handels. Das revidierte US-BIP ist im 3. Quartal mit
plus 2,2% über den prognostizierten 1,8% ausgefallen. Gegen 14.40 Uhr MEZ
verlieren Titel mit einem Kupon von 4,625% 3/32 auf 100-28/32 und rentieren mit
4,51%. Der mit 4,50% verzinste Longbond gibt um 6-32 ab auf 98-11/32 und
rentiert mit 4,60%.
DJG/raz
29.11.2006 - 14:39:49
US-Wirtschaft wächst im 3. Quartal stärker als erwartet
WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker
gewachsen als zunächst angenommen. Ursache dafür waren höhere Lagerbestände und
ein geringerer Wachstumsverlust durch den Außenhandel. Wie das
Handelsministerium am Mittwoch im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtet,
erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September
um annualisiert 2,2% gegenüber dem Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte
Volkswirte hatten nur mit einer Aufwärtsrevision auf 1,8% gerechnet, nachdem
das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ein Plus von 1,6% gemeldet
hatte.
Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 2,6% gewachsen, im ersten
Quartal war ein sehr starker Zuwachs von 5,6% verzeichnet worden, der zum Teil
auf Sonderfaktoren zurückzuführen war. Der von der US-Notenbank als
Inflationsmaß favorisierte PCE-Deflator stieg im dritten Quartal um 2,4%
(vorläufig: 2,5%) nach einem Anstieg von 4,0% im Vorquartal.
Webseite: http://www.census.gov
DJG/DJN/apo/ptt
-0-
29.11.2006 - 13:40:23
Alberti folgt Schawinski als Geschäftsführer von Sat.1
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Matthias Alberti wird zum 1. Januar 2007 neuer
Geschäftsführer von Sat.1. Er folgt Roger Schawinski, der seine Tätigkeit als
Geschäftsführer von Sat.1 dann beendet, wie die in Unterföhring ansässige
ProSiebenSat.1 Media AG am Mittwoch mitteilte. Alberti ist bisher als
stellvertretender Geschäftsführer für den Bereich Unterhaltung bei Sat.1
verantwortlich. Roger Schawinski wird der ProSiebenSat.1-Gruppe als Berater
verbunden bleiben, wie die Sendergruppe weiterhin mitteilte.
Webseite: http://www.prosiebensat1.com
DJG/apr/jhe
29.11.2006 - 13:39:41
Deutschland bei Breitband langfristig abgeschlagen - Studie
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Deutschland bleibt bei Breitband-Anwendungen im
internationalen Wettbewerb einer Studie zufolge auch langfristig abgeschlagen.
Der bereits bestehende Rückstand gegenüber den USA und Asien werde bis 2015
nicht aufgeholt werden können, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten
Untersuchung "Deutschland Online 4", die von der Deutschen Telekom und dem
Burda-Verlag in Auftrag gegeben wurde. Derzeit liege die Bundesrepublik im
Innovationsranking auf Platz sieben hinter Südkorea, Japan, Singapur, den USA,
Hongkong und Schweden. Hier besteht der Erhebung zufolge Handlungsbedarf.
Gleichwohl werde der hiesige Markt für Informationstechnologie und
Telekommunikation dank des breitbandigen Internets bis 2015 um zwei Drittel auf
223 Mrd EUR wachsen, heißt es in der Studie weiter. Dann würden 7,5 Millionen
Nutzer von "Triple-Play"-Angeboten erwartet, die den Internet-Zugang mit
Telefonieren und Fernsehen über das Web vereinen. Das Internet-TV werde sich
nach Einschätzung der befragten Experten und Konsumenten in den kommenden
Jahren etablieren und 2015 auf 7,2 Millionen User kommen. Dann werde IP-TV von
der Nutzung her an das klassische Fernsehen heranreichen. Erwartet werde ein
Zusammenwachsen beider Formen.
Die meisten Verbraucher haben der Untersuchung zufolge Interesse an
Video-on-Demand, gefolgt von bestehenden Angeboten der Sender via Web und
individuell zusammenstellbaren Inhalten. Die Mehrheit wolle ein kostenloses
Internetfernsehen, doch ein Viertel der Befragten sei bereit, eine geringe
Grundgebühr zu zahlen. Stark verändert werde das Internet durch die neuen
Anwendungen des "Social Web", allen voran elektronischen Plattformen für den
Handel zwischen Endkunden. Die Interaktion der Nutzer untereinander werde
deutlich zunehmen.
Die etablierten Unternehmen des Sektor müssten sich auf neue und zumeist
branchenfremde Konkurrenten einstellen, heißt es in der Studie weiter.
Telekommunikationsunternehmen stünden in intesivem Wettbewerb mit
Internetfirmen, Medienhäusern und Kabelnetzbetreibern. TK-Gesellschaften
dürften die größten Marktanteile haben. TV-Kabelanbieter hätten die
schlechteste Ausgangsposition. Für die Untersuchung wurden 115 Experten aus dem
In- und Ausland sowie rund 6.350 Konsumenten befragt.
Webseiten: http://www.telekom3.de
http://www.burda.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/jhe
29.11.2006 - 13:25:08
UPDATE: Volkswagen investiert 410 Mio EUR in Indien
(NEU: Details, Aussagen von Finanzvorstand Pötsch und Markenvorstand Wittig
von
der Pressekonferenz)
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Zustimmung des Aufsichtsrates der
Volkswagen AG zum Bau eines neues Produktionswerkes in Indien hat der
Wolfsburger Automobilhersteller am Mittwoch ein entsprechendes
Investitionsabkommen unterzeichnet. Demnach investiert VW rund 410 Mio EUR in
den Bau des Werkes in der westindischen Stadt Pune. Die Produktion soll 2009
beginnen und die Kapazität 110.000 Fahrzeuge pro Jahr betragen.
Auf dem 230 Hektar großen Gelände soll eine Vollfertigung mit Presswerk,
Karosseriebau, Lackiererei und Montage entstehen. Parallel zum wachsenden
Angebot der Marke Volkswagen will der Konzern Anfang 2007 eine eigenständige
indische Vertriebsgesellschaft zunächst für die Marken Audi und Volkswagen
gründen. Die Volkswagen Group Sales India Private Ltd mit Sitz in Mumbai soll
den Vertrieb von lokal gefertigten und importierten Modellen übernehmen.
VW-Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch kündigte an, der Konzern werde neben
den bereits angebotenen Skoda-Modellen Mitte kommenden Jahres weitere lokal
gefertigte Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Audi auf den Markt bringen.
"Indien gehört zu den interessantesten Zukunftsmärkten der weltweiten
Automobilindustrie. Wir sind fest entschlossen, das sich bietende
Marktpotenzial ohne Zeitverlust zu erschließen", sagte er.
Ein Teil der Komponenten für den Fahrzeugbau wird den weiteren Angaben
zufolge aus Werken des VW-Konzerns nach Indien geliefert. Zudem soll ein
nennenswerter Teil des benötigten Materials von lokalen Zulieferern bezogen
werden. In dem neuen Werk in Indien werden laut VW rund 2.500 neue
Arbeitsplätze geschaffen.
Der für das neue Werk ausgewählte Standort hat sich laut VW als optimaler
Ansiedlungsort erwiesen. Schon von Mitte nächsten Jahres an würden Synergien
mit dem in der Nähe des künftigen Standortes befindlichen Werkes der
Konzerntochter Skoda erzielt. "Wir haben in den vergangenen Jahren bereits
Erfahrungen mit der Produktion in Indien und den besonderen Anforderungen
dieses Marktes machen können", sagte Volkswagen-Markenvorstand Detlef Wittig,
der auch Vorstandsvorsitzender von Skoda ist.
In dem schon bestehenden Werk in Aurangabad sollen von Mitte 2007 an neben
den Skoda-Modellen auch Fahrzeuge der Marke Volkswagen Pkw gefertigt werden.
"So können wir zeitnah lokal gefertigte Modelle auf den indischen Markt
bringen. Wir starten unter anderem mit der Fertigung des Passats und sind damit
in der Lage, ein starkes Modell zu einem attraktiven Preis anzubieten", sagte
Pötsch. Importierte Fahrzeuge wie beispielsweise die Volkswagen-Modelle Touareg
und Phaeton sollen das Angebot ergänzen.
Zur Bedeutung des indischen Marktes für VW sagte Pötsch, dass die
Wachstumsperspektiven aus Sicht von VW sehr positiv seien. VW werde in
absehbarer Zeit auch ein Fahrzeug entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse
des indischen Marktes maßgeschneidert sein wird. Dieses Modell werde preislich
sehr attraktiv sein und gleichzeitig in allen wesentlichen Eigenschaften "ein
echter Volkswagen bleiben, mit allen Vorzügen unserer Marke". "So stellen wir
sicher, dass 'Volkswagen quality built in India' ein echtes
Alleinstellungsmerkmal und Qualitätssiegel werden wird", so Pötsch.
Darüber hinaus sollen exklusive Händlernetze für Volkswagen und Audi in
Indien aufgebaut sowie das bestehende Skoda-Händlernetz weiterentwickelt
werden, sagte Wittig. "Durch die attraktive Modellpalette mit leistungsfähigen
Händlernetzen in den Nachfrageschwerpunkten des Landes schaffen wir die
Grundlagen, nicht nur unseren Absatz substanziell zu steigern, sondern auch
einen erstklassigen Service rund um die Produkte zu bieten und so die
Kundenzufriedenheit auf ein Spitzenniveau zu bringen."
Wie Pötsch während einer Pressekonferenz anlässlich der Unterzeichnung des
Abkommens in Neu Dehli weiter sagte, wird der Eintritt von VW in schnell
wachsende Märkte wie Indien und Russland dazu beitragen, dass sich der
Automobilhersteller von den gesättigten Märkten in Europa absetzen kann. Die
globalen Automobilmärkte seien weitgehend gesättigt, und in Deutschland
durchlaufe VW gegenwärtig eine schwierige Phase. Vor diesem Hintergrund sei es
um so wichtiger, eine internationale Strategie zu verfolgen und in den
wichtigsten Wachstumsmärkten wie Russland und Indien präsent zu sein, so
Pötsch.
Zudem werde der Import von Autoteilen aus Deutschland helfen, Arbeitsplätze
in Deutschland zu sichern. Das für die indische Produktion geplante Modell soll
laut Pötsch eine Fließhecklimousine auf dem bereits existierenden Polo-Modell
sein, und die Bauteile zu bis zu 80% aus indischer Produktion beziehen. Dies
werde VW eine attraktive Preisgestaltung ermöglichen. Pötsch fügte hinzu, dass
der Konzern sein Betriebsergebnis vor Sonderaufwendungen 2006 "deutlich
verbessern" werde. Details nannte er nicht.
Darüber hinaus kündigte Wittig an, dass die VW-Tochter Audi ab dem
kommenden Jahr mit der Montage in Indien beginnen wird. Dabei soll zunächst der
A6 montiert werden, gefolgt von weiteren Modellen. Audi ist seit Dezember 2004
auf dem indischen Markt vertreten und verkauft dort den importierten A4, den
A6, die A8-Limousine und das TT Coupé.
Laut Wittig wird Skoda Auto India im laufenden Jahr voraussichtlich 12.000
Fahrzeuge verkaufen - 40% mehr als im Jahr zuvor. Um die höhere Nachfrage
befriedigen zu können, soll die Produktionskapazität in Aurangabad auf 15.000
bis 20.000 Einheiten von bislang 12.000 Einheiten erhöht werden.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
DJG/DJN/brb/jhe
29.11.2006 - 13:23:26
Leighton-Tochter baut Entsalzungsanlage in Australien (zwei)
Wie Hochtief am Mittwoch ausführte, übernimmt John Holland den Bau, den
Betrieb und die Instandhaltung der Wasserentsalzungsanlage in Tugun an der
Goldküste in Queensland. Das Auftragsvolumen betrage 660 Mio EUR, der Anteil
von John Holland belaufe sich auf 415 Mio EUR. John Holland arbeitet laut
Hochtief in Kooperation mit dem Gold Coast City Council, der Regierung von
Queensland, Veolia Water und den Nachunternehmern Sinclair Knight Merz Group
und Cardno.
Das "Gold Coast Desalination Project" ermöglicht laut Hochtief die
Zubereitung von 125 Mio Litern Trinkwasser pro Tag. Damit sichere die Anlage
die zukünftige Wasserversorgung im Südosten von Queensland. Das erste
Trinkwasser soll im November 2008 aufbereitet werden.
Webseiten: http://www.hochtief.de
http://www.leighton.com.au
DJG/brb/cbr
29.11.2006 - 13:21:47
EU verhängt Strafe von 519 Mio EUR für Kautschuk-Preiskartell
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat Geldbußen von insgesamt
519 Mio EUR gegen fünf Unternehmensgruppen verhängt. Den Unternehmen würden
Preisabsprachen und die Aufteilung der Kunden für bestimmte Sorten von
synthetischem Kautschuk zur Last gelegt, teilte die EU am Mittwoch mit. Die
betroffenen Unternehmen gehören zu den Konzernen Eni SpA, Bayer AG, Shell, Dow
Chemical, Unipetrol und Trade-Stomil und waren an diesem Kartell mindestens von
1996 bis 2002 beteiligt. Bayer sei jedoch von der Geldbuße freigestellt, da es
das Kartell als erstes Unternehmen aufgedeckt hat.
Die synthetischen Kautschuke werden hauptsächlich in der Reifenherstellung
sowie für die Produktion anderer Verbrauchsgüter eingesetzt. Die insgesamt
verhängte Geldbuße ist die zweithöchste Strafe, die je in einer Kartellsache
von der Kommission festgesetzt worden ist.
Webseite: http://www.europa.eu
DJG/jhe/cbr
29.11.2006 - 13:05:21
Europas Börsen erholen sich
Die europäischen Börsen haben am Mittwoch zu einer Erholung angesetzt und
tendieren zur Mittagszeit fester. Händler verweisen auf günstige Vorlagen aus
den USA und aus Asien. Ob die Korrektur schon vorbei sei, oder es sich nur um
eine technische Gegenbewegung handele, sei allerdings aber noch offen, sagt ein
Händler. Von der saisonalen Seite her sei eine ausgedehntere Korrektur eher
ungewöhnlich. Allerdings seien Ölpreisentwicklung und Dollarschwäche nicht zu
unterschätzende Faktoren, die die Märkte noch beeindrucken könnten. Gegen 12.45
Uhr MEZ steigt der Euro-Stoxx-50 um 0,6 Prozent oder 25 auf 4.000 Punkte, der
Stoxx-50 legt um 0,6 Prozent bzw 20 auf 3.612 Zählern zu. Dabei können sich vor
allem die zuletzt stark gefallenen Rohstoffwerte wieder erholen.
Am Nachmittag stehen wieder Konjunkturdaten aus den USA im Zentrum der
Aufmerksamkeit, die tendenziell eher schwach erwartet werden. Im Tagesverlauf
erreichen den Markt die zweite Veröffentlichung des BIP in den USA und die
Neubauverkäufe im Oktober sowie die wöchentlichen Rohöllagerbestände. Am Abend
wird zudem der US-Konjunkturbericht Beige Book vorgelegt.
Pharmawerte durch Pfizer-Vorgaben gestützt
Pharmawerte tendieren mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent sehr fest. Die
Ankündigung von Pfizer, die Zahl der Vertriebsmitarbeiter in den USA um 20
Prozent zu senken, stützt am Berichtstag den britischen Pharmasektor. Das
dürfte den Druck auf andere Unternehmen verringern, heißt es im Handel. Pfizer
habe die höchste Zahl von Vertriebsmitarbeitern im Sektor. GlaxoSmithKline
steigen um 2,6 Prozent auf 1.361 p, AstraZeneca um 2 Prozent auf 2.990 p.
Autowerte profitieren von VW-Spekulationen
Autowerte entwickeln sich mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent ebenfalls
überdurchschnittlich. VW sind weiter gesucht. Händler verweisen auf Gerüchte
über eine bevorstehende Übernahme durch Porsche mit Partnern aus dem Private
Equity Bereich. Hintergrund sei möglicherweise eine Studie der DKIB mit dem
Szenario, VW werde übernommen, allerdings eher langfristig. Ähnlich habe
bereits Goldman vor etwa zwei Wochen ein hohes Kursziel von über 100 EUR
begründet. Porsche hat die Spekulationen zwar mittlerweile dementiert, trotzdem
steigen VW um 4,6 Prozent auf 85,73 EUR.
Bauwerte gesucht
Mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent entwickeln sich die Bauwerte auffallend
fest. Das deutsche Bauunternehmen Hochtief hat einen Auftrag zum Bau einer
Wasserentsalzungsanlage in Australien erhalten. Wie Hochtief am Mittwoch in
Essen mitteilte, übernimmt eine australische Tochter den Bau, den Betrieb und
die Instandhaltung der Anlage in Tugun an der Goldküste in Queensland. Das
Gesamtauftragsvolumen belaufe sich auf 650 Mio EUR. Davon entfielen mehr als
415 Mio EUR auf das zur australischen Hochtief-Tochter Leighton gehörende
Bauunternehmen John Holland. Hochtief steigen um 2,8 Prozent auf 50,15 EUR.
Nestle etwas durch Säuglingsnahrungspläne belastet
Nestle verlieren 0,6 Prozent auf 425 CHF, nachdem das Unternehmen Interesse an
der Novartis-Babynahrungssparte Gerber bekundet hat. Nach Einschätzung eines
Analysten ist eine Übernahme zwar möglich, dürfte aber auf erhebliche
kartellrechtliche Probleme stoßen. Außerdem sei nicht auszuschließen, dass es
neben Nestle noch andere Interessenten für die Novartis-Sparte gebe. Solange
Nestle kein weiteres Aktienrückkaufprogramm ankündige, dürften sich die
Spekulationen im Handel intensivieren, heißt es. Novartis steigen um 0,6
Prozent auf 70,10 CHF.
DJG/mif/mpt/raz
29.11.2006 - 13:00:57
Emirates erwartet keine weitere Verspätung beim A380
LONDON (Dow Jones)--Die Fluggesellschaft Emirates erwartet keine weiteren
Verspätungen bei der Auslieferung des Airbus-Großraumflugzeugs A380. Für
erneute Verzögerungen gebe es keinen Grund, sagte am Mittwoch der Vice-Chairman
der Airline, Maurice Flanagan.
Emirates ist mit 40 Bestellungen der größte Kunden für das Flugzeug, das
wegen Problemen bei der Verkabelung deutlich später ausgeliefert wird, als vor
Airbus ursprünglich angekündigt. Emirates hatte kürzlich Ingenieure in die
Airbus-Werke geschickt, um die Fortschritte beim A380-Programm zu prüfen.
Die Ingenieure hätten nichts entdeckt, was auf weitere Verzögerungen
hindeute, sagte Flanagan. Emirates rechne nun mit der ersten Auslieferung eines
ihrer A380 im zweiten Halbjahr 2008.
Webseite: http://www.emirates.com/de
-Von Rod Stone, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/brb
29.11.2006 - 12:43:31
UPDATE: Mannesmann-Prozess bleibt ohne juristische Folgen
(NEU: Äußerungen von Gericht, Verteidigern, Staatsanwaltschaft, Deutscher
Bank)
Von Stefan Paul Mechnig
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Fall Mannesmann bleibt nach fast sieben Jahren
ohne strafrechtliche Folgen für Josef Ackermann und die übrigen Angeklagten.
Der spektakuläre Wirtschaftsprozess um die Rechtmäßigkeit von
Millionenzahlungen wird auf Beschluss des Landgerichts Düsseldorf gegen
Geldauflagen eingestellt. Die Kammer folgte damit am Mittwoch Anträgen der
Verteidigung. Der Deutsche-Bank-Chef und die anderen fünf Beschuldigten gelten
nun weiter als unbescholten. Das Gericht betonte aber, dass die Bedeutung des
Revisionsurteils vom Bundesgerichtshof nicht in Frage stehe. Der BGH sieht den
Straftatbestand der Untreue als gegeben an.
Die 10. Große Wirtschaftsstrafkammer ordnete wie von der Staatsanwaltschaft
beantragt Zahlungen von zusammen 5,6 Mio EUR an. Auf Ackermann entfällt mit 3,2
Mio EUR der größte Anteil. Richter Stefan Drees sagte, diese Auflagen seien
gemäß Strafprozessordnung geeignet, "das öffentliche Interesse an der
Strafverfolgung zu beseitigen" und stünden der Schwere der Schuld nicht
entgegen. Alle Angeklagten seien durch den langen Prozess an sich und die große
Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit einer "überdurchschnittlichen Belastung
ausgesetzt" gewesen.
Zwar blieben Fragen offen, doch seien diese in absehbarer Zeit nicht
rechtskäftig zu klären gewesen, erläuterte Drees. Dies wäre aber auch nicht
unbedingt nötig gewesen, weil es sich um Punkte handele, die nicht von
allgemeiner Bedeutung seien. Dazu zähle die Frage, ob die Angeklagten
vorsätzlich handelten und ihnen dies hätte nachgewiesen werden können.
Bedeutsame und über den Prozess hinausweisende Rechtfragen seien hingegen vom
Bundesgerichtshof beantwortet worden. Dieser hatte Ende 2005 die Freisprüche
aus einem ersten Verfahren aufgehoben und den Fall nach Düsseldorf
zurückverwiesen.
Dort war das Verfahren vor fünf Wochen wiederaufgenommen worden. Vorigen
Freitag beantragte die Verteidigung überraschend die Einstellung, und die
Staatsanwaltschaft stimmte umgehend zu. Oberstaatsanwalt Peter Lichtenberg
sagte Dow Jones Newswires, erste Gespräche in dieser Richtung seien "ab der
zweiten November-Woche" geführt worden.
Lichtenberg betonte ebenso wie Drees, dass es sich nicht um einen "Handel
mit der Gerechtigkeit" handele. Die Kammer teile nicht die Einschätzung, die
Angeklagten würden sich freikaufen", unterstrich der Richter. Er wies darauf
hin, dass 2003 vor deutschen Gerichten 126.000 Verfahren gegen Auflagen
eingestellt worden seien.
Ackermanns Anwalt Eberhard Kempf sprach von einem "vernünftigen Abschluss
eines schwierigen Verfahrens". Er sehe seine Seite nicht als Sieger. Am Ende
habe die "Vernunft der Beteiligten gesiegt". Sein Kollege Klaus Volk sagte, die
Strafjustiz tue sich "sehr schwer, mit komplexen wirtschaftlichen Sachverhalten
umzugehen". Bezogen auf den BGH habe er manchmal den Eindruck, dass man dort in
einer "Parallelwelt" lebe.
Das oberste deutsche Gericht sah in den Prämien und Abfindungen von
insgesamt 57 Mio EUR, die Anfang 2000 im Zuge der Übernahme von Mannesmann
durch den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone geflossen waren, eine
Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht. Ackermann, der damals dem
Aufsichtsrat angehörte, und die übrigen drei angeklagten Kontrolleure hätten
nach Gutsherrenart über fremdes Vermögen entschieden, ohne dass ein Nutzen für
Mannesmann vorgelegen habe. Allein 16 Mio EUR Prämien waren an den damaligen
Konzernvorstandsvorsitzenden Klaus Esser gegangen, der jetzt 1,5 Mio als
Auflage zahlen muss.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank begrüßte die Einstellung des
Verfahrens. Das Gremium erklärte, es sehe sich in der Einschätzung bestätigt,
dass der Vorstandsvorsitzende Ackermann bei der Wahrnehmung seines
Mannesmann-Aufsichtsratsmandates "jederzeit korrekt und sachgemäß" gehandelt
habe. Er werde nun "mit voller Kraft" den Kurs der Bank weiterführen.
Webseiten: http://www.deutsche-bank.de,
http://www.lg-duesseldorf.nrw.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/rio
29.11.2006 - 12:42:08
Bundestags-Ausschuss stimmt umstrittenem ... (zwei)
VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner kritisierte, der Gesetzentwurf führe
auf dem gesamten Markt zu enormer Rechtsunsicherheit. "Absolut unklar bleibt,
unter welchen Voraussetzungen künftig reguliert werden soll", sagte er. Das
gesetzgeberische Ziel, verläßliche Rahmenbedingungen für neue
Infrastrukturinvestitionen zu schaffen, werde klar verfehlt. Darüber hinaus
lasse der Gesetzentwurf nicht nur jede wettbewerbsorientierte
ordnungspolitische Linie vermissen, sondern weise nun nach Abschluss aller
Beratungen und Expertenrunden auch noch gravierende Mängel auf.
So könne schon ein einziges Kriteriums ausreichen, um einen
Regulierungsverzicht zu Gunsten der Deutschen Telekom auszulösen. Damit fehle
der Bundesnetzagentur der Spielraum, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu
sorgen. Gerichtliche Auseinandersetzungen seien programmiert, erklärte
Grützner. Auf die Bundesrepublik kämen bei Einleitung eines Verfahrens vor dem
Europäischen Gerichtshof millionenschwere Strafzahlungen und zusätzlich
Schadenersatzforderungen der betroffenen Unternehmen zu, die insgesamt in die
Milliarden gehen könnten.
Die Telekom drängt seit über einem Jahr auf einen zeitweise Freistellung
von der Regulierung für den Ausbau ihres Glasfasernetzes. Sie macht das neben
dem Vermarktungserfolg der darauf angebotenen Produkte zur Bedingung dafür,
weitere 2,5 Mrd EUR in diese Infrastruktur zu investieren. Mit dem
Regulierungsverzicht will der Bonner Konzern erreichen, das Netz nicht zu
vorgeschriebenen Bedingungen für Wettbewerber öffnen zu müssen.
Webseite: http://www.telekom3.de,
http://www.vatm.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/hab
-0-
29.11.2006 - 12:31:05
Fraport: Flughafenausbau wird mit Ticona-Deal 390 Mio EUR teurer
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG, Frankfurt, rechnet als Folge der
Einigung mit Ticona/Celanese im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen mit
zusätzlichen Kosten von 390 Mio EUR für die Erweiterung des Flughafens
Frankfurt. Das geht aus einer auf der Webseite des Flughafenbetreibers
veröffentlichten Präsentation zur Einigung mit Ticona hervor. "Die Kosten für
die Erweiterung werden entsprechend höher liegen", bestätigte ein
Fraport-Sprecher Dow Jones Newswires. Bislang ging das Unternehmen für die
Erweiterung des Flughafen Frankfurts von Kosten von 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd EUR
aus.
Vor der in der vergangenen Nacht erzielten Einigung hatte Fraport die
Kosten des Ausbaus im Zusammenhang mit Ticona bereits mit 200 Mio EUR
veranschlagt, heißt es in der Präsentation. Die Annahmen basierten auf einer
Best-Case-Annahme und schlossen auch Behinderungen des Flugverkehrs, Planungs-
und Vermessungsarbeiten sowie weitere operative Kosten für Verzögerungen ein.
Fraport hatte am Mittwochmorgen erklärt, jetzt insgesamt 650 Mio EUR an Ticona
zu zahlen.
Fraport erwirbt im Zuge der Vereinbarung ein wiederverkaufbares Grundstück
direkt am Mönchhof-Gelände, das mit 60 Mio EUR bewertet ist. Die Gesamtkosten
von 650 Mio EUR abzüglich der ohnehin geplanten Kosten von 200 Mio EUR und dem
Immobilienwert von 60 Mio EUR ergeben 390 Mio EUR Nettomehrkosten, wie aus der
Studie hervorgeht. Demgegenüber stehen aus Sicht von Fraport aber ein
vorzeitiger Ausbau der Start- und Landekapazitäten in Frankfurt und entprechend
höhere Erlöse zu einem früheren Zeitpunkt, betonte der Fraport-Sprecher. Nähere
Angaben dazu machte er jedoch nicht.
Die vollen Kosten von 650 Mio EUR sollen in der Fraport-Bilanz aktiviert
werden, das Grundstück dabei mit 60 Mio EUR als Immmobilienbesitz und der Rest
als Baukosten. Wann diese Kosten verbucht werden sollen, geht aus der
Präsentation nicht hervor. Auch der Fraport-Sprecher wollte dazu keine
Stellungnahme abgeben.
Webseite: http://www.fraport.de
-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/abe/rio
29.11.2006 - 12:31:03
Fraport: Flughafenausbau wird mit Ticona-Deal 390 Mio EUR teurer
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG, Frankfurt, rechnet als Folge der
Einigung mit Ticona/Celanese im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen mit
zusätzlichen Kosten von 390 Mio EUR für die Erweiterung des Flughafens
Frankfurt. Das geht aus einer auf der Webseite des Flughafenbetreibers
veröffentlichten Präsentation zur Einigung mit Ticona hervor. "Die Kosten für
die Erweiterung werden entsprechend höher liegen", bestätigte ein
Fraport-Sprecher Dow Jones Newswires. Bislang ging das Unternehmen für die
Erweiterung des Flughafen Frankfurts von Kosten von 3,0 Mrd bis 3,3 Mrd EUR
aus.
Vor der in der vergangenen Nacht erzielten Einigung hatte Fraport die
Kosten des Ausbaus im Zusammenhang mit Ticona bereits mit 200 Mio EUR
veranschlagt, heißt es in der Präsentation. Die Annahmen basierten auf einer
Best-Case-Annahme und schlossen auch Behinderungen des Flugverkehrs, Planungs-
und Vermessungsarbeiten sowie weitere operative Kosten für Verzögerungen ein.
Fraport hatte am Mittwochmorgen erklärt, jetzt insgesamt 650 Mio EUR an Ticona
zu zahlen.
Fraport erwirbt im Zuge der Vereinbarung ein wiederverkaufbares Grundstück
direkt am Mönchhof-Gelände, das mit 60 Mio EUR bewertet ist. Die Gesamtkosten
von 650 Mio EUR abzüglich der ohnehin geplanten Kosten von 200 Mio EUR und dem
Immobilienwert von 60 Mio EUR ergeben 390 Mio EUR Nettomehrkosten, wie aus der
Studie hervorgeht. Demgegenüber stehen aus Sicht von Fraport aber ein
vorzeitiger Ausbau der Start- und Landekapazitäten in Frankfurt und entprechend
höhere Erlöse zu einem früheren Zeitpunkt, betonte der Fraport-Sprecher. Nähere
Angaben dazu machte er jedoch nicht.
Die vollen Kosten von 650 Mio EUR sollen in der Fraport-Bilanz aktiviert
werden, das Grundstück dabei mit 60 Mio EUR als Immmobilienbesitz und der Rest
als Baukosten. Wann diese Kosten verbucht werden sollen, geht aus der
Präsentation nicht hervor. Auch der Fraport-Sprecher wollte dazu keine
Stellungnahme abgeben.
Webseite: http://www.fraport.de
-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/abe/rio
29.11.2006 - 12:29:31
Bundestags-Ausschuss stimmt umstrittenem Telekom-Gesetz zu
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Verabschiedung des umstrittenen neuen
Telekommunikationsgesetzes und damit eine EU-Klage gegen Deutschland werden
immer wahrscheinlicher. Der wichtige Wirtschaftsauschuss des Bundestages
stimmte am Mittwoch der entsprechenden Vorlage zu, wie Dow Jones Newswires vom
Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM)
erfuhr, der zentralen Organisation der Telekom-Konkurrenten. Diese hatten den
Ausschuss aufgerufen, noch wichtige Veränderungen in ihrem Sinne vorzunehmen.
Dies sei nicht geschehen.
Am Donnerstag wollte der Bundestag insgesamt abschließend über den Entwurf
entscheiden, der als Schützenhilfe für die Deutsche Telekom AG bei der
geforderten Regulierungsfreistellung für ihr neues
VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetz gilt. Für den 15. Dezember ist die abschließende
Beratung im Bundesrat vorgesehen.
Die Europäische Kommission sieht in der Vorlage einen Verstoß gegen
europäisches Wettbewerbsrecht. Sie hat mehrfach bekräftigt, gegen die
Bundesrepublik Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren zu eröffnen, falls
das Vorhaben so Gesetz wird.
DJG/stm/hab
-0-
29.11.2006 - 12:26:34
EZB/Stark: Euro-Kurs ist einer von vielen ... (zwei)
Statt auf den Wechselkurs sollten sich Beobachter stärker auf mittel- bis
langfristige Entwicklungen konzentrieren, sagte Stark. Am Freitag vergangener
Woche hatte der Euro erstmals seit längerer Zeit die psychologisch wichtige
Marke von 1,31 USD überschritten, am Mittwochmittag notiert er bei 1,3160 USD,
nachdem er am Dienstag zwischenzeitlich auf über 1,32 USD angezogen hatte.
Das EZB-Direktoriumsmitglied sagte, im Euroraum gebe es weiterhin
beträchtliche Liquidität, was bei der Beurteilung von Inflationsrisiken sehr
ernst genommen werden müsse. Die derzeit im Euroraum zu beobachtende
Wirtschaftserholung sei stärker als frühere Aufschwungphasen.
DJG/DJN/hab
-0-
29.11.2006 - 12:13:48
Gericht rechtfertigt Höhe der Ackermann-Zahlung
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Das Landgericht Düsseldorf hat die Höhe der Summe
gerechtfertigt, die Josef Ackermann für die Einstellung des
Mannesmann-Prozesses zahlen soll. Gemessen an den "außerordentlich guten
Einkommensverhältnissen" des Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden könne die
auferlegte Zahlung von 3,2 Mio EUR als gering erscheinen, sagte der Vorsitzende
Richter Stefan Drees am Mittwoch. Laut Strafgesetzbuch hätten gegen ihn jedoch
höchstens 720 Tagessätze zu je 5.000 EUR verhängt werden dürfen, also zusammen
3,6 Mio EUR.
"Die Begrenzung des einzelnen Tagessatzes auf maximal 5.000 EUR mag
angesichts der heute erzielten Spitzenverdienste unverständlich erscheinen, sie
ist aber geltendes Recht", sagte Drees. Ackermann hatte während des Prozesses
gesagt, dass sich sein jährliches Bruttoeinkommen auf 15 Mio bis 20 Mio EUR
beläuft.
Drees fügte hinzu, bei der Bemessung der Zahlungen für die sechs
Angeklagten seien neben ihren unterschiedlichen Einkommens- und
Vermögensverhältnissen auch die Verschiedenheit der Zahl und Schwere der ihnen
zur Last gelegten Delikte und die unterschiedlichen Beteiligungsformen
berücksichtigt worden.
Dabei sei sich die Kammer bewusst, dass die Auflagen nicht so hoch seien
wie die Beträge, die einzelne Beschuldigte bei der Mannesmann-Übernahme
erhalten hätten, sagte der Richter. So hatte der damalige Vorstandsvorsitzende
Klaus Esser, der wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt war, allein 16 Mio EUR an
Prämien erhalten, kommt aber jetzt mit einer Geldauflage von 1,5 Mio EUR weg.
Die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung sei auf der anderen Seite keine
Vorschrift, die Reiche begünstige, sagte der Richter. Wenn man die
entsprechende Regelung der Strafprozessordnung allgemein als ein "Freikaufen"
ansehe, so sei zu berücksichtigen, dass auf dieser Grundlage etwa im Jahre 2003
in Deutschland rund 126.000 Verfahren eingestellt worden seien. "Es bedarf
keiner näheren Darlegung, dass die in diesen Fällen Angeklagten ganz
überwiegend nicht über besonders hohe Einkünfte oder Vermögen verfügten", sagte
Drees.
Webseiten: http://www.deutsche-bank.de,
http://www.lg-duesseldorf.nrw.de
http://www.bundesgerichtshof.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/brb
29.11.2006 - 11:59:11
EU genehmigt Macquarie Übernahme von RWE-Tochter Thames Water
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Macquarie Bank Ltd darf nach einer Entscheidung
der Europäischen Kommission die Thames Water Holding plc von der RWE AG
übernehmen. Die EU-Kommission genehmigte die Transaktion im vereinfachten
Verfahren, d.h. die Übernahme wird automatisch innerhalb eines Monats frei
gegeben, wenn keine dritte Partei Einspruch erhebt.
Der Essener Versorger hatte Mitte Oktober mitgeteilt, seine britische
Wassertochter für 4,8 Mrd GBP plus Schulden an ein Konsortium um die
australische Bank Macquarie zu verkaufen.
DJG/DJN/brb/rio
29.11.2006 - 11:54:31
EZB/Stark: Euro-Kurs ist einer von vielen geldpolit Faktoren
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Mitglied des Direktoriums der Europäischen
Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hat jüngsten Forderungen aus dem politischen
Raum nach einer stärkeren Berücksichtigung des Euro-Außenwerts in der
Geldpolitik indirekt eine Absage erteilt. Der Euro-Wechselkurs sei nur einer
von vielen Faktoren, die die Geldpolitik beeinflussten, sagte Stark am Mittwoch
bei einer Konferenz. Die Analyse der EZB sei breit angelegt und der Wechselkurs
sei nur ein Teil davon, sagte er.
DJG/DJN/hab/sgs
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29.11.2006 - 11:49:27
Linde bestätigt Auftrag für Ethylencracker aus Abu Dhabi
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Linde AG hat bestätigt, einen Auftrag für die
schlüsselfertige Errichtung eines der weltgrößten Ethylencracker auf Ethanbasis
erhalten zu haben. Auftraggeber ist der Kunststoffhersteller Borouge, ein ein
Joint Venture der Abu Dhabi National Oil Co und Borealis. Borouge hatte die
Auftragsvergabe schon am Vortag mitgeteilt.
Wie Linde am Mittwoch weiter mitteilte, ist der Vertrag für den
Borouge-2-Cracker einer der größten Aufträge in der Geschichte des
Linde-Anlagenbaus. Der Gesamtauftragswert betrage rund 1,3 Mrd USD. Das Projekt
soll Anfang Dezember starten und eine Laufzeit von 41 Monaten haben.
Webseite: http://www.linde.com
DJG/brb/rio
29.11.2006 - 11:47:13
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Gericht stimmt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens zu
Der Mannesmann-Prozess um den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank Josef
Ackermann wird eingestellt. Das Landgericht Düsseldorf stimmte erwartungsgemäß
dem entsprechenden Antrag der Verteidigung zu. Damit ist eines der
spektakulärsten deutschen Wirtschaftsverfahren zu Ende, das mit Vorlauf fast
sieben Jahre dauerte.
Deutsche-Bank-AR begrüßt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG hat die Einstellung des
Mannesmann-Verfahrens begrüßt. Durch die Einstellung sehe sich der Aufsichtsrat
in seiner Sicht bestätigt, dass der Vorstandsvorsitzende Josef Ackermann bei
der Wahrnehmung seines Mannesmann-Aufsichtsratsmandates "jederzeit korrekt und
sachgemäß" gehandelt habe, teilte das Aufsichtsgremium der Frankfurter Bank
mit. Zuvor hatte das Gericht das Verfahren gegen Geldauflagen eingestellt.
Volkswagen investiert 410 Mio EUR in neues Werk in Indien
Die Volkswagen AG investiert 410 Mio EUR in ein neues Werk mit einer
Produktionskapazität von jährlich 110.000 Fahrzeugen in der westindischen Stadt
Pune. Die Produktion in dem neuen Werk soll 2009 starten, teilte der
Wolfsburger Automobilkonzern mit. Früher am Berichtstag wurde den Angaben
zufolge eine entsprechende Vereinbarung mit der Regierung des indischen
Bundesstaats Maharashtra über den Bau des neuen Werks.
Porsche dementiert Vorbereitung von VW-Übernahmegebot mit Investor
Die Porsche AG widerspricht Spekulationen am Finanzmarkt, der
Sportwagenhersteller plane zusammen mit einem Finanzinvestor ein
Übernahmeangebot für die Volkswagen AG. "Da gibt es ein klares Dementi", sagte
ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns. "Da ist nichts dran".
MTU will auch 2007 überdurchschnittlich stark wachsen
Die MTU Aero Engines AG hat ihren Ausblick auf das laufende Jahr bekräftigt und
für 2007 zusätzlichen Investitionsbedarf angekündigt. MTU will auch weiterhin
schneller als der Markt wachsen. Darüber hinaus will der Triebswerkshersteller
mittelfristig Teile der Produktion wegen des Kostenvorteils in ein europäisches
Niedriglohnland verlagern.
Leighton-Tochter baut Entsalzungsanlage in Australien
John Holland, eine Tochter der australischen Hochtief-Beteiligung Leighton, hat
einen Auftrag zum Bau einer Entsalzungsanlage im australischen Bundesstaat
Queensland erhalten. Der Anteil von John Holland an diesem Projekt im Volumen
von insgesamt 1,2 Mrd AUD belaufe sich auf 700 Mio AUD, teilte die Leighton
Holdings Ltd mit.
Nord/LB und Bremer Landesbank nähern sich an - FTD
Die Nord/LB und die Bremer Landesbank (BLB) sondieren, wie sie ihre
Geschäftsmodelle künftig besser aufeinander abstimmen können. "Die
Zusammenarbeit kann sich auf jeden Fall noch verbessern", sagte der
Vorstandsvorsitzende der Bremer Landesbank, Stephan-Andreas Kaulvers, der
"Financial Times Deutschland" (FTD). So könnten beide Häuser bei
Risikocontrolling und Personalpolitik näher zusammenrücken.
Beko Holding mit Übernahmeangebot für deutsche Triplan
Die Beko Holding AG hat den Aktionären der deutschen Triplan AG ein
Übernahmeangebot unterbreitet. Dies teilte das östereichische
Technologieunternehmen mit. Die Grundlage für das Angebot sei der gewichtete
durchschnittliche inländische Börsenkurs der vergangenen drei Monate,
"jedenfalls aber mindestens gegen Zahlung von 2,20 EUR je Stückaktie" in bar.
Corus: Haben bislang noch keine Offerte von CSN erhalten
Die Corus Group plc hat bisher noch kein formales Angebot der Companhia
Siderugica Nacional des Brazil (CSN) erhalten. Dem brasilianischen Konzern sei
aber die Due Dilligence ermöglicht worden, teilte der britisch-niederländische
Stahlproduzent mit Sitz in London bei Veröffentlichung der Geschäftszahlen für
das dritte Quartal 2006 mit.
Corus steigert im Q3 Nettoergebnis auf 141 (50) Mio GBP
Die Corus Group hat im dritten Quartal 2006 wegen eines positiven Marktumfeldes
und Erträgen aus dem Restrukturierungsprogramm ihr Nettoergebnis auf 141 (50)
Mio GBP gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich dabei auf 2,489 (2,126) Mrd GBP,
teilte der britisch-niederländische Stahlproduzent mit Sitz in London mit.
Sacyr erhöht Beteiligung an Repsol auf mehr als 18,1%
Der spanische Baukonzern Sacyr-Vallehermoso SA hat seine Beteiligung an der
Repsol YPF SA auf mehr als 18,1% erhöht. Entsprechend einer Mitteilung an die
spanischen Aufsichtsbehörden besitzt Sacyr 13,1% direkt an dem Energiekonzern.
Hinzu kämen die über das Tochterunternehmen der Citigroup Inc, Citigroup Global
Markets Ltd, gehaltene Optionen für einen Anteil von knapp 5% an Repsol.
Pfizer streicht 2.200 Stellen im US-Vertrieb
Die Pfizer Inc ordnet im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung den Vertrieb
in den USA neu und baut dort voraussichtlich rund 2.200 Stellen ab. Die
Restrukturierung des Vertriebs soll bis Ende des Jahres umgesetzt werden und
schließt einen weiteren Stellenabbau nicht aus, wie der US-Pharmakonzern
mitteilte.
DJG/kla/brb
29.11.2006 - 11:30:12
EU empfiehlt Defizitverfahren gegen Frankreich einzustellen
BRÜSSEL (Dow Jones)--Das Defizitverfahren gegen Frankreich soll endgültig
beendet werden. Frankreich habe sein Defizit in einer "dauerhaften Weise"
korrigiert und bei der Verschuldung gebe es einen Abwärtstrend, heißt es in der
am Mittwoch von der Europäischen Kommission verabschiedeten Empfehlung an die
EU-Finanzminister. Diese werden voraussichtlich bei ihrem ersten Treffen unter
deutscher Ratspräsidentschaft am 31. Januar das Verfahren dann formell
abschließen.
Im vergangenen Jahr hat die Regierung in Paris nach Angaben von Eurostat
ihr Defizit auf 2,9% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und damit unter den
Referenzwert von 3% gebracht. Für das laufende Jahr gehen die Kommission und
die französische Regierung von einem Defizit von 2,7% des BIP aus, für die
beiden Folgejahre von 2,6% und "etwa" 2%. Die Verschuldung wird für das zweite
Quartal des laufenden Jahres mit 65,4% angegeben und soll 2008 auf rund 63%
fallen. Im vergangenen Jahr hatte sie bei 66,6% gelegen.
DJG/ang/sgs
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29.11.2006 - 11:27:11
EZB: Marginaler Zuteilungssatz 91-Tage-Refi-Tender 3,58%
FRANKFURT (Dow Jones)--Im Rahmen des 91-tägigen Refinanzierungsgeschäfts
der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich am Mittwoch ein akzeptierter
marginaler Zuteilungssatz von 3,58% ergeben. Wie die EZB weiter mitteilte,
stellte sich bei dem nach amerikanischem Verfahren zugeteilten Zinstender der
gewogene Durchschnittssatz auf ebenfalls 3,58%. Repartiert wurde zu 81,0452%.
Der angestrebte Zuteilungsbetrag von 40,0 Mrd EUR sei erreicht worden, so die
EZB weiter.
Die Bietungsspanne wurde mit 3,50% bis 3,64% angegeben. Insgesamt hatten
168 Institute Gebote über 72,782 Mrd EUR abgegeben. Die Valutierung für den
Langfrist-Tender ist für den 30. November vorgesehen, Verfalltag ist der 1.
März 2007.
DJG/hab
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29.11.2006 - 11:25:10
Porsche dementiert Vorbereitung von VW-Übernahmegebot mit Investor
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Porsche AG widerspricht Spekulationen am
Finanzmarkt, der Sportwagenhersteller plane zusammen mit einem Finanzinvestor
ein Übernahmeangebot für die Volkswagen AG. "Da gibt es ein klares Dementi",
sagte ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns am Mittwoch: "Da ist nichts dran".
Im Markt waren am Morgen Gerüchte umgegangen, Porsche wolle mit
Private-Equity-Investoren 105 EUR je Porsche-Aktie bieten. Trotz des Dementis
zeigt sich die Volkswagen-Aktie mit erheblichem Kursgewinn. Gegen 11.17 Uhr Uhr
notierte der Titel mit einem Aufschlag von 3,5% bei 84,71 EUR.
Die Gerüchte basieren möglicherweise auf einer Studie von Dresdner
Kleinwort Equity Research. Dort heißt es, Porsche strebe volle Kontrolle
entweder bei Volkswagen oder Audi an. Einem Pressebericht vom Mittwoch über
eine angeblich geplante Herauslösung der Marke Audi aus dem VW-Konzern hat
Porsche bereits widersprochen. Porsche ist mit 27,4% größter VW-Aktionär. Die
Porsche-Aktie gewinnt am Mittwochvormittag 2,3% auf 874 EUR.
Webseite: http://www.porsche.com/germany/
DJG/rio/brb
29.11.2006 - 11:23:56
Volkswagen investiert 410 Mio EUR in neues Werk in Indien (zwei)
VW kündigte an, die Produktion in Indien ab Mitte kommenden Jahres zunächst
im Skoda-Werk im Bundesstaat Maharashtra aufzunehmen. Finanzvorstand
Hans-Dieter Pötsch erklärte, dass dies ein Weg sei, wie VW lokal produzierte
Fahrzeuge umgehend auf den indischen Markt bringen könne.
Volkswagen will in Indien zunächst den Passat fertigen und auch den Touareg
und den Phaeton als Importfahrzeuge zum Kauf anbieten. In naher Zukunft will
der Wolfsburger Automobilhersteller laut Pötsch ein Fahrzeug entwickeln, das
speziell an die Bedürfnisse des indischen Marktes angepasst ist.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
DJG/DJN/brb/rio
29.11.2006 - 10:33:10
Volkswagen investiert 410 Mio EUR in neues Werk in Indien
NEW DELHI (Dow Jones)--Die Volkswagen AG investiert 410 Mio EUR in ein
neues Werk mit einer Produktionskapazität von jährlich 110.000 Fahrzeugen in
der westindischen Stadt Pune. Die Produktion in dem neuen Werk soll 2009
starten, teilte der Wolfsburger Automobilkonzern am Mittwoch mit. Früher am
Berichtstag wurde den Angaben zufolge eine entsprechende Vereinbarung mit der
Regierung des indischen Bundesstaats Maharashtra über den Bau des neuen Werks.
Am Montag hatte die Deutsche Botschaft in Indien in ihrer Einladung zu der
Vertragsunterzeichnung bereits geschrieben, dass Volkswagen rund 530 Mio USD in
ihr neues Werk in Indien investieren wird.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
DJG/DJN/abe/brb
29.11.2006 - 10:23:58
UPDATE: MEAG verkauft Immobilienpaket für mehr als 1 Mrd EUR
(NEU: Details der Transaktion, Statements Geschäftsführer)
MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Vermögensverwalter MEAG der Münchener
Rückversicherungs-Gesellschaft AG hat ein Paket von Wohn- und Gewerbeimmobilien
in Deutschland im Wert von insgesamt mehr als 1 Mrd EUR veräußert. Käufer sind
zum einen die von Goldman Sachs verwalteten Whitehall 2005 Funds, die ein
nahezu ausschließlich aus Gewerbeimmobilien zusammengesetztes Portfolio
erwarben, wie die Munich Ergo Asset Management GmbH (MEAG) am Mittwoch
mitteilte.
Ein Paket, das fast ausschließlich aus Wohnimmobilien besteht, geht an die
Patrizia Immobilien AG, Augsburg. Nach Angaben des MDAX-Unternehmens handelt es
sich um 6.805 Einheiten. Die MEAG machte zur Größe bzw zum Wert der beiden
Pakete auch auf Nachfrage von Dow Jones Newswires keine Angaben und verwies auf
das vereinbarte Stillschweigen.
Mit der Veräußerung habe die MEAG einen weiteren Schritt zur Verbesserung
des Immobilien-Portfolios der Münchener-Rück-Gruppe nach Struktur und
regionaler Zusammensetzung getan. "Ziel des aktiven Portfoliomanagements ist
es, die internationale Streuung voranzubringen und so einen in hohem Maße
vorhersehbaren und planbaren Ergebnisbeitrag aus Immobilien für die
Münchener-Rück-Gruppe zu erwirtschaften", erklärte MEAG-Geschäftsführer Knut
Riesmeier.
Zukäufe tätigt die Gruppe schwerpunktmäßig bei Gewerbeimmobilien in
Bestlagen in europäischen Metropolen. Auch der Kauf einzelner Immobilien in
Asien und den USA werde erwogen.
Webseiten: http://www.meag.com
http://www.patrizia.ag
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 - 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/kla/rio
29.11.2006 - 10:19:15
Gericht stimmt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens zu (zwei)
Richter Stefan Drees ordnete an, dass Ackermann wie von der
Staatsanwaltschaft beantragt 3,2 Mio EUR als Geldauflage bezahlen muss. Auch
die Vorschläge der Anklagevertretung hinsichtlich der übrigen Angeklagten
wurden vom Gericht übernommen. Drees betonte, durch das Revisionsurteil des
Bundesgerichtshofs (BGH) im Dezember 2005 seien bedeutsame und über das
vorliegende Strafverfahren hinaus relevante Rechtsfragen beantwortet worden.
Die Bedeutung dieses Urteils werde durch die Entscheidung der Kammer in
keiner Weise in Frage gestellt. Ungeachtet der "richtungsweisenden
Entscheidung" des BGH seien zwar Fragen zum Fall Mannesmann offen geblieben,
diese seien jedoch innerhalb eines "überschaubaren Zeitraums" nicht
rechtskräftig zu klären gewesen. Eine solche Klärung wäre aber im Interesse der
Öffentlichkeit nicht unbedingt nötig gewesen, weil es um Punkte gegangen sei,
die nicht von allgemeiner Bedeutung seien.
DJG/DJN/stm/kla/brb
29.11.2006 - 10:12:49
Deutsche-Bank-AR begrüßt Einstellung des Mannesmann-Verfahrens
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG hat die
Einstellung des Mannesmann-Verfahrens begrüßt. Durch die Einstellung sehe sich
der Aufsichtsrat in seiner Sicht bestätigt, dass der Vorstandsvorsitzende Josef
Ackermann bei der Wahrnehmung seines Mannesmann-Aufsichtsratsmandates
"jederzeit korrekt und sachgemäß" gehandelt habe, teilte das Aufsichtsgremium
der Frankfurter Bank am Mittwoch mit. Zuvor hatte das Gericht das Verfahren
gegen Geldauflagen eingestellt.
Aus Sicht des Aufsichtsrats entlastet Ackermann durch seine Bereitschaft
zur Einstellung die Deutsche Bank von einem möglicherweise langwierigen
Verfahren. Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Börsig machte deutlich, dass
Ackermann nun "mit voller Kraft" den Kurs der Bank weiterführen werde.
Webseite: http://www.deutsche-bank.de
DJG/ces/brb
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29.11.2006 - 10:00:52
MTU will auch 2007 überdurchschnittlich stark wachsen
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die MTU Aero Engines AG, München, hat ihren Ausblick
auf das laufende Jahr bekräftigt und für 2007 zusätzlichen Investitionsbedarf
angekündigt. MTU will auch weiterhin schneller als der Markt wachsen. Darüber
hinaus will der Triebswerkshersteller mittelfristig Teile der Produktion wegen
des Kostenvorteils in ein europäisches Niedriglohnland verlagern.
"2006 war ein gutes Jahr", sagte Vorstandsvorsitzender Udo Stark am
Dienstagabend in München. Daher rechne er weiterhin mit einem operativen Gewinn
von 310 Mio EUR, der sich in einem Ergebnis je Aktie von 2,10 bis 2,15 EUR
niederschlagen werde.
Mittelfristig will der Triebwerkshersteller unverändert schneller als der
Markt wachsen. So werde MTU im Instandhaltungsgeschäft 2007 um einen "leicht
zweistelligen Prozentsatz" zulegen und damit voraussichtlich doppelt so schnell
wachsen wie der Markt, führte der Vorstandsvorsitzende aus.
Im zivilen OEM- und Ersatzteilgeschäft sei im kommenden Jahr ein prozentual
"hohes einstelliges" Wachstum zu erwarten, während der Markt weltweit um 5% bis
6% zulegen werde. Der Militärumsatz werde sich 2007 stabil zeigen; das Geschäft
mit Industriegasturbinen werde MTU ausweiten.
Mittel- und auch langfristig werde der Markt für Triebwerke von drei
Faktoren begünstigt, erklärte Stark: Neue Triebwerke seien bis zu 10% sparsamer
als die Vorgänger, was für die Fluglinien einen starken Anreiz zu deren
Anschaffung darstelle. Zudem seien sie teilweise 10 dB leiser, somit also nur
noch halb so laut, was angesichts des zunehmenden Flugverkehrs ebenso an
Bedeutung gewinne wie der niedrigere Schadstoffausstoß.
"2007 sind kräftige Investitionen zur Sicherung des Wachstums vorgesehen",
sagte Stark. So verhandele MTU derzeit über eine Aufstockung des eigenen
Programmanteils an dem Triebwerk F414, das von einem Konsortium um General
Electric für Militärjets gebaut wird.
Hier seien in einigen Monaten Resultate zu erwarten, kündigte Stark an. Im
Falle der Aufstockung sei 2007 bereits zusätzlicher Umsatz hieraus zu erwarten.
Allerdings werde die höhere Programmbeteiligung zu einem zusätzlichen
Investitionsbetrag führen.
Angesichts der M& |