| |
Dienstag, 28-Nov-2006
28.11.2006 - 14:16:01
BASF verkauft weltweites Geschäft mit Insektizid Terbufos
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die BASF AG hat ihr globales Geschäft mit dem
Insektizid Terbufos an die AMVAC Chemical Corporation verkauft. Der
Ludwigshafener Konzern teilte am Dienstag mit, das Geschäft mit einem Umsatz
von etwa 20 Mio EUR im Jahr 2005 bestehe aus dem Wirkstoff Terbufos, den
Herstellungs- und Formulierungsverfahren, den Registrierungen, den Patenten,
einschließlich eines speziellen geschlossenen Anwendungsverfahrens mit dem
Namen "Lock 'n Load", sowie den Vorräten.
BASF werde Terbufos weiterhin am Standort Hannibal in Missouri herstellen.
Für eine Übergangszeit werde das Unternehmen in Brasilien, Mittelamerika und
Ecuador auch den Vertrieb von Produkten mit Terbufos weiterführen. Finanzielle
Einzelheiten wurden nicht veröffentlicht. Terbufos wurde 1974 in den Markt
eingeführt und ist der Mitteilung zufolge heute in über 20 Ländern zugelassen.
Als Bodeninsektizid und Nematizid wird es hauptsächlich in Mais-, Bananen- und
Kaffeepflanzungen angewendet.
Webseite: http://ww.basf.de
DJG/rib/cbr
28.11.2006 - 14:09:56
US-Baugenehmigungen Oktober revidiert -5,2% (-6,3%) gg Vm
WASHINGTON (Dow Jones)--Die Zahl der in den USA erteilten Baugenehmigungen
ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um revidiert 5,2% auf einen
annualisierten Jahreswert von 1,553 Mio gefallen. Das berichtete das
US-Handelsministerium am Dienstag. Ursprünglich war eine Abnahme um 6,3% auf
annualisiert 1,535 Mio gemeldet worden.
Webseite: www.commerce.gov
DJG/DJN/apo
-0-
28.11.2006 - 13:52:15
Bundesbank sieht Stabilität des Finanzsystems weiter gestärkt
(Sperrfrist bereits gebrochen)
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Stabilität des deutschen Finanzsystems hat sich
in diesem Jahr nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank weiter verbessert.
"Damit setzte sich der im Jahr 2003 begonnene Festigungsprozess fort", betont
die Bundesbank in ihrem am Dienstag veröffentlichten jährlichen
"Finanzstabilitätsbericht". Der Institution zufolge hat sich die Risikolage der
deutschen Banken weiter entspannt, zugleich habe sich ihre Risikotragfähigkeit
merklich erhöht. Auch die Versicherungsunternehmen hätten ihre Finanzkraft
stärken können.
Die Finanzintermediäre und -märkte profitierten laut Bundesbank "vor allem
von dem günstigen makroökonomischen Umfeld". Die globale Konjunktur sei in
diesem Jahr lebhaft geblieben und habe zusammen mit einer dynamischen
Investitionstätigkeit für ein kräftiges Wirtschaftswachstum bei moderatem
Preisanstieg gesorgt. Dies sei mit gestiegenen Ertragschancen für die Banken
einhergegangen. Die günstigen Finanzierungsbedingungen hätten zudem zu einer
verbesserten Kreditqualität der deutschen Unternehmen und privaten Haushalte
beigetragen. Nach Einschätzung der Bundesbank dürfte die positive
konjunkturelle Grunddynamik erhalten bleiben.
Allerdings warnt die Bundesbank auch vor makroökonomischen Risikofaktoren,
die das finanzielle Umfeld trüben könnten. Sie verweist unter anderem auf einen
neuerlichen Anstieg der Ölpreise, eine unerwartet starke Abschwächung der
US-Wirtschaft und die anhaltenden globalen Ungleichgewichte. Letztere "bergen
das Risiko einer nachlassenden Bereitschaft zu ausländischen
Finanzinvestitionen in den USA", so die Bundesbank. Sie warnt: "Ein Rückzug
internationaler Investoren könnte eine deutliche Abwertung des US-Dollar und
einen Anstieg der US-Kapitalmarktzinsen - sowie kontraktive Folgen für die
Realwirtschaft - bewirken".
Sollten zudem die optimistischen makroökonomischen Erwartungen revidiert
werden müssen, so die Bundesbank, "könnte eine allgemeine Neubewertung an den
internationalen Finanzmärkten mit größeren Verwerfungen einhergehen". Sowohl
Aktienkurse wie auch die Bewertungen von Unternehmensanleihen könnten dann
unter Druck geraten.
Dabei hat die Bundesbank auch Hedgefonds im Blick - von diesen könnten
wegen ihres hohen Gewichts in einigen Marktsegmenten "Störeinflüsse" ausgehen.
Die Bundesbank verweist darauf, dass einige bekannt gewordene Fehlspekulationen
in jüngster Zeit Schwächen im Risikomanagement der Hedgefonds aufgedeckt
hätten. Maßnahmen zur Stärkung der Marktdisziplin seien deshalb in hohem Maße
zu begrüßen. Wünschenswert ist dabei nach Auffassung der Bundesbank, "dass sich
die Hedgefondsbranche einen Code of Conduct gibt, der neben Aspekten des
Corporate Governance und des Risikomanagements auch ambitionierte
Transparenzregeln umfasst".
Mit Blick auf die deutschen Banken schreibt die Bundesbank im Weiteren,
dass sich die Risikolage im Kreditgeschäft deutlich entspannt habe. Maßgeblich
hierfür sei die spürbare Verbesserung der Kreditqualität im
Firmenkreditportfolio gewesen, "und zwar sowohl im Geschäft mit großen Adressen
als auch beim Mittelstandskredit". Darüber hinaus heißt es, dass die Banken
ihre Eigen- und Kernkapitalquoten im laufenden Jahr deutlich verbessert hätten.
Dazu habe auch ein rückläufiger Risikovorsorgeaufwand beigetragen. "Die
Risikovorsorgebestände erscheinen angesichts relativ guter Kreditqualität und
gestärkten Risikomanagements derzeit angemessen", heißt es in dem Bericht.
Dennoch sieht die Bundesbank eine Reihe von Risiken für die Stabilität des
Bankensystems. So könnte erstens die positive Entwicklung der Kreditqualität
beim Firmenkredit den Zenit gesehen haben. Zweitens gibt die Bundesbank zu
bedenken, "dass vor allem bei den großen, international tätigen Banken ein
wesentlicher Teil des verbesserten operativen Ergebnisses aus recht volatilen
Ertragsquellen stammt". Und schließlich äußert sie die Einschätzung, dass der
Zinsüberschuss "aus verschiedenen Gründen" kurz- und mittelfristig unter Druck
bleiben dürfte.
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/apo
-0-
28.11.2006 - 13:12:54
UPDATE: Karstadt strafft Versandhandel und wirft Verlust ab
(NEU: Äußerungen des Unternehmens, Analystenstimmen und Aktienkurs)
Von Archibald Preuschat
Dow Jones Newswires
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die KarstadtQuelle AG holt zum Befreiungsschlag im
bislang defizitären Versandhandel aus. Die Zweimarkenstrategie mit Quelle und
neckermann soll aufgegeben werden. Neckermann als Nummer drei im deutschen
Versandhandel, so kündigte der Handelskonzern am Dienstag an, wird entweder an
der Börse platziert oder verkauft. Die Nummer eins, Quelle, wirft derweil die
Verlustbringer ab. So soll der Versandhandel im nächsten Jahr die Gewinnzone
erreichen.
Mit mangelnder Liquidität im Konzern habe der Teilausstieg bei neckermann
nichts zu tun, stellte ein Konzernmanager kurz drauf klar und erteilte auch
einer Wandelanleihe zur Finanzierung einer angestrebten Anteilsaufstockung bei
Thomas Cook eine Absage. Nach kurzem Zögern im frühen Handel zog das im MDAX
gelistete Papier des Essener Konzerns kräftig an. Um 13.10 Uhr notierte es bei
20,70 EUR um 4,3% über dem Schlusskurs vom Montag. Damit ist die
KarstadtQuelle-Aktie Tagessieger in einem schwachen Marktumfeld.
"Die eingeleiteten Schritte tragen deutlich die Handschrift Middelhoffs",
sagte ein Analyst eines Frankfurter Hauses, der namentlich nicht genannt werden
wollte. Der Vorstandsvorsitzende drücke beim IPO von neckermann aufs Tempo.
"Der Börsengang war ja ursprünglich erst für 2008/09 vorgesehen", erinnerte der
Analyst.
Auch sonst bescheinigt er dem KarstadtQuelle "eine sinnhafte Reaktion".
"Wie lange hätte man sich die Verluste im Versandhandel denn noch anschauen
wollen", fragt der in Frankfurt ansässige Analyst rhetorisch.
Mit der Aufgabe der westeuropäischen Quelle-Aktivitäten trennt sich der
Konzern von Verlustbringern und verzichtet im Gegenzug auf einen Umsatz von
rund 600 Mio EUR, wie aus dem Unternehmen verlautet.
Potenzial, Verlustbringer abzustoßen, sieht der Analyst auch bei der
Versandhandels-Service Group, bestehend aus 14 Call Centern, fünf
Logistikstandorten und IT-Dienstleistern mit insgesamt 10.000 Beschäftigten,
die verkauft oder gemeinsam mit einem strategischen Partner entwickelt werden
soll, wie das in Essen ansässige Unternehmen mitteilte.
"Bei dem nach Vollendung der Restrukturierung geringeren Umsatz lässt es
sich nicht mehr effizient nutzen", urteilte der Analyst. Auf neckermann
entfällt ein jährlicher Umsatz von zuletzt gut 1 Mrd EUR - rund ein Siebtel des
Umsatzes, den KarstadtQuelle im Vorjahr im Versandhandelsgeschäft machte.
Es zählt zwar zum umsatzstärksten Bereich des MDAX-Unternehmens, wird aber
wohl auch in diesem Jahr operativ nicht profitabel sein. Da das einstige
Kataloggeschäft immer mehr zu einem Internetgeschäft geworden sei, habe es auch
keinen Sinn, eine Zweimarkenstrategie zu fahren.
Ob es im nächsten Jahr zu einem IPO von neckermann kommt, ist gleichwohl
noch nicht entschieden. Mehrere Finanzinvestoren sollen ein Auge auf die Nummer
drei im deutschen Versandhandel geworfen haben. Doch auch ein
neckermann-Börsengang werde des KarstadtQuelle-Aktionären, die in der
Vergangenheit zahlreiche teils existenzbedrohende Entwicklungen durchmachen
mussten, nicht schaden, versicherte der Leiter der Investor-Relations-Abteilung
Detlef Neveling im Gespräch mit Dow Jones Newswires.
Die Karstadt-Aktionäre bekämen zwar auch neckermann-Anteile, könnten dann
aber selbst entscheiden, ob sie sie halten oder gegen Bargeld eintauschen
wollten. KarstadtQuelle selbst wolle zumindest einen Anteil an neckermann
behalten.
Webseite: http://www.karstadtquelle.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/rio
28.11.2006 - 13:01:56
BVR: Längere EZB-Zinspause nach Jahreswechsel unwahrscheinlich
BERLIN (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) bleibt aus Sicht des
Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) auf
Zinserhöhungskurs. "Der Hinweis auf die große Wachsamkeit der Geldpolitik (bei
der letzten EZB-Sitzung) bestätigt noch einmal die an den Märkten
vorherrschende Einschätzung, dass die EZB im Dezember den Leitzins um 25
Basispunkte auf 3,50% erhöhen wird", heißt es im aktuellen, am Dienstag in
Berlin veröffentlichten BVR-Konjunkturbericht. Auf dem Geldmarkt sei diese
Zinserhöhung "bereits fest eingepreist".
Bei einer Fortsetzung des Aufschwungs im Euroraum ist laut BVR im kommenden
Jahr mit einem oder zwei weiteren Zinsschritten zu rechnen. "Eine längere
Zinspause nach dem Jahreswechsel, wie sie noch vor kurzem bei einem
Leitzinsniveau von 3,50% am Markt erwartet wurde, erscheint unwahrscheinlich",
heißt es im BVR-Konjunkturbericht. Mit großer Gewissheit gingen die
Marktteilnehmer davon aus, dass die EZB im ersten Quartal des kommenden Jahres
den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 3,75% erhöhen wird.
Uneinheitlich sei hingegen am Markt die Einschätzung, ob die EZB im Verlauf
des Jahres 2007 dann weitere Zinserhöhungen vornehmen werde. In den Preisen der
Dreimonats-Euribor-Futures sei derzeit keine weitere Zinserhöhung bis Ende des
kommenden Jahres enthalten, heißt es im BVR-Konjunkturbericht.
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/apo
-0-
28.11.2006 - 12:58:52
EU berät am Mittwoch nächste Schritte im Streit E.ON/Endesa
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Europäische Kommission will am Mittwoch darüber
entscheiden, welche nächsten Schritte sie im Streit mit Spanien im Fall der
geplanten Endesa-Übernahme durch E.ON unternimmt. Das Thema stehe auf der
Tagesordnung für den morgigen Tag, sagte EU-Wettbewerbssprecher Jonathan Todd
am Dienstag. Welche Entscheidung die EU-Kommission treffen werde, könne er
nicht vorhersagen.
Spanien hatte der E.ON AG 19 Bedingungen für die Genehmigung der Übernahme
des spanischen Stromkonzerns Endesa SA auferlegt. Die EU-Kommission hat Spanien
jedoch die Zuständigkeit abgesprochen, den Fall wettbewerbsrechtlich zu prüfen.
Stattdessen hatte die EU die Transaktion ohne Auflagen genehmigt. Spanien hat
in der Zwischenzeit alle bis auf zwei der auferlegten Bedingungen wieder
zurückgenommen. E.ON akzeptierte die Auflagen bereits, aber die EU kündigte
eine weitere Prüfung der Angelegenheit an.
Webseite: http://www.europa.eu
-Von Adam Cohen, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/rio
28.11.2006 - 12:49:12
Korrektur der europäischen Aktienmärkte hält an
Nach den teilweise recht deutlichen Abschlägen zum Wochenstart geben die
europäischen Aktienmärkte am Dienstagmittag nach vorübergehender Erholung
erneut nach. "Das Timing der Korrektur ist schlecht und macht die Anleger
nervös", so ein Händler. In einem Monat sei Jahresultimo, und damit Stichtag
für die Vorlage der Jahresperformance. Damit stünden Fonds wie auch Versicherer
nun in der Entscheidung, die schwächeren Kurse zum Einstieg zu nutzen - oder
mit Blick auf die erwartende Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den USA
sich vor Jahresultimo von Positionen zu trennen.
Charttechnisch hat der Euro-Stoxx-50 im Bereich von 3.940/60 Punkten ein
gutes Unterstützungsniveau erreicht. Sollte dieses unterschritten werden,
dürfte das Abwärtsmomentum erneut zunehmen. Das Erholungspotenzial dürfte
dagegen bis in den Bereich 4.050 Punkte im europäischen Index reichen. Gegen
12.30 verliert der Euro-Stoxx-50-Index 0,2 Prozent oder 9 auf 3.970 Punkte,
während der Stoxx-50 um 0,1 Prozent bzw 4 auf 3.592 Zähler nachgibt.
Versorger machen durch Übernahmangebot auf sich aufmerksam
Die Versorger entwickeln sich mit einem Abschlag von 0,2 Prozent zwar eher
unspektakulär, machen aber durch neue Nachrichten auf sich aufmerksam. Das
bereits seit Tagen erwartete Gebot der spanischen Iberdrola für Scottish Power
ist mit 777 p unterhalb der vom Markt erwarteten 800 p ausgefallen. Zudem liege
der Bar-Anteil des Gebots mit 400 p recht niedrig, heißt es. Viele
Marktteilnehmer seien im Vorfeld in Scottish Power "long" gegangen und würden
nun diese Positionen wieder glattstellen. Iberdrola fallen um 2,1 Prozent auf
32,05 EUR, Scottish Power um 0,1 Prozent auf 745 p. Andere Werte des Sektors
profitieren von dem Nimbus defensiver Qualitäten und legen zu.
Ölwerte stemmen sich gegen den Markt
Der Sektor der Öl-Werte notiert 0,3 Prozent fester. Zum einen profitiert
der Sektor naturgemäß von dem seit Wochenbeginn angezogenen Ölpreis, heißt es.
Zum anderen führe die momentan herrschende Verunsicherung unter den Anlegern
die Gelder eher in die defensiven Branchen. Es steigen BP um 0,3 Prozent auf
573 p und Total um 0,45 auf 53,65 EUR.
Versicherer erholen sich etwas
Die Versicherer liegen mit 0,5 Prozent im Plus. Sie erholen sich damit von
den vorangegangenen Abschlägen. Unter anderem steigt die zuletzt arg gebeutelte
Aktie der Münchener Rück um 0,2 Prozent auf 121,32 EUR. AMB Generali hat
beschlossen, dass ihre wichtigste Tochtergesellschaft AachenMünchener den
Ausschließlichkeitsvertrieb bis 2008 an die DVAG abgibt. Die Analysten der
Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bewerten diesen Schritt kurzfristig als
sinnvoll. Dadurch werde die überaus erfolgreiche Kooperation zwischen den
beiden Unternehmen vertieft. Zudem würden sich Kosteneinsparungen ergeben.
DJG/mif/thl/raz
28.11.2006 - 12:45:14
EU-Kommission will auf dem Energiemarkt härter durchgreifen
BERLIN (Dow Jones)--Die EU-Kommission will den Energiewettbewerb in der EU
stärker vorantreiben. Denn Herbert Ungerer, Direktor in der Generaldirektion
Wettbewerb der EU-Kommission, sieht die vorläufigen Ergebnisse der
EU-Energiemarktanalyse, die Anfang 2006 vorgestellt worden war und in der die
Kommission den mangelnden Wettbewerb kritisiert hatte, durch die
Schlussergebnisse der Untersuchung voll bestätigt. "Am 10. Januar 2007 werden
wir den Abschlussbericht der europaweiten Sektoruntersuchung zum Energiemarkt
vorlegen", kündigte der EU-Beamte am Dienstag auf dem 7. ICG Stadtwerkekongress
in Berlin an.
In dem Bericht werde insbesondere der hohe Konzentrationsgrad auf
Großhandelsebene - sowohl bei Strom als auch bei Gas - in Deutschland und den
meisten anderen EU-Ländern bemängelt, so Ungerer. Die Märkte seien nach wie vor
abgeschottet gegenüber Dritten. Ein Preiswettbewerb vor allem bei Gas finde
nicht statt. Einen wesentlichen Grund dafür sieht der Experte in den
langfristigen Lieferverträgen. Grenzüberschreitender Wettbewerb finde bei
Energie nur sehr spärlich statt - die Kapazitäten der Verbindungsstellen würden
entweder nicht ausreichen oder seien langfristig belegt.
Auch das mangelhafte Engpassmanagement sei zu kritisieren. Gründe dafür
sieht der EU-Beamte zum einen in einem strukturellen Defizit - nämlich
ungenügendes Unbundling -, zum anderen in einem Regulierungsdefizit vor allem
im grenzüberschreitenden Bereich und zum dritten im Liquiditätsdefizit im
Großhandel sowohl bei Strom als auch bei Gas. "Die Vorteile der Liberalisierung
kommen nicht bei den Kunden an", sagte Ungerer. Daher werde die Kommission am
10. Januar neben dem Abschlussbericht auch gleich Vorschläge zur Abstellung der
Wettbewerbsdefizite vorlegen.
Details der Vorschläge wollte Ungerer nicht nennen. Es werde jedoch die
vollständige gesellschaftsrechtliche Trennung in den Raum gestellt, kündigte er
an. Dies sowie weitere Vorschläge der EU-Kommission würden dann im Anschluss an
den 10. Januar unter der deutschen Ratspräsidentschaft diskutiert werden. Die
EU-Kommission will dann ihre Konzepte für die Bereiche Marktöffnung,
Versorgungssicherheit sowie Klimaschutz (mittels eines beschleunigten Übergangs
auf erneuerbare Energien sowie mehr Energieeffizienz) vorstellen.
"Alle Akteure am europäischen Energiemarkt müssen sich neu orientieren",
forderte Ungerer, der der Wettbewerbskommissarin Nelie Kroes untersteht. Auch
die deutschen Stadtwerke seien nicht ausgeschlossen und sähen nun neuen
Marktstrukturen entgegen. Passivität wäre hier der völlig falsche Weg, warnte
Ungerer.
-Von Christine Büttner, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69/297 52-310,
konjunktur.de@dowjones.com
DJG/crb/hab
-0-
28.11.2006 - 12:44:34
TUI-Tochter Hapag-Lloyd will Frachtraten erhöhen
HANNOVER (Dow Jones)--Die TUI-Schifffahrttochter Hapag-LLoyd will die
Frachtraten im Nordatlantikverkehr sowie zum US-Golf und zur US-Westküste zum
1. Februar 2007 um 200 USD für einen 20'-Container erhöhen. Darüber soll im
kommenden Jahr die eingesetzte Schiffskapazität im Nordamerikaverkehr
rationalisiert werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Durch den Einstieg neuer Marktteilnehmer in die Nordatlantikverkehre seien
die Frachtraten in den vergangenen Monaten unter Druck geraten, begründete
Hapag-LLoyd die nun angestrebte Preiserhöhung. Außerdem seien die Kosten,
insbesondere für Chartern, Bunker sowie für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen,
gestiegen. Die Frachtraten für 40'-Container sollen um 250 USD steigen.
Webseite: http://www.hapag-lloyd.com
DJG/jhe/brb
28.11.2006 - 12:38:02
Air Berlin: Airbus-Geschäft von Boeing-Order nicht betroffen
BERLIN (Dow Jones)--Der Großauftrag der Air Berlin plc an die Boeing Co hat
nach Angaben der Fluggesellschaft keine Auswirkungen auf den im November 2004
geschlossenen Auftrag mit Wettbewerber Airbus. Air Berlin setzt auch künftig
auf eine Zwei-Flotten-Strategie, sagte Peter Hauptvogel, Leiter der
Unternehmenskommunikation bei Air Berlin, Dow Jones Newswires am Dienstag.
Air Berlin kündigte am Morgen an, insgesamt 85 Maschinen von Boeing zu
beziehen. Der Listenpreis für alle Maschinen liege bei 5,7 Mrd USD. Selbst
bestellt Air Berlin dabei 60 Boeing 737-800 Next Generation. Hinzu kommen 25
Boeing 737, die sich die übernommene dba bereits vertraglich gesichert hat.
Im Gefolge dieses Vertrags seien auch die Verhandlungen zwischen Air Berlin
und Boeing wieder aufgenommen worden, sagte Joachim Hunold, CEO von Air Berlin,
während einer Telefonkonferenz. Boeing wolle die Fluglinie offenbar wieder wie
früher als "strategischen Partner" haben, sagte Hunold mit Blick auf das
getroffene Vereinbarung.
Die bei Boeing bestellten Maschinen sind sowohl als Ersatz für auslaufende
Leasingverträge als auch für weiteres Wachstum vorgesehen. Mit dem Auftrag
sichert sich die Fluggesellschaft mit Sitz in Berlin langfristig einen
günstigen Lieferpreis. Dabei liege der Einzelstückpreis wie auch der Preis pro
Sitz unter denen der alten Airbus-Order, so Hunold.
Im November 2004 hatte Air Berlin mit Airbus einen Vertrag über die
Lieferung von 60 Maschinen bis 2011 geschlossen. Auf weitere 40 Flugzeuge hat
Air Berlin eine Option. Weder der Auftrag noch die Optionen seien von dem nun
veröffentlichten Boeing-Auftrag betroffen, sagte Air-Berlin-Sprecher
Hauptvogel. Derzeit gebe es noch keine Entscheidung über eine mögliche Ausübung
dieser Optionen. Wann darüber entschieden werde, sei derzeit nicht absehbar.
Wie in der Vergangenheit will Air Berlin seine Flotte alle sechs bis acht
Jahre erneuern. Die nun bei Boeing Maschinen bestellten Maschinen sollen von
2007 bis 2014 ausgeliefert werden. Derzeit prüfe das Unternehmen die
verschiedenen Möglichkeiten für die Finanzierung des Auftrags. Nähere Angaben
dazu machten Hunold und Hüttwerk nicht.
Ende September 2006 betrieb Air Berlin inklusive dba eine Flotte von 91
Maschinen. Davon sind 30 im Eigenbesitz. Bis Ende 2007 will Air Berlin die
Flotte auf 98 ausweiten. Dann sollen sich 57 Jets im Eigenbesitz befinden.
Webseite: http://www.airberlin.com
-Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/abe/rio
28.11.2006 - 11:45:42
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
KarstadtQuelle will sich von neckermann.de trennen
Die KarstadtQuelle AG will sich von ihrem Universalversender neckermann.de
trennen. Er soll 2007 an die Börse gebracht oder alternativ verkauft werden,
wie der Warenhaus- und Versandhandelskonzern mitteilte. Das Essener Unternehmen
will sich beim Universalversand Deutschland künftig auf den Marktführer Quelle
konzentrieren. neckermann.de ist die Nummer drei im deutschen
Versandhandelsmarkt.
KarstadtQuelle will 2007 Breakeven im Versandhandel erreichen
Die KarstadtQuelle AG will im kommenden Jahr den Breakeven im Versandhandel
erreichen. Dazu dienten Verkäufe und Geschäftseinstellungen bei Quelle, sagte
der Leiter Investor Relations, Detlef Neveling, Dow Jones Newswires. Der
angekündigte Börsengang von neckermann sei "aber nicht liquiditätsgetrieben.
Daimler in USA in Asbest-Prozess zu Schadensersatz verurteilt
Ein New Yorker Gericht hat die DaimlerChrysler AG wegen der Erkrankung eines
ehemaligen Arbeiters in einem Zulieferbetrieb zu 20 Mio USD Schadensersatz
verurteilt. Die Jury des Obersten Gerichts in Manhattan gab dem Unternehmen
eine Teilschuld dafür, das der 73-jährige Kläger Alfred D'Ulisse aufgrund der
Asbest-Belastung bei einem Bremsenhersteller an Krebs erkrankt ist. Dem
Patienten musste deswegen die rechte Lunge entfernt werden.
Porsche: Keine Überlegungen zur Übernahme von Audi
Die Porsche AG hat eine Meldung über Pläne zur Übernahme von Audi
zurückgewiesen. "Es gibt keine entsprechende Überlegungen", sagte
Firmensprecher Albrecht Bamler Dow Jones Newswires. Es handele sich um
"Planspiele von Analysten, für die es keine Grundlage gibt. An dem Thema ist
nichts dran."
Klöckner & Co bekräftigt Ergebnisprognose für 2006
Die Klöckner & Co AG hat Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal 2006 deutlich
gesteigert und die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Wie aus dem
veröffentlichten Zwischenbericht des Metall- und Stahldistributors hervorgeht,
legte der Umsatz im dritten Quartal auf 1,394 Mrd von 1,191 Mrd EUR im
Vorjahreszeitraum zu. Das EBIT belief sich den Angaben zufolge auf 128 (37) Mio
EUR, während der Jahresüberschuss im Berichtszeitraum 85 Mio EUR betrug.
Air Berlin schreibt nach 9 Monaten wieder schwarze Zahlen
Die Air Berlin plc hat nach den ersten neun Monaten unter dem Strich schwarze
Zahlen geschrieben. Das Ergebnis nach Ertragssteuern belief sich auf 37,7 Mio
EUR, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 12,5 Mio EUR verbucht worden
war, wie mitgeteilt wurde.
Air Berlin bestellt 60 Boeing 737-800 für Expansion
Die Air Berlin plc wird 60 Boeing 737-800 Next Generation zum Listenpreis von
5,7 Mrd USD bestellen. Die Maschinen seien sowohl als Ersatz für auslaufende
Leasingverträge als auch für weiteres Wachstum vorgesehen, teilte der
zweitgrößte deutsche Carrier mit. Mit dem Auftrag sichere sich die
Fluggesellschaft mit Sitz in Berlin langfristig einen günstigen Lieferpreis.
Techem-Vorstand empfiehlt Ablehnung des Macquarie-Angebots
Vorstand und Aufsichtsrat der Techem AG haben den Aktionären empfohlen, das
Übernahmeangebot des Macquarie-Übernahmevehikels MEIF II Energie Beteiligungen
GmbH & Co abzulehnen. Wie der Eschborner Heizkosten- und
Wasserverbrauchsabrechner mitteilte, hält der Vorstand den von Macquarie
angebotenen Preis von 44,00 EUR in bar je Aktie "aus finanzieller Sicht nicht
für angemessen".
Deutsche Wohnen sieht für 2006 Erg vSt von rund 20 Mio EUR
Die Deutsche Wohnen AG erwartet für 2006 ein Ergebnis vor Steuern von rund 20
Mio EUR. Nach Steuern werde das Ergebnis für die Zwöfmonatsperiode bei etwa 17
Mio EUR liegen, teilte die Immobiliengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main
bei Vorlage der Zahlen zum 30. September mit. Das Unternehmen bezieht in das
Gesamtjahresergebnis das Rumpfgeschäftsjahr ein, das bis zum 30. Juni lief.
Rosenbauer bekräftigt Ausblick für 2006
Die Rosenbauer International AG hat ihren Ausblick für das laufende
Geschäftsjahr bekräftigt. Für 2006 werde eine Steigerung beim operativen
Ergebnis von 15% gegenüber dem Vorjahr erwartet, teilte das in Leonding
ansässige Unternehmen mit. Das Umsatzwachstum soll 10% betragen.
Iberdrola übernimmt Scottish Power für 11,6 Mrd GBP
Die Iberdrola SA kann wie erwartet den britischen Versorger Scottish Power
übernehmen. Der spanische Versorger teilte mit, er habe für sein Angebot die
uneingeschränkte Zustimmung des in Glasgow ansässigen Konzerns erhalten.
Novartis rechnet im Pharmabereich 2007 mit sinkender Marge
Die Novartis AG wird im kommenden Jahr aufgrund des Marketingaufwands für den
erwarteten Start von drei Blockbuster-Kandidaten möglicherweise eine sinkende
operative Marge verzeichnen. Der Vorstandsvorsitzende des Baseler
Pharmakonzerns, Daniel Vasella, sagte am Rande des Forschungstages des
Unternehmens in London, 2008 könne die Marge dann wieder steigen.
DJG/kla/rio
28.11.2006 - 11:38:12
BDI: Wirtschaft dürfte auch mit stärkerem Euro zurechtkommen
BERLIN (Dow Jones)--Ein Euro-Kurs von über 1,30 USD wird deutschen
Wirtschaft nach Einschätzung des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen
Industrie (BDI), Jürgen Thumann, keine ernsthaften Probleme bereiten. Die
deutsche Wirtschaft sei bislang "ganz gut" mit der Wechselkurssituation zurecht
gekommen, in der der Euro-Kurs um 1,30 USD und darunter gelegen habe. Auch auf
die jüngste Entwicklung, die häufig zum Jahresende festzustellen sei und in der
der US-Dollar "ein wenig schwächelt" und der Euro stärker erscheine, habe sich
die deutsche Industrie "ganz gut" eingestellt, sagte Thumann.
Es würden dort, wo es erforderlich sei, in großem Umfang
Devisentermingeschäfte getätigt. "Ich bin insofern nach wie vor optimistisch,
dass wir auch mit einem noch stärkeren Euro oder schwächelnden Dollar über das
Jahresende hinweg gut zurecht kommen werden", sagte der BDI-Präsident.
Webseite: www.bdi.de
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/hab
-0-
28.11.2006 - 11:30:25
EZB: Marginaler Zuteilungssatz Haupt-Refi-Tender 3,30%
FRANKFURT (Dow Jones)--Beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft der
Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem Mindestbietungssatz von 3,25% haben
sich ein marginaler Zuteilungssatz von 3,30% und ein gewogener
Durchschnittssatz von 3,31% ergeben. Die Bietungsspanne lag zwischen 3,25% und
3,38%, wie die EZB am Dienstag mitteilte. Die 343 Institute boten insgesamt
385,957 Mrd EUR, davon wurden 308 Mrd EUR bedient. Die Repartierungsquote
stellte sich auf 47,0829%.
Den weiteren Angaben zufolge belief sich die aktualisierte Schätzung der
autonomen Faktoren für den Liquiditätsbedarf auf 258,2 (257,6) Mrd EUR. Die
daraus resultierende Benchmarkzuteilung beträgt 307 Mrd EUR. Das neue Geschäft
mit Fälligkeit 6. Dezember 2006 wird am 29. November valutiert, an dem ein
alter Tender über 321,5 Mrd EUR ausläuft.
DJG/hab
-0-
28.11.2006 - 11:55:30
BDI: Sprunghafte Wechselkursänderung für Wirtschaft schädlich
BERLIN (Dow Jones)--Sprunghafte Veränderungen des
Euro-Dollar-Wechselkursverhältnisses könnten sich aus Sicht des Präsidenten des
Bundesverbandes der Deutschen Indstrie (BDI), Jürgen Thumann, negativ auf die
deutsche Wirtschaft auswirken. Jede sprunghafte Veränderung des Wechselkurses
mache natürlich der Wirtschaft und insbesondere der Industrie zu schaffen,
sagte Thumann am Dienstag in Berlin. "Die Betonung liegt auf sprunghaft und
unerwartet", sagte der BDI-Präsident.
Gegenwärtig sei die weitere Entwicklung des Euro-Wechselkurses nicht
vorhersehbar. "Sollte er sich kurzfristig ... in Höhen von 1,40 USD oder 1,50
USD bewegen, kurzfristig wäre das dann sicherlich für die deutsche Industrie
ein Problem", sagte der BDI-Präsident. "Ich glaube aber, Ausschläge von einigen
Cent können wir auch in den nächsten Wochen verkraften und sie werden unsere
Exportfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit nicht nachhaltig schwächen", zeigte
sich der BDI-Präsident überzeugt.
Vor Jahren sei es kaum vorstellbar gewesen, mit einem Euro-Wechselkurs um
1,30 USD noch gut wirtschaften zu können und wettbewerbsfähig zu sein. Es habe
sich aber bislang gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft "ganz gut" mit der
Wechselkurssituation zurecht gekommen sei, in der der Euro-Kurs um 1,30 USD und
darunter gelegen habe.
Webseite. www.bdi.de
-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122,
beate.preuschoff@dowjones.com
DJG/bep/hab
-0-
28.11.2006 - 12:22:15
VW sieht 2006 prozentual zweistelliges Absatzwachstum - Kreise
Von Michael Brendel
Dow Jones Newswires
WOLFSBURG (Dow Jones)--Für die Kernmarke VW rechnet der Volkswagen-Konzern
im laufenden Jahr mittlerweile mit einer prozentual knapp zweistelligen
Zuwachsrate. Dies sagte eine mit der Situation vertraute Person am Dienstag zu
Dow Jones Newswires. Im vergangenen Jahr hatte die wichtigste und mit Abstand
absatzstärkste Marke von Europas größtem Automobilhersteller die Auslieferungen
an Kunden um 0,8% auf 3,088 Mio Fahrzeuge erhöht.
Bereits in den ersten zehn Monaten habe die Marke die Auslieferungen um
11,4% auf 2,80 (2,51) Mio Fahrzeuge gesteigert, wie Dow Jones Newswires weiter
erfuhr. Damit sei ein neuer Höchstwert erzielt worden. Die bisherige
Rekordmarke sei im Jahr 2001 mit 2,630 Mio Einheiten erzielt worden. Der
weltweite Marktanteil sei somit auf 6,1% (5,6%) gestiegen.
In Deutschland habe das Plus bei 3,7% auf 458.198 Stück und in Westeuropa
(ohne Deutschland) bei 7,4% auf 808.867 Einheiten gelegen. In China habe die
Zahl der Auslieferungen von Januar bis Oktober um 24,9% auf 512.436 Fahrzeuge
zugelegt. In der Region Südamerika/Südafrika habe das Plus 15,6% auf 464.589
Stück betragen.
Die Marke Volkswagen hat sich zuletzt unter der Führung des von Wolfgang
Bernhard geleiteten Turnaround-Teams stärker einer auf Absatzwachstum
ausgerichteten Strategie zugewandt. Auch ertragsseitig kam die Marke, die im
vergangenen Jahr noch rote Zahlen geschrieben hatte, dabei voran. Detaillierte
operative Ergebnisse für die Marke VW nennt der Konzern zwar nicht. In den
ersten neun Monaten des laufenden Jahres hatte die Markengruppe VW, zu der
neben VW auch Skoda, Bentley und Bugatti zählen, das operative Ergebnis auf
1,080 (0,115) Mrd EUR erhöht.
Ein Großteil dieser Verbesserung soll den vorliegenden Informationen
zufolge auf die Kernmarke zurückzuführen gewesen sein. Wie die mit der
Situation vertraute Person weiter sagte, wird durch diese absatzorientierte
Volumenstrategie neben einer Umsatz- und Marktanteilssteigerungen auch eine
hohe Auslastung der Werkes und des Servicebereichs erzielt. Zudem sichere dies
die Arbeitsplätze vor allem im Stammwerk Wolfsburg und es entstünden dadurch
Skaleneffekten im Vertrieb und in der Produktion.
VW versucht seit mehreren Jahren, mit milliardenschweren Kostensenkungen
und Restrukturierungsmaßnahmen den Konzern und insbesondere die Kernmarke VW
wieder zu einer wettbewerbsfähigen Profitabilität zu führen.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
-Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 - 3574 3115,
michael.brendel@dowjones.com
DJG/mbr/smh
-0-
28.11.2006 - 11:11:10
Regulierer kürzt Netzkosten weiterer Gasunternehmen bis zu 20%
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Bundesnetzagentur hat die Entgelte von vier
weiteren, überwiegend im kommunalen Bereich tätigen Gasnetzbetreibern gekürzt.
Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, wurden 17,2% der beantragten Kosten bei
der zum E.ON-Konzern gehörenden Thüga AG nicht anerkannt. Bei der swb aus
Bremen kürzte die Netzagentur um 15,2%, bei der badenova aus Freiburg um 19,8%.
Die Entgelte der Bayerngas GmbH wurden nach Angaben der Netzagentur naezu
antragsgemäß genehmigt. Bayerngas ist nach eigene Angaben die größte kommunale
Beschaffungsgesellschaft für Erdgas in Deutschland.
Webseite: http://www.bundesnetzagentur.de
DJG/hei/rio
28.11.2006 - 11:00:50
OECD: Weitere geldpolitische Straffung im Euroraum nötig
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach mehreren Jahren mäßigen Wirtschaftswachstums
sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD) die Eurozone in einem stärkeren konjunkturellen Erholungsprozess. In
ihrem am Dienstag veröffentlichten "Wirtschaftsausblick" prognostiziert die in
Paris ansässige Institution - nach einem Wachstum von 2,6% in diesem Jahr -
auch für 2007 und 2008 Wachstumsraten leicht oberhalb des Potenzials im
einheitlichen Währungsraum von 2%. Kommendes Jahr wird dabei eine Zunahme des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,2% vorhergesagt, für 2008 ein Wachstum von
2,3%.
Nachdem bisher vor allem Außenwirtschaft und Investitionen die
wirtschaftliche Entwicklung getrieben hätten, sollte in der kommenden Zeit nach
Einschätzung der OECD vor allem auch der private Verbrauch stärker zum
BIP-Wachstum beitragen. Diese Entwicklung wird den OECD-Prognosen zufolge
gefördert von einer kontinuierlich steigenden Beschäftigung, bei gleichzeitig
sinkender Arbeitslosenquote, wodurch die verfügbaren Einkommen bis 2008
deutliche Zuwachsraten verzeichnen.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt die OECD der Europäischen Zentralbank
(EZB) auch für 2007 eine fortgesetzte Straffung ihrer Geldpolitik, nachdem die
EZB ihre Leitzinsen seit Dezember 2005 um 125 Basispunkte angehoben hat und
zudem eine weitere Zinserhöhung Anfang Dezember als sicher gilt. Sollte das
Wirtschaftswachstum in der Eurozone seine Dynamik beibehalten, könnten sich
sogar 2008 noch Zinsanhebungen als erforderlich erweisen, betont die OECD, die
in ihren Projektionen bis Anfang 2008 den wichtigsten EZB-Leitzins bei 4,00%
(gegenüber derzeit 3,25%) sieht.
Allerdings geht die Organisation auch davon aus, dass die Teuerung in der
Eurozone keine Beschleunigung verzeichnen wird, vielmehr wird ein Rückgang der
jahresdurchschnittlichen Inflationsraten auf Verbraucherebene von 2,2% in
diesem Jahr auf 1,9% im kommenden Jahr und 1,8% im Jahr 2008 vorhergesagt.
Damit würde die EZB in den kommenden beiden Jahren ihre Preisstabilitätsnorm -
eine Inflation von knapp 2% - erfüllt sehen. Hinter der optimistischen
Inflationsprognose der OECD steht auch die Annahme, dass es zu keinen stärkeren
Lohnanstiegen in der Eurozone kommen wird.
Mit Blick auf die größeren Volkswirtschaften in der Eurozone ist die OECD
vor allem für die weitere Konjunkturentwicklung in Spanien und Frankreich
zuversichtlich. Für die spanische Wirtschaft werden für den Zeitraum von 2006
bis 2008 BIP-Wachstumsraten von 3,7%, 3,3% und 3,1% erwartet, das französische
Wachstum wird bei 2,1%, 2,2% und 2,3% gesehen. Eine etwas volatilere
Entwicklung der Wachstumsraten wird für Deutschland vorhergesagt (2,6%, 1,8%
und 2,1%). Wachstumsschlusslicht wird nach OECD-Einschätzung Italien sein, für
das Wachstumsraten von 1,8%, 1,4% und 1,6% prognostiziert werden.
www.oecd.org
-Von Peter Trautmann, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725-313,
peter.trautmann@dowjones.com
DJG/ptt/apo
-0-
28.11.2006 - 10:56:29
KarstadtQuelle will Breakeven im Versandhandel ... (zwei)
Der neckermann-Börsengang soll Neveling zufolge zudem den jetzigen
Anteilseignern der KarstadtQuelle AG entgegenkommen. Die Aktionäre hätten die
Wahl, die neckermann-Papiere zu halten oder gegen Bargeld einzutauschen, sagte
der Leiter Investor Relations. Der Konzern selbst wolle auch nach dem
neckermann-IPO an der derzeitigen Nummer drei im deutschen Versandhandelsmarkt
beteiligt bleiben. Die Höhe der Beteiligung stehe aber noch nicht fest.
Neckermann hat im abgelaufenen Geschäftsjahr laut Neveling "gut 1 Mrd EUR
umgesetzt".
Es habe keinen Sinn, zwei Universalversender zu Internetanbietern
auszubauen, sagte eine andere Person aus dem dem Umfeld des Warenhaus- und
Versandhandelskonzerns, die namentlich nicht genannt werden wollte. Auch stehe
es noch nicht fest, ob es überhaupt zu einem neckermann-IPO komme, weil sich
"auch eine Reihe von Finanzinvestoren" dafür interessierten, sagte die mit dem
Vorgang vertraute Person aus dem Essener Konzern. Einen Verkauf von neckermann
hatte KarstadtQuelle am Morgen als Alternative zu einem Börsengang aufgezeigt.
In der Pressemitteilung war auch eine weitreichende Umstrukturierung der
Versandhandels angekündigt worden. Danach sollen die Auslandsgeschäfte von
Quelle auf Wachstumsregionen ausgerichtet werden. Dazu konzentriert Quelle
seine Aktivitäten auf Mittel- und Osteuropa sowie den deutschsprachigen Raum,
wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die zügige Expansion in Russland gelegt
wird.
Die Gesellschaften in Frankreich, Portugal und Spanien sollen verkauft
werden, entsprechende Verkaufsgespräche wurden bereits aufgenommen. In Belgien
und in den Niederlanden sollen zu Beginn des Jahres 2007 die Aktivitäten
eingestellt werden. Die Person aus dem Umfeld des Konzerns bezifferte den
Quelle-Umsatz in Westeuropa im vergangenen Jahr auf 600 Mio EUR.
Unterdessen will Quelle die nach eigenen Angaben führende Position unter
den deutschen Versandhandelsunternehmen im Internet ausbauen und in das weiter
wachsende Segment Teleshopping einsteigen.
Im Spezialversand konzentriert sich KarstadtQuelle künftig auf die Segmente
Golden Ager, Premium sowie Communities. Von allen übrigen Spezialversendern
wird sich KarstadtQuelle mittelfristig trennen.
Die Versandhandels-Service Group, bestehend aus 14 Call Centern, fünf
Logistikstandorten und IT-Dienstleistern mit insgesamt 10.000 Beschäftigten,
soll verkauft oder gemeinsam mit einem strategischen Partner entwickelt werden.
Die Maßnahmen unterstützen nach Konzernangaben das Ziel, im Versandhandel
die Gewinnschwelle zu erreichen. "Man trennt sich von den
Quelle-Verlustbringern", sagte die Person, die nicht namentlich genannt werden
wollte.
Im Vorjahr setzte KarstadtQuelle insgesamt 15,5 Mrd EUR um, davon entfielen
4,7 Mrd EUR auf die Warenhäuser, 6,8 Mrd EUR auf den Versandhandel und 3,8 Mrd
EUR auf Thomas Cook, an der KarstadtQuelle und die Lufthansa je 50% der Anteile
halten. Der Konzern hatte mehrfach Bereitschaft signalisiert, den Anteil an dem
Touristikkonzern aufzustocken.
Webseite: http://www.karstadtquelle.com
-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 - 138 72 18,
archibald.preuschat@dowjones.com
DJG/apr/rio
28.11.2006 - 10:41:53
Praktiker eröffnet in Rumänien 4 Baumärkte bis Jahresende
KIRKEL (Dow Jones)--Die Praktiker Bau- und Heimwärkermärkte AG will im
Dezember 2006 in Rumänien vier neue Bau- und Heimwerkermärkte eröffnen. Damit
steige die Zahl der in Rumänien betriebenen Märkte bis Jahresende auf 16,
teilte die Baumarktkette am Dienstag mit. Die Investition habe ein Volumen von
rund 30 Mio EUR. Bis Ende 2008 will Praktiker die "Marktführerschaft" in
Rumänien ausbauen und in allen Großstädten mit mehr als 120.000 Einwohnern
vertreten sein.
Auch 2007 werde Praktiker die Internationalisierung vorantreiben. Der
Zukauf von Max Bahr in Deutschland beeinträchtige das Unternehmen dabei nicht.
Neben Bulgarien stehe Rumänien im Zentrum der Expansion. Beide Auslandsmärkte
hätten ausgezeichnetes Wachstumspotenzial.
Webseite: http://www.praktiker.de
DJG/kla/rio
28.11.2006 - 10:24:29
TABELLE/Entwicklung M3 Eurozone Oktober
===
Drei-Monats-Rate
gg Vj gg Vm gg Vj
Oktober +8,5 +0,3 +8,4
PROGNOSE +8,8 +0,5 +8,5
September +8,5 +1,2 +8,2
August +8,2 +1,1r +8,2
Juli +7,8 +0,3 +8,3
Juni +8,5 +0,6 +8,7
Mai +8,8 +0,7 +8,7
April +8,7 +0,8 +8,4
März +8,5 +1,1 +8,1
Februar +7,9 +0,6 +7,7
Januar +7,7 +0,9 +7,6
2005
Dezember +7,3 +0,5 +7,6
November +7,6 +0,3 +8,0
Oktober +7,9 +0,2 +8,2
- r = revidiert
- Angaben in %
- Quelle Daten: Europäische Zentralbank
- Webseite: http://www.ecb.int
Die nächsten Veröffentlichungstermine:
29.12.2006 - November-Daten
26.01.2007 - Dezember-Daten
27.02.2007 - Januar-Daten
28.03.2007 - Februar-Daten
30.04.2007 - März-Daten
30.05.2007 - April-Daten
28.06.2007 - Mai-Daten
26.07.2007 - Juni-Daten
28.08.2007 - Juli-Daten
27.09.2007 - August-Daten
26.10.2007 - September-Daten
28.11.2007 - Oktober-Daten
03.01.2008 - November-Daten
28.01.2008 - Dezember-Daten
===
DJG/12/ptt
-0-
28.11.2006 - 10:22:04
Geldmengenwachstum in der Eurozone bleibt im Oktober ... (zwei)
Auf Monatssicht legte M3 um 0,3% zu. Für die Oktober-Entwicklung der enger
gefassten Geldmenge M1 wies die EZB eine jährliche Wachstumsrate von 6,3% aus,
nach plus 7,2% im Vormonat. Für die viel beachtete Expansion der Kredite an den
privaten Sektor wurde ein leichter Rückgang auf eine Jahresrate auf 11,2%
verzeichnet. Im September war hier ein Wert von plus 11,4% gemeldet worden.
Der Bargeldumlauf verzeichnete laut EZB eine jährliche Wachstumsrate von
11,4% (September: 11,0%), für die täglich fälligen Einlagen wurde ein
Jahreswachstum von 5,3% (6,5%) ausgewiesen. Das Wachstum der kurzfristigen
Einlagen (ohne täglich fällige Einlagen) stieg auf 10,8% (9,9%). Die in M3
enthaltenen marktfähigen Finanzinstrumente erhöhten ihre Jahresexpansion auf
eine Rate von 10,5% (9,3%).
Wie die EZB im Rahmen ihrer monetären Analyse weiter berichtet, verringerte
sich die Gewährung der Buchkredite an den privaten Sektor im Euroraum im
Oktober auf 9,0% (9,4%). Die viel beachtete Rate für das Wachstum der Kredite
zum Häuserkauf reduzierte sich auf 10,4% (11,0%). Die Kreditbegebung an die
Öffentlichen Haushalte fiel auf Jahressicht um 2,4%, verglichen mit minus 1,5%
im Vormonat.
Den weiteren Angaben zufolge erhöhten sich die Nettoforderungen des
MFI-Sektors in der Eurozone an Ansässige außerhalb des Währungsgebiets im
Zwölfmonatszeitraum bis Oktober 2006 um 47 Mrd EUR, verglichen mit einer
Zunahme um 25 Mrd EUR im Zwölfmonatszeitraum bis zum September 2006. Die
jährliche Wachstumsrate der längerfristigen finanziellen Verbindlichkeiten des
MFI-Sektors verringerte sich im Berichtsmonat auf 8,1% (8,2%).
DJG/ptt/hab
-0-
28.11.2006 - 10:11:29
Geldmengenwachstum in der Eurozone bleibt im Oktober hoch
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im
Oktober nicht weiter beschleunigt, bleibt aber weiterhin relativ dynamisch. Wie
die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag berichtet, stieg das
Geldmengenaggregat M3 um 8,5% gegenüber dem Vorjahresmonat. Für den gleitenden
Dreimonats-Durchschnitt wurde eine Wachstumsrate von 8,4% ausgewiesen. Das
Geldmengenwachstum blieb damit etwas hinter den Erwartungen zurück, lag aber
weiterhin über dem EZB-Referenzwert für eine mittelfristig
preisstabilitätsgerechte Entwicklung, der 4,5% beträgt.
Ökonomen hatten im Vorfeld eine Jahresrate von 8,8% prognostiziert, für den
Dreimonats-Durchschnitt wurde eine M3-Expansion von 8,5% vorhergesagt. Im
September war M3 in der Jahresrate um 8,5 gestiegen, im Dreimonats-Durchschnitt
wurde eine Expansion von 8,2% verzeichnet. Die Daten dürften Einschätzungen
bestätigen, dass die EZB ungeachtet der gegenwärtigen Euro-Stärke die Zinsen im
Dezember und darüber hinaus im ersten Quartal 2007 anheben wird. Seit Dezember
2005 hat die Notenbank ihre Zinsen bereits um 125 Basispunkte erhöht, der
wichtigste Zins beträgt seit Oktober 3,25%.
DJG/ptt/hab
-0-
28.11.2006 - 10:11:19
Borouge: Linde bekommt Auftrag aus Abu Dhabi ... (zwei)
Borouge-CEO Bucht sagte am Dienstag weiter, der Vertrag mit Linde sei am
Vortag unterzeichnet worden. Der Bau der Ethylen-Anlage werde 41 Monate in
Anspruch nehmen. Um den Auftrag hätten sich neben der Linde AG auch die Shaw
Group Inc und die ABB Ltd beworben. Noch offen ist nach Angaben von Bucht, wer
den Zuschlag für die im Umfeld der Anlage ebenfalls erforderlichen Wasser- und
Stromkapazitäten bekommt. Hier würden derzeit die technischen Angebote geprüft.
Ferner läuft bei Borouge die Vorauswahl für die Vergabe eines Auftrags zum
Bau einer Anlage zur Umwandlung von Olefinen im Rahmen des Ethylen-Komplexes.
Webseiten: http://www.borouge.com/
http://www.linde.com/
-Von Oliver Klaus, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/rio/brb
28.11.2006 - 09:57:50
KarstadtQuelle will 2007 Breakeven im Versandhandel erreichen
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die KarstadtQuelle AG will im kommenden Jahr den
Breakeven im Versandhandel erreichen. Dazu dienten die angekündigten Maßnahmen
bei Quelle, sagte der Leiter Investor Relations, Detlef Neveling, am Dienstag
zu Dow Jones Newswires. "Der angekündigte Börsengang des zweiten
Universalversenders neckermann erfolgt aber nicht liquiditätsgetrieben", fügte
Neveling hinzu.
Es stehe auch "nicht zur Disposition", die geplante Anteilserhöhung an der
Thomas Cook AG mit einer Wandelanleihe zu finanzieren. "Wir sind zum Jahresende
in einer starken Liquiditätsposition", sagte der Leiter der IR-Abteilung des in
Essen ansässigen Konzerns weiter.
DJG/apr/brb
28.11.2006 - 09:51:31
Porsche: Keine Überlegungen zur Übernahme von Audi
STUTTGART (Dow Jones)--Die Porsche AG hat eine Meldung über Pläne zur
Übernahme von Audi zurückgewiesen. "Es gibt keine entsprechende Überlegungen",
sagte Unternehmenssprecher Albrecht Bamler am Dienstag auf Anfrage von Dow
Jones Newswires. Es handele sich um "Planspiele von Analysten, für die es keine
Grundlage gibt. An dem Thema ist nichts dran." Volkswagen wollte sich zu der
Meldung nicht äußern.
Das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) hatte zuvor unter Berufung auf
Finanzkreise berichtet, dass bei Porsche über die Aufspaltung des
Volkswagen-Konzerns und die Eingliederung der Premiummarken nachgedacht werde.
Demnach könnte auf Grundlage des gestiegenen Einflusses von Porsche und seinem
Miteigentümer Ferdinand Piech bei Volkswagen mittelfristig eine komplette
Neuordnung des Konzerns folgen.
Wie die Zeitung unter Berufung auf Bankenkreise weiter schreibt, sieht das
Planmodell von Porsche vor, dass Volkswagen ihre Audi-Aktien an ihre Aktionäre
verschenkt, die dann in etwa gleichem Verhältnis an Volkswagen und Audi
beteiligt wären. Dadurch wäre Porsche mit seinen Volkswagen-Anteil automatisch
größter Anteilseigner der Premiummarke.
Mit dem Geld aus der Kapitalerhöhung könnte der Stuttgarter
Sportwagenhersteller danach ein Übernahmeangebot an alle Audi-Aktionäre
unterbreiten und Audi mit Porsche verschmelzen, berichtet die Zeitung weiter.
Webseite: http://www.volkswagen.de
http://www.porsche.de
DJG/kla/brb
28.11.2006 - 09:46:30
XETRA-START/DAX weiter auf Konsolidierungskurs
FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt geben die Kurse am Dienstag
im frühen Geschäft weiter nach. Der DAX fällt gegen 9.38 Uhr um 35 Punkte oder
0,5% auf 6.263 Punkte. Händler verweisen auf die schwachen Vorgaben der Wall
Street, dort sind die großen Indizes am Montag kräftig gefallen und nahe den
Tagestiefs aus der Sitzung gegangen. Damit setzten sich auch am deutschen Markt
die vergleichsweise aggressiven Gewinnmitnahmen fort, heißt es im Handel.
Belastungsfaktor Nummer eins bleibe der Dollar. Der Euro steigt weiter auf
1,3150 USD.
Technische Analysten sprechen von einer Korrektur, die typisch für so
genannte Bullenmärkte sei, also Märkte in Aufwärtstrends. Dabei herrscht noch
Zuversicht, der DAX werde nach Abschluss der Korrektur die jüngsten
Höchststände überschreiten. Allerdings könnte es dauern, bis die mittelfristig
überkaufte Lage abgebaut sei. Unterstützt sei der DAX bei 6.210 und bei 6.160
Punkten, auf Widerstand treffe er nun bei 6.360 Punkten, heißt es.
Bei den Einzeltiteln fallen SAP um 1,5% auf 156 EUR, zu diesem Preis hat
Goldman Sachs für einen Kunden laut Händlern 1,3 Mio Aktien verkauft.
Commerzbank verlieren 1,6% auf 26,91 EUR, und Deutsche Börse geben um 1,8% auf
127,62 EUR nach. Auf der anderen Seite ziehen Bayer um weitere 0,5% auf 40,00
EUR an. Im Anschluss an die guten Quartalszahlen vom Montag hat nun die
Citigroup das Kursziel auf 47 von 41 EUR erhöht. VW legen um 0,3% auf 80,29 EUR
zu - obwohl Porsche soeben dementiert hat, sie seien an einer Übernahme von
Audi interessiert.
In der zweiten Reihe legen Karstadt um 1,3% auf 20,10 EUR zu. Der Konzern
will große Teile des Versandhandels verkaufen oder an die Börse bringen.
Dagegen verlieren GEA 1,9% auf 14,50 EUR. Die Analysten der HSBC haben die
Aktie auf "Untergewichten" heruntergestuft. Weiter heißt es am Markt, am
Nachmittag dürften die US-Konjunkturdaten am Nachmittag das Zepter übernehmen.
Sollten die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, das
US-Verbrauchervertrauen und die Verkäufe bestehender Häuser in den USA am
Nachmittag negativ überraschen, könnte über einen weiter bröckelnden Dollar
zusätzlicher Druck auf die Dollar-sensitiven Titel kommen. Zu favorisieren
seien dann weiterhin defensive Sektoren wie Pharma und Versorger, die auch an
Wall Street relative Stärke gezeigt hätten.
-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
herbert.rude@dowjones.com
DJG/hru/bek/reh
28.11.2006 - 09:31:43
MARKT/Goldman Sachs platziert 1,3 Mio SAP-Aktien zu je 156 EUR
Laut Aussage von Händlern am Dienstagmorgen platziert Goldman Sachs 1,3 Mio
Aktien von SAP zum Preis von je 156 EUR. Der SAP-Kurs dürfte sich nach
Einschätzung eines anderen Händlers rasch von dem Platzierungsniveau, auf dem
es aktuell handelt, wieder erholen. Bislang sei nicht bekannt, von wem der
Anteil stamme, heißt es im Handel. Kurs -1,7% auf 155,86 EUR.
DJG/bek/reh
28.11.2006 - 09:20:35
Schering kooperiert mit Stanford-Universität bei Bildgebung
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die Schering AG und die kalifornische
Stanford-Universität wollen gemeinsam an der Entwicklung von Substanzen zur
molekularen Bildgebung forschen. Sie sollen bei der Erkennung und zur
Beobachtung des Verlaufs von Krebs eingesetzt werden, teilte das Berliner
Pharmaunternehmen am Dienstag mit.
Die Zusammenarbeit soll sich auf die Entwicklung von so genannten Tracern
konzentrieren, die bei der Tomografie zur Tumorerkennung eingesetzt werden.
Schering habe die Möglichkeit, die Exklusivrechte für die Entwicklung und
Vermarktung dieser Tracer zu erwerben.
Schering wird derzeit in die Bayer AG integriert und demnächst in Bayer
Schering Pharma Aktiengesellschaft umbenannt. Einen entsprechenden Beschluss
hatte die Schering-Hauptversammlung im September gefasst. Bayer hält bereits
96,1% an dem Berliner Unternehmen.
Webseite: http://www.schering.de
DJG/rib/brb
28.11.2006 - 09:08:37
Techem-Vorstand empfiehlt Ablehnung des Macquarie-Angebots
ESCHBORN (Dow Jones)--Vorstand und Aufsichtsrat der Techem AG haben den
Aktionären empfohlen, das Übernahmeangebot des Macquarie-Übernahmevehikels MEIF
II Energie Beteiligungen GmbH & Co abzulehnen. Wie der Eschborner Heizkosten-
und Wasserverbrauchsabrechner am Dienstag mitteilte, hält der Vorstand den von
Macquarie angebotenen Preis von 44,00 EUR in bar je Aktie "aus finanzieller
Sicht nicht für angemessen". Dies gelt auch darauf, dass ein
Beteiligungsunternehmen der von BC Partners beratenen Private Equity Fonds
zwischenzeitlich 52,00 EUR in bar je Aktie geboten habe.
Macquarie hatte mit BC Partners einen "weißen Ritter" gegen die ungebetene
Offerte der australischen Bank Macquarie gefunden. Macquarie hielt nach eigenen
Angaben im Oktober bereits 17% der Techem-Anteile. Vor der Ankündigung von
Macquarie Ende Oktober wurde die Techem-Aktie noch um die 40 EUR gehandelt.
Analysten bezeichneten das Angebot der Australier bereits bei seiner Vorlage
als zu niedrig.
Das mit Techem abgestimmte Angebot von BC Partners, das noch formell
veröffentlich werden muss, setzt eine Annahmequote von 50,1% der Aktien voraus.
Macquarie hatte ihre eigene Offerte an eine Annahmequote von 70% geknüpft.
Wie Techem in seiner Ablehnung weiter ausführte, lässt das
Macquarie-Übernahmeangebot "keine konkreten strategischen Zielsetzungen und
Visionen erkennen". Ebenso sei für den Vorstand nicht erkennbar, "welche
Ressourcen und Expertise Macquarie zur Stärkung von Techem zur Verfügung
stellen könnte". Der Aufsichtsrat schließe sich der Empfehlung des Vorstands
an.
Webseiten: http://www.techem.de/
http://www.heat-beteiligung.de
http://www.macquarie.com/meif2energie
DJG/abe/rio
28.11.2006 - 09:05:16
XETRA-START/Gut behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist gut behauptet in die
Dienstagssitzung gegangen. Der DAX handelt gegen 9.03 Uhr 0,1% oder 6 Punkte
höher bei 6.304. Händler sprechen von einer kleinen technischen Gegenreaktion
auf die hohen Verluste vom Montag.
DJG/bek/reh
28.11.2006 - 08:55:41
KarstadtQuelle will sich von neckermann.de trennen (zwei)
Auch Quelle und im Spezialversand strebt der im MDAX gelistete Konzern
weitreichende Umstrukturierungen an. Die Auslandsgeschäfte von Quelle sollen
auf Wachstumsregionen ausgerichtet werden. Dazu konzentriert Quelle seine
Aktivitäten auf Mittel- und Osteuropa sowie den deutschsprachigen Raum, wobei
ein besonderer Schwerpunkt auf die zügige Expansion in Russland gelegt werden
soll.
Die Gesellschaften in Frankreich, Portugal und Spanien sollen verkauft
werden, entsprechende Verkaufsgespräche wurden den Angaben zufolge bereits
aufgenommen. In Belgien und in den Niederlanden sollen zu Beginn des Jahres
2007 die Aktivitäten eingestellt werden.
Indes will Quelle seine eigenen Angaben zufolge nach führende Position
unter den deutschen Versandhandelsunternehmen im Internet ausbauen und plant
den Einstieg in das wachsende Segment Teleshopping.
Im Spezialversand konzentriere sich KarstadtQuelle künftig auf die Segmente
Golden Ager, Premium sowie Communities. Von allen übrigen Spezialversendern
wolle sich KarstadtQuelle mittelfristig trennen.
Die Versandhandels-Service Group, bestehend aus 14 Call-Centern, fünf
Logistikstandorten und IT-Dienstleistern mit insgesamt 10.000 Beschäftigten,
soll verkauft oder gemeinsam mit einem strategischen Partner entwickelt werden.
DJG/apr/brb
28.11.2006 - 08:39:58
KarstadtQuelle will sich von neckermann.de trennen
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die KarstadtQuelle AG will sich von ihrem
Universalversender neckermann.de trennen. Er soll im kommenden Jahr an die
Börse gebracht oder alternativ verkauft werden, wie der Warenhaus- und
Versandhandelskonzern am Dienstag mitteilte. Das in Essen ansässige Unternehmen
will sich beim Universalversand Deutschland künftig auf den Marktführer Quelle
konzentrieren. neckermann.de ist die Nummer drei im deutschen
Versandhandelsmarkt.
DJG/apr/rio
28.11.2006 - 08:35:03
EUREX/Bund-Futures starten knapp behauptet - US-Daten im Blick
FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet sind die bundesdeutschen
Renten-Kontrakte am Dienstag in den Handel gestartet. Der Dezember-Kontrakt des
Bund-Futures verliert gegen 8.32 Uhr 6 Ticks auf 118,34%. Das Tageshoch liegt
bislang bei 118,42% und das Tagestief bei 118,32%. Umgesetzt wurden bisher rund
38.600 Kontrakte. Der Bobl-Futures verliert 5 Ticks auf 109,94%. Nachrichtlich
im Blick steht vor allem ein Fülle von Konjunkturdaten am Dienstag und
Mittwoch. Sie dürften nach der feiertäglichen Ruhe seit Thanksgiving doppelt
scharf beobachtet werden, heißt es im Handel. Tendenziell werden schwache
US-Daten und gute aus dem Euro-Raum erwartet.
Im Blick stehen vor allem US-Immobilien-Daten: Sollte der Verkauf von
bestehenden Immobilien am Dienstag sowie von Neubauten am Mittwoch einen
weiteren Einbruch am US-Immobilienmarkt im Oktober bestätigen, dürfte der Euro
seinen Anstieg fortsetzen und für weitere Renten-Käufe durch Ausländer sorgen.
Beim Verkauf bestehender Häuser wird mit 0,6% Rückgang gegen den Vormonat
gerechnet. Zudem stehen Geldmengendaten M3 der EU für Oktober an; erwartet wird
ein Anstieg um 0,5% gegenüber dem Vormonat. Auch die US-Auftragseingänge
langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober und der Index des
Verbrauchervertrauens des Conference Boards für November stehen im Blick.
Technisch dürfte der Seitwärtsbereich zwischen 118,20% und 118,40% ausgetestet
werden.
DJG/mod/reh
28.11.2006 - 08:17:08
DEVISEN/Euro weiter über 1,31 USD - US-Immobilienmarkt im Blick
FRANKFURT (Dow Jones)--Weiter stabil über 1,31 USD ist der Euro am Dienstag
in den Handel gestartet. Von den Höchstkursen über 1,3150 USD ist die
Gemeinschaftswährung jedoch weiter zurückgekommen. "Aktuell sieht es so aus,
als ob wir die Marke von 1,31 USD von oben testen wollen", sagt ein Händler.
Allerdings habe der Euro am Morgen in Asien ein neues Rekordhoch gegen den Yen
ausgebildet. Dort liege gleichzeitige eine wichtige, technische Unterstützung.
Im Blick steht vor allem ein Fülle von Konjunkturdaten am Dienstag und
Mittwoch. "Nach der feiertäglichen Ruhe seit Thanksgiving dürften sie daher
doppelt so argwöhnisch beobachtet werden", so der Händler.
Im Blick stehen vor allem US-Immobilien-Daten: Sollte der Verkauf von
bestehenden Immobilien am Dienstag sowie von Neubauten am Mittwoch einen
weiteren Einbruch am US-Immobilienmarkt im Oktober bestätigen, dürfte der
Dollar seine Abwärtstendenz trotz des überverkauften Szenarios fortsetzen. Beim
Verkauf bestehender Häuser wird mit 0,6% Rückgang gegen den Vormonat gerechnet.
Zudem stehen Daten zur EU-Geldmenge M3 für Oktober mit einem erwarteten
Anstieg von 0,5% gegenüber dem Vormonat und zum US-Auftragseingang langlebiger
Wirtschaftsgüter für Oktober mit einem erwarteten Rückgang von 4,2% gegen
Vormonat an. Unter den Stimmungsindikatoren steht der Index des
Verbrauchervertrauens des Conference Boards für November im Blick. Hier rechnen
Volkswirte mit einem leichten Anstieg auf 106,0 nach 105,4 Punkten. Allerdings
spiegelten sich bereits ein Teil der Immobilien-Erwartungen in diesem Index.
Die Feinunze Gold geht am Dienstagmorgen mit 639,10 USD um nach einem
Nachmittag-Fixing in London von 638,75 USD.
===
Europa Asien Europa
(8.01) (4.51) (Mo,17.30)
EUR/USD 1,3130 1,3137 1,3120
USD/JPY 116,12 116,02 116,10
EUR/JPY 152,46 152,66 152,30
EUR/GBP 0,6776 --- 0,6773
EUR/CHF 1,5843 --- 1,5852
===
DJG/mod/reh
28.11.2006 - 07:36:23
KarstadtQuelle plant Verkauf von Neckermann - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Die KarstadtQuelle AG arbeitet einem Zeitungsbericht
zufolge am Verkauf seiner Versandhandelstochter Neckermann. Mehrere
Finanzinvestoren sollen an dem drittgrößten deutschen Versandhaus interessiert
sein, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer
Dienstagausgabe. Der Verkauf könnte noch in diesem Jahr abgeschlossen werden,
möglicherweise aber auch länger dauern, verlautete aus dem Umfeld des
Unternehmens. "Wir sind in einer Strategiediskussion zum Versandhandel und
werden abschließend in der nächsten Woche entscheiden", zitiert die Zeitung
einen KarstadtQuelle-Sprecher.
Über die Hintergründe für die plötzlichen Verkaufsabsichten werde in der
Branche heftig spekuliert. KarstadtQuelle brauche dringend Geld, heißt es im
Umfeld des Unternehmens. Dies wies ein Sprecher zurück: Das Gegenteil sei der
Fall, man suche Anlagemöglichkeiten für das Geld des Konzerns, sagte er.
Erstmals seit Langem habe man vor dem Weihnachtsgeschäft keinen Kredit in
Anspruch nehmen müssen, um den Wareneinkauf zu finanzieren.
Webseite: http://www.ftd.de
DJG/brb/rio
28.11.2006 - 07:36:11
Überblick/Unternehmen - 7.30 Uhr-Fassung
Volkswagen investiert für Werk in Indien 530 Mio USD
Die Volkswagen AG wird nach Angaben der Deutschen Botschaft in Indien rund
530 Mio USD in ihr neues Werk in Indien investieren. Die Höhe der Investition
geht aus einer Einladung für eine Pressekonferenz am kommenden Mittwoch hervor,
die die Botschaft verschickt hat. Auf der Pressekonferenz sollen die
entsprechenden Verträge für den Bau des Werkes unterzeichnet werden. Volkswagen
wollte die von der Botschaft genannte Höhe der Investitionen nicht
kommentieren.
Borouge: Linde bekommt Auftrag aus Abu Dhabi über 1,3 Mrd USD
Die Linde AG bekommt von dem in Abu Dhabi ansässigen Petrochemieunternehmen
Borouge den Auftrag zum Bau der weltgrößten Ethylenanlage. Der Auftrag hat ein
Volumen von 1,3 Mrd USD, wie Borouge-CEO Harry Bucht sagte. Linde werde eine
Anlage bauen, die Ethan in Ethylen verwandelt. Die Anlage werde eine
Jahreskapazität von 1,45 Mio Tonnen haben.
Münchener Rück nimmt für gute Preise Umsatzeinbußen hin - FTD
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG ist bereit, im Interesse
risikogerechter Preise auch deutliche Umsatzeinbußen hinzunehmen.
"Möglicherweise können wir unseres Politik nicht ewig ohne Verlust von
Prämienvolumen betreiben", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek der
"Financial Times Deutschland" (FTD). "Wir sind bereit, einen Rückgang zu
akzeptieren."
DB Real Estate verkauft Fortress Immobilien für 2 Mrd EUR - FTD
Die Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate will einem Zeitungsbericht zufolge
fast alle deutschen Liegenschaften aus ihrem offenen Immobilienfonds
Grundbesitz-Invest für rund 2 Mrd EUR an den Finanzinvestor Fortress verkaufen.
Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Angaben aus
Finanzkreisen berichtet, setzte sich Fortress in einem Bieterverfahren gegen
die Whitehall-Immobilienfonds der Investmentbank Goldman Sachs und die Morgan
Stanley Real Estate Funds (MSREF) durch.
comdirect will Beraternetz erheblich ausbauen - Focus-Money
Auf Grund der guten Kundenresonanz will die comdirect bank AG hundert neue
Berater einstellen und die Zahl ihrer Geschäftsstellen fast verdoppeln. "Wir
werden die Beraterzahl in den nächsten Jahren um rund 100 erhöhen", sagte der
comdirect-Vorstandsvorsitzende Andre Carls im Gespräch mit dem dem
Wirtschaftsmagazin "Focus-Money".
BenQ-Geschäftsführer gibt Position ab - SZ
Der Geschäftsführer des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile, Clemens
Joos, hat sein Amt einem Pressebericht zufolge mit sofortiger Wirkung
niedergelegt. Entsprechende Informationen habe ein Sprecher des Unternehmens
bestätigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Joos habe seinen Rücktritt
am Freitag eingereicht.
Lafarge erwägt Abspaltung von Dachgeschäft - La Tribune
Der französische Baukonzern Lafarge SA hat einem Pressebericht zufolge zwei
Leveraged-Buyout-Spezialisten damit beauftragt, sie bei der Abspaltung des
Hausdach-Geschäfts zu unterstützen. Wie die französische Zeitung "La Tribune"
auf ihrer Webseite berichtet, wird die Sparte dabei mit rund 2 Mrd USD
bewertet. Beauftragt worden seien PAI Partners und LBO France. Lafarge will den
Angaben zufolge weiter einen Minderheitsanteil von rund 30% an der Sparte
halten.
Iberdrola unmittelbar vor Übernahme von Scottish Power - Kreise
Der spanische Versorger Iberdrola wird möglicherweise schon an diesem
Dienstag die Übernahme der britischen Scottish Power für rund 12 Mrd GBP
ankündigen. Beide Konzerne und ihre Finanzberater arbeiteten an den letzten
Einzelheiten der Transaktion, die vielleicht schon am Dienstag angekündigt
werde, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Denkbar sei allerdings
auch, dass sich die Mitteilung noch etwas verzögere.
NYSE-Aktionäre entscheiden nach Euronext-Eignern über Fusion
Die Aktionäre der NYSE Group Inc sollen am 20. Dezember und damit einen Tag
nach den Anteilseignern der Euronext NV über eine Fusion mit der
Vierländerbörse abstimmen. Der Betreiber der New York Stock Exchange teilte
mit, eine entsprechende außerordentliche Aktionärsversammlung einberufen zu
wollen. Euronext hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, ihre Aktionäre am
19. Dezember über die geplante Fusion mit der NYSE abstimmen lassen.
DJG/kla/abe
28.11.2006 - 07:33:11
Borouge: Linde bekommt Auftrag aus Abu Dhabi über 1,3 Mrd USD
ABU DHABI (Dow Jones)--Die Linde AG bekommt von dem in Abu Dhabi ansässigen
Petrochemieunternehmen Borouge den Auftrag zum Bau der weltgrößten
Ethylenanlage. Der Auftrag hat ein Volumen von 1,3 Mrd USD, wie Borouge-CEO
Harry Bucht am Dienstag sagte. Linde werde eine Anlage bauen, die Ethan in
Ethylen verwandelt. Die Anlage werde eine Jahreskapazität von 1,45 Mio Tonnen
haben.
Borouge ist ein Joint Venture des Kunststoffherstellers Borealis und der
National Oil Co von Abu Dhabi. Borealis wird gemeinsam von OMV AG, Wien, (35%)
und der International Investment Co, Abu Dhabi, (65%) geführt.
Webseite: http://www.linde.com
DJG/DJN/rio/abe
28.11.2006 - 07:20:16
PRESSESPIEGEL/Unternehmen
MÜNCHENER RÜCK - Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt will das
Preisniveau stabil halten. Die Münchener Rück sei bereit, dafür auch
Umsatzeinbußen hinzunehmen, sagte Vorstand Torsten Jeworrek. (FTD S. 20)
KARSTADTQUELLE - Der Handelskonzern arbeit an dem Verkauf seiner
Versandhaustochter Neckermann. Mehrere Finanzinvestoren sollen an dem
drittgrößten deutschen Versandhaus interessiert sein, heißt es in der Branche.
Der Verkauf könnte noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, möglicherweise
aber auch länger dauern, verlautete aus dem Umfeld des Unternehmens. (FTD S. 1)
PORSCHE - Dem gestiegenen Einfluss von Porsche bei Volkswagen könnte
mittelfristig eine komplette Neuordnung des Konzerns folgen. Zumindest sehen
das Planspiele vor, die bei Porsche gemacht werden, wie in der Finanzszene
bestätigt wird. Durchgespielt wird, Audi und andere Premiummarken aus dem
VW-Konzern herauszulösen und mit Porsche zu vereinen. (Handelsblatt S. 17)
LANXESS - Nach der groben Sanierung sucht der Chemiekonzern jetzt Anschluss
an die Marktführer. In erster Linie will Lanxess jetzt durch Zukäufe
vorankommen. Verkraftbar seien auch Unternehmen mit einem Umsatz von mehreren
Mrd EUR, sagte der Vorstandsvorsitzende Axel Heitmann. (FAZ S. 18)
RAG - Der Essener RAG-Konzern steht unmittelbar davor, die letzte Hürde für
seinen geplanten Börsengang zu nehmen, heißt es. Auf dem Kohlegipfel in Berlin
wird morgen ein Eckpunktepapier verabschiedet, das den Weg an die Börse
endgültig frei macht. (FTD S. 10)
THOMAS COOK - Thomas Cook verlangt Klarheit über die Eigentümer. Der Chef
des zu KarstadtQuelle und Lufthansa gehörenden Reisekonzerns, Thomas Holtrop,
dringt auf eine Entscheidung über die Eigentümerstruktur. (FTD S. 8)
SEAT - Das Seat-Debakel ist der einzige Makel auf der Erfolgsbilanz des
designierten VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Als Audi-Vorstandschef
bemüht er sich seit geraumer Zeit um die Sanierung der spanischen
Automobilmarke, bislang vergeblich. Jetzt sollen neue Chefs und kleine
Fahrzeuge die Marke retten. (Süddeutsche Zeitung S. 25)
FORTRESS - Die Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate will fast alle
deutschen Liegenschaften aus ihrem offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest
für rund 2 Mrd EUR an den Finanzinvestor Fortress verkaufen, heißt es unter
Berufung auf Angaben aus Finanzkreisen. Fortress setzte sich in einem
Bieterverfahren gegen die Whitehall-Immobilienfonds der Investmentbank Goldman
Sachs und die Morgan Stanley Real Estate Funds (MSREF) durch. Die Transaktion
solle in Kürze besiegelt werden. (FTD S. 19)
TNT - Der niederländische Postkonzern TNT will das Expressgeschäft in
Europa und Asien kräftig ausbauen und Marktführer DHL Paroli bieten. "Wir
planen weitere Übernahmen, vor allem in schnell wachsenden Volkswirtschaften",
sagte der TNT-Vorstandsvorsitzende Peter Bakker. (Handelsblatt S. 11)
BAE SYSTEMS - Der Rüstungshersteller muss um seine Geschäftskontakte zu
Saudi-Arabien fürchten. Regierungsvertreter in Riad drohen dem britischen
Konzern mit dem Abbruch der Geschäftsbeziehungen, das würde vor allem die
Lieferung von 72 Eurofighter-Kampfjets betreffen. (FAZ S. 18)
DJG/pi/brb
-0-
28.11.2006 - 06:23:10
Münchener Rück nimmt für gute Preise Umsatzeinbußen hin - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG ist
bereit, im Interesse risikogerechter Preise auch deutliche Umsatzeinbußen
hinzunehmen. "Möglicherweise können wir unseres Politik nicht ewig ohne Verlust
von Prämienvolumen betreiben", sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek der
"Financial Times Deutschland" (FTD - Dienstagausgabe). "Wir sind bereit, einen
Rückgang zu akzeptieren." In den ersten neun Monaten stagnierten die
Prämieneinnahmen des zweitgrößten Rückversicherers der Welt.
Die Münchener Rück würde auch einen zweistelligen Umsatzrückgang hinnehmen,
sagte Jeworrek. "Es gibt keine festgelegte Grenze." Kein Unternehmen könne um
der Kundenbeziehung willen unökonomische Entscheidungen treffen. Die geplante
Rückgabe von 1 Mrd EUR überschüssigen Kapitals an die Anleger durch einen
Aktienrückkauf sei eine klare Indikation für die ertragsorientierte
Geschäftspolitik, sagte Jeworrek.
Webseite: http://www.ftd.de
DJG/brb/abe
28.11.2006 - 06:25:36
TAGESVORSCHAU/28. November 2006
===
***07:30 DE/Air Berlin plc, Ergebnis 3Q (10:00 Telefon-PK), Berlin
***08:00 DE/Klöckner & Co AG (KlöCo), Ergebnis 3Q
(10:00 Telefonkonferenz), Duisburg
***08:10 DE/GfK-Konsumklimaindikator Dezember
PROGNOSE: 9,3 Punkte
zuvor: 9,2 Punkte
***10:00 EU/EZB, Geldmenge M3 Oktober
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+8,8% gg Vj
zuvor: +1,2% gg Vm/+8,5% gg Vj
Geldmenge M3 Oktober Drei-Monats-Rate
PROGNOSE: +8,5% gg Vj
zuvor: +8,2% gg Vj
10:00 GB/Confederation of British Industries, Jahreskonferenz,
Rede von US-Finanzminister Paulson, London (A)
10:30 DE/OPEN Business Club AG, PK zum Börsengang, Frankfurt (A)
10:30 AT/BA-CA, Einkaufsmanagerindex November
***11:00 FR/OECD, Wirtschaftsausblick Nr. 80, Paris
11:00 DE/Bundesverband der Deutschen Industrie und
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände,
PK mit den Präsidenten Thumann und Hundt zum Thema:
"Erwartungen der deutschen Wirtschaft an die deutsche
EU-Ratspräsidentschaft", Berlin
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***12:00 DE/Deutsche Bundesbank, PK zum
Finanzstabilitätsbericht 2006, Frankfurt
13:30 DE/Bundeswirtschaftsministerium, PG zum geplanten
Maßnahmenpaket zur Stärkung des Wettbewerbs im
Energiesektor, Berlin
***14:30 US/Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Oktober
PROGNOSE: -4,2% gg Vm
zuvor: +8,3% gg Vm
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
***16:00 US/Index des Verbrauchervertrauens November
PROGNOSE: 106,0 Punkte
zuvor: 105,4 Punkte
***16:00 US/Verkauf bestehender Häuser Oktober
PROGNOSE: -0,6% gg Vm
zuvor: -1,9% gg Vm
***18:30 US/National Italian American Foundation,
Rede von Fed-Chairman Bernanke zu den Wirtschaftsaussichten,
New York
18:30 US/Simon Graduate School of Business, Rede von Philadelphia
Fed President Plosser zu den Wirtschaftsaussichten,
Rochester (A)
***19:00 US/Treasury, Auktion zweijähriger Notes
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH,
Ausschreibung fünfjährige Bundesobligation der Serie 149
über 4 Mrd EUR
*** - DE/Max21 Management und Beteiligungen AG,
Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
*** - DE/Deutsche Wohnen AG, Ergebnis 1Q, Frankfurt
*** - GB/Barclays plc, Trading Update 3Q, London
- AT/Rosenbauer International AG, Ergebnis 9 Monate, Leonding
- EU/Rat der Finanzminister, Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der AOL Deutschland durch Telecom Italia SpA Brüssel
- NL/Nokia Oy, Capital Market Days (bis 29.11.), Amsterdam (A)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla/brb
-0-
|