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Montag, 27-Nov-2006
27.11.2006 - 18:50:22
EUREX/Renten-Futures im Verlauf unverändert - Keine Umschichtung
FRANKFURT (Dow Jones)--Unverändert zum Vortag zeigen sich die deutschen
Renten-Kontrakte im späten Montagsverlauf. Der Dezember-Kontrakt des
Bund-Futures notiert gegen 18.43 Uhr unverändert bei 118,32%. Das Tageshoch
liegt bislang bei 118,40% und das Tagestief bei 118,04%. Umgesetzt wurden
bisher rund 983.000 Kontrakte. Der BOBL-Futures gewinnt 8 Ticks auf 109,92%.
Damit profitieren die Renten weit weniger vom Kurseinbruch an den Aktienmärkten
als erwartet. "Ich hätte mit mehr Umschichtungen gerechnet", sagt ein Händler.
Auch die Umsätze hätten höher sein können. Grund könnten eventuell die
fehlenden Daten von Wirtschafts- und Zentralbankseite sein, hieß es in einer
Markteinschätzung der WestLB. "Mit Blick auf die deutlich verbesserte
charttechnische Situation von EUR/USD am Devisenmarkt könnte der europäische
Rentenmarkt in den nächsten Tagen allerdings über die Währungsseite unterstützt
werden", so die Analysten weiter. Die Aufwertung des Euro könne dabei zu weiter
nachlassenden Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen durch die EZB führen.
Auch habe sich der technische Ausblick für den Bund-Future mit dem Vorstoß
über die Widerstandszone bei 118,31/40% - den Hochpunkten vom 13. und 21.
November - verbessert, hieß es von der WestLB. Eine substanzielle Verbesserung
des mittelfristigen Ausblicks würde aber erst im Falle einer Befestigung über
dem Hoch vom 27. September bei 118,70% erfolgen.
DJG/mod/raz
27.11.2006 - 18:41:10
Europas Börsen schließen schwach - Autos und Airlines verlieren
Kräftige Gewinnmitnahmen haben zum Wochenbeginn die europäischen
Aktienmärkte unter Druck gebracht. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 1,7 Prozent oder
70 auf 3.978 Punkte, der Stoxx-50 gab um 1,5 Prozent oder 54 auf 3.596 Punkte
nach. Bis auf die von hervorragenden Geschäftszahlen getragene Bayer-Aktie
schlossen sämtliche Länderbörsen, Branchen und Indextitel im Minus. Besonders
gebeutelt wurden erneut die exportstarken Autowerte. Hier hatte der
Euro-Ansprung vergangene Woche die Gewinnmitnahmen ausgelöst. Dazu merkten die
Analysten von Lehman Brothers an, dass die zyklischen Titel in Europa zuletzt
gut gelaufen und nun im Verhältnis zu den Gesamtmärkten hoch bewertet seien.
"Die Dollar-Verluste könnten eine Underperformance der europäischen
Zykliker zur Folge haben", hieß es. Ein Grund, auf breiter Front Aktien zu
verkaufen, sei der Euro-Anstieg jedoch nicht - zuletzt habe kein erkennbarer
Zusammenhang zwischen den Bewegungen des Dollar und den Erträgen aus
Aktienanlagen bestanden. Die europäischen Aktien hätten sich vielmehr
angesichts des tendenziell festen Euro gut entwickelt. Technische Analysten
rechnen angesichts der schwachen US-Vorgaben mit weiteren Abgaben in den
Euro-Indizes; der Euro-Stoxx-50 könnte nach Schätzungen der LBBW bis auf 3.960
Punkte fallen.
Autowerte vom Euro belastet
Autowerte waren die Hauptverlierer der Gewinnmitnahmen. Der Sektor-Index
gab um 2,6 Prozent nach. "Hier war auch am meisten Speck drauf", sagte ein
Händler mit Verweis auf die jüngsten, steilen Kursanstiege von VW, Fiat und
Daimler. Bei BMW sei ein Eurokurs von 1,25 USD eine Schlüsselmarke für die
Erträge aus Verkäufen in den USA, erklärten Händler. Zusätzlich habe der wieder
steigende Ölpreis belastet. BMW verloren 2,2 Prozent auf 41,86 EUR, Fiat 2,9
Prozent auf 13,95 EUR, DaimlerChrysler 2,8 Prozent auf 44,25 EUR,
Peugeot-Citroen 2,5 Prozent auf 46,78 EUR und Volkswagen 1,6 Prozent auf 80,01
EUR.
Airlines von Euro und Öl belastet
Schwach zeigten sich auch die Aktien der großen europäischen
Fluggesellschaften. Air France-KLM verloren 3 Prozent auf 29,82 EUR, Lufthansa
2,9 Prozent auf 18,67 EUR und British Airways um 2,2 Prozent auf 482,8 p. Nach
den Kursgewinnen in den vergangenen Wochen seien Gewinne mitgenommen worden,
hieß es im Handel. Selbst Alitalia fielen 3,1 Prozent auf 0,88 EUR, obwohl in
der vergangenen Woche Spekulationen für Kursgewinne gesorgt hatten, die auf
eine Übernahme durch Air France-KLM setzten.
Moderate Verluste der Versorger stützen Indizes
Nur die moderaten Verluste der indexschweren Versorger- und Energie-Aktien
bewahrten die europäischen Indizes vor noch größeren Verlusten. Beide
Sektor-Indizes gaben um je 0,9 Prozent. Selbst der ehemalige Tagesgewinner RWE
fiel bis zum Schluss ins Minus. Nach rund 4,5 Prozent in der Spitze schlossen
die Titel 0,6 Prozent tiefer bei 86,05 EUR. Zunächst hatten mehrere Faktoren
gestützt: So das erhöhte Kursziel von Morgan Stanley auf 102 EUR, sowie
Spekulationen, nach denen Iberdrola 800 p je Aktie von Scottish Power bieten
könnte und der Einstieg von Gazprom in Italien. Iberdrola stemmten sich mit
minus 0,5 Prozent auf 32,75 EUR etwas gegen den Trend. Eni verloren nur 0,6
Prozent auf 24,52 EUR; hier stützten Berichte, das Ölfeld in Kasachstan sei
größer als erwartet.
Banken von BBVA-Kapitalerhöhung belastet
Unter den Banken brachen BBVA um 4,7 Prozent auf 18,15 EUR ein. Hier
belastete eine hohe Kapitalerhöhung von 3 Mrd EUR die Kurse. Händler sprachen
mit Blick auf die Verluste von einem "schlecht gewählten Tag" für
Kapitalmaßnahmen. Dies habe den gesamten Sektor belastet. Barclays schlossen
innerhalb der europäischen Finanzwerte mit moderatem Verlust von 0,6 Prozent.
Grund war nach Händlerangaben die Erwartung guter Aussagen beim Trading
Statement am Dienstag. Die Aktie schloss bei 688 p; der Banken-Index verlor 1,8
Prozent.
DJG/mod/raz
27.11.2006 - 18:22:33
XETRA-SCHLUSS/DAX schwach - Markt fällt unter 6.300 Punkte
FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach auf ganzer Breite ist der deutsche
Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 1,8% oder 114 auf
6.298 Punkte und schloss damit unter der 6.300er-Marke. Kräftige
Gewinnmitnahmen in sämtlichen Titeln, die zuvor gut gelaufen waren, drückten
den Markt. Bis auf Bayer nach hervorragenden Geschäftszahlen konnte sich kein
DAX-Wert in den grünen Bereich retten. Moderate Verluste der indexschweren
Versorger bewahrten den DAX indes vor größeren Verlusten. Umgesetzt wurden 7,1
Mrd EUR nach 6,6 Mrd EUR am Freitag; im DAX-Terminkontrakt kam es hingegen zu
Rekordumsätzen.
Als Vorwand der Gewinnmitnahmen habe der Euro-Anstieg gedient. Die
Analysten von Lehman Brothers merkten dazu an, dass die zyklischen Titel in
Europa zuletzt gut gelaufen und nun im Verhältnis zu den Gesamtmärkten hoch
bewertet seien. "Die Dollar-Verluste könnten eine Underperformance der
europäischen Zykliker zur Folge haben", hieß es. Ein Grund, auf breiter Front
Aktien zu verkaufen, sei der Euro-Anstieg jedoch nicht - zuletzt habe kein
erkennbarer Zusammenhang zwischen den Bewegungen des Dollar und den Erträgen
aus Aktienanlagen bestanden. Die europäischen Aktien hätten sich vielmehr
angesichts des tendenziell festen Euro gut entwickelt. Analysten sehen den DAX
zumindest bis auf 6.280 Punkte fallen. Dort dürfte ein Konsolidierung
einsetzen.
Deutsche Börse waren mit minus 4% Spitzenverlierer. Die Aktien schlossen
nach Gewinnmitnahmen bei 129,97 EUR. Pressespekulationen über einen
bevorstehenden Einstieg von WGZ-Bank und Sparkassen erwiesen sich als nicht
haltbar. Selbst der ehemalige Tagesgewinner RWE fiel bis zum Schluss ins Minus.
Nach rund 4,5% in der Spitze schlossen die Titel 0,6% tiefer bei 86,05 EUR.
Zunächst hatten mehrere Faktoren gestützt: So das erhöhte Kursziel von Morgan
Stanley auf 102 EUR, sowie Spekulationen, nach denen Iberdrola 800 p je Aktie
von Scottish Power bieten könnte und der Einstieg von Gazprom in Italien. Auch
E.ON gaben 0,3% nach auf 95,96 EUR.
Bayer ragten hingegen einsam aus dem roten Teppich: Eine überraschend gute
Quartalsbilanz und ein erhöhter Ausblick wurden 2% Plus auf 39,79 EUR
umgesetzt. Die Leverkusener rechnen nunmehr mit einer bereinigten EBITDA-Marge
von 22% für 2006. Von einer "insgesamt positiven Überraschung" sprach Analyst
Markus Metzger von der Bank Vontobel. Er lobte insbesondere das starke
operative Ergebnis in der Gesundheitssparte Health Care.
Deutlich unter Druck standen die Automobilwerte. Bei BMW sei ein Eurokurs
von 1,25 USD eine Schlüsselmarke für die Erträge aus Verkäufen in den USA,
sagten Händler. Zusätzlich belastete der wieder steigende Ölpreis. BMW verloren
2,2% auf 41,86 EUR, DaimlerChrysler 2,8% auf 44,25 EUR und Volkswagen 1,6% auf
80,01 EUR. Auch Continental werden um 2% tiefer bei 87,47 EUR gehandelt. Auch
Lufthansa wurden von der Kombination Öl-Dollar um 2,9% gedrückt auf 18,67 EUR.
Siemens litten unter den fortgesetzten Berichten über angebliche Korruption
im Haus und gaben 2,9% nach auf 72,44 EUR. Deutsche Telekom fielen 2,2% auf
13,39 EUR. Hier kursierten Kreiseberichte der "Wirtschaftswoche", wonach der
designierte Vorstandsvorsitzende Obermann den gesamten Vorstand austauschen
möchte. MAN gaben 1,6% ab auf 68,79 EUR, nachdem die Gespräche mit Scania
abgebrochen wurden. Scania sieht nach Presseberichten den eigenen Wert bei 673
SEK je Aktie. MAN wäre nach Analystenangaben aber nie bereit gewesen, über 500
SEK zu gehen, hieß es im Handel.
Glanzlicht in der zweiten Reihe waren Deutz, die gegen den Markt
zwischenzeitlich sogar ein neues Jahreshoch ausbildeten. Der Titel profitiere
nach wie vor auch von den günstigen Vorlagen vom US-Wettbewerber John Deere,
hieß es. Deutz stiegen um 1,1% auf 9,85 EUR. Im TecDAX wurden ebenfalls die
vergangenen Favoriten bestraft: Index-Schwergewicht United Internet brachen um
3,3% ein auf 11,45 EUR, Morphosys um 4,9% auf 43,78 EUR.
DJG/mod/raz
27.11.2006 - 17:36:52
Volkswagen investiert für Werk in Indien 530 Mio USD
NEU-DELHI (Dow Jones)--Die Volkswagen AG wird nach Angaben der Deutschen
Botschaft in Indien rund 530 Mio USD in ihr neues Werk in Indien investieren.
Die Höhe der Investition geht aus einer Einladung für eine Pressekonferenz am
kommenden Mittwoch hervor, die die Botschaft am Montag verschickt hat. Auf der
Pressekonferenz sollen die entsprechenden Verträge für den Bau des Werkes
unterzeichnet werden. Volkswagen wollte die von der Botschaft genannte Höhe der
Investitionen nicht kommentieren.
Der VW-Aufsichtsrat hatte vor kurzem dem lange erwarteten Bau der
Produktionsstätte zugestimmt. Diese Produktionsstätte wird im Norden der Stadt
Pune im Bundesstaat Maharashtra errichtet. Rund 2.500 Mitarbeiter sollen dort
beschäftigt werden. Die Aufnahme der Fertigung von Kleinwagen ist für die
zweite Jahreshälfte 2009 geplant. Der Bau des indischen Werkes ist für den
VW-Konzern ein wichtiger Bestandteil der Strategie zur Ausweitung des
Weltmarktanteils. Er soll bis 2015 auf 12% steigen. 2005 hatte VW 9,1% Anteil
am Weltmarkt für Kraftfahrzeuge.
Webseite: http://www.volkswagen-ag.de
DJG/DJN/mbr/jhe/abe
27.11.2006 - 17:31:03
DEVISEN/Euro stabilisiert sich oberhalb von 1,31 USD
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro kann sich auch nach Ablauf des langen
Thanksgiving-Wochenendes in den USA oberhalb der Marke von 1,31 USD behaupten.
Die Marktstrategen vom Metzler Financial Services bringen die Entwicklung am
Devisenmarkt auf einen einfachen Nenner. "Die Eurozone boomt, in Japan regiert
das Prinzip Hoffnung und Amerika schwächelt." Sollte der Verkauf von
bestehenden Immobilien am Dienstag sowie von Neubauten am Mittwoch einen
weiteren Einbruch am US-Immobilienmarkt im Oktober bestätigen, dürfte der
Dollar seine Abwärtstendenz trotz des überverkauften Szenarios fortsetzen.
Nach einer Seitwärtsbewegung von gut sechs Monaten ist die europäische
Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar damit nach oben ausgebrochen. Die
Volatilitäten der Währungsoptionen sind explosionsartig in die Höhe geschnellt.
Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der Euro nun in neue Galaxien
vorstoßen wird. Teilweise werden inzwischen Kurse von 1,35 USD für einen Euro
in den kommenden Monaten erwartet.
Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittags-Fixing in London bei 638,75 USD
nach einem Vormittags-Fixing bei 637,50 USD festgestellt. Der Gold-Preis
profitiert einmal mehr von der Dollar-Schwäche, so die Begründung aus dem
Handel.
===
Europa Europa Europa
(17.30) (12.15) (7.20)
EUR/USD 1,3120 1,3117 1,3123
USD/JPY 116,10 116,14 116,07
EUR/JPY 152,30 152,36 152,29
EUR/GBP 0,6773 0,6776 0,6777
EUR/CHF 1,5852 1,5847 1,5843
===
DJG/thl/raz
27.11.2006 - 17:12:23
Wall Street im Verlauf deutlich leichter - Wal-Mart schwächeln
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Anfangsverluste haben sich an der Wall Street im
Verlauf am Montag weiter ausgebaut. Zum einen belaste der über das
Thanksgiving-Wochenende deutlich abgeschwächte Dollar. Zum anderen habe
Wal-Mart Zahlen vorgelegt, die auf ein zurückhaltendes Konsumverhalten
schließen lassen, heißt es. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA)
verliert gegen 17.05 Uhr MEZ um 0,8% oder 96 Punkte auf 12.182. Der
Nasdaq-Composite gibt um 1,2% nach auf 2.430 Punkte und der marktbreite S&P-500
verzeichnet ein Minus von 0,7% auf 1.391 Punkte. Im Bereich von 1.390 Punkten
liege im S&P-500-Index eine erste technische Unterstützung, heißt es. Sollte
diese unterschritten werden, bilde die 1.384 die nächste Marke. Erst ab
Dienstag stehen wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung auf der Agenda.
Den Dow Jones belasten vor allem Wal-Mart, die um knapp 2% auf 47,02 USD
verlieren. Der weltgrößte Einzelhandelskonzern kündigte für November einen
flächenbereinigten Erlösrückgang von 0,1% an. Dies stelle die schlechteste
Monatsperformance seit einem Jahrzehnt bei Geschäften dar, die bereits
mindestens ein Jahr geöffnet sind, heißt es im Handel.
Einzelhandelswerte treten mit der inoffiziellen Eröffnung der
Weihnachtssaison verstärkt in den Blick der Investoren. Laut der nationalen
Vereinigung der US-Einzelhändler steigerten die Konsumenten über das
Thanksgiving-Wochenende ihre Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 18,9%. Die
Verbraucher gaben vom 23. bis 27. November durchschnittlich rund 360,15 USD
aus, im Vergleichsjahr 2005 stiegen die Ausgaben gegenüber 2004 um 14,2
Prozent. Best Buy legen um knapp 2% auf 56,12 USD zu.
In einem Bericht im Barrons wird die Bewertung von Google als
"außerordentlich teuer" eingestuft, die Aktie verliert daraufhin 2% auf 493,80
USD.
DJG/thl/raz
27.11.2006 - 17:01:12
ÜBERBLICK/Unternehmen - 17.00 Uhr-Fassung
E.ON Ruhrgas: Keine Nachverhandlungen zu Distrigaz in Rumänien
Die E.ON Ruhrgas AG hat klar gestellt, dass der im vergangenen Jahr vollzogene
Mehrheitserwerb des Gasversorgers Distrigaz von rumänischer Seite nicht noch
einmal auf den Prüfstand gestellt werden soll. Eine Sprecherin des Essener
Unternehmens bestätigte, dass das Unternehmen aufgefordert worden sei, die
Privatisierungsverträge zu veröffentlichen. "Es geht dabei aber nicht um
Nachverhandlungen", betonte sie und widersprach damit einer zuvor verbreiteten
Vorabmeldung des "Handelsblatt". Die Zeitung hatte gemeldet, E.ON drohe bei
Distrigaz eine Neuverhandlung der Investitionen.
KMW beansprucht Führung bei Zusammengehen mit Rheinmetall
Bei der erwarteten Konsolidierung in der deutschen Heerestechnik hakt es nach
wie vor am Führungsanspruch der beiden betreffenden Unternehmen. Sowohl die
Münchener Krauss-Maffei Wegmann (KMW) als auch die Düsseldorfer Rheinmetall AG
haben wiederholt die Führungsrolle für den Fall eines Zusammenschlusses von KMW
mit Rheinmetall Landsysteme beansprucht. Analysten hatten diese Äußerungen in
der Vergangenheit stets lediglich als Teil der Verhandlungstaktik gewertet. Die
jüngsten Äußerungen von KMW legen hingegen nahe, dass die Verhandlungen an der
Führungsfrage vorerst gescheitert sind.
Deutsche Börse erwartet anhaltend gutes IPO-Umfeld 2007
Die Deutsche Börse rechnet im kommenden Jahr mit einem weiterhin positiven
Umfeld für Börsengänge. "Wenn keine externen Ereignisse das Sentiment am Markt
nachhaltig eintrüben, erwarte ich 2007 eine Anzahl von Börsengängen an der
Frankfurter Börse in der Größenordnung von 2006", sagte Rainer Riess, Managing
Director der Deutschen Börse AG, in Frankfurt. Im laufenden Jahr hätten bis
Oktober bereits 154 Unternehmen den Schritt auf das Parkett gewagt. Damit
könnte dieses Jahr nach 1999 das erfolgreichste in der Geschichte der Inititial
Public Offerings (IPO) in Deutschland werden, so Riess. 1999 waren 166
Unternehmen an die Börse gegangen.
M.M.Warburg kauft Degussa Bank von ING DiBa
Die Hamburger Privatbank M.M.Warburg & CO Gruppe KGaA hat gemeinsam mit
Privatinvestoren die Degussa Bank von der ING DiBa AG erworben. Wie M.M.Warburg
mitteilte, ist eine entsprechende Vereinbarung mit der Direktbank bereits am
Freitag unterzeichnet worden. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen
vereinbart worden.
DVAG wird alleiniger Vertrieb von AMB-Tochter AachenMünchener
Die deutsche Versicherung AMB Generali ordnet den Vertrieb ihrer größten
Tochtergesellschaft AachenMünchener neu. Die AachenMünchener werde ihre
Vertriebsorganisation "AachenMünchener Beratungs- und Serviceorganisation"
vollständig auf den bisherigen Kooperationspartner Deutsche Vermögensberatung
AG (DVAG) übertragen, teilten die Unternehmen mit. Damit werde die Deutsche
Vermögensberatung der alleinige Vertrieb der AachenMünchener.
IPO/Symrise strebt "branchenübliche" Dividende ab 2007 an
Die Symrise AG strebt ab 2007 eine "branchenübliche" Dividende an. "Wir werden
nach dem Börsengang sehr wohl in der Lage sein, eine angemessene
branchenübliche Dividende zu zahlen", kündigte Vorstandsvorsitzender Gerold
Linzbach in Frankfurt an. Als "branchenüblich" bezeichnete der Manager die
Dividende des schweizerischen Branchenführers Givaudan SA. Das Unternehmen hat
2005 eine Dividende von 17,60 CHF (etwa 11 EUR) je Aktie gezahlt. Symrise ist
die Nummer vier im Markt für Duft- und Aromastoffe nach Givaudan, International
Flavors & Fragrances Inc und der schweizerischen Firmenich SA.
BBVA will mit Kapitalerhöhung weiter wachsen
Die spanische Bank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) hat eine
Kapitalerhöhung von 3 Mrd EUR angekündigt. Damit will sie ihre
Kernkapitalkennziffern verbessern und ihre Wachstumsstrategie im In- und
Ausland fortsetzen. Die BBVA, die zeitgrößte Bank Spaniens gemessen an der
Marktkapitalisierung, will neue Aktien über ein beschleunigtes
Bookbuildingverfahren an Institutionelle Investoren abgeben. Dabei sollen 4,6%
ihrer Marktkapitalisierung angeboten werden. Die Kernkapitalquote der BBVA ist
in den vergangenen zwei Jahren um fast zwei Prozentpunkte gesunken. Gründe
dafür waren unter anderem der Kauf einer texanischen Bank, Belastungen im
Zusammenhang mit einem neuen Unternehmenssteuergesetz und Mitarbeiterzahlungen.
Lebensversicherer Scottish Re findet doch noch Investor
Die Scottish Re Group Ltd hat nun doch noch einen Investor gefunden, nachdem es
Mitte November noch nicht so ausgesehen hatte, als würde der Lebensversicherer
verkauft werden. Die MassMutual Financial und die Investmentgruppe Cerberus
Capital Management würden jeweils 300 Mio USD in das Unternehmen investieren,
teilte Scottish Re mit. MassMutual Capital und Cerberus würden 1 Mio
Vorzugsaktien kaufen, die in 150 Mio Stammaktien entsprechend 68,8% des
Unternehmen gewandelt werden könnten.
Ford sichert sich Finanzmittel von 18 Mrd USD
Die Ford Motor Co will bis zum Ende des laufenden Jahres hauptsächlich Darlehen
über rund 18 Mrd USD aufnehmen und damit mittel- und kurzfristig benötigte
Barmittel sowie ihre Restrukturierungskosten finanzieren. Zudem seien die
Mittel als finanzielles Polster gegen eine mögliche Rezession gedacht. 15 Mrd
USD werden dabei vom US-Automobilgeschäft von Ford in Anspruch genommen.
DJG/abe
27.11.2006 - 16:29:13
E.ON Ruhrgas: Keine Nachverhandlungen zu Distrigaz in Rumänien
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die E.ON Ruhrgas AG hat klar gestellt, dass der im
vergangenen Jahr vollzogene Mehrheitserwerb des Gasversorgers Distrigaz von
rumänischer Seite nicht noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden soll.
Eine Sprecherin des Essener Unternehmens bestätigte am Montag, dass das
Unternehmen aufgefordert worden sei, die Privatisierungsverträge zu
veröffentlichen. "Es geht dabei aber nicht um Nachverhandlungen", betonte sie
und widersprach damit einer zuvor verbreiteten Vorabmeldung des "Handelsblatt".
Die Zeitung hatte gemeldet, E.ON drohe bei Distrigaz eine Neuverhandlung
der Investitionen. E.ON Ruhrgas hatte im vergangenen Jahr insgesamt 303 Mio EUR
für 51% der Anteile ausgegeben. 49% an Distrigaz hält noch der rumänische
Staat, der jetzt alle Privatisierungsverträge im Energiesektor veröffentlichen
möchte. Ruhrgas prüfe derzeit noch diesen Wunsch, sagte die
Unternehmenssprecherin.
Webseite: http://www.eon-ruhrgas.de
http://www.handelsblatt.de
-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14,
andreas.heitker@dowjones.com
DJG/hei/jhe
27.11.2006 - 16:13:19
TAGESVORSCHAU/28. November 2006 - vorläufige Fassung
===
***07:30 DE/Air Berlin plc, Ergebnis 3Q (10:00 Telefon-PK), Berlin
***08:00 DE/Klöckner & Co AG (KlöCo), Ergebnis 3Q
(10:00 Telefonkonferenz), Duisburg
***08:10 DE/GfK-Konsumklimaindikator Dezember
PROGNOSE: 9,3 Punkte
zuvor: 9,2 Punkte
***10:00 EU/EZB, Geldmenge M3 Oktober
PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+8,8% gg Vj
zuvor: +1,2% gg Vm/+8,5% gg Vj
Geldmenge M3 Oktober Drei-Monats-Rate
PROGNOSE: +8,5% gg Vj
zuvor: +8,2% gg Vj
10:00 GB/Confederation of British Industries, Jahreskonferenz,
Rede von US-Finanzminister Paulson, London (A)
10:30 DE/OPEN Business Club AG, PK zum Börsengang, Frankfurt (A)
10:30 AT/BA-CA, Einkaufsmanagerindex November
***11:00 FR/OECD, Wirtschaftsausblick Nr. 80, Paris
11:00 DE/Bundesverband der Deutschen Industrie und
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände,
PK mit den Präsidenten Thumann und Hundt zum Thema:
"Erwartungen der deutschen Wirtschaft an die deutsche
EU-Ratspräsidentschaft", Berlin
***11:15 EU/EZB, Zuteilung Haupt-Refi-Tender
***12:00 DE/Deutsche Bundesbank, PK zum
Finanzstabilitätsbericht 2006, Frankfurt
13:30 DE/Bundeswirtschaftsministerium, PG zum geplanten
Maßnahmenpaket zur Stärkung des Wettbewerbs im
Energiesektor, Berlin
***14:30 US/Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Oktober
PROGNOSE: -4,2% gg Vm
zuvor: +8,3% gg Vm
15:00 EU/EZB, Wochenausweis Fremdwährungsreserven
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Langfrist-Refi-Tender
***16:00 US/Index des Verbrauchervertrauens November
PROGNOSE: 106,0 Punkte
zuvor: 105,4 Punkte
***16:00 US/Verkauf bestehender Häuser Oktober
PROGNOSE: -0,6% gg Vm
zuvor: -1,9% gg Vm
***18:30 US/National Italian American Foundation,
Rede von Fed-Chairman Bernanke zu den Wirtschaftsaussichten,
New York
18:30 US/Simon Graduate School of Business, Rede von Philadelphia
Fed President Plosser zu den Wirtschaftsaussichten,
Rochester (A)
***19:00 US/Treasury, Auktion zweijähriger Notes
Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH,
Ausschreibung fünfjährige Bundesobligation der Serie 149
über 4 Mrd EUR
*** - DE/Max21 Management und Beteiligungen AG,
Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
*** - DE/Deutsche Wohnen AG, Ergebnis 1Q, Frankfurt
*** - GB/Barclays plc, Trading Update 3Q, London
- AT/Rosenbauer International AG, Ergebnis 9 Monate, Leonding
- EU/Rat der Finanzminister, Brüssel
- EU/Kommission, voraussichtlich Entscheidung zur Übernahme
der AOL Deutschland durch Telecom Italia SpA Brüssel
- NL/Nokia Oy, Capital Market Days (bis 29.11.), Amsterdam (A)
- Über die genannten Termine wird Dow Jones berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
===
DJG/gla
-0-
27.11.2006 - 16:13:00
UPDATE: KMW beansprucht Führung bei Zusammengehen mit Rheinmetall
(NEU: Aussagen von Rheinmetall, Hintergrund)
Von Torsten Wolf
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Bei der erwarteten Konsolidierung in der deutschen
Heerestechnik hakt es nach wie vor am Führungsanspruch der beiden betreffenden
Unternehmen. Sowohl die Münchener Krauss-Maffei Wegmann (KMW) als auch die
Düsseldorfer Rheinmetall AG haben wiederholt die Führungsrolle für den Fall
eines Zusammenschlusses von KMW mit Rheinmetall Landsysteme beansprucht.
Analysten hatten diese Äußerungen in der Vergangenheit stets lediglich als
Teil der Verhandlungstaktik gewertet. Die jüngsten Äußerungen von KMW legen
hingegen nahe, dass die Verhandlungen an der Führungsfrage vorerst gescheitert
sind.
"Wir finden den Weg zum Zusammenschluss derzeit nicht. KMW und Rheinmetall
ergänzen sich viel mehr, als dass wir Wettbewerber sind. Eine
Kapitalverflechtung halte ich nicht für zwangsläufig erforderlich", sagte der
KMW-Vorsitzende der Geschäftsführung, Frank Haun der "Financial Times
Deutschland" (FTD - Montagausgabe).
Ein Zusammenschluss zwischen Rheinmetall Landsysteme und KMW wäre aber
sinnvoll, wiederholte Haun frühere Aussagen. "In diesem Verbund wollen wir aber
unverändert die Führung haben. Und wenn das nicht geht, führen wir den von uns
eingeschlagenen Weg über einen Ausbau der Kooperationen weiter fort." Der
Münchner Konzern ist Systemführer beim Leopard-Panzer und Haubitzen.
"Unser Interesse gilt einer starken nationalen Landsystemindustrie. Deshalb
bleibt unsere Tür für KMW offen", erwiderte der
Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Klaus Eberhardt am Montagnachmittag. Auch er
bekräftigte, dass eine nationale Konsolidierung der heerestechnischen Industrie
in Deutschland sinnvoll sei.
Die Bildung eines "nationalen Champions" in der Landsystemindustrie würde
die strategische Position der deutschen Industrie bei den zu erwartenden
Veränderungen auf europäischer Ebene verbessern, führte Rheinmetall aus.
Zudem entspräche ein Zusammengehen auch den Interessen der Bundesregierung.
Anfang des Jahres hatte Dow Jones Newswires erfahren, dass auch die jetzige
Bundesregierung einen Zusammenschluss zwischen Krauss-Maffei Wegmann und
Rheinmetall Landsysteme für erstrebenswert hält.
Die Familie Bode hält 51% an KMW, Siemens besitzt 49% des für seine
Leopard-Panzer bekannten Unternehmens. Die Aktien der Rheinmetall AG befinden
sich seit dem Ausstieg des Großaktionärs nahezu vollständig im Streubesitz.
Ende 2004 hatte die Familie Röchling ihre 42-prozentige Beteiligung an dem in
der Wehr- und Motorentechnik tätigen Konzern bei institutionellen Investoren
platziert.
Bei den beiden Konzernen gibt es nicht nur Überschneidungen in den
Produktbereichen, sondern auch jetzt schon weitreichende Kooperationen.
Rheinmetall liefert beispielsweise Waffensysteme und Munition für die
Leopard-Panzer des Konkurrenten.
Webseiten: http://www.rheinmetall.de/
http://www.kmweg.de
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/abe
27.11.2006 - 15:35:55
Kartellamt: Erste Ferngasunternehmen öffnen Langfristverträge
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Nach Marktführer E.ON Ruhrgas haben jetzt weitere
deutsche Ferngasunternehmen eine Öffnung ihrer langfristigen Gaslieferverträge
angekündigt. Wie das Bundeskartellamt am Montag mitteilte, haben inzwischen das
Gazprom-BASF-Joint Venture Wingas, die Gasunion und Saarferngas einen solchen
Schritt verbindlich zugesagt. Gegen diese Unternehmen laufende
Kartellverwaltungsverfahren könnten deshalb eingestellt werden, erklärte die
Bonner Behörde.
Die E.ON Ruhrgas AG hatte ihre Langfristverträge nach einer Entscheidung
des Oberlandesgerichts Düsseldorf bereits zum Oktober anpassen müssen. Das
Kartellamt verspricht sich von der Öffnung der Verträge eine
Wettbewerbsbelebung auf dem deutschen Gasmarkt. Das Amt führt derzeit noch mit
elf weiteren Ferngaskonzernen Gespräche, um auch mit ihnen eine Einigung zu
erzielen. Anderenfalls müssten diese Unternehmen - ebenso wie zuvor E.ON
Ruhrgas - mit Untersagungsverfügungen rechnen, kündigte das Kartellamt an.
Webseite: http://www.bundeskartellamt.de
DJG/hei/jhe
27.11.2006 - 15:32:40
Deutsche Börse erwartet anhaltend gutes IPO-Umfeld 2007
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse rechnet im kommenden Jahr mit
einem weiterhin positiven Umfeld für Börsengänge. "Wenn keine externen
Ereignisse das Sentiment am Markt nachhaltig eintrüben, erwarte ich 2007 eine
Anzahl von Börsengängen an der Frankfurter Börse in der Größenordnung von
2006", sagte Rainer Riess, Managing Director der Deutschen Börse AG, am Montag
in Frankfurt.
Im laufenden Jahr hätten bis Oktober bereits 154 Unternehmen den Schritt
auf das Parkett gewagt. Damit könnte dieses Jahr nach 1999 das erfolgreichste
in der Geschichte der Inititial Public Offerings (IPO) in Deutschland werden,
so Riess. 1999 waren 166 Unternehmen an die Börse gegangen.
Für 2007 bereiteten sich bereits viele Unternehmen in allen Marktsegmenten
auf einen Börsengang vor, so Riess auf einer Pressekonferenz anlässlich des
Deutschen Eigenkapitalforums. Details zu diesen Unternehmen wollte er nicht
nennen.
Die Deutsche Börse werde sich weiter bemühen, die Vorteile des
Finanzplatzes Deutschland gerade auch für ein Listing ausländischer Unternehmen
bekannt zu machen. Dafür werde es auch 2007 wieder verstärkt Anstrengungen zum
Beispiel in Russland und China geben, sagte Riess. Die Roadshows der
vergangenen Monate seien dabei ein positives Beispiel. So präsentierten sich
auf dem diesjährigen Eigenkapitalforum bereits 50 Unternehmen aus China,
Russland und Osteuropa, die zum Teil einen Börsengang vorbereiteten.
Die Vorteile der Deutschen Börse für potenzielle IPO-Kandidaten sind laut
Riess auch die niedrigeren Kosten. Eine von der Technischen Universität München
und der European Business Schloss (EBS) erstellten Studie zufolge, liegen die
Gesamtkosten für einen Börsengang in Frankfurt mit 8,7% unter denen in London,
die 11,7% des Emissionsvolumens ausmachten.
Die Studie, die anlässlich des Deutschen Eigenkapitalforums präsentiert
wurde, belegt zudem, dass das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen im
Prime Standard der Deutschen Börse mit 27,03 Mio EUR über dem des Londoner Main
Market von 6,3 Mio EUR liegt.
Trotz dieser Vorteile bevorzugten große internationale Unternehmen in den
vergangenen Monaten für ihr Zweitlisting vor allem die Börse in London. Rainer
Riess gab daher auch zu, dass das Image des Finanzplatzes London einfach noch
besser sei. "Die Deutsche Börse hat hier noch Aufklärungsarbeit zu leisten", so
der Manager.
Webseite: http://www.deutsche-boerse.com
-Von Simon Steiner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 116,
simon.steiner@dowjones.com
DJG/sms/jhe
27.11.2006 - 15:18:13
US-Anleihen starten leichter
NEW YORK (Dow Jones)--Leichter sind die US-Anleihen in den Handel am Montag
gestartet. Gegen 15.10 Uhr MEZ verlieren zehnjährige Titel mit einem Kupon von
4,625% um 8/34 auf 100-11/32 und rentieren mit 4,58%. Der mit 4,50% verzinste
Longbond gibt 15-32 ab auf 97-14/32 und rentiert mit 4,66%.
DJG/raz
27.11.2006 - 15:12:33
debitel vermarktet jetzt auch Festnetzangebote von T-Com
STUTTGART (Dow Jones)--Die debitel AG, Stuttgart, verkauft nun auch
Telefon- und DSL-Pakete der Telekom-Festnetztochter T-Com. Die
Vertriebspartnerschaft ergänze das bestehende debitel-Sortiment um Produkte des
größten Telekommunikationsanbieters Deutsche Telekom AG, teilte der
Wiederverkäufer von Telekomprodukten am Montag mit. Die Ausweitung der
Vertriebspartnerschaften ermögliche es debitel, umfassender,
anbieterübergreifend zu beraten.
Bei den T-Com-Produkten will sich debitel auf die Komplettpakete, die
beispielsweise Festnetztelefonie und DSL-Zugang verbinden, konzentrieren.
Webseite: http://www.debitel.ag
DJG/jhe/abe
27.11.2006 - 15:03:20
Frank Heintzeler neues AR-Mitglied bei Hypo Real Estate
MÜNCHEN (Dow Jones)--Frank Heintzeler ist zum neuen Aufsichtsratsmitglied
der Hypo Real Estate Holding AG bestellt worden. Er ergänze das Gremium um Kurt
F. Viermetz (Aufsichtsratsvorsitzender), Klaus Pohle (stellv.
Aufsichtsratsvorsitzender), Antoine Jeancourt-Galignani, Pieter Korteweg und
Robert Mundheim, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Die Bestellung sei notwendig geworden, nachdem Ferdinand Graf von
Ballestrem am 30. September 2006 verstorben war. Der Bankenexperte, langjährige
Investmentbanker und Jurist Heintzeler war den weiteren Angaben zufolge bis
März 2004 Sprecher des Vorstands der Baden-Württembergische Bank gewesen. Von
1999 bis 2001 war er zudem Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken.
Webseite: http://www.hyporealestate.com
DJG/sms/jhe
27.11.2006 - 15:02:28
T-Mobile USA entscheidet sich bei Netzausbau für Nokia/Ericsson
LONDON (Dow Jones)--Die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile USA hat einen
Auftrag zum Ausbau des Netzes mit Mobilfunktechnologie der dritten Generation
an die Nokia Oy und die Telefon AB LM Ericsson erteilt. Beide Telekomausrüster
würden die so genannte WCDMA-Technologie liefern, mit der Kommunikation,
Videos, Musik und Fernsehangebot besser übertragen werden kann, teilten Nokia
und Ericsson am Montag mit.
Das Auftragsvolumen wurde nicht genannt. Unklar blieb auch, ob neben Nokia
und Ericsson weitere Unternehmen Aufträge erhalten haben.
T-Mobile USA hatte im Oktober angekündigt, für den Ausbau des Netzes hin
zur aktuellen Technologie in den kommenden zwei bis drei Jahren 2,1 Mrd EUR
investieren zu wollen. Für die Kunden soll das Mobilfunknetz der dritten
Generation Mitte 2007 verfügbar sein.
T-Mobile USA ist der kleinste der vier großen US-Mobilfunknetzbetreiber.
T-Mobile USA strebt in den USA einen Marktanteil von 18% bis 20% an. Die
Kundenzahl soll von heute 23 Millionen auf 35 bis 40 Millionen im Jahr 2015
steigen.
Webseite: http://www.nokia.com
http://ericsson.com
-Von Daniel Thomas, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/jhe/abe
27.11.2006 - 14:35:13
EUREX/Renten-Futures im Verlauf knapp behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet tendiert der Bund-Future am frühen
Montagnachmittag. Der Dezember-Kontrakt verliert gegen 14.33 Uhr MEZ 8 Ticks
auf 118,24%. Das bisherige Tageshoch liegt bei 118,40% und das bisherige Tief
bei 118,20%. Umgesetzt worden sind bisher rund 385.000 Kontrakte. Der
Bobl-Future tendiert gut behauptet und gewinnt einen Tick hinzu auf 109,85%.
Weder von der Daten- noch von der Zentralbankseite seien am Berichtstag
Impulse für den Bondmarkt zu erwarten, heißt es in einer Markteinschätzung der
West LB. "Mit Blick auf die deutlich verbesserte charttechnische Situation von
EUR/USD am Devisenmarkt könnte der europäische Rentenmarkt in den nächsten
Tagen allerdings über die Währungsseite unterstützt werden", heißt es weiter.
Die Aufwertung des Euro könne dabei zu weiter nachlassenden Spekulationen auf
weitere Zinserhöhungen durch die EZB führen.
Auch habe sich der technische Ausblick für den Bund-Future mit dem Vorstoß
über die Widerstandszone bei 118,31/40% - den Hochpunkten vom 13. und 21.
November - verbessert, heißt es von der West LB. Eine substanzielle
Verbesserung des mittelfristigen Ausblicks würde aber erst im Falle einer
Befestigung über dem Hoch vom 27. September bei 118,70% erfolgen.
DJG/mnr/raz
27.11.2006 - 14:24:53
Lebensversicherer Scottish Re findet doch noch Investor
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Scottish Re Group Ltd hat nun doch noch einen
Investor gefunden, nachdem es Mitte November noch nicht so ausgesehen hatte,
als würde der Lebensversicherer verkauft werden. Die MassMutual Financial und
die Investmentgruppe Cerberus Capital Management würden jeweils 300 Mio USD in
das Unternehmen investieren, teilte Scottish Re am Montag mit.
MassMutual Capital und Cerberus würden 1 Mio Vorzugsaktien kaufen, die in
150 Mio Stammaktien entsprechend 68,8% des Unternehmen gewandelt werden
könnten. Damit werde der früher im Jahr angekündigte Prozess zur Prüfung
strategischer Alternativen abgeschlossen, lässt sich der CEO Paul Goldean
zitieren. Scottish Re habe nun langfristig gesicherte Liquidität. MassMutual
Capital und Cerberus können zwei Drittel des Board von Scottish Re besetzen.
Scottish Re hatte sich zwar im Sommer zum Verkauf gestellt, Mitte November
jedoch mitgeteilt, es sei unsicher, ob eine Transaktion zustande komme. Ende
Juli hatte der Versicherer für das zweite Quartal einen hohen Verlust
berichtet, gleichzeitig war der damalige CEO zurückgetreten. Dies hatte den
Aktienkurs binnen eines Tages um drei Viertel schrumpfen lassen. Seitdem stand
Scottish Re zum Verkauf.
Mehrere Rückversicherer hatten sich für das Unternehmen mit dem
Management-Sitz auf den Bermudas interessiert. Auch die Hannover Rück hatte
Interesse signalisiert, Mitte November jedoch einem möglichen Kauf eine Absage
erteilt.
Webseite: http://www.scottishre.com
DJG/jhe/abe
27.11.2006 - 13:12:06
MyTravel mit Kaufinteresse an Pauschalreisen von First Choice
LONDON (Dow Jones)--Die MyTravel Group plc hat Interesse am Kauf von
Unternehmensteilen des Wettbewerbers First Choice Holidays plc. Die Aktien des
britischen Urlaubskonzerns First Choice Holidays waren im frühen Handel am
Montag um mehr als 12% gestiegen, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, in
Gesprächen mit mehreren Interessenten über einen Verkauf seines
Pauschalreisengeschäfts zu verhandeln.
MyTravel bestätigte später am Berichtstag, dass es ich in Gesprächen um die
Übernahme des Pauschalreisengeschäfts und bestimmter damit verbundener
Aktivitäten ging. Den Angaben zufolge wäre ein Zukauf eine Möglichkeit, den
Aktionären beider Unternehmen einen signifikanten Wert zu liefern. MyTravel
verwies dabei auf den Wert möglicher Synergien und "andere
Konsolidierungseffekte".
Eine Offerte würde in bar erfolgen und dabei über neue Kredite und Aktien
finanziert werden. MyTravel sei auch vorbereitet, als Teil der Transaktion auch
Aktien an die Aktionäre von First Choice auszugeben.
Wer noch zu den Interessenten für das Pauschalreisenangebot gehört, blieb
zunächst unklar. Marktspekulationen zufolge könnten auch die TUI AG und die
schweizerische Kuoni Reisen Holding AG interessiert sein. Auch Thomas Cook
wurde von Beobachtern genannt.
Zu Spekulationen nehme man keine Stellung, sagte Thomas-Cook-Sprecher Mario
Köpers Dow Jones Newswires. TUI war für eine Stellungnahme zunächst nicht
erreichbar.
Das Pauschalreisengeschäft macht etwa die Hälfte des Umsatzes von First
Choice aus. Bei einem Verkauf der Sparte könnte sich First Choice auf seine
Aufstellung auf Touristik-Nischenanbieter konzentrieren.
Webseite: http://www.firstchoice.co.uk
-Von Martina Cruz, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 111,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/abe/jhe
27.11.2006 - 13:10:26
Bayer will F&E-Quote im Pharmabereich bei 16% bis 18% halten
LEVERKUSEN (Dow Jones)--Die Bayer AG will den Aufwand für Forschung und
Entwicklung im Pharmabereich konstant halten, trotz der weit fortgeschrittenen
Medikamenten-Kandidaten, die mit ihrem Fortschritt auch höhere Kosten
verursachen. Die Quote solle weiterhin zwischen 16% und 18% des Pharma-Umsatzes
liegen, sagte Finanzvorstand Klaus Kühn am Montag im Gespräch mit Dow Jones
Newswires am Unternehmenssitz in Leverkusen.
Weiter sagte der Manager auf eine entsprechende Frage, für die Klagen
amerikanischer Reisbauern habe der Konzern keine Rückstellungen gebildet. Die
Kläger machen geltend, wirtschaftliche Schäden dadurch erlitten zu haben, dass
Spuren eines gentechnisch veränderten Reises in Proben herkömmlichen
Langkornreises nachgewiesen wurden, heißt es im Quartalsbericht. Unabhängig von
der Schuldfrage werde es schwierig, einen wirtschaftlichen Schaden zu belegen,
sagte Kühn. Mittlerweile sei der Reispreis zudem wieder auf dem alten Niveau
oder darüber.
Durch die zeitweise Schließung einer Kunststoff-Anlage des Teilkonzerns
MaterialScience in Baytown in den USA erwartet Kühn "keine wesentlichen
Auswirkungen" auf den Konzern. Sie ließen sich zwar noch nicht beziffern, lägen
aber allenfalls im niedrigen zweistelligen Mio-EUR-Bereich, zumal der Konzern
durch Versicherungen geschützt sei. Prognosen für 2007 für den Gesamtkonzern
wollte Kühn nicht geben - die Planung lege Bayer im Dezember fest, und der
Ausblick werde im Frühjahr kommuniziert.
Webseite: http://www.bayer.de
- Von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,
Richard.Breum@dowjones.com
DJG/rib/jhe
27.11.2006 - 12:56:09
Europas Börsen unter Druck - Autowerte fallen, Versorger gesucht
Kräftige Gewinnmitnahmen suchen zum Wochenbeginn die europäischen
Aktienmärkte heim. Der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,8 Prozent oder 33 auf 4.015
Punkte, der Stoxx-50 gibt um 0,7 Prozent oder 27 auf 3.624 Punkte nach.
Sämtliche Länderbörsen und Branchen notieren mit tiefroten Vorzeichen.
Lediglich Versorger schaffen ein schmales Plus. Die Umsätze am Kassamarkt sind
jedoch nach Händlerangaben eher gering. "Alles läuft über die Futures", sagt
ein Händler dazu. Besonders gebeutelt werden erneut die exportstarken
Autowerte. Hier hatte der Euro-Ansprung vergangene Woche die Gewinnmitnahmen
ausgelöst. Dazu merken die Analysten von Lehman Brothers an, dass die
zyklischen Titel in Europa zuletzt gut gelaufen und nun im Verhältnis zu den
Gesamtmärkten hoch bewertet seien.
"Die Dollar-Verluste könnten eine Underperformance der europäischen
Zykliker zur Folge haben", heißt es. Ein Grund, auf breiter Front Aktien zu
verkaufen, sei der Euro-Anstieg jedoch nicht - zuletzt habe kein erkennbarer
Zusammenhang zwischen den Bewegungen des Dollar und den Erträgen aus
Aktienanlagen bestanden. Die europäischen Aktien hätten sich vielmehr
angesichts des tendenziell festen Euro gut entwickelt. Technische Analysten
rechnen zuvor aber noch mit weiteren Abgaben; der Euro-Stoxx-50 könnte nach
Schätzungen der LBBW bis auf 3.960 Punkte fallen.
Schwäche bei Autowerten und Fluggesellschaften
Autowerte sind die Hauptverlierer der Gewinnmitnahmen. Der Sektor-Index
gibt um 2,1 Prozent nach. "Hier war auch am meisten Speck drauf", sagt ein
Händler mit Verweis auf die jüngsten, steilen Kursanstiege von VW und Daimler.
Daimler verlieren 2,6 Prozent auf 44,34 EUR, VW 1,7 Prozent auf 79,96 EUR und
Peugeot-Citroen 2,2 Prozent auf 47,41 EUR. Auch BMW, die bereits vergangene
Woche unter kräftigen Druck geraten waren, verlieren erneute 2,2 Prozent auf
41,87 EUR.
Schwach tendieren die Aktien der großen europäischen Fluggesellschaften.
Air France-KLM und Iberia geben um jeweils rund 2,4 Prozent nach, Lufthansa
brechen um 3,1 Prozent auf 18,62 EUR ein. Nach Kursgewinnen in den vergangenen
Wochen würden nun Gewinne mitgenommen, heißt es im Handel. British Airways
büßen 1,6 Prozent ein. Etwas besser halten sich Alitalia mit einem Minus von 1
Prozent. Hier hatten in der vergangenen Woche Spekulationen für Kursgewinne
gesorgt, Air France-KLM erwäge eine Übernahme.
Versorger leicht im Plus
Einziger Sektor im Plus sind die Versorger. Sie legen im Schnitt um 0,2
Prozent zu. Hier treibt vor allem die Rally bei RWE, die um 3,1 Prozent auf
89,36 EUR zulegen. RWE ist von Morgan Stanley mit "Overweight" neu eingestuft
worden. Als Kursziel werden 102 EUR genannt. Zudem stützen Übernahme- und
Beteiligungsspekulationen den Sektor: Am Markt wird gemunkelt, ein Gebot von
800 p je Aktie je Scottish-Power-Aktie könne durch Iberdrola abgegeben werden.
Analysten hatten im Vorfeld gewarnt, dass ein solcher Preis deutlich über dem
Fairen Wert liege. Der Händler verweist darauf, dass Iberdrola seit den ersten
Berichten über Interesse an Scottish Power rund 10 Prozent verloren hätten.
Auch mit Gazprom stehen Versorger im Blick. Dem russischen Konglomerat wird das
Interesse an einem Einstieg in Europa nachgesagt. So berichtet "Il Sole 24 Ore"
berichtet unterdessen, Gazprom habe ein Joint Venture mit dem kleinen
italienischen Versorger GasPlus geschlossen.
BBVA fallen um 3 Prozent auf 18,50 EUR. Hier drückt eine große
Kapitalerhöhung die Kurse. Die Abgaben des Sektors entsprechen mit 0,8 Prozent
denen des Gesamtmarkts.
DJG/mod/raz
27.11.2006 - 12:28:21
EU: Außenminister sollen am 11. Dez über Türkei entscheiden
BRÜSSEL (Dow Jones)--Nach dem Scheitern der Gespräche mit Ankara über eine
Lösung in der Zypern-Frage sollen jetzt die EU-Außenminister bei ihrem Treffen
am 11. Dezember in Brüssel über das weitere Vorgehen gegenüber der Türkei
entscheiden. Dies sei die gemeinsame Absicht der Ratspräsidentschaft und der
Kommission sagte die Sprecherin von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn am
Montag. Die Kommission werde vor dem Termin ihre Stellungnahme zu der Situation
abgeben. Rehn will sich am frühen Nachmittag im finnischen Tampere dazu äußern.
Am Morgen hatte der finnische Außenminister und derzeitige EU-Ratspräsident
Erkki Tuomioja mitgeteilt, die Gespräche mit Ankara über eine Ausweitung der
bereits bestehenden Zollunion mit der EU auf Zypern seien gescheitert. Die EU
verlangt, dass die Türkei ihre Flug- und Seehäfen für das EU-Mitglied Zypern
spätestens ab Januar 2007 öffnet. Dies war eine Voraussetzung für die Aufnahme
der Beitrittsverhandlungen im Oktober 2005.
DJG/ang/hab
-0-
27.11.2006 - 11:36:07
DVAG wird alleiniger Vertrieb von AMB-Tochter AachenMünchener
MÜNCHEN (Dow Jones)--Die deutsche Versicherung AMB Generali ordnet den
Vertrieb ihrer größten Tochtergesellschaft AachenMünchener neu. Die
AachenMünchener werde ihre Vertriebsorganisation "AachenMünchener Beratungs-
und Serviceorganisation" vollständig auf den bisherigen Kooperationspartner
Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) übertragen, teilten die Unternehmen am
Montag mit. Damit werde die Deutsche Vermögensberatung der alleinige Vertrieb
der AachenMünchener.
Die AachenMünchener werde sich künftig ausschließlich auf die Entwicklung
von Produkten zur privaten Vorsorge im Bereich der Lebens- und
Sachversicherung, dem Gewerbegeschäft sowie auf den Kundenservice
konzentrieren. Die alleinige Vertriebskompetenz liege bei der DVAG. Beide
Unternehmen erwarten von dieser Partnerschaft vor allem einen weiteren
Wachstumsschub und die Ausschöpfung von Kostenpotenzialen. Andere
Finanzvertriebe können somit künftig nicht mehr die Produkte der Aachen
Münchener verkaufen.
Aachen Münchener ist mit Bruttobeitragseinnahmen von über 4,5 Mrd EUR die
größte Gesellschaft der AMB Generali, die wiederum eine Tochter der
italienischen Assicurazioni Generali SpA, Triest, ist. Die Deutsche
Vermögensberatung verfügt über mehr als 32.000 Vermögensberater und unterhält
seit über 30 Jahren eine Vertriebskooperation mit der AachenMünchener.
Im Zuge der Transaktion werde eine Gesellschaft gegründet, die nach einer
Übergangsphase zum 1. Januar 2008 zur DVAG übergehen wird. Der bisherige
Vertrieb der AachenMünchener über Makler und Mehrfachagenten werde auf andere
Unternehmen der AMB-Generali-Gruppe übertragen, teilten die Unternehmen weiter
mit. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht.
Die Neuausrichtung des Vertriebs bei der AachenMünchener ist zugleich das
Ergebnis einer Neupositionierung der unterschiedlichen Vertriebswege der
Unternehmen bei AMB Generali, hieß es weiter.
Neben dem ausschließlichen Vertrieb von Produkten der AachenMünchener über
die DVAG werden Versicherungen der Marke CosmosDirekt über Telefon und Internet
vertrieben.
Die Marken Volksfürsorge und Generali Versicherungen bedienen sich
weiterhin eines Mehrkanal-Vertriebs: die Volksfürsorge der Stammorganisation
von Angestellten und dem Vertrieb über die Commerzbank, die Generali
Versicherungen über den eigenen Vertrieb aus freiberuflichen Angestellten und
Makler.
Die private Krankenversicherung Central solle ihre Produkte ebenso durch
ihren Vertrieb und Makler sowie über die Deutsche Vermögensberatung anbieten.
Dies gelte auch für die Deutsche Bausparkasse Badenia.
Webseite: http://www.amb-generali.de
http://www.dvag.com
-Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 4031,
rolf.neumann@dowjones.com
DJG/rne/brb
27.11.2006 - 11:36:05
ÜBERBLICK/Unternehmen - 11.30 Uhr-Fassung
Wettbewerber: Telekom-Gesetz geht weit über VDSL-Schutz hinaus
Die geplante Änderung des Telekommunikationsgesetzes geht nach Prüfung durch
die alternativen Anbieter weit über den von der Deutschen Telekom AG
geforderten Schutz ihres neuen VDSL- Hochgeschwindigkeitnetzes hinaus. Dadurch
sei sogar die gesamte technologische Weiterentwicklung der Infrastruktur durch
die Wettbewerber gefährdet, warnte der Geschäftsführer des Verbandes der
Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner,
im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.
Bayer hebt Ausblick 2006 für die Gesundheitssparte erneut an
Die Bayer AG hat ihren Ausblick für die Gesundheitssparte HealthCare bei der
Vorlage der Quartalszahlen angehoben. Das Unternehmen gehe nunmehr von einer
bereinigten EBITDA-Marge in der Größenordnung von 22% für das Jahr 2006 aus,
erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Wenning. Bereits zum Halbjahr hatte Bayer
den Ausblick für diesen Bereich erhöht und eine bereinigte EBITDA-Marge von
etwa 20% in Aussicht gestellt.
Linde bestätigt Gespräche mit Wesfarmers über austr Gasegeschäft
Die Linde AG hat bestätigt, mit dem australischen Mischkonzern Wesfarmers
Gespräche über einen möglichen Verkauf der australischen Gaseaktivitäten zu
führen. Wie der Wiesbadener Gasekonzern mitteilte, haben Linde und Wesfarmers
ein so genanntes Preliminary Agreement unterzeichnet. Dabei biete die
Wesfarmers Energy Ltd an, Linde Gas Australien zu einem Enterprise Value von
umgerechnet rund 300 Mio EUR vorbehaltlich von Kaufpreisanpassungen zu
erwerben.
Demag Cranes erwartet 2006/07 positiven Geschäftsverlauf
Die Demag Cranes AG rechnet für das neue Geschäftsjahr 2006/07 (30. September)
mit einer Fortsetzung des bisherigen Geschäftsverlaufs. Der Kranhersteller mit
Sitz in Wetter erklärte bei Vorlage der Eckdaten für 2005/06 es sei eine
anhaltend positive Nachfrage in den drei Geschäftsbereichen Industriekrane,
Services und Hafentechnologie zu erwarten.
Cewe Color bremst Umsatzverlust im 3. Quartal ab
Die CeWe Color Holding AG hat ihren Umsatzrückgang im dritten Quartal gegenüber
den ersten sechs Monaten abgeschwächt. Im traditionell von Urlaubsfotos
geprägten Zeitraum Juli bis September verlor der Fotofinisher 5, 4% Umsatz.
Bezogen auf die ersten neun Monate gingen 8,8% Einnahmen verloren, wie aus dem
Quartalsbericht hervorgeht, den das Oldenburger SDAX-Unternehmen vorlegte.
IPO/Alta Fides will am 7. Dezember an die Börse gehen
Der Immobilienentwickler Alta Fides will am 7. Dezember an die Börse gehen. Die
in Stuttgart ansässige Aktiengesellschaft teilte mit, ab Dienstag würden bis zu
3,25 Mio Aktien zur Zeichnung angeboten. Die Preisspanne reiche von 17 bis 21
EUR. 2 Mio dieser Aktien stammten aus einer Kapitalerhöhung, die Altaktionäre
steuerten 800.000 Titel und eine Mehrzuteilungsoption von 450.000 Anteilen bei.
IPO/Symrise startet mit der Vermarktung ihrer Aktien
Die Symrise AG beginnt an diesem Montag mit der Vermarktung ihrer Aktien. Wie
der Hersteller von Geschmacks- und Duftstoffen in einer Pressemitteilung
erklärte, werden Preisspanne und konkrete Anzahl der angebotenen Aktien in
einem Decoupled-Verfahren während der Investoren-Roadshow festgelegt.
DIC Asset erhöht Kapital um 8,16 Mio auf 28,5 Mio EUR
Die DIC Asset AG erhöht ihr Grundkapital um 8,16 Mio auf 28,5 Mio EUR. Die
8.160.000 Neuen Aktien sollen - mit Ausnahme eines Spitzenbetrages von 24.000
Aktien - den Aktionären zu je 23,50 EUR im Verhältnis 5:2 angeboten werden,
teilte das Frankfurter Immobilienunternehmen mit.
BBVA will mit Kapitalerhöhung Kernkapitalquote verbessern
Die spanische Bank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) will mit ihrer am
Montag angekündigten Kapitalerhöhung von 3 Mrd EUR ihre Kernkapitalquote
verbessern. Die Platzierung erfolge über ein beschleunigtes
Bookbuildingverfahren, teilte die Bank mit.
DJG/cbr
27.11.2006 - 10:31:05
Wettbewerber: Telekom-Gesetz geht weit über VDSL-Schutz hinaus
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die geplante Änderung des
Telekommunikationsgesetzes geht nach Prüfung durch die alternativen Anbieter
weit über den von der Deutschen Telekom AG geforderten Schutz ihres neuen
VDSL-Hochgeschwindigkeitnetzes hinaus. Dadurch sei sogar die gesamte
technologische Weiterentwicklung der Infrastruktur durch die Wettbewerber
gefährdet, warnte der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von
Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, am Montag im
Gespräch mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Er rief den
Wirtschaftsausschuss des Bundestages auf, die Gesetzesvorlage noch zu ändern.
Nach Einschätzung des VATM, der die meisten Konkurrenten der Telekom
vertritt, könnte das neue Gesetz nicht nur den VDSL-Glasfaserausbau des Bonner
Konzerns schützen, sondern auch einen weiteren Netzausbau auf Basis der
herkömmlichen Übertragungstechnik ADSL2+ durch die Wettbewerber unmöglich
machen. "Darüber hinaus würde die in Deutschland anstehende Umstellung des
gesamten bestehenden Netzes auf das Internet Protokoll (IP) durch eine
Befreiung von der Regulierung erfasst", sagte Grützner. "Das ginge weit über
die offiziell gewünschte Freistellung hinaus."
Der Verband sieht eine bestimmte Formulierung in der Gesetzesvorlage, auf
die sich die Fraktionen von SPD und CDU/CSU vor einer Woche verständigt hatten,
als "Trojanisches Pferd". Demnach würde es bereits ausreichen, dass die Telekom
Produkte anbietet, die sich hinsichtlich ihrer Reichweite von bereits
bestehenden unterscheiden, um von der Regulierung ausgenommen werden zu können.
Das bezieht sich aus Sicht des VATM praktisch auf jede Art von weiteren
Netzausbau durch den Ex-Monopolisten, der solche Komponenten normalerweise als
Vorprodukte seinen Konkurrenten zur Verfügung stellen muss.
"Wenn der Wirtschaftsausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch nicht noch in
letzter Minute dafür sorgt, dass die Gesetzesvorlage dem eigentlichen Willen
des Parlaments angepasst wird, ist mit verheerenden Folgen für den gesamten
Breitbandmarkt und geplante Milliardeninvestitionen der Wettbewerber zu
rechnen", warnte Grützner. Der Entwurf soll noch in dieser Woche vom Bundestag
verabschiedet werden. Nach abschließenden Beratungen im Bundesrat könnte die
Novelle dann noch im Dezember Gesetzeskraft erlangen.
Die Deutsche Telekom will ihr VDSL-Netz für 2,5 Mrd EUR ausbauen, macht
dies aber neben der Nachfrage von einer zeitweisen Befreiung von der
Regulierung abhängig. Sie will keine Bedingungen vorgeschrieben bekommen, zu
denen sie das Netz oder seine Bestandteile den Wettbewerbern zur Verfügung
stellen muss.
Webseiten: http://www.telekom3.de
http://www.vatm.de
-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213
TMT.de@dowjones.com
DJG/stm/brb
27.11.2006 - 10:15:53
UPDATE: Gesundheitssparte ist Wachstumstreiber für Bayer
(NEU: Analystenstimmen, Aktienkurs und weitere Details)
Von Richard Breum
Dow Jones Newswires
LEVERKUSEN (Dow Jones)--Das Ergebnis der Bayer AG im dritten Quartal ist
von der Übernahme des Pharmakonzerns Schering geprägt worden. Insgesamt erhöhte
sich der Umsatz von Bayer auf 7,8 (Vorjahr 6,2) Mrd EUR, wie der Leverkusener
Konzern am Montag mitteilte. Das EBIT nach Sondereinflüssen reduzierte sich
dagegen auf 659 (796) Mio EUR. Die EBIT-Zahlen sind allerdings kaum
vergleichbar: Zum einen war das dritte Quartal 2006 durch negative
Sondereinflüsse von insgesamt 139 Mio EUR belastet, vor allem für die
Integration durch Schering. Zum anderen war der Vorjahreswert durch einen
Sondereffekt um 244 Mio EUR in die Höhe getrieben worden.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA),
das für die operative Entwicklung aussagekräftiger ist, stieg auf 1.505 (1.087)
Mio EUR. Das Nettoergebnis lag bei 320 (493) Mio EUR. Mit diesen Zahlen wurden
die Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten für den Umsatz
in etwa erreicht und beim operativen Ergebnis und beim Nettoergebnis deutlich
übertroffen.
Nach den guten Drittquartalszahlen zeige sich, dass die Fokussierung als
Life-Science-Unternehmen beginne, sich auszuzahlen, heißt es in einer ersten
Analyse der Landesbank Rheinland-Pfalz. Das Kursziel für die Aktie wurde auf 47
von zuvor 41 EUR angehoben. Ein weiterer Analyst erklärte, der Umsatz sei im
Wesentlichen ausgefallen wie erwartet. Aufgrund der höheren Margen liege der
Ergebnis aber über den Schätzungen. Bis 9.45 Uhr legte die Bayer-Aktie um 2,1%
auf 39,84 EUR.
Hinter dem Umsatz- und Ergebnisanstieg des Gesamtkonzerns verbirgt sich
eine unterschiedliche Entwicklung der drei Geschäftsbereiche in den Monaten
Juli bis September. Die Gesundheitssparte HealthCare war der
Hauptwachstumstreiber, hier erhöhten sich der Umsatz um 72,5% auf 3,48 Mrd EUR.
Auch währungs- und portfoliobereinigt - also ohne Schering - betrug der
Umsatzanstieg 7,5%, heißt es im Quartalsbericht weiter. Das um Sondereinflüsse
bereinigte EBITDA lag mit 882 Mio EUR um 114% über dem Vorjahreswert. Ohne den
Schering-Anteil von 392 Mio EUR hätte die Steigerung 18,6% betragen.
Die Jahresprognose für die Gesundheitssparte erhöhte Bayer zum zweiten Mal
in diesem Jahr. Erwartet wird nun eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 22%;
zum Halbjahr hatte der Konzern lediglich 20% in Aussicht gestellt. Für das
vierte Quartal werde von höheren Marketing- sowie Forschungs- und
Entwicklungskosten ausgegangen, heißt es im Quartalsbericht weiter. Das
Synergieziel von jährlich 700 Mio EUR durch die Schering-Übernahme ab dem Jahr
2009 bekräftigte Bayer.
Im Bereich der Pflanzenschutzmittel waren der Erlös und das Ergebnis wie
von Analysten erwartet rückläufig. Der Umsatz des Teilkonzerns CropScience fiel
um rund 10% auf 1,05 Mrd EUR, das EBITDA vor Sondereinflüssen blieb mit 143 Mio
EUR um 31 Mio EUR unter dem Vorjahreswert. Der Konzern führte den Rückgang
unter anderem auf die ungünstigen Witterungsbedingungen zurück. Im Ergebnis des
Teilkonzerns spiegele sich das negative Marktumfeld wider, heißt es in der
Einschätzung der Landesbank Rheinland-Pfalz.
Im Kunststoffgeschäft MaterialScience setzte sich der Umsatzanstieg mit
einem Plus von knapp 11% auf 2,92 Mrd EUR weiter fort. Das EBITDA vor
Sondereinflüssen ging hier jedoch auch auf 427 (502) Mio EUR zurück.
Hauptursache seien die Kostensteigerungen bei petrochemischen Rohstoffen,
teilte Bayer mit. Sie seien nur teilweise durch höhere Mengen kompensiert
worden.
Für die Teilkonzerne CropScience und MaterialScience bleibt der Ausblick
von der Jahresmitte bestehen. Insgesamt will Bayer im laufenden Jahr rund 30
(Vorjahr 25,95) Mrd EUR erlösen und das bereinigte EBIT und EBITDA
"signifikant" steigern.
Webseite: http://www.bayer.de
- von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,
Richard.Breum@dowjones.com
DJG/rib/brb
27.11.2006 - 10:13:58
ifo: Unternehmen sehen wg Steuerreform bessere Rahmenbedingungen
MÜNCHEN (Dow Jones)--Laut einer vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung
durchgeführten Blitzumfrage bei Unternehmen erwarten 42% der Befragten eine
leichte bis deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch
die von der großen Koalition geplante Unternehmensteuerreform. Lediglich 6%
rechneten mit einer Verschlechterung und 40% Prozent sähen keine Veränderung,
teilte das Institut am Montag mit.
Die Auswirkungen auf die Investitionsplanungen würden aus heutiger Sicht
weniger stark sein. 69% Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionspläne
demnach unverändert lassen, 14% anheben und lediglich 3% reduzieren. Jeweils
13% der Teilnehmer hatten sich zu den beiden Fragen noch keine Meinung
gebildet. An der Umfrage, die in den ersten beiden Novemberwochen durchgeführt
wurde, beteiligten sich 626 Unternehmen.
Webseite: www.cesifo-group.de
DJG/hab
-0-
27.11.2006 - 10:03:45
Bayer sieht "Nexavar"-Umsatz 2006 bei über 100 Mio EUR
LEVERKUSEN (Dow Jones)--Die Bayer AG, Leverkusen, erwartet im laufenden
Jahr einen Umsatz von über 100 Mio EUR mit dem Präparat "Nexavar" gegen
Nierenkrebs. Im dritten Quartal hatte der Erlös des Produktes bei 37 Mio EUR
gelegen, wie der Vorstandsvorsitzende Werner Wenning am Montag bei der Vorlage
des Quartalsberichts in Leverkusen laut Redetext weiter sagte.
Die Arznei, die Ende vergangenen Jahres in den USA auf den Markt gebracht
wurde, hatte 2006 auch die Zulassung für die EU und bisher 12 weitere Märkte
erhalten. Für die Indikationen Leber-, Haut- und Lungenkrebs befindet sich der
Wirkstoff in der fortgeschrittenen klinischen Prüfung.
Webseite: http://www.bayer.de
DJG/rib/cbr
27.11.2006 - 09:59:13
IPO-KALENDER/Börsenkandidaten 2006/07 (Stand 27.11.06)
===
=--------------------------------------
Max21 Management und Beteiligungen AG, Darmstadt
1. Handelstag: 28. November
Branche: IT-Beteiligungen
Segment: Entry Standard
Konsortium: AXG Investmentbank
Emissionspreis: 6,00 EUR
Anzahl Aktien: 770.000 (inkl Greenshoe von
70.000)
Streubesitz nach IPO: 57,2%
=--------------------------------------
OpenBC AG, Hamburg
1. Handelstag: 7. Dezember
Branche: Online-Community
Segment: Prime Standard
Konsortium: Dt. Bank, Lehman Brothers
Zeichnungsfrist: 4. bis 6. Dezember
Anzahl Aktien: rd. 2,5 Mio (inkl Greenshoe
von 327.268)
Nettoemissionserlös: bis zu 63,7 Mio EUR
Streubesitz: mindestens 40%
=--------------------------------------
Biogas Nord AG, Bielefeld, Ende November
Branche: Biogasanlagen
Segment: Entry Standard
Konsortium: Close Brothers Seydler,
Weserbank
Emissionsvolumen: 5 Mio bis 10 Mio EUR
Öffentliches Angebot: nein - Privatplatzierung
=--------------------------------------
Aovo Touristik AG, Hannover, November
Branche: Touristik-Dienstleistungen
Segment: Freiverkehr
Konsortium: Baader Wertpapierhandelsbank
=--------------------------------------
ecodasa AG, Berlin, November
Branche: Biodiesel
Segment: Prime Standard
Konsortium: Hypovereinsbank
Emissionsvolumen: rund 100 Mio EUR
=--------------------------------------
SKW Stahl-Metallurgie AG, München, 1. Dezember
Branche: Stahlveredelung
Segment: Prime Standard
Konsortium: Viscardi, Nord/LB
Preisspanne: 27,50-32,50 EUR
Zeichnungsfrist: 23.11. - 29.11.
Emissionsvolumen: rund 56 Mio EUR
=--------------------------------------
Mox Telecom AG, Ratingen
Erstnotiz: 6. Dezember
Zeichnungsfrist: 24.11. bis 1.12.
Preis-Range: 9,00 bis 11,00 EUR
Emissionserlös netto: etwa 9,2 Mio EUR
Branche: Telekomdienstleistungen
Segment: Entry Standard
Konsortium: Concord Effekten
=--------------------------------------
Symrise AG, Holzminden
1. Handelstag: 11. Dezember
Branche: Aromen und Duftstoffe
Segment: Prime Standard
Konsortium: Dt. Bank/UBS (Lead),
Dresdner Kleinwort,
Sal. Opp, Nord/LB,
Citigroup, HSBC, LODH
Zeichnungsfrist: frühestens ab 1. Dezember
Anzahl Aktien: bis zu 130 Mio (inkl Greenshoe
von knapp 17 Mio)
Emissionsvolumen: rund 1,3 Mrd EUR
Streubesitz nach IPO: 89,4%
=--------------------------------------
Nanocrypt AG, Stuttgart, 2006
Branche: Nanotechnologie
Segment: Open Market
=--------------------------------------
HanseYachts AG, Greifswald, 2006
Branche: Segelboothersteller
Konsortium: M.M. Warburg
=--------------------------------------
Heidelberg Pharma AG, Genf, 2006
Branche: Biotechnologie
=-------------------------------------
eMind AG, Ingelheim, 2006
Branche: Online-Shop-Systeme
Segment: Open Market
=--------------------------------------
AVW Immobilien AG, Buxtehude, 2006
Branche: Immobilien
Segment: Geregelter Markt
Emissionsvolumen: im unteren dreistell.
Mio-EUR-Bereich
=--------------------------------------
Juragent AG, Berlin, 2006
Branche: Prozessfinanzierer
Segment: Entry Standard
Konsortium: Baader
=--------------------------------------
Solarwatt AG, Dresden, 2006
Branche: Solarmodule
Konsortium: Dt. Bank
=--------------------------------------
Mondura AG, Frankenthal, 2006
Branche: Immobilien
Konsortium: Dt. Bank, Citigroup
Segment: Prime Standard
Emissionsvolumen: niedr. 3-stellig
=--------------------------------------
Alta Fides, Stuttgart, 2006
Branche: Immobilienunternehmen
Konsortium: Quirin Bank, SEB
Emissionsvolumen: 60 Mio - 70 Mio EUR
=--------------------------------------
Gardena Holding AG, Ulm, 2006/2007
Branche: Gartengeräte
=-------------------------------------
Pfaff Industrie Maschinen AG, Kaiserslautern,
Januar 2007
Branche: Nähmaschinen
Segment: Freiverkehr
=--------------------------------------
Altira AG, Frankfurt, Januar 2007
Branche: Asset-Management
Segment: Entry Standard
Konsortium: VEM Aktienbank
Emissionsvolumen: 10 Mio EUR
=--------------------------------------
Ariston Real Estate AG, München, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Pemeas GmbH, Frankfurt, 1Q 2007
Branche: Brennstoffzellen
Konsortium: Equinet
=--------------------------------------
GATE AG, Luxemburg, Frühjahr 2007
Branche: Biodiesel
Konsortium: Dt. Bank, Goldmann Sachs,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
eCircle AG, München, Frühjahr 2007
Branche: Marketing-Software
Segment: Prime Standard
Konsortium: Sal.Oppenheim
=--------------------------------------
RAG AG, Essen, 2Q 2007
Branche: Energie, Chemie, Bergbau
Konsortium: Morgan Stanley
=--------------------------------------
Ista International GmbH, Essen, 1H 2007
Branche: Energiedienstleister
Konsortium: Goldman Sachs, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gravis AG, Berlin, 1H 2007
Branche: Computerhandel
=--------------------------------------
Zanox.de AG, Berlin, 2Q/3Q 2007
Branche: Internet-Marketing
Segment: Prime Standard
=--------------------------------------
Art Estate AG, Hamburg, Mitte 2007
Branche: Kunsthandel, -fonds
=--------------------------------------
Steico AG, Feldkirchen, 2007
Branche: Dämmstoffe
Segment: Entry Standard
Konsortium: Commerzbank,
BayernLB, HSBC
Emissionsvolumen: zweistell. Mio-EUR-Betrag
=--------------------------------------
Corpus Immobiliengruppe 2007
Branche: Immobilien
Segment: Prime Standard
Konsortium: Morgan Stanley, Dt. Bank
=--------------------------------------
Gerresheimer Glas, Düsseldorf, 2007
Branche: Verpackungen
=--------------------------------------
New Yorker, Braunschweig, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Tom Tailor GmbH, Hamburg, 2007
Branche: Mode
=--------------------------------------
Navigon AG, Hamburg, 2007
Branche: Software
Konsortium: Dt. Bank (Lead), Cazenove,
Sal. Oppenheim
=--------------------------------------
PFW Aerospace AG, Speyer, 2007
Branche: Zulieferer Luftfahrtindustrie
Konsortium: Dt. Bank
Emissionsvolumen: rund 175 Mio EUR
=--------------------------------------
FranconoWest AG, Frankfurt, 2007
Branche: Immobilien
=--------------------------------------
Deutsche Rohstoff AG, Frankfurt, 2007
Branche: Beteiligungen
=--------------------------------------
Wacker Construction Equipment AG, 2007
Branche: Baumaschinen
=--------------------------------------
Deutsche Annington, 2007
Branche: Wohnimmobilien
Konsortium: Dt.Bank, Morgan Stanley
=--------------------------------------
Hinweis: In der Tabelle werden sowohl von den Unternehmen angekündigte
Börsenpläne als auch bislang nicht offiziell bestätigte Informationen zu IPOs
berücksichtigt. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
===
DJG/sug
27.11.2006 - 09:51:33
Mandelson signalisiert Entgegenkommen bei Agrarsubventionen
KAIRO (Dow Jones)--Die Reform der Agrarsubventionen in der Europäischen
Union (EU) dürfte nach Ansicht des EU-Handelskommissars Peter Mandelson den
Erwartungen der Entwicklungsländer entsprechen. Wie Mandelson bei seinem
zweitätigen Besuch in Kairo am Sonntag mitteilte, bereitet die Kommission neben
einer Reform der Fördermittel in der Landwirtschaft auch einen Abbau der
Zollbeschränkungen vor. Der Handelskommissar fügte hinzu, dass die Erwartungen
der G-20 zwar nicht vollends erfüllt werden könnten, "aber wir nähern uns ihren
Forderungen an".
Die so genannte "Doha-Runde" der Welthandelsverhandlungen waren im Juli im
Streit über Beihilfen für die Landwirtschaft in den USA und in der EU
gescheitert. Die Entwicklungsländer fordern bessere Marktzugangschancen für
ihre landwirtschaftlichen Produkte in der EU, während sich die Industrieländer
verbesserte Exportchancen in den Entwicklungsländern erhoffen.
Webseite: www.wto.org
DJG/DJN/kth/hab
-0-
27.11.2006 - 09:38:47
XETRA-START/Knapp behauptet - Starker Euro drückt SAP und BMW
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit leichten Verlusten geht der DAX am Montagmorgen
in die neue Handelswoche. Der erheblich aufgewertet Euro bleibt dabei eine der
Hauptbelastungen - insbesondere für exportorientierte Werte wie BMW oder SAP -
während der Markt bei Bayer überraschend positive Quartalszahlen in Kursgewinne
umsetzt. Der DAX steht gegen 9.15 Uhr bei 6.402 Punkten, ein Minus von 0,2%
oder gut zehn Punkten. Analysten erwarten eine Handelsspanne zwischen 6.360 und
knapp 6.500 Punkten.
Bayer werden fester gehandelt und steigen um 2% auf 39,78 EUR. Die Leverkusener
rechnen nunmehr mit einer bereinigten EBITDA-Marge von 22% für 2006. Von einer
"insgesamt positiven Überraschung" spricht Analyst Markus Metzger von der Bank
Vontobel bei den Zahlen zum dritten Quartal. Er lobt insbesondere das starke
operative Ergebnis in der Gesundheitssparte Health Care. Beim Versorger RWE,
einem der stärksten Gewinner der vergangenen Woche, geht die Rally nach einer
Kurszielerhöhung durch Morgan Stanley auf 102 EUR und dem Anlageurteil
"Overweight" weiter. Die Aktie gewinnt als DAX-Spitzenreiter 2,2% auf 88,36 EUR
und markiert hier ein neues Allzeithoch.
Vom weiter gegen den Dollar aufwertenden Euro belastet werden BMW und SAP
jeweils deutlich leichter gehandelt. SAP kalkuliere mit einem Dollar von 1,23
USD, sagt ein Händler. Bei BMW sei die Marke von 1,25 USD eine Schlüsselmarke
für die Erträge aus Verkäufen in den USA. Die Analysten von Lehman meinen,
europäische Zykliker könnten in diesem Dollar-Umfeld ihre Relative Stärke
beenden. SAP geben um 0,8% auf 158,87 EUR nach. BMW sinken um 1,5% auf 42,18
EUR und Konkurrent DaimlerChrysler verliert 1,2% auf 45 EUR. Volkswagen minus
1,2% auf 80,44 EUR. Der Ölpreis befindet sich erneut bei Marke von 60 USD pro
Barrel, was Autoaktien zusätzlich belaste.
DJG/mnr/hru/reh
27.11.2006 - 09:22:41
Sälzer: Hugo Boss prüft Einstieg ins Schmuck-Geschäft - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Der Modekonzern Hugo Boss erwägt, unter seiner Marke
künftig auch Schmuck anzubieten. "Wir sind dabei, den Einstieg in das Geschäft
mit Schmuck zu prüfen. Wir sind schon ziemlich weit", sagte der
Vorstandsvorsitzende der in Metzingen ansässigen Hugo Boss AG, Bruno Sälzer,
der "Financial Times Deutschland" (FTD - Montagausgabe). Wenn es dazu käme,
würde das Unternehmen für die Produktion eine Lizenz vergeben. "Das ist ein
Geschäft, das kann man nicht selbst machen", so Sälzer.
Parallel baut das Unternehmen sein Produktangebot über Lizenzen immer
weiter aus. So lässt Hugo Boss Brillen, Unterwäsche, Parfums und Kosmetik in
Lizenz produzieren. Sollte nun noch Schmuck dazukommen, seien laut Sälzer alle
großen Felder abgedeckt, mit denen ein relevantes Geschäft zu machen ist.
Um näher an die Wettbewerber heranzukommen, treibt Sälzer den Ausbau des
konzerneigenen Ladennetzes voran. Pro Jahr will der
Hugo-Boss-Vorstandsvorsitzende laut Bericht bis zu 35 Mio EUR in neue
Hugo-Boss-Stores investieren. Der Anteil der eigenen Läden am Gesamtumsatz
dürfte dadurch in den nächsten fünf Jahren von gegenwärtig 12% auf
schätzungsweise 20% steigen, so Sälzer.
Nach der Neuausrichtung des Konzerns sei auch die Übernahme eines
Wettbewerbers möglich, kündigte Sälzer an. "Wir haben im Moment kein aktuelles
Projekt. Es wäre jetzt noch zu früh für so einen Schritt." Die Neuausrichtung
des Unternehmens sei aber eine ideale Plattform, um darauf eine weitere Marke
zu legen. Zu möglichen Akquisitionszielen wollte er sich nicht äußern. "Wenn
wir eine Übernahme machen, muss sie sehr nahe am Kerngeschäft sein", sagte
Sälzer lediglich. "Das Wichtigste ist für mich die Bekanntheit."
Vorsorglich ließ sich der Konzern im Frühjahr schon einmal den Rückkauf
eigener Aktien für eine mögliche Übernahme genehmigen. "Bislang haben wir für
etwa 20 Mio EUR eigene Aktien zurückgekauft", sagte Sälzer dazu.
Das prozentual stärkste Wachstum verzeichnet das Modeunternehmen derzeit in
China und Russland. "In China sind wir Marktführer und wachsen dieses Jahr um
20%", sagte Sälzer. "Aber das absolute Niveau ist natürlich relativ gering."
Dies gelte auch für Russland. In dem dortigen Markt werde Hugo Boss den Umsatz
in diesem Jahr voraussichtlich um etwa 25% steigern. Es sei aber nicht
absehbar, wann die beiden Märkte eine vergleichbare Größe mit den Kernmärkten
Deutschland, USA und Frankreich haben. "Ich könnte mir vorstellen, dass in zehn
Jahren für uns die USA der größte Markt werden könnten", sagte Sälzer.
Webseite: http://www.ftd.de
http://www.hugoboss.com
DJG/brb/cbr
27.11.2006 - 09:08:26
XETRA-START/Knapp behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt startet knapp behauptet in
den Montag. Der DAX verliert gegen 9.05 Uhr 6 Punkte oder 0,1% auf 6.406
Punkte. Händler verweisen auf die anhaltende Dollar-Schwächer zur Begründung.
Der Euro ist nun auch über 1,31 USD gestiegen.
DJG/hru/gos
27.11.2006 - 08:56:18
TABELLE/Bayer AG - 3. Quartal 2006 (erweitert)
===
Bayer AG - Leverkusen
3. Quartal (30.9.) 2006 2005
Umsatz 7.783 Mio 6.177 Mio
EBITDA - a 1.170 Mio 1.257 Mio
- vor ao 1.505 Mio 1.087 Mio
EBIT -b 659 Mio 796 Mio
- vor ao 798 Mio 653 Mio
Konzernergebnis 320 Mio 493 Mio
Netto-Cashflow 1.521 Mio 1.374 Mio
Investitionen 325 Mio 346 Mio
F&E-Kosten 678 Mio 418 Mio
Mitarbeiter 110.800 87.100
a- Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation.
b- Earnings before interest and taxes.
- Angaben in EUR außer Mitarbeiter, nach IFRS, Vorjahreszahlen angepasst,
Mitarbeiter zum Stichtag.
===
DJG/rib/brb
27.11.2006 - 08:51:12
Schering trägt im 3. Quartal rund 1,4 Mrd zum Bayer-Umsatz bei
LEVERKUSEN (Dow Jones)--Der Berliner Pharmakonzern Schering hat im dritten
Quartal rund 1,4 Mrd EUR zum Umsatz der Bayer AG von 7,8 Mrd EUR beitragen. Von
diesem Gesamtumsatz waren 3,5 Mrd EUR auf die Gesundheitssparte HealthCare
entfallen, wie Bayer am Montag mitteilte. Schering wird derzeit in das Segment
Pharma der Gesundheitssparte des Leverkusener Konzerns integriert. Zum um
Sondereinflüsse bereinigten EBIT von 498 Mio EUR des Bayer-Teilkonzerns trugen
die Berliner im dritten Quartal 80 Mio EUR bei.
Im Pharmasegment, also im Geschäft mit verschreibungspflichtigen
Arzneimitteln, stieg der Umsatz in den Monaten Juli bis September vor allem
durch die Einbeziehung von Schering auf 2,4 (1,0) Mrd EUR. Auch währungs- und
portfoliobereinigt legte der Umsatz des Bereiches um 7,4% zu.
Im Blick steht dabei vor allem die Entwicklung der übernommenen
Schering-Produkte. So erhöhte sich der Umsatz im Bereich Gynäkologie/Andrologie
um 13% auf 583 Mio EUR, getrieben in erster Linie durch einen Umsatzanstieg des
Verhütungsmittels Yasmin um rund 25%. Auch im Bereich Spezialtherapeutika
stiegen die Erlöse, bedingt vor allem durch ein Plus beim
Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon um gut 10%.
Rückläufig war der Umsatz dagegen in den beiden Bereichen Diagnostische
Bildgebung und im Onkologie-Geschäft von Schering. Der Erlös bei der
Bildgebung, der 11% unter Vorjahr lag, litt unter dem Rückruf einer
Formulierung eines Produktes, bei dem es offenbar Schwierigkeiten im
Produktionsprozess gegeben hatte; darüber hatte Schering bereits ausführlich
berichtet. Das Mittel soll jedoch so bald wie möglich wieder auf den Markt
kommen. Im Bereich der Krebsmedikamente von Schering entwickelte sich der
Umsatz von zwei wichtigen Arzneien gegenläufig, so dass hier insgesamt ein
Umsatzminus von knapp 2% verzeichnet wurde.
Im Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneien und Tiermedikamenten, dem
Segment Consumer Health, stieg der Umsatz währungsbereinigt um rund 8% auf 1,04
Mrd EUR. Analysten hatten in diesem Segment bereits mit einer soliden, aber
unspektakulären Entwicklung gerechnet. Besonders kräftig legte das Geschäft mit
dem Schmerzmittel Aleve mit einem Wachstum von knapp 22% gegenüber dem Vorjahr
zu.
Webseite: http://www.bayer.de
- von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,
Richard.Breum@dowjones.com
DJG/rib/brb
27.11.2006 - 08:41:46
EUREX/Bund Futures starten gut behauptet
FRANKFURT (Dow Jones)--Gut behauptet geht der Bund-Future am Montag in die
neue Woche. Der Dezember-Kontrakt steigt gegen 8.26 Uhr um einen Tick auf
118,33%. Das bisherige Tageshoch liegt bei 118,38% und das bisherige Tief bei
118,29%. Umgesetzt worden sind bisher rund 29.000 Kontrakte. Der Bobl-Future
gewinnt 4 Ticks auf 109,88%.
Aus charttechnischer Sicht bleiben die beiden wichtigen Linien für den
Bund-Future unverändert 117,30% und 118,40%, heißt es in einer
Markteinschätzung von LBBW-Charttechniker Jürgen Meyer. "Ein Bruch der 118,40%
führt uns nochmals in die Richtung des Gap bei 118,68/70% und ein Break über
dieses Niveau führt uns bis zur 119,13/15% nach oben", heißt es darin. Nur ein
Bruch der 117,30% bestätige die Rückkehr des Abwärtstrends und bringe dann die
116,85%, gefolgt von 116,45/43%.
DJG/mnr/reh
27.11.2006 - 08:28:15
Gesundheitssparte ist Wachstumstreiber für Bayer
LEVERKUSEN (Dow Jones)--Das Ergebnis der Bayer AG im dritten Quartal ist
von der Übernahme des Pharmakonzerns Schering geprägt worden. Insgesamt erhöhte
sich der Umsatz von Bayer auf 7,8 (Vorjahr 6,2) Mrd EUR, wie der Konzern am
Montag mitteilte. Das EBIT nach Sondereinflüssen reduzierte sich dagegen auf
659 (796) Mio EUR. Die EBIT-Zahlen sind allerdings kaum vergleichbar: Zum einen
war das dritte Quartal 2006 durch negative Sondereinflüsse von insgesamt 139
Mio EUR belastet, vor allem für die Integration durch Schering. Zum anderen war
der Vorjahreswert durch einen Sondereffekt um 244 Mio EUR in die Höhe getrieben
worden.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA),
das für die operative Entwicklung aussagekräftiger ist, stieg auf 1.505 (1.087)
Mio EUR. Das Nettoergebnis lag bei 320 (493) Mio EUR. Mit diesen Zahlen wurden
die Schätzungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten für den Umsatz
in etwa erreicht und beim operativen Ergebnis und beim Nettoergebnis deutlich
übertroffen.
Hinter dem Umsatz- und Ergebnisanstieg des Gesamtkonzern verbirgt sich eine
unterschiedliche Entwicklung in den drei Geschäftsbereichen in den Monaten Juli
bis September. Die Gesundheitssparte HealthCare war der Hauptwachstumstreiber,
hier erhöhten sich der Umsatz um 72,5% auf 3,48 Mrd EUR. Auch währungs- und
portfoliobereinigt - also ohne Schering - betrug der Umsatzanstieg 7,5%, heißt
es im Quartalsbericht weiter. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA lag mit
882 Mio EUR um 114% über dem Vorjahreswert. Ohne den Schering-Anteil von 392
Mio EUR hätte die Steigerung 18,6% betragen.
Im Bereich der Pflanzenschutzmittel waren der Erlös und das Ergebnis wie
von Analysten erwartet jedoch rückläufig. Der Umsatz des Teilkonzerns
CropScience fiel um rund 10% auf 1,05 Mrd EUR, das EBITDA vor Sondereinflüssen
blieb mit 143 Mio EUR um 31 Mio EUR unter dem Vorjahreswert. Der Konzern führte
den Rückgang unter anderem auf die ungünstigen Witterungsbedingungen zurück.
Im Kunststoffgeschäft MaterialScience setzte sich der Umsatzanstieg mit
einem Plus von knapp 11% auf 2,92 Mrd EUR weiter fort. Das EBITDA vor
Sondereinflüssen ging jedoch auch hier auf 427 (502) Mio EUR zurück.
Hauptursache seien die Kostensteigerungen bei petrochemischen Rohstoffen,
teilte Bayer mit. Sie seien nur teilweise durch höhere Mengen kompensiert
worden.
Webseite: http://www.bayer.de
- von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,
Richard.Breum@dowjones.com
DJG/rib/brb
27.11.2006 - 08:21:08
Linde bestätigt Gespräche mit Wesfarmers über austr Gasegeschäft
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Linde AG hat bestätigt, mit dem australischen
Mischkonzern Wesfarmers Gespräche über einen möglichen Verkauf der
australischen Gaseaktivitäten zu führen. Wie der Wiesbadener Gasekonzern am
Montag mitteilte, haben Linde und Wesfarmers ein so genanntes Preliminary
Agreement unterzeichnet. Dabei biete die Wesfarmers Energy Ltd an, Linde Gas
Australien zu einem Enterprise Value von umgerechnet rund 300 Mio EUR
vorbehaltlich von Kaufpreisanpassungen zu erwerben. Sollte Wesfarmers dieses
Angebot zurückziehen, oder Linde das Angebot
nicht akzeptieren, werde eine Break-up Fee von umgerechnet 18 Mio EUR fällig.
Zuvor hatte Wesfarmers schon mitgeteilt, am australischen Gasegeschäft von
Linde interessiert zu sein und eine Übernahme dieser Aktivitäten zu erwägen.
Die
Veräußerung von Linde Gas Australien war eine kartellrechtliche Auflage der
Australian Competition & Consumer Commission im Zusammenhang mit der Übernahme
der der BOC Group plc durch Linde.
Linde Gas Australien hat im Geschäftsjahr 2005 nach Angaben der
Muttergesellschaft einen Umsatz von umgerechnet rund 61 Mio EUR erwirtschaftet.
Webseite: http://www.linde.com
DJG/brb
27.11.2006 - 07:47:47
Bayer hebt Ausblick 2006 für die Gesundheitssparte ... (zwei)
Für den gesamten Konzern erwartet Bayer 2006 einen Umsatz von etwa 30
(Vorjahr 25,95) Mrd EUR. Darin ist ein Schering-Umsatz seit dem 23. Juni von
rund 3,0 Mrd EUR enthalten. Die um das nicht fortzuführende Diagnostik-Geschäft
bereinigten Ergebnisse des vergangenen Jahres will der Konzern 2006 signifikant
steigern. Insgesamt erwartet Bayer ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA
von etwa 5,7 (4,8) Mrd EUR. Hierzu soll das erworbene Schering-Geschäft etwa
0,7 Mrd EUR beitragen - bisher hatte Bayer hier rund 0,6 Mrd EUR in Aussicht
gestellt.
Für den Bayer-Konzern ergebe sich daraus eine bereinigte EBITDA-Marge von
etwa 19%, heißt es im Quartalsbericht weiter. Dabei handele es sich um die
bereits vor knapp drei Jahren für 2006 angekündigte Zielrendite.
Für das bereinigte EBIT rechnet Bayer im laufenden Jahr mit etwa 3,5 (3,16)
Mrd EUR. Dazu trage Schering aufgrund der Belastungen aus der
Kaufpreisallokation lediglich rund 0,1 Mrd EUR bei. Im vierten Quartal erwarte
Bayer negative Sondereinflüsse von 0,6 Mrd EUR, davon entfielen 0,4 Mrd EUR auf
die Integration von Schering.
Webseite: http://www.bayer.de
DJG/rib/brb
27.11.2006 - 07:44:38
EZB/Gonzalez-Paramo warnt vor Inflationsrisiken
MADRID (Dow Jones)--Das Mitglied des Direktoriums der Europäischen
Zentralbank (EZB), Jose Manuel Gonzalez-Paramo, hat die wachsame Haltung der
EZB hinsichtlich der Inflation bekräftigt. Die Risiken für die weitere
Inflationsentwicklung lägen auf der Oberseite, sagte Gonzalez-Paramo am
Freitagabend bei einer Rede im Madrid. Die EZB verfolge die Entwicklung der
Verbraucherpreise daher "sehr aufmerksam", betonte er und benutzte damit jene
Formulierung, mit der die EZB in jüngster Zeit stets eine Zinserhöhung bei
ihrer bevorstehenden Ratssitzung signalisiert hat. Beobachter gehen
übereinstimmend davon aus, dass die EZB ihren Leitzins am 7. Dezember auf 3,50%
von derzeit 3,25% anheben wird.
Webseite: www.ecb.int
DJG/hab
-0-
27.11.2006 - 07:33:19
Bayer hebt Ausblick 2006 für die Gesundheitssparte erneut an
LEVERKUSEN (Dow Jones)--Die Bayer AG hat ihren Ausblick für die
Gesundheitssparte HealthCare am Montag bei der Vorlage der Quartalszahlen
angehoben. Das Unternehmen gehe nunmehr von einer bereinigten EBITDA-Marge in
der Größenordnung von 22% für das Jahr 2006 aus, erklärte Vorstandsvorsitzender
Werner Wenning. Bereits zum Halbjahr hatte Bayer den Ausblick für diesen
Bereich erhöht und eine bereinigte EBITDA-Marge von etwa 20% in Aussicht
gestellt.
Im Teilkonzern CropScience dagegen rechnet das Management weiterhin mit
rückläufigen Umsätzen und einer verringerten bereinigten EBITDA-Marge. Für das
dritte Standbein, die Kunststoffsparte MaterialScience, wird weiterhin ein
bereinigtes Ergebnis EBITDA und EBIT auf Vorjahresniveau erwartet.
DJG/rib/cbr
27.11.2006 - 07:32:02
ÜBERBLICK/Unternehmen - 7.30 Uhr-Fassung
Siemens' Anti-Korruptionsabteilung wusste von Zahlungen - SZ
In die Schmiergeldaffäre beim Technologiekonzern Siemens soll nach einem
Zeitungsbericht auch die Anti-Korruptionsabteilung des Unternehmens verstrickt
sein. Ein Beschuldigter habe der Staatsanwaltschaft während eines umfassenden
Geständnisses gesagt, zwei Führungskräfte aus der Abteilung Compliance seien
über die Schwarzgeldkonten im Bilde gewesen und hätten sogar versucht, deren
Existenz zu vertuschen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".
Wesfarmers an australischem Gasegeschäft von Linde interessiert
Der australische Mischkonzern Wesfarmers ist nach eigenem Bekunden am
australischen Gasegeschäft der Linde AG interessiert. Das Unternehmen erwäge
eine Übernahme der australischen Gase-Aktivitäten von Linde für rund 500 Mio
AUD Anfang kommenden Jahres, teilte die Wesfarmers Ltd mit. Der Wiesbadener
Gasekonzern muss sich im Zuge der Übernahme des britischen Wettbewerbers BOC in
einigen Ländern, darunter auch Australien, von Gase-Geschäften trennen. Laut
Wesfarmers hat Linde Australia im vergangenen Jahr rund 100 Mio AUD umgesetzt.
IPO/Preisspanne von China Communications 3,40-4,60 HKD - Kreise
Die Preisspanne bei dem geplanten Börsengang der China Communications
Construction liegt offenbar zwischen 3,40 HKD und 4,60 HKD. Wie eine mit der
Situation vertraute Person sagte, wird das Unternehmen mit der Transaktion an
die 2,1 Mrd USD erlösen. China Communications werde 3,5 Mrd Aktien oder 24,5%
ihres Aktienkapitals bei dem Börsengang anbieten. Die Roadshow beginne am
Dienstag und Merrill Lynch, UBS und BOC International Ltd würden das Geschäft
managen.
IPO/Aovo will in kommenden Tagen an die Börse - FTD
Der Touristikdienstleister Aovo will einem Zeitungsbericht zufolge in den
kommenden Tagen an die Börse gehen. Die Münchner Schörghuber-Gruppe und ihre
Hotelgesellschaft Arabella, die gut 50% an dem mittelständischen Unternehmen
halten, erhofften sich durch die Platzierung von 20% der Anteile bessere
Wachstumsperspektiven, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD).
Mitsubishi Motors bekommt 56 Mrd JPY Konsortialkredit - Nikkei
Die Mitsubishi Motors Corp bekommt nach Informationen der japanischen
Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai" von etwa 30 Kreditinstituten einen
syndizierten Kredit im Volumen von etwa 56 Mrd JPY. Die Mittel sollen in
Projekte zur Markteinführung von Neuwagen fließen, schreibt die Zeitung.
Geführt werde die Transaktion von der zur Mitsubishi-Gruppe gehörenden Bank of
Tokyo-Mitsubishi UFJ. Der Kredit habe eine Laufzeit bis März 2008.
DJG/cbr
27.11.2006 - 07:30:59
Siemens' Anti-Korruptionsabteilung wusste von Zahlungen - SZ
MÜNCHEN (Dow Jones)--In die Schmiergeldaffäre beim Technologiekonzern
Siemens soll nach einem Zeitungsbericht auch die Anti-Korruptionsabteilung des
Unternehmens verstrickt sein. Ein Beschuldigter habe der Staatsanwaltschaft
während eines umfassenden Geständnisses gesagt, zwei Führungskräfte aus der
Abteilung Compliance seien über die Schwarzgeldkonten im Bilde gewesen und
hätten sogar versucht, deren Existenz zu vertuschen, schreibt die "Süddeutsche
Zeitung" am Montag.
Als 2002 die Gefahr bestanden habe, dass schwarze Kassen in Österreich
hätten enttarnt werden können, habe eine dieser beiden Führungskräfte intern
mitgeteilt, man müsse sich ein anderes Modell überlegen, heißt es in dem
Bericht weiter. Die andere Führungskraft habe 2006 darauf gedrungen, alles zu
verheimlichen. Die Siemens AG, München, erklärte auf Anfrage der Zeitung, man
sei über diese Aussagen nicht informiert.
In der Schmiergeldaffäre sitzen sechs Siemens-Mitarbeiter in
Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, schwarze Kassen in Österreich und
der Schweiz angelegt und mit mehr als 200 Mio EUR gefüllt zu haben. Angeblich
war auch der frühere Konzernvorstand Thomas Ganswindt im Bilde.
Webseite: http://www.sueddeutsche.de/
DJG/rio/cbr
27.11.2006 - 07:30:37
TABELLE/Bayer AG - 3. Quartal 2006
===
Bayer AG - Leverkusen
3. Quartal (30.9.) 2006 2005
Umsatz 7.783 Mio 6.177 Mio
EBIT vor Sonderposten 798 Mio 653 Mio
EBIT nach Sonderposten 659 Mio 796 Mio
Konzernergebnis 320 Mio 493 Mio
EBIT - Earnings before interest and taxes.
- Angaben in EUR, nach IFRS, Vorjahreszahlen angepasst.
===
DJG/rib/brb
27.11.2006 - 07:25:14
DEVISEN/Euro knackt am Morgen nachhaltig 1,31 USD
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro setzt sich am frühen Montagmorgen im
europäischen Devisenhandel über der Marke von 1,31 USD fest und macht damit die
Aufwärtsbewegung vom Freitag nachhaltig. Der Euro überschreitet am Morgen auch
das Tageshoch vom Freitag und wird zuletzt bei ruhigem Geschäft zum Dollar bei
Kursen von 1,3125 USD gehandelt. Händler sprechen von einer zunehmenden
Positionierung der Investoren zu Gunsten des Euro, womit die
Gemeinschaftsdevise deutlich gestärkt werde und zunächst wohl nicht wieder
nennenswert unter die Marke von 1,30 USD fallen dürfte.
Der technische Analyst Jürgen Meyer von der LBBW spricht von einer "schon
beängstigend planmäßig verlaufenden Rally zum Jahresende". Der Euro sollte
daher im Wochenverlauf die Marke von 1,3250 USD zumindest testen. "Ein Bruch
führt uns dann über 1,3380 bis zur 1,344/70 USD nach oben", so Meyer in einer
Markteinschätzung. Nur ein Bruch der Unterstützung bei 1,2980 brächte eine
kleine Pause und eine Korrektur zurück bis zur 1,2750/20 USD. "Aber es sieht im
Moment sehr danach aus, als ob wir erst nach dem Test der 1,34er Zone eine
Pause einlegen würden", fügt er an. Als oberes Ende der Handelsspanne sieht
Meyer in dieser Woche sogar die 1,3550 USD.
Die Feinunze Gold wird am Morgen in Europa erneut etwas fester bei 640,80
USD gehandelt. Zum Nachmittagfixing in London am Freitag wurde sie bei 639,50
USD festgestellt.
===
Europa New York Europa
(7.20) (Späthandel) (Fr., 17.30)
EUR/USD 1,3123 1,31 1,3090
USD/JPY 116,07 115,78 115,86
EUR/JPY 152,29 151 151,58
EUR/GBP 0,6777 -- 0,6776
EUR/CHF 1,5843 -- 1,5838
===
DJG/mnr/reh
27.11.2006 - 07:04:23
PRESSESPIEGEL/Unternehmen
EADS - Der französische Staat will über eine Kapitalerhöhung beim
Luftfahrtkonzern praktisch die Führung übernehmen. In französischen
Luftfahrtkreisen war von einer Erpressung durch Paris die Rede. EADS braucht
dringend Geld für die Entwicklung des Airbus-Langstreckenmodells A350. Der
Vorstoß dürfte Berlins Sorgen über den deutschen Einfluss bei EADS verstärken.
(FTD S. 1)
VOLKSWAGEN - Im Zuge des Chefwechsels beim Automobilkonzern bahnt sich der
Abgang weiterer Vorstände an. Auch der Abgang des Finanzvorstands Hans Dieter
Pötsch stehe bevor, heißt es in gut informierten Kreisen. Noch sei die
Personalie aber nicht endgültig entschieden. (FTD S. 2)
VOLKSWAGEN - Bei den Verhandlungen über den Arbeitsplatzabbau im
Brüsseler-VW-Werk kommt der designierte Chef des Automobilkonzerns, Martin
Winterkorn, den Gewerkschaften entgegen. In Brüssel droht durch die Verlagerung
der Produktion des Golf nach Deutschland der Abbau Tausender Stellen. Nach
Informationen aus Konzernkreisen könnte möglicherweise ab 2009 das geplante
neue Kleinwagenmodell der Tochter Audi in Belgien produziert werden. (FTD S. 3)
IDS SCHEER - Das Softwarehaus baut seine Organisation um, sagte der
Vorstandsvorsitzende Thomas Volk. Dabei soll das Profil besser herausgearbeitet
werden. Hintergrund sind ein schlechteres Ergebnis im abgelaufenen Quartal als
gedacht sowie die internationalere Ausrichtung des Geschäfts. (Süddeutsche
Zeitung S. 21)
KRAUSS-MAFFEI - Die seit Jahren diskutierte Kapitalverflechtung von
Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall Landsysteme zu einem großen
deutschen Rüstungskonzern für die Heerestechnik dürfte vorerst nicht zustande
kommen. "Wir finden den Weg zum Zusammenschluss derzeit nicht. KMW und
Rheinmetall ergänzen sich viel mehr, als dass wir Wettbewerber sind. Eine
Kapitalverflechtung halte ich nicht für zwangsläufig erforderlich", sagte der
KMW-Vorsitzende der Geschäftsführung, Frank Haun. (FTD S. 10)
HUGO BOSS - Der Modehersteller plant den Einstieg ins Schmuckgeschäft. Auch
Männer würden inzwischen gerne Schmuck tragen, sagte der Vorstandsvorsitzende
Bruno Sälzer. Boss will in Lizenz produzieren lassen. (FTD S. 3)
SBS - Der Sendekonzern SBS hegt auch unabhängig von einer möglichen Fusion
mit der TV-Gruppe ProSiebenSat.1 Expansionspläne. Finanzvorstand Jürgen von
Schwerin will die Präsenz in bestehenden Märkten verstärken und Zutritt zu
neuen Märkten suchen. So soll der Frauenkanal auch in weiteren Ländern auf den
Bildschirm gebracht werden. (FTD S. 7)
ZAPF - Der angeschlagene Puppenhersteller Zapf Creation AG soll im
kommenden Jahr die Verlustzone verlassen. "Wir wollen 2007 wieder durchgehend
schwarze Zahlen schreiben", sagt Vorstandsvorsitzender Georg Kellinghusen.
Abgesehen von üblicher Fluktuation werde es 2007 keinen Personalabbau mehr
geben. Allerdings wolle man die Logistik-Sparte mit ihren 60 Mitarbeitern
verkaufen oder zumindest eine Beteiligung zulassen. (Süddeutsche Zeitung S. 20)
ISTA - Das Bietergefecht um den Energiedienstleister Techem kommt dem
Management des Essener Wettbewerbers Ista gar nicht ungelegen. "Viele
Investoren entdecken jetzt die Attraktivität unserer Branche?, sagte
Ista-Vorstandsvorsitzender Walter Schmidt. (FAZ S. 19)
SPARKASSEN - Berlin verschiebt den Streit um die Sparkassen.
Finanzstaatssekretär Thomas Mirow will der EU-Kommission einen Kompromiss im
Streit um den Namensschutz deutscher Sparkassen vorschlagen. (FTD S. 19)
AOVO - Der Touristikdienstleister will in den nächsten Tagen an die Börse
gehen. Die Münchner Schörghuber-Gruppe und ihre Hotelgesellschaft Arabella, die
gut 50% an dem mittelständischen Unternehmen halten, erhoffen sich durch die
Platzierung von 20% der Anteile bessere Wachstumsperspektiven. (FTD S. 8)
GERMANISCHER LLOYD - Die Schiffszertifizierungsgesellschaft wird nach
Informationen aus der Branche um ihre Unabhängigkeit kämpfen. Der Vorstand des
in Hamburg ansässigen Unternehmens werde seinen Anteilseignern voraussichtlich
empfehlen, ein Übernahmeangebot des französischen Konkurrenten Bureau Veritas
abzulehnen, hieß es. (FTD S. 8)
TNT POST - Die Beschäftigung von Jugendlichen im Postversand hat unter den
Firmen auf der einen und der Gewerkschaft ver.di auf der anderen Seite eine
heftige Diskussion ausgelöst. So sucht die TNT Post, ein deutscher Ableger der
niederländischen Staatspost, auf Plakaten in Nordrhein-Westfalen derzeit
Jugendliche ab 13 Jahren als Zusteller. (Welt S. 12)
DJG/pi/brb
27.11.2006 - 06:40:27
Wesfarmers an australischem Gasegeschäft von Linde interessiert
MELBOURNE (Dow Jones)--Der australische Mischkonzern Wesfarmers ist nach
eigenem Bekunden am australischen Gasegeschäft der Linde AG interessiert. Das
Unternehmen erwäge eine Übernahme der australischen Gase-Aktivitäten von Linde
für rund 500 Mio AUD Anfang kommenden Jahres, teilte die Wesfarmers Ltd am
Montag mit. Der Wiesbadener Gasekonzern muss sich im Zuge der Übernahme des
britischen Wettbewerbers BOC in einigen Ländern, darunter auch Australien, von
Gase-Geschäften trennen. Laut Wesfarmers hat Linde Australia im vergangenen
Jahr rund 100 Mio AUD umgesetzt.
Webseite: http://www.wesfarmers.com.au/
DJG/DJN/brb/cbr
27.11.2006 - 06:37:45
Saarland: Länder-Stabipakt nur bei genug Geld aus Berlin - FTD
HAMBURG (Dow Jones)--Das Saarland will einem nationalen Stabilitätspakt nur
unter der Bedingung zustimmen, dass es künftig genügend Geld vom Bund und den
reicheren Bundesländern erhält, um seinen Etat auszugleichen.
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Finanzminister Peer Steinbrück
(SPD) hatten am Freitag im Bundestag ihre Pläne für die Einführung einer Art
nationaler Schuldenbremse bekräftigt. Nach dem Vorbild des EU-Stabilitätspaktes
sollen nicht nur für den Gesamtstaat, sondern künftig jeweils auch für den
Bund, die einzelnen Länder und Gemeinden bestimmte Defizitgrenzen gelten.
Dazu sagte der saarländische Finanzminister Peter Jacoby (CDU) der
Financial Times Deutschland (Montagsausgabe): "Eine Verschuldungsregel können
wir nur mittragen, wenn uns gleichzeitig garantiert wird, dass unsere
strukturellen Nachteile ausgeglichen werden." Das Saarland könne seine Ausgaben
nicht durch eigene Einnahmen decken, da es den Strukturwandel von der
Industrie- zur Dienstleistungswirtschaft noch nicht bewältigt habe. Bei den
geplanten Verhandlungen zur zweiten Stufe der Föderalismus-Reform dürfe "nicht
nur über die Vermeidung, sondern auch über die Beseitigung von
Haushaltsnotlagen beraten werden", forderte Jacoby.
Er warnte davor, den Ländern nach dem Muster des EU-Stabilitätspaktes eine
gleichlautende Defizitregel aufzuerlegen. "Man kann nicht per Rasenmähermethode
eine Defizitregel für alle Länder festlegen", sagte er. Die Reformer müssten
beachten, dass sich die "Wirtschaftskraft, die Einnahmesituation und die
Ausgabebelastungen je nach Region sehr stark unterscheiden".
Jacoby wies darauf hin, dass sein Land auch heute noch Sonderlasten in Höhe
von etwa 300 Mio EUR pro Jahr tragen müsse, die das Land nicht selbst
verschuldet habe. Eine anhängige Verfassungsklage des Saarlands auf einen
zusätzlichen Etatausgleich hat nach der unlängst gescheiterten Verfassungsklage
Berlins allerdings wenig Chancen auf Erfolg.
Webseite: www.ftd.de
DJG/hab
-0-
27.11.2006 - 06:30:00
WOCHENENDÜBERBLICK/25. und 26. November
Siemens-Konzernvorstand wusste von Schmiergeld-Zahlung - Presse
In der Siemens-Korruptionsaffäre gerät offenbar auch die Konzern-Spitze ins
Visier der Ermittler. Medienberichten zufolge soll der engste Führungszirkel
über die Schmiergeldzahlungen des Unternehmens informiert gewesen sein. So soll
nach Aussagen eines langjährigen Mitarbeiters, der in Untersuchungshaft sitzt,
der frühere Vorstand Thomas Ganswindt die schwarzen Kassen und die
Korruptionspraktiken des Konzerns gekannt haben. Auch der Vorstandsvorsitzende
Klaus Kleinfeld soll nun durch die Münchner Staatsanwaltschaft vernommen
werden.
VW prüft Bau des Audi-Kleinwagen in Brüssel
Nach dem Abzug der Golf-Produktion aus dem Volkswagen-Werk in Brüssel gibt es
Hoffnung für die dort bedrohten 4.000 Stellen. Der neue VW-Vorstandsvorsitzende
Martin Winterkorn prüfen den Bau eines neuen Kleinwagens der Konzernmarke Audi
ab 2009, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorab aus seiner am Montag
erscheinenden Ausgabe. Ein VW-Sprecher bestätigte Dow Jones Newswires, dass es
entsprechen Überlegungen gebe.
Ermittler wollen in VW-Affäre weiter U-Haft für Volkert
Der ehemalige VW-Betriebsratsvorsitzende und Hauptbeschuldigte der VW-Affäre,
Klaus Volkert, muss sich nach dem Willen der Staatsanwaltschaft auf eine
längere Untersuchungshaft einstellen. Der Sprecher der Braunschweiger
Anklagebehörde, Klaus Ziehe, sagte, er gehe davon aus, dass Volkerts
Verteidigung entweder eine Haftbeschwerde oder eine Haftprüfung beantragen
werde. Darüber hätten letztlich die Gerichte zu entscheiden.
Telekom/Obermann will Konzernspitze umbauen - WiWo
Der neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Rene Obermann will
einem Magazinbericht zufolge die gesamte Führungsspitze des Konzerns umbauen
und nahezu alle Vorstandspositionen neu besetzen. Neben dem Konzernvorstand
wolle der Manager ein erweitertes Executive Committee und neue
spartenübergreifende Posten wie den Deutschland-Chef und den Auslands-Chef
schaffen, berichtet die "Wirtschaftswoche".
IPO/Symrise-Streubesitz nach Börsengang nahezu 90%
Die Symrise AG strebt im Rahmen ihres Börsengangs einen Streubesitz an, der
sich auf bis zu 89,42% des Kapitals beläuft. Die abgebenden Investoren EQT III
Fonds und weitere Altaktionäre würden bei vollständiger Ausübung des Greenshoe
noch 10,6% der Aktien halten, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Der
Börsengang könnte der größte des Jahres in Deutschland werden.
OpenBC will am 7. Dezember an die Börse
Die OpenBC AG hält ihre Erstnotiz im Prime Standard am 7. Dezember 2006 für
möglich. Der Angebotszeitraum soll am 4. Dezember beginnen und drei Tage
dauern, zuvor werde sich das Management am 27. November auf eine Roadshow
begeben, teilte das Internet-Geschäftskontakte-Portal am Wochenende mit. Auf
der Roadshow soll die Preisspanne und der genaue Umfang des Ang |