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Insolvent und trotzdem erfolgreich!
Comments for Insolvent und trotzdem erfolgreich!
Autobiografie von Anne Koark. (Tagebuch einer Insolvenz)

Comment on B.I.G. by robin
4 Aug 2006 at 3:00pm
hallo, lese mit großem Interess Ihre Beiträge und bin froh, daß Sie sich outen, so fällt es anderen Menschen auch leichter sich über dieses Thema zu äußern. Die Situation, die sie beschreiben erleben wir zur Zeit ähnlich. Ich lebe in dem Gefühl, daß es auf einer leicht schiefen Bahn finanziell unabwendbar nach unten geht. Allen Ballast den ich abwerfe hilft nicht, weil gleichzeitig die Ausgaben, durch Preissteigerungen, neue höhere quallitative und dadurch teurere Anforderungen, Wegfall von bisherigen Entlastungen, höhere Eigenbehalte bei Krankheitskosten etc. wieder steigen. Das Gefühl unentrinnbar in die Verschuldung zu kommen. Gerade bei einer Familie mit 3 Kindern von deen 2 studieren und die jüngste noch zur Schule geht ist dies eine tägliche Belastung, die allmählich über die psychische Grenze geht und regelrecht krank macht. Aber dem möchte ich mich widersetzen und bin deshalb sehr angetan von Ihrem Vorschlag betr. der Sicherung des Wohneigentums. Gerade für eine 5-köpfige Familie ist es ungeheuer schwer den Verlust des bisherigen Zuahause durch ein geeignetes neues Heim zu ersetzen. Ich glaube es geht gerade darum wieder ein Gefühl zu bekommen auf etwas sichererem Boden stehen zu können. Das könnte der Vorschlag von Ihnen bestimmt leisten. Hoffentlich finden sich noch mehr Gleichgesinnte Viele Grüße robin

Comment on Gearbeitet, Ausgebildet, Insolvent - Input für die Politik! by edith
27 Jul 2006 at 9:00am
Guten Tag, ich kann Ihnen allen nur beipflichten, mir und meinem Mann ging es 2003 genauso, zwischenzeitlich wurde alles versteigert und wir sitzen mit unseren Kindern 8 und 12 Jahren in einer Mietwohnung, teuer, kalt, dunkel, klein. Und man bekommt keine Chance wieder Fuß zu fassen und wenn man dann auf Ämter angewiesen ist, müssen erst 150 Formule ausgefüllt werden, bis Sie mal 5 Euro bekommen. Im März diesen Jahres hat mein Mann in seinem Teilzeitjob € 95,00 verdient, davon sollten wir leben. Es ist unmenschlich, wie in diesem Staat mit den eigenen Menschen umgegangen wird. Jeder Ausländer (ich bin nicht ausländerfeindich) bekommt jede Hilfestellung nur unsereins geht leer aus. Zwischenzeitlich wechselt meine Stimmung von noch einmal durchstarten mit 48 Jahren kann man das, oder aber vielleicht doch ein erlösender Sprung von der Brücke... aber auf der anderen Seite, wer soll sich um die Kinder kümmern? Schließlich haben sich ja beide Familien nach der Inso von uns zurückgezogen - kein Kontakt mehr - als Geld da war und alle prima lief, waren alle da und haben sich bom Kuchen ihre Stücke geholtm, nur jetzt erinnern sie sich nicht mal mehr an ihre Patenschaften, deswegen heißt es: weiterkämpfen, nicht unterkriegen lassen, auch wenn es verdammt schwer ist.. und manchmal hoffnungslos erscheint... Wenn wir uns alle zusammentun und dagegen angegehn, vielleicht gibt es dann für uns auch noch eine Chance. Liebe Grüsse Edith und Kopf-hoch euch allen

Comment on Rede der Bundesjustizministerin Zypries am 9.5. über Insolvenz by ...
26 Jul 2006 at 4:04pm
Ich musste erstmal meine Sprachlosigkeit über den von unserer Bundesjustitzministerrin abgegebenen Kommentares überwinden! So kann nur jemand Argumentieren der die Insolvenzhölle nicht persönlich durchschreiten musste. Was hat sich den gegenüber d. von Ihr zietierten 1800 Jahrhundert geändert ( auser das der Schuldenturm abgeschafft wurde)? Wir Insolventen müssen uns in der Gesellschaft 9Jahre lang auf einem Grad bewegen,der so dünn wie ein stück Papier ist. Es ist ein Irrsinn, beginnend mit der Tatsache das wir bei Arbeitgebern zuerst unsere Insolvenz angeben müssen (was schon vorzeitig das aus darstellt), von der Scharm u. Pein die wir Insolventen durchmachen spricht sie nicht , oder kennt sie diesen Sachverhalt nicht?- auch spricht sie nicht davon, das trotz Insolvenz,der Gläubiger das Recht hat Strafanzeige wegen Betruges u. Unterschlagung zu stellen.Heißt, man wird trotz allem was man bis dato durchmachen musste ,noch auf den level eines Kriminellen herab gesetzt, ich könnte beliebig vortfahren aber das würde den Rahmen sprengen! Mein dringender Apell an unsere Politiker ist :" HÖRT AUF DAMIT EINE INSOLVENZ ALS ETWAS NICHT EHRANRÜHRIGES DARZUSTELLEN,SOLANGE IHR WAS DIES THEMA BETRIFFT GESETZE ERLASST DIE DEN STOLZ u. EHRE EINES JEDEN MENSCHEN ZU NICHTE MACHEN KANN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" !

Comment on 09.05. Justizministerin Zypries trifft die Insolventin Anne Koark ...
14 Jul 2006 at 12:28am
[...] Heute ist sie weitergereist nach Berlin, wo sie eine Veranstaltung mit Justizministerin Zypries zu dem Thema Insolvenzen hat. Hoffen wir, dass es gelingt, den deutschen Politikern ein bißchen Gefühl für die Menschen zu vermitteln, die hinter den Pleiten stehen. Das EU-Ausland macht es uns vor, wie damit umgegangen werden könnte. [...]

Comment on Über Anne Koark by K Salek
13 Jul 2006 at 1:11pm
Ich bin selber insolvent und versuche gerade mit einer ethsich guten Bank ein Sozialfondskonto zu erarbeiten, das durch Kleinstbeträge insolvente Menschen helfen könnte. Es macht mich froh, auch für andere etwas tun zu können, die Zeiten des Egoismuses sind vorbei.

Comment on Über Anne Koark by Daniel Blumberg
29 Jun 2006 at 9:18pm
Hallo Frau Koark, ich möchte mich nocheinmal für das nette Telefongespräch mit Ihnen von heute Abend bedanken. Ihre Idee, anderen Menschen Mut zu machen und auch etwas positives aus einer Insolvenz zu ziehen ist große Klasse und verdient ein ganz großes Lob! Machen Sie weiter so und behalten Sie Ihre Tolle Einstellung!!! Lieben Gruß Daniel Blumberg

Comment on Vortragsbuchungen by Rüdiger M.U. Pieper
28 Jun 2006 at 5:43pm
Liebe Frau Koark, Insolvent zu sein heißt hierzulande wirtschaftlich "Tod" zu sein. Und die Anzahl der Menschen die gegenwärtig noch nicht in dieser ruinösen Statistik erscheinen, nämlich diejenigen, die eine sogenannte "eidesstattliche Versicherung auf Ihr Vermögen" abgegeben hatten dürfte die Anzahl der zahlungsunfähigen Haushalte in Deutschland rapide nach oben schnellen lassen. Die Gesellschaft macht einen großen Fehler diese Menschen aus der Gesellschaft auszugrenzen und ihrem Schiksal zu übergeben. Ich plädiere dafür diesen Menschen eine zweite Chance zu geben, denn diese Menschen haben es nicht verdient vergessen zu werden, zumal nicht selten andere die Mitschuld an deren Schiksal hatten, wie ich aus meiner Arbeit zu hauf berichten kann. Mit Ihrem Buch und Ihren Vorträgen leisten Sie einen wertvollen Beitrag diese Menschen aus ihrem Tief heraus zu holen und die Insolvenz als Erfahrung zu sehen in der Zukunft es besser und erfolgreicher zu machen. Die KfW-Mittelstandsbank beschäftigt sich gegenwärtig sehr intensiv mit dieser Problematik, nämlich diesen Menschen eine zweite Chance zu geben. Also besteht ein Stück weit Hoffnung, dass sich was bewegt. Ich freue mich Sie alsbald persönlich kennen zu lernen und wünsche Ihnen bis dahin alles Gute. Mit herzlichen Grüßen aus Munster Rüdiger M.U. Pieper c/o. PIEPER WIRTSCHAFTSBERATUNG

Comment on Über Anne Koark by Alexander Brehm
26 Jun 2006 at 9:01am
Liebe Frau Knoark, danke für ihre Nachricht. Als Open BC Schmarotzer, kann ich ihnen nur auf diesem Wege schreiben. Ihr Buch hört sich wirklich sehr interessant an. Und wenn das BMJ dies sogar in einer Rede zitiert, dann ist es beeindruckend. Also ich bin von ihrer Leistung begeistert und die Fakten sprechen für sich. Genau da kommt jetzt meine Frage ins Spiel. Gerne können wir uns mal treffen. zZ bin ich in Berlin. Würde mich freuen, von ihnen zu hören. ALexander BREhm

Comment on Rede der Bundesjustizministerin Zypries am 9.5. über Insolvenz by ...
11 Jun 2006 at 3:14am
Ich frage mich manchmal, wie soll denn eine Existenzgründerbewegung in Gang gesetzt werden, wenn bei einem wirtschaftlichen Fehlschlag eine quasi lebenslange Schuldverstrickung droht? Ja das fragen wir uns insolvente doch auch liebe Frau Bundesjustizministerin????????????????????????? ÄNDERN SIE DOCH ENDLICH DAS INSOLVENZRECHT GRUNDLEGEND!!! Wir brauchen Presseberichte über erfolgreiche Neustarts, die anderen Mut machen können. Wir brauchen einen Austausch von best-practice-Beispielen betroffener Unternehmer. Und wir brauchen mehr Mut bei den Kapitalgebern. Der ,,Neustart,, ist doch so gut iwe nicht möglich wie Sie ja selbst oben festegestellt haben!!!!! Wir brauchen Menschen mit Ideen, mit Energie und mit der Bereitschaft zum Risiko. Eine Erfolgsgarantie gibt es nirgends, und deshalb ist auch eine Insolvenz keine persönliche Schande. Diese Menschen haben wir doch genug !Sie hindern Sie doch nur daran indem Sie nichts ,bzw. nur viel zu wenig an den Ursachen ändern damit Sie AKTIV Ihre Ideen umsetzen können!!!!!!!!!!!!!!!! Mit der Insolvenzordnung haben wir gute rechtliche Voraussetzungen geschaffen, damit nach einem wirtschaftlichen Scheitern ein neuer Start gelingen kann. Stimmt doch nicht.bzw, allenfalls nur für sehr junge Menschen !!! Wiederspricht sich ausserdem mit ihre o.g,. Fsetstellung das ein Neustart so gut wie unmöglich ist, bzw, in lebenslanger Schuldverstrickung endet!Dann wäre ja auch alles gut und man müßte nichts ändern!!!!!!!! Aber manchmal ist das Recht den Einstellungen der Menschen voraus. Deshalb müssen wir weiter daran arbeiten, die „Kultur der Zweiten Chance“ in Deutschland zu etablieren. Wenn wir das schaffen, dann wird im öffentlichen Bewusstsein ein Satz gelten, den ich in dem Buch von Anne Koark gelesen habe und der mir gut gefallen hat: „Nicht das Straucheln ist entscheidend, sondern das Wiederaufrichten.“ AHA! Na sowas aber auch!!Da haben wir ja wieder den Schuldigen gefunden!!!Das Recht ist den Menschen voraus!!! Also die Menschen sind nur Schuld!! So können wir Insolvente das natürlich auch betrachten!!Aber da wir ja in einem Rechtsstaaat leben und man alles einklagen kann, kann uns ja eigentlich nichts mehr passieren !! Aber wir haben ja genügend Zeit um uns in Deutschland nämlich mindestens 6 & 3 Jahre = 9 aufzurichten! Während in Frankreich zum Beispiel nach 2 Jahren bereits der sprichwörtliche Hammer wieder in die Hand genommen wird! Weiter so! Bravo! Bestimmt brauchen wir hier erstmal noch jede Menge Evaluierungen und Gutachten! um gleichzeitig beklagen zu können das unsere Jugendlichen keine Ausbildungsplätze erhalten! Unsere Nachbarländer sind da seltsamer weise viel weiter! Woran das nur liegen mag?? Da geht es doch auch!!!!!!!!!!!!!!!!!!.Ich übe schon mal mich aufzurichten um gegen die nächste Wand zu laufen..Vielleicht schaffen wir es so die Mauern (nicht nur ) in den Köpfen zum Fall zu bringen.MD

Comment on Menschliche Gedanken in der Insolvenz by MD
4 Jun 2006 at 3:27pm
Liebe Daniela! Herzl. Dank für Ihre Antwort und Kommentar! Ich denke das Wir nicht nicht wirklich verloren haben !!! Dies ergibt sich aus der logischen Konsequenz das Leben Bewegung und Veränderung heißt! Ansonsten müßten wir ja alle beim Staat angestellt sein und wo das hinführt wissen wir doch und geht doch garnicht! Wer soll dann noch die Stattsgehälter einfahren??Allein daraus ergib sich die Tatsache das das Unternehmertum viel wichtiger ist als es bisher in den politischen Köpfen verankert ist . Um nicht zu sagen ,das es gesellschaftlich überlebenswichtig ist!!!! Der viel beschworene Mittelstand muss hier einfach eine viel bessere Lobby erhalten als bisher , um nur als melkende Kuh zu gelten die man aussaugt und dann schlachtet! Und da der Durst unersättlich ist ,ergibt sich eine möglichst rasche Intergration von ehemals Selbstständigen von alleine! Dafür kämpfen wir hier alle zusammen !! Wir bleiben am Ball Lieb Grüße von hier Ihr MD

Comment on Gearbeitet, Ausgebildet, Insolvent - Input für die Politik! by MD
4 Jun 2006 at 3:09pm
Liebe Beate und Daniela! Sie haben natürlich sehr recht! Besonders wie Beate richtig beschreibt sind die Töpfe ja voll! Jeder Sch... wird gefördert ,z bsp. Nähkurse,Bastelgruppen,Brasilianische Tanzkunst, Trainingsmassnahmen ,Berufbegleitenden Massnahmen,Coachings ohne Ende etc. ,aber nur nicht das ,wo die Warscheinlichkeit am höchsten ist Arbeitsplätze auf dem 1 Markt zu fördern oder auch zu sichern! Mit vollen Händen wird das Geld herausgeschmissen ,ohne wirkliche Nachhaltigkeit! Das ist Deutschland. Nur nicht auf den Punkt kommen !immer schön drum herum reden und auf die ,,Hausbanken verweisen! Wer hat den schwarzen Peter?? Es ist nicht anmaßend zu sagen ,das diese Land einfach nicht will! Ausserdem fühle ich mich allein dadurch schon diskriminiert ,das in Frankreich zum Beispiel unser Verfahren schon längst abgeschlossen wäre! Es sind dort sinnvoller Weise nur 2 Jahre WVP!! Wo bleibt denn bitte schön hier die Europäisierung???Die doch sonst so vorangetrieben wird und erwünscht ist! Warum geht die deutsche Politik hier wieder einmal mehr den,,vernichtenden, umständlichen Weg und jammert hinterher das sich nichts bewegt?? Wer soll das alles noch verstehen? Auch das in den selbigen Topf werfen der Insolventen ,ehemals Selbstständigen ist eine Beleidigung uns gegenüber ,wenn wir mit den durch Otto Versand oder ähnl. verschuldeten Insolventen gleichgesetzt werden, die Ihre Schulden durch ungezügelten Konsum oder ähnl. verursacht haben! Wir haben unsere ganze Kraft dem Unternehmen gewidmet und eine gesellschaftl. Leistung erbracht die nun keinerlei Beachtung mehr erfährt! Sollte sich dies Prinzip nicht ändern ,so wird sich garnichts ändern in Deutschalnd! Es kann nur gemeinsam im Sinne von geben und nehmen gelingen!Eine Ausgrenzung unsere Klientel verhindert dieses aber ! mfg Ihr MD

Comment on Gearbeitet, Ausgebildet, Insolvent - Input für die Politik! by Dan...
2 Jun 2006 at 8:36am
Liebe Gisela, kann Ihre Situation sehr gut nachvollziehen, da meine Eltern zum Zeitpunkt der Insolvenz ebenfalls bereits Mitte 50 waren. Für Sie war die ganze Situation schon zu Beginn durch viel mehr Ängste und Verzweiflung geprägt, als für uns Kinder. Wie Sie selber schreiben, mit Mitte 50 sind 6 Jahre Restschuldbefreiung einfach zu lang. Wie soll man mit Anfang 60 noch einmal neu durchstarten können ohne wirkliche Lebensgrundlage und aufgebrauchten Kraftreserven aufgrund des Insolvenzverfahrens ?? Versuchen daher wenigstens die private Insolvenz möglichst zu verhindern (wenn Sie mich fragen "wie"- ich kann es Ihnen nicht mal beantworten). Wichtig ist, liebe Gisela, dass die Familien und wir betroffenen Insolvenzler zusammenhalten - allein aus diesem Forum schöpfe ich immer wieder die Kraft, weiterzukämpfen. Mein Vater hat als Meister ebenfalls ausgebildet und junge Menschen in "Brot und Arbeit" gebracht- teilweise sogar in die eigenen Meisterbetriebe. Das dieses nun nicht mehr anerkannt wird, ist mehr als bitter. Man hat uns geraten, die Insolvenz nicht "so nah an uns herankommen zu lassen" und auf keinen Fall Sachen "persönlich zu nehmen". Aber wie bitte soll ich über den Schutthaufen eines ehemals erfolgreichen Familienunternehmens und ein daraus resultierendes Leben am Rande des Existenzminimums ohne persönliche Emotionen hinwegschauen können? Ich bin Anfang 30, ein Neustart ist sicherlich immer noch möglich. Auch Ihre Kinder werden den Weg ins Leben trotz oder gerade wegen dieser Erfahrung gut meistern. Für meine Eltern sehe ich die Chancen nicht wirklich rosig. Immer wenn Sie einen kleinen Schritt weiterkommen sind, liegen unter Garantie neue Felsbrocken im Weg. Bin daher wie Sie der Meinung, besonders älteren Unternehmern (die jahrelang auch für diesen Staat in dem wir leben gerackert haben) bessere Chancen für einen Neustart zu ermöglichen. In diesem Sinne: Ich denke an Sie und wünsche Ihnen von dieser Stelle aus viel Kraft sowie unermüdliche Ausdauer. Herzlichst Ihre Daniela

Comment on Menschliche Gedanken in der Insolvenz by Daniela H
1 Jun 2006 at 6:59pm
Liebe(r) MD, ich bin aus Zeitgründen (viel Arbeit- irgendwie gilt es ja die Schulden abzuarbeiten) erst heute dazu gekommen, Ihren Kommentar zu lesen. Vielen Dank für Ihre lieben Worte und den Mut, den Sie uns und allen Betroffenen zusprechen. Wenn Sie mich fragen, ob wir zu ehrlich oder zu menschlich waren- im gewissen Sinne ja. Zumindestens ist uns (seitens unseres Anwaltes!) gesagt worden, dass "ehrliche Unternehmer wie wir" als Schaf unter einer Horde von Hyänen in der heutigen Zeit "keine Überlebensberechtigung mehr haben". Ich frage Sie - hat dieser Mann Recht??? Vieles wäre sicherlich einfacher gewesen, mit einem Hauch weniger Ehrlichkeit und mehr "Ellenbogen-Mentalität". Aber wir können und werden uns nicht verbiegen- auch zukünftig nicht. Mag sein, dass es dadurch nicht leichter wird, etwas Neues aufzubauen, aber wenigstens können wir uns morgens noch unverlogen im Spiegel anschauen. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann den Respekt und die Anerkennung der Gesellschaft für die seit Jahren erbrachten Leistungen als selbstständiger Unternehmer, geprägt von unermüdlicher Arbeit und einem (leider in den letzten Jahren) ständigen Kampf ums Überleben- immer zugunsten unserer treuen Lieferanten und Mitarbeiter. Wir waren ein Unternehmen des Mittelstandes, der Deutschland immer noch vorrangig prägt. Mit uns sind viele kleine Unternehmer sang- und klanglos untergegangen - ohne großes Interesse der Öffentlichkeit. Wir haben gekämpft- und schließlich verloren. Aber immerhin: wir haben gekämpft! Wir alle sind -vergessen Sie das bitte nie- keine Schwerverbrecher, die anderen Menschen in böser Absicht Schaden zugefügt haben, auch wenn uns dieses manches mal hinter vorgehaltener Hand zum Vorwurf gemacht wird. Ich wünsche Ihnen, liebe(r) MD von Herzen alles Gute und einen optimistischen Blick in die Zukunft!! Einen kleinen Spruch zum Ende: Auch wer stolpert, ist einen Schritt vorwärts gekommen! Ihnen und Ihrer Familie ganz viele (wenn auch kleine) Schritte zu einem bestmöglichen Neustart nach der Insolvenz wünscht Ihnen Ihre Daniela H.

Comment on B.I.G. by Gisela
28 May 2006 at 8:09pm
Guten Abend Frau Koark, gibt es eigentlich über diesen Verein bzw. über die Leute mit denen Sie Kontakt haben, so etwas wie eine Firma, bzw. Stiftung oder Verein o.ä., in den alle insolventen Mittelständler ihre geschätzten jahrelangen Erfahrungen sinnvoll einbringen können und wieder eine neue Firma, evtl. mit mehreren "Abteilungen" in unterschiedlichen Branchen auf die Beine stellen könnte? Natürlich müsste diese "Organisation" so konzipiert sein, dass jeder gerade das bekommt, was man ihm nicht wegpfänden kann (es sei denn er möchte an seine Gläubiger noch zahlen - denn hier gibt es sicherlich unterschiedliche Einstellungen und eine Einstellung, dass man nichts mehr zahlen möchte finde ich nicht unmoralisch, wenn die Gläubiger Firmen sind, die zum einen Insolvenzversicherungen hatten oder durch eine jahrzehntelange positive Kooperation schon reichlich profitiert hatten...). Auf der anderen Seite müsste man doch irgendetwas für die Zeit nach der Insolvenz, notfalls über Kinder oder nicht pfändbare Altersversorgung, so das es rechtlich nicht antastbar ist aufbauen können. Und nach der Insolvenzphase hätte man dann Anteile von etwas sicherlich "Grandiosem", da man nicht nur sich, sondern auch der Gesellschaft und den Politikern über diesen Weg zeigen könnte, dass diese "geächteten" Leute sehr wohl in der Lage gewesen wären, bzw. sind, mehr Beitrag für unsere Gesellschaft und Jugend zu leisten als viele meiner Meinung nach zu Unrecht geförderten Projekte. Ein anderer Punkt ist, dass ich immer wieder lesen, dass diese wie Sie so locker schreiben "Pleitiers" ihre Wohnungen und Häuser und zwar auch für ihre Kinder verlieren. Diese werden weit unter Wert versteigert. Es müsste doch hier eine Möglichkeit geben, gut situierte Leute zu finden, die ihr Geld in eine Organisation geben, die solche Häuser oder Wohnungen ersteigert, und sie diesen Familien noch so lange bis wenigstens auch das jüngste Kind aus dem Hause ist lässt. Natürlich müsste diese "Pleitier-Familie" keine sein, die sich in Selbstmitleid auf Dauer suhlt (sicher gibt es auch solche), sondern eine, die zumindest wieder aufsteht, nach vorne sieht und äußersten Einsatz zum Geldverdienen zeigt. Evtl. wäre eine oben gewünschte Organisation hier hilfreich. Hierdurch wäre auch gesichert, dass die Leute, die solche Immobilien ersteigern, oder Anteile o.ä. einer Organisation kauft, die sich mit der Ersteigerung solcher Objekte beschäftigt, ihren Geldeinsatz überdurchschnittlich rentierlich verzinst bekommen. Dies wäre doch einmal eine Geldanlage mit Sinn und Verstand. Man müsste nur noch die Sicherheit vernünftig aufbauen. Was halten Sie denn von einem Projekt, in das interessierte "Pleitiers" bereit sind, gerne auch bis zu einem bestimmten Punkt zunächst anonym z.B. folgende Angaben für eine Stoffsammlung zu machen. insolvent seit: Altersversorgung vorhanden: ja/nein wenn ja, durch was: ........................... Kinder: Alter, Ausbildungsstand Haus / Wohnung wie hoch ist die Belastung noch wie hoch ist der Marktwert wann wird versteigert Zimmeranzahl qm aus welcher Branche /Beruf kann man Leistung/Erfahrung einbringen Alter wie lange möchte man noch arbeiten wieviele Wochenstunden möchte man arbeiten ortsgebunden? usw., usw. Vielleicht kann man über diese Stoffsammlung Leute zusammenbringen, die sich so ergänzen, dass sie wieder "Großes" zustandebringen und zwar dieses Mal in einer wie oben beschriebenen Gemeinschaft geschützter. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir hier durch Sie oder Ihre Kontakte etwas auf die Beine stellen könnten und bin gerne bereit, zunächst kostenlosen und gewissenhaften und stets sehr kreativen Arbeitseinsatz zu bringen. Freundliche Grüße Gisela

Comment on Gearbeitet, Ausgebildet, Insolvent - Input für die Politik! by Bea...
18 May 2006 at 4:12pm
Hallo, auch ich bin seit drei Jahren insolvent, habe aber sofort nach der Insolvenz wieder eine Firma (one-woman) gegründet. Von irgendetwas muß ich schließlich auch leben....und ich habe Familie. Damals hat meine Hausbank (Vereins- und Westbank) es abgelehnt, KfW-Mittel zu beantragen, mit der Begründung, dass die nur zu 80% unterlegt gewesen seien! Außerdem sei ihnen das zu aufwändig, das Formular auszufüllen. Mein Angebot, diese Arbeit für die Bank zu erledigen, wurde abgelehnt! Die entsprechenden Töpfe sind übervoll, einfach weil niemand wirklich da ran kann! Solange ein solches Gebahren öffentlich abgenickt wird, solange wird sich in Deutschland nichts ändern. Ich schlage vor, wir helfen uns gegenseitig...eben immer dort, wo es möglich ist. Auf Politik und Banken ist kein Verlaß und man sollte sie meiden, soweit wie nur irgend möglich. Beate Kalauch

 

 

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